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Garten

Hoffnung auf seine Fresssucht
Einen Freund gegen die Blattläuse gewonnen
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Coronärrisches - nicht sinnfrei

Aufgeschnappt:

Ich wäre froh. wenn die sozialen Abstandsregeln aufgehoben würden. Dann könnte ich endlich wieder Abstand zu jenen halten, die ich wirklich nicht leiden kann.

Zum Beispiel, wenn man von Religionsfanatikern, Links- oder Rechtsextremisten oder DDR-Nostalgikern auf der Straße angequatscht wird.

Der Wochenmarkt und der Mindestabstand

Mal sind es zwei Meter, mal ein Meter fünfzig. Wie so oft, stehen die Menschen so in den Schlangen, dass es für Passanten keine Durchgänge mehr gibt. Wie eine Ringelnatter umkreisen sie die Stände - gut, das ist verständlich. Der Markt ist nicht unendlich groß, und bei dem schönen Wetter gehen alle zum Einkauf in der frischen Luft.

Am Fischstand steht eine für die örtlichen Verhältnisse recht vornehm wirkende Dame, mit Maske und Plastikhandschuhen. Nun habe ich keinen Zollstock dabei, schätze die Entfernung zu ihr aber auf zwei Drittel Thekenlänge, also etwa 1,50. Die Dame geht zurück, um sich den Frischfisch anzusehen, der zufällig in meiner Richtung steht, stutzt einen Moment und keift mich an, ich solle doch bitte „den“ Mindestabstand einhalten, den sie gerade (zu mir) unterschritten hatte. Ich habe sichtlich unwirsch reagiert, denn ich bin weder ihr Schüler noch ihr Domestik, und sie hat unwirsch zurückgeblafft. Na schön, da könnte die Geschichte eigentlich zu Ende sein. Wenn da nicht die beiden Damen gewesen wären, die deutlich näher an die zuvor erwähnte Dame herankamen, mehr als geschätzte 30 cm, um nun ihrerseits die Auslagen zu betrachten - was die Dame zuließ, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken.

Ich habe dergleichen - ohne dass ich beteiligt war - schon sehr häufig erlebt. Wenn eine Dame Auslagen betrachtet, sieht sie nur die Auslagen - aber nicht die Menschen, die - mit Recht - geschützt werden wollen.

Zurück vom Markt in die Freiheit offener Straßen? Zwischen Stand und Hausecke stehen drei Gestalten, die sich auf „Normalabstand“ (das ist hier so gegen 20 cm) unterhalten. Mich stört das nicht - das Einzige, was mich daran stört, ist die Tatsache, dass ich weder recht noch links an diesen Personen vorbeikam, ohne den mindesten Mindestabstand zu wahren. Und nein, ich habe diese Leute nicht angemacht. Es ist hier üblich, zu Marktzeiten Fußwege und Durchgänge für ein Schwätzchen zu blockieren - unabhängig von der Krise.

Siesta

Verlässliche Rasenmäher bei der Siesta
Die Temperaturen waren heute eigentlich nicht für eine Siesta geeignet. Aber wenn man ein dickes Fell hat ... dann geht alles.

Women in Jazz Replacement

Gestern habe ich beim MDR reingehört: „Women in Jazz“ ist ja eigentlich eine Konzertreihe, aber diesmal kam alles „vom Band“ - im MDR.

Obgleich ich die Idee ganz gut fand, konnte den meisten Interpretinnen nicht viel abgewinnen. Die Studio-Aufnahmen wirkten teils seltsam „künstlich“, und sie wurden zu allem Überfluss noch vom gleichen Tonträger aneinandergereiht. Vielleicht tat man dies, um Konzerte zu simulieren, aber es ist lästig, wenn man der Interpretin nun so gar nichts abgewinnen kann.

Was mir auffiel: Wenn ich Jazz höre, will ich wirklich keine Töne ertragen, die im Studio „geschönt“ wurden. Mit anderen Worten: Das Instrument soll für sich selber sprechen, und die Stimme sowieso. Und das meiste, was ich hörte, war - in meinen Augen - nicht unbedingt das, was ich unter Jazz verstehe.

Mit „weiblich“ oder „männlich“ hat das wenig zu tun. Im Jazz spricht der Interpret/die Interpretin durch das Instrument zu mir. Am Ende möchte ich Emotionen hören, keinen Singsang oder „interessante Tonfolgen“.

Ich weiß, dass Jazz heute auf „Vielfalt“ setzt - mal schicker Schlager, mal Weltmusik, mal Experiment. Doch - jedes Mal, wenn ich die „Jazz Lounge“ beim MDR höre, denke ich: „na ja, ein bisschen Jazz war ja heute dabei“.

Ich hörte etwa eine Stunde lang intensiv zu - eine Offenbarung war es nicht.

Selber mal hören? Hier.