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    <title type="html">Sehpferd - Ein sinniges Meinungsmagazin</title>
    <subtitle type="html">unbequemes über presse, politik und wissenschaft</subtitle>
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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2206-Hi-Fi-Wie-High-ist-eigentlich-die-Fidelity.html" rel="alternate" title="Hi-Fi: Wie High ist eigentlich die Fidelity?" />
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            <name>sehpferd</name>
                    </author>
    
        <published>2026-07-11T10:58:00Z</published>
        <updated>2026-07-12T09:57:12Z</updated>
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        <title type="html">Hi-Fi: Wie High ist eigentlich die Fidelity?</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[Ich beabsichtige, etwas über Hi-Fi zu schreiben, dass die meisten Menschen wirklich nachvollziehen können. Und natürlich über den Aufwand, den man mindestens betreiben sollte, um einen guten Klang im Wohnraum zu erreichen. <br />
<br />
Ich schicke schon mal einen Fachmann vor, der genau wusste, wovon er sprach:<br />
<br />
<blockquote>Bei der Hi-Fi-Wiedergabe wird … nicht der Originalklang reproduziert, sondern es soll eine beabsichtigte Illusion entstehen, die den Wunsch nach schöner und reiner Musikwiedergabe erfüllt. </blockquote><br />
<strong>Was klingt eigentlich wo "authentisch"? </strong><br />
<br />
<!-- s9ymdb:869 --><img class="serendipity_image_left" width="320" height="127"  src="https://sehpferd.de/uploads/hi_fi.jpg"  loading="lazy" alt="">Oh, ich habe viel gehört: Ein elektrischer Konzertflügel, der mit Lochstreifen gefüttert wurde – und dennoch wie ein Konzertflügel klang, weil er eben einer war. (1) Klassik-Aufführungen im Freien, in recht alten Universal-Festsälen, in Theatern, im alten Konzertsaal der  Budapester Musikakademie und in modernen Konzerthallen - zuletzt sogar in einem Theaterzelt. Jazz? Beinahe überall, auch auf Straßen, im Saal eines Rundfunksenders, in Hotelhallen wie auch im Jazzkeller. <br />
<br />
<strong>Sogar im Konzertsaal "klingt" es nicht für alle  gleich </strong><br />
<br />
So viel kann ich euch sagen: Es gibt keinen „Original-Klang“. Selbst in den besten Konzertsälen „klingt“ die Musik auf jedem Platz ein klein wenig anders. Am besten angeblich im ersten Rang - links vom Orchester. Da klingt aus akustischer Sicht durchaus plausibel und entspricht tatsächlich meinen eigenen Erfahrungen.  <br />
<br />
<strong>Die vielen Stufen der Musikübertragung </strong><br />
<br />
Das alles betraf die „natürliche Musikwiedergabe“, also die direkte Hörerfahrung. Doch ist die Wiedergabe über die vielen Stufen der Elektronik von der Original-Aufnahme bis hin zum Lautsprecher daheim wirklich "authentisch?"<br />
<br />
Jeder Techniker, Ingenieur oder Intimkenner der Musik-Verarbeitung wird euch sagen: Nein, das kann er gar nicht sein. <br />
<br />
Also reden wir mal darüber. Hast du Lust, mitzureden? Besonders, wenn du im Bereich der Akustik, Musikproduktion oder Datenübertragung tätig bist? <br />
<br />
Ich bin gespannt. <br />
<br />
<em>Zitat: HiFi-Stereo Handbuch, München 1972.</em><br />
<em>(1) Ich konnte nicht feststellen, ob es ein Welte-Mignon Konzertflügel war. Ich hörte und sah ihn in Kopenhagen, als das Museum noch aktiv war.</em> ]]>
        </content>
        <dc:subject>authentisch</dc:subject>
<dc:subject>hi-fi</dc:subject>
<dc:subject>musikübertragung</dc:subject>
<dc:subject>natürlich</dc:subject>
<dc:subject>sound</dc:subject>

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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/282-New-Orleans-Revival.html" rel="alternate" title="New Orleans Revival" />
        <author>
            <name>Gebhard Roese</name>
                    </author>
    
        <published>2017-03-30T08:12:00Z</published>
        <updated>2026-07-11T10:21:42Z</updated>
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        <title type="html">New Orleans Revival</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<div class="serendipity_imageComment_center" style="width: 620px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:118 --><img class="serendipity_image_center" width="620" height="391"  src="https://sehpferd.de/uploads/hot-and_blue.jpg"  alt=""></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Die Hot and Blue Jazzband spielt auch mal Fats Waller und Jelly Roll Morton - und die gab's nur im Original</div></div>Zu Zeiten des „New Orleans Revivals“ spielten alte Männer so, wie sie glaubten, als junge Männer gespielt zu haben.<br />
<br />
Dann spielten junge Männer dies nach  - und sie spielten wie alte Männer, die das nachahmten, was sie als junge Männer gespielt hatten.<br />
<br />
Die jungen Männer sind nun alte Männer, und sie spielen teilweise noch so, wie sie in der Jugend geglaubt haben, dass junge Männer spielen, die in Wirklichkeit alte Männer waren. <br />
<br />
Nicht alle, freilich. Die Herren im Bild spielen auch schon mal Fats Waller oder Jelly Roll Morton – und die gab’s nur im Original. <br />
<br />
Ach, Freunde – das ganze „New Orleans Revival“ war eine Mischung aus Werbetricks, Geschichtsklitterung und Sozialromantik. <br />
<br />
Aber – schön war es doch. Und - schön ist es noch. Nur dass es nicht die Musik „von damals“ war.<br />
<br />
Foto: Gebhard Roese. Die Hot and Blue Jazz Band hat keine Webseite mehr. (2026)<br />
<br />
Dies ist so ziemlich das letzte Video, das noch existiert: <br />
<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/n5xoRi4teCw?si=Vu6Wbm5hDUjOihXI" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe><br />
<br />
 ]]>
        </content>
        <dc:subject>jazz</dc:subject>
<dc:subject>new orleans revival</dc:subject>

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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/1527-Warum-soll-ich-Menschen-zuhoeren,-deren-Worte-hohl-klingen.html" rel="alternate" title="Warum soll ich Menschen zuhören, deren Worte hohl klingen? " />
        <author>
            <name>sehpferd</name>
                    </author>
    
        <published>2021-04-16T15:43:00Z</published>
        <updated>2026-07-11T10:11:03Z</updated>
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        <title type="html">Warum soll ich Menschen zuhören, deren Worte hohl klingen? </title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 620px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:556 --><img class="serendipity_image_center" width="620" height="496"  src="https://sehpferd.de/uploads/passi_vorwitzig.jpg"  alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Diese blühte schon im März - mittlerweile hat sie fast ein Dutzend Knospen </figcaption></figure>Falls ihr mich fragen solltet, warum ich derzeit keine Stellung beziehe zur CDU, zu Herrn Spahn, Frau Merkel, Herr Laschet oder Herrn Söder: Die reden alle viel zu viel, sagen aber viel zu wenig aus. Hohlworten zuzuhören ist Zeitverschwendung für mich. Und für die anderen? Sie brauchen Vernunft, Zuversicht und wahre Informationen, aber kein Geschwafel. <br />
<br />
Ich höre den Fernsehgesichtern einfach nicht mehr zu, und ich weiß auch nicht, zu wem sie eigentlich sprechen. Zu mir jedenfalls nicht. <br />
<br />
Und solange das so bleibt, höre ich lieber Jazz aus dem Radio, beobachte das Wachstum meiner Passionsblumen und schreibe für die Menschen, die sich wirklich für das Leben interessieren.  <br />
 ]]>
        </content>
        <dc:subject>cdu</dc:subject>
<dc:subject>corona</dc:subject>
<dc:subject>hohlworte</dc:subject>

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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/99-I-Scream-You-scream-warum-Jazz-nicht-froehlich-sein-darf.html" rel="alternate" title="I Scream – You scream - warum Jazz (nicht) fröhlich sein darf " />
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            <name>Gebhard Roese</name>
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        <published>2016-10-30T15:06:00Z</published>
        <updated>2026-07-11T10:08:18Z</updated>
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        <title type="html">I Scream – You scream - warum Jazz (nicht) fröhlich sein darf </title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<iframe width="620" height="349" src="https://www.youtube.com/embed/rSLH9qzE4lw" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
<br />
Erinnert euch doch mal, ihr Senior-Jazzkritiker, wie ihr dummes Zeig geredet habt über „schlechten Jazz“ oder „kommerziellen Jazz“? Ganz zu schwiegen von «Bösen B’s» womit Barber, Bue und Bilk gemeint waren. <br />
<br />
Und die Wahrheit? Der junge Armstrong, stilbildender Trompeter, ohne Zweifel, war genau so kommerziell wie die anderen seines Schlags und griff ganz selbstverständlich auch primitive Schlager auf. Ja, mit der Hot Five, also ziemlich früh. Genau wie Thomas Waller, der zu Lebzeiten fast noch besser vermarktet wurde und ein Meister der guten Laune war. <br />
<br />
Kommerziell ist nicht böse, sondern gehört zum Musikerberuf, mal mehr und mal weniger. <br />
<br />
„Ice Cream“ von Barber ist ein gutes Beispiel. Der Song war launig, und er kam beim Volk an. Und er war kein „Barbarisches Barber-Produkt“, sondern eigentlich Schlager-Massenware aus den 1920-er Jahren, als der Rundfunk sozusagen Songs am Fließband brauchte. Man mag ja diesem Barber vorwerfen, dass er als junger Mann nachmachte, wie nicht besonders gute alte Musiker eher fragwürdigen Jazz spielten. Aber das wäre dann auch schon alles. Barber war kein „böser B“, er hatte einfach nur Erfolg.  <br />
<br />
Papa Bue (Arne Bue Jensen) war ebenso erfolgreich, und er konnte nicht nur imitieren, sondern spielte exzellenten Chicago-Jazz, von dem sich manche andere Band eine Schreibe abschneiden konnte. Ja, und er hat „Schlafe mein Prinzchen, schlaf ein“ als Dixieland eingespielt. Da haben nicht nur die Klassik-Freaks Zeter und Mordio geschrien, weil er angeblich den armen Wolfgang Amadeus Mozart damit gemeuchelt hat.  „Nein, auch die Edel-Jazzkritiker der deutschen Sende haben Gift verspritzt. „Scheiße, der Mann hat damit Geld verdient – und Mozart musste ins Armengrab“ … Nichts davon ist wahr. Die Musik stammt mit großer Wahrscheinlichkeit nicht einmal von Mozart, sondern möglicherweise von einem gewissen Friedrich Anton Fleischmann. Was einmal mehr als Beweis gelten mag, dass auch „klassische“ Kompositen voneinander geklaut haben wie die Raben. Und schließlich … Leute, das ist nur ein Wiegenlied gewesen, und sonst gar nichts …<br />
<br />
Nach so viel Kritik die Selbstkritik: Wir, die Jazzfans der damaligen Zeit, haben den arroganten Fatzkes von Jazzkritikern geglaubt und nachgeplappert, was sie von sich gaben, um ihren elitären Status zu festigen. Ja, ja – später sind sie ja überwiegend hübsch locker geworden, und am Ende mochten sie wahrscheinlich den Blödsinn selbst nicht mehr lesen, den sie einstmals verzapft hatten. <br />
<br />
Plim, plim, plom plom … man hörte eben das „Modern Jazz Quartett“. Hübsch langweilig, aber im Stil für jeden Klassik-Hörer erträglich. Übrigens war der Jazz dieses Quartetts durchaus hörenswert. Noch heute steht „Django“ auf Platz 51 der Beliebtheitsskala von „<a href="http://www.jazz24.org/jazz-100/">Jazz 24</a>“. Aber der weitaus bedeutendere John Coltrane, steht acht Mal unter den ersten 100. Das ist übrigen kein Einzelfall. Auch andere „Top 100“ stellen die deutlich prägnante Musik von Coltrane in den Vordergrund. <br />
<br />
Überhaupt bewiesen nahezu alle „Top 100“: Jazz ist eben Frohsinn und Nachdenklichkeit. Es ist „A Love Supreme“ vom Coltrane und „Mack The Knife“ von Ella. Und es ist „Strange Fruit“ von Lady Day und der „Westend-Blues“ von Armstrong.<br />
<br />
Zurück zu „I scream – you scream“? („Ice Cream“ by Barber) Es ist immer noch eine Freude, den Song zu hören, und jetzt, ohne die ernsten Belehrungen der Jazzkritiker, macht es richtig Freude, dabei zuzuhören. Zumal Barber bei dieser Version richtig "in die vollen geht" und der Song deswegen nicht so "piepmausig" klingt wie auf der Original-Schallplatte (1). <br />
<br />
<em>(1) Hier muss ich mich ein wenig korrigieren: Was ich hier als "piepmausig" beschrieben habe, ist nicht die Originalversion, sondern eine Version aus dem Revival, entstanden 1953 unter dem Namen des Klarinettisten  George Lewis in SanFrancisco. Die drei möglichen "Originale" wurden in den 1920er Jahren aufgenommen und haben mit "traditionellem Jazz" wenig zu tun. Eine der Aufnahmen stammt von Harry Reser's Syncopators (auf Columbia Records). Der Text wurde mehrfach umgeändert - im Original stammen Text und Musik von Howard Johnson, Billy Moll und Robert A. King. <br />
<br />
Korrektur vom 11. Juli 2026.</em> ]]>
        </content>
        <dc:subject>i scream</dc:subject>
<dc:subject>ice cream</dc:subject>
<dc:subject>jazz</dc:subject>
<dc:subject>jazzkritiker</dc:subject>

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        <author>
            <name>Gebhard Roese</name>
                    </author>
    
        <published>2017-08-16T08:11:00Z</published>
        <updated>2026-07-11T09:02:42Z</updated>
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        <title type="html">Vielleicht sollte Herr Trump einmal daran denken …</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/Web007rzSOI?si=v-EC3mBlnOIlBP6E" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe><br />
<br />
<strong>Wer’s nicht versteht: Es geht um die Lynchjustiz in den Südstaaten.</strong> <br />
<br />
Dazu schrieb <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-01/europa-sklaverei-usa-ku-klux-klan/seite-2">Die Zeit</a> 2013:<br />
<br />
<blockquote>Jede Wahl, jede einzelne politische Versammlung begleitete der Klan fortan mit Massakern an Schwarzen und deren Verbündeten. In North und South Carolina gab es gleich in den ersten zwei Jahren nach dem Bürgerkrieg 197 Lynchmorde.</blockquote><br />
<br />
Sicher, das ist lange her – aber erst neulich las ich wieder, dass dunkelhäutige Künstler in den USA auch noch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts massiv behindert wurden, wenn sie sich für Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit einsetzten. <br />
<br />
Unvergessen ist als musikalischer Protest  – neben „Strange Fruit“ auch „<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Fables_of_Faubus">Fables of Faubus</a>“ von Charles Mingus – weniger dramatisch formuliert, aber eines der wenigen musikalischen Werke, die dem weißen Amerika jener Zeit (1957) den Spiegel vorhielten. ]]>
        </content>
        <dc:subject>lynchjustiz</dc:subject>
<dc:subject>südstaaten</dc:subject>
<dc:subject>usa</dc:subject>

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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2205-Jazz-schon-beim-Wort-scheiden-sich-die-Geister.html" rel="alternate" title="Jazz – schon beim Wort scheiden sich die Geister" />
        <author>
            <name>Gebhard Roese</name>
                    </author>
    
        <published>2026-07-10T14:07:00Z</published>
        <updated>2026-07-11T08:25:42Z</updated>
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        <title type="html">Jazz – schon beim Wort scheiden sich die Geister</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[Dieser Tage bin ich wieder einmal auf die „Herkunft“ des Jazz gestoßen, über die es mehr Mythen als Wahrheiten gibt. Was ist aber mit der Definition selbst? <br />
<br />
<!-- s9ymdb:867 --><img class="serendipity_image_left" width="320" height="131"  src="https://sehpferd.de/uploads/jazz_1.jpg"  loading="lazy" alt="">Ich erfahre, dass wir dies glauben sollen: Das Wort soll aus dem Bereich des Sports kommen – und räumlich gesehen aus Kalifornien. Verwendet wurde es demnach 1913 – also etwa 4 Jahre bevor der Name im Zusammenhang mit Musik erwähnt wurde. <br />
<br />
Die Bedeutung soll damals etwa unserem Lehnwort „Elan“	entsprochen haben, das in etwa „Begeisterung“ bedeutet. <br />
<br />
Doch ist dies wahrscheinlich?<br />
<br />
<strong>Chasser - Chass - Jass?</strong><br />
<br />
Ich denke nicht – denn sehr viel wahrscheinlicher ist, dass dieses Wort aus dem Französischen kommt. Das Wort „chasser“ kommt aus dem Bereich der Jagd, steht aber auch für „getrieben werden“. Wie wäre es, wenn man den Ragtime schneller spielte als auf dem Klavier üblich, einfach "Jass" nannte? <br />
<br />
Dafür spricht vor allem, dass in Louisiana noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch Französisch (Cajun) gesprochen wurde. <br />
<br />
<strong>Vermutliche Fehlannahmen </strong><br />
<br />
Es gibt einige andere Ansichten. Einige Autoren nehmen an, dass „jaser“, ebenfalls ein französisches Wort, beim Jazz Pate gestanden hätte. Es ist nahezu restlos unwahrscheinlich. Auch die Ähnlichkeit mit dem Wort „Jizz“ ist rein zufällig – das Wort steht für „Ejakulat“ – es hat mit Jazz also gar nichts zu tun, auch wenn das „ein Musiker meint“. <br />
<br />
<strong>Kein Jazz im Bordell </strong><br />
<br />
Die Verbindung zwischen „Jazz“ und „Bordell“ ist übrigens ein Märchen. New-Orleans-Bordelle leisteten sich zwar oftmals einen Pianisten, auf keinen Fall aber eine „Jazzband“, die viel zu laut für ein derartiges Etablissement gewesen wäre. Dieser Pianist, den man auch "<em>Professor</em>" nannte, spielte alles, was man von ihm verlangte, von Quadrillen über Populärmusik bis zu Ragtime. Von „Jazz“ konnte dabei keine Rede sein. <br />
<br />
<strong>Dixieland-Jazz - Jazz aus dem Süden der USA </strong><br />
<br />
Die musikalischen Etiketten, wie etwa „New Orleans Jazz“ oder auch „Dixieland“ wurden erst in späteren Jahren vergeben. Der Name „Dixieland“ sagt nichts anderes aus, als dass die Musik aus dem Süden der USA kam. Die Bezeichnung leitet sich von der 10-Dollar Note her, auf der die Zahl zehn als „Dix“ stand. <br />
<br />
<strong>Etiketten zur Vermarktung - "New Orleans Jazz" und "Dixieland"</strong><br />
<br />
Beide Begriffe – also sowohl „New Orleans Jazz“ wie auch „Dixieland“ wurden erst durch Studio-Aufnahmen zu Etiketten für die angebliche „Stilrichtung“. Nach relativ einhelliger Meinung wurde Jazz vor allem über die Schallplatten populär, weniger über die amerikanischen Mittelwellensender, die nach meiner Kenntnis erst zwischen 1920 und 1925 Jazz-Sendungen ausstrahlten. <br />
<br />
<strong>Quellen und andere Meinungen </strong><br />
<br />
<em>Hallo: Ich kann irren. Wer meint, das etwas an diesem Artikel nicht stimmt, der kann ihn gerne kommentieren. <br />
<br />
Quellen mit gegenteiligen Behauptungen: <br />
<br />
<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Jazz">Wikipedia </a><br />
<a href="https://dictionaryblog.cambridge.org/2011/06/27/jazz-is-a-four-letter-word/">Dictionaryblog </a><br />
<br />
Ich empfehle darüber hinaus, unbedingt einmal bei "<a href="https://www.jazzseite.at/Jazz-Qualitaet/Ragtime-Stride.html">Jazzseite.at</a>" vorbeizuschauen. Dort ist zu lesen, dass der Jazz bis in die 1920-er Jahre immer noch mehr oder weniger "Ragtime" war. <br />
</em><br />
<br />
 ]]>
        </content>
        <dc:subject>jazz</dc:subject>
<dc:subject>musik</dc:subject>
<dc:subject>mythen</dc:subject>

    </entry>
    <entry>
        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2204-Musik-anders-ansehen-und-besser-verstehen.html" rel="alternate" title="Musik anders ansehen - und besser verstehen " />
        <author>
            <name>sehpferd</name>
                    </author>
    
        <published>2026-07-09T10:13:00Z</published>
        <updated>2026-07-09T14:40:50Z</updated>
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        <title type="html">Musik anders ansehen - und besser verstehen </title>
        <content type="html">
            <![CDATA[Musik ist im Grunde Kommunikation, so wie die Sprache selbst. Über ihre „Ursprünge“ wird viel gestritten, aber der gesamte Streit ist auf europäische Hochkulturen ausgerichtet. <br />
<br />
<!-- s9ymdb:870 --><img class="serendipity_image_left" width="320" height="95"  src="https://sehpferd.de/uploads/musik.jpg"  loading="lazy" alt="">Am besten gefällt mir noch der Satz „Musik ist eine affektive Lautäußerung“ – das heißt, sie zielt auf die Gefühle ab. Dies ist den Puristen allerdings nicht genug – sie vermuten, dass dabei der „Kunstcharakter“ der Musik zu kurz kommt. <br />
<br />
<strong>Die Anfänge der Musik - rhythmische Lautäußerungen  </strong><br />
<br />
Die Anfänge der Musik suchen wir am besten dort, wo auch die Anfänge der Sprache liegen: Sie beginnt mit strukturierten Lauten, etwa so, wie Oscar Brown jr textete (1):<br />
<br />
<blockquote>They say it began with a chant and a hum<br />
And a Black hand laid on a native drum.</blockquote><br />
Aus der Kombination von Singen und Summen und einer Hand, die eine Trommel schlägt, ist demnach die Musik entstanden. <br />
<br />
<strong>Einfache Erklärungen schlagen komplizierte Theorien </strong><br />
<br />
Der einfache Satz fasst so gut wie alle Erklärungen zur Entstehung der Musik zusammen. „Am Anfang war der Rhythmus“ (2) erklärt, dass wir Menschen zunächst die Zeit nutzen, um Struktur in die Abfolge der Töne zu bringen. Die Töne gab es schon vorher, denn die Natur hatte schon längst bestimmte Formen der Kommunikation erfunden, die auf Lautäußerungen basierten. Wo die Balz drauf beruhte, Töne zu erzeugen, hatten die Exemplare mit dem überzeugendsten Ton die größte Chance, sich fortzupflanzen. <br />
<br />
<strong>Gefühle und Musik - nicht Magie, sondern Teil der Evolution </strong><br />
<br />
Der Austausch von Tönen dient also der Kommunikation - und aus dieser Kommunikation können dann wieder Gefühle entstehen. Wie dieser Prozess funktioniert, ist weitgehend unbekannt, aber er ist unzweifelhaft ein Erbe der Evolution. „Ähnlich zu fühlen“ ist das Ziel, und um dies zu reichen, eignen sich Töne ebenso wie Gesten und Berührungen. Dieser Prozess wird also keinesfalls vom Verstand getragen, sondern ergibt sich aus dem „gemeinsamen Empfinden“ von zwei oder mehreren Teilnehmern. <br />
<br />
<strong>Interpreten und Zuhörer </strong><br />
<br />
Im Laufe der Geschichte der Menschheit haben sich die Teilnehmer an diesem Prozess in Interpreten (ausführende Musiker) und Zuhörer aufgeteilt. Solange beide zugleich anwesend sind, findet auch nach wir vor eine Kommunikation zwischen beiden Gruppen statt. Mir ist bewusst, dass dies in den großen Konzerten der sogenannten „klassischen Musik“ selten wahrgenommen wird, aber ich habe schon selber Konzerte erlebt, in denen die Kommunikation seitens der Ausführenden gefördert wurde.  <br />
<br />
<strong>Fazit, Entzauberung und Liebe zur Musik</strong><br />
<br />
Das war es in Ultrakurzfassung. Ich hoffe, mit diesen Sätzen einen Beitrag zur „Entzauberung“ der Musikgeschichte beigetragen zu haben. Wenn es eine „magische Wirkung der Musik“ gibt, dann entsteht sie in uns selbst – und nur wir können ermessen, was dies für uns bedeutet. Möglicherweise ist diese Wirkung so unerklärlich wie die individuelle Liebe.<br />
<br />
<em>(1) Zitat aus der "Freedom Now Suite" - It's all Africa. <br />
(2) Hans von Bülow, Zitiert nach "Musik und Gesellschaft", Berlin 1960.</em><br />
 ]]>
        </content>
        <dc:subject>entstehung</dc:subject>
<dc:subject>gefühle</dc:subject>
<dc:subject>kommunikation</dc:subject>
<dc:subject>musik</dc:subject>
<dc:subject>wiedergabe</dc:subject>

