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Gender-Forschung – Einwände und Argumente

Der rechte Rand der CDU kämpft gegen Genderforschung –die AfD tut es auch, und viele andere wissen zwar nicht, worum es geht, haben aber einen inneren Widerwillen gegen diese junge und im Grunde „selbst ernannte“ Wissenschaft. Sie hat den Makel, sich nach außen hin als seriös und faktenbasiert darzustellen, während sie innerlich mehrheitlich von Ideologien geprägt ist.

Anmerkungen zu Forschung und Lehre

Es gibt zahlreiche Anmerkungen. Zum einen ist die Forschung und Lehre auch dann frei, wenn ihre Vorbilder oder Adepten ideologisch motiviert sind. Schließlich wird auch nach wie vor über die Segnungen des Sozialismus in der Zukunft geforscht, obgleich die Vergangenheit nicht dafür spricht. Ähnliches gilt auch für andere Ideologien.

Zweitens kann eine Wissenschaft durchaus einen Segen als Nebeneffekt haben: Psychotherapie basiert zwar im Ursprung auf märchenhafte Annahmen und Vermutungen, Meinungen und Täuschungen, und dennoch können manche Psychotherapeuten helfen, die Lebensqualität zu verbessern.

Geisteswissenschaften wollen oft nicht objektiv sein

Der Knackpunkt bei allen Geisteswissenschaften ist ja: Wie objektiv kann man als Geisteswissenschaftler sein, wenn man sehr wenig messen, wägen und beweisen kann? Und die Antwort fällt meist so aus: Man kann es nicht. Ja es wird behauptet, Objektivität sei nicht einmal wünschenswert, denn wichtig sei die „Lebensbedeutsamkeit“, die freilich jeden Tag, an dem wir aufstehen, ein wenig schwankt. Der Philosoph Jürgen Habermas versteigert sich zu der Behauptung:

In Wahrheit ist aber das Wissen über die scheinbar objektive Welt der Tatsachen transzendental (1) in der Vorwissenschaftlichen gegründet.


Damit taucht er freilich in die Welt der philosophischen Allchemie ab. Und nun können wir auch zur Genderforschung zurückkehren: Dort versucht man, biologische Grundlagen zu umgehen und ein merkwürdig verklärtes Bild eines „sozialen Geschlechts“ aufzubauen, um einen Gegensatz zum „biologischen Geschlecht“ zu schaffen. Demnach werden die Geschlechtseigenschaften der Persönlichkeit in der Gesellschaft und aus der Kultur heraus aufgebaut.

Ein alter Hut, neu aufgesetzt

Im Grund wird dabei ein alter Streit neu befeuert: Werden die Geschlechtereigenschaften der Erwachsenen durch die Erziehung (Eltern, Kultur und Gesellschaft) oder durch die Gene geprägt?

Die Macht der Natur wird unterschätzt

Die Frage ist müßig, denn sie werden durch die Gene geprägt und später in die eine oder andere Richtung gelenkt – teils ohne Zweifel durch die Erziehung. Später dann aber auch durch das eigene Bewusstsein, das in den freien Willen mündet, etwas zu tun oder zu unterlassen. Selbstverständlich könnet man durch eine dämonisch oder kriminell angelegte Gehirnwäsche versuchen, Jugendliche in die eine oder andere Richtung „umzulenken“, aber wer täte das schon? Einen Jungen zu feminisieren oder ein Mädchen zu maskulinisieren gelingt zudem nicht ohne Weiteres, weile es für die Natur einfacher ist, das einmal angelegte Geschlecht auszubauen, als es zu verändern. Die Natur handelt viel ökonomischer, als es sich manche der Eierköpfe vorstellen können, und die Gene verleiten das Gehirn dazu, die Körperchemie zu aktivieren – das mächtigste Werkzeug der Natur, um sexuelle Verhaltensweisen hervorzubringen.

Und so bleibe ich bei der Auffassung, bei der Genderforschung würde neben manchem Sinn auch viel Unsinn produziert. Forschen sollen sie dennoch – aber ein bisschen mehr Realitätsnähe und eine deutliche Entideologisierung würde dieser Wissenschaft wirklich nicht schaden.

(1) Vornatürlich, vor dem Erfahrbaren liegend
Zitat aus: Habermas - Technik und Wissenschaft als „Ideologie“ Frankfurt 1970

HARTZ IV – wer etwas anderes will, soll Ross und Reiter nennen

Jetzt fängt das Herumeiern schon wieder an: „Wir haben kein Konzept, aber wir machen erst einmal Versprechungen.“ Gemeint ist HARTZ IV, das deutsche Erfolgsrezept für eine prosperierende Wirtschaft, das der SPD mittlerweile allerdings wie ein Klotz am Bein hängt.

Nun ist es ja wirklich nicht so, dass HARTZ IV ideal ist, und es gibt sinnvolle Meinungen von Menschen dazu, die daran etwas ändern wollen.

Das Problem ist nur: Niemand wagt sich aus den Kaninchenlöchern heraus, den jeder, der es tun würde, müsste die Jäger fürchten. Und das zunächst einmal zu Recht. Denn die Alternativen sind so gut wie unerprobt, und hinter ihnen steht noch keine überprüfbare Finanzierung.

