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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Wenn junge Böcke bewusst stinken …

Wenn junge Männer bewusst stinken, dann probieren sie wahrscheinlich aus. Ihre „Pheromone zu maximieren“. Manchmal, so las ich, würde noch etwas mehr dazu gehören.

Ich habe dazu etwas gelesen, zum Beispiel dies:

Junge Männer verzichten bewusst auf Körperpflege, um ihren natürlichen Geruch möglichst unverfälscht zur Geltung zu bringen. Manche lassen das Deo weg, andere die Dusche. Die besonders ambitionierten Vertreter des Trends tragen sogar ungewaschene Kleidung. Je mehr man nach sich selbst riecht, desto besser.

Männer, hört mal her … das mit den Pheromonen ist nicht bewiesen. Selbst, wenn einzelne Pheromone in Frauen das Kuschelgefühl wachrufen sollten, gilt dies nicht für ein erstes Date.

Was die „Forschung“ einmal dazu gesagt hat (es ist lange her), ist eine Sache. Eine andere ist, dass die Forscher selbstverständlich nicht die Zersetzungsprodukte des Männerschweißes verwendeten, um die Wirkung von Pheromonen zu „beweisen“. In Bio nicht aufgepasst und in Chemie auch nicht? Macht ja nichts – ihr dürft dann nur nicht glauben, was euch die Komiker(innen) in den „Sozialen Netzwerken“ einblasen.

Übrigens: Lasst jede Form von „Maxxing“ – auch wenn es eigenartig klingt: Frauen wollen überwiegend „richtige Menschen“, die sich beim Date so „geben“ wie sie tatsächlich sind.

Zitat aus dem österreichischen "Standard".

;mehr von mir in der "Liebeszeitung".

Die einfache Erklärung – von Tönen, Klängen und Geräuschen

Die Einheit von Mensch, Instrument und Umgebung erzeugt den Klang
In der Natur gibt es so gut wie keine „reinen“ Töne, und auch Musiker können sich nicht rühmen, solche Töne zu erzeugen. Auch Naturtöne sind keine „reinen Töne“ sondern physikalisch Mischungen verschiedener Frequenzen.

Der "Ton" ist für Menschen das, was zu ihnen durchdringt

Wenn wir von Musikinstrumenten oder der menschlichen Stimmen sprechen, dann nennen wir einen „Ton“ immer das, was bei uns im Gehirn ankommt. Der Tone muss also zunächst mal durch die Luft zum Ohr vordringen, um dann vom Gehirn „wahrgenommen“ zu werden.

Sobald der Ton dort ankommt, wird er vom Gehirn interpretiert: Etwa so: Das ist ein hoher Ton, und er klingt wie ein Pfeifen – das könnte eine Flöte sein. Geübten Musikhörern fällt es nicht sonderlich schwer, die Instrumente zu unterscheiden. Sie wissen also beispielsweise, wie ein Sopransaxofon oder ein Fagott „klingen“ kann.

Der unterschiedliche Klang entsteht aus vielen Tönen und Geräuschen

Der unterschiedliche Klang der Instrumente ergibt sich aus den Schwingungen, die in der Physik ist ein Ton oder der „Klang“ eines Instruments nie ein „einzelner“ Schwingungsvorgang. Ganz schulmäßig gesprochen, besteht der Klang eines Tons zunächst aus dem Grundton und einigen sogenannten Obertönen oder Partialtönen. Ganz korrekt ist dies nicht, weil Töne, die mit der menschlichen Stimme oder bestimmten Blasinstrumenten erzeugt werden, noch viele weitere „Beimischungen“ enthalten. Wer sich näher damit beschäftigen will: Es ist eine komplizierte Materie, und sie lässt sich nicht mit einigen Sätzen beschreiben.

Ich habe versucht, das Thea unabhängig von der Begriffsverwirrung auf einen Nenner zu bringen:

Was am Ende „herauskommt“, liegt am Spielenden, Singenden oder sonst wie Töne erzeugenden Menschen. Was davon wieder in den Hörer oder die Hörerin „eindringt“, liegt an der persönlichen Einstellung zur Musik.

