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    <title>Sehpferd - Ein sinniges Meinungsmagazin (Artikel mit Tag psychologie)</title>
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    <description>unbequemes über presse, politik und wissenschaft</description>
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    <pubDate>Mon, 23 Mar 2026 16:49:02 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: Sehpferd - Ein sinniges Meinungsmagazin - unbequemes über presse, politik und wissenschaft</title>
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    <title>Das &quot;Kommunikationsmodell&quot; nach Sigmund Freud ist frei erfunden</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2167-Das-Kommunikationsmodell-nach-Sigmund-Freud-ist-frei-erfunden.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>mythen</category>
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Es wird oft behauptet, es gäbe ein &lt;em&gt;„Kommunikationsmodell von Sigmund Freud“&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsache ist: Dieses Modell haben sich Menschen ausgedacht, die eine Brücke bauen wollten zwischen Sigmund Freud und Paul Watzlawick. Es ist in mehr als einer Hinsicht falsch, von einem „Kommunikationsmodell von Sigmund Freud“ zu sprechen - alles, was dazu geschrieben wurde, basiert auf Behauptungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Freud hat &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/1977-Die-Eisbergtheorie-Fakt-oder-wissenschaftlicher-Unfug.html&quot;&gt;kein „Eisbergmodell“&lt;/a&gt; entwickelt, es wird ihm nur zugeschrieben.&lt;br /&gt;
2.	Von Paul Watzlawick wird behauptet, er habe das Freud’sche Eisbergmodell verwendet – es steht nicht einmal im Inhaltsverzeichnis von „Menschliche Kommunikation“.&lt;br /&gt;
3.	Die Aussage, dass 20 Prozent der Kommunikation in Worten abgewickelt wird, aber mindestens 80 Prozent auf anderen Wegen (beispielsweise analog) ist eine Behauptung. Sie beruht auf dem Pareto-Prinzip das ebenfalls lediglich eine Behauptung darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei eigenen Recherchen habe ich festgestellt, dass zur Frage „Freud und Kommunikation“ ein Autor vom anderen abschreibt. Dadurch wird die Behauptung ständig weiterverbreitet, ohne dass ihr Wahrheitsgehalt infrage gestellt wird.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 23 Mar 2026 14:58:00 +0000</pubDate>
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    <category>behauptungen</category>
<category>eisbergmodell</category>
<category>freud</category>
<category>kritik</category>
<category>psychologie</category>
<category>watzlawick</category>

</item>
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    <title>Die vollständige Übereinstimmung</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2165-Die-vollstaendige-UEbereinstimmung.html</link>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Ich hörte dieser Tage von einer Behauptung,  dier einigen anderen Aussagen im Internet ähnelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Eine vollständige Übereinstimmung in der Kommunikation bedeutet, dass das „Gesagte“, der „Tonfall“ und die „Körpersprache“ sowie die innere Haltung von Sender und Empfänger perfekt übereinstimmen und indem keinerlei Zweifel oder Widersprüche mehr bestehen. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Eine perfekte Übereinstimmung, auch in der „inneren Haltung“? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, aus welcher Denkrichtung solche Behauptungen stammen. Allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass die Beweise für solche kühnen Thesen niemals erbracht werden konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 18 Mar 2026 17:02:00 +0000</pubDate>
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    <category>innere haltung</category>
<category>kommunikation</category>
<category>perfekt</category>
<category>psychologie</category>

</item>
<item>
    <title>Am Anfang stand die Romantik – das Wort „Empathie“ kritisch betrachtet</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2162-Am-Anfang-stand-die-Romantik-das-Wort-Empathie-kritisch-betrachtet.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>deutsch</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (redaktionsteam sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Am Anfang stand die deutsche Romantik. Der Kunsthistoriker Robert Vischer hat den Begriff „Einfühlen“ vermutlich als Erster verwendet. Der Psychologe Theodor Lipps (1851 - 1914) hat in ähnlicher Weise eine Einfühlungstheorie auf psychologischer Basis verfasst. Als der britisch-amerikanische Psychologe Edward Bradford Titchener (1867 – 1927) im Jahr 1909 eine plausible Übersetzung für den von Lipps geschaffenen Begriff suchte, hat er das Wort „Empathy“ dafür gefunden und in die englische Wissenschaftssprache eingeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das Einfühlen - von der deutschen Romantik nach Amerika und wieder zurück&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland stand der Begriff „Einfühlen“ damals für eine Verbindung zwischen dem Fühlen des Menschen zu dem, was er betrachtet. In der Übersetzung gab es bald eine andere Bedeutung, die mehr dem Begriff „Mitfühlen“ entspricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Wort durch die vielen englischsprachigen Wissenschaftstexte wieder zurück nach Deutschland kam, wurde es zur „Empathie“ und damit zum Sammelbegriff für verschiedene emotionale Regungen. (1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man den Begriff in seine Eigenschaften zerlegt, dann ergeben sich Fragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;-	Wie weit kann ein Mensch Emotionen rein gefühlsmäßig nachempfinden?&lt;br /&gt;
-	Reicht das Durchdenken des Gefühls, um sie zu empfinden oder zu verstehen, oder ist mehr dafür nötig? &lt;br /&gt;
-	Wie viel von den Gefühlen der anderen werden dabei mit eigenen Gefühlen vermischt?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &lt;a href=&quot;https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/empathie&quot;&gt;Dorsch&lt;/a&gt; wird eine bemerkenswerte Definition gebraucht, die von anderen Erklärungen deutlich abweicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Empathie ist das affektive … Nachempfinden der vermuteten Emotion eines anderen Lebewesens auf Basis des kognitiven Verstehens dieser Emotion und bei Aufrechterhaltung der Selbst-Andere-Differenzierung.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Diese Beschreibung hebt sich von den vielen „bewertenden“ oder gar moralisierenden Definitionen deutlich ab. Sie trägt auch dazu bei, Empathie als menschliche, naturgegebene Eigenschaft zu verstehen, die in vielen Variationen auftreten kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gelehrtensprache als Verschleierung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