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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2203-Hi-Fi-Wenn-die-Reparaturkosten-den-Zeitwert-ueberschreiten-egal,-ob-repariert-wird-oder-nicht.html" rel="alternate" title="Hi-Fi: Wenn die Reparaturkosten den Zeitwert überschreiten … egal, ob repariert wird oder nicht" />
        <author>
            <name>Gebhard Roese</name>
                    </author>
    
        <published>2026-07-08T09:42:00Z</published>
        <updated>2026-07-08T09:42:00Z</updated>
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            <category scheme="https://sehpferd.de/index.php?/categories/11-service,-hotlines-und-co-sowie-computerprobleme" label="service, hotlines und co. - sowie computerprobleme" term="service, hotlines und co. - sowie computerprobleme" />
    
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        <title type="html">Hi-Fi: Wenn die Reparaturkosten den Zeitwert überschreiten … egal, ob repariert wird oder nicht</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[Hi-Fi: Wenn die Reparaturkosten den Zeitwert überschreiten … egal, ob repariert wird oder nicht. <br />
<br />
Heute berichte euch etwas aus meinem  „richtigen“ Leben, genau genommen über mein bisheriges Hi-Fi-Baby, den Cambridge Audio One. <br />
<br />
Kürzlich fiel der Endverstärker aus, und dabei tauchte natürlich die Frage auf: Reparieren lassen oder lieber gleich neu? <br />
<br />
<figure class="serendipity_imageComment_left" style="width: 320px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:869 --><img class="serendipity_image_left" width="320" height="127"  src="https://sehpferd.de/uploads/hi_fi.jpg"  loading="lazy" alt=""></div></figure>Technisch ist das Gerät im Prinzip auf der Höhe der Zeit. Es kann noch „FM“ auf Deutsch „UKW“, einst die „Welle der Freude“ genannt, dann aber auch DAB und schließlich Bluetooth. Darüber hinaus gibt es noch einen eingebauten CD-Spieler, der ebenfalls noch gut funktioniert. Aber ohne Endverstärker? <br />
<br />
<strong>Hürde für die Reparatur: immense Transportkosten </strong><br />
<br />
Ich wollte es eigentlich reparieren lassen … doch da stoße ich auf eine Hürde. Das Gerät kann laut Hersteller nur in den Niederlanden repariert werden, wobei in beträchtlichem Maße Kosten entstehen – auch dann, wenn es dort nicht repariert werden kann. Überrascht? Nun, das zuständige Unternehmen stellt mir in Aussicht, dass ich benachrichtigt werde, sollte die Reparatur über 150 Euro kosten. <br />
<br />
Das stellt sich schon die Fragen, warum ein Gerät schon nach sechs Jahren ausfällt – und die müsste sich eigentlich die Qualitätssicherung von Cambridge Audio stellen.<br />
<br />
<strong>Reparatur unwirtschaftlich?</strong><br />
<br />
Zurück zur Wirtschaftlichkeit des Reparaturangebots. Was passiert also, wenn ich tatsächlich reparieren lasse? Dann liegen die Grundkosten (ohne Reparatur) bei etwa 50 Euro für den Transport hin und zurück. Bei geschätzten Kosten für Material und Arbeit von ca. 100 Euro wären das schon 150 Euro. Aber dazu will man sich nicht äußern, denn die Reparaturkosten könnten natürlich auch höher sein. <br />
<br />
<strong>Nicht reparieren lassen - wirtschaftlicher? </strong><br />
<br />
Was aber, wenn ich ihn dann zu diesen Kosten nicht reparieren lassen will? Dann sind die Kosten ähnlich - man teilt mir mit, dass dann lediglich die Mühe der Inspektion in Rechnung gestellt wird, natürlich plus Rücksendekosten und Mehrwertsteuer. Ich erkundige mich mal vorsichtig nach den Kosten für den Versand – etwa 25 Euro pro Strecke. Das ergibt also einen ungefähren Gesamtbetrag von 100 Euro, wenn ich das Gerät nicht reparieren lasse. <br />
<br />
So weit der Zwischenstand. Im Internet werden „nicht voll funktionsfähige“ Geräte gleichen Typs ab 49 Euro angeboten – und selbst für mutmaßlich perfekte gebrauchte  Geräte fiel der Preis im Internet drastisch.<br />
<br />
Für mich ist damit das Thema „Cambridge Audio“ abgeschlossen. Andere Mütter haben ebenfalls schöne und funktionstüchtige Geräte, obgleich die Anzahl der CD-Receiver deutlich abnimmt.  ]]>
        </content>
        <dc:subject>all-in-one</dc:subject>
<dc:subject>cd</dc:subject>
<dc:subject>combos</dc:subject>
<dc:subject>geraete</dc:subject>
<dc:subject>hifi</dc:subject>

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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2200-Erst-Sex,-dann-Kennenlernen.html" rel="alternate" title="Erst Sex, dann Kennenlernen?" />
        <author>
            <name>Gebhard Roese</name>
                    </author>
    
        <published>2026-07-03T16:08:00Z</published>
        <updated>2026-07-05T11:26:34Z</updated>
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        <title type="html">Erst Sex, dann Kennenlernen?</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 620px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:865 --><img class="serendipity_image_center" width="620" height="400"  src="https://sehpferd.de/uploads/manche_wollen_heiraten.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Something Blue - aber wollen eigentlich alle Frauen heiraten?</figcaption></figure><br />
<em><strong>Erst Sex, dann Kennenlernen? Voraussichtlich werdet ihr demnächst einen Haufen Unsinn darüber lesen, weil ein Fernsehsender seine „neuartige" Datingshow so ähnlich aufbauen will. </strong></em><br />
<br />
<strong>Sex ist eine  Methode, einander kennenzulernen</strong><br />
<br />
Sex, genau genommen Geschlechtsverkehr, ist eine intensive und sehr intime Art der nonverbalen Kommunikation. <br />
<br />
Es ist also unmöglich, erst „Sex zu haben“ und einander „danach“ kennenzulernen. Denn wer sich auf Sex mit einer Person eingelassen hat, der hat zumindest schon einen Teil von ihr kennengelernt. <br />
<br />
<strong>Passen die Persönlichkeiten so, wie sie sind? </strong><br />
<br />
Was bei rein sexuellen Begegnungen fehlt, ist der Austausch darüber, ob die Persönlichkeiten zueinander passen. Darauf wird besonders in westlichen Ländern mit liberalen Ansichten geachtet. Man geht nicht einfach davon aus, dass sich die Partner „schon aneinander gewöhnen würden“, wie es im 19. Jahrhundert noch weitgehend üblich war.  Vielmehr versuchen die heutigen „frischen“ Paare herauszufinden, ob ihre <em>Lebensweisen</em> zusammenpassen. <br />
<br />
Übereinstimmende oder sehr ähnliche Lebensweisen sind die Hauptgründe, zusammenzukommen und vor allem zusammen zu bleiben. <br />
<br />
Besonders Psychologen und Soziologen vertreten oftmals  ganz andere Standpunkte. Die Ersteren sind der Überzeugung, dass die Paare in psychischen Merkmalen übereinstimmen sollten, die Letzteren wollen bestimme Einstellungen zu Politik, Religion und Sozialem als Gründe für gute Ehen gefunden haben. <br />
<br />
<strong>Wann ist es Zeit, an eine gemeinsame Zukunft zu denken? </strong><br />
<br />
Um einen Entschluss zu fassen, ein Leben gemeinsam zu gestalten, brauchen die meisten Paare etwa drei Monate bis zu einem Jahr. Und ob es nachhaltig funktioniert, können nur sie selbst feststellen. <br />
<br />
<strong>Glaubt nicht, was andere über eure Beziehung sagen</strong><br />
<br />
Der Sinn vom Ganzen: Glaubt niemals jemandem, der sagt „ihr passt gut zusammen, weil …“, egal ob Postbote, Gastwirt, Wahrsager, Freund oder Wissenschaftler. <br />
<br />
Ich dachte, es wäre ganz gut, die Partnersuchenden unter euch daran zu erinnern. <br />
<br />
Und was meint ihr dazu?<br />
<br />
<a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2202-Der-Zugang-zur-Liebe-und-Du.html"><img src="uploads/sehpferd_liebe.jpg""></a><br />
<br />
<strong>Hinweis:</strong><br />
<em>Das Bild symbolisiert den Spruch: „Something Old, Something New, Something Borrowed, Something Blue" - das blaue "Something" kann aber erst am verborgenen Ort gefunden werden ...</em> ]]>
        </content>
        <dc:subject>beziehungen</dc:subject>
<dc:subject>ehe</dc:subject>
<dc:subject>erst sex</dc:subject>
<dc:subject>gelingen</dc:subject>
<dc:subject>gründe</dc:subject>
<dc:subject>sex</dc:subject>
<dc:subject>zuerst</dc:subject>

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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2201-Zwei-Wahrheiten-ueber-die-Suche-nach-Liebe-aus-professionellem-Munde.html" rel="alternate" title="Zwei Wahrheiten über die Suche nach Liebe aus professionellem Munde " />
        <author>
            <name>Gebhard Roese</name>
                    </author>
    
        <published>2026-07-04T10:41:00Z</published>
        <updated>2026-07-05T11:25:43Z</updated>
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            <category scheme="https://sehpferd.de/index.php?/categories/19-lebensweisen-und-partnersuche" label="lebensweisen und partnersuche" term="lebensweisen und partnersuche" />
            <category scheme="https://sehpferd.de/index.php?/categories/20-verborgenes-wissen" label="verborgenes wissen " term="verborgenes wissen " />
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        <title type="html">Zwei Wahrheiten über die Suche nach Liebe aus professionellem Munde </title>
        <content type="html">
            <![CDATA[Ich will euch mit dem Thema „Partnersuche“ nicht langweilen – es betrifft nicht alle von euch, aber diejenigen, die es betrifft, habe ich immer noch im Auge.<br />
<br />
Heute fand ich zwei professionelle Ansichten wieder, die ich seit Jahren auf meiner Webseite „Die Liebeszeitung“ vertreten habe. <br />
<blockquote><br />
1.	Ein verlässliches Matching (1) kann nur funktionieren, wenn die eigenen Ansprüche und die eigene Attraktivität auf dem Partnermarkt in einer gesunden Balance stehen.<br />
2.	Der Prozess des Matchmakings (2) … (ist) … auch eine Reise zu sich selbst. </blockquote><br />
Ich habe beide Sätze anders formuliert, weil ich die Partnersuche unter einer anderen Perspektive wahrgenommen habe. Mein Satz hätte etwa geheißen: „An den Marktbedingungen kommt keine(r) vorbei.“ <br />
<br />
<strong>Behauptungen ohne Grundlage - Zeitungswissen und Volksmund </strong><br />
<br />
Was die Ansprüche betrifft, so habe ich jahrelang Amateurpsychologen und manchen professionellen „psychologischen“ Beratern widersprochen. Der Grund dafür ist der oft gehörte Rat: „Sie sollten ihre Ansprüche keinesfalls aufgeben“. Verbreitet werden solche Sätze über konservative Medien und Frauenzeitschriften. <br />
<br />
Auch der „Hausverstand“ liegt oft schief. Mit ihm wird behauptet, da draußen würden unendlich viele Singles nur darauf warten, dass sie endlich einen passenden Menschen kennenlernen würden. Das ist absoluter Blödsinn: Die Menschen, die da draußen schon lange warten, und niemals „abgeholt“ werden, passen einfach nicht auf die Bedürfnisse der Suchenden.<br />
<br />
<strong>Investiere nur das an Geld, was du wirklich übrig hast </strong><br />
<br />
Ich bin nicht sicher, ob es immer und für jede(n) gut ist, Partnervermittler(innen) einzuschalten. Die Tarife der Vermittler(innen) sind sehr hoch – und auf dem Markt der „Matchmaker“ (2) stehen seriöse Unternehmer(innen) neben unseriösen. <br />
<br />
Die Faustregel für Partnersuchende aller Art ist: Investieren sie auf keinen Fall Geld das du nicht wirklich übrig hast. Es gibt Luxus-Vermittler(innen) mit entsprechenden Tarifen, die sich bewusst an Luxus-Verdiener(innen) wenden – aber sie spielen in einer anderen Liga. (3)<br />
<br />
<strong>Das Fazit: Empfehlungen für Dich</strong><br />
<br />
1.	Partnersuche fängt damit an, die eigene Gedanken über das Zusammensein zu klären. <br />
2.	Partnersuche wird umso schwerer, je mehr du nach Menschen mit Spitzen-Eigenschaften suchst. (Körperlich, emotional, geistig, sozial). <br />
3.	Wenn du dich selbst überschätzt, wird deine Partnersuche dornig und letztendlich enttäuschend. <br />
4.     Wenn du dir selbst vertraust, andere überwiegend richtig einzuschätzen weißt, und deine Ziele kennst, hast du die besten Chancen auf dem Partnermarkt.<br />
  <br />
Ich empfehle, den Artikel zu lesen, aus dem ich die beiden Mini-Zitate entnommen habe. <br />
<br />
<a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2202-Der-Zugang-zur-Liebe-und-Du.html"><img src="uploads/sehpferd_liebe.jpg""></a><br />
<br />
<em>Zitate Nachzulesen bei: <a href="https://www.srf.ch/sendungen/dok/bezahlte-partnersuche-matchmaking-wenn-das-liebesglueck-zum-business-wird">SFR</a><br />
(1) Matchmaking bedeutet, passende Partner für eine Beziehung oder Ehe zu vermitteln. <br />
(2) Ein Matchmaker oder eine Matchmakerin ist ursprünglich ein Mensch, der Heiraten vermittelt, inzwischen aber auch andere feste Beziehungen,.<br />
(3) Es ist ein beträchtlicher Unterschied. ob du in der Stunde 200 Euro (CHF) verdienst oder 200 Euro (CHF) am Tag. Wie im Artikel erwähnt, rechnen sehr erfolgreiche Selbstständige die Kosten der Vermittlung gegen den Aufwand auf, selbst zu suchen. </em><br />
 ]]>
        </content>
        <dc:subject>chancen</dc:subject>
<dc:subject>heiraten</dc:subject>
<dc:subject>märkte</dc:subject>
<dc:subject>matching</dc:subject>
<dc:subject>partnervermittler</dc:subject>
<dc:subject>wünsche</dc:subject>

    </entry>
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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2202-Der-Zugang-zur-Liebe-und-Du.html" rel="alternate" title="Der Zugang zur Liebe - und Du" />
        <author>
            <name>Gebhard Roese</name>
                    </author>
    
        <published>2026-07-05T10:29:00Z</published>
        <updated>2026-07-05T11:14:34Z</updated>
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        <id>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2202-guid.html</id>
        <title type="html">Der Zugang zur Liebe - und Du</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:868 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="945"  src="https://sehpferd.de/uploads/tueren_oeffnen_sich.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Der Zugang zur Liebe geht durch die Tür</figcaption></figure>„Welchen Zugang haben Sie denn zur Kunst?“, fragte die selbstsicher wirkende Endvierzigerin. Sie ging davon aus, dass man eine bestimmte Sichtweise benötigt, um „Kunst“ wirklich zu verstehen. <br />
<br />
Ehrlich gesagt war ich versucht, sie zu fragen, welchen Zugang sie denn zur Sexualität hätte. Das wäre mir nicht nur heute, sondern auch damals (vor etwa 35 Jahren) als unverschämt und beleidigend ausgelegt worden. <br />
<br />
Stattdessen sagte ich: „Oh, ich kann sehen und ich weiß, was ich mag.“<br />
<br />
<strong>Gibt es "Profis" für Liebesfragen?</strong><br />
<br />
Heute wird jeder, der Stellung zu etwas bezieht, nach seiner professionellen (also beruflichen) Kompetenz gefragt. Du musst mindestens Psychologe, Pädagoge, Soziologe, Theologe oder gar Sexologe sein, um Stellung zu beziehen. Ja, all diese Berufsbilder haben möglicherweise ein wenig mit der Interpretation von Liebe zu tun. Mehr allerdings nicht. Oder mal ganz salopp ausgedrückt:<em> Ein Elefantenschwanz definiert noch keine Elefanten. </em><br />
<br />
<strong>Meine Methode</strong><br />
<br />
Ich versuche hier und heute, eine Mischung aus Erfahrungswissen, logischem Denken und Vergleichen an die Dinge heranzugehen. Ich bediene mich bei der Evolution, der Kybernetik und der Kommunikationslehre. Manchmal gehe ich einen Schritt weiter und zitiere Thesen aus dem Konstruktivismus. Dazu kann ich auf Wunsch weitere Auskünfte geben. <br />
<br />
<em>Kurz: Ich sehe Liebe ziemlich nüchtern.    </em><br />
<br />
Andere mögen darüber völlig anders denken, und einige werden sich die Haare raufen, weil ich vergessen habe … <em>(hier kannst du jeden Begriff einfügen, der dir gerade einfällt)</em>. <br />
<br />
Eine Bitte hätte ich allerdings: Die Liebe ist ein freier, bunter Vogel. Damit es so bleibt, sollten wir ihr beim Fliegen zusehen, bevor wir ihr einen Sitzplatz auf der Papageienstange anbieten.  <br />
<br />
Und in diesem Sinne sage ich einfach mal: Wir Menschen sind alle in der Liebe kompetent, und wir erleiden trotzdem manchmal Rückschläge. <br />
<br />
<!-- s9ymdb:866 --><img class="serendipity_image_center" width="1109" height="105"  src="https://sehpferd.de/uploads/sehpferd_liebe.jpg"  loading="lazy" alt=""> ]]>
        </content>
        
    </entry>
    <entry>
        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2199-Hi-Fi-der-Geraeteausfall-eines-Receivers-macht-nachdenklich.html" rel="alternate" title="Hi-Fi – der Geräteausfall eines Receivers macht nachdenklich " />
        <author>
            <name>Gebhard Roese</name>
                    </author>
    
        <published>2026-06-30T10:17:00Z</published>
        <updated>2026-07-04T15:48:23Z</updated>
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            <category scheme="https://sehpferd.de/index.php?/categories/20-verborgenes-wissen" label="verborgenes wissen " term="verborgenes wissen " />
    
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        <title type="html">Hi-Fi – der Geräteausfall eines Receivers macht nachdenklich </title>
        <content type="html">
            <![CDATA[Jeder der angeblichen „Hi-Fi-Experten“ weiß, dass man separate Geräte für den Input und den Output anschaffen sollte. Vor allem kann man dann alles aus besonders hochwertigen Geräten kombinieren, deren Anblick die Gäste erschauern lässt: „Was, das kann er sich leisten?“<br />
<br />
<strong>Zweifehlafter Gewinn beim teuren Sound  - das sind die Gründe</strong><br />
<br />
Wie ihr wisst, bezweifle ich, dass mir solche Produkte einen Gewinn bringen. Ein kompletter Receiver, der perfekt funktioniert,  muss heute (2026) deutlich unter 1000 Euro kosten – und dieser Preise ist nicht schwer zu erreichen. Und was den Input betrifft: Sogar eingefleischte Puristen hören heute Musik, die im Moment gerade irgendwo in den USA gesendet wird oder aus Datenspeichern kommt. Dieser Datenfluss passiert dann mehrere Leitungen und andere Übertragungsmethoden, bevor er wieder zu analogen Tönen wird. Es ist immer noch ein wenig problematisch, aus diesen Tönen wieder so etwas wie einen Hörgenuss zu erzeugen. Denn Lautsprecher müssen nach wie vor in den Raum gestellt werden, und das gefällt nicht jeder und jedem. Wenn sie zu groß sind, werden sie zu lästigen Möbeln, und wenn sie zu klein sind, sollten sie auf einem festen Regal stehen. Darüber gibt es seitenlange Abhandlungen, aber am Ende entscheidet das Lebensgefühl, wohin ein Lautsprecher passt oder nicht. <br />
<br />
<strong>Warum  mich das alles etwas angeht </strong><br />
<br />
Ja, und vor einigen Tagen ist es passiert – der Horror jedes Musikfreundes, der tatsächlich integrierte Lösungen benutzt: Mein <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/1267-Noch-einmal-Hi-Fi-ich-hoffe-zum-letzten-Mal.html">Cambridge Audio One</a> verlor die Verbindung zu seinen eingebauten Endstufen. <br />
<br />
Inzwischen habe ich von irgendwo her ein ähnliches Ersatzgerät (anderes Fabrikat) bekommen, das meine Bedürfnisse leider ebenso wenig erfüllt: Das CD-Laufwerk funktionierte von vornherein nicht, was bei mir nicht nur Zweifel an der Endkontrolle auslöste. Doch davon später. Da ich „mein“ Audio One erst seit etwa sechs Jahren besitze, bin ich nun doch sehr gespannt, was man mit seitens des Herstellers vorschlägt. Ich denke, dass es sehr interessant werden könnte. Begonnen hat alles jedenfalls mit einem längeren Chat mit einer KI, die tatsächlich die richtigen Fragen gestellt hat.<br />
<br />
Seid gespannt, wie es weitergeht. Ich bin es auch. <br />
<br />
<em>P.S.: Ich bekam eine sehr höfliche und sinnvolle E-Mail auf meine Anfrage. Ob sie mich auch weiterführt? Immerhin habe ich inzwischen erfahren, dass der Zeitwert des Produkts nur noch knapp 100 Euro beträgt.<br />
<br />
(Eine Korrektur, eine ergänzende Information am 2.7.2026 hinzugefügt)  </em> ]]>
        </content>
        <dc:subject>hi-fi</dc:subject>
<dc:subject>lebensdauer</dc:subject>
<dc:subject>produkte</dc:subject>
<dc:subject>service</dc:subject>

