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    <title>Sehpferd - Ein sinniges Meinungsmagazin - verborgenes wissen </title>
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    <description>unbequemes über presse, politik und wissenschaft</description>
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    <pubDate>Sun, 16 Aug 2026 09:48:42 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: Sehpferd - Ein sinniges Meinungsmagazin - verborgenes wissen  - unbequemes über presse, politik und wissenschaft</title>
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    <title>Akustische Musik, kleine Ensembles und Lautsprecher</title>
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            <category>Hi-Fi</category>
            <category>hören, sehen, wissen</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Als akustische Musik gilt jener Teil der Töne, die auf einem Musikinstrument ohne künstliche Verzerrung erzeugt wurden. Je weniger Instrumente oder Stimmen wir zugleich hören, umso filigraner wird der Klang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was können wir daraus schließen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei meinen Voraussetzungen habe ich „klassische Musik“ keinesfalls ausgenommen – sondern nur versucht, euch die Wiedergabe eines Symphonieorchesters über Lautsprecher auszureden. Anders formuliert: Wenn ihre „auch mal eine Symphonie“ hört, dann reicht wirklich eine der „neuen“ Regalboxen. Sie sind übrigens nicht ganz so neu: Es gibt sie schon seit 50 Jahren, und sie wurden in den letzten Jahren technisch noch erheblich verbessert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kein großes Orchester passt in euer Wohnzimmer - egal, wie groß, die Boxen sind &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:876 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;150&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/hi_fi_fragezeichen_320.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Ich erkläre das mal mit den Symphonieorchestern mal ganz laienhaft: Ein „großes Orchester“ passt akustisch nicht in euer Wohnzimmer. Die moderne Technik kann das ein bisschen ausgleichen, aber das bedeutet nun mal eben, dass ihr in jedem Fall Abstriche beim Hörgenuss einkalkulieren müsst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kleine Ensembles wirken so, als ob sie im gleichen Raum spielen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleine Ensembles, sowie Sängerinnen und Sänger, treten hingegen bei entsprechender Aufnahmetechnik transparent und klar in den Raum. Aus vielen technischen und hörpsychologischen Gründen nehmen wir sie als „anwesend“ wahr. Oder mit anderen Worten: Sie tönen in einer Art, als seien sie physikalisch anwesend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragt euch mal, welche Musik ihr hört – nicht ob Klassik oder Jazz, sondern nur, wie viele Personen gemeinsam auf der Bühne stehen und dabei Töne produzieren. Wenn es fünf oder weniger sind und alle rein „akustische“ Instrumente verwenden, dann fühlt ihr euch beim Zuhören „wie zu Hause“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das verspreche ich euch auch, wenn ihr für eure Lautsprecher nur ein „kleines Budget“ zur Verfügung hattet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme mit diesem Artikel? Dann bitte zurückschreiben. Ansonsten: Mich zitieren - was sonst?   
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 15 Aug 2026 16:31:00 +0000</pubDate>
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    <category>hifi</category>
<category>jazz</category>
<category>kammermusik</category>
<category>kleine räume</category>
<category>sänger</category>
<category>sängerinnen</category>
<category>stimmen</category>

</item>
<item>
    <title> Partnersuche: kein Problem der Frauen und keines der Männer, sondern ...</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2218-Partnersuche-kein-Problem-der-Frauen-und-keines-der-Maenner,-sondern-....html</link>
            <category>lebensweisen und partnersuche</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Die Zeiten, in denen mehr oder minder radikalisierte Frauen und (leider) auch Männer einander beschuldigten, „an der Beziehungsmisere“ schuldig zu sein, sollte endgültig der Vergangenheit angehören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Glaubt niemandem, folgt niemandem, stellt alles &quot;Weisheiten&quot; In Frage &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erste, was ich euch rate: Glaubt niemandem, der euch erklärt, warum „die Verhältnisse“ so sind. Mal Klartext: Die Verhältnisse „sind nicht so“, sondern ihr macht sie so. Dabei sind es keinesfalls nur Aktivsten/Aktivistinnen, wichtigtuerische Sozialwissenschaftler(innen), oder „soziale Medien“, sondern eben auch ihr – jede und jeder von euch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „Figuren“, mit denen ihr euch trefft, sind in erster Linie Menschen mit eigenen