In Deutschland ist üblich geworden, bei psychologischen Fragen die „Gelehrtensprache“ zu verwenden, also von nahe liegenden Alltagsbegriffen abzuweichen. Auf diese Weise wird vorgetäuscht, einen Umstand vollständig verstanden zu haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das allerdings ist - mindestens in diesem Fall - ein Trugschluss, denn der Begriff „Empathie“ verschleiert eher das, was wirklich gemeint ist. Worte wie „Mitgefühl&quot;, „Anteilnahme“, „Nächstenliebe“ oder „Verständnis“ sagen im Grunde viel mehr aus über die eigene Empfindung als das Kunstwort aus der psychologischen Theorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dieser Artikel ist ein Meinungsbeitrag unseres Autors &quot;sehpferd&quot; zur Diskussion über die heutige Bedeutung des Wortes Empathie. Kritik ist willkommen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Das Online-Lexikon &quot;&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Empathie&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;&quot; verzeichnet 43 unterschiedliche Definitionen des Begriffs &quot;Empathie&quot;. Ich denke, wer sich durch den Wust von Definitionen &quot;gewühlt&quot;&quot; hat, wird weiterhin Alltagsbegriffe verwenden, um verstanden zu werden.  &lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 03 Mar 2026 16:23:00 +0000</pubDate>
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    <category>begriffe</category>
<category>gelehrtensprache</category>
<category>psychologie</category>
<category>verwirrung</category>
<category>wissenschaftskritik</category>

</item>
<item>
    <title>Die Psychologisierung des Lebens – ist sie sinnvoll?</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2146-Die-Psychologisierung-des-Lebens-ist-sie-sinnvoll.html</link>
            <category>sehpferd</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Reden wir zunächst vom Positiven: Psychologie hilft uns dabei, die Gründe für unsere Probleme beim Verursacher zu suchen - also bei uns selbst. Ich bin mir persönlich sehr bewusst, dass es Menschen gibt, die schon dies bezweifeln. Für sie variiere ich den Satz noch einmal: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Mach die anderen erst dann für deine Misere verantwortlich, wenn du dir absolut sicher bist, sie nicht selber verursacht zu haben.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Satz folgt einer ganz einfachen Tatsache:  Es ist wesentlich einfacher, dein Verhalten zu ändern als darauf zu hoffen, dass sich die anderen verändern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Psychologie oder einfach Lebensgestaltung? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht fragt ihr euch ja gerade, ob das überhaupt etwas mit „Psychologie“ zu tun hat oder ob es schlicht und einfach um ein Prinzip geht, um das eigene Leben in vielerlei Hinsicht zu verbessern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hast du dich das jetzt gefragt? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja? Dann bist du auf einem guten Weg, denn mithilfe der Psychologie können durchaus einige Probleme gelöst werden. Vor allem dann, wenn sie vielschichtig sind oder du zur Lösung einige Hürden überspringen musst. Das allerdings dauert meist relativ lange. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Wunder, dass es genügend Lockrufe aus den Winkeln des Internets gibt, die dir zurufen: „Na, komm doch zu mir, bei mir geht es schneller, zügiger und einfacher.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Barnum-Effekt oder echte Hilfe?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mich erinnert das immer ein bisschen an den „Barnum-Effekt“ (1) . Wenn jemand einer großen Anzahl von Menschen die gleiche „Lösung“ empfiehlt, dann glaubt ein großer Teil, dass es auf das eigene Problem zutrifft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe grade einige Bemerkungen dazu von einer Psychologin gelesen (2), die Kritik an dem Populismus übt, der von manchen psychologischen Schulen oder einzelnen Personen ausgeht. Dem stimme ich weitgehend zu. Allerdings stellt sich für mich die Frage, warum Fragen zur Lebensführung so oft &lt;em&gt;„unter Psychologen“&lt;/em&gt; diskutiert werden und nicht in einem breiten Kreis der Gesellschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder um es &lt;em&gt;klarer und schärfer&lt;/em&gt; zu sagen: Sind Themen der Lebensführung, Lebensgestaltung und Problemlösung nicht viel zu elementar, um sie ausgerechnet der Psycho-Branche zu überlassen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun bist du dran. Denk einfach mal darüber nach. Oder – lies mal den Text aus „Psychologie Heute“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Barnum-Effekt&quot;&gt;Barnum-Effekt&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2) Aus &quot;&lt;a href=&quot;https://www.psychologie-heute.de/gesellschaft/artikel-detailansicht/43872-psychoindustrie-wie-viel-kommerz-vertraegt-psychologie.html&quot;&gt;Psycholgie Heute&lt;/a&gt;&quot; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 03 Jan 2026 13:05:00 +0000</pubDate>
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    <category>kommerz</category>
<category>kritik</category>
<category>lebensführung</category>
<category>populismus</category>
<category>psychologie</category>
<category>sinn</category>

</item>
<item>
    <title>Dynamiken und Rätselhaftigkeit der Sexualität</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2135-Dynamiken-und-Raetselhaftigkeit-der-Sexualitaet.html</link>
            <category>deutsch</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Irgendwie bin ich dieser Tage auf „Psychologie Heute“ gestoßen. Was mich sofort befremdete, war die „verkünstelte“ Sprache, so wie hier: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Für die Wirksamkeit solcher Imperative braucht es gar kein strenges Nein, sie funktionieren über das freundliche Ja. Beide Dynamiken verfehlen eklatant die Rätselhaftigkeit der Sexualität.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Selbst, wenn ich einige meiner  Minuten meiner wertvollen Zeit für den Satz  opfere: Die „Dynamiken“, die „eklatant“ die die „Rätselhaftigkeit“ der Sexualität verfehlen, öffnen sich für mich nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch konnte ich ermitteln, was der Autor eigentlich meint: Früher wurde die Heterosexualität propagiert, heute eher die Vielfalt. Das mag sein. Allerdings erklärt dies nicht, warum Sexualität generell rätselhaft sein soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &quot;&lt;a href=&quot; https://www.psychologie-heute.de/gesellschaft/artikel-detailansicht/43211-aufklaerung-verfehlt-die-raetselhaftigkeit-der-sexualitaet.html&quot;&gt;Psychologie Heute&lt;/a&gt;&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 04 Oct 2025 09:23:00 +0000</pubDate>
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    <category>psychologie</category>
<category>sprache</category>
<category>unsinn</category>

</item>
<item>
    <title>Was ist eigentlich los mit „BDSM“? </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2123-Was-ist-eigentlich-los-mit-BDSM.html</link>
            <category>KI/AI - Künstliche Intelligenz </category>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Zunächst wird euch überraschen, dass „BDSM“ kein fest gefügter Begriff für eine einzige Spielart der Lüste ist. Vielmehr ist es ein lockerer Begriff, der aus vier Teilen besteht, die erst in der jeweiligen Zusammensetzung einen Sinn ergeben - und manchmal nicht mal dann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;B, D, S und M&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„B“ steht für „Bondage“ – auf deutsche Fesselungen.&lt;br /&gt;
„D“ steht für „Disziplin“, auf Deutsch in diesem Zusammenhang etwa „Erziehung“. &lt;br /&gt;
„D“ steht aber auch für Dominanz (Beherrschung).&lt;br /&gt;
„S“ steht für Submission (Unterwerfung).&lt;br /&gt;
„S“ steht aber auch für Sadismus (Psychologischer Begriff).&lt;br /&gt;
