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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt

Ja, ich schreibe etwas „nach der Wahl“. Zunächst gab es eine überraschend hohe Wahlbeteiligung. Das ist aus vielen Gründen gut. Einer davon: Kaum noch jemand kann sich darauf hinausreden, dass „die da oben“ machen, was sie wollen. Die AfD jubelt verständlicherweise. Manche ihrer Wähler jubeln mit ihr, manche reiben sich die Augen – das sind diejenigen, die den anderen Parteien einen „Denkzettel“ verpassen wollten. Das ist weniger gut und politisch nicht sonderlich klug, egal, wer der Empfänger des „Zettels“ ist.

CDU - der Niedergang einer Partei

Die CDU kommt nicht aus ihrer Misere heraus. Die lange Ära Merkel und die Versäumnisse der Vergangenheit kleben an ihr. Erst jetzt wird deutlich, wie schlecht die CDU in der Nach-Merkel-Ära dasteht. Da ist niemand, der sich hinstellt und sagt; „Hier, ich und meine tollen Leute, wir schaffen das moderne Deutschland.“ Klar, es gibt Politiker, die uns ein besseres Deutschland versprechen – aber da ist im Grunde nur das „alte“ Deutschland, das real nirgendwo mehr existiert.

Was fehlt der CDU eigentlich?

Genau genommen alles. Sie hört nicht hin, wenn die Menschen reden, so als wären es nicht mehr „ihre Menschen“. Und wenn sie hinhören, dann verstehen sie nicht, dass es vielen Bürgern um die Existenz geht. Die eigen oder die der kommenden Generationen. Stattdessen werden von „oben herab“ Reformen vorgenommen, die kein Bürger wirklich mitträgt. Uns fehlen Lehrer, Psychotherapeuten, Ärzte und Naturwissenschaftler - und überhaupt Menschen, die an unserer Zukunft arbeiten. Natürlich brauchen wir auch Maurer, Schreiner und Elektriker. Kurz: Wir benötigen Könner.

Nur Politiker mit leeren Versprechungen - die brauchen wir nicht.

Übrigens: Bei der BBC könnt ihr nachlesen, welcher Name für die gegenwärtige Misere der CDU steht.

Wenn junge Böcke bewusst stinken …

Wenn junge Männer bewusst stinken, dann probieren sie wahrscheinlich aus. Ihre „Pheromone zu maximieren“. Manchmal, so las ich, würde noch etwas mehr dazu gehören.

Ich habe dazu etwas gelesen, zum Beispiel dies:

Junge Männer verzichten bewusst auf Körperpflege, um ihren natürlichen Geruch möglichst unverfälscht zur Geltung zu bringen. Manche lassen das Deo weg, andere die Dusche. Die besonders ambitionierten Vertreter des Trends tragen sogar ungewaschene Kleidung. Je mehr man nach sich selbst riecht, desto besser.

Männer, hört mal her … das mit den Pheromonen ist nicht bewiesen. Selbst, wenn einzelne Pheromone in Frauen das Kuschelgefühl wachrufen sollten, gilt dies nicht für ein erstes Date.

Was die „Forschung“ einmal dazu gesagt hat (es ist lange her), ist eine Sache. Eine andere ist, dass die Forscher selbstverständlich nicht die Zersetzungsprodukte des Männerschweißes verwendeten, um die Wirkung von Pheromonen zu „beweisen“. In Bio nicht aufgepasst und in Chemie auch nicht? Macht ja nichts – ihr dürft dann nur nicht glauben, was euch die Komiker(innen) in den „Sozialen Netzwerken“ einblasen.

Übrigens: Lasst jede Form von „Maxxing“ – auch wenn es eigenartig klingt: Frauen wollen überwiegend „richtige Menschen“, die sich beim Date so „geben“ wie sie tatsächlich sind.

Zitat aus dem österreichischen "Standard".

;mehr von mir in der "Liebeszeitung".

Über junge Menschen, alte Politiker und die Zukunft

Junge Menschen, die sich noch etwas denken … ja, so wollte ich eigentlich diesen Artikel beginnen. Und dann sollte folgen: „... Machen sich selbstverständlich Gedanken um ihre Zukunft.“

Sorgen um das zukünftige Leben

Das tun sie nicht nur – sie sind in einer sehr realen Sorge um das Leben, das sie einmal führen werden. Denn die eigene Zukunft wird im Wesentlichen davon abhängen, ob wir noch die Grundlagen dafür schaffen können. „Wir“ sind in diesem Fall „alle Menschen“ und die Gefragtesten sind jene in den „mittleren Jahren“ - und sie sollten Fragen beantworten. Werden „wir“ Hitzeperioden standhalten? Können „wir“ den sich abzeichnenden Wassermangel noch abwenden? Wie soll das geschehen? Wann und durch wen?