Bestimmte Instrumente klingen immer wieder deutlich unterschiedlich

Wenn du Beispiele von Instrumenten suchst, die sehr unterschiedlich klingen können, kannst du bei Klarinetten, Saxofonen oder Trompeten beobachten.

So also entsteht der Klang, den man auch „Timbre“ nennt. Er gibt jeder Stimme und jedem Instrument die entsprechende Eigenart. Das gilt auch für alle Musiker, die ein charakteristische Spielweise entwickelt haben, an der man sie erkennen kann, wie etwa John Coltrane auf dem Sopransaxofon, den ich stellvertretend für viele andere Musiker nenne.

Soweit Sänger(innen) betroffen sind, spielen neben den Vokalen auch sprachtypische Besonderheiten eine Rolle. Ein bekanntes Beispiel ist das Lied „Qongqothwane“, das Mariam Makeba in ihrer Muttersprache Xhosa sang und wegen der seltsamen Laute auch „Klicksong“ genannt wird.

Hinweis zu den Begriffen Ton, Klang und Geräusch

Akustiker, Musiker und Musikhörer verstehen unter einem „Ton“ oft nicht das Gleiche. Genau genommen ist ein „Ton“ ein reiner Sinuston, den man künstlich erzeugen kann und der in der Natur so gut wie gar nicht vorkommt. Er kann aber als „Note“ geschrieben werden, die im Allgemeinen sowohl die Tonhöhe des Grundtons wie auch die Dauer des Tons beinhaltet. Das reicht aber nicht aus, um den „Ton“ vollständig zu beschreiben, denn sobald er tatsächlich gespielt wird, wird er unweigerlich zum Klang. Für einen „Klang“ gelten ähnliche unterschiedliche Sichtweisen – bei diesem Begriff gibt es insbesondere Unterschiede in der Akustik und im Hi-Fi-Bereich. Von den überwiegend an der klassischen Musik orientierten Musikwissenschaftlern werden „Geräusche“ nicht dem Klang zugerechnet. Im Zweifel sollten Autorinnen und Autoren also beschreiben, was sie uns wirklich sagen wollen und nicht an den Begriffen festhalten, die als „Schulwissen“ gelten.

Die benutzten Quellen (oft nicht in Übereinstimmung mit der hier vertretenen Sichtweise):

Im Musiklexikon
Thieme Zu menschlichen Stimmen.

Sehr ausführlich und aus unterschiedlicher Sichtweise wurden die Begriffe um "Töne" in Wikipedia beschrieben.
Bild: Der Klarinettist Giora Feidman solo (sehpferd Juni 2008, Budapest)

Zu den Diskussionen um eine „deutsche“ Kultur

Die UNESCO definiert Kultur als „die Gesamtheit der geistigen, materiellen, intellektuellen und emotionalen Eigenschaften einer Gesellschaft oder sozialen Gruppe, die unverwechselbar und einzigartig sind“. (1)

Die Aussage soll nicht bezweifelt werden – und doch bedeutet dies, Kultur als die Summe einiger Eigenschaften zusammenzufassen, die in der Vergangenheit eine große Rolle gespielt haben.

Zurück in die ferne Vergangenheit?

Manche Menschen in unserer Bevölkerung sind nur allzu willig, die „modernen“ Zeiten zurückzudrehen – sie behaupten, Kultur sei das, was ihre Väter und Vorväter einst geschaffen haben. Zugleich sagen sie, dass unsere heutige, sichtbare und erkennbare Kultur unter „fremden“ Einflüssen steht. Und sie meinen damit die gesamte „Moderne“ - was letztlich bedeutet: Unter Einschluss der vergangenen 100 Jahre.

Deutsche Kultur - für die damalige Jugend nicht als Vergangenheit

Am Ende des Zweiten Weltkriegs beargwöhnte man eine Jugend, die an alles andere dachte als daran, an die „Deutsche Kultur“ anzuknüpfen. Das hatte viele Gründe – unter andrem auch den, dass Kultur im Schulunterricht ähnlich behandelt wurde wie Religion. Sie hing irgendwo ganz oben, und man musste atemlos lauschen und staunend sehen, was „wir“ unter Abzug der letzten rund 35 Jahre vollbracht hatten. Es waren lauter Meisterwerke der Baukunst, der Musik, der Malerei, der Dichtung … ach, das waren sie? Irgendwie war alles, was da geplant, vertont, gemalt und gedichtet wurde, schon ziemlich alt – das Neue ließ noch lange auf sich warten.