„M“ steht für „Masochismus“ (Psychologischer Begriff).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Komponenten werden von den Autoren nun die Begriffe zusammengeschustert, zum Beispiel D/S oder S/M. Was dahintersteht, ist allerdings äußerst unscharf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wer hat die Begriffe erfunden?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Definitionsversuche wurden von Psychiatern und/oder Psychologen übernommen, denen es im Wesentlichen um die Katalogisierung der dahinterstehenden „Abweichungen“ ging. Beispielsweise wurde der „Sadismus“ an den Schriften des Autors de Sade aufgehängt, für der Begriff „Masochismus“ stand der Autor der „Venus im Pelz“ Pate, also der Schriftsteller Sacher-Masoch. „Sadomasochistisch“ ist demnach, wer Freude an sadistischen und/oder masochistischen Machtspielen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Aus der Dunkelwelt in den heimischen Bücherschrank - S/M-Literatur &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kombinationen entstanden, als die Szene aus der „Dunkelwelt“ in die Öffentlichkeit ging, und es gab einige Definitionen, was „BDSM“ nun sein sollte – einige waren durchaus kontrovers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Es dauerte ziemlich lange, bis der Kunstbegriff im bürgerlichen Milieu bekannt wurde. Der eigentliche Durchbruch gelang mit der Trilogie „Shades of Grey“, die ihrerseits wieder sehr umstritten war. Das Bild, das heute viele Menschen des bürgerlichen Mittelstandes von „BDSM“ haben, entstammt diesen Büchern, der andere Teil wurde (und wird) entsprechenden pornografischen Filmen entnommen. Nur sehr wenige dieser Schriften und Filme haben einen Bezug zur Realität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Unzufriedenheit mit dem Sexleben - Lösung durch S/M? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren haben die Psychologen „BDSM“ wiederentdeckt und sie bemühen sich um neue Definitionen. Was einst in die „unterste Schublade“ menschlicher Neigungen gehörte, wurde nun aufgewertet. Behauptet wird, dass Paare, die mit ihrem Sexualleben unzufrieden sind, durch BDSM neue Seiten aufschlagen können. Das Schlüsselwort dabei heißt „Kommunikation“. In der Lesart der Psychologie heißt das, wer miteinander über sexuelle Vorlieben redet, der kann auch neue Wege einschlagen, die zu Lustgewinn führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;S/M heute - neue Spiele um die Lust nüchtern betrachtet&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter jungen Paaren wird neuerdings behauptet, „Soft-SM“ zu praktizieren. Man sagt auch „Light BDSM“ - doch was damit gemeint ist, ist so schwammig wie der Begriff „BDSM“ selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist nun „Light SM” oder eben „Soft-SM“? Im Grunde ist es ein bewusstes Spiel mit der Macht – und damit nicht gerade ungewöhnliche für Paare. Der Unterschied besteht darin, dass nach klaren Regeln gespielt wird, die Zeit für die Spiele begrenzt wird und am Ende beide einen Gewinn davon haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klingt nüchtern, nicht wahr? Für die beiden Partner ist es natürlich mehr, weil sie dabei in die Gefühlsachterbahn einsteigen – ebenfalls für eine begrenzte Zeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Warum ich keine KI verwendet habe, um diesen Artikel zu schreiben &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, ihr habt bemerkt, dass dieser Artikel nicht mit „KI“ erzeugt wurde. Solltet ihr jemals auf die Idee kommen, dafür KI einzusetzen, so werdet ihr euch wundern. Vielleicht dämmert euch dann auch, warum KI bei so unscharfen Begriffen keine verlässlichen Antworten gibt.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 07 Sep 2025 15:29:00 +0000</pubDate>
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    <category>abweichungen</category>
<category>alternative stimme</category>
<category>anders denken</category>
<category>lustgewinn</category>
<category>psychiatrie</category>
<category>psychologie</category>
<category>sex</category>

</item>
<item>
    <title>Ist Liebe tatsächlich kein Gefühl? Oder vielleicht doch? </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2119-Ist-Liebe-tatsaechlich-kein-Gefuehl-Oder-vielleicht-doch.html</link>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:806 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;291&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/liebe_impuls_reaktion_rueckkoppelung.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Liebe lernen am Beispiel der Rückkoppelung &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;blockquote&gt;Ein Gefühl existiert nicht, solange es sich nicht ausdrückt. Es muss mit einer Handlung verbunden sein. &lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Zitiert nach dem Theologen David Wolpe)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Oberfläche der Gefühle&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Gefühle lassen sich mit viel Mühe beschreiben, wobei wir auf das Vokabular zurückgreifen, das dafür üblicherweise verwendet wird. Leider entstehen daraus in den meisten Fällen recht oberflächliche Beschreibungen. Oft versuchen die Schreibenden, sich an&lt;em&gt; passende psychologische Definitionen&lt;/em&gt; zu halten, was letztlich bedeutet: &lt;em&gt;Wenn von Gefühlen die Rede ist, dann ist auf keinen Fall mehr von Gefühlen die Rede&lt;/em&gt;. Im Grunde entspricht dies einem berühmteren Zitat, das dem deutschen Dichterfürsten Goethe zugeschrieben wird: „Redet die Seele, dann redet die Seele nicht mehr.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Liebe – ist sie wirklich ein Gefühl? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen wir uns „die Liebe“ an. Abgesehen von dem ständigen Gelehrtenstreit, um nun die Menschenliebe oder die sinnliche Liebe gemeint wäre, sagt man oft: „Liebe ist ein intensives Gefühl tiefer Zuneigung“. Oder in Kurzform: „Liebe ist das, was du fühlst, wenn du jemanden magst.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Satz mag für dich zutreffen - aber noch ist es unmöglich, über deine spezielle Art der Liebe zu sprechen. Wenn du das willst, ist es notwendig, die Liebe nicht mehr als „Gefühl“ zu sehen. Erst dann wird deine Sicht klarer, denn &lt;em&gt;die Liebe zeigt sich nur an dem, was davon erkennbar ist &lt;/em&gt;– und Gefühle stehen nicht in lesbaren Zeichen. Wir können also sagen: Liebe ist eine Emotion, die erst dann beschreibbar wird, wenn wir sie inszeniert haben. Wichtig ist also nicht die Frage, „was Liebe ist“, sondern was sie für die Person bedeutet. Ob jemand liebt, erkennt man also daran, ob dieser Mensch liebevoll mit uns umgeht. Und falls du, lieber Leser oder liebe Leserin, dich von jemandem geliebt fühlst, dann hast du die Botschaft aufgenommen, die der oder die andere dir auf diese Weise übermittelt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eine neue Theorie der Liebe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe diese neue Theorie nicht erfunden. Sie wurde bereits Mitte des 20. Jahrhunderts propagiert. Der Psychoanalytiker&lt;em&gt; Erich Fromm&lt;/em&gt; hatte auf der Basis sozialistischer Ideen eine für ihn ideale Definition der Liebe gefunden, die sich an Begriffen aus der Sozialwissenschaft orientierte. Zum damaligen Zeitpunkt war es fast unmöglich, die Theorien der Soziologie oder der  Psychoanalyse mit denen der Naturwissenschaften zu kombinieren. Aus diesem Grund fehlen in seinem Hauptwerk&lt;em&gt; „Die Kunst des Liebens“&lt;/em&gt; sämtliche damals bekannten Erkenntnisse der Naturwissenschaften und selbstverständlich auch solche, die erst später entdeckt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Bedeutung Erich Fromm tatsächlich für die Definition der Liebe hatte, ist umstritten. Tatsache ist aber, dass auch heute noch oft aus seinem Buch zitiert wird, um zu beweisen, dass Liebe im Grund kein Gefühl ist, sondern das Ergebnis eines Lernprozesses. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Verschiedene Autoren haben bereits ähnliche Gedanken veröffentlicht. Der Kern all dieser Theorien: Liebe ist mit großer Wahrscheinlichkeit kein Gefühl, sondern eine menschliche Eigenschaft oder ein Merkmal der Persönlichkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Im zweiten Abschnitt geht es um Gefühl Liebe - Erwarten, Lernen und Zufälle. &lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2119-Ist-Liebe-tatsaechlich-kein-Gefuehl-Oder-vielleicht-doch.html#extended&quot;&gt;&quot;Ist Liebe tatsächlich kein Gefühl? Oder vielleicht doch? &quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 27 Jul 2025 15:32:00 +0000</pubDate>
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    <category>erklärung</category>
<category>kritik</category>
<category>kybernetik</category>
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    <title>Du, dein Erfolg, deine Partner und wie Machiavellismus dir helfen kann</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2097-Du,-dein-Erfolg,-deine-Partner-und-wie-Machiavellismus-dir-helfen-kann.html</link>
            <category>sehpferd</category>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;&lt;em&gt;Können Frauen Tendenzen zum Machiavellismus haben? Hast du sie vielleicht auch? Und was bedeutet dies für dich, wenn du sie hast? Dieser Artikel sagt dir weit ab vom psychologischen Mainstream, warum es gut ist, den Fakten zu folgen und Ideologien zu meiden - und dennoch anerkannt zu werden. &lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue Diskussion über Lust und Liebe hat abermals die Psychologie in die Arena gebracht. Narzissmus, Machiavellismus und noch mehr werden damit zu Fakten der Persönlichkeit – jedenfalls aus der Sicht der Psychologie, die immer weiter in unseren Alltag vorstoßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der neue Psycho-Trend: Dunkle Triaden und ihre angeblich negativen Persönlichkeitsmerkmale &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In den letzten Jahren wurde der Machiavellismus besonders populär, nachdem es zwei kanadische Psychologen geschafft haben, eine eigene Bezeichnung für unsere „negativen“ Persönlichkeitsmerkmale zu schaffen: die „Dark Traits“. Sie werden auch als „Dunkle Triaden“ bezeichnet, und eine davon ist der „Machiavellismus“, der ebenfalls eine Konstruktion aus mehreren angeblich „negativen“ Eigenschaften ist. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Um es vorwegzunehmen: Der Philosoph Niccolò Machiavelli (1469 bis 1527) wurde von einem amerikanischen Psychologen als Namensgeber für die neue Theorie benutzt. Und auch dies vorab: Der Machiavellismus ist nicht wirklich „negativ“, beinhaltet aber Eigenschaften, die von vielen Zeitgenossen als „negativ“ eingestuft werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die reine Theorie, wie die Psychologen sie sehen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Theorie sieht eine Machiavellistin oder einen Machiavellisten etwa so, wie in dieser verkürzten Definition (1): &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;1. Er(sie) legt wenig Wert auf (enge) persönliche Beziehungen.&lt;br /&gt;
2. Er(sie) fühlt sich nicht an übliche ethische Regeln gebunden.&lt;br /&gt;
3. Er(sie) orientiert sich überwiegend an Realitäten.&lt;br /&gt;
4. Er(sie) orientiert sich selten an Ideologien. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles kannst du glauben oder auch nicht – aber welche Vorteile hättest du davon, wenn du es dennoch versuchen würdest?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Erster Rat: ein gutes Netzwerk statt viele enge Einzelbeziehungen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum Wert auf enge persönliche Beziehungen zu legen, ist eine psychologische Interpretation – und sie taugt nicht viel. Was du als Führungskraft oder selbstständige Unternehmerin, aber auch als selbstbewusste Frau im Alltag benötigst, ist ein Beziehungsnetzwerk, auf das dich verlassen kannst. Es gibt einige Menschen, die ohne solche Netzwerke auskommen und einige, die in erster Linie beliebt sein wollen und deshalb starke Gefühle einsetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Partnersuche hast du es wesentlich leichter, wenn du ziemlich sicher selber weißt, wer oder was gut für dich ist. Auch dein Partner (deine Partnerin) will wissen, wie du wirklich „tickst“ und nicht, wie gut du dich verstellen kannst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zweiter Rat: Ethische Regeln lassen sich ersetzen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ethische Regeln“ werden immer dann wirksam, wenn du keine eigenen Regeln hast. Deswegen solltest du versuchen, andere davon zu überzeugen, dass deine Regeln sinnreicher sind als allgemeine ethische Regeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In persönlichen, intimen Beziehungen, gelten ohnehin eher gemeinsame Vereinbarungen als feste Regeln. Besonders deutlich wird dies beim Sex: Was du und dein Partner miteinander tun, wird vereinbart – nicht vorausgesetzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Dritter Rat: Fakten sind wichtiger als Ansichten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grunde ist selbstverständlich, dass sich Menschen an Realitäten orientieren. Die gesamte Evolution hat so funktioniert – und noch immer sind diejenigen am besten dran, die Fakten anerkennen und Realitäten beobachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Partnersuche ist es der Markt, der bestimmt, mit wem du dich jetzt verbinden kannst. Du kannst eine Weile am Markt vorbei suchen oder Zufälle entscheiden lassen: Das ist ein Spiel. Die Marktgegebenheiten sind die Realität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Vierter Rat: Meide Ideologien – finde eine eigene Anschauung &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fast alle Menschen verfolgen bestimmte Ideologien, und genau genommen ist „keine Ideologie anzuerkennen“, auch eine Ideologie. Es ist relativ einfach, aus dieser Zwickmühle herauszukommen, denn Ideologien sind nichts als Weltanschauungen, die von vielen Menschen geteilt werden, weile es bequemer ist, als eine eigene Anschauung zu haben. Sobald du begonnen hast, eigene Wertsystem und eigene Weltanschauungen zu haben, kannst du dich von Ideologien lösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Wenn du auf Partnersuche für dein Privatleben gehst, benötigst du eine Person, die selbst ein intaktes Wertesystem außerhalb von Ideologien besitzt. Es muss nicht deinem Eigenen entsprechen, aber es sollte damit kompatibel sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Fünfter Rat (außer der Reihe) Respekt statt Beliebtheit&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Managerin, Vorgesetzte oder selbstständige Unternehmerin wirst du kaum darauf setzen, in der Beliebtheitsskala die höchsten „Likes“ zu erreichen. Es reicht völlig aus, wenn dich deine Mitarbeiter(innen) oder