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Disziplinierte Menschen und moralinsaure Spinner

Die Menschen, die heute „zu Fuß“ unterwegs waren, haben sich sehr diszipliniert verhalten - hauptsächlich handelte es sich um Marktgänger, Jogger, Kinderausfahrer(innen) oder Hundeausführer(innen).

Ist dies meine Schlange?

Recht lustig war, dass manche Menschen auf dem Markt nicht wussten, in welcher Schlange sie standen - und so kam es, dass sich jemand in die Metzgerschlange verirrt hatte, der glaubte, in der Bäckerschlange zu stehen. Und auch ich muss gestehen, dass ich einige Menschen falsch einschätzte, die in eben jener Metzgerschlange standen, die sich inzwischen auf gut 15 Meter ausgedehnt hatte. Ich hielt sie tatsächlich für verstreute Passanten und kreuzte die Schlange versehentlich diagonal. Sorry, Folks ... auch ich muss mich erst an sehr lang gezogene Schlangen gewöhnen.

Weitaus weniger lustig fand ich, dass einige der verbliebenen Autofahrer inzwischen jede innerstädtische Fahrbahn als Rennstrecke ansehen.

Moralisaure Entschleuniger

Und die Presse? Inzwischen habe ich mehrere Artikel gelesen, in denen die schreckliche Pandemiezeit mit moralinsauren Kommentaren verunreinigt wird. Dann ist es gut, dass wir uns gerade unter dem Druck der tatsächlichen oder vermeintlichen Ausgangssperren entschleunigen. Warum? Weil nun „endlich wieder ausführliche Begegnungen“ stattfinden könnten - virtuell, versteht sich.

Abblitzen lassen nach Art des Burgfräuleins

Na klar, wenn das Burgfräulein bisher Mann für Mann abblitzen ließ, tat sie das, weil sie „Ansprüche“ hatte. Nun wird sie die entsprechenden Kandidaten am langen Arm verhungern lassen, weil sie länger nachdenken muss. An ihrer Arroganz wird sich dadurch nichts ändern - auch nicht an ihrem Beziehungsstand.

Ja, ich las auch über „schnelle Kontakte“, die sich angeblich ebenfalls entschleunigen. Angeblich hemmt der Druck der Krise den Druck, unbedingt sofort zum Flüssigkeitsaustausch überzugehen. Doch wozu dann überhaupt treffen? Dem Virus ist es weitgehend egal, wie es übertragen wird - also gilt: Abstand ist Abstand und gar nicht treffen ist derzeit allemal besser als „einander keusch gegenüberzutreten“.

Na denn. Man sagt ja, in Krisenzeiten würden die Röcke wieder länger und die Moralprediger würden aus allen Ritzen herausgekrochen kommen.

Verstopft die Ritzen, wenn ihr noch Verstand habt.

Euer Sehpferd

Keine Werbung mehr

Ihr findet vorläufig keine Werbung (außer Eigenwerbung) mehr auf dieser Webseite. Ich finde, auf seriösen privaten Blogs hat Werbung nichts mehr verloren.

WordPress als Wiki?

Ich versuche gerade, WordPress als „Wiki“, in diesem Fall als Lexikon-Software einzusetzen. Ich habe verschieden Arten probiert, um annähend das gleiche Ergebnis zu erzielen wie mit traditioneller Wiki-Software, bin aber vom Ergebnis enttäuscht. Die Handhabung als Administrator oder Autor ist komplizierter, die Darstellung eher behäbig.

Weiß es jemand besser? Hat jemand eine grandiose Idee?

Ich bin gespannt auf Vorschläge.

Sendepause? Nein, nicht wirklich

Nein, ich war nicht wirklich fort. Es begann alles damit, dass meine etwas angejahrte Workstation fauchte wie Puff, der Zauberdrachen. Da sie sich auch nicht mit Süßigkeiten bestechen ließ, beschloss ich, mir eine neue Workstation zu leisten. Und da ich vom Service der Firma X ohnehin die Nase voll hatte, wechselte ich zu Firma Y.

Ich ahnte „irgendwie, dass diese alles mit Arbeit verbunden war, zumal ich auch noch ein Softwareprodukt wechseln wollte (oder musste, weil die Gewährleistung auf das alte Produkt nunmehr ablief).

Allerdings hatte ich nicht bedacht, mit wie vielen Problemen ich konfrontiert wurde - von den Verbindungsleitungen bis zur Änderung von Windows-Einstellungen. „Leicht zu konfigurieren“ sind offenbar nur Computer, bei denen alle peripheren Komponenten bestenfalls zwei bis drei Jahre alt sind.

Nun also bin ich mit teils neuen, teils alten Produkten wieder online, und ich versuche, euch wieder Nachdenkliches und Unterhaltsames zu servieren. Denn ich bin ja immer noch derselbe - oder dasselbe, nämlich Sehpferd - und dies seit 20 Jahren.

Ich freue mich immer wenn …

… ihr diese Zeilen lest,
die Gedanken zwischen diesen Zeilen erkennt,
und euch selbst Gedanken dazu macht.

Und für alle, die Niederdeutsch lesen können, meine Weihnachtsbotschaft an Nachdenkliche:

Wihnachenobend
denn goht wie no boben,
denn pingelt de Klocken,
denn danzt de Poppen,
denn piept de Müs‘
in Grooßvadder sien Hüs‘.


Ähnliche Gedanken kamen mir schon vor zwei Jahren ...

(Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich mit "denn" richtig zitiere, weil ich denn "denn" für "dann" nur selten gehört habe. Ich meine, ich hätte die Geschichte, in der dieses Gedicht immer wieder vorkommt, mit "dor" als "dann" gehört.

Das Zitat soll von Rudolph Kinau, einem niederdeutschen Schriftsteller, stammen)