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Der Herr Kühnert zeigt sein wahres Gesicht

Wer immer noch SPD wählt, sollte wissen, wen er wählt. Gerade hat Juso-Chef Kevin Kühnert verkündet, dass er für einen extremen Sozialismus steht. So extrem, dass mir der Gedanke an die DDR kommt. Gar kein kapitalistisches Eigentum mehr? Am besten gar kein Eigentum für niemanden? Keine private Wohnungswirtschaft mehr, nicht einmal die Vermietung einer Einliegerwohnung?

Ich hoffe, dass die SPD gut zugehört hat und an Herrn Kühnert denkt, wenn sie am nächsten Wahltag die Quittung für ihren Neo-Sozialismus bekommt. Und ich gehe nicht davon aus, dass der Juso-Vorsitzender gegenüber der ZEIT seine Privatmeinung äußerte.

Enteignung

Sicher kann man Wohnraum enteignen, wie es jetzt vonseiten der Aktivisten gefordert wird.

Da gilt nun mal wieder: Auf der Straße kann man schnell Forderungen stellen, doch ich hoffe, die Damen und Herren Demonstranten kennen den einschlägigen § 15 GG, Absatz drei, wenigstens in den Grundzügen. Wer ihn nicht kennt, sollte jetzt mal nachsehen.

Ist ein schneller Erfolg denkbar?

Mein erster Einwand gegen die Enteignungsinitiative: Es wird Jahre dauern, bis die erste Enteignung stattfinden kann. Bis dahin wird das jeweilige Bundesland das Vergnügen haben, Steuergelder für Prozesskosten zu verpulvern. Eure Gelder, liebe Leserinnen und Leser.

Wenn die Sache Erfolg hätte, wäre nichts gewonnen

Nehmen wir nun an, die Sache hätte Erfolg. Dann müsste “jemand“ das Geld aufbringen. In Berlin wird von laschen 30 Milliarden Euro gesprochen – die Aktivisten glauben ernsthaft, dass es auch darunter geht – viel Glück. Und sie verweisen süffisant darauf, dass ihr Land, das Land Berlin, ja nur sechs Milliarden davon aus der Kasse nehmen müsse, die erstlichen 24 Milliarden könnet man ja leihen. Was den Schuldenberg von Berlin auf etwa 80 Milliarden Euro wachsen lassen würde.

Sind Staatsdiener auch gute Immobilienverwalter?

Der neue Eigentümer - dann also wohl eine städtische Wohnverwaltung – hätte kaum weniger Kosten als der alte – ja, man kann davon ausgehen, dass unerfahrene Immobilienverwalter schlechter wirtschaften als kommerzielle. Und also wäre der wirkliche Nutzen nicht recht erkennbar: Vielleicht würden die Mieten nicht steigen, aber die Kosten für den Erhalt der Immobilien werden ja nicht geringer, sondern steigen immer stärker.

Tolle Demos mit null Nutzen?

Und somit wissen wir: Das Ganze hätte, wenn es überhaupt zustande käme, so gut wie gar keinen Effekt.

Ich denke, wenn Tausende auf die Straße gehen, sollten sie wenigstens einen Erfolg haben – den haben sie auch verdient. Aber für eine Sache auf die Straße zu gehen, die keinen Nutzen hat?

Meine Vermutung: Man will den Senat abwatschen – und ich meine durchaus, der hätte es verdient.

Aber Wohnraum bringt auch das nicht.

Greta Thunberg

Diese Frau macht „ihr Ding“ und zieht es gegen alle Kritik durch. Das ist selten und verdient Lob.

Es wäre wirklich schön, wenn die Leute, die dagegen stänkern, erst einmal nachdenken und dann den Finger aus dem … Pardon, die Hände aus den Taschen nehmen würden.

Eine Welt voller falscher Berater – und etwas über Blogs

Ich diene ... meinen Lesern - wem denn sonst?
Wenn jeder Berater wenigstens einmal im Leben in den Untiefen des Alltags gefischt hätte, wäre es besser um all diese sogenannten „Experten“ bestellt, die uns alles andrehen wollen, was sie reich und uns arm macht.

Besonders aktiv sind diese Berater in Bereichen, die sehr sensibel und manchem von uns peinlich sind: männliche Potenz, weibliche Verführungskraft, Gesundheit, Reichtum, Partnersuche und vieles mehr.