entsprechende andere Personen anerkennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage ist nun oft, ob das auch für persönliche Beziehungen gilt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Person, mit der du ständig außerhalb deines Jobs zusammen sein willst, zusammen sein willst, soll Partner(in), Freund/Freundin, Geliebter/Geliebte und Ruhepol sein. Dazu ist nötig, dass er/sie dich, deine Tätigkeit und die wichtigsten Persönlichkeitsmerkmale akzeptiert. Im Grunde gilt: du bist nur als &lt;em&gt;Gesamtpaket&lt;/em&gt; zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Befürchtungen ausräumen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung der Psychologen, die den Machiavellismus als „schädlich“ einstufen spielt das Wort „Manipulieren“ eine große Rolle. Nach ihrer Meinung schützt „Mitgefühl“ vor Manipulation. Ähnliches gilt für ethische Regeln. Behauptet wird, dass Menschen, die diese Regeln nicht anerkennen, zu Manipulationen neigen. Ferner würde die „pragmatische Sicht“, also die Konzentration auf Fakten, schädlich für das Zusammenleben mit Menschen sein, die nicht so privilegiert sind wie du. Und schließlich behauten sie, dass es positiv sei, sich an vorherrschenden Ideologien zu orientieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein letzter Rat: sei standhaft – erweise dich als Person&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wichtigste an einer selbstbewussten, erfolgreichen Person ist stets, dich selbst zu akzeptieren. Natürlich hast du Schwächen – und vielleicht sogar wirklich manchmal „dunkle Seiten“. Je mehr du davon kennst und akzeptierst, umso besser. Aber du hast auch Persönlichkeitswerte, um die dich andere beneiden. Letztlich ergibt die Gesamtheit aller Gedanken, Gefühle, Handlungen und Verhaltensweisen ein Bild von dir – das Bild eines Menschen, einer Frau und einer Managerin oder Unternehmerin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder mit anderen Worten: &lt;em&gt;Du bist du, und das ist völlig in Ordnung. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(1) Ausführlich und zum Nachlesen im &lt;a href=&quot;https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/machiavellismus/&quot;&gt;Dorsch&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Recherche: sehpferd. Das im Text verwendete Gedankengebäude entspricht nicht den üblichen psychologischen Ansichten.&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 17 Mar 2025 16:27:00 +0000</pubDate>
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    <title>Der Mensch als Spielball der „geistigen“ Pseudo-Eliten? </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2070-Der-Mensch-als-Spielball-der-geistigen-Pseudo-Eliten.html</link>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Der Mensch ist ein Produkt der Evolution – er ist ein biologisches Wesen. Dieses Wesen hat in Millionen Jahren gelernt, sich sozial, emotional und körperlich so anzupassen, dass es auf seine Weise überleben kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Elite-Bashing auf der Basis falscher Eliten &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akzeptiert ihr den Satz? Ich könnte wetten, dass ein großer Teil Widerspruch einlegen würde. Die Einwände kommen zum größten Teil von jenen, die in Deutschland als „unzweifelhafte Eliten“ angesehen werden. In vielen Artikeln wird nun behauptet., dass „die“ Eliten nicht mehr mit der Wählerschaft, oder dem Volk als solches übereinstimmen. Daraus, so manche Theorien, resultiere das Phänomen des „Elite-Bashings“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h1&gt; Wir brauchen kein Eliten-Bashing, sondern andere Eliten. &lt;/h1&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Auswahl der Besten - doch wer sind eigentlich die Eliten?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise könnte es ganz anders sein. Denn wenn von&lt;em&gt; Eliten&lt;/em&gt; die Rede ist, sind zumeist die Menschen gemeint, die eine hochrangige Position in Wirtschaft oder Politik einnehmen. Die „geistigen“ Eliten vermuten viele (ohne es zu sagen) in der Philosophie, der Psychologie, der Soziologie und anderen Geisteswissenschaften, die „das Menschsein“ vereinnahmen wollen. Wir fragen gar nicht erst nach deren Berechtigung, das Menschsein zu definieren – wir nehmen sie als „gegeben“ hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieht man genau hin, so haben sich diese Wissenschaften in den letzten Jahrzehnten die Definitionshoheit über das „Menschsein“ erobert – und zwar nicht durch ihr Wissen und Können, sondern durch Hoheitsansprüche. Und wir „Laienwürstchen“ haben zu gelassen, dass sie es tun – übrigens in fast völligen Einklang mit der Presse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Alles, was wir sind, verdenken wir der Evolution&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch als Produkt der Evolution mit all seinen Stärken kommt darin kaum noch vor. Vielleicht werdet ihr sagen: „Und mit all seinen Schwächen“. Unser Überleben im Alltag beruht aber nicht auf unseren Schwächen, sondern auf unseren Stärken. Und all diese Stärken sind wieder Erfolge der Evolution, die uns jede Sekunde dazu dienen, zu überleben. Und dies auch ohne Erklärungen durch Psychologen, Soziologen, Philosophen oder Theologen. Die genannten Gruppen arbeiten, wenn wir sie positiv sehen wollen, mit Modellen der Wirklichkeit. Das müssen sie, um die Lücken zu füllen, die von der Evolution nicht ausreichend abgedeckt wurden. Wenn wir sie negativ sehen, dann sind die ideologischen Monster gemeint, die von ihnen ständig ausgebaut (und sehr oft wieder verworfen) werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wir benötigen andere Eliten - vor allem Naturwissenschaftlicher   &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir die „Eliten“ wieder in dieser Weise sehen würden, wäre viel gewonnen. Deutschland ist eines jener Länder, in denen es kaum andere vermehrbare Ressourcen gibt als den Geist. Wenn wir es schaffen, ihn in Bildung und Ausbildung auf die Naturwissenschaften zu konzentrieren, dann wären wir besser auf die Zukunft vorbereitet. Das gilt für unser Wirtschaft, unser Ansehen und für die Probleme, die wir unter ungünstigen Bedingungen meistern müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis: &lt;em&gt;Ich habe Techniker (Ingenieure), Physiker, Chemiker, Kybernetiker, IT-Personal sowie Handwerker nicht ausdrücklich erwähnt - sie alle verdienen mehr Aufmerksamkeit.&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 10 Feb 2025 10:17:00 +0000</pubDate>
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    <category>aneignung</category>
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</item>
<item>
    <title>Selbstmitgefühl - ein neues Psycho-Modewort ?</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2061-Selbstmitgefuehl-ein-neues-Psycho-Modewort.html</link>
            <category>deutsch</category>