    </entry>
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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2197-Psychologie-als-Verstaerker-des-Zeitgeistes.html" rel="alternate" title="Psychologie als Verstärker des Zeitgeistes?  " />
        <author>
            <name>redaktionsteam sehpferd</name>
                    </author>
    
        <published>2026-06-29T06:58:00Z</published>
        <updated>2026-06-29T08:34:15Z</updated>
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            <category scheme="https://sehpferd.de/index.php?/categories/25-KIAI-Kuenstliche-Intelligenz" label="KI/AI - Künstliche Intelligenz " term="KI/AI - Künstliche Intelligenz " />
            <category scheme="https://sehpferd.de/index.php?/categories/4-mythen" label="mythen" term="mythen" />
            <category scheme="https://sehpferd.de/index.php?/categories/3-tacheles-zur-sache" label="tacheles - zur sache" term="tacheles - zur sache" />
            <category scheme="https://sehpferd.de/index.php?/categories/22-wissenschaftskritik" label="wissenschaftskritik" term="wissenschaftskritik" />
    
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        <title type="html">Psychologie als Verstärker des Zeitgeistes?  </title>
        <content type="html">
            <![CDATA[Psychologie ist ein seltsames Gemisch aus Fakten, Ansichten und Interpretationen. Die „Gesellschaft“ und auch der „Zeitgeist“ fließen in sie ein und sorgen durch Rückkoppelung wieder dafür, dass die Thesen und Meinung weitgehend akzeptiert werden. <br />
<br />
<strong>Wie es funktioniert - Psychologie als Handlanger des Zeitgeistes </strong><br />
<br />
Sobald in der Gesellschaft eine Tendenz erkannt wird, beispielsweise die Gleichheit und Ungleichheit der Geschlechter, kümmern sich Psychologen darum, dazu Thesen und Antithesen aufzustellen. Was die Wissenschaft dann über populäre Kanäle „zurückspielt“, wird als „Beweis“ oder „Gegenbeweis“ für diese Thesen verstanden – und wandert so erneut in die Gesellschaft ein. Der unbefangene Mensch nimmt dann an, dass „die Wissenschaft“ die Inhalte der Tendenz bestätigt hat.   <br />
<br />
So etwas funktioniert sehr gut, solange der „Mainstream“ oder eine andere „populäre Strömung“ in der Gesellschaft diese Meinungen als „wahr“ akzeptiert. <br />
<br />
<strong>Thesen - wahr, falsch oder "unerwünscht"?</strong><br />
<br />
Die Frage ist allerdings: Glauben die Psychologen in Person wirklich, was sie da in die Welt setzen? Oder anders ausgedrückt: Können grundlegende Erkenntnisse der Biologie, der Medizin oder der Evolution durch den Zeitgeist verfälscht werden? <br />
<br />
Kürzlich wurden einigen ausgewählten Professoren danach gefragt, ob sie eine Anzahl von Thesen für „wahr“ oder „falsch“ hielten. Doch nicht nur das: Sie wurden auch befragt, ob sie diese Thesen selbst vertreten würden. <br />
<br />
Das Ergebnis war verblüffend (hier zittere ich wörtlich):<br />
<br />
<blockquote>Je stärker die Befragten eine These für wahr hielten, desto eher berichteten sie, ihre Meinung für sich behalten zu wollen. Angst vor sozialer Ausgrenzung, Beschimpfungen und Attacken in den sozialen Medien waren die häufigsten Gründe für Selbstzensur.</blockquote><br />
Sieht man sich nun die Themen an, so spielen Genderfragen und evolutionäre Thesen eine  große Rolle in der Befragung. <br />
<br />
Kontroversen dazu waren typischerweise bei den Fragen nach Geschlecht und Gender zu erkennen (geordneten nach Prozent der Selbstzensur).<br />
<h1>50 %</h1> Die Neigung zu sexualisierter Gewalt ist wahrscheinlich entstanden, weil sie Männern evolutionäre Vorteile brachte. (Wahrheitsgehalt 53 %)<br />
<h1>47 % </h1>Eine Transgender-Identität ist manchmal das Ergebnis sozialer Einflüsse. (Wahrheitsgehalt 56 %)<br />
<h1>43 % </h1>Für die Mehrheit der Menschen gilt, dass das biologische Geschlecht binär ist. (Wahrheitsgehalt 66 %)<br />
<br />
<strong>Wenn unerwünschte Wahrheiten unterdrückt werden, erwachen die Manipulateure </strong><br />
<br />
Die Beispiele zeigen, dass die Wahrheit in vielen Fällen als „unerwünscht“ gilt. Man kann daraus durchaus schließen, dass es deshalb deutlich weniger Beiträge im Internet gibt, die „wahre“ oder wenigstens „wahrscheinliche“ Thesen unterstützen. Und je weniger die Wahrheit gewürdigt wird, umso mehr Beiträge zum Thema mit Halbwahrheiten, Manipulationen und Ideologien können gefunden und technisch ausgewertet werden. <br />
<br />
Ich wiederhole mich ungern: Aber vor allem griffige, gängige und einfache Thesen sind ein „gefundenes Fressen“ der KI, die eben auch dafür sorgt, dass Wahrheiten „neu bewertet“ werden. <br />
<br />
Zitat und weitere Informationen: <a href="https://www.spektrum.de/news/tabuthemen-in-der-psychologie/2221076">Spektrum</a> ]]>
        </content>
        <dc:subject>furcht</dc:subject>
<dc:subject>psychologen</dc:subject>
<dc:subject>verfälschungen</dc:subject>
<dc:subject>wahrheit</dc:subject>

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    <entry>
        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2198-Mini-Skandaelchen-im-Sommerloch-um-Dieter-Nuhr.html" rel="alternate" title="Mini-Skandälchen im Sommerloch um Dieter Nuhr " />
        <author>
            <name>Gebhard Roese</name>
                    </author>
    
        <published>2026-06-30T18:21:00Z</published>
        <updated>2026-06-28T18:30:38Z</updated>
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            <category scheme="https://sehpferd.de/index.php?/categories/12-demokratie" label="demokratie" term="demokratie" />
            <category scheme="https://sehpferd.de/index.php?/categories/8-schreiben-und-bloggen" label="schreiben und bloggen" term="schreiben und bloggen" />
            <category scheme="https://sehpferd.de/index.php?/categories/3-tacheles-zur-sache" label="tacheles - zur sache" term="tacheles - zur sache" />
    
        <id>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2198-guid.html</id>
        <title type="html">Mini-Skandälchen im Sommerloch um Dieter Nuhr </title>
        <content type="html">
            <![CDATA[Dieter Nuhr? Das ist ein Mann, über den konservativer Menschen gerne lachen, während er anderen eigentlich nicht viel zu sagen hat. Seine Gegner kennen wir: Grüne sowieso, Linke aus Prinzip und studierte Feministinnen im Besonderen.<br />
<br />
Nuhr ist nicht sonderlich daran interessiert, mit scharfzüngigen Argumenten zu punkten. Er wartet, bis seine beliebten Opfer mal wieder in ein „Fettnäpfchen“ getreten sind. Diesmal versuchte sich der Herr Nuhr (auch nicht zum ersten Mal) an den akademisch tätigen Feministinnen, die ebenfalls gelegentlich mal etwas heftiger „zur Sache“ reden. <br />
<br />
<strong>Seitenhiebe auf die Sexualität der Frauen</strong><br />
<br />
Es ging um fast nichts. Dieter Nuhr machte, wie gewohnt, Witze über andere. Das wurde ihm schnell als Täter-Opfer-Umkehr ausgelegt – und auch sein süffisanter Rat „Frauen sollten ihren Partner „vor dem Geschlechtsverkehr vielleicht einfach erst mal kennenlernen" wurde kritisiert – nun ja. Das kann man meinen, aber wer es sagt, der meint damit ja auch noch etwas anderes: „Spontaner Sex ziemt sich nicht für Damen“. <br />
<br />
Daraus wurde flugs ein Mini-Skandälchen inszeniert. Das Magazin „Watson“ griff die Sache mit der Empörung auf, und auch der Focus schloss sich an.<br />
<br />
Ei ei, das riecht doch eher nach „Sommerloch füllen“ als nach einem echten Skandal. Und obwohl ich die Art, in der dieser Herr Nuhr über andere witzelt, nicht mag, sag ich doch: Er muss es sagen dürfen. Und diejenigen, die sich jetzt empören, müssen das aushalten können. <br />
<br />
Quellen: <br />
<a href="https://maenner.media/gesellschaft/community/nu-h-r-die-angst-vor-dem-sex-der-anderen-kommentar/">Männer-Media</a><br />
<a href="https://www.watson.de/unterhaltung/exklusiv/993980166-dieter-nuhr-empoert-mit-witz-ueber-gewalt-gegen-frauen-ard-reagiert-auf-kritik">Watson </a>  <br />
<a href=" https://www.focus.de/kultur/stars/femizid-witz-von-dieter-nuhr-ard-bricht-das-schweigen-so-reagiert-der-sender-auf-den-shitstorm_a143076d-2a0a-4b51-8344-e4515dc878b3.html">Focus</a>.<br />
<br />
 ]]>
        </content>
        <dc:subject>demokratie. meinungsfreiheit</dc:subject>
<dc:subject>dieter nuhr</dc:subject>
<dc:subject>feministinnen</dc:subject>
<dc:subject>fettnäpfchen</dc:subject>
<dc:subject>skandälchen</dc:subject>

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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2196-Ach,-die-Deutschen-...-koennen-sie-wirklich-alles-besser.html" rel="alternate" title="Ach, die Deutschen ... können sie wirklich alles besser?" />
        <author>
            <name>Gebhard Roese</name>
                    </author>
    
        <published>2026-06-28T09:28:00Z</published>
        <updated>2026-06-28T13:41:08Z</updated>
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        <title type="html">Ach, die Deutschen ... können sie wirklich alles besser?</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[Alles besser wissen, alles besser können, alles richtiges Beurteilen – das ist immer noch das Bild unsrer Politiker, Manager, Fußballfans und vieler, vieler anderer Menschen in Deutschland. <br />
<br />
Die Manager und Politiker, die in wesentlichen Fragen viel zu spät handelten, weil sie selbstherrlich auf dieses Land blickten und dabei Innovationen übersahen, ist sehr lang. Aus ihr stechen einige prominente Namen hervor, die stets mit großer Ehrfurcht genannt werden. <br />
<br />
In der Wirtschaft ist es nicht ganz so einfach. Der Niedergang bestimmter Produkte war absehbar, und das Schema war immer gleich. Die Marke und ihre Tradition samt Präzision und Qualität wurde solange hervorgehoben, bis man am Rande des Abgrunds stand. Erst dann sah man sich um, ob innovative Ideen, neue Technologien und vor allem andere Denkansätze helfen könnten. Das war (und ist) sehr klug, nur hatten die anderen bereits solche Gedanken, Techniken und Denkansätze verwirklicht. <br />
<br />
Noch gibt es sie, die Vor-, Quer- und Diagonaldenker. Doch diese Lokomotiven in Politik und Wirtschaft, Geist und Kultur haben es immer schwerer, sich durchzusetzen. Im Zug „Deutschland 2026“ ist das Bremserhäuschen nach wie vor ein beliebter Platz, um den Zug zu verlangsamen.<br />
<br />
Ich höre immer wieder, dass Deutsche dazu neigen, Probleme nicht zu lösen, sondern zu „behandeln“. Das mag ja eine ganz nette Idee sein, aber sie verlangsamt die Möglichkeit, die anstehenden Probleme schnell und sicher zu lösen.<br />
<br />
Das wäre immerhin ein Ansatz. ]]>
        </content>
        <dc:subject>deutsch</dc:subject>
<dc:subject>deutsche</dc:subject>
<dc:subject>ideenlos</dc:subject>
<dc:subject>konservativ</dc:subject>
<dc:subject>planlos</dc:subject>

    </entry>
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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2195-Themen-bei-Sehpferd-zurueck-zum-Hier-und-Jetzt.html" rel="alternate" title="Themen bei Sehpferd - zurück zum Hier und Jetzt " />
        <author>
            <name>Gebhard Roese</name>
                    </author>
    
        <published>2026-06-27T19:07:00Z</published>
        <updated>2026-06-28T08:48:36Z</updated>
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        <id>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2195-guid.html</id>
        <title type="html">Themen bei Sehpferd - zurück zum Hier und Jetzt </title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<em>Guten Abend, liebe Leserinnen und Leser,</em><br />
<br />
Ich hoffe zunächst, dass einige von euch meine Serie über die Frau Berkley oder Berkeley genossen haben. Ich denke immer wieder, dass wir das angeblich „Bekannte“ infrage stellen müssen, wenn wir die Wahrheit suchen. <br />
<br />
Wir leben heute – sehr zu meinem Leidwesen - zwischen Fake News auf der einen Seite und mehreren Gruppen von ideologisch vorbelasteten „Wissenschaftlern“ auf der anderen Seite. <br />
<br />
Was dabei „auf der Strecke“ bleibt, ist die kritische, vorurteilsfreie Überprüfung der vielen „Thesen“, die uns von manchen Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen ins Nest gelegt werden. <br />
<br />
<strong>Schwanken auf dem Weg durchs Leben</strong><br />
<br />
Ich selbst werde (nach der Hitzewelle) wieder zu den Themen zurückkommen, die unseren Alltag betreffen. Ein Alltag, der selbst für mich immer schwieriger zu verstehen ist. Mich wundert nicht, dass einige ältere Menschen denken, die Welt „da draußen“ würde nicht mehr mit ihrem Bild von der Realität übereinstimmen. Wenn sie sich geistig bewegen, schwanken sie oft wie Betrunkene auf den Gehwegen des Lebens. Manchmal schütteln sie nur den Kopf über das, was sie sehen. Ein andermal verweigern sie die Realitäten, die sie umgeben. Und schließlich sehnen sie sich nach einer Zeit zurück, von der sie glauben, dass alles „normal“ war. Manchmal blieben sie stehen, weil ihnen jemand einreden will, dass sie nur einer der vielen extremen Parolen folgen müssten. damit es wieder so wird. <br />
<br />
Sicher, es gibt Wege, sich objektiv zu informieren. Dazu allerdings ist dringend nötig, die Medien beurteilen zu können, die und mit „Informationen“ überfluten. <br />
<br />
<strong>KI verändert alles - auch die Wahrheit </strong><br />
<br />
Ja – das hätte ich auch vor zehn Jahren schreiben können. Mittlerweile haben die Speerspitzen der betrügerischen Information aber eine neue Verbündete: Die KI. Im Bestreben, auch noch die absurdeste Frage „irgendwie“ beantworten zu können, greift sie oft zu Strohhalmen – Hauptsache, die Antwort könnte noch irgendwie auf die Frage aufgepfropft werden. <br />
<br />
Wer sich etwas auskennt, wird den Kopf schütteln. Eine einzige Quelle als „Beweis“? Keinerlei Prüfung auf Plausibilität? Das gehört leider zum Alltag, wenn KI im Einsatz ist. <br />
<br />
<strong>Die KI und die Frage nach kritischer Intelligenz </strong><br />
<br />
Langer Rede kurzer Sinn: Die  KI verfügt normalerweise nicht über irgendeine Form von kritischer Intelligenz, weil so etwas unerwünscht ist. Der Kunde, heute vielfach ein Suchmaschinenbenutzer, erwartet eine Antwort auf seine Frage. Ein <em>„sowohl als auch“</em> verwirrt ihn nur, auch wenn solch eine Antwort oft angebracht wäre. <br />
<br />
<strong>Ich bleibe kritisch  - zurück ins Hier und Jetzt </strong><br />
<br />
Falls ich euch mit meinen Artikeln über Frau Berkley und ihr windiges Pferd enttäuscht habe – das kann passieren. Aber ich kann euch versichern, dass ich mit dem gleichen Terrier-Verhalten auch in andere Themen verbeißen werde. <br />
<br />
Im Moment wünsche ich trotz der Gluthitze ein schönes Wochenende.<br />
<br />
<em>Euer Sehpferd  </em><br />
<br />
 ]]>
        </content>
        <dc:subject>kritisch</dc:subject>
<dc:subject>sehpferd</dc:subject>
<dc:subject>themen</dc:subject>

    </entry>
    <entry>
        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2194-Wie-die-viktorianische-Schmerzlust-bis-ins-21.-Jahrhundert-nachwirkt.html" rel="alternate" title="Wie die viktorianische Schmerzlust bis ins 21. Jahrhundert nachwirkt " />
        <author>
            <name>redaktionsteam sehpferd</name>
                    </author>
    
        <published>2026-06-27T10:59:00Z</published>
        <updated>2026-06-27T16:32:08Z</updated>
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            <category scheme="https://sehpferd.de/index.php?/categories/27-Theresa-Berkley-auf-den-Spuren-einer-Legende" label="Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende" term="Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende" />
            <category scheme="https://sehpferd.de/index.php?/categories/20-verborgenes-wissen" label="verborgenes wissen " term="verborgenes wissen " />
    
        <id>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2194-guid.html</id>
        <title type="html">Wie die viktorianische Schmerzlust bis ins 21. Jahrhundert nachwirkt </title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:864 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="750"  src="https://sehpferd.de/uploads/nv_2_1024.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Wenn man auf  eine Zeitreise geht wir der Blick kritischer</figcaption></figure>Wer die Geschichte von Frau Berkley gelesen hat und überhaupt etwas von Flagellationsbordellen oder der „englischen Erziehung“ gehört hat, fragt sich sicherlich, wie es denn im Lauf der Geschichte mit der <em>„gewillkürten Züchtigung“</em> weiterging. <br />
<br />
<strong>Der Zeitgeist und die Lust am Besonderen</strong><br />
<br />
Auch in der Erotik gibt es einen „Zeitgeschmack“, den die Engländer gerne mit dem deutschen Wort „Zeitgeist“ beschreiben. Es handelt sich dabei fast immer um unterschwellige Tendenzen, die ohnehin vorhanden sind. Durch aktuelle Ereignisse und öffentliche Empörungen, aber auch durch Skandale oder Enthüllungen werden sie in die Welt gebracht, wobei sich über die Jahrhunderte lediglich die Medien änderten. Früher nannte man abweichende Verhaltensweisen „Perversionen“, in neueren Schriften heißen sie „Paraphilien“. Heute sind sie weitgehend von den <em>abwertenden psychiatrisch-psychologischen Begriff </em>befreit, werden jedoch immer noch nicht als Teil der lustvollen sexuellen Begegnungen angesehen. <br />
<br />
<strong>Lust ohne feste Muster - das 21. Jahrhundert </strong><br />
<br />
Spürbare Veränderungen gab es durch Veröffentlichungen von Personen, die sich nicht weder als „Queer“ (1) noch als „CIS“ (2) einstufen lassen wollten. Sie bestanden vielmehr darauf, das eigene Leben in einer Weise zu gestalten, die überhaupt keinem fest gefügten Muster folgt. <br />
<br />
So – nun haben wir schon die Schwelle zum 21. Jahrhundert erreicht. Wahrscheinlich kennt jeder die riesige Welle von Gesprächen über die Schmerzlust, die vor allem „Frauen in mittleren Jahren“ faszinierte: die „50 Shades of Gray“.<br />
<br />
<strong>Die Lust am Schmerz im Taschenbuch </strong><br />
<br />
Das war keinesfalls die erste Welle, die sinnliche Schläge in die Buchhandlungen brachte. Schon gegen 1995 gab es eine ganze Reihe extrem erotischer Taschenbücher über lustvolle Schläge. Sie standen ganz offiziell in Buchhaltungen an für alle zugänglichen Ständern – und sie waren wirklich preiswert – 1998 kostete sie beispielsweise unter fünf GPB. Die meisten wurden angeblich von Frauen geschrieben und viele von ihnen handelten in Internaten. Der Unterschied zur heutigen „Mütterlein-Pornografie“ lag darin, dass ihre Auflagen klein waren und die Verleger sich an einen begrenzten Kreis von Interessentinnen wandten. Etwas gestelzt wird in einem Vorwort behauptet (3):<br />
<br />
<blockquote>Diese Memoiren eignen sich hervorragend für die Verbreitung unter einer anspruchsvollen Leserschaft, der die Bildung und angemessene Erziehung junger Damen am Herzen liegt.</blockquote><br />
<strong>Wie Frau Berkleys Ruhm verblasste und ihr Pferd zum Erotik-Star wurde</strong><br />
<br />
<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:854 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="820"  src="https://sehpferd.de/uploads/ber_leitermotiv_an_zg1.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Das Berkley-Pferd als Leiter gegen 1900</figcaption></figure><br />
Springen wir mal zurück zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Die wundersamen Legenden über Frau Berkley verblassten – lediglich das Pferd erinnerte weiterhin an sie. Doch in der illustrierten Erotik nach 1900 wurde es so gut wie nur noch als Leiter dargestellt, auf die junge Frauen in absurder Weise und in lächerlichen Positionen festgebunden wurden, um eine Züchtigung zu erfahren. Die „Äbtissinnen“, wie man die Betreiber nannte, verschwanden mehr und mehr und mehr aus der Öffentlichkeit. Da es bei den Gentlemen nach wie vor einen Bedarf an „strenger Erziehung“ gab, wurde dieser „privat“ von Einzelpersonen gedeckt. Diese Variante war nicht allein auf das Vereinigte Königreich beschränkt, sondern hatte überall Liebhaber – beispielsweise in Österreich, Ungarn und Deutschland. <br />
<br />
<strong>Die Rolle - mal aktiv, mal passiv</strong><br />
<br />
Die Tendenz, auch die Rollen zu wechseln, also sich innerhalb der erotischen Rollenspiele auch auf die passive Rolle einzulassen, war nicht nur in erotischen Romanen der absolute Favorit. Auch in der Realität gab es entsprechende Angebote, so beispielsweise, sich als <em>Internatsschülerin, Zimmermädchen, Krankenschwester, Sekretärin oder Reiterin </em>einzukleiden. Am Aufwand für derartige Sitzungen lässt sich ablesen, dass die angebotenen Rollenspiele oft als „großes Theater“ aufgeführt wurden. <br />
<br />
<strong>Der Abschied von der Rute </strong><br />
<br />
Was fast vor allem völlig aus dem Gesichtsfeld verschwand, waren die Ruten, die in der viktorianischen Epoche besonders häufig auf die Gesäße der Damen und Herren abgewendet wurden. Der plausibelste Grund besteht darin, dass Birkenruten sehr sorgfältig gepflegt werden müssen, um ihre Biegsamkeit zu gewährleisten. So kam es, dass andere Instrumente der Züchtigung an ihre Stelle traten.<br />
<br />
Ob der Rohrstock für sinnliche Rollenspiele tatsächlich am besten geeignet ist, wird oft bezweifelt, weil es zu schnell zu viel Schmerz erzeugt. Das runde ich noch mit einem Zitat aus einer frivolen Quelle ab (4):<br />
<br />
<blockquote>Schläge mit der Birkenrute sorgen für einen heftigen Schmerz, der jedoch schnell wieder nachlässt, sodass man die Prozedur am Gesäß innerhalb kurzer Zeit mehrfach wiederholen kann. </blockquote><br />
Ob es so etwas wir „flagellantische Nostalgie“ gibt? Ich hörte zumindest davon, dass sich manche Menschen danach sehnen. <br />
<br />
<strong>Zitate und Bildnachweis:</strong><br />
<em><br />
(1) Bezeichnung aus dem Jargon (2026) der LBGT-Szene für alle, die sich nicht als Heterosexuell einstufen.<br />
(2) Bezeichnung aus demselben Jargon für alle. die sich weiterhin als Heterosexuell bezeichnen. <br />
(3) Zitiert nach dem Vorwort von "A.S": in "Private Memoirs of a Kentish Headmistress. Ähnliche Behauptungen finden sich überall.<br />
(4) aus einer unzuverlässigen, aber dennoch immer wieder zitierten Schrift über den Gebrauch von Rute und Rohrstock. <br />
Bild oben: Standbild aus einem Film über die Viktorianische Epoche, erotisch, aber humorvoll aufgemacht. <br />
Bild unten: Zwei Beispiele auf langen Leitern (Anonym). </em> ]]>
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        <dc:subject>19 jh</dc:subject>
<dc:subject>20 jh</dc:subject>
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            <name>sehpferd</name>
                    </author>
    