Vorstellungen – so, wie ihr auch eigene Vorstellungen habt. Die größte Unwahrscheinlichkeit ist, dass ihr feststellt, „genau zueinander zu passen“. Das ist ein Dummspruch aus der Küchenpsychologie. Er paart sich oft mit einem zweiten Unsinn: „Auf gar keinen Fall Kompromisse einzugehen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bedürfnisse zählen - aber manche Wünsche sind verhandelbar  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal wird behauptet, dass ihr (vor allem Frauen) nicht auf eure Bedürfnisse achtet, sondern versucht, die Bedürfnisse der Partner(innen) zu erfüllen. Das ist allerdings nur dann ein Problem, wenn ihr das ständig versucht. Wer selbstbewusst Kompromisse eingeht, weiß, wo und wann dies möglich ist. Und er oder sie weiß auch, dass unser Leben aus Geben und Nehmen besteht. Man nennt das auch „Verhandlungen“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ungleichheiten wahrzunehmen gehört zum Menschsein&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die andere Person in seiner Ungleichheit wahrzunehmen, gehört zum Standardrepertoire des Menschseins. Psychologisch gesehen klingt das dann wie in diesem Zitat: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Beziehungskompetenz beginnt lange vor der Sexualität, sie beginnt mit unserer Art, einander wahrzunehmen, neugierig auf einander zu sein, einander anzusehen. Sehe und spüre ich in meinem Gegenüber einen Menschen mit eigenen Sehnsüchten, Wünschen, Bedürfnisse oder vor allem die Möglichkeit, eigene Bedürfnisse zu erfüllen?&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nur wenige Personen sind wirklich ungeeignet &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sicher gibt es Personen, die aufgrund ihrer bisherigen Lebensgeschichte für Beziehungen denkbar ungeeignet sind. Aber die Mehrheit der Singles, Geschiedenen und sogar der mehrfach Geschiedenen ist im Prinzip geeignet für eine Beziehung. Wenn wir des im Auge behalten, haben wir tatsächlich mehr Chancen, einen Menschen zu finden, mit dem wir leben können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kann nur empfehlen, den gesamten Artikel im Blog von &lt;a href=&quot;https://www.derstandard.at/story/3000000333552/die-frau-ein-lustobjekt&quot;&gt;Nicole Stiller&lt;/a&gt; zu lesen, aus dem auch das Zitat stammt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Verhandlung: Die Ziele beim Kennenlernen sind den Zielen für jede andere Form von Partnerschaft sehr ähnlich, wie in meinem Blogbeitrag zur &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/118-Kommunikation-Ziele-anders-setzen-und-damit-Erfolg-haben.html&quot;&gt;Kommunikation&lt;/a&gt; beschrieben.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 07 Aug 2026 09:27:00 +0000</pubDate>
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    <category>dating</category>
<category>gemeinsamkeit</category>
<category>kompromisse</category>
<category>partnersuche</category>
<category>ungleichheit</category>
<category>verschiedenheit</category>

</item>
<item>
    <title>Kann die Psychologie Persönlichkeiten ausreichend beschreiben? </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2214-Kann-die-Psychologie-Persoenlichkeiten-ausreichend-beschreiben.html</link>
            <category>lebensweisen und partnersuche</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Ich las gerade folgendes Zitat als Einleitung zu einem wissenschaftlichen Artikel: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Unsere Persönlichkeit ist nicht komplett festgelegt. Forschende gehen davon aus, dass wir uns ein Leben lang verändern können, auch wenn einige Eigenschaften ziemlich stabil sind. Um Persönlichkeit wissenschaftlich zu erfassen, hat sich in der Psychologie das sogenannte Big-Five-Modell etabliert. Es beschreibt fünf grundlegende Persönlichkeitsmerkmale.&lt;/blockquote&gt;Das ist richtig – „in der Psychologie“ hat sich dies Modell tatsächlich etabliert. Von den Spuren, die im ersten Drittel des 20 Jahrhunderts zu finden sind bis zum Jahr 1981, als sich der Begriff durchsetzte, wurde er nach und nach zum Standard der Persönlichkeitsforschung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kann &quot;Persönlichkeit&quot; durch die &quot;Big-Five&quot; beschrieben werden?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die andere Frage wäre: Kann eine Person durch die fünf Persönlichkeitsmerkmale ausreichend beschrieben werden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir mal grob 45 Jahre zurückblicken, dann gibt es kaum noch Gemeinsamkeiten in der Art, wie wir (Nicht-Psychologen) „Personen beurteilen“. Wir haben uns beispielsweise damit abgefunden, dass wir uns mit Alter und Umgebung, Berufsfeld und Beziehungen verändern. Ja, wir haben sogar erkennen müssen, dass wir im Alltag eher bestimmten Rollen folgen als einem „inneren Selbstverständnis“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Psychologen benötigen Modelle zum Vergleich - aber was sind sie wert?