            <category>lebensweisen und partnersuche</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Ein neues Modewort erobert gerade die Psycho-Gesundheitsszene: „Selbstmitgefühl“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Krankenkasse (1)  interpretiert das Wort so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Es bedeutet, sich selbst gegenüber innerlich eine wohlwollende, liebevolle Haltung einzunehmen und sie auch in die Tat umzusetzen.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Das Wort wird dabei als Gegenteil von „Selbstkritik“ gebraucht. Der Begriff selbst geht auf den britischen Psychologe Paul Gilbert zurück. Er definiert diese Form von Mitgefühl als „Gespür für das Leiden in sich selbst und bei anderen, mit der Bereitschaft, es zu mildern und zu verhindern.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Selbstmitgefühl - werden Paarbeziehungen dadurch verbessert? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuerdings wird behauptet, dass sich „Selbstmitgefühl“ positiv auf Paarbeziehungen auswirkt. Angeblich wurde diese von Forschern der Universität Bamberg hinreichend belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für mich bleibt die Frage, ob neue Wortschöpfungen in der Psychologie wirklich eine Bedeutung oder einen Nutzen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Vorschlag: informiert euch selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Zitat hier: &lt;a href=&quot;https://www.tk.de/techniker/magazin/life-balance/stress-bewaeltigen/selbstmitgefuehl-achtsamkeit-selfcare-2035310?tkcm=ab&quot;&gt;TKK&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Smartup News : &lt;a href=&quot;https://smartup-news.de/gesellschaft/selbstmitgefuehl-in-der-ehe-der-schluessel-zum-langen-liebesglueck/&quot;&gt;Forschung&lt;/a&gt; (Bamberg)&lt;br /&gt;
Wikipedia (en): Worterklärung des ursprünglichen Begriffs &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/Self-compassion&quot;&gt; self-compassion&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
Deutsch (verständlich): &lt;a href=&quot;https://www.quarks.de/gesellschaft/psychologie/darum-solltest-du-nett-zu-dir-sein/&quot;&gt;Quarks&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Unzweifelhaft Kompetent: &lt;a href=&quot;https://lexikon.stangl.eu/2234/self-compassion&quot;&gt;Stangl&lt;/a&gt;. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 03 Feb 2025 11:36:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2061-guid.html</guid>
    <category>psychologie</category>
<category>selbstkritik</category>
<category>selbstmitgefühl</category>
<category>wortneuschöpfung</category>

</item>
<item>
    <title>Gefühle - wer weiß wirklich, wie &quot;WIR&quot; fühlen?</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/1990-Gefuehle-wer-weiss-wirklich,-wie-WIR-fuehlen.html</link>
            <category>sehpferd</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Das Wissen in den Naturwissenschaften ändert sich schneller, als wir geahnt haben. Zwar treten einige Wissenschaftskritiker schon auf die Bremse, wenn von einer „Halbwertszeit“ von nur fünf oder auch nur 12 Jahren die Rede ist. Andererseits war von zwei Mal zwölf Jahren gerade mal das Jahr 2000.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na schön – werfen wir einen Blick auf die Geisteswissenschaften. Deren Verfechter leben zum Teil noch nach dem Grundsatz, dass „grundlegende“ wissenschaftliche Erkenntnisse gar keine Halbwertszeit haben – sie gelten für immer und ewig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Psychologie? (Zitat)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;In „einigen Disziplinen, wie etwa der klinischen Gesundheitspsychologie und in anderen klinischen Fächern, veraltet Wissen sehr schnell, nämlich innerhalb von sieben bis elf Jahren … in anderen Disziplinen, wie etwa der Psychoanalyse, bleibt der Wissensstand hingegen viele Jahre konstant (hier: 18 Jahre).&quot; &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Als ich ein junger Mann war, gab es eine Art „Revolution“ in allem, was die Psyche betraf. Die Kybernetik verschaffte sich durch einen Hintereingang Zutritt zur „Gesellschaft der versteinerten Denkweisen“ und revolutionierte sie für kurze Zeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach sprach man von Rückkoppelungen – das ist nicht mehr und nicht weniger als das Prinzip, aus dem Leben hervorgeht. Es war – und ist – die plausibelste Erklärung für allerlei merkwürdige Phantome des Menschseins. Kybernetik erklärt keinesfalls alles. Mir scheint jedoch, dass man die Erkenntnisse der technischen Wissenschaften udn der biologischen Fakten damit so schnell wie möglich wieder ausblenden wollte. Und falls es eines Beweises bedarf: die nächste Stufe war die Rückbesinnung auf Esoterik.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn nach und nach ginge man zu den ehrwürdigen Gralshütern zurück, wie etwa zu Sigmund Freud oder C.G. Jung. Und es war für mich keine Überraschung, dass die Psychobranche bald in Esoterik versank. Wer „links“ war, las plötzlich Wilhelm Reich, wer modern sein wollte, zitierte die humanistischen Psychologen, von den Carl Rogers noch der glaubwürdigste war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will euch nicht langweilen mit diesen Namen. Aber die Erkenntnisse aus alldem sollten eigentlich sein, nicht auf bloße Vermutungen und Beobachtungen hereinzufallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Fehlt der Psychologie oftmals die wissenschaftliche Grundlage? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit ich über Gefühle schreibe und die Hintergründe verstehe, habe ich meine Zweifel, ob die psychologische Theorie von Menschen überhaupt eine wissenschaftliche Grundlage hat. Und bevor es Proteste hagelt: Ich denke dabei nicht an die beiden Menschen, die gemeinsam für den Erfolg einer Therapie verantwortlich sind: Psychotherapeut und Klient. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Verbreitung von Unsinn über &quot;uns&quot; anhand eines veralteten Menschenbilds? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, ich denke an den tausendfach verbreitetet Unsinn darüber, wie „wir Menschen sind“. Und ich denke an all diese Klischees, Zuweisungen und Etikettierungen, die „wir“ dabei ertragen müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wer ist eigentlich  &quot;Wir&quot;? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur „wir“ wissen, wie wir uns fühlen – egal, ob nach einem medizinischen Eingriff oder als Klient, der mit seinem psychischen Wohlbefinden hadert. Und „wir“ waren und sind die Quellen, aus denen die meisten Helferinnen und Helfer ihr Wissen und Können schöpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gefühle? Gerade sie gelten als „ewige Wahrheiten“. Doch wer genau hinsieht, wird finden, dass nur grobe Fundamente, die uns die Natur mitgegeben hat, „auf ewig“ stehen bleiben. Der Rest ist ein Gemisch aus Dichtung und Wahrheit, Zeitgeist und Wunschdenken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitat:&lt;a href=&quot;https://www.ebm-netzwerk.de/de/medien/pdf/ebm-6-18_kvh-journal_halbwertszeit-wissen.pdf&quot;&gt; kvh-journal&lt;/a&gt;&quot;  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 02 Jun 2024 14:14:00 +0000</pubDate>
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    <category>gefühle</category>
<category>kritik</category>
<category>psychologie</category>
<category>wissenschaft</category>

</item>
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    <title>Warum wird die Maslowsche Bedürfnispyramide kritisiert? </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/1972-Warum-wird-die-Maslowsche-Beduerfnispyramide-kritisiert.html</link>