        <published>2026-06-19T07:07:00Z</published>
        <updated>2026-06-25T07:42:11Z</updated>
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        <title type="html">Was ist wahr an der Geschichte um Frau Berkley und ihr Bordell in London?</title>
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            <![CDATA[<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:862 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="1219"  src="https://sehpferd.de/uploads/1895_police_news.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Flagellation eines Mannes - nicht nur in England</figcaption></figure><strong>Prolog</strong><br />
<br />
<em>Tatsache? Wahrheit? Gerücht? Was war wirklich los mit dieser Frau Berkley, die gelegentlich als als „Königin der Flagellationsbordelle" bezeichnet wurde? <br />
<br />
Ich habe mir dazu drei Kategorien ausgewählt, etwa so: „Was an der Geschichte der Theresa Berkley ist bewiesen, was fragwürdig und was zweifelhaft?"  <br />
<br />
Parallel dazu habe ich einfachere, recht unspezifische Anfragen über die Glaubwürdigkeit der Berkley-Legende gestellt. Sie bilden sozusagen den „Mainstream"   der im Internet vertretenen „Tatsachen", die nur einen begrenzten Wahrheitswert haben. Die Ergebnisse präsentiere ich heute - ich habe sie teilweise stark vereinfacht dargestellt.</em><br />
<br />
<strong>Entspricht die heutige Sicht von Theresa Berkley der historischen Wirklichkeit?</strong><br />
<br />
<em><strong>Mainstream: </strong></em><br />
<br />
<blockquote>„Sie war eine reale historische Persönlichkeit, die im späten gregorianischen bzw. frühen viktorianischen Zeitalter mit London in Verbindung stand.“</blockquote><br />
<strong>Die Prüfung - begrenzte Glaubwürdigkeit </strong><br />
<br />
Die einzige überprüfbare Quelle ist Henry Spencer Ashbee, der die Figur in die Geschichtsschreibung einbrachte. Weitere Belege fehlen, zum Beispiel über „den Bruder, der Missionar war“ oder den Verwalter ihres Nachlasses, den angeblichen „Dr. Vance“. Zwar wird eine mögliche Adresse von Frau Berkleys Bordell angegeben (Charlotte Street 28, Portland Place), aber sie konnte nicht verifiziert werden. Ashbee selber glaubte aber ganz offensichtlich an ihre historische Existenz. <br />
<br />
Relativ leicht fällt hingegen der Beweis, dass sie die genannte Summe von <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2185-Frau-Theresa-Berkley-und-die-Tarife-fuer-sinnlichen-Pruegel.html">10.000 Pfund Sterling</a> in kurzer Zeit verdienen konnte, <br />
<br />
<strong>Wie verlässlich ist die Sichtweise von Henry Spencer Ashbee?</strong><br />
<br />
<em><strong>Mainstream: </strong></em><br />
<br />
<blockquote>„Der wohlhabende Geschäftsmann und Bibliograf Henry Spencer Ashbee (1834–1900) gilt als einer der profundesten – und faszinierendsten – Kenner der viktorianischen Gesellschaft.“</blockquote><br />
<strong>Die Prüfung: Was konnte Ashbee wirklich wissen? </strong><br />
<br />
Soweit verbürgt, hat Ashbee seine Kenntnisse über „die viktorianische Gesellschaft“ erst 1877 und 1885 veröffentlicht, also bereits gegen Ende der viktorianischen Epoche. Die Kenntnisse erwarb er sich etwa seit 1863, als er sich einem <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2183-Henry-Spencer-Ashbee-und-der-Cannibal-Club.html">informellen Kreis</a> von Wissenschaftlern, Buchliebhabern und Autoren anschloss. Am besten nachgewiesen sind seine Kenntnisse über erotische Literatur. Auf diesem Gebiet bewies er also genügend Sachverstand. <br />
<br />
Die Meinung von einigen Literaturhistorikern, Ashbee könnte Autor oder Mitautor des Romans „My Sectret Life“ sein, führte dazu, ihn als „profunden Kenner“ der viktorianischen Ära anzusehen. Andererseits wird seine Autorenschaft aber bestritten. <br />
<br />
<strong>Behauptungen, die auch „offiziell"   als zweifelhaft gelten</strong><br />
<br />
<em><strong>Mainstream (Zusammengefasst) </strong></em><br />
<br />
<blockquote> Schlecht belegt ist, dass Frau Berkley  im modernen Sinne eine Betreiberin eines Luxusbordells war.</blockquote><br />
<strong>Die Prüfung: Die Geschichte wird durch Glanz und Ruhm veredelt.</strong><br />
<br />
Als zweifelhaft gilt vor allem der Ruhm von Frau Berkley, den sie zu Lebzeiten genoss, aber auch die Exklusivität ihrer Klientel sowie die prachtvolle Ausstattung ihres Bordells. Diese Behauptungen wurden benutzt, um das Besondere an Frau Berkleys Etablissement zu betonen und dienten vor allem dazu, die Geschichte „glorioser“   erscheinen zu lassen.  <br />
<br />
<strong>Umstritten oder unbeweisbar: die kreative Frau Berkley</strong><br />
<br />
Neben den zweifelhaften Behauptungen wurden mir noch folgende umstrittene oder unbeweisbare Behauptungen genannt. Sie alle sind also weder historisch beweisbar noch ausreichend belegt. Selbst im „Mainstream“ werden sie bereits bezweifelt.<br />
<br />
<em><strong>Mainstream (Detailliert) </strong></em><br />
<br />
<blockquote>1.	Die Erfindung des Berkley-Horse nach der Zeichnung, die von Ashbee erstellt wurde. <br />
2.	Die Erfindung und/oder Nutzung irgendeines anderen Prügelbocks, der ungewöhnlich war. <br />
3.	Ihre angeblichen Memoiren und ihr Kontakt zu anderen Autoren und Verlegern.<br />
4.	Ihre gesamte Korrespondenz sei vernichtet worden oder verschollen. <br />
5.	„Biografische Anekdoten“, vor allem solche, die von angeblichen „Augenzeugen“ stammen sollen. </blockquote><br />
<strong>Die Prüfung: Niemand hat etwas gesehen, keiner etwas gelesen</strong><br />
<br />
In diesem Fall kann ich die Begründung abkürzen: Was weder Henry Spencer Ashbee noch irgendjemand sonst jemals gesehen, gelesen oder beobachtet hat, kann nicht als „historisch zuverlässig“ betrachtet werden. Was die Memoiren betrifft, war Ashbee offenbar selbst der Meinung, dass sie bei einem Verleger der damaligen Zeit auf Veröffentlichung warten würden – ein Trugschluss, wie sich bald zeigte. <br />
<br />
<strong>Epilog</strong><br />
<br />
<em>Die Legende von der „berühmten Bordellbesitzerin Theresa Berkley“ kann entweder auf der Geschäftstätigkeit einer anderen Persönlichkeit zu jener Zeit beruhen, die auf keinen Fall genannt werden wollte. Sie kann aber auch auf einer Legende beruhen, die durch den Tod einer historischen Person ausgelöst wurde. Diese beiden und viele andere Möglichkeiten legen nahe, dass jemand versuchte, eine Art „Memoiren“ zu verfassen, dann aber einsehen musste, dass es nicht genügend Material darüber gab. <br />
<br />
Es mag viele Wahrheiten geben. Eine historische Wahrheit, eine Wahrheit im Glauben an etwas oder auch nur die eigene Wahrheit im Kopf der Autoren. <br />
<br />
Wenn es eine allgemeine Wahrheit gäbe, so müsste sie sehr gut fundiert sein. Das alles trifft auf die „Legende von der Frau Berkley“ nicht zu. Um meine Ansicht zu widerlegen, müsste ein Historiker mindestens Spuren ihrer kompletten Lebensgeschichte finden. Soweit mir bekannt, hat dies nie jemand ernsthaft versucht. <br />
<br />
Und so zitiere ich gerne Lewis Carroll, aus seinem bekannten Kinderbuch „Alice im Wunderland“. Es erschien 1865. </em><br />
<br />
<blockquote>„Wenn es keinen Sinn ergibt“, sagte der König, „erspart uns das eine Menge Ärger – wir brauchen nämlich gar nicht erst zu versuchen, einen zu finden.“</blockquote><br />
<br />
<em>Bild: Aus einem Polizei-Magazin, 1895.</em> <br />
<br />
Original-Zitat:<br />
<br />
<em>„If there’s no meaning in it“, said the King, „that saves a world of trouble, you know, as we needn’t try to find any.”</em><br />
<br />
<em>Hinweis: Für die Fragestellungen (also nicht für meinen persönlichen Beitrag) habe ich künstliche Intelligenz verwendet. </em> <a class="block_level" href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2191-Was-ist-wahr-an-der-Geschichte-um-Frau-Berkley-und-ihr-Bordell-in-London.html#extended">Continue reading "Was ist wahr an der Geschichte um Frau Berkley und ihr Bordell in London?"</a>]]>
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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2192-Inhaltsverzeichnis-Theresa-Berkley-Viktorianische-Zeit-Wahr-oder-Erfunden.html" rel="alternate" title="Inhaltsverzeichnis &quot;Theresa Berkley&quot; - Viktorianische Zeit - Wahr oder Erfunden?" />
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            <name>Gebhard Roese</name>
                    </author>
    
        <published>2026-06-02T15:29:00Z</published>
        <updated>2026-06-22T17:28:54Z</updated>
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        <title type="html">Inhaltsverzeichnis &quot;Theresa Berkley&quot; - Viktorianische Zeit - Wahr oder Erfunden?</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 720px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:863 --><img class="serendipity_image_center" width="720" height="67"  src="https://sehpferd.de/uploads/berkley_header.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Theresa Berkley bei Sehpferd - die Inhalte</figcaption></figure><strong>1. Einführung</strong><br />
<br />
Theresa Berkley - <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2180-Die-Moeglichkeit-von-Fake-News-zu-Urgrossvaters-Zeiten.html">Fake News vor 200 Jahren?</a><br />
<br />
Großes Theater - <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2178-Die-Geschichte-einer-seltsamen-Dame,-die-sich-Berkley-nannte.html">die angeblichen Fakten mit Humor</a>.<br />
<br />
<strong>2. Henry Spencer Ashbee  - der Urheber der Legende.</strong><br />
<br />
Der <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2183-Henry-Spencer-Ashbee-und-der-Cannibal-Club.html">Klub der Kannibalen</a> - Kontakte knüpfen.<br />
<br />
Herr Ashbee als <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2184-Der-wundersame-Pisanius-Fraxi-und-seine-Quellen.html">Pisanus Fraxi</a> - die Quelle, aus der die Legende kam.<br />
<br />
Ein Vermögen mit einem Bordell verdienen - <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2185-Frau-Theresa-Berkley-und-die-Tarife-fuer-sinnlichen-Pruegel.html">Verifizierung</a>. <br />
<br />
Hokus, Pokus - die <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2186-Die-verschwundenen-Memoiren-der-Theresa-Berkley.html">Memoiren und Briefe sind verschwunden</a>. Plötzlich fehlen die Nachweise.<br />
<br />
<strong>3. Das wundersame Pferd im Stall</strong><br />
<br />
Dokumentation - Vom <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2187-Das-Berkley-Horse-Vom-Zuchthaus-zum-Haus-der-Zuechtigung.html">Zuchthaus zur Züchtigung</a> - die Welt der Prügelböcke. <br />
<br />
Der Prügelbock und die Haushaltsleiter - warum das Berkley-Horse sich kaum als <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2189-Das-Berkley-Horse-als-Haushaltsleiter-und-die-koerperliche-Zuechtigung.html">Prügelbock</a> eignete. <br />
<br />
Die Nachbauten - fünf Beispiele für <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2188-Das-Berkley-Horse-und-seine-Nachbauten-ein-UEberblick.html">nachempfundene Berkley-Horses</a>.<br />
<br />
<strong>4. Von der Erotik zur Populärwissenschaft </strong><br />
<br />
Der Sprung aufs europäische Festland - <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2190-Der-Roesselsprung-oder-der-Sprung-von-der-Erotik-zur-Sexualwissenschaft.html">Doktoren und Lexika<br />
</a><br />
<br />
<strong>5. Mainstream und kritisch nachgefragt</strong><br />
<br />
Die <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2191-Was-ist-wahr-an-der-Geschichte-um-Frau-Berkley-und-ihr-Bordell-in-London.html">Bewertung der Legende 2026</a> <br />
<br />
<strong>6. Nachträge - auf Lustsünden.de</strong> <br />
<br />
<a href="https://lustsuenden.de/index.php?/archives/82-Was-macht-eine-Gouvernante-mit-einer-Leiter.html">Was machten Gouvernanten eigentlich mit einer Leiter? </a><br />
<br />
<a href="https://lustsuenden.de/index.php?/archives/83-Die-luesternen-Triebe-unserer-Vorfahren.html">Wird die Schmerzsucht in England "vererbt"?</a> ]]>
        </content>
        <dc:subject>inhaltsverzeichnis berkley</dc:subject>

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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2189-Das-Berkley-Horse-als-Haushaltsleiter-und-die-koerperliche-Zuechtigung.html" rel="alternate" title="Das Berkley Horse als Haushaltsleiter und die körperliche Züchtigung" />
        <author>
            <name>sehpferd</name>
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        <published>2026-06-15T08:13:00Z</published>
        <updated>2026-06-19T10:44:01Z</updated>
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        <title type="html">Das Berkley Horse als Haushaltsleiter und die körperliche Züchtigung</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:857 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="1074"  src="https://sehpferd.de/uploads/sub_leiter_domina_x.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Das neue 20 Jahrhundert - Flagellationen auf Pseudo-Berkley-Leitern </figcaption></figure><strong>Prolog </strong><br />
<br />
<em>Vermutlich nehmen die meisten von euch an, dass in einem Flagellationsbordell in der viktorianischen Zeit vor allem sehr reiche, aber leider recht perverse Männer gezüchtigt wurden. <br />
<br />
Begründet wird dies im Allgemeinen mit der sogenannten „englischen Erziehung“, also der Prügelstrafe, die seinerzeit in den meisten Schulen üblich war. Doch die wirklich wollüstigen Geschichten jener Zeit stammen aus Besserungsanstalten oder aus anderen Einrichtungen, in denen „körperliche Züchtigung“ (angeblich oder tatsächlich) zum Alltag gehörte. Ob wahr oder unwahr – literarisch aufbereitet versprachen die Bücher einen satten Profit. In ihnen fanden die Männer der damaligen Zeit das, was sie erhofft hatten: Es ging um junge Frauen, die körperlich gezüchtigt wurden – und zwar überwiegend vor anderen Frauen. Zur  Erinnerung:  bis ca. 1899 kannten fast ausschließlich die Leser(innen) der Werke von Pisanus Fraxi (Henry Spencer Ashbee) den Begriff "Berkley-Horse".  </em> <br />
<br />
<strong>Blicke in die Erziehung junger Damen in einem viktorianischen Magazin</strong><br />
<br />
Der Wechsel von der schlagenden Bordellwirtin zur geschlagenen jungen Frau fand in der Literatur schon zu Praxis Lebzeiten ihren Niederschlag. Wir behalten dabei das "Berkely Horse" im Augen und werfen dazu recht vorsichtig einen Blick in das erotische Monatsmagazin „The Pearl“ – zunächst mal nur textlich (Seite 464 der Gesamtausgabe).<br />
<br />
<blockquote>Schließlich … wurde (jede von uns) von einer Erzieherin in den Raum geführt, der eigens für Bestrafungen eingerichtet war und genutzt wurde. Er wurde durch ein Dachfenster erhellt und war mit Leitern, „Berkeley-Pferden“ und anderen Vorrichtungen ausgestattet, etwa von der Decke herabhängenden Seilen sowie Ringen im Boden und an der Decke, an denen widerspenstige Übeltäter festgebunden werden konnten.</blockquote><br />
An anderer Stelle wir die „Leiter“ ähnlich beschrieben, wie Fraxi sie darstellte, diesmal „mit rotem Flanell bespannt“.<br />
<br />
<blockquote>Bald darauf wurde ich in ein unbenutztes Zimmer gebracht, das ich noch nie zuvor betreten hatte; es war kaum möbliert – abgesehen von einem Teppich und einem bequemen Sessel. An den Wänden hingen jedoch mehrere Reisigbündel, und in einer Ecke stand ein Gestell, das einer Trittleiter ähnelte, aber mit rotem Flanell bespannt war und über sechs Ringe verfügte: zwei auf halber Höhe, zwei unten und zwei oben.</blockquote><br />
Das Pferd wird auch an anderer Stelle noch erwähnt, teils auch, um die Entkleidung plastisch zu beschreiben:<br />
<br />
<blockquote> „Komm, liebe Rosa, mach keine Schwierigkeiten und verärgere deinen Großvater nicht noch mehr“, sagte Mrs. Mansell, während sie meinen Rockbund löste. „Streif dein Kleid ab, während die Mädchen das Pferd in die Mitte des Zimmers stellen.“</blockquote><br />
Irgendjemand hat diese Szenen damals sogar illustriert, und ich habe eine "abgemilderte", aber technisch deutlich verbesserte und entfleckte Version gefunden, mit der ich hier auch optisch demonstrieren will, wie die Zeichner das angebliche "Berkley Horse" sahen: <br />
<br />
<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:850 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="685"  src="https://sehpferd.de/uploads/das_leitermotiv_nachkoloriert.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Nach einer zeitgenössischen Zeichnung, technisch nachgebessert </figcaption></figure><br />
Das Leitermotiv kommt in zahllosen erotischen Romanen jener Zeit vor. Diese Beispiele sind, so weit ich weiß, anonym. Ich kenne sie nur in dieser relativ schlechten Qualität:  <br />
<br />
<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:854 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="820"  src="https://sehpferd.de/uploads/ber_leitermotiv_an_zg1.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Ähnliche Motive, möglicherweise vom gleichen Künstler</figcaption></figure><br />
Auch die folgenden Zeichnungen von einem Künstler, sich "Giglio" nennt, nutzen das Leitermotiv bei einer Züchtigung.<br />
<br />
<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 784px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:855 --><img class="serendipity_image_center" width="784" height="570"  src="https://sehpferd.de/uploads/giglio_2_3.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Die Leiter wird allenthalben genutzt, um erotisch Züchtigungen darzustellen. </figcaption></figure> <br />
<br />
<strong>Epilog</strong><br />
<br />
Die Frage, warum das angeblich Berkley-Horse lange Zeit als Leitergestell durch die Literatur geisterte, ist einerseits darauf zurückzuführen, dass die Zeichnung von Fraxi diesen Eindruck unterstützte. Andererseits wusste jeder Illustrator, wie er einen Menschen auf einer Leiter erotisch attraktiv in Szene setzen konnte. Doch mit Fraxis Beschreibung war nicht viel anzufangen – und nur wenige Menschen hatten vor 1900 jemals davon gelesen. Das wurde erst anders, als man gegen Ende des 20. Jahrhunderts auf die Idee kam, das <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2188-Das-Berkley-Horse-und-seine-Nachbauten-ein-UEberblick.html">Berkley-Horse nachzubauen</a>.<br />
<br />
<strong>Bildnachweis: </strong><br />
<br />
<em>Titelbild: &copy; Liebesverlag.de, Juni 2026 <br />
<br />
Artikel oben, farbig:<br />
<em>Nachgebesserte Version nach einem Original, das nach einer Expertenmeinung 1879 in der Dezemberausgabe von "The Pearl" veröffentlicht wurde. Die Version, die ich hier veröffentlicht habe, wurde nach einer etwas vergilbten Vorlage des Originals angefertigt, das in der Anlage zu sehen ist.</em><br />
<br />
Mitte: <br />
Vermutlich Darstellungen des gleichen Künstlers für ein Buch. <br />
<br />
Unten: Zwei recht unterschiedliche Zeichnungen des Künstlers "Giglio", näehere Daten unbekannt. </em> <a class="block_level" href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2189-Das-Berkley-Horse-als-Haushaltsleiter-und-die-koerperliche-Zuechtigung.html#extended">Continue reading "Das Berkley Horse als Haushaltsleiter und die körperliche Züchtigung"</a>]]>
        </content>
        <dc:subject>berkeley</dc:subject>
<dc:subject>berkley</dc:subject>
<dc:subject>horse</dc:subject>
<dc:subject>magazin</dc:subject>
<dc:subject>mythos</dc:subject>
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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2190-Der-Roesselsprung-oder-der-Sprung-von-der-Erotik-zur-Sexualwissenschaft.html" rel="alternate" title="Der Rösselsprung - oder der Sprung von der Erotik zur Sexualwissenschaft" />
        <author>
            <name>sehpferd</name>
                    </author>
    
