Skip to content

Neues von DVB T2

Offensichtlich hat die Kritik an der mangelhaften Reichweite des DVB-T2 Fernsehens inzwischen Früchte getragen, obgleich dies kaum jemand bemerkte (schon gar nicht die Presse).

Schuld daran ist auch die (höflich ausgerückt) zurückhaltende Informationspolitik des „offiziellen Portals“ von DVB-T2. Es ist wirklich fast aussichtslos, die Informationen zu finden, die auf einer anderen Webseite veröffentlicht wurden und die ich hier zitiere:

ARD und ZDF verkünden weitere Starttermine für 2018
26. September 2018

Amberg, Bamberg, Ochsenkopf (Bayern); Chemnitz-Geyer, Chemnitz-Reichenhain (Sachsen) und Gera (Thüringen).


Und seither … empfange ich in Altenburg auch die ZDF-Sender in HD-Qualität. Übrigens benutze ich dazu eine sehr einfache, kostengünstige und überaus empfangsstarke Antenne, deren Verstärker über einen USB-Anschluss mit Strom versorgt wird. Sie wird von mehreren No-Name-Anbietern vertrieben. Das kostspielige, von der „Stiftung Warentest“ empfohlene deutsche Markenprodukt, das ich zuvor verwendete, leistete am Aufstellungsort wesentlich weniger.

Nachtrag zum Tatort "Tiere der Großstadt"

Ja, ich habe ihn mal wieder gesehen, den Tatort, in Begleitung von Frau und Hund. Der absolut erregendste Moment für mich: Durchs nächtlich Berlin traben drei Wildschweine. Der Hund sieht es, springt vom Feldherrnhügel, rast auf den Fernseher zu, springt mit den Vorderpfoten auf die Schrankkante, und verbellt die inzwischen verschwundenen Wildsäue. Die nächste drei bis fünf Minuten verbringe ich damit, den Hund zu beruhigen.

Der Film war mir ein bisschen zu konstruiert. Zwei Fälle, die nichts miteinander zu tun haben, menschliche Schwächen, Melancholie. Ein Kaffeeautomat, der absolut nicht in der Lage wäre, zu morden, kann es schließlich doch. Sozusagen „von hinten durch die Brust ins Auge“ mit super-einfacher Programmierung. Der mordenden Auftraggeberin an den Automaten tut’s am Ende leid. Na ja, wenn sie in den Knast muss (was nicht zu erwarten ist, die Beweislage ist dürftig), bleiben die Katzen allein – ach, die waren ja soooo süß. Und eine der Katzen der Ehefrau wurde auch noch für die Geliebte abgezweigt, äh … war das nun das Mordmotiv?

Tiere gab’s also in großer Zahl, und der zweite Mörder erwies sich als – Wildschwein. Aber eben nicht so richtig, da musste man schon Jurist sein, um da noch mitzukommen, und Drehbuchschreiber, um den Trick überhaupt hinzubekommen: Frau wird beim Joggen von Wildschwein (Eber?) im Wald erheblich verletzt und hätte noch gerettet werden können. Doch wie durch ein Wunder kam der Ehemann, der alsbald geschieden werden sollte, auf dem exakt gleichen Weg vorbei und unterließ die Hilfeleistung. Na, und dann hat er Brötchen gebacken und tat so, als vermiss er seien Frau.

Na, Tiere eben. Allesamt. "Alle meine Großstadttiere" oder der "Robby, die Tabby und das Kaftötdings". Ach so, oder eben: Tiere der Großstadt.

Neues von Samsung – hakelige Updates

Für den Samsung GX-MB540TL gibt es – oh Wunder – eine neue Software-Version. Nachdem bisher alles Software-Versionen das Gerät in der Handhabung verschlechtert haben, nun ja … wagen wir dennoch ein Update?
Der Unfug beginnt ... ein Softwareproblem, ein Programmfehler, oder einfach eine Schlamperei?
Das Update erweist sich als nicht funktionstüchtig. SAMSUNG kommt wieder mit den üblichen Albernheiten:

Ein Softwareupdate ist verfügbar. Zum Aktualisieren der Software verbinden Sie den Receiver mit dem Internet mittels eines Ethernetkabels oder laden Sie die Software von der Produktseite auf der SAMSUNG-Webseite.