Was ich "mein Eigen" nennen, das ist für mich Kultur

Wenn ich später jemals gefragt wurde, welchen „Zugang“ ich zur Kultur hätte, so war ich versucht zu sagen: „Was ich mein Eigen nennen, das ist Kultur.“ Ich bestreite nicht, dass irgend etwas anderes auch Kultur sein könnte. Aber nur, weil sie "ein Deutscher" geschaffen hat, wird sie für mich nicht zu meiner Kultur.

Ich denke, dies mag denjenigen helfen, die ebenfalls nach „ihrer“ Kultur suchen. Zudem ist es eine Methode, Kultur im Hier und Jetzt zu erfassen und jede kulturelle Entwicklung wohlwollend zu begutachten. Nur die Vergangenheit – die lassen wir besser Vergangenheit sein.

(1) Zitat aus Unesco.de.

Wie wir Musik hören – ist MP3 eine Gefahr für die Jugend?

Musik konnte man vor 50 Jahren über ein Radio, eine Schallplatte oder eine Magnetbandaufnahme hören. Manchmal hörten wir sie ganz ohne „Medium“ – in Freiluftkonzerten, die jeweils im Sommer veranstaltet wurden, in Stadien und Mehrzweckhallen und gelegentlich natürlich auch in traditionellen Konzertsälen.

Sehr unterschiedliche Qualitäten, egal, aus welcher Quelle die Musik kam

Wer dies getan hat, weiß recht gut, wie unterschiedlich die Qualität der Klänge war. Ein Radio? Da brauchte man eine gute Antenne, vielleicht sogar einen Antennenrotor. Das Ergebnis war aber nicht das, was sich der „ernsthafte Musikfreund“ wünschte. Auch der Hinweis, dass der UKW-Rundfunk (FM) ja den ganze Frequenzbereich des Gehörs umfasste, wurde mild lächelnd abgetan.

Waren die Musik-Freaks von damals mit anderen Tonquellen zufriedener?

Ein Tonband oder eine Kassette? Spitzenqualität? Ja, im Studio- und bei Geräten, die im halbprofessionellen Bereich eingesetzt wurden. Schließlich war einige Jahrzehnte lang jede Schallplatte vorher ein Tonband – stark vereinfacht und sehr salopp gesagt. Nach der Aufnahme wurde dann die Version hergestellt, die später eine Schallplatte oder eine CD wurde.

Die Schallplatte und Hi-Fi - idealer Klang?

Womit wir zunächst bei den Schallplatten wären. Sie galten bei jeder Hi-Fi-Vorführung als Krönung der Musikwiedergabe. Die Musikliebhaber glaubten, feinste Töne aus ihnen heraushören zu können. Selbst wenn sie es konnten: Schallplatten rauschen gelegentlich, knistern leider oftmals, und sie altern durch Abnutzung. Von „Abtastfehlern“ war viel die Rede, und diejenigen, die davon sprachen, behaupteten, es gäbe Geräte, die fast ohne solche Fehler arbeiteten. Um mal etwas sinnvollen Zynismus zu verwenden: Nur eine Schallplatte, die niemals oder nur einmal abgespielt wurde, war absolut frei davon, den „taufrischen“ Klang wiederzugeben. Ich will nicht behaupten, dass es keine Mittel gegen die Abnutzung gab – etwas Abtast-Systeme, die sensibler mit der empfindlichen „Rille“ umgingen. Und dennoch muss dieser dazu gesagt werden: Die meisten Musikkenner hören keine „Schallplatten“, sondern die Musik, die in die Rillen eingepresst wurde, auch wenn die Wiedergabe gewisse Mängel hat.

Die Mythen rund um die Schallplatte

Über den Tonträger „Schallplatte“ könnte man noch mehr sagen – er ist von Mythen durchdrungen. Dazu gehört nicht nur die Botschaft, dass sie „weicher klingen“, sondern auch allerlei andere Behauptungen. Beispielsweise die Überzeugung, dass alleine Schallplatten „den natürlichen, analogen Ton“ wiedergeben.