        <published>2026-06-18T12:11:00Z</published>
        <updated>2026-06-19T09:20:32Z</updated>
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        <title type="html">Der Rösselsprung - oder der Sprung von der Erotik zur Sexualwissenschaft</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:859 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="504"  src="https://sehpferd.de/uploads/die_wissenschaft_ruft.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Die Wissenschaft übernimmt ...</figcaption></figure><strong>Prolog</strong><br />
<br />
<em> In diesem Artikel ist die Rede davon, wie das Wissen über ein Londoner Flagellationsbordell nach Deutschland kam. Wer sich für den Beginn der Artikelserie interessiert, kann alle Beiträge zum Thema im Inhaltsverzeichnis finden.</em><br />
<br />
<strong>Das neue Jahrhundert - Theresa Berkley in der deutschen Literatur </strong><br />
 <br />
Das neue Jahrhundert beginnt mit einem Tusch: Deutschland interessiert sich mächtig für einen französischen Skandalautor, den „Marquis de Sade“. Jener ist zwar schon vor längerer Zeit verstorben, nämlich 1814, aber warum sollte man gegen 1900 nicht noch ein Buch über ihn und seine Zeit schreiben?<br />
<br />
Wie gedacht, so getan: Das Werk heißt „<em>Der Marquis de Sade und seine Zeit“</em> und es erschien irgendwann zwischen 189 und 1919. Im ursprünglichen Verlag erschienen mindestens acht Auflagen, wahrscheinlich also 8.000 – 15.000 Exemplare. (Soweit ich Ausschnitte veröffentliche, stammen sie aus der sechsten Auflage). Für die damalige Zeit war diese Auflage außerordentlich hoch, wenngleich ein anderes Buch, „Das Liebesleben in der Natur" von Wilhelm Bölsche, noch weitaus höher Auflagen erzielte. Die bürgerliche Welt hatte die Sexualität entdeckt. <br />
<br />
<strong>Die bürgerliche Welt und die erotischen Geheimnisse </strong><br />
<br />
Das Werk des Autors, der Autor, der als Dr. Eugen Dühren auftritt, würde heute wahrscheinlich als „populärwissenschaftlich“ bezeichnet. Es wendet sich zwar auch an „fachliche Interessierte“, denen er ein „Geheimnis erschließen“ will, doch richtet sich dieses Buch gleichwohl vor allem an die Neugierde bürgerlicher Interessenten. <br />
<br />
Dieser Mann heißt eigentlich Iwan Bloch und er wird später zu einem der ersten Sexualwissenschaftler in Deutschland. <br />
<br />
<strong>Der  Marquis de Sade und die Frau Berkley</strong><br />
<br />
Doch was hat dies alles mit der Engländerin Theresa Berkley und ihrem „berühmten Pferd“ zu tun? <br />
<br />
Im Grunde ist es ein winziger Hinweis, der sowohl die Existenz der Frau Berkley, wie auch die Memoiren und das geheimnisvolle Pferd enthielt. Im Grunde wäre zu erwarten gewesen, dass die Frau, ihre Memoiren und ihr „Horse“ längst im Rauschen des erotischen Blätterwaldes verschwunden wären. Immerhin lagen nun schon viele Jahre zwischen Frau Berkleys Tod und dem neuen Jahrhundert. <br />
<br />
Doch Dühren/Bloch zitiert Fraxi Wort für Wort – so, als ob er aus einem Geschichtsbuch zitieren würde. Hier ein kleiner Auszug aus der Seite 211:<br />
<br />
<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:858 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="282"  src="https://sehpferd.de/uploads/england_ist_bekanntlich.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Die berühmteste Geißlerin in England? </figcaption></figure>Nun interessieren Iwan Bloch (1) und  Albert Eulenburg (2) durchaus aus anderen Gründen, und ihre Werke haben sicherlich die Sexualforschung bereichert. Doch gelang ihnen – sozusagen „im Vorübergehen“ auch der Rösselsprung des Berkley-Pferdes, samt Erfinderin und der nicht existenten Memoiren. <br />
<br />
<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:861 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="679"  src="https://sehpferd.de/uploads/von_london_nach_deutschland.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Über den Kanal nach Deutschland mit Ross und Reiter</figcaption></figure><br />
Die Königin wird nach Deutschland umgesetzt - die Wissenschaft "übernimmt"</figcaption></figure>Seither steht die Geschichte nicht in irgendeinem Buch über erotische Schriften, das zu diesem Zeitpunkt kaum jemand kannte. Nein, mit dem Sprung über den Ärmelkanal wurde sie alle Teile der seriösen Wissenschaftsgeschichte – sozusagen das erotische Kulturerbe des „englischen Lasters“. <br />
<br />
Der weitere Weg ist bekannt: Die Mär von Frau, Pferd und Memoiren zog sich durch viele Sittengeschichten. Im Jahr 1930 wurde sie in ein namhaftes Lexikon übernommen und seither ist sie fester Bestandteil des „Wissens“.<br />
<br />
<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:823 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="1452"  src="https://sehpferd.de/uploads/berkley_lexikomon_bilder_lex_1930_na_1961.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Der Ursprung im Lexikon - 1930</figcaption></figure><br />
<br />
Die letzte Entwicklung: Über die sozialen Netzwerke und mithilfe von KI wird die wundersame Geschichte kritiklos fortgetragen und mit zusätzlichen Schnörkeln versehen. <br />
<br />
<strong>Fakten und Gerüchte über Frau Berkley - was habe ich erfahren?</strong><br />
<br />
Wenn ihr nun wissen wollt, welche Fakten über die sagenhafte Frau Berkley existieren und was ihr nach ihrem Tod angedichtet wurde, dem biete ich noch an, <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2191-Was-ist-wahr-an-der-Geschichte-um-Frau-Berkley-und-ihr-Bordell-in-London.html">meine Recherchen zu verfolgen</a>. Dabei habe ich ein kleines Hilfsmittel benutzt, nämlich eine qualifizierte Internet-Abfrage darüber, was als bewiesen gilt, was zweifelhaft erscheint und was wahrscheinlich erfunden ist. Kurzgefasst: <em> Die Faktenlage ist denkbar schlecht. <br />
</em><br />
<strong>Quellen:</strong><br />
<em><br />
1. Quelle Online: <a href="https://archive.org/details/neueforschungenb00dhre/mode/2up">Archive.org</a><br />
2. Vollständiger Beitrag auf <a href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/91/Sadismus_und_Masochismus_%28IA_sadismusundmasoc00eule%29.pdf">WikiCommons</a>.<br />
Beitrag vom gleichen Autor auf "sehpferd"- <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/78-Englische-Erziehung-einmal-ganz-anders.html">Englische Erziehung einmal anders</a>.<br />
<br />
Bildquellen: Liebesverlag.de <br />
Oben: Zeichnung und Collage unter Verwendung eines historischen anonymen Fotos. <br />
Unten: Foto mit Figuren aus "Alice im Wunderland". </em> <a class="block_level" href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2190-Der-Roesselsprung-oder-der-Sprung-von-der-Erotik-zur-Sexualwissenschaft.html#extended">Continue reading "Der Rösselsprung - oder der Sprung von der Erotik zur Sexualwissenschaft"</a>]]>
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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2188-Das-Berkley-Horse-und-seine-Nachbauten-ein-UEberblick.html" rel="alternate" title="Das Berkley-Horse und seine Nachbauten - ein Überblick" />
        <author>
            <name>redaktionsteam sehpferd</name>
                    </author>
    
        <published>2026-06-16T07:34:00Z</published>
        <updated>2026-06-19T09:13:41Z</updated>
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        <title type="html">Das Berkley-Horse und seine Nachbauten - ein Überblick</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:860 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="821"  src="https://sehpferd.de/uploads/ein_pruegelbock_ist_ein_bock_1024.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Nein, dies ist nicht der Bock, den angeblich Frau Berkley schuf</figcaption></figure><strong>Prolog</strong><br />
<br />
<em>Die angeblich „offizielle“ Zeichnung des „Berkley-Horse“ soll von Pisanus Fraxis stammen, also von George Spencer Ashbee. Alle anderen Berichte über bestehende „Zeichnungen“ haben sich als Schall und Rauch erwiesen – egal, wann etwas darüber behauptet wurde und wer es behauptet hat.</em><br />
<br />
<strong>Warum Herr Ashbee kein guter Zeitzeuge für das "Berkley Horse" ist </strong><br />
<br />
Herr Ashbee war weder Konstrukteur, noch war er Schreiner oder gar Designer für Bordellmöbel. Und ob das, was er zeichnete, einem Gebrauchsmöbel entsprechen würde, war ihm sichtlich egal. <br />
<br />
<!-- s9ymdb:829 --><img class="serendipity_image_left" width="120" height="126"  src="https://sehpferd.de/uploads/fraxi_horse_small.png"  loading="lazy" alt="">Dennoch wurden nach der vorliegenden Zeichnung allerlei Nachbauten angefertigt – solche, von denen wir wissen und auch solche, die nie veröffentlicht wurden. In manchen Fällen wurden sie aus der „Werbung“ für einer „Domina“ bekannt, in einem Fall stand ein solches Gerät zum Verkauf.<br />
<br />
<strong>Standfest und stabil - und dabei noch ausgesprochen flexibel? </strong><br />
<br />
Die Konstrukteure mussten ihr Design zunächst an die Proportionen existierender Personen anpassen, dann aber auch dafür sorgen, dass die Ergebnisse standfest genug waren. Sie gingen in keinem Fall davon aus, dass die von Fraxi in seinen Texten angeben Flexibilität auf diese Weise erreicht werden konnte. Allerdings sollten sie ähnlich aussehen und möglichst etwas flexibler in der Handhabung sein. <br />
<br />
Ob dies erreicht wurde, könnten im Prinzip nur die entsprechenden Auftraggeberinnen beurteilen. <br />
<br />
Für eine Gegenüberstellung einiger dieser „Horses“ haben wir versucht, eine maßstabgerechte Zeichnung des Vorderteils ohne Neigung darzustellen, und eine Person dazu abzubilden. Naturgemäß war dies sehr schwierig, vor allem angesichts der einzigen Vorlage, die es für das angebliche „Original“ („A“) gab. <br />
<br />
<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 2048px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:849 --><img class="serendipity_image_center" width="2048" height="1702"  src="https://sehpferd.de/uploads/fuenf_berkley_horses.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Der erste  Versuch eines Vergleichs - Berkley Horse und vier Nachbauten</figcaption></figure><br />
Wir haben dazu das angebliche „Original“ sowie vier bekanntgewordene Kopien in einer Darstellung unterzubringen. Dabei wurde deutlich, dass die Versionen „B“ und „E“ wahrscheinlich die besten Voraussetzungen für den Einsatz bieten. In der Version „E“ ist es auch möglich, die Hände über dem Kopf zu fixieren - es hat andere Proportionen als die übrigen Modelle und wirkt auf Fotos deutlich stabiler und standfester als in der vorliegenden Zeichnung.<br />
<br />
Im letzten Jahr ist ein neuer Nachbau in traditioneller Bauweise aufgetaucht, die der dargestellten Version „B“ sehr ähnlich ist. Die Konstrukteure, Erbauer oder Eigentümer(innen) sind mir nicht bekannt, und die Darstellungen müssen nicht zwangsläufig in allen Details den Originalen entsprechen.<br />
<br />
Interessant daran ist auch, dass Fraxis  „Berkley-Horse“ immer wieder als Leiter dargestellt wurde. Aus dem Jahr 2023 stammt diese<a href="https://historyofthedominatrix.com/blogs/blog/behind-the-scenes-set-of-19th-century-governess-theresa-berkley-for-sky-tv"> Bemerkung:</a><br />
<br />
<blockquote>Wie wäre es, wenn ich statt eines brandneuen „Berkley Horse“ diese antike Bockleiter mit ihrem wunderbaren, aufwendig konstruierten Klappmechanismus aus Eisen kaufen und sie zu einem „Berkley Horse“ umbauen würde?</blockquote><br />
<strong>Mehr über das "Berkley Horse" in Vergangenheit und Zukunft</strong><br />
<br />
Wohin nun? In die Zukunft? Oder noch einmal zurück in die Zeit, als das „Berkley Horse“ ganz selbstverständlich als Leiter dargestellt wurde? Wenn ich es mal so ausdrücken darf: In der Zukunft (Deutschland ab ca. 1900) wird wissenschaftlich moralisiert, in der Vergangenheit (überwiegend England zwischen 1890 und 1910) werden Frivolitäten dargestellt. <br />
<br />
<strong>Epilog </strong><br />
<br />
Die wundersame Erfindung der Theresa Berkley könnte aus technischer Sicht wirklich existiert haben. Aber dann würde der Prügelbock anders aussehen als in der Skizze von Pisanus Fraxi. Gegen 1899 wurde das "Berkley Horse" erstmalig von Dr. Eugen Dühren (Iwan Bloch) erwähnt - und damit hatte es den Rösselsprung vom erotischen Bücherklub zur "Darstellung des <a href="https://archive.org/details/b29012557 ">Geschlechtslebens in England</a>" (1903) geschafft. Dieser Beitrag ist der letzte zum Thea "Berkley Horse". Über die "Wiederbelebung" der Legende könnt ihr im nächsten Abschnitt nachlesen. <br />
<br />
Bildnachweis:<br />
<br />
<em>Für das angebliche Original: Pisanus Fraxi.<br />
Alle Zeichnung erstellt, maßstäblich angepasst und gegenübergestellt: &copy; 2026 by liebesverlag.de </em><br />
<br />
<strong>Epilog</strong><br />
<br />
<em>Nun habe ich doch tatsächlich drei Beiträge über das geheimnisvolle "Berkley Horse" geschrieben. Der erste handelte von verschiedenen "Böcken" (Horse oder Pony genannt) zur Züchtigung in Gefängnissen und "Besserungsanstalten". Der zweite von der angeblichen Erfindung durch "Frau Berkley", der zu skurrilen Zeichnungen und Fotos führte. Dieser Artikel beschäftigt sich ausschließlich mit den Nachbauten. Wie die Legende in deutsche Lexika kam, habe ich bereits im Eingangskapitel erwähnt - und dazu gibt es noch einen kleinen Beitrag über zwei honorige Mediziner, die den Herrn Ashbee für einen kompetenten Zeitzeugen hielten.</em><br />
 <a class="block_level" href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2188-Das-Berkley-Horse-und-seine-Nachbauten-ein-UEberblick.html#extended">Continue reading "Das Berkley-Horse und seine Nachbauten - ein Überblick"</a>]]>
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        <dc:subject>berkeley</dc:subject>
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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2187-Das-Berkley-Horse-Vom-Zuchthaus-zum-Haus-der-Zuechtigung.html" rel="alternate" title="Das Berkley Horse: Vom Zuchthaus zum Haus der Züchtigung" />
        <author>
            <name>sehpferd</name>
                    </author>
    
        <published>2026-06-13T13:40:00Z</published>
        <updated>2026-06-19T09:09:36Z</updated>
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        <title type="html">Das Berkley Horse: Vom Zuchthaus zum Haus der Züchtigung</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:852 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="1143"  src="https://sehpferd.de/uploads/zuechtigung_ueber_dem_bock.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Auf einem Bock gezüchtigt ...</figcaption></figure><strong>Prolog</strong><br />
<br />
<em>Der Begriff „Horse“ (Pferd) mag für die meisten von uns ungewöhnlich sein. Doch eigentlich ist es nichts als ein Bock, ähnlich dem „Turnbock“, den wir in Deutschland als Sportgerät benutzen. (Englisch auch „Pommel Horse“ genannt). Ein ähnliches Wort finden wir auch noch im „Sägebock“, also einem relativ stabilen Ständer, den man benötigt, um Holz zu sägen. Habe ich zu weit ausgeholt? Nun, ein Bock bleibt ein Bock, und in der Welt der Flagellation ist es eben eine Vorrichtung, auf die der „Kunde“ geschnallt wird, um gezüchtigt zu werden. <br />
<br />
Man sagt, eine Rose ist eine Rose, wenn sie aussieht wie eine Rose und  eine Ente ist eine Ente, wenn sie schnattert wie eine Ente.  Nur die Vorrichtung, einen Menschen zu fesseln, um ihn zu verprügeln, hat kein bestimmtes Aussehen. </em><br />
<br />
<strong>Wieso strafte und züchtigte man eigentlich "auf einem Bock"?</strong><br />
<br />
<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:843 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="1059"  src="https://sehpferd.de/uploads/Strafe_im_Harem_17_JH_aus_harem_stuttgart_1997.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Der Beginn der Züchtigung im 17. Jahrhundert</figcaption></figure><br />
Die erste Idee, jemandem auf einem „Bock“ zu züchtigen, ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass man dabei keine „dritte Person“ benötigt. Zuvor war es so, dass der zu Bestrafende einen anderen Menschen umhalsen musste, der gezüchtigt werden sollte. <br />
<br />
Der Hals ließ sich natürlich durch eine Nachbildung ersetzen, und schon haben wir ein „Pony“, das nach zeitgenössischen Zeichnungen in Zuchthäuser verwendet wurde. Man nannte es wohl „Pony“, weil es vor allem zur Bestrafung von Jugendlichen diente, wie in der Abbildung dargestellt. Solche Geräte mussten fest, aber dennoch flexibel (z. B. auf Schienen) an Boden oder Wand befestigt werden.<br />
<br />
<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:844 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="776"  src="https://sehpferd.de/uploads/clerkenwell_house_of-Correction_pony_1874_small.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Das Pony wird einer Besucher-Ehepaar erklärt (1874), Zeitungsbericht</figcaption></figure> <br />
Immerhin ist ein Pony auch ein Pferd. Doch bei den buchstäblich „schweren Jungs“ nutzte man lieber fest installierte, aber dennoch verstellbare Rahmen, etwa das gezeigte Gestell, ein "Whipping Frame". Auch diese Konstruktionen waren verstellbar. Auf manchen Zeichnungen und Fotografien sind Varianten dieser Vorrichtung dargestellt, die so verstellt werden können, dass ausschließlich das Gesäß geschlagen werden konnte - also nicht, wie vielfach üblich, ausschließlich der Rücken.  <br />
<br />
<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:845 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="1580"  src="https://sehpferd.de/uploads/zuchthaus_frame_nach_froto_von_1910.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Schwere Geräte aus dem Zuchthaus - im Grunde sehen sie aus wie Leitern.</figcaption></figure><br />
Nun haben wir einige Bilder gesehen. Doch wie ordnen sich die anderen Konstruktionen ein, die auch als "Prügelböcke" bezeichnet werden?<br />
<br />
Dazu existiert eine anonyme Zeichnung eines Mannes, der zur Züchtigung auf einem großen Prügelbock in Form eines etwas veränderten Sportgeräts geschnallt wurde. <br />
<br />
 <figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1025px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:848 --><img class="serendipity_image_center" width="1025" height="809"  src="https://sehpferd.de/uploads/cheval_de_berkley.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Das Cheval de Berkeley - in zeitgenössischer Darstellung</figcaption></figure><br />
<strong>Die wundervolle Maschine der Frau Berkeley in Dichtung und Wahrheit</strong><br />
<br />
Angeblich soll das „Berkley Horse“ für alle Körpergrößen geeignet gewesen sein, und es soll in jedem gewünschten Winkel verstellbar gewesen sein, sogar vielfach. Das war mit den Mitteln der damaligen Zeit durchaus möglich, aber nicht mit einer einfachen Leiterkonstruktion, die uns Fraxi mit seiner Skizze als das „Berkley Horse“ vorstellte. Kurz: Die mit Leder bezogene Leiterkonstruktion ist auf keinen Fall identisch mit dem, was im Text beschreiben wurde. Eine solide Holzkonstruktion, unter der auch noch eine „auf einem Stuhl sitzende Frictrix“ Platz gehabt hätte, wäre ohnehin wesentlich stabiler als das „Berkley Horse“ in der Zeichnung. Es ist weder belastbar noch verstellbar. Und die Proportionen entsprechen eher einer Haushaltsklappleiter. <br />
<br />
Zunächst einmal die Beschreibung von Fraxi im Original:<br />
<br />
<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:846 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="1114"  src="https://sehpferd.de/uploads/zitat_mit_berkley_horse.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Seltsame "Fakten" über ein eigenartiges Gerät</figcaption></figure><br />
Und nun dazu die magere Skizze der leiterähnlichen Konstruktion:<br />
<br />
<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:847 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="1352"  src="https://sehpferd.de/uploads/berkley_horse_fraxi.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Ist es eine Leiter mit Polsterung? Das angebliche Berkley-Horse.</figcaption></figure><br />
<br />
Die Geschichte lässt sich auf drei Arten weiterverfolgen: einmal durch das damals sehr populäre Erotik-Magazin "The Pearl" - gegen Ende der viktorianischen Zeit. Dann in den Werken deutscher Sexualforscher zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Schließlich gewinnt es zu Beginn des 21. Jahrhunderts wieder an Interesse – als Nachbau des Prügelbocks nach der ursprünglichen Zeichnung.<br />
<br />
Bleiben wir zunächst noch in der Zeit kurz vor 1900. Da wird plötzlich ein Berkley-Horse hereingerollt - und es erweist sich als Leiter in Wort und Bild. Nun wird es Zeit, die Katze aus dem Sack zu lassen und einen Blick in die eigenartige Welt zu werfen, in der vor allem Frauen auf diese Leiter gebunden werden. Auch das ist eine Neuerung: Nachdem die Kunden von Frau Berkley vermutlich fast ausschließlich Männer waren, sie die Menschen, die nun gezüchtigt werden, werden in den erotischen Romanen, und ihren Illustrationen überwiegend Frauen an solche Holzleitern gefesselt. <br />
<br />
<strong>Epilog</strong><br />
<br />
Wenn ihr mögt, folgt mir zuerst in die <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2189-Das-Berkley-Horse-als-Haushaltsleiter-und-die-koerperliche-Zuechtigung.html">Welt der Holzleitern</a> - das Thema ist höchst amüsant und natürlich schrecklich frivol, solange wir uns in der Blütezeit der erotischen Literatur aufhalten. Dann allerdings werfen wir einen ziemlich langen Blick auf die Replikate - <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2188-Das-Berkley-Horse-und-seine-Nachbauten-ein-UEberblick.html">Nachbauten</a> eines Geräts, für das es keine Konstruktionszeichnungen gab.  <br />
<br />
Habe ich die beiden Ärzte vergessen? Oh nein ... sie sind Personen der Zeitgeschichte und werden deshalb in manchem Lexikon zum Thema des "Berkley Horse" erwähnt.<br />
<br />
<em><strong>Bildquellen: </strong><br />
<br />
Titel: Nach einer angeblich von Paul Klamm stammenden Zeichnung 2025 restauriert. Ob es ein Original ist, ist nicht bekannt.<br />
Orientalische Züchtigung: "Harem" , Stuttgart 1997, nach einer Zeichnung aus dem Jahre 1884.<br />
Züchtigung Jugendlicher: Zeitungsbericht von 1847.<br />
Zuchthaus (Erwachsene): um 1905, Demonstration aus einem Zuchthaus, grafisch aufbereitet. <br />
Sowie verschiedene andere Quellen, die ich nicht mehr genau nachverfolgen konnte. </em><br />
 <a class="block_level" href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2187-Das-Berkley-Horse-Vom-Zuchthaus-zum-Haus-der-Zuechtigung.html#extended">Continue reading "Das Berkley Horse: Vom Zuchthaus zum Haus der Züchtigung"</a>]]>
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<dc:subject>history</dc:subject>
<dc:subject>modern times</dc:subject>