            <category>tacheles - zur sache</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Psychologie ist wahrhaftig ein „weites Feld“. Machen wir es kurz: Sie dient dazu, das menschliche Wesen zu verstehen und verwendet dazu zahlreiche Modelle. Die wenigsten dieser Modelle sind in sich schlüssig, erweisen sich jedoch teilweise als durchaus geeignet, die menschliche Natur zu ergründen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Dschungel der sozialen Netzwerke und Maslow&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich kürzlich den Dschungel sozialer Netzwerke betrat, fand ich seltsame Meinungen über den Psychologen Abraham Maslow und die „Maslowsche Bedürfnispyramide“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer der Höhepunkte des Unsinns las sich so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Warum steigt Generation Y in der Maslowschen Bedürfnispyramide direkt oben in der Selbstverwirklichung ein?&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Daraufhin meldete sich eine Anzahl von Antwortenden, die nicht erkannt hatten, dass es sich um keine Frage, sondern um eine Behauptung handelte. Und zudem um eine falsche Logik: Kein Mensch dieser Erde beginnt mit der Selbstverwirklichung, sondern lernt zunächst, seine Bedürfnisse zu erkennen. Um das zu begreifen, muss man nicht einmal die berühmte Bedürfnispyramide kennen. Es dürfte durchaus reichen, an die eigene Entwicklung zu denken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Warum die Kritik an Maslow? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage, warum ausgerechnet Maslow so sehr in die Kritik gekommen ist, bleibt damit allerdings unbeantwortet. Möglicherweise, weil er den Menschen eher als Naturwesen versteht? Oder weil er das Konzept der humanistischen Psychologie vertritt, das in Deutschland oft als „minderwertig“ angesehen wird? Oder vielleicht auch, weil sich sein Modell ganz ausgezeichnet bewährt hat, um die „Entwicklung der Persönlichkeit“ zu erklären? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise ist es Unkenntnis, was verzeihlich wäre. Die Ablehnung könnte aber auch auf Ideologien oder Größenwahn beruhen. Mich persönlich macht stutzig, wie oft das Thema „Bedürfnishierarchie“, die dazugehörige Pyramide und der Name „Maslow“ kritisch in sozialen Netzwerken behandelt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hinweis: Ich gehöre werde einer Organisation  an, die sich mit humanistischer Psychologie beschäftigt noch vertrete ich die Interessen einer solchen Gruppe.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 30 Jan 2024 11:01:00 +0000</pubDate>
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    <category>bedürfnisse</category>
<category>maslow</category>
<category>psychologie</category>
<category>pyramide</category>

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<item>
    <title>Das ICH, das SELBST, die Persönlichkeit – was ist was? </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/1955-Das-ICH,-das-SELBST,-die-Persoenlichkeit-was-ist-was.html</link>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Das Ich – ach ja, das ICH. Auch wer nicht im Zentrum philosophischer oder psychologischer Gedankenwelten lebt, wird vermutlich das Zitat kennen „ich denke, also bin ich“. Oder ganz modern: „Es gib kein ich, aber es gibt mich“ von&lt;em&gt; Ansgar Beckermann&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das ICH - Heiligtum ohne feste Größe &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jener Ansgar Beckermann stellte auch das bisherige Konzept des ICHs infrage. Die bisherigen Philosophen nahmen an, das ICH als Instanz aufbauen zu können, gaben ihm den Charakter eines Substantives &lt;em&gt;„das ICH&lt;/em&gt;“ und behandelten es daraufhin als eine feste Größe. Als Sigmund Freud sich daran machte, „das ICH“ als Instanz für die Psychoanalyse zu verwenden, war es um die neutrale Verwendung geschehen. Im Lauf der Zeit wurde daraus das bekannte Dreiermodell, das ICH, das ES und das Über-Ich, alle drei als Substantive. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das SELBST - Vereinfachungen, aber auch bizarre Blüten &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Jahrzehnte später kam die humanistische Psychologie auf die Idee, einen neuen Begriff zu verwenden – umfassender, persönlicher und nicht ganz so professoral: Das Selbst. Damit waren zumindest die drei zoffenden ICH-Komponenten des Sigmund Freud vom Tisch. Doch auch bei den „Neuen“ war das „Selbst“ ein Substantiv. Das heißt, die neue Psychologie nahm an, es gäbe ein „Selbst“ und empfahl zugleich, dieses Selbst zu entdecken. Es galt auch als das „eigentliche Selbst“ oder „das wahre Selbst“ – und man konnte gute Geschäfte damit machen, dieses „Selbst“ erfahrbar zu machen. Das geschah etwa zu den Zeiten, als der erste Psycho-Boom bizarre Blüten hervorbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Heute: &quot;die Persönlichkeit&quot;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viel Später wurde manchen Psychologen klar, dass sie um einen Götzen herumtanzten – ein kompaktes „Selbst“ war so wenig erkennbar wie die drei ICH-Schwestern. Was den Menschen ausmachte, war vielmehr die Persönlichkeit, die sich ihrerseits wieder aus einzelnen Elementen zusammensetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Tänzchen um das &quot;wahre Selbst&quot;  und die Authentizität&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit dem „wahren Selbst“ ist in den letzten Jahren oft von Authentizität die Rede. Wer so redet, hat den die Grenze zwischen einer  nachvollziehbaren Lehre und einer fragwürdigen Pseudo-Psychologie überschritten. Denn wann und wie wir „authentisch“ sind, können wir nur selbst feststellen. Um es klar zu sagen: Es gibt keine Maßstäbe für das „wahre Selbst“. Wenn wir „unser Selbst in Erfahrung bringen“ und dabei tatsächlich Erkenntnisse sammeln, so sind es nie messbare, überprüfbare Fakten, sondern lediglich Gedanken, die dabei hervortreten. Sie können als eine „tiefere Einsicht“ bezeichnet werden, und deshalb durchaus wertvoll sein. Zu beachten wäre aber – auch Einsichten müssen zuerst durch den Filter der eignen Gedankenwelt, um alltagstauglich zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Fakten bei &lt;a href=&quot;https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/persoenlichkeit&quot;&gt;Hofgrefe &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Über das &quot;&lt;a href=&quot;https://www.spektrum.de/kolumne/authentizitaet-die-suche-nach-dem-wahren-selbst/1674542&quot;&gt;wahre Selbst&lt;/a&gt;&quot; bei &quot;Spektrum&quot; &lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 02 Dec 2023 10:58:00 +0000</pubDate>
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    <category>ES</category>
<category>freud</category>
<category>ICH</category>
<category>persoenlichkeit</category>
<category>psychologie</category>
<category>selbst</category>
<category>selbsterfahrung</category>
<category>super-ego</category>
<category>ÜEBER-ICH</category>

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<item>
    <title>Selbst verantwortlich? Was ist denn das? </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/1954-Selbst-verantwortlich-Was-ist-denn-das.html</link>