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin der Überzeugung, dass Psychologen solche Meilensteine benötigen, um Vergleiche zu ziehen. Aber andererseits bin ich ganz sicher, dass die sogenannten „Big Five“ völlig unzuverlässig sind, wenn es um eine zutreffende Beschreibung der Persönlichkeiten im Alltag geht. Das trifft insbesondere auf die Partnersuche und Partnerwahl zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder mit anderen Worten: Die „Big Five“ sind ein theoretisches Modell der Persönlichkeit. Ob sie der Praxis (beispielsweise im Umgang miteinander) standhalten, wir hingegen oft bezweifelt. Zudem ist zu fragwürdig, ob die Möglichkeiten der Psychologie wirklich ausreichen, um die Prozesse zu beschreiben, unter denen sich die Persönlichkeit prägt und weiterentwickelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zitat aus: &quot;&lt;a href=&quot;https://www.quarks.de/gesellschaft/psychologie/persoenlichkeit-veraenderung-daily-spezial/&quot;&gt;QUARKS&lt;/a&gt;&quot; -Der Artikel behandelt auch Veränderungen der Persönlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterentwicklung des Modells aus psychologischer Sicht&lt;a href=&quot;https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/persoenlichkeit-neuere-faktorenanalytische-ansaetze&quot;&gt; (anspruchsvoll)&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik (englisch) Das Modell der &lt;a href=&quot;https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/1635046/&quot;&gt;fremden Person&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Dieser Artikel wendet sich gegen den übermäßigen Gebrauch der  &quot;Big Five&quot; zur Beurteilung von Menschen, nicht gegen die Darstellung in QUARKS. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 25 Jul 2026 09:28:00 +0000</pubDate>
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    <category>5-faktoren-modell</category>
<category>big five</category>

</item>
<item>
    <title>Der „absolut authentische Klang“ – eine Illusion </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2210-Der-absolut-authentische-Klang-eine-Illusion.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>Hi-Fi</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Der „absolut authentische Klang“ der Musik über ein technisches Medium  ist eine Illusion. Kaum jemand bezweifelt, dass es ein schöne Illusion ist. Aber wie steht es mit der Realität der Musikwiedergabe?&lt;/strong&gt; &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage, ob du in einem Wohnraum einen „authentischen Klang“ erzeugen kannst, ist einfach zu beantworten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du, das bespielte Instrument und die musizierende Person sich im gleichen Raum befinden, ist der Klang (jedenfalls für dich) immer authentisch. Das Gleiche gilt, wenn du dich mit dem Interpreten in einer Aula oder einem Konzertsaal befindest - und ebenso dann, wenn das Konzert im Freien oder in einem Zelt stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings gilt das alles nur, wenn der Ton vom Instrument selbst abgestrahlt wird und er dein Ohr „unbearbeitet“ erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein Konzertflügel erscheint - und sein Klang soll zu dir wandern &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem oder mehreren Lautsprechern in deinem Wohnzimmer funktioniert das nicht. Nehmen wir als Beispiel für die Quelle der Musik einen Konzertflügel. Bei diesem Instrument wird der Schall mithilfe des Resonanzbodens auf einer sehr großen Fläche abgestrahlt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Mikrofone, Breite, Stereo und die Abmischung der Klänge&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 320px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:873 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;524&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/piano_aufnahme_konterbesucher_parkett_320.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Studioaufnahme, einen Zuhörer im Parkett simulierend&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Wenn wir von einer Audio-Aufnahme reden, werden Mikrofone als „Tonabnehmer“ eingesetzt. Der Klang, der dabei aufgenommen wird, entsteht also dort, wo die Mikrofone stehen. Bei der Aufnahme von Klavierstücken werden meist zwei oder drei Mikrofone eingesetzt, die pro Kanal verschiedene Aufgaben wahrnehmen. Zunächst wird dabei der Klang aufgenommen, der in einer mittleren Entfernung zum Resonanzboden einsteht. Er ist etwas schärfer als der Klang des „gewöhnlichen“ Zuhörers im Parkett oder im ersten Rang. Dieser wird ebenfalls eingefangen, allerdings aus einer größeren Entfernung. Manchmal werden noch weitere Mikrofone eingesetzt, die für den „atmosphärischen“ Eindruck sorgen sollen. Wie diese drei Tonquellen später abgemischt werden, ist das Geheimnis der Aufnahmeleiter.	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Noch ist der Klang unverfälscht, auch wenn er bereits