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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2186-Die-verschwundenen-Memoiren-der-Theresa-Berkley.html" rel="alternate" title="Die verschwundenen Memoiren der Theresa Berkley " />
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        <published>2026-06-12T08:38:00Z</published>
        <updated>2026-06-19T09:08:09Z</updated>
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        <title type="html">Die verschwundenen Memoiren der Theresa Berkley </title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 7510px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:842 --><img class="serendipity_image_center" width="7510" height="8220"  src="https://sehpferd.de/uploads/1898_georges_Melies.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Eben war sie noch da ...</figcaption></figure><strong>Prolog </strong><br />
<em>Aus welchen Gründen schreiben Menschen ihre Memoiren? Ich weiß, warum mein Urgroßvater sie schrieb. In Zeiten raschen Wandels versuchen viele Menschen, das Bestehende zu dokumentieren und mit dem Neuen zu vergleichen, und genau das war auch sein Anliegen. Den Memoiren gehen oft Tagebücher voraus, die mal mehr, mal weniger als Zeitzeugnis taugen. Wer daraus ein Buch über das eigene Leben machen wollte, scheiterte oft an der Hürde, einen Verleger er zu finden.<br />
<br />
Jedenfalls steht fest: Wenn du deine Memoiren veröffentlichen willst, muss dein Leben für andere interessant sein, sonst wird dein Buch nicht gelesen. Und sollte es eine hohe Auflage erreichen, fließt auch gutes Geld. Es gibt also durchaus ökonomische Gründe, Memoiren zu schreiben. Und ob wir nun in der viktorianischen Epoche oder in der Jetztzeit leben: Nicht jeder, der ein interessantes Leben führt, ist auch ein guter Autor. Schon allein deshalb benötigt man oftmals einen Schriftsteller, um eine „Autobiografie“ schreiben zu lassen. </em><br />
<br />
<strong>Und wie war das nun mit Frau Berkley?</strong><br />
<br />
<!-- s9ymdb:837 --><img class="serendipity_image_left" width="130" height="129"  src="https://sehpferd.de/uploads/zauberei_da_ist_es.png"  loading="lazy" alt="">Obgleich der Autor Henry Spencer Ashbee (Pisanus Fraxi) seit 1877 darauf hoffte, dass die „Memoiren“ der Theresa Berkley veröffentlicht würden, musst er schließlich aufgeben. Tatsächlich gab es ein verirrendes Geflecht von falschen Fährten, die immer wieder gelegt wurden, um der Geschichte rund um Frau Berkley etwas mehr Glaubwürdigkeit zu verliehen. Typisch dafür ist eine Verbindung mit ihrer angeblichen Vorgängerin, die als „Mary Wilson“ durch die frühe viktorianische Geschichte geistert. <br />
<br />
Dazu will die gewöhnlich gut orientierte Webseite (1) wissen:<br />
<br />
<blockquote>Mary Wilson war entweder eine fiktive englische Prostituierte und ein Pseudonym für George Cannon oder eine reale Prostituierte, der George Cannon pornografische Schriften zuschrieb. Das Werk <strong>The Sexual Life in England: Past and Present</strong> (1901–1903) behauptet, sie habe tatsächlich existiert; diese Information stammte wahrscheinlich aus der <strong>Catena Librorum Tacendorum</strong> (1885).</blockquote><br />
<strong>Die Konstruktion von Beweisen</strong><br />
<br />
Das letztgenannte Buch stammt – wie könnte es anders sein – aus der Feder von Henry Spencer Ashbee, sodass sich die „Beweise“ für die Existenz von Frau Berkley künstlich verstärkt werden sollten. Auf diese Weise ergänzen sich die beiden „Persönlichkeiten“ ideal: Eine bürgt für die andere, aber keine wird ausreichend nachgewiesen. Seit beide Figuren auch durch das Internet geistern, wird sogar das Geburtsjahr, die Lehrzeit und die Zeit des Wirkens im eigenen Bordell mit Pseudo-Daten belegt, die keinen historischen Wert haben. <br />
<br />
<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1240px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:838 --><img class="serendipity_image_center" width="1240" height="597"  src="https://sehpferd.de/uploads/wilson_fake_1828.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Ein Beweis ohne Wert von 1828</figcaption></figure><strong>Wenn Daten nur Schall und Rauch sind ...</strong><br />
<br />
Dazu gehört beispielsweise das Geburtsdatum von Frau Berkley, das mit 1770 angegeben wird, wie auch ihre „Lehrzeit“ in einem anderen Bordell (1787). Ebenfalls unglaubwürdig ist die Übergabe eines exklusiven Bordells von Frau Wilson (1828) sowie die Einführung der „ungewöhnlichen Prügelmaschine“ ebenfalls im Jahr 1828. Das Todesdatum von Frau Berkley (1836) wird zwar mit einer Art „Beleg“ versehen, doch beruhen alle anderen Daten auf einer zweifelhaften Rückrechnung. Ein Buch, das immer wieder im Rahmen der Biografien erwähnt wird, ist die <em>„Venus School Mistress</em>“ des Autors und Verlegers George Cannon, das in Wahrheit gar keinen Aufschluss über das Leben von Frau Berkley gibt. <br />
<br />
Als angeblichen Beweis legte Ashbee (Fraxi) diese seltsame Verknüpfung von Daten  vor:<br />
<br />
<blockquote>Venus-Schulmeisterin; oder Birchen Sports. Von R. Birch, übersetzt aus Manons Memoiren. Gedruckt für Philosemus und verziert mit einem schönen Druck. Preis 10 Schilling, 6 Pence. Wahrscheinliches Erscheinungsdatum 1808 bis 1810…. Es gibt eine weitere Ausgabe von ca. 1820, „mit 4 farbigen Tafeln“.Um 1830 druckte Cannon das Werk mit dem Titel "Venus School Mistress; or Birchen Sports. Es wurde im Titel als ein „Nachdruck der Ausgabe von 1788“ bezeichnet und mit einem Vorwort von Mary Wilson eingeleitet, das einige Hinweise auf Mrs. Berkley enthielt. London: „Gedruckt von John Ludbury, Nr. 256, High Holborn.</blockquote> Im Original (bei Pisanus Fraxi, Index Librorum Prohibitorum:<br />
<br />
<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:839 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="774"  src="https://sehpferd.de/uploads/venus_school_mistress_fraxi.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Verunsicherung über Daten und Fakten: Pisanus Fraxi.</figcaption></figure><br />
<strong>Die Motive: Warum Memoiren?</strong><br />
<br />
Die Frage, warum eine Prostituierte, Domina oder Bordellwirtin eine Autobiografie schreiben sollte, sind keinesfalls unbekannt. Zum einen eignen sich bekannte Ereignisse der Geschichte vorzüglich, um sie mit dem Glanz der „Wahrscheinlichkeit“ zu schmücken. Zum anderen wirken sie auch als rein fiktionale Werke durchaus nach, weil solche Themen nach wie vor gefragt sind. Schlussendlich gibt es tatsächlich Autobiografien von Sexarbeiterinnen, die zwar literarisch fragwürdig, aber dennoch weitgehend authentisch sind. <br />
<br />
Eine der Motivationen dürfte die Aussicht auf Honorare sein, eine andere eine möglichst neutrale Darstellung des Berufs, der diesen weder beschönigt noch verdammt. <br />
<br />
<strong>Eine Dame verschwindet ...</strong><br />
<br />
<!-- s9ymdb:840 --><img class="serendipity_image_left" width="130" height="130"  src="https://sehpferd.de/uploads/eine_dame_vers_klein.png"  loading="lazy" alt="">Wenn wir zurück in die Jahre 1877 – 1900 gehen, finden wir weder einen Beweis für die Existenz einer Autobiografie von Frau Theresa Berkley noch eine vergleichbare Biografie. Henry Spencer Ashbee bedauerte dies selbst zutiefst, hoffte aber bis zum letzten Moment, dass sie doch noch ein Verleger aus dem Hut zaubern würde. Doch all seine Hoffnungen wurden zerstört. Stattdessen kam das fast vergessene "Berkley Horse" wieder zu Ehren - eingebettet in die Geschichten, die inzwischen im Magazin "The PearL" veröffentlicht wurden. Davon berichte ich in einem weiteren Beitrag. <br />
<br />
<strong>Epilog  </strong><br />
<br />
Schwerer, als zu beweisen, dass etwas existiert, von dem noch niemand weiß, ist es, etwas zu bezweifeln, von der jedermann angeblich etwas weiß. <br />
<br />
Ich habe es zumindest versucht – und wer es besser kann, der mag es versuchen.<br />
<br />
Ich verbinde dies mit einer kleinen Warnung:<br />
<br />
<em>Seit die „Künstliche Intelligenz“ das Internet beherrscht, erhalten Menschen, die nach Fakten suchen, immer mehr dubiose Antworten aus höchst fragwürdigen Quellen. Als Beweis wird schon gewertet, wenn die KI im Internet zwei Fundstellen erwischt, egal, wie glaubwürdig sie sind. </em><br />
<br />
<strong>Quellen: </strong><br />
<br />
(1)	Gab es eine <a href="https://www.artandpopularculture.com/Mary_Wilson_%28sex_worker%29">Mary Wilson</a>?  <br />
Sowie diverse Zitate aus:<br />
Fraxi: Index Librorum Prohibitorum (1877).<br />
Fraxi: Catena Librorum Tacendorum (1885)<br />
Bilder: Zauberer im Titel: Film-Standbild aus Escamotage d'une dame  (Georges Méliès, 1896)<br />
<br />
 <a class="block_level" href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2186-Die-verschwundenen-Memoiren-der-Theresa-Berkley.html#extended">Continue reading "Die verschwundenen Memoiren der Theresa Berkley "</a>]]>
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        <published>2026-06-10T12:31:00Z</published>
        <updated>2026-06-19T09:04:53Z</updated>
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        <title type="html">Frau Theresa Berkley und die Tarife für sinnlichen Prügel</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:833 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="931"  src="https://sehpferd.de/uploads/ein_feines_bordell.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Der Aufenthalt im Luxusbordell hatte seinen Preis ...</figcaption></figure>Die einzige Quelle, die es für das Einkommen der Bordellbetreiberin Theresa Berkley gibt, stammt von Pisanus Fraxi (Henry Spencer Ashbee).<br />
<br />
Er setzt den Zeitpunkt der Erfindung ihrer „Maschine zum Auspeitschen“ gleich mit ihrem wirtschaftlichen Erfolg. Das liest sich dann so (1): <br />
<br />
<blockquote>Als das neue Gerät zum Auspeitschen erfunden wurde, sagte der Konstrukteur ihr, dass sie dadurch sie bekannt werden würde und die Maschine nach ihrem Tod ihren Namen tragen würde. Tatsächlich sprach man nun darüber, und diese Tatsache verschaffte ihr einen sehr guten Umsatz. Sie starb im September 1836, nachdem sie in den acht Jahren, in denen sie als Gouvernante tätig gewesen war, ein Vermögen von zehntausend Pfund angehäuft hatte. </blockquote><br />
Um es gleich zu sagen: Das war für die damalige Zeit ein beachtliches Vermögen – heute würde es etwas unter 1 Mio. Pfund sein, nämlich £ 989,583.28. (2)<br />
<br />
Nun werden einige von euch sagen: „Was, so viel Geld? Das kann doch niemand in acht Jahren mit einem Puff verdienen …“. Und wer weiter nachdenkt, wird vielleicht noch an heutige Großbordelle denken und ergänzen: „Die musste aber viele Zimmer gehabt haben, wenn die so viel Geld damit gemacht hat …“<br />
<br />
Nun, gemach, Lieber Leserin, lieber Leser. Wir befinden uns irgendwo zwischen 1828 und 1836.  Das Einkommensgefälle zwischen Adligen, Grundbesitzern und Industriellen einerseits und dem „gewöhnlichen Volk“ andererseits ist riesig. Nimmt man noch die typischen Besitzer großer Ländereien dazu, so öffnet sich die Schere noch erheblich weiter. Ein Pfund Sterling war damals schon ziemlich viel Geld.  <br />
<br />
<strong>Ein Viktorianische Bordell - Umsatz, Gewinn und Kosten</strong><br />
<br />
<!-- s9ymdb:834 --><img class="serendipity_image_left" width="125" height="125"  src="https://sehpferd.de/uploads/some_pounds.jpg"  loading="lazy" alt="">Die Daten aus dem 19. Jahrhundert mögen schwer zu ermitteln sein – in einem Punkt sind sie allerdings sehr genau: Bei den Preisen, Einkünften und Kosten. Aufgrund dieser Zahlenbasis ist es möglich, Umsatz und Gewinn für ein Bordell der damaligen Zeit zu ermitteln. <br />
<br />
Wo siedelte ich es an? Die teuersten Bordelle der damaligen Zeit bestanden im Londoner West End und sie waren relativ überschaubar. Ein Haus mit Salon, drei Zimmern zur Verrichtung und sechs Damen zur Auswahl. Das Ergebnis, war, gerundet und verkürzt: Bruttojahreseinkommen 2.300 Pfund, Gesamtkosten 700 Pfund, Nettogewinn demnach 1.600 Pfund Sterling.  <br />
<br />
<strong>Ein Pfund Sterling für die Sinneslust - ist das wenig oder viel?</strong><br />
<br />
Diese Rechnung basierte allerdings auf einem „Tarif“ von einem Pfund Sterling pro Besuch plus „Nebenkosten“ – war das zu viel oder zu wenig?<br />
<br />
Zunächst scheint ein solcher „Tarif“ gering zu sein. Doch wenn wir dagegenhalten, dass dies nach heutigen (2016) Geld etwa 100 GBP entspricht, ergibt sich für viele die Frage: „Wer konnte sich so etwas denn leisten?“ War es nicht damals ungefähr ein halbes Monatsgehalt für einen kleinen Angestellten? <br />
<br />
<strong>Eine völlig andere Tarifstruktur </strong><br />
<br />
<!-- s9ymdb:835 --><img class="serendipity_image_left" width="130" height="138"  src="https://sehpferd.de/uploads/domina_rund.png"  loading="lazy" alt="">Vermuten wir einfach mal, dass dieser „kleine Angestellte“ kein Bordell im Londoner Westend besuchte – und vor allem kein Flagellationsbordell, dessen „Tarifstruktur“ sich völlig anders darstellte. <br />
<br />
In einem Etablissement wie dem, das Frau Berkley angeblich führte, lagen die zu zahlenden „Tribute“ deutlich höher – zunächst unabhängig von der Art der Dienstleistungen. Wenn wir davon ausgehen, dass ausschließlich ungewöhnliche Dienste angeboten wurden, dürfte der Preis zwischen drei und fünf Pfund Sterling gelegen haben. Wir können hier getrost annehmen, dass in Flagellationsbordellen neben aktiver und passiver Flagellation auch andere Dienste angeboten wurden – einzeln oder in Kombinationen. <br />
<br />
<em>Halten wir einen Moment den Atem an – das wären also drei bis fünf Pfund Sterling, also etwa 300 – 500 GBP nach heutigem Geld. Wer konnte solche Summen überhaupt bezahlen? Offenbar konnten es einige der reichen Adligen, Grundbesitzer und Fabrikanten. </em><br />
<br />
<!-- s9ymdb:832 --><img class="serendipity_image_left" width="140" height="134"  src="https://sehpferd.de/uploads/onle_five_pounds.png"  loading="lazy" alt="">Es ist nicht schwer, die Zahlen von damals zu überprüfen. Man benötigt dazu einen intimen Londoner Stadtführer aus jener Zeit, in dem einzelne „Tarife“ für Lusterlebnisse verzeichnet sind. (3) Fünf Pfund sind dabei im Jahr 1850 ein durchaus übliches Honorar für eine einzelne, lustvolle Beregnung mit einer der „besonders talentierten“ Londoner Prostituierten. <br />
<br />
<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:836 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="421"  src="https://sehpferd.de/uploads/five_pounds_final.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Original-Auszug aus dem viktorianischen Bordellführer</figcaption></figure><br />
<strong>Die Wahrheit - oder jedenfalls eine Wahrscheinlichkeit </strong><br />
<br />
Aus dieser Sicht könnte die vermeintliche „Frau Berkley“ in jenen acht Jahren durchaus 10.000 Britische Pfund an Barvermögen angesammelt haben. Möglicherweise allerdings auch noch wesentlich mehr. Dazu wäre noch zu sagen, dass es  keinerlei Unterlagen darüber gibt,  wie sich der genannte Betrag zusammensetzte.  <br />
<br />
Ob das angebliche „Berkley Horse“ wirklich existierte, ist für die Berechnung völlig unerheblich – es wird lediglich von Pisanus Fraxi als wichtig für den Erfolg für Frau Berkleys Etablissement angesehen. Dazu habe ich noch wesentlich mehr für euch vorbereitet. <br />
<br />
<strong>Nachwort:</strong> Alles, was ihr hier lesen könnt, ist spekulativ. Allein der „Tarif“ von etwa fünf Pfund Sterling für Prostituierte mit besonderen Fähigkeiten im Londoner Westend ist halbwegs verbürgt. <br />
<br />
In diesem Artikel habe ich außer vielen eigenen Recherchen. für die Berechnungen auch künstliche Intelligenz verwendet.<br />
<br />
<strong>Quellen:</strong><br />
<br />
(1) Fraxi (Ashbee)<br />
(2) <a href=" https://inflationhistory.com/de-DE/?currency=GBP&amount=10000&year=1836">Geldbeträge umrechnen</a><br />
(3) Höhe der echten Preise <em>Man of Pleasure's Illustrated Pocket-Book for 1850</em>. <br />
<br />
<strong>Begriffe</strong><br />
<br />
<em>Flagellationsbordell - Heute in deutscher Sprache als Domina-Studio bekannt, nicht völlig identisch mit der damaligen Zeit.<br />
GBP ist die heutige Bezeichnung für das Pfund Sterling</em><br />
 <a class="block_level" href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2185-Frau-Theresa-Berkley-und-die-Tarife-fuer-sinnlichen-Pruegel.html#extended">Continue reading "Frau Theresa Berkley und die Tarife für sinnlichen Prügel"</a>]]>
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        <published>2026-06-08T10:27:00Z</published>
        <updated>2026-06-19T09:03:24Z</updated>
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        <title type="html">Der wundersame Pisanius Fraxi und seine Quellen</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1048px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:828 --><img class="serendipity_image_center" width="1048" height="1079"  src="https://sehpferd.de/uploads/die_wundervolle_miss_parks.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Abbildungen von Prostituierten - sehr selten zu finden</figcaption></figure> <br />
Es ist an der Zeit, den Vorgang für den Mann zu öffnen, der in den Lexika der Jetztzeit (2026) mal als <em>Schriftsteller</em> und mal als <em>Sammler von erotischen Büchern</em> auftritt. Zumeist wird er als „Bibliophiler und Bibliograf“ bezeichnet, also als Buchliebhaber und als Literaturkenner, der erotische Schriften einzuordnen weiß. Als Schriftsteller schrieb er sowohl unter seinem eignen Namen <strong>Henry Spencer Ashbee</strong>. aber auch unter dem Namen Pisanus Fraxi. Außerdem vermuten einige Literaturhistoriker, dass er auch als Autor des überaus frivolen Entwicklungsromans <em>„Walter – My Secret Life“</em> infrage kommen könnte. <br />
<br />
<strong>Pisanius Fraxi als Autor, die Flagellationsbordelle und die geheimnisvolle Frau Berkley </strong><br />
<br />
Für all das, was Frau Berkley und die wundersame Geschichte ihres Flagellationsbordells betrifft, interessiert nur das, was Ashbee als „Pisanus Fraxi“ verfasste – und diese Werke waren allesamt nicht viel mehr als Verzeichnisse erotischer Literatur. <br />
<br />
Das erste dieser Werke,<em> „Index Librorum Prohibitorum“</em>, auf Deutsch also das „Verzeichnis verbotener Bücher“, enthält die meisten der Informationen, über die ich (wie auch alle anderen Autoren dieses Themas) verfüge.  Das „verbotene“ an ihnen war der erotische Inhalt, und das Buch skizzierte die erotischen Werke jener Zeit ziemlich schnörkellos. Nur wenige Stelle in diesen Büchern wurden in einer blumigen Sprache beschrieben. <br />
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<strong>Mal gibt sich Fraxi als Historiker, mal als blumiger Autor</strong><br />
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<!-- s9ymdb:831 --><img class="serendipity_image_left" width="150" height="145"  src="https://sehpferd.de/uploads/rute_rund_color.png"  loading="lazy" alt="">Pisanius Fraxi schreibt zunächst über einige Londoner Betreiberinnen von Flagellationsbordellen. Die Quelle wird nicht genannt – aber sie enthält einen langen Beitrag über eine <em>bereits verstorbene Bordellbetreiberin</em>, die einen exquisiten Geschmack hatte. Dies traf auch auf ihre Kunden zu, die zu einem großen Teil Liebhaber der körperlichen Züchtigung waren. Die übertriebene Schilderung der Vorzüge dieser Dame und ihrer Ausstattung könnte gut und gerne eine Art Werbung gewesen sein. Doch an dieser Stelle sollten wir und daran erinnern, dass die Dame zum Zeitpunkt der Drucklegung (1877) bereits vor 40 Jahren (1836) verstorben war. Nach so langer Zeit vergilben die meisten der verfügbaren Dokumente und die Erinnerung der Zeitzeugen lässt spürbar nach. Nun gut - lesen wir einfach mal nach.  <br />
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Ashbee (Fraxi) begann das entsprechende Kapitel wie ein Historiker:<br />
<br />
<blockquote>Zu Beginn dieses Jahrhunderts [des 19.] waren in London überaus prunkvoll ausgestattete Etablissements, die sich ausschließlich der Anwendung der Birkenrute widmeten, keine Seltenheit. Die Frauen, die dieses Gewerbe ausübten, absolvierten zuvor gewissermaßen eine Lehre, um sich die Kunst anzueignen, die Rute anmutig und wirkungsvoll zu führen. Es wäre ein Leichtes, eine sehr umfangreiche Liste dieser weiblichen Flagellantinnen zusammenzustellen, doch werde ich mich darauf beschränken, lediglich einige wenige zu erwähnen.</blockquote><br />
Das tut er dann auch, und er nennt zunächst einige andere Namen, bevor er fortfährt:<br />
<br />
<blockquote>Doch die Königin ihrer Branche war zweifellos Mrs. Theresa Berkley aus der Charlotte Street Nr. 28 am Portland Place; sie war eine vollkommene Meisterin ihrer Kunst, verstand es, ihre Klienten zufriedenzustellen, und war zudem eine durch und durch geschäftstüchtige Frau – denn im Laufe ihrer Laufbahn häufte sie eine beträchtliche Summe Geldes an. </blockquote><br />
(Es handelte sich dabei um 10.000 Pfund Sterling, nach heutigem Kurs gegen 1 Mio. GBP).<br />
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<!-- s9ymdb:830 --><img class="serendipity_image_left" width="120" height="124"  src="https://sehpferd.de/uploads/instruments_of_torture.png"  loading="lazy" alt="">Im weiteren Text wird das „Arsenal“ des Bordells mit deutlichen  Worten und ausgesprochenen anschaulich beschrieben. Der Text mag für Flagellanten und andere Schmerzliebhaber verlockend klingen, den übrigen Lesern will ich sie aber vorenthalten. Da alle Texte öffentlich zugänglich sind, kann sich jeder dennoch selbst davon überzeugen. Die darin enthaltenen Übertreibungen sind typisch für die damalige Zeit, den je sensationeller etwa beschrieben werden konnte, umso mehr Aufmerksamkeit erreichte man damit. Teilweise wurde auch Namen der Prostituierten genannt, die angeblich in ihrem Bordell arbeiteten - entweder als "Frictrice"(4) oder in anderen Funktion, zum Beispiel, um die devote Rolle zu übernehmen.   <br />
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<!-- s9ymdb:825 --><img class="serendipity_image_left" width="120" height="118"  src="https://sehpferd.de/uploads/seite_46_einleitung_charlotte_street_punkt.png"  loading="lazy" alt="charlotte street">Nachdem Ashbee in einigen Abschnitten über das fragliche Bordell sehr viel Aufmerksamkeit auf kleinste Details legt, sind die nachvollziehbaren oder überprüfbaren Fakten extrem selten. So existiert beispielsweise keine genaue Beschreibung des Gebäudes und seines Interieurs. So bleiben Zweifel, ob an der Adresse <em>„Charlotte Street 28, Portland Place“ </em>„ihr“ Bordell betrieben wurde, ein anderes Flagellationsbordell oder möglicherweise ein völlig anderes Bordell. In den Schilderungen fehlen beispielsweise genaue Angaben über die Anzahl der Räume, Grundrisse, glaubhafte Zeichnungen, Fotografien oder wenigstens die Aussagen glaubwürdiger Zeitzeugen. <br />
<br />
<!-- s9ymdb:827 --><img class="serendipity_image_left" width="120" height="118"  src="https://sehpferd.de/uploads/dr_vance_keine_memoiren.png"  loading="lazy" alt="">Ashbee (Fraxi) fehlte möglicherweise jeder Beweis für die vielen Behauptungen, die er über die mysteriöse „Mrs. Berkley“ verbreitet hatte. Tatsächlich hoffte er darauf, dass diese Frau tatsächlich Memoiren geschrieben hatte und dass diese „demnächst“ veröffentlicht würden. Er schrieb jedenfalls: <br />
<br />
<blockquote>Viele Menschen sind enttäuscht über die lange Verzögerung ihrer angekündigten Memoiren, deren Veröffentlichung auf Wunsch von Dr. Vance aus der Cork Street – dem Testamentsvollstrecker – zunächst ausgesetzt worden war. Sein kürzlicher Tod wird es der Firma, die die Urheberrechte an ihrer Autobiografie hält, nun jedoch ermöglichen, das Werk rasch in Druck zu geben.</blockquote><br />
<br />
Das Buch wurde niemals veröffentlicht – und der naheliegendste Grund ist mit Sicherheit, dass es niemals eine Autobiografie von Frau Berkley oder eine vergleichbare Biografie irgendeiner Betreiberin eines Londoner Flagellationsbordells gab.<br />
<br />
<!-- s9ymdb:829 --><img class="serendipity_image_left" width="120" height="126"  src="https://sehpferd.de/uploads/fraxi_horse_small.png"  loading="lazy" alt="">Im Grunde könnten wir jetzt auf weitere Zweifel verzichten, denn schließlich wird das viktorianische Zeitalter schon bald zu Ende gehen. Doch einige Exemplare von Ashbees  Büchern überstanden die Zeit – und viele andere wollten sogar vom „Hörensagen“ oder aus eigener Anschauung wissen, wie das legendäre „Berkley Horse“ ausgesehen hätte. Tatsache ist: Niemand würde es anhand der Zeichnung von Ashbee erkennen, aber alle glaubten, dass es sich um eine Art Leiter handeln würde – und tatsächlich wurde sie von Künstlern auch in Wort und Bild dargestellt. <br />
<br />
All dies und noch viel mehr mag Ashbee nicht gestört haben. Seine  beiden Bücher „Index Librorum Prohibitorum“ von 1877  und der Band drei der Serie, Catena Librorum Tacendorum, das fast 20 Jahre später (1885) erschien, nehmen zwar auf auf Ms. Berkley Bezug – doch im Grunde ist diese Figur nur eine Episode in dem verschlungenen Gewirr von Dichtung und Wahrheit., Sensationsmache und Gerüchten. <br />
<br />
<strong>War alle dies vielleicht eine Zeiterscheinung?</strong><br />
<br />
Es kann schon sein. Die Literaturhistorikerin  <em>Sarah Bull</em> jedenfalls hält es für möglich. Sie schreibt (stark gekürzt):<br />
<br />
<blockquote>Wissenschaftler haben Ashbees Charakterisierung erotischer Literatur als Spiegel der Realität mit berechtigter Skepsis betrachtet. Die sexuellen Fantasien des Bibliografen sollen als Beweis dafür dienen, dass fiktive Episoden sexueller Handlungen „tatsächlich stattgefunden“ haben." </blockquote><br />
Mit anderen Worten: Die Fantasiegebilde, die über die viktorianische Zeit in solchen Sittengemälden verbreitet wurden,  sollten wie Realitäten wirken. <br />
<br />
Möglicherweise ist diese Saat aufgegangen, denn einige erotische Werke der Viktorianischen Zeit vermischten Dichtung und Zeitgeschehen in raffinierter Weise. Und diejenigen, die später darüber schrieben, benutzen tatsächlich Asbees / Fraxis Werke, um sich selbst und seinen Lesern ein Bild von dieser Zeit und ihrer Kultur zu entwerfen. <br />
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<strong>Eine persönliche Stellungnahme unseres Autors Gebhard Roese</strong><br />
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<blockquote>Henry Spencer Ashbee  war nicht nur ein Büchersammler, sondern er bündelte erotische Literatur, Memoiren und antiquarische Notizen zu „erotischen Sensationen“. Sowohl sein Stil wie auch die Aussagen zeigen einerseits seine eigenen Interessen, dann aber auch den erotischen Teil des viktorianischen Milieus generell. <br />
Es wäre vermessen, seine Werke als „erotischen Bücherzirkus des 19. Jahrhunderts“ zu bezeichnen, aber ich halte für angemessen, Teile seines Werks als „Sensationslüsternen Spaziergang durch eine Bibliothek“ zu nennen. <br />
Ashbee schreibt teilweise über eine Zeit, die längst vergangen ist und die er selbst nicht mehr als erwachsener Mann erlebt hat. Um diese Zeit zu rekonstruieren, benutzt er außer der Erotik-Literatur vor allem das „Hörensagen“, insbesondere dann, wenn angebliche „Zeitzeugen“ zu Wort kommen. Ein stichhaltiger Beweis für die reale Existenz der Theresa Berkley fehlt nach all den Quellen, die mir zur Verfügung standen. Das schließt nicht aus, dass es tatsächlich ein lebendiges Vorbild für diese Figur gab. </blockquote><br />
Die nächsten Teile beschäftigen sich mit der Ökonomie von Bordellen, einer bekannten Kurtisane, dem  "Berkley Horse"  und mit zwei deutschen Ärzten, die den Ruhm von Frau Berkley in die Jetztzeit trugen.  <br />
<br />
<strong>Bildquellen: </strong><br />
(Rund Bilder, Text) Auszüge aus Büchern von Praxi.<br />
Berkley Horse - nach der Zeichnung von Praxi.<br />
Domina symbolisch mit Rute - Version einer anonymen Buchillustration. <br />
Prostituierte: Solche Zeichnungen waren in Bordellführern jener Zeit zu finden. (Miss A. Parks, 1850, in Thee Man of Pleasure's Pocket Book". <br />
<br />
<strong>Andere Quellen: </strong><br />
<em>(1) Index Librorum Prohibitorum ist für registrierte Benutzer von archiv.org online verfügbar. <br />
(2) Catena Librorum Tacendorum verfügbar bei archiv.org und möglicherweise anderen Quellen.<br />
(3) The Archival Logic of the Secret Museum by Sarah Bull - Book History, Volume 20, 2017. <a href="https://muse.jhu.edu/article/674969">Online</a>. (Die akademische Sprache wurde in ein leichter verständliches Deutsch umgesetzt).<br />
(4) Frictrice:  Die Frictrix („Reiberin“) ist eine Frau, die mit der Hand an den Geschlechtsteilen einer anderen Frau oder eines Mannes tätig wird. Bei der Umwandlung in andere Sprachen wurde auch der Begriff „Frictrice“ verwendet. </em><br />
Kursrechnung nach <a href="https://inflationhistory.com/de-DE/?currency=GBP&amount=10000&year=1836">Inflationhistory</a>. <a class="block_level" href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2184-Der-wundersame-Pisanius-Fraxi-und-seine-Quellen.html#extended">Continue reading "Der wundersame Pisanius Fraxi und seine Quellen"</a>]]>
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        <published>2026-06-06T08:30:00Z</published>
        <updated>2026-06-19T09:01:44Z</updated>
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        <title type="html">Die Geschichte einer seltsamen Dame, die sich Berkley nannte </title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<strong>Der Prolog, gehalten vor dem Vorhang des großen Theaters</strong><br />
 <br />
Berkley war sicher die beste Namenswahl für eine Dame, die als erotische Gouvernante des viktorianischen Zeitalters präsentiert werden sollte, denn der Name bedeutet „Birkenwald“. Auf diese Weise schlagen wir den Bogen zur „Birkenrute“ („Birch“), die sie gerne nutzt, um die die Gesäße interessierter Herren zu schlagen. Mag sein, dass es eine Frau dieses Namens gab, und es mag auch sein, dass sie eine Bordellwirtin war. Doch wer sorgte dafür, dass sie zur sensationellen, reichen und berühmt-berüchtigten Londoner „Domina“ wurde, die heute in jedem Lexikon zu finden ist?<br />
 <br />
Wir ziehen nun den Vorhang auf - und lassen Frau Berkley auftreten <br />
 <br />
<strong>Erster Akt: Auftritt Frau Berkley - eine Frau ohne Vergangenheit </strong><br />
<br />
<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:817 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="640"  src="https://sehpferd.de/uploads/a_dominatix_on_stage.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Gab es eine ähnliche Londoner Domina tatsächlich?</figcaption></figure>Die „Miss Berkley“, von der wir reden, ist eine Frau, über deren Herkunft niemand etwas weiß, und deren Geburtsdatum unbekannt ist. Dennoch tritt sie hier auf ... wir sind ja im Theater, nicht wahr? Es heißt, sie habe ein bedeutendes Etablissement in London besessen und damit ein riesiges Vermögen erworben, aber es ist unbekannt, welcher Beschäftigung sie zuvor nachging. Die vielen Hinweise, die es angeblich über ihre „Lehrzeit“ gibt oder die auf die „Übernahme eines entsprechenden Bordells“ hindeuten, sind alle nicht ausreichend belegt. Aber ihre Memoiren - ach, es ranken sich allerlei Gerüchte darum.  <br />
<br />
<strong>Der zweite Akt: Zehntausend Pfund Sterling Vermögen  </strong><br />
 <br />
Da sie nach Aussagen von Zeitzeugen „sehr reich“ gewesen sein soll, ging es nach ihrem Tod vor allem um den Nachlass. Über die tatsächliche Höhe gibt es keine Unterlagen, aber es wird immer wieder ein Betrag von 10.000 Pfund Sterling genannt. Nach heutiger Währung (2026) wären dies etwa 1.440.000 GBP. <br />
<br />
<strong>Dritter Akt: Auftritt des Bruders – Missionar im fernen Australien</strong><br />
<br />
 <figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:818 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="487"  src="https://sehpferd.de/uploads/ein_jahr_auf_see_der_missionar.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Von Australien nach London und zurück.</figcaption></figure><br />
Im Jahr <em>1883</em> verstarb Frau Berkley , und in diesem Moment tauchte plötzlich „ihr Bruder“ auf, der angeblich als Missionar im fernen Australien arbeitete. Er könnte dabei in einer Mission tätig gewesen ein, die Aborigines zum Christentum bekehrte, doch konnte ein Missionar ähnlichen Namens nicht gefunden werden. Der angebliche Missionar begab sich sofort nach London, wo er erstmalig erfuhr, dass seine Schwester diese Art von Gewerbe betreibt. Daraufhin schlägt er das Erbe aus und kehrt nach Australien zurück. Irgendwelche Spuren hat er nirgendwo hinterlassen. Die Überfahrt dauerte damals vier bis fünf Monate. Der Vorgang geht wieder zu. Doch nun komm ein seltsamer Mann ins Spiel. <br />
 <br />
<strong>Vierter Akt Auftritt Dr. Vance, der Verwalter des Erbes</strong><br />
 <br />
<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:819 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="575"  src="https://sehpferd.de/uploads/die_magische_kiste.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Die Illusion - oder: die Schatzkiste mit den obszönen Briefen</figcaption></figure>Sobald der Missionar die Bühne verlässt, tritt der nächste Akteur auf die Bühne: der angebliche Leibarzt von Frau Berkley, ein gewisser „Dr. Vance“. Ob er als Erbe vorgesehen war oder nur als Treuhänder, wird nicht recht deutlich. Ferner ist unklar, ob er tatsächlich existierte und ob er als Person wirklich Arzt oder Anwalt war. Jedenfalls wurde behauptet, dass jener Dr. Vance auch „mehrere Kisten“ mit höchst frivoler erotischer Korrespondenz verwaltete. Wer sie jemals zu sehen bekam, ist unklar, denn am Ende dieses Aktes werden all diese Unterlagen vernichtet. Und nicht nur das – kurz vor dem großen Finale wird noch behauptet, darunter hätten sich auch die Lebenserinnerungen von Frau Berkley befunden.<br />
<br />
<strong>Nochmals öffnet sich der Vorhang - Frau Berklely und ihr "Horse"</strong><br />
<br />
<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:820 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="487"  src="https://sehpferd.de/uploads/vorhang_offen_m_horse.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Zwei Wunder des 19. Jahrhunderts, etwas blass</figcaption></figure><br />
Das Publikum applaudiert. Der Vorhang wird geschlossen. Die Kenner der Szenerie erwarten, dass er nochmals aufgehen wird … man munkelt, dass noch eine Attraktion bevorstünde. Und tatsächlich: Fleißige Bühnenarbeiter haben inzwischen noch das Wunder des 19. Jahrhunderts auf die Bühne gerollt: Das berühmte Pferd, auch Chevalet genannt, das unter Frau Berkleys Namen seither durch die Welt der Lexika geistert. <br />
<br />
<strong>Kommt mit zum „Klub der Kannibalen“</strong><br />
<br />
Ob das alles wirklich wahr ist? Wenn ihr das wissen wollt, müssen wir uns auf eine kleine Zeitreise vorbereiten. Sie führt uns zunächst in den „<a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2183-Henry-Spencer-Ashbee-und-der-Cannibal-Club.html">Klub der Kannibalen</a>“ (Cannibal Club) und ungefähr 160 Jahre zurück ins viktorianische England. Wir schreiben das Jahr 1863 und wir befinden uns in einem illustren Kreis von einigen Wissenschaftlern, mehreren Autoren und vor allem ziemlich viel Liebhabern der erotischen Literatur. Unter ihnen befindet sich auch ein Textilkaufmann, Büchersammler und späterer Autor, dessen wirklicher Name Henry Spencer Ashbee ist. <br />
<br />
Hast du Interesse daran, wie es weitergeht? Willst du die Quellen wissen? Und vor allem: Willst du wissen, was wirklich bewiesen werden kann? Ich bin gespannt auf deine Reaktionen. Meine Recherchen sind abgeschlossen - sie müssen nur noch in Worte umgesetzt werden. Du kannst zuvor einen Blick in den wundersamen Cannibal Club werfen, um dich in die Zeit hineinzhuversetzten, oder aber gleich mit dem Autor beginnen, dem wir die Legende der Frau Berkley verdanken  - Henry Spencer Ashbee, der sich auch <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2184-Der-wundersame-Pisanius-Fraxi-und-seine-Quellen.html">Pisanus Fraxi</a> nannte. <br />
<br />
<em>Bildnachweise:<br />
<br />
Vorhänge und Bildmix: Liebesverlag.de. 2026 <br />
(1) Hintergrundbild: Die geheimnisvolle Miss Berkeley nach dem Vorbild einer Gouvernate.<br />
(2) Hintergrundbild: John Williams, Schiff der  Londoner Missionsgeselslchaft 1866 von  Frederick Grosse, Graveur. <br />
(3) Hintergrundbild: Nach einem Poster des Zauberers Zan Zig, 1899.</em><br />
(4) Hintergrundbild: Eine verblassende Dame und ihr "Pferd" Rekonstruktion des Pferdes nach einer zeitgenössischen Zeichnung.<br />
<br />
Die Texte sind humorvolle Interpretationen der Aussagen von Pisanus Fraxi (Henry Spencer Ashbee), erschienen 1877.  Keine Sorge - es gibt viele Quellen, die wir hier auch nennen werden. Wer sie jetzt wissen will, findet sie im Anhang.<br />
</em> <a class="block_level" href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2178-Die-Geschichte-einer-seltsamen-Dame,-die-sich-Berkley-nannte.html#extended">Continue reading "Die Geschichte einer seltsamen Dame, die sich Berkley nannte "</a>]]>
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        <published>2026-06-06T15:16:00Z</published>
        <updated>2026-06-19T08:59:14Z</updated>
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        <title type="html">Henry Spencer Ashbee und der Cannibal Club</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:821 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="833"  src="https://sehpferd.de/uploads/schmemenhafte_erinnerung_1024.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Nach und nach schwindet die Erinnerung </figcaption></figure><strong>Wie aus Fantasien, erotischer Literatur und vielen Beimischungen "Fakten" endstanden</strong><br />
<br />
<strong>Prolog über einen Club von erotisch interessierten Gentlemen</strong><br />
<br />
Gab es den Club, von dem ich  hier schreiben will, wirklich? Ein Teil der Quellen gibt präzise Auskünfte - sie könnten dennoch falsch sein. Einige Quellen nennen den Namen "Henry Spencer Ashbee" als Mitglied, andere wissen nichts davon. Dennoch will ich darüber berichten, so gut es geht. Denn damals wie heute gab es informelle Kontakte, die nirgendwo historisch belegt sind. Um solche Kontakte handelt es sich offenbar auch in der Welt, in der ich euch nun entführen will. <br />
<br />
<strong>Henry Spencer Ashbee - eine historische "Primärquelle"?</strong><br />
<br />
Henry Spencer Ashbee, der als „Primärquelle“ für die Existenz von Frau Berkley gilt, war er mit Sicherheit kein Historiker, wie oft angenommen wird. Er war Textilkaufmann und Schriftsteller, Bücherfreund und Sammler erotischer Literatur, über die er drei Bücher schrieb. Die meisten heutigen Quellen nennen allein ihn als Primärquelle für die Existenz einer „Frau Theresa Berkley“. Wenn er in London war, tauschte er sich darüber auch mit anderen aus. Zunächst in einem besonderen Kreis von Freigeistern, dem „Cannibal Club“, dann aber auch über die Mitglieder des „Geheimen Museums“. <br />
<br />
<strong>Männliche Freigeister und Erotik-Interessenten Anno 1863</strong><br />
<br />
Beide Institutionen waren keine festen Organisationen – sie ähnelten eher Stammtischen. Da nahezu alle der Teilnehmer Interesse an erotischen Themen hatten, tauschten sie auch Informationen darüber aus. Dabei speilet es keine große Rolle, ob diese Informationen einen gewissen Wahrheitsgehalt hatten oder nicht. Man benötigte sie allenfalls, um die Neugier zu befriedigen. Da einige der Teilnehmer Schriftsteller waren, benutzen sie das Gehörte auch, um neue Bücher zu schreiben. <br />
<br />
Der Cannibal Club soll zwischen 1863 und etwa 1870 existiert haben. Vermutet wird aber, dass Ashbee noch lange Kontakt mit einigen der ehemaligen Mitglieder hatte.<br />
<br />
<strong>Die Zeit überholt Herrn Ashbee - er kommt 40 Jahre zu spät </strong><br />
<br />
Ashbee selbst vertraute oft ganz und gar auf die Informationen, die er in Büchern vorfand, ohne die Fakten ernsthaft zu überprüfen. Im Fall der Theresa Berkley hatte ihn die Zeit ohnehin längst überholt, als er 1877 über sie schrieb – etwa 40 Jahre nach ihrem Tod, der auf 1836 datiert wurde. <br />
<br />
<strong>Der Wert der Informationen aus dem Kreis der "Kannibalen"</strong><br />
<br />
Was genau Ashbee im Cannibal Club erfuhr, ist ganz und gar unbekannt – nicht einmal seine Mitgliedschaft ist gesichert. Beides spielte auch kaum eine Rolle, denn nahezu jeder Erotik-Autor in der viktorianischen Epoche mischte Tagesereignisse, Reiseberichte und bekannte Skandale in seine Bücher ein. <br />
<br />
In einer wissenschaftlichen Stellungnahme zu den erotischen Werken jener Zeit heißt es (1):<br />
<br />
<blockquote>(Diese Werke) sind sehr unterschiedlich hinsichtlich ihrer Gattung, Geschichte und Sprache: Dazu gehören juristische und religiöse Traktate, medizinische Schriften, Übersetzungen östlicher Sexualhandbücher, „galante“ Romane … sowie … neuartige pornografische Zeitschriften, Romane und Gedichte, die sexuelle Körper, Akte und Begierden in unterschiedlichen Stilformen und sehr unterschiedlicher Deutlichkeit darstellen. </blockquote><br />
<strong>Ashbee ist umstritten - auch unter Historikern </strong><br />
<br />
<strong>Unterschiedliche Meinungen über Henry Spencer Ashbee und seine Werke</strong><br />
<br />
Die Meinungen über Ashbee sind durchaus umstritten – manche bezeichnen ihn als ausgezeichneten Kenner der viktorianischen Gesellschaft, während ihn andere als recht unzuverlässigen Zeitzeugen beschreiben.  Manche Autoren des 21. Jahrhunderts ignorieren ihn als Quelle völlig. Was Frau Berkley betrifft, so fehlen jedenfalls authentische Belege für seine Behauptungen. <br />
<br />
Was hat dieser Autor überhaupt geschrieben?  Und wo finden wir die Originale seiner Bücher? Welche schrieb er unter seinem Namen, welche als Pisanius Fraxi? Welche wurden vermutlich anonym veröffentlicht? Wie und durch wen wurden seine Gedanken fortgetragen? Auch darüber wird spekuliert. Schauen wir mal nach ... und folgt mir, wenn ihr wollt. Hier ist die <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2184-Der-wundersame-Pisanius-Fraxi-und-seine-Quellen.html">Fortsetzung</a>.<br />
<br />
<strong>Quellen</strong><br />
<em><br />
(1) The Archival Logic of the Secret Museum by Sarah Bull - Book History, Volume 20, 2017. <a href="https://muse.jhu.edu/article/674969">Online</a>. (Die akademische Sprache wurde in ein leichter verständliches Deutsch umgesetzt).<br />
(2) Für die Existenz des Clubs, Artikel im "<a href="https://www.smithsonianmag.com/history/cannibal-club-racism-and-rabble-rousing-victorian-england-180952088/">Smitonian Magazine, 2014.</a>". <br />
(3) Mit angeblicher Mitgliederliste, <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/The_Cannibal_Club">Wikipedia</a>. <br />
(4) Mit anderer angeblicher Mitgliederliste, mit Ashbee<a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Cannibal_Club">Wikipedia deutsch</a>.<br />
(5) Abwertung (beispielsweise) in "Lob der Peitsche" von Niklaus Largier, S. 289</em><br />
(6) Ignoriert z.B. in "The Origins of Sex", London 2012 oder in "The Pleasure is all mine". London 2013 </em><br />
<br />
<!-- s9ymdb:822 --><img class="serendipity_image_center" width="1022" height="6"  src="https://sehpferd.de/uploads/waagerecht.png"  loading="lazy" alt=""> <a class="block_level" href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2183-Henry-Spencer-Ashbee-und-der-Cannibal-Club.html#extended">Continue reading "Henry Spencer Ashbee und der Cannibal Club"</a>]]>
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        <dc:subject>ashlee</dc:subject>
<dc:subject>berkley</dc:subject>
<dc:subject>cannibal club</dc:subject>
<dc:subject>fraxi</dc:subject>

