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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Correctiv enthüllt: Wie Deutschland abhängig von russischen Gas wurde

Erstaunliche Fakten, die ich auch nicht kannte, belegen, dass Deutschland nicht abhängig vom russischen Gas wurde, weil das Geschäft 1970 zwischen der damaligen Sowjetunion und der Regierung der Bundesrepublik Deutschland unter Beteiligung der Wirtschaft ausgehandelt wurde. Nein, die wahre Abhängigkeit entstand erst viel später ...

Der Artikel ist sehr lang, aber unbedingt lesenswert.

Und wieder sind die Programmierer schuld an allem

Interessant, was ich gestern auf Arte über den Dienst „Instagram“ erfahren habe. Nur etwas störte mich an dem Beitrag: Da wehte ein Hauch von Feminismus über den Bildschirm, der dort nicht hingehörte.

Sinngemäß hieß es: Dass der männliche Blick auf Instagram so in den Vordergrund gerückt wird, liegt an den Programmierern - und das sind zu 80 Prozent Männer.

Falsche Schuldzuweisungen - und die Realitäten

Nein, nein ... es liegt nicht daran, dass sich für den vergleichsweise einsamen, kommunikationsarmen und nicht gerade zu Sozialkontakten einladenden Beruf kaum eine Frau interessiert.

Es liegt auch nicht daran, dass prozentual sehr viele Frauen zwischen 18 und 24 Jahren das Medium nutzen. Und sie gelten als besonders enthusiastisch.

Und natürlich liegt es niemals an der Geschäftsstruktur und dem Profitinteresse der Unternehmer.

Es liegt an den Programmieren. Ja, schönen Tag auch, ihr Lichtgestalten des Fernsehens ... wisst ihr eigentlich, was ihr da sagt?

Meinungen und Fakten ohne Profitinteressen?

Wie oft ich diesen Blödsinn schon gehört habe, weiß ich schon längst nicht mehr. Und nein, es ist keine Frage der Bildung, ob man so etwas behauptet oder nicht. Und wenn sich die Modebranche wirklich der Diktatur der sozialen Netzwerke unterworfen hätte ... müssten wir die Schuld nicht bei den Betreibern der sogenannten „sozialen“ Netzwerke suchen oder bei und ihren willfährigen Zuträgern?

Immerhin können wir uns noch abgrenzen. Als freie und unabhängige Blogger, beispielsweise. Und wir müssen - wirklich - keinem sozialen Netzwerk angehören.

Oh look - nice Tits

Die Brustwarzen und die Meisen haben im Englischen eines gemeinsam: den Namen.

„Tits“ sind also Meisen - und die Meinungen, warum sie ausgerechnet so heißen, gehen auseinander. Da die Meise ein sehr kleiner Vogel ist, wird das Wort aus „Titmouse“ abgeleitet, in dem das „Mouse“ angeblich für Meise, das Wort „tit“ für „klein“ steht.

Die Assoziation mit den Spitzen der weiblichen Brust (Nippel, Brustwarzen) soll angeblich andere Ursachen haben - sie sollen vom Altenglischen „teat“ kommen.

Die Spielarten des Wortes sind über ganz Europa verbreitet, so, wie sie das „Lexikon für Mittel Englisch“ es uns sagt:

Tette, tæt. Im Plural dann „tetes“, „teten“ ...“tittes“, „tutes“ und „titten“ ...

Ob das österreichische „Tutteln“ für kleine Brüste auch daher kommt, kann ich nicht sagen. Wahrscheinlich ist es schon.

Grimms Lexikon der Deutschen Sprache sieht die „Titte als mundartliche „Zitze“ an und vergleicht das Wort mit dem ähnlich lautenden Begriff „Tutte“.

Alles in bester Ordnung?

Nein, ich habe keine Meise. Und wenn jemand sagt, "look, nice tits", meint derjenige, so er ein Mann ist, meist die weiblichen Brüste einer Passantin, was nicht eben fein ist. Die Welt der Sprachen ist eben ein Dschungel.

Quellen:

etymonline
Quod.Lib
Wörterbuchnetz (Grimm)

Europa und Facebook

„Droht Europa der Facebook-Blackout? Das fragte sich in den letzten Tagen mancher, der die „Süddeutsche“ las. Gute Frage. Und kommen wird er vermutlich nicht. Aber wieso eigentlich „droht“?

Wir könnten wirklich ganz gut ohne Facebook auskommen, oder etwa nicht? Mich stört schon lange, dass manche Firmen nur noch „über Facebook“ im Netz zu finden sind.

Also hört mal zu, Kleinunternehmer, Bands, Jazzclubs, Gastwirte und wer-auch-immer: Richtet euch eine Webseite oder ein Blog ein. Ich will euch im Netz sehen, ohne dass ich zugleich aufgefordert werde, Facebook zu unterstützen.

Die NZZ und Deutschland

Seit langer Zeit verfolge ich die Berichterstattung der NZZ. Sie war und ist für mich eine der besten Informationsquellen, wenn es um eine neutrale Sichtweise der Welt geht. Oder sagen wir mal: Sie war es einmal. Denn ein Land hat es der NZZ in letzter Zeit angetan: Deutschland. Dort, so kann man fast täglich in Kommentaren lesen, läuft alles schief.

Und natürlich weiß man es in den Alpen besser. Wie so oft. Nein, nichts gegen die Schweiz. Aber die Deutschschweiz weiß nach der Meinung gewisser Kommentatoren offenbar genau, dass sie das bessere Deutschland repräsentiert. Wenn man es als „ultrakonservativ“ bezeichnet, wäre das zu viel, obgleich die Sichtweise der NZZ-Kommentatoren in der Beurteilung Deutschlands dahin tendiert. Was die Kommentatoren befürchten? Wir wissen es nicht. Glauben sie, dass Tendenzen über die Grenze schwappen könnten? Und sind sie überheblich genug, diese zumindest für die Schweiz noch zu stoppen?

Was besonders schwerwiegt, sind die ständigen Vorwürfe gegen die deutsche Politik oder die Gesellschaftsordnung in Deutschland. Sie ist nun mal anders. Anders als in der Schweiz, anders als in Österreich und sogar anders als im ländlichen Bayern.