Und deshalb dürfen wir, die Bürger, dies von den Politikern erwarten: Erst denken, dann rechnen und schließlich die Klappe aufmachen. Alles andere ist unseriös. Und dieser Vorwurf geht wirklich nicht nur an die SPD, die um ihre letzten verbliebenen Wähler kämpft.

Ich bin mir nicht sicher, ob jemals seriöse Rechnungen für „Grundeinkommen“ und dergleichen vorgelegt wurden – und ich bezweifle auch, dass sie jemals vorgelegt werden.

Oh, Politiker: Ihr könnt mich noch überraschen, nicht wahr?

Die CDU in ultrakonservativ - Werteunion

Ich bin immer kurz vor dem geistigen Erbrechen, wenn Menschen über „echte Werte“ sprechen. Werte sind im Grunde immer etwas wert – nur könnte es eben sein, dass Werte dem einen etwas anderes wert sind als dem anderen.

Und da sind sie nun, die „echten Werte“. Sie seien „seit Generationen erprobt“ sagt die Werteunion, eine Art ultrakonservativer Flügel der CDU, der sich selbst – wie könnte es anders sein –als „Wertkonservativ“ bezeichnet.

Rechnen wir mal: Wenn jemand heute in den “Besten Jahren“, also vielleicht 45 ist, dann wurde er 1973 geboren, seine Eltern also gegen 1940 (ich vereinfache das mal), seine Großeltern gegen 1910 und seine Urgroßeltern gegen 1880. Nun sammeln wir mal die Werte von 1900 bis zur Geburt unseres Protagonisten ein. Man muss kein Historiker sein, um zu erfahren, dass die „Werte“ eben KEINEN Bestand hatten. Und dies völlig zu Recht.

Doch stattdessen lesen wir:

Echte Werte finden wir in den Traditionen unserer Heimat wieder: der biblischen Offenbarung; dem Humanismus und der Aufklärung; der Kulturnation Deutschland mit ihrer Philosophie, ihrer Dichtung, ihrer Kunst und ihrem Brauchtum. Das heißt für uns: Ein Wertefundament, das christlich, freiheitlich und patriotisch ist!


Also mal von Anfang an: Die Bibel entstammt dem Orient (auch die Offenbarung) den Humanismus und die Aufklärung nehmen viele für sich in Anspruch – und sie sie hat mit konservativem Denken mithin wenig zu tun. Ohne Zweifel ist Deutschland eine Kulturnation, die allerdings überall Anleihen gemacht hat, um so bedeutend zu werden, wie sie zweifellos ist. Und wer überhaupt das Wort „Kultur“ ind den Mund nimmt, ist durchaus aufgefordert, seine Ansichten zu präzisieren. Erst dann würde klar, welche Auffassung hinter den Schlagworten steht.

Wenn es darum geht, Tacheles zu reden, werden die Damen und Herren vom rechten Flügel der CDU natürlich deutlicher. Da fällt dann plötzlich das Wort „Frühsexualisierung“, die Abtreibungsgegnerschaft wird deutlich manifestiert, und eine Ehe besteht aus „Mann und Frau“, die eine Familie als Keimzelle bilden.

Das alles kann man natürlich meinen und glauben – Gedanken sind frei. Nur – und da liegt die Krux – greifen diese Konzepte die Werte Andersdenkender an. Und falls sie wirklich umgesetzt würden, wären wir wieder auf dem Strand, der unterschwellig auf der Webseite der Werteunion durchscheint: bei Konrad Adenauer, Ludwig Erhard und Franz-Joseph Strauß. Allein dies halte ich für einen Affront gegen eine „evolutionäre Entwicklung“.


Zitat: Werte Union

Das neue Medikament und die Dose

Push Down and Turn - but it will never open again
Neu ist es nicht, das Medikament. Nur ein andrer Hersteller. Der hat (möglicherweise gar ökologisch) gespart und schmeißt die Pillen einfach in eine Dose. Ist zwar auf Reisen höchst unpraktisch, aber na ja.

Deckel auf – Folie über den Pillen, gut so. Noch brauche ich sie ja nicht. Nun, gestern wollte ich die erste der Pillen einnehmen, und siehe da: der Deckel lässt sich nicht öffnen. „Aha“, weiß meine Frau, „ist wie bei den Reinigungsmitteln, kindersicher verpackt: Drücken, dann schrauben - dann geht es auf.“

So steht es auch auf dem Deckel – in Englisch.

Eine Richtung: To Open Push Down & Turn
Andere Richtung: Close Tightly


Da konntest du drauf puschen und quetschen und klammern und drehen – ein Kind kriegt die nicht auf. Ein Erwachsener übrigens auch nicht. Irgendwann, in irgendeiner Schieflage, gelang es mir dann, das Gewinde zu überwinden (klingt gut, nicht wahr)? Also Umfüllen und dann – noch mal versuchen - erfolglos. Heute habe ich mal ein Übungsviertelstündchen eingelegt. Ging nicht. Mal sehen, was der Apotheker darüber weiß.