Der Blödsinn liegt im Ethernetkabel. Ich bin per WLAN mit dem Internet verbunden, nicht per Ethernetkabel. Und wenn ich diese Verbindung trenne, muss ich den Receiver erfahrungsgemäß wieder neu konfigurieren (recht hakelig). Und per WLAN bekommt man anschließend einen schwarzen Bildschirm. Zudem ging dies schon einmal völlig schief: Nach dem Update zeigte SAMSUNG Unsinns-Meldungen, die ganz offensichtlich von seinem Partner Freenet TV stammen. Das Problem liegt dann daran, dass SAMSUNG nicht auf den letzten gewählten Sender zurückfällt, sondern auf den ersten verfügbaren Freenet-Sender.
Die Unsinns-Meldung - die Software sucht zuerst den ersten verfügbaren Freenet-Sender

Ob ich ein Update wage? Bisher war SAMSUNG nicht einmal in der Lage, eine befriedigende Antwort darauf zu finden, warum die bisherigen Softwareversionen Fehler hatten und welche Probleme nun behoben sind.

MDR-Tatort: Schlechtes Drehbuch … und alles schon mal gesehen

Der MDR hat mal wieder einen Krimi verbrochen. Ich habe ihn nicht gesehen, kann aber nach meinen Recherchen soviel sagen: Online-Dating ist eine Angelegenheit, über die viele schreiben, meckern und manchmal auch Entsetzen verbreiten. Und kaum jemand hat intime Kenntnisse, was dort abläuft und wie die es sich „anfühlt“, häufig fremden Menschen zu begegnen, um mit ihnen die Möglichkeit einer Partnerschaft abzuklären.

Alles, was ich darüber las, kann so zusammengefasst werden: Das haben wir detailliert schon einmal in ähnlicher Form gesehen. Der Autor Erol Yesilkaya mag ja schon viele gute Krimis geschrieben haben, aber dieser wirkt wie ein Patchwork aus „vom Hörensagen“, Boulevardpresse-Berichten und „alle schon mal da gewesen.“ Dazu der neue Trend: Frauen kommen gut weg, Männer eher schlecht.

Na schön – es ist eben billige Fernsehunterhaltung, aufgemotzt mit Mord und dem - wie es scheint – immer noch spektakulären Thema „Online-Dating“.

Die Kritiken waren einhellig schlecht, was das Drehbuch betrifft. Und was „wir daraus lernen können?“ Gar nichts. Es sei denn, dies: Krimis sind ziemlich ausgelutscht, und Autoren fällt kaum noch etwas ein.

Übrigens ein enormer Schuss in den Ofen ist die Überschrift im STERN:
Das Geschäft mit der Einsamkeit - ein "Tatort" aus der Dating-Hölle

Reißerischer geht's kaum noch.

Mal ablächeln – ESC und Netta

Glückskatzen, Mickey-Mouse-Frisur, Ententanz = ESC-Erfolg?
Ja, ja, es sei ihr gegönnt. Und bitte: warum auch nicht. Wenn sie meint „Danke, dass Ihr Euch fürs Anderssein entschieden habt und Unterschiede akzeptiert“, dann ist das OK – denn die akzeptieren wir. Dennoch: Mickey-Mouse-Frisur, Bataillone von Glückskatzen und Ententänzchen, dazu eine Rührstory über eine Ex-Underdog, da wurde eben auch kräftig in Emotionen investiert.

Ja sicher, und Deutschland kam auf Platz vier, was sehr ehrenhaft ist und worüber man sich hier in Deutschland durchaus freuen mag.

Unverständliches und heimliche Sieger

Na und dann: Jessica Mauboy, ähnlich schrullig wie Netta, und ebenfalls total überzogen, kam auf Platz 20. Dafür kam Elina Nechayeva verdientermaßen auf Platz acht. Der absolut nichtssagende „Sänger“ aus Schweden auf Platz sieben (was mich sehr verwunderte – hat der eigentlich wirklich gesungen?) Ebenfalls völlig unverständlich, warum der ebenfalls nicht sonderlich begabte Mikolas Josef auf Platz sechs landete.

Einer der wenigen Beiträge, die wirklich „unter die Haut“ gingen, kam immerhin auf Platz fünf: Non Mi Avete Fatto Niente von Ermal Meta und Fabrizio Moro – dem Publikum sei Dank. Michael Schulte auf Platz vier geht in Ordnung – kann singen, ist bescheiden, trifft die Seele der Jugend. Cesar Sampson auf Platz drei - ein wenig überraschend, aber warum eigentlich nicht? Platz zwei –was für eine Katatrophe. Was wirkte denn da auf Publikum und Jury ein? Das Kleid? Der sexy Auftritt? Der Gesang kann’s nicht gewesen sein.

Nun ja, und Netta eben. Platz eins mit Ententänzchen. Muss wohl so sein.