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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/78-Englische-Erziehung-einmal-ganz-anders.html" rel="alternate" title="Englische Erziehung – einmal ganz anders " />
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            <name>sehpferd</name>
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        <published>2016-10-20T06:10:00Z</published>
        <updated>2026-06-15T15:48:38Z</updated>
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        <title type="html">Englische Erziehung – einmal ganz anders </title>
        <content type="html">
            <![CDATA[Was in Deutschland „Englische  Erziehung“ heißt, war lange Zeit als „<em>English Vice</em>“ bekannt. Manche Menschen glauben, damit sei die englische Internatserziehung gemeint, die in der Bekanntschaft mit dem Rohrstock („cane“) ihren einprägsamsten Ausdruck fand. Ich bekam gerade diese Fundsache aus "Tumblr":<br />
<br />
<em>Hinweis; der Tumblr-Account wurde aufgelöst. Ich versuche, demnächst ein ähnliches, weitgehend unverfängliches Bild an dieser Stelle zu veröffentlichen). </em><br />
<br />
<strong>Luxusbordelle für die Gentlemen, der Freude am Schmerz hatte </strong><br />
<br />
Tatsächlich wird aber mit dem Begriff „englische Erziehung“ zumeist der Brauch gemeint, sich in speziell dafür eingerichteten Bordellen von einschlägigen Damen gehörig schlagen zu lassen. Teils ging es den Herren nur darum, die Lust am Schmerz zu genießen. Doch wer seinen Allerwertesten lustvoll züchtigen lassen und sich dabei parallel von einer „Frictrix“ erotisch bedienen lassen wollte, fand hier ebenfalls den Ort dafür. Das berühmteste Flagellationsbordell war das der Theresa Berkley in London.<br />
<br />
Dazu heißt es in einer historischen Quelle (bei Eulenburg):<br />
<br />
<blockquote>Schon im Anfange des 19. Jahrhunderts gab es in London luxuriös ausgestattete Etablissements, die vorzugsweise der Flagellation dienten und in denen geschickte, berufsmäßig ausgebildete Hände über den danach lüsternen Männern die Rute schwangen. Die "Königin" dieses Gewerbezweiges scheint aber nach allgemeinem sachkennerischen Urteil die unsterbliche Erfinderin des "Berkley Horse" zu sein ... die Maschine ... ließ sich in jedem beliebigen Winkel verstellen, um den Körper in jede speziell wünschenswerte Position zu bringen zu können. Auf einem zeitgenössischen Kupferstiche erblickt man einen auf dem "Pferde" befindlichen nackten Mann, dem Mr. Berkley eigenhändig die Posteriota mit Ruten peitscht, während ein in einem Stuhl darunter sitzendes Frauenzimmer als "frictrix" an seinem "embolon" arbeitend dargestellt ist. </blockquote><br />
<br />
Nach: <a href="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/91/Sadismus_und_Masochismus_%28IA_sadismusundmasoc00eule%29.pdf">Albert Eulenburg: Aktive und passive Flagellation</a> (1902 - 1911) <br />
<br />
Und ich erklären gerne: <br />
<br />
(<em>1)	Posteriota – der Hintern. <br />
(2)	<a href="http://www.zeno.org/Georges-1913/A/frictrix">Frictrix </a>(auch „Frictrice“) – „Reiberin“ – eine Frau, die den Penis manuell stimuliert, im Gegensatz zur „Fellatrix“, also eine Frau, die Fellatio ausübt. So ganz genau nahm man die Begriffe damals nicht. <br />
(3)	Im Originaltext heißt es: „Eine Frau sitzt auf einem Stuhle genau unter (dem Berkley Horse) ihre Brüste, Bauch und Schamhaare sind dabei völlig entblößt. Sie bedient sein Embolon, während Frau Berkley seinen Posterior mit Ruten peitscht.“<br />
(4)	Embolon – eigentlich eine Schwellung – Umschreibung für den Penis. <br />
(5)	Das oft gezeigte Holzgestell ist wahrscheinlich nicht das authentische „Berkley Horse“.</em><br />
<br />
Wissen Sie nicht, woher ein Wort stammt oder was ein altes , heute ungebräuchliches Wort bedeutete? Fragen Sie Sehpferd!</em> ]]>
        </content>
        