Gute Schallplatte - Gute CD - Gefahr durch MP3?

Von der Schallplatte ging es zur CD – und über verschiedene Techniken dann zu so etwas wie „MP3“ oder andere Formate. Soweit der Stand heute.

Seit einigen Jahren wird ein Streit angefacht: Verlieren die jungen Leute, die Generation „Z“ oder wer auch immer, den Zugang zur Musik, weil sie „MP3“ hören.

Ein Einwand gegen viele „naturwissenschaftliche“ Erklärungen: Musik, die vom Gehirn „genau abgetastet“ führt immer zu mehr Anstrengung. Oder mal mit anderen Worten: Free Jazz zu hören ist anstrengender als Dixieland. Die wesentliche Rolle beim Hören, vor allem aber beim „Erkennen“ der Strukturen von Klängen, spielt immer die Musik selbst – nicht die Wiedergabe.

Jeder hört anders

Und zuletzt noch diese: Jeder von uns hört anders. Viele Menschen, die noch „das alte Dampfradio“ in Luxusausführung kannten, bevorzugen bis heute einen weichen „Sound“ und glauben, dass genau dieser Klang ideal ist. Sollten sie jemals in einen Konzertsaal gehen, denn würden sie sich wundern, wie „scharf“ dort die Streicher klingen.

Quellen:

Kritisch über MP3: Deutschlandfunk, Die Welt .

Empfohlen: Wissensblog (ausführlich und objektiv).

Wie klingt eigentlich ein Original-Instrument?

Giora Feidmann 2009 in Budapest
Instrumente klingen zunächst gar nicht. Sie werden nach handwerklichen oder computergestützten Verfahrensweisen darauf vorbereitet, dass ein geeigneter Spieler darauf Klänge erzeugen kann. Generell können Streichinstrumente auf mehrere Arten angeregt werden. Bässe beispielsweise können gezupft oder gestrichen werden, und sie „klingen“ dabei völlig unterschiedlich. Werden sie gezupft (wie im Jazz üblich) dann geht die Spielweise des Musikers besonders stark in den Klang ein.

Menschen prägen den Klang

Die Art, wie die Hand des Musikers mit dem Instrument umgeht, gilt natürlich auch für andere „Streichinstrumente“ und außerdem für Klaviere und Schlagzeuge.

Wie man hineinbläst, so schallt es heraus

Weniger bekannt ist, dass der Ton von Holz- und Blechblasinstrumenten von der Art abhängt, in dem das Instrument „geblasen“ wird. Ein Beispiel ist die Trompete, bei der das Mundstück in so enger Verbindung mit den Lippen steht, dass der Klang mit den Lippen „eingefärbt“ werden kann. Bei Holzbläsern ist dies etwas anders, aber dennoch können auch sie die Klangfarbe ihrer Instrumente erheblich verändern, beispielsweise bei der Klarinette. Sie „klingt“ deswegen bei Sinfonien anders als im Jazz oder in der Klezmer-Musik.

Kein einheitlicher Klang bei Musikinstrumenten

Die wenigen Instrumente, die ich genannt habe, mögen ausreichen, um zu beweisen, dass es keinen einheitlichen Klang der Original-Instrumente gibt. Bei der Aufnahme eines Musikstücks wird ja auch nicht beurteilt, wie ein Instrument „klingt“, sondern dass es so klingt, wie es tatsächlich angespielt wurde.

Musikalische Töne lassen sich auch auf Nicht-Musikinstrumenten erzeugen: auf Ölfässern, mit „singenden“ Sägen oder auf einer Glasharfe.

Vergessen sollten wir auch nicht, dass die menschliche Stimme in vielen Varianten Töne erzeugt.

Die Qualität der Musik im Original war und ist nicht immer eine Frage der exzellenten Aufnahmetechnik, sondern viel mehr eine Frage, wie sich die Musiker am Tag der Aufnahme gefühlt haben. Auf diese Weise sind Raritäten entstanden, zum Beispiel „Jazz at Massey Hall“.

Bild: Der Klarinettist Giora Feidman 2009 in Budapest © 2026 by Gebhard Roese