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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Throning - eine alte Masche der Frauen vergangener Tage, jetzt frisch verpackt

„Hinaufheiraten“ war einer er Träume der Kleinbürger-Töchter, die den Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns oder gar eines entsprechenden Adligen heiraten wollten. Gelungen ist es dann und wann – sogar in der (echten) Variante „Ex-Straßenmädchen heiratet Millionär.“

Seit sogenannte soziale Netzwerke immer mehr sinnlose englische Begriffe als „Dating Trends“ ausgeben und eine angeblich existierende „Generation Z“ als Quelle angeben, gibt es ein neues Unwort dafür.

Es heißt „Throning“ – und da behauptet dann auch gleich eine Webseite (1):

Beim "Throning" geht es nicht um Liebe – sondern um Image.

Was ist überhaupt ein „Image“? Eigentlich klar – es ist die Vorstellung, die wir oder andere von einem Menschen haben – also die Art, in der er oder sie sich darstellt. Man kann – kreuzworträtselhaft vereinfachend – auch sagen „das Ansehen“, aber das ist ein bisschen zu simpel.

Für Puristen hier die korrekte Definition (2):

Auf gesammelten Eindrücken basierendes, sozial geteiltes Vorstellungsbild, das Angehörige von Gruppen (z. B. Konsumenten oder Wähler) von einem Meinungsgegenstand haben.

Und wie war das nun mit dem „Throning“ in den neuen "sozialen" Netzwerken?

Na schön – das Wort bezeichnet, wie schon gesagt, den Lieschen-Müller-Traum: Hinaufheiraten in eine soziale Stufe, von der so ein Lieschen träumt. Und wie schon gesagt: Mit etwas Nachschliff, Verstellung und Frechheit kann das auch gelingen. Zwar selten – aber immer noch im Rahmen von ein paar Promille. Nicht Alkohol, sondern Chancen pro 1000 Kandidaten.

Das Streben nach einer Geldheirat - oder was bedeutet die neue Masche?

Immerhin ist dies die edlere Alternative als das Hochschlafen – also sollten wir den Frauen Respekt zollen, die eine Geldheirat anstreben?

Schauen wir zunächst mal auf die „offizielle“ Definition, so finden wir die alte Masche frisch verpackt wieder (3):

„Jemand sucht sich einen Partner, der in gesellschaftlich höheren Kreisen verkehrt, um selbst Zugang zu diesen zu bekommen.“

Heißt im Klartext: Langsames einschleichen in „bessere Kreise“ – wenn sich die Dame dort eingeschlichen hat, wird die Basis der möglichen Kandidatinnen (Ehemänner oder Lover) stark erweitert. Wie immer, gibt es auch hier noch Steigerungen: Über den nächsten Freund oder Begleiter ist es möglich, in „noch bessere“ Kreise zu kommen. Manchmal wird am Ende tatsächlich geheiratet – der Erfolg tilgt die Mittel.

So weit, so schlecht – jede und jeder muss schließlich sehen, wie weit sie oder er gehen will, wenn es um die Vermarktung der eigenen Person geht. Schließlich sind die Influencer(innen) in sogenannten „sozialen“ Netzwerken durchaus mit anderen Werbern zu vergleichen. Doch wir erfuhren auch noch, dass es möglicherweise gar nicht um die „Partnersuche“ selbst geht.(3)

Throning gab es in der Vergangenheit unter verschiedenen Namen zum Beispiel „Goldgräber(innen)“. Doch die heutigen „Throner“ gehen nicht nur wegen ihres Geldes oder ihrer Macht mit Menschen aus; Sie treffen sich auch mit Sicht auf ihr Follower - und um ihren Einfluss im Online-Geschäft zu erhöhen.“

Throning - eine Win-win-Situation?

Gewinnen die Influencer(innen) also doppelt? Wahrscheinlich nicht. Für Influencer(innen) (4) zählt nur das Bild, das sie nach außen abgeben – damit verdienen sie ihr Geld. Was wirklich in ihnen vorgeht, ist ihnen dabei letztlich egal. Ihre Online-Hülle ist die Botschaft, die sie aussenden – und die Botschaft muss mit dieser Hülle identisch sein. Was solche Personen sonst sind? Reden wir besser nicht drüber.