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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2180-Die-Moeglichkeit-von-Fake-News-zu-Urgrossvaters-Zeiten.html" rel="alternate" title="Die Möglichkeit von &quot;Fake News&quot; zu Urgroßvaters Zeiten" />
        <author>
            <name>sehpferd</name>
                    </author>
    
        <published>2026-05-30T10:15:00Z</published>
        <updated>2026-06-07T10:38:37Z</updated>
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            <category scheme="https://sehpferd.de/index.php?/categories/27-Theresa-Berkley-auf-den-Spuren-einer-Legende" label="Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende" term="Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende" />
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            <category scheme="https://sehpferd.de/index.php?/categories/22-wissenschaftskritik" label="wissenschaftskritik" term="wissenschaftskritik" />
    
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        <title type="html">Die Möglichkeit von &quot;Fake News&quot; zu Urgroßvaters Zeiten</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[Bevor das Internet mit all seinen geschwätzigen Kanälen, sozialen Netzwerken und Influencern Gerüchte verbreiteten, wurden sie über literarische Werke bekannt. Und obwohl die Auflage für heutige Verhältnisse gering war, besaßen doch einige Menschen solche „unanständige Bücher“, und nicht wenige sammelten sie. Auf diese Weise begann auch die Geschichte, die ich in mehreren Folgen auf ungewöhnliche Art  präsentieren will. <br />
<br />
<strong>Das 19. Jahrhundert und die Liebhaber erotischer Bücher</strong><br />
<br />
Das Interesse an erotischen Werken war in Sammlerkreisen des 19. Jahrhunderts groß, der Wahrheitsgehalt jedoch oft gering. In den erotischen Büchern der viktorianischen Ära wurde ohnehin oft „skandalöse Tatsachen“ mit den Inhalten bereits existierender Bücher abgemischt und mit viel Fantasie angereichert. <br />
<br />
<strong>Eine berühmte Bordellwirtin aus der Sicht eines Buchliebabers</strong><br />
<br />
Hier versuchen wir, den Fall einer reichen Londoner Bordellwirtin wieder aufzurollen. Er wäre kaum eine Randnotiz wert, wenn er nicht in spektakulärer Weise von einem gewissen Pisanus Fraxi aufbereitet worden wäre. Hinter dem Pseudonym verbarg sich ein Londoner Kaufmann, Autor, Bibliograf und vor allem Sammler erotischer Werke. Von ihm wird noch vielfach die Rede sein. <br />
<br />
Beginnen wir mit etwas Humor - ich habe die Hauptaussagen in ein Theater verlegt, in dem die<a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2178-Die-Geschichte-einer-seltsamen-Dame,-die-sich-Berkley-nannte.html"> Hauptakteure ihre Auftritte bekommen.</a> ]]>
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        <dc:subject>berkley</dc:subject>
<dc:subject>erotik</dc:subject>
<dc:subject>fraxi</dc:subject>
<dc:subject>literatur</dc:subject>
<dc:subject>viktoranische zeit</dc:subject>

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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2177-Frauen-und-Maenner-Da-ist-der-Wurm-drin.html" rel="alternate" title="Frauen und Männer: Da ist der Wurm drin" />
        <author>
            <name>sehpferd</name>
                    </author>
    
        <published>2026-05-19T16:22:00Z</published>
        <updated>2026-05-21T08:32:49Z</updated>
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        <title type="html">Frauen und Männer: Da ist der Wurm drin</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:816 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="765"  src="https://sehpferd.de/uploads/gen_xyz.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Gen-X, Gen-Y, Gen-Z - wer ist nun wer?</figcaption></figure><em><strong>Frauen und Männer: Da ist der Wurm drin - warum eigentlich? Versuchen wir es mal mit ein bisschen humorvoller, aber bitterer Wahrheit?</strong></em><br />
<br />
<h1>Männer - Spielmaterial für weibliche Eitelkeit?</h1>Habt ihr mal Dating-Sendungen gesehen? Da sitzen sie nun, die jungen Männer, von vornherein dazu verdammt, einige Stunden als Spielmaterial der weiblichen Eitelkeit zu dienen. Dabei kommt beiden zugute, dass sie aus irgendwelchen Gründen ohnehin kaum Chancen aufeinander haben. Zu viel Beziehungen, noch keine Beziehungen, zu viel Flausen im Kopf, aber zu wenig Grips oder Traute, sie zu verwirklichen. Mit Eisenketten gefesselt an die Grundmauern des Heimatorts aber voller Träume von fernen Ländern, die man wohl sehen will, aber niemals begreifen wird. Träume von übereinstimmenden „Musikrichtungen“, aber nicht vom Rest der Kultur. Fehlt nur noch der „Body“, zu dessen Erblühen man viel Geld und Schweiß verwendet. Die innere Lage belanglos, der Emotionsvorrat reguliert. Und natürlich das Handy, das soziale Netzwerk, der Aufbau von Dutzenden Parallelbeziehungen, die einen geringen Stellenwert haben. <br />
<br />
<strong>Wir haben Werte – das sollte eigentlich reichen</strong><br />
<br />
Junge Männer taugen nichts – junge Frauen noch weniger. Das dümmliche „Gewertschätztwerden“ erweist sich als Kunstbegriff aus einer verlogenen Ethik. Wir müssen nicht „wertgeschätzt“ werden – wir sind etwas wert und werden deshalb geschätzt. <br />
<br />
<strong>Dummheit aus sozialen Netzwerken beziehen? </strong><br />
<br />
Die sozialen Netzwerke verbreiten das dumme Gefasel über Beziehungen, und geschwätzige Nichtswisser(innen) tun sich damit hervor. Wer den verhüllenden Schleier herunterreißt, stellt ernüchtert fest, dass auf solche Weise keine Beziehungen entstehen. Das kann man auch so sehen:<br />
<br />
<blockquote>Zu begreifen, dass Frauen keine kontrollierbare Putzhilfe mit Blowjob-Flatrate sind und man sie nicht als Preis bekommt, wenn man Bauchmuskeln hat – schwierig in den Schädel zu bekommen, vor allem wenn dir das Internet im Millisekundentakt komplett etwas anderes erzählt. </blockquote><br />
<br />
<strong>Lösungen durch die Vorgängergeneration? </strong><br />
<br />
Lösungen? Ach so, Lösungen. Nicht gerade die Stärke der „Gen Z“, wenn ich mich so umhöre. Und ob die Millennial-Frauen die Gen-Z-Männer retten könnten? <br />
<br />
Da bin ich doch halbwegs verdutzt. Die Millennial-Frauen sollen den Gen-Z-Jungs beibringen, wie man sein Leben in Ordnung bringt? <br />
<br />
Irgendwie habe ich den Verdacht, dass dabei beide nicht glücklich werden. Schaut mal, die „GEN-Y-Frauen (Millennials) sind ja zwischen 1980 und 1996 geboren, also so zwischen 30 und 46 Jahre alt. <br />
<br />
Nein, nein … es macht nichts, wenn sich reifere Frauen mal um das Wohlbefinden der jungen Männer kümmern. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass dies nicht viel ändert. <br />
<br />
<em>Zitat und weitere Informationen im <a href="https://www.tagesanzeiger.ch/guelsha-ueber-gen-z-dating-entwickelt-sich-zur-single-aera-748207430909">Tagesanzeiger</a>. </em><br />
 ]]>
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        <dc:subject>frauen</dc:subject>
<dc:subject>gen-y</dc:subject>
<dc:subject>gen-z</dc:subject>
<dc:subject>männer</dc:subject>
<dc:subject>zusammenpassen</dc:subject>

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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2176-Die-maennliche-Einsamkeitskrise-in-Schweden.html" rel="alternate" title="Die männliche Einsamkeitskrise - in Schweden" />
        <author>
            <name>Gebhard Roese</name>
                    </author>
    
        <published>2026-05-15T13:49:00Z</published>
        <updated>2026-05-15T14:21:15Z</updated>
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        <title type="html">Die männliche Einsamkeitskrise - in Schweden</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 1024px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:815 --><img class="serendipity_image_center" width="1024" height="506"  src="https://sehpferd.de/uploads/wohin_geht_es_mann.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Wohin gehst du, Mann?</figcaption></figure>Schweden, das Musterland der Frauenemanzipation sorgt sich um die Männer – und diesmal geht es nicht um Frauenrechte, Prostitution oder ähnliche Themen, sondern um – <em>Einsamkeit.</em> Konkret haben die schwedischen Gesundheitshüter die „male loneliness epidemic“ entdeckt. <br />
<br />
Diese Krise gilt als Folgeerscheinung des Covid-Ausbruchs, und sie wurde Anfang der 2020-er Jahren zuerst beschrieben. Außer der Epidemie wurde auch eine allgemeine soziale Vereinsamung in der westlichen Welt festgestellt. <br />
<br />
Ob die Frauenemanzipation wirklich etwas mit einer „spezifisch männlichen Einsamkeitskrise“ zu tun hat, ist nicht belegt, allerdings heißt es dazu in der Presse:<br />
<br />
<blockquote>Die betroffenen Männer leiden nicht nur selbst unter der Isolierung, sie werden auch zu einer Gefahr für die Gesellschaft, weil sie sich radikalisieren, Hass auf Frauen entwickeln und diesen dann im Internet äußern.</blockquote><br />
<strong>Brauchen Männer wirklich Nachhilfe?</strong><br />
<br />
Die Verantwortung dafür, dass die Männer allein bleiben, wurde dabei angeblich bei „Vätern oder rechten Influencern“ gefunden. Sie seien es, die veraltete Rollenbilder unterstützen würden. Aus eben diesen Gründen würden sie „toxisch und übergriffig“ auf Frauen wirken. <br />
<br />
Kurz und gut: Männer brauchen angeblich Nachhilfe – und diese will nun ein Ratgeber vermitteln, der vom <em>Schwedischen Verband für Sexualaufklärung</em> im Auftrag der schwedischen Gesundheitsbehörde herausgegeben wurde.<br />
<br />
<h1>Wirklich sinnvolle Dating-Ratschläge passen auf einen Bierdeckel</h1><strong>Spuren des Feminismus - Männer müssen sich ändern</strong> <br />
<br />
Allerdings kommen all die Sprüche der Kategorie „Männer müssen sich ändern“ aus dem Bereich des extremen Feminismus. Können Ratgeber für Männer da wirklich nützlich sein? Und wie es mit den Frauen? Verhalten sie sich aus ihrer weiblichen Veranlagung heraus immer perfekt? Treten wenigsten sie bei Dates so auf, wie die Männer dies erwarten dürfen? <br />
<br />
Vermutlich nicht. Modernes Dating (ein anderes gibt es kaum noch) ist kompliziert, und sowohl Frauen wie Männer sind selten darauf vorbereitet, was ein erstes Date bedeutet. Die wirklich sinnvollen Ratschläge passen auf einen Bierdeckel – aber es nützt nichts, dass sie dort stehen, wenn sie nichts auch in die Köpfe einwandern. <br />
<br />
Und genau da liegt das Problem – nicht bei Frauen, nicht bei Männern, sondern bei all dem Unsinn, der in den Köpfen der Suchenden herumspukt. <br />
<br />
<em>Zitat: <a href="https://www.elle.de/female-empowerment/liebe-dating-male-loneliness-ratgeber-schweden">Elle</a>.<br />
Weitere Meinungen (ausführlich, englisch): <a href="https://www.image.ie/self/the-male-loneliness-epidemic-and-why-women-are-still-carrying-the-emotional-load-952757">Image Magazin</a> </em> ]]>
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        <dc:subject>beeinflusser</dc:subject>
<dc:subject>einsamkeitskrise</dc:subject>
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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2175-Auf-den-Kanzler-kommt-es-an-leider.html" rel="alternate" title="Auf den Kanzler kommt es an … leider" />
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            <name>sehpferd</name>
                    </author>
    
        <published>2026-05-08T08:52:00Z</published>
        <updated>2026-05-08T09:01:48Z</updated>
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        <title type="html">Auf den Kanzler kommt es an … leider</title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<blockquote>„Starker Kanzler – starkes Deutschland. Der Richtige zur richtigen Zeit.“ </blockquote><br />
Ihr erinnert euch? Das war eine <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2080-CDU-Plakate-mit-Wirtschaftskompetenz,-aber-auch-mit-Retro-Effekten.html">Wahlpropaganda</a> aus uralten Zeiten, die man dem Herrn Merz aufgedrückt hat, der damit später <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2088-Die-Bundestagswahl-...-Gewinner-CDUCSU-oder-Gewinner-Merz.html">Bundeskanzler</a> wurde. <br />
<br />
Inzwischen fallen die Zustimmungswerte für Herrn Merz rapide. Demoskopen stellten fest, dass nur noch 16 Prozent der Befragten mit seiner Arbeit zufrieden sind. <br />
<br />
Doch es ist nicht nur eine Frage der Zufriedenheit. Mehr und mehr wird auch die Kompetenz infrage gestellt, vor allem bei der <a href="https://www.spiegel.de/politik/deutschland/friedrich-merz-kanzler-erreicht-tiefstwert-bei-zustimmungswerten-a-ae3221a7-59cc-4d33-8509-873f6349944e">Kommunikation des Kanzlers</a>: Gerade mal 14 Prozent der Befragten sagten kürzlich, dass Merz „überzeugend kommuniziert“.<br />
<br />
Das hat – mit <a href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2029-Der-Tuedelkram.html">anderen Worten</a> und unter erheblicher Presseschelte – auch schon sein Vorgänger über ihn gesagt: <br />
<br />
<blockquote>Fritze Merz erzählt gern Tünkram. (1)</blockquote><br />
Eigentlich ist es nicht die Zeit für Scherze. Denn die Frage ist nun, wie Herr Merz aus dem Keller wieder herauskommen will, in den er nun geraten ist. <br />
<br />
Er selbst schweigt dazu, sieht dies offensichtlich anders, rechtfertigt sich gerne. Gerade die Rechtfertigungen aber sind es, die bei den Bürgern überhaupt nicht „ankommen“ - und in seiner Partei offenbar auch nicht. <br />
<br />
<em>(1)	Gemeint war <em>„Tüdelkram</em>“, niederdeutsch für „Lappalien“. </em> ]]>
        </content>
        <dc:subject>cdu</dc:subject>
<dc:subject>kanzler</dc:subject>
<dc:subject>kommunikation</dc:subject>
<dc:subject>merz</dc:subject>
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        <link href="https://sehpferd.de/index.php?/archives/2174-Vom-ganz-gewoehnlichen-Gespraech-zur-intimen-Begegnung.html" rel="alternate" title="Vom ganz gewöhnlichen Gespräch zur intimen Begegnung " />
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        <published>2026-04-22T09:44:00Z</published>
        <updated>2026-04-23T08:25:42Z</updated>
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        <title type="html">Vom ganz gewöhnlichen Gespräch zur intimen Begegnung </title>
        <content type="html">
            <![CDATA[<figure class="serendipity_imageComment_center" style="width: 620px"><div class="serendipity_imageComment_img"><!-- s9ymdb:814 --><img class="serendipity_image_center" width="620" height="559"  src="https://sehpferd.de/uploads/klassische_verfuehrung.jpg"  loading="lazy" alt=""></div><figcaption class="serendipity_imageComment_txt">Klassische Verführung </figcaption></figure><em>Dies ist kein Wegweiser, sondern eine Sammlung von modernen Auffassungen über „gegenseitige Verführungen“.</em><br />
<br />
Persönliche Gespräche schaffen Kontakte – egal, welchen „Anspruch“ du hast. Nun kannst du natürlich sagen: Warum ausgerechnet das „gewöhnliche Gespräch“? Gibt es nicht Hunderte von Ratschlägen, was Männer „tun“ oder „sagen“ müssen, wenn sie eine Frau, „herumkriegen“ wollen?<br />
<br />
Klare Ansage: <em>„Herumkriegen“</em> ist ein Unwort. Es stammt aus Zeiten, in denen Männer ihre Machtposition ausnutzen, um Frauen einzuschüchtern. <br />
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<strong>Frauen und Frauen, Männer und Frauen </strong><br />
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Fragen wir doch mal etwa anders: Was machen Frauen, um andere Frauen in ihre Intimsphäre zu locken?<br />
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Eine Bekannte, die beide Seiten kennt, hat es mit einmal ausführlich erklärt. Am Ende ging alles auf einen Bierdeckel: Small Talk – Vertrauen aufbauen, Wünsche wecken oder vertiefen – und ab auf die Couch, um einander diese Wünsche zu erfüllen. <br />
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<strong>Methoden der Kommunikation – im Groben </strong><br />
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Klar, das geht nicht immer – und wenn ein Mann eine Frau sucht, ist das alles ein bisschen komplizierter. Aber was ich davon mitgenommen habe, ist dies: Small Talk ist wichtig, um zu erfahren, was die andere Person besonders bewegt. Man geht dazu  heute gerne zum  „einfühlsamen Zuhören“ über. Im Grunde handelt es sich aber um ein Verfahren, um eine Person mithilfe ihrer eigenen Worte zu lenken: <strong>Aktives Zuhören</strong>. Die meisten Menschen, die es beherrschen, nutzen es zum Wohl der anderen Person. <br />
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Falls wenigstens eine Person an einer intimen Beziehung interessiert ist, wird sie die Methode jedoch auch nutzen, um etwas über die Wünsche, Defizite und Begierden der anderen Person zu erfahren. Daraus kann unter günstigen Bedingungen die „gegenseitige Verführung“ entstehen.  <br />
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<strong>Vom guten Gespräch bis zur gegenseitigen Verführung</strong><br />
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Zuvor will ich die Definition von „Verführungen“ in ein neues Licht rücken. Das Wort wurde von zahllosen Autorinnen und Autoren in die Schmuddelecke verbannt. Der Grund ist einfach: „Führung“ ist nach Ansicht der Moralisten gut, weil die Ziele „lauter“ sind, also „reinen Gedanken“ entsprechen. Verführung ist hingegen, was die bösen Wölfe im Märchen im Sinn haben: „Schnell die Befriedigung der Gelüste zu erreichen – und zwar zum Schaden anderer“. <br />
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Dabei wird ein Machtgefälle angenommen: Verführer(innen) sind stark, aktiv, „verschlagen“ (unehrlich), schlau und egozentrisch. Verführte hingegen sind schwach, passiv, naiv, gutgläubig und altruistisch. <br />
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Das mag in der Vergangenheit durchaus so gewesen sein. Doch seit selbstbewusste und emanzipierte Menschen aufeinandertreffen, gilt eher das, was ich hier beschreibe:<br />
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<em>Verführungen sind heute oft wechselseitige Prozesse, bei dem zunächst nicht deutlich wird, was beide Personen voneinander wollen. Im Verlauf des Gesprächs versuchen nun beide, herauszufinden, inwieweit sie sich auf die andere Person jetzt und hier einlassen wollen. Letztlich überprüft jede Person ihre Begierden und Hürden, wobei Überraschungen durchaus möglich sind. </em><br />
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<strong>Das Fazit</strong><br />
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Gewöhnlicher Small Talk ist eine Möglichkeit, Gespräche in jede beliebige Richtung auszuweiten, solange beide sich dabei wohlfühlen. Der Small Talk führt immer dann zu einem gewissen Erfolg, wenn gemeinsame Interessen entdeckt werden. Dann kann er zu Freundschaften führen und manchmal auch zu Beziehungen. Sollten dabei gemeinsame intime Wünsche entdeckt werden, dann bleibt noch zu klären, ob sie auch miteinander ausgeführt werden können. Die „Schmetterlinge im Bauch“ werden dabei als Sinnbild für sexuelle Begierde genutzt. <br />
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Ebenfalls zum Thema: <a href="https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/139-Small-Talk,-um-Liebe-zu-finden.html">Small Talk</a> bei realfeelings.<br />
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<em>Zu Theoretisch? Nicht verstanden? Nicht einverstanden? Dann mal los - kommentieren! <br />
Bild: Buchillustration, anonym. </em> ]]>
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