Die beiden jungen Frauen, die ich jüngst zufällig traf, wollten wissen, ob es wohl gut wäre, noch zu heiraten … in diesen Zeiten. Aus meiner Sicht dachten sie dabei auch an Kinder … und mir wurde bewusst, dass in Deutschland die falschen Leute über die Zukunft reden.

Wem gehört eigentlich die Zukunft?

Diese beiden jungen Frauen sagen das, was viele denken: Wir haben die Zukunft in die Hände alter Menschen gelegt, die keinesfalls für die nächste und übernächste Generation sorgen. Sie reden abstraktes Zeug von einem Industriestandort Deutschland – und vergessen zu sagen, dass „wir“, also namentlich die Manager(innen) der deutschen Wirtschaft mehrere Phasen der Innovation verpasst haben.

Nein, ich bin nicht klüger als sie. Aber ich frage mich, was ich einem jungen Menschen aus ehrlicher Überzeugung über das sagen kann, was sie erwartet. Ich denke, dass es Mühe und Anstrengung bedeutet – wenn nicht morgen, dann spätestens in 20 Jahren.

Ich bin weiterhin optimistisch, dass genügend junge Leute aufwachsen werden, die das Heft in die Hand nehmen werden. Ich denke, sie werden heiraten und Kinder haben und die Reste des Planeten noch lebenswert gestalten können.

Vielleicht sollten sich Damen und Herren Politiker einmal daran erinnern, ihre weitschweifigen Floskeln gegen konkrete Pläne austauschen.

Keine Politik mehr auf Sehpferd?

Jeder von uns ist Staatsbürger, und also bleiben wir politisch, ob wir uns nun dazu äußern oder nicht.

Was mich stört, sind die Massen, aus denen dauernd das graue Grummeln zu hören ist: „Dies ist nicht (mehr) unsere Welt.“

Was ist eigentlich "eure Welt"?

Nun wäre es schön, wenn die Grummler unter euch wenigsten sagen könnten, wie ihr die Welt denn gerne hättet. Konkret, wenn es sein kann. Nein, ich will nicht wissen, was ihr alle wollen würdet, lieber nicht sehen würdet – und was euch daran stört, wenn ihr es dennoch anseht.

Hingegen würde ich gerne wissen, was jeder von euch für sich, die Zukunft seine Familien, sowie den Staat und Europas Einheit und Zusammenhalt tut.

Die meisten werden noch grauer, wenn man sie danach fragt. Ihre Familien? Ja, ja, darum kümmern sie sich. Der Staat? Um den sollen sich gefälligst andere kümmern. Und Europa – „ach so, nein, nein, das brauchen wir nicht.“

Politik für alle, die guten Willens sind?

Politik auf Sehpferd? Ja – möglicherweise bald wieder. Aber nicht gegen Gruppen, Untergruppen, Minderheiten und Andersdenkende. Sondern wirklich für den liberalen Staat, die freie Gesellschaft und das Recht, alles zu sagen, ohne andere zu verdammen.

Ach ja, da war noch „Deutsch“ sein. Tja, liebe Mitmenschen, dann erinnert euch mal, ob ihr wenigstens sagen könnt, was für euch „Deutsch“ ist. Und dann überlegt mal, ob ihr selbst dem entsprecht.

Sehpferd bittet euch um Feedback

Sehpferd bittet:

Einige meiner Artikel sind sehr kontrovers. Das liegt überwiegend daran, dass ich über Themen schreibe, die im Grunde von bestimmten Wissenschaften oder Denkrichtungen belegt sind. In der Psychologie haben längst populärwissenschaftliche Autoren die Oberhand. In der Musik sind jene am lautesten, die der klassischen Musik zugeneigt sind und in der Hi-Fi-Branche die Menschen, die von „Klängen“ schwärmen.

Kommunikation, mein eigentliches Fachgebiet, wird fast nur noch im Zusammenhang mit Erfolgsversprechungen gelehrt und dabei stark ideologisiert. Dabei gehen die sachlichen Grundlagen überwiegend verloren.

Meine Bitte: Widersprecht mir qualifiziert, wenn ich Fehler mache oder ihr einfach anderer Meinung seid. Und gebt bitte weiter, wenn ihr einen Artikel gut findet oder mehr darüber wissen wollt.

Gebhard Roese aka sehpferd
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