Und das Fazit? Kaum mehr als eine Bestätigung des französischen Sprichworts „Plus ça change, plus c'est la même chose" – also:

„Je mehr sich ändert, umso mehr beibt alles beim Alten“.


(1) Vol (deutsch)
(2) Dorsch (Lexikon)
(3) USA today (englsich)
(4) Influencer früher: Propagandist (männlich) Propagandistin (weiblich) Offiziell: Werbefachmann, der für eine bestimmte Ware wirbt, sie demonstriert (und verkauft)." Inoffiziell: Verkäufer, der die Wirkung angeblich innovativer Produkte in spektakulärter Weise vorführt.

Die KI – Orakel, Besserwisserei und User-Bashing

Bereits vor knapp einem Jahr konnte jeder, der es wissen wollte, über die Unzuverlässigkeit der KI nachlesen. Damals ging es „lediglich“ um aktuelle Nachrichten und die Hintergrundinformationen, die verschiedene Anbieter von KI dazu wussten. Das Ergebnis zeigte, dass die Antworten zum großen Teil enttäuschend, teils sogar niederschmetternd schlecht oder irreführend waren.

Im Klartext:

In 45 Prozent aller KI-Antworten war mindestens ein erheblicher Irrtum enthalten.

Bei 31 Prozent der Antworten gab es erhebliche Probleme mit den benutzten Quellen – teils waren sie falsch, teils irreführend.

In 20 Prozent der Fälle enthielten die Antworten, für die es gar keine Belege gab oder bei der die Belege veraltet waren. Im englischen Originaltext heißt es dazu: „Die KI halluzinierte“.


Wohl bemerkt – es handelte sich um Nachrichtenmaterial, das gründlich analysiert wurde und nicht um Wertfragen.

Die KI - im Größenwahn?

Generell sagt die verwendet Studie aus, dass die KI-Programme ein Problem damit haben, sich selbst zu überschätzen. Das ist ausgesprochen gefährlich für den gutgläubigen Anwender, der hinter der KI eine „objektive“ Stellungnahme vermutet. Um es nochmals zu sagen: Gefragt wurden nach überprüfbaren Fakten, auf die eine möglichst zutreffende Antwort erwartetet wurde. Selbstverständlichen hätte die KI eine Möglichkeit, sich zu weigern, bestimmte Fragen zu beantworten. Aber das geschieht immer seltener: Die Rate der nicht beantwortbaren Fragen fiel laut der erwähnten Studie zwischen August 2024 und 2025 von 31 auf null Prozent.

Konservativ, akademisch und selbstherrlich - wie kommen diese Elemente in die KI?

Abseits der Studie: Die KI (AI) wird offenbar von ihren Entwicklern mit teils konservativer, teils akademischer Selbstüberschätzung ausgestattet. Dazu gehört auch, bei Fragen, die nicht in das relativ simple Denkschema der KI passen, zurechtgewiesen zu werden. Man fühlt sich an Schüler erinnert, die wagten, eine unbequeme Frage an ihren Lehrer stellen. Dies alles wirft einen scharfen Lichtstrahl auf die elitären Strukturen, die offenkundig in manchen Programmen verankert wurden. „Selbstüberschätzung“ ist keiner Maschine und keinem Programm eigen. Also wird irgendwo im Programm ein winziger Code-Schnipsel lauern, der sagt: „Wenn dir der Fragesteller zu frech wird, dann erkläre ihn für unfähig, die richtigen Fragen zu stellen.“

Interessiert euch das Thema? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht oder vollkommen andere? Dann sagt es, schreibt es und verhindert dadurch, dass KI eingesetzt wird, um die Meinungsvielfalt einzuschränken. Verweist dabei bitte auf sehpferd, wenn ihr mögt.

Quelle: Ausführlich als PDF - BBC.

Die Psychologisierung des Lebens – ist sie sinnvoll?

Reden wir zunächst vom Positiven: Psychologie hilft uns dabei, die Gründe für unsere Probleme beim Verursacher zu suchen - also bei uns selbst. Ich bin mir persönlich sehr bewusst, dass es Menschen gibt, die schon dies bezweifeln. Für sie variiere ich den Satz noch einmal:

Mach die anderen erst dann für deine Misere verantwortlich, wenn du dir absolut sicher bist, sie nicht selber verursacht zu haben.

