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Die Kunst der Zeichensetzung – ganz profan

Die Kunst der Zeichensetzung – ganz profan

Zunächst das Edle

Ein Schriftsteller wurde einmal gefragt, was er denn so den ganzen Tag getan habe.

Das will ich ihnen gerne sagen. Ich habe sehr intensiv gearbeitet. Heute Morgen habe ich im 16. Kapitel ein Komma herausgestrichen, und gegen Nachmittag habe ich es – nach reiflicher Überlegung – wieder eingesetzt.


Ich weiß nicht, wer es gesagt hat, aber es ist typisch für das Missverständnis, das Menschen über Schriftsteller haben: Sie schreiben, also arbeiten sie. Aber eigentlich arbeiten sie auch, wenn sie nicht schreiben - im Gegensatz zu Lohnschreibern, die nur schreiben, damit sie Geld verdienen.

Nun das Profane

Sie kennen sicher diesen Herrenwitz über die Bedeutung der Zeichensetzung:

Er will sie nicht.
Er will, sie nicht.


Das Komma ändert alles. Es hätte auch ein Semikolon oder ein Bindestrich sein können.

Nun die Findelsatire:

Auf einem Blog für Blogger fand ich folgende Anzeige:

«Blog zum Thema Zwillinge günstig abzugeben»

Es war wohl so gemeint:

«Blog zum Thema „Zwillinge“ günstig abzugeben. »

Und nicht so:

«Blog zum Thema „Zwillinge günstig abzugeben“»

Ach, dann darf ich nicht mehr kommentieren …

Spam und ähnlichen Dreck aus dem Internet bin ich ja gewohnt – aber diese SPAM-Nachrichten schummelte sich unter meinem doppelt gesicherter SPAM-Filter durch (gekürzt):

Wir entwickeln unser Angebot stetig weiter. Damit einher gehen geringfügige Änderungen in den AGB, die für Ihre Registrierung als Nutzer von xxx.xx gelten und auf die wir Sie heute hinweisen möchten.


Ja, und wenn ich mich jetzt nicht registriere, verliere ich das Recht, auf xxx.xx zu kommentieren. Sehen Sie, und darauf kann ich nötigenfalls sch … verzichten. Und die dreiste SPAM-Kampagne? Zum Kotzen.

Blogging ist immer noch sinnvoll

Blogging ist immer noch sinnvoll – aber es ist nicht mehr das, was es zu Zeiten der Internetdinosaurier war. Ich selbst „Blogge“ seit etwa 17 Jahren. Damals war es noch sensationell, dass jemand in Deutschland bloggte, und noch ungewöhnlicher war, dass er es auf einer eigenen Plattform tat.

Und dennoch – Blogging (oder Bloggen) ist nach wie vor das beste Mittel, um die Propagandafeldzüge von Firmen, Institutionen, Interessengruppen, Parteien, Ideologen, Spinner und nicht zuletzt der Boulevardpresse zu konterkarieren.

Natürlich haben auch die Spinner, Fantasten, Ideologen und Volksverhetzer Blogs entdeckt. Aber gerade weil das so ist, benötigen wir ein Gegengewicht. Hier finden Sie die unbeeinflusste Meinung eines Diagonaldenkers, parteilos, religionslos, zumeist von scharfer Logik durchsetzt und unbeeinflusst vom Mainstream.

Arm und Reich

Ein ortsansässiger Händler bietet in einer Zeitungsbeilage einen Fernseher für 9.000 Euro an. Lese ich darüber hinweg? Im Grunde sollte ich. Jeder muss schließlich selbst wissen, wohin er sein Geld verschleudert.

Doch dieser Fernseher lässt sich nicht nur für 9.000 Euro erwerben, sondern auch in „36 Monatsraten zu je 250 Euro“ bezahlen.

Dieser Tag lese ich auch, wie viele Haushalte überschuldet sind. Der Hauptgrund: Ratenzahlungen. Und ich höre von überall Klagten, dass die Einkommen „gerade mal so“ hinreichen und bereits Nachzahlungen bei den Mietnebenkosten zu Katastrophen führen.

Irgendwie passt das mit dem Ratenkauf eines 9000-Euro-Fernsehers nicht zusammen.

Fördern Sie Sehpferd!

Fördern Sie Sehpferd ... tun Sie etwas für die Meinungsfreiheit

Wollen Sie, dass individuelle, interessante und aktuelle Blogs mit Text-Meinungsbeiträgen verschiedener Art erhalten bleiben? Oder wollen Sie, dass alles, was heute noch Freiheit und Kreativität genannt werden kann, von den reichen, arroganten Konzernen verschlungen wird, deren Sklaven wie werden, wenn wir uns nicht wehren?

Schlagen Sie diese Konzerne mit den eignen Waffen! Machen Sie Sehpferd populär, indem Sie Sehpferd überall empfehlen, wo es die Möglichkeit gibt. Sie begeben sich nicht in Gefahr: Sehpferd ist weder sozialistisch noch national durchtränkt.

Sehpferd stützt den Liberalismus, die Europäische Union und die Freiheit von Kunst und Kultur. Dabei ist Sehpferd nie einseitig, sondern geht differenziert, aber dennoch hart mit Themen wie Religionen, Ideologien und Bevormundungen um.

Ob Sie die Meinungen, die hier vertreten werden, mögen oder nicht, spielt kaum eine Rolle. Falls Sie diese Meinungen indessen für interessant und diskussionswürdig halten, dann fördern Sie Sehpferd. Posten Sie, Re-Posten Sie (mit Quellenangabe, bitte), quälen Sie sich durch das Gestrüpp der sozialen Netzwerke und nennen Sie den Namen dieses Blogs: Sehpferd.

Danke, falls Sie es tun.