            <category>tacheles - zur sache</category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;em&gt;Toxische Dating-Trends und fehlende Authentizität&lt;/em&gt;, so meinte jüngst eine Frauenzeitschrift (1), seien in der &lt;em&gt;„heutigen Zeit oft gang und gäbe“&lt;/em&gt;. Das bedeute, so die Zeitschrift weiter, dass dies alles das Selbstbewusstsein und die &lt;em&gt;„mentale Gesundheit“&lt;/em&gt; belasten könne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut, dass weiß die Redakteurin nicht aus eigener Anschauung. Sie las eine Umfrage der Dating-App Badoo. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Reden wir Klartext - wie gestaltet ihr eigentlich euer Leben? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reden wir mal Tacheles, Mitmenschen. Da kommt nicht einfach das Schicksal um die Ecke und „macht etwas“ – jedenfalls nicht regelmäßig. Toxische Trends? Die werden überwiegend in sozialen Medien behauptet. Zieht man sich jetzt so etwas an? Oder zieht man oder frau sie an wie ein Magnet, und wenn ja, warum? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;„Authentizität - Psycho-Geschwätz oder Psychologie?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist da wieder die &lt;em&gt;„Authentizität“&lt;/em&gt; – nichts als ein Modewort. Zwar existiert das Wort auch in manchen Zweigen der Psychologie, wo es so viel bedeutet wie das „echte Selbst“. Und das ist ziemlich einfach (2):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Handlungen entspringen dem eigenen Selbst und werden nicht von äußeren Einflüssen bestimmt. (Es schließt weiterhin ein) dieses wahre Selbst in sozialen Beziehungen offen zeigen zu wollen.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Selbstverantwortung - nein, danke? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da schau, da schau – Frau oder Mann sind also in der Realität selbst dafür verantwortlich, wenn sie ihr „wahres Selbst“ präsentieren wollen. Wenn es ihnen also an sogenannter „Authentizität“ fehlt, dann haben sie entweder den Fehler gemacht, diese gar nicht erst zu entwickeln. Oder es ist ihnen schnuppe, ob sie „authentisch“ daherkommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was noch? Das Selbstbewusstsein fällt, weil versäumt wurde, eines zu entwickeln, das unabhängig von einzelnen Rückschlägen ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Macht mal halblang, Mitmenschen. Was da behauptet wird, ist Psycho-Buchstabensuppe. Oder das beständige Klagen darüber, das die Welt nicht so ist, wie sie sich die Selbstdarsteller(innen) der Dating-Szene ausgedacht haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in jedem Fall. Nachdenken schadet nicht wirklich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 (1) Aus &lt;a href=&quot; https://www.cosmopolitan.de/darum-ist-die-zuversicht-beim-dating-laut-studie-auf-historischem-tiefstand-133508.html&quot;&gt;Cosmopolitan&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
 (2) &lt;a href=&quot; https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/authentizitaet&quot;&gt;Dorsch&lt;/a&gt; - sehr neutral udn einfach erklärt &lt;br /&gt;
Deutlich komplizierter in &quot;&lt;a href=&quot; https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/authentizitaet/1771&quot;&gt;Spektrum&lt;/a&gt;&quot;. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 30 Nov 2023 11:43:00 +0000</pubDate>
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    <category>authentizität</category>
<category>behauptungen</category>
<category>dating</category>
<category>echtes selbst</category>
<category>frauenzeitschriften</category>
<category>psycho-geschwätz</category>
<category>psychologie</category>

</item>
<item>
    <title>Die künstliche Wiedergeburt des Bösen</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/1925-Die-kuenstliche-Wiedergeburt-des-Boesen.html</link>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Was sollen wir von einer Psychologie halten, die „das Böse“ zu einem komplexen Strauß von Persönlichkeitsfaktoren gebunden hat? &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die dunkle Triade - der Beginn des &quot;neuen Bösen&quot; &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vorgänger des „neuen Bösen“ war die Behauptung, es gäbe eine „Dunkle Triade“ von Persönlichkeitseigenschaften, also drei „negative“ Eigenschaften, die man sicher benennen könne. (Narzissmus, Machiavellismus (1) und Psychopathie). Allerdings haben alle drei eine große Bandbreite und wir finden Elemente davon im Leben der meisten Menschen wieder. Die Behauptung an sich ist relativ neuen Datums – sie wurde zuerst 2002 veröffentlicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Blütenstrauß des Bösen in der Psychologie - seit 2018 &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch die eigentliche Sensation, die wie ein Lauffeuer durch die Presse verbreitet wurde, war eine noch kühnere Behauptung. Denn gegen 2018 wurde angeblich ein Faktor gefunden, der nun ein vollständiges Abbild des Bösen liefern sollte: der D-Faktor. Neben den drei schon bekannten Begriffen kamen noch ein paar hinzu, &lt;em&gt;nämlich Egoismus, Gehässigkeit, moralische Enthemmung, Sadismus, Selbstbezogenheit und übertriebene Ansprüchlichkeit.&lt;/em&gt; (2,3).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Faszination der Leserinnen und Leser - wo sitzt es denn nun, das Böse?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was mag die Leserinnen und Leser an dieser These so fasziniert haben? Ware sie froh, dass nun „durch die Wissenschaft“ festgestellt wurde, wo „das Böse“ im Menschen haust? Hatte man nun wirklich herausgefunden, wie all das Böse entsteht und wie es in die Welt kommt? Wurde die Gründe für einen „schlechten Charakter“ herausgefunden? Oder gar die ultimativen ethischen Grundlagen „in uns“ und ihre Gegenspieler entdeckt? Und wie viel religiöse Überzeugung muss man mitbringen, um tatsächlich vom D-Faktor überzeugt zu sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer etwas Konkretes von der Forschung erwartete, wurde - wie so oft in der Psychologie - enttäuscht. Harte Fakten gibt es nicht, wohl aber eine Vermutung, nämlich dass „Menschen mit einem hohen D-Faktor zum Regelverstoß“ neigen. Heißt konkret: Wer eine Regel bricht, wird auch eine andere brechen. (4) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich frage gar nicht erst, welche Regeln. Auch nicht wo sie gelten oder nicht gelten und wann und wie sie für wen erstellt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das dürft ihr euch fragen. Und auch, wie die Welt ohne den „Regelbruch“ von Kopernikus, Darwin oder Freud aussehen würde. Ganz zu schweigen von den vielen anderen Autoren, Fachleuten und Laien, die mutig genug sind, das Bekannte infrage zu stellen – und damit eben auch die Regeln zu brechen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(1)    Erläuterung nötig, zum Beispiel &lt;a href=&quot;https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/machiavellismus/9035&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
(2)	Offenbar ist Anspruchsdenken gemeint&lt;br /&gt;
(3)	Essenz des Bösen - &lt;a href=&quot;https://www.deutschlandfunk.de/essenz-des-boesen-der-dunkle-faktor-der-persoenlichkeit-100.html&quot;&gt;Deutschlandfunk &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(4)	Forschung&lt;a href=&quot;https://www.uni-ulm.de/en/med/medical-faculty/news-detail/article/der-dunkle-faktor-der-persoenlichkeit-was-psychopathie-narzissmus-und-sadismus-eint/&quot;&gt; Uni Ulm&lt;/a&gt; &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 21 Aug 2023 15:04:00 +0000</pubDate>
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    <category>d-faktor</category>
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<category>das böse</category>
<category>dunkle triaden</category>
<category>psychologie</category>

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