Berater sein heißt nicht unbedingt, etwas zu wissen

Wenn Sie ein Mann sind und keine Frau finden, dann bieten sich Ihnen sogleich „Experten“ an, die Ihnen DVDs, Bücher, Kurse oder Programme verhökern wollen. Sie alle haben vor allem ein Ziel: Mit ihren Produkten oder mit ihrem Handeln Geld zu verdienen. Nun ist „Geld verdienen“ nicht ehrenrührig – es sind die oft reißerischen Angebote von Single-Börsen, Single-Beratern , Dating-Experten oder Single-Experten. Ich will es auf einen Nenner bringen: Es gibt für kein individuelles Problem auf dieser Erde eine pauschale Lösung. Und für manche Probleme gibt es gar keine Lösung.

Das Blogsterben - inzwischen im Internet auch ein Beratungsthema

Neulich habe ich (zuerst in englischer, dann in deutscher Sprache) nach dem „Blogsterben“ beziehungsweise nach den Gründen gefahndet, warum Menschen Blogs aufgeben. Dabei fand ich sofort Suchmaschineneinträge, in denen „Experten“ Hilfe anboten. Und wieder ist es genauso, wie es auch bei den übrigen Themen ist: Es ist wesentlich einfacher, mit Ratgeber-Seiten wirtschaftlichen Erfolg zu haben als mit dem Rat, den sie verkünden.

Das Blogsterben - eine Folge des Verdrängungswettbewerbs?

Das Blogsterben ist ein bekanntes Phänomen. Es beruht allerdings im Wesentlichen darauf, dass sie kapitalstarken Verleger einerseits und die ebenso aggressiv tätigen sozialen Netzwerke das private Blog in den Hintergrund drängen.

Nun ist es nicht schade, wenn Lieschen „Lulu“ Bloggerbeispiel nicht mehr auf ihrem Blog posten will, mit wem sie ins Bett geht oder aufwacht und ob es die gleiche Person war. Sie ist (dankenswerterweise) dahin abgewandert, wo man sich dafür interessiert.

Private und unabhängige soziale oder politische Blogs - versinken sie im Schlick?

Doch die vielen Blogs, die tatsächlich noch einen Sinn haben – und sei es nur, um persönliche Konflikte aufzubereiten und zu teilen, die versacken im Schlick der Ignoranz.

Politik? Freiheit? Gesellschaftliche Konflikte? Ach, bitte nicht. Es gibt inzwischen eher eine „Presse-Berichtserstattung“ über die Fake-Datings im Privatfernsehen als ausführliche Dokumentationen, was ein Austritt aus der EU bedeuten würde.

Stattdessen – Schwätzer allenthalben. Wissen ist Macht - nichts wissen macht nichts und mitreden kann man überall, nicht wahr?

Ich bin Blogger - ich diene keinem Herrn

Nun gut. Ich bin Blogger. Ich diene niemandem außer meinen Lesern. Und das finde ich inzwischen wirklich anerkennenswert. Da klopf ich mir mal selbst auf die Schulter.

Europa ist JETZT

Europa ist unser Schicksal. Die Briten erleben gerade, was es bedeutet, sich aus der EU zu entfernen – ich will es nicht kommentieren – es ist ihr Problem, und das wird es noch für eine sehr, sehr lange Zeit sein.

Deutschland braucht Europa, wie Europa Deutschland braucht. Die Vorteile, die gerade die Deutschen aus der EU herausziehen, sind enorm. Und die deutsche Wirtschaft ist sowohl Motor wie auch Getriebe für andere Volkswirtschaften innerhalb der EU.

Wir brauchen jetzt alle, die mit uns die EU festigen und/oder erneuern wollen. Wir müssen – ob eher konservativ, liberal oder sozialstaatlich eingestellt - weiter am großen Projekt „Europa“ arbeiten. Und da darf uns nicht stören, wenn einige osteuropäische Ländern absurde Ideen von Staat und Gesellschaft entwickeln. Auch dort gibt es noch liberale und demokratische Frauen und Männer, die den Ideen von Freiheit und Demokratie verpflichtet sind.

Wir müssen darauf achten, dass wir hier und jetzt, von Herzen und mit Verstand, unser Europa groß und einig machen, als Wirtschaftsmacht bestehen bleiben und den Vorsprung ausbauen, den wir heute noch haben. Wenn wir zurückkehren zu nationalen Ideen, werden wir schnell und zielsicher in Isolation und Elend enden.

Es ist nötig, sich in den Wahlkampf zur Europawahl einzumischen – und das heißt: Parteien, die zur Europawahl stellen, müssen sich zu 100 Prozent zu Europa bekennen. Wir können das nicht für jedes EU-Land garantieren – aber für Deutschland können wir es, wenn wir uns genau ansehen, welche deutschen Partien mit Herz und Verstand die EU befürworten.