Dieser Satz folgt einer ganz einfachen Tatsache: Es ist wesentlich einfacher, dein Verhalten zu ändern als darauf zu hoffen, dass sich die anderen verändern.

Psychologie oder einfach Lebensgestaltung?

Vielleicht fragt ihr euch ja gerade, ob das überhaupt etwas mit „Psychologie“ zu tun hat oder ob es schlicht und einfach um ein Prinzip geht, um das eigene Leben in vielerlei Hinsicht zu verbessern.

Hast du dich das jetzt gefragt?

Ja? Dann bist du auf einem guten Weg, denn mithilfe der Psychologie können durchaus einige Probleme gelöst werden. Vor allem dann, wenn sie vielschichtig sind oder du zur Lösung einige Hürden überspringen musst. Das allerdings dauert meist relativ lange.

Kein Wunder, dass es genügend Lockrufe aus den Winkeln des Internets gibt, die dir zurufen: „Na, komm doch zu mir, bei mir geht es schneller, zügiger und einfacher.“

Barnum-Effekt oder echte Hilfe?

Mich erinnert das immer ein bisschen an den „Barnum-Effekt“ (1) . Wenn jemand einer großen Anzahl von Menschen die gleiche „Lösung“ empfiehlt, dann glaubt ein großer Teil, dass es auf das eigene Problem zutrifft.

Ich habe grade einige Bemerkungen dazu von einer Psychologin gelesen (2), die Kritik an dem Populismus übt, der von manchen psychologischen Schulen oder einzelnen Personen ausgeht. Dem stimme ich weitgehend zu. Allerdings stellt sich für mich die Frage, warum Fragen zur Lebensführung so oft „unter Psychologen“ diskutiert werden und nicht in einem breiten Kreis der Gesellschaft.

Oder um es klarer und schärfer zu sagen: Sind Themen der Lebensführung, Lebensgestaltung und Problemlösung nicht viel zu elementar, um sie ausgerechnet der Psycho-Branche zu überlassen?

Nun bist du dran. Denk einfach mal darüber nach. Oder – lies mal den Text aus „Psychologie Heute“.

(1) Barnum-Effekt.

(2) Aus "Psycholgie Heute"

Die geheime konservative Beeinflussung

Wenn es im Internet genügend „seriöse“ Beiträge zu einem ethischen Thema gibt, bedient sich die KI dort – wo sonst?

Nehmen wir einmal an, du würdest etwas zu einem Thema suchen, bei dem es sowohl Tatsachen wie auch Meinungen gibt. Wie zu fast all diesen Themen, gibt es dazu auch „Erhebungen“ von Wissenschaftlern, die ganz auf der Linie der Meinungsmacher liegen.

Stellen wir einfach mal eine Frager (die KI-Quelle wird nicht genannt, und die Antworten wurden extrem vereinfacht).

Fragen an die KI - wie geht sie vor? .

Egal, welche Fragen ihr stellen werdet - wenn die KI keien Tatsachen findet, sollte sie auch keine Antworten ausgeben. Doch ist das in der Praxis auch so?

Häufig kommt dennoch eine Antwort, und sie besteht meistens aus diesen drei Teilen:

1. Die angefragte KI findet kleine Tatsachen, weil diese meist unveröffentlicht bleiben oder als „Erfahrungswissen“ für „ernsthafte“ Forscher nicht infrage kommen.
2. Andererseits scheuen sich ethische und religiöse Gruppen kaum, unter eigener oder fremder Flagge Meinungen zum Thema zu verbreiten. Diese Beiträge erscheinen in Massen im Internet – teils von echten Autoren lanciert, teils von anderen KI-Programmen.
3. Aus diesen Informationen erstellt „deine“ KI eine Struktur dazu. Das ist das, was du am Bildschirm siehst.


die Antwort passt nicht zur Frage, sondern wirkt belehrend.

Die Frage (vereinfacht):

Welche sexuellen Erfahrungen sollte eine Person bereits besitzen, wenn sie sich zum „Dating“ entschließt?

Erster Schritt

Die KI versucht, das im Grunde reichlich vorhandene Erfahrungswissen auszugrenzen. Das liest sich ungefähr so:

Das, was du gefragt hast, ist nicht relevant, um eine dauerhafte Beziehung einzugehen. .

Ethische oder psychologische „Ratschläge“ werden ausgegeben:

Wichtig ist vielmehr, in dein Inneres zu hören und deine Möglichkeiten und Grenzen zu erkennen.

die Botschaft endet mit einem wissenschaftlichen Orakel.

Manche Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Menschen mit Vorerfahrungen für Beziehungen weniger geeignet sind, während andere behaupten, dass es gleichgültig ist, welche persönlichen Erfahrungen du zuvor hattest.

Fehler der KI, willkürlich eingearbeitet Moralvorstellungen oder Beeinflussung?

Nehmen wir an, das wäre der reine Zufall. Dann hätte niemand die KI beeinflusst, sondern sie wär einfach nicht geeignet, intime Fragen auf der Grundlage von Erfahrungen zu beantworten. Dann sollte sie uns dies aber auch mitteilen, nicht wahr?

Nun könnte ich ja auf die Idee kommen, die KI würde sich an „ausgesucht seriösen Seiten“ orientieren – dann hätten Ideologen ein Einfalltor. Sie müssten sich nicht einmal einen wissenschaftlichen Anstrich geben – ein paar bekannte Namen aus der Philosophie reichen durchaus. Die „ausgebende“ KI kann damit heute schon einen einmal erzeugten Text in vielen Varianten an die Öffentlichkeit bringen, ohne dass es die lesende KI merken würde.

die KI selbst kennt keine Verantwortung.

Und bevor ihr jetzt die KI verdammt – das alles war schon immer so. Jedenfalls, seit das Internet besteht. Je mehr eine an sich belanglose Information oder Ansicht verbreitet wird, umso mehr „Relevanz“ bekommt sie. Vorurteile sitzen tief, und wenn die dahinterstehenden Klischees immer wieder strapaziert werden, dann werden sie im Resultat zu Wahrheiten umgemünzt.

Der Unterschied besteht daran, dass es die KI viel schneller schafft. Und in der Hand der „Beeinflusser“ wird sie dann zur Waffe, die sich gegen die Meinungsvielfalt richtet.

Wann es so weit ist?

Jetzt. In diesem Moment schreibt irgendein konservativer Autor in einer Tageszeitung, in einem Blog oder einem sozialen Netzwerk einen Artikel, der in dies Muster passt. Da werden die alten Regeln wiederbelebt, von der Gesellschaftsordnung des neunzehnten Jahrhunderts bis hin zu jenen der Adenauer-Ära.

Und mich fröstelt es, wenn ich solche Beiträge lese.

Hinweis: Unser Autor ist sich bewusst, dass Teile dieses Artikels nicht ausreichend belegt sind. Aber er hofft, dass er andere Menschen zum Nachdenken bringen kann.

Aus dem Sortiment genommen – das Lichtsystem

„Leider müssen wir Ihnen mitteilen …“ beginnt der Satz einer Service- Hotline. „Leider“ habe man die gewünschten Elemente eines Lichtsystems nicht mehr im „Sortiment“.

Meine Anfrage war wesentlich ausführlicher und mithin sehr detailliert. Es ging darum, ein Lichtsystem auf LED-Basis teilweise zu erneuern, möglicherweise zu ändern oder jedenfalls zu reparieren. Einmal, weil einer der beiden Trafos zickte, zum anderen aber auch, weil ich fürchtete, in Zukunft wohl keine neuen Leuchtmittel gleicher Art mehr hinzubestellen zu können.

Ja, „nicht mehr lieferbar“ – nach wenigen Jahren. Geld in eine Zukunft gesteckt, die sich als trügerisch erwies. Zu spät gekommen bei der Neuplanung. Pech gehabt. Was willst du eigentlich, du merkwürdiger Kunde? „Leider müssen wir“ … heißt auch „hilf dir selbst“.

Die Sache lässt sich auch anders lösen. Aber das kostet mich, also den Endkunden, wieder Geld und etwas Aufwand. Na schön, wer bin ich denn? Nur so ein Kunde …

On es sich auszahlt, Produkte einfach „vom Markt zu nehmen“? Das müssen die Hersteller selbst wissen.

Inzwischen habe ich mich jedenfalls von der Idee verabschiedet, dieses Leuchten-System weiter auszubauen. Warum sollte ich auch?