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Der Sturm

Das Sturmtief Eberhard sollte eigentlich schon wieder abflauen, als es Altenburg noch einmal mit voller Gewalt traf. Beinahe ist es ein Wunder, dass der Sturm die vielen maroden und teilweise schlecht gesicherten Ruinen aus DDR-Zeiten nicht vollends zerfetzte. Doch es traf einen Neubau, was in der Folge dazu führte, dass eine der Haupt- und Durchgangsstraßen der Stadt voll gesperrt werden musste.

Der Ängstlichste im Haus war offenbar mein Terrier, der sich erstmalig in seinem Leben unter der Blumenbank verkroch.

Nun, der Sturm ist vorbei, und zumindest an den Häusern der Umgebung gab es keine nennenswerten Schäden. Auch der Hund ist auch wieder agil und rotzfrech.

AKK und die Bütt

Manche Menschen halten Fasching für Kultur. AKK hieße demnach vielleicht „Alternative Karnevals-Kultur“.

Nun gut – wer in die Bütt steigt, steigt in die Bütt. Das muss man nicht tun, und frau auch nicht. Also sollte man es besser bleiben lassen, wenn man sich nicht blamieren will. Schließlich könnte es ja sein, dass man morgen wieder wieder im Bundestag redet.

Die Gazetten sind voll von der AKK, der alternativen Karnevals-Kultur sprich: „Blöde Witze reißen“. Und von den anderen, die sich getroffen fühlten. Vielfältiger Aufschrei nicht nur bei der LGBT-Gemeinschaft, sondern auch bei jenen in den eigenen Reihen, die sich betroffen fühlten. Ei der Dotter, welcher Frevel – da hat jemand einen dummen Witz gemacht, und noch dazu im Karneval, wo kaum mehr als dumme Witze gemacht werden.

Jeder muss wissen, wie tief er sinken kann – Klobecken sind ja nicht besonders tief. Und der Karneval ist dankenswerterweise schnell wieder vorbei.

Es gibt sie noch, die Missen

Vor Jahren habe ich einige Male über Damen geschrieben, die sich zu „Missen“ küren lassen wollten. Inzwischen haben mich die Missen und Misters nicht mehr die Bohne interessiert.

Doch dieser Tage rauschte die Wahl (dank der Regionalzeitung) wieder an mir vorbei. Siegerin wurde allerdings nicht die Thüringerin Natali Greko, sondern die Stuttgarterin Nadine Berneis. Die Leipzigerin Anastasia Aksak belegte immerhin Platz drei. So wurde auch der Osten bedacht.

Das Lustigste für mich ist der immer wieder auf den Markt geworfene Satz:

Vorstellungsrunden in Bademode werde es künftig nicht mehr geben. Sie passten nicht mehr in die Zeit.


In „Bademoden“ waren die Damen natürlich dennoch zu sehen – dafür gab es ein extra Foto-Shooting. Aber Hauptsache, sie haben nicht „in Bademoden“ auf der Bühne gestanden.

There’s no business like show business. Und wer sich zur Schau stellt, der stellt sich eben zur Schau. Alles andere ist aufgesetzte Wohlanständigkeit, die aus dem Zeitgeist hervorgeht.

Passiflora-Blüten – nahezu täglich

So schnell aufeinander gehen die Blüten auf - erster Tag
Meine beste „Frühblüherin“ genießt offenbar die schönen Sonnentage. Sie steht noch im Winterquartier und ich dachte, ich sollte euch mal die Bilder von 18. Und 19. Februar zeigen.

Passionsblumen - zweiter Tag


Alle anderen Passiflora sind derzeit noch blühfaul. Mal sehen, wie sie sich im Sommer machen – ab April dürfen sie bei mir „an die frische Luft“.

Fragwürdiges Krimi-Machwerk mit Psycho: Walpurgisnacht

Die Kulturkritik fokussiert sich beim Krimi Walpurgisnacht auf die Frage, ob das Verhältnis von Ost (DDR) und West (BRD) halbwegs glaubwürdig geschildert wird. Nun ist das Machwerk aber ein „zweiteiliger Thriller“, und bei so etwas ist vor allem eines wichtig: Den ersten Teil durchgehend spannend zu halten, damit der zweite Teil noch gesehen wird. Der allerdings hatte dann deutliche Längen, blieb im Atmosphärischen stecken und endete völlig unglaubwürdig im Psychologisch-mythischen, wobei noch einmal ganz dick aufgetragen wurde.

Spannung aufbauen durch etliche Verdächtige und vielfältige Motive

Die Spannung wird dadurch aufgebaut, dass es viele Verdächtige, viele Verstrickungen und manche Verwicklung gibt. Man fragt sich, wie in jedem Krimi, „wer war es“, und wie fast immer, werden ein paar Nebelkerzen geworfen. Mal trifft man auf Geheimnisse, mal auf Macht, mal auf Begierde, mal auf vermeintlich Perversionen, und immer wieder auf „ganz, ganz viel Psycho“. Die West-Komissarin ist überzeugt, nach einem einem vereinsamten Menschen suchen zu müssen, der irgendein an ihm begangenes Unrecht zu rächen wünscht. Der allerdings ist nicht auszumachen – und selbst gegen Ende, als das reichlich an den Haaren herbeigezogene Geheimnis enthüllt wird, ist nicht wirklich klar, was den Täter dazu motivierte, die Frauen zu morden und ihnen einzelne Zehen zu amputieren.

Am Ende verpufft die ganze Story

Was blieb? Der bittere Beigeschmack, vom Autor zuvor erzählerisch und optisch verarscht worden zu sein. Die enorme Spannung wurde – und das nervt nun wirklich – auf einem billigen Psycho-Gag aufgebaut. Sozusagen Dr. Jekyll und Mr. Hyde auf Harzerisch. Nur dass die Motive von Mr. Hyde irgendwie nicht so recht transparent wurden, weil ihn nie jemand zu sehen bekam.

Und ach, P. S.: Im Bestreben, alles möglichst originalgetreu wiederzugeben (DDR-Kamera, DDR-Vergrößerer, DDR-Amateurlabor) vergaß man offenbar, sich darüber zu informieren, wie lange es dauert, aus einem SW-Film (West) mit den Mitteln der Chemie (Ost), dem Fotopapier und was noch dazugehört, vom belichteten Negativ zur Vergrößerung zu kommen – inklusive Kontaktstreifen. Und zudem muss in einem Fotolabor nicht ständig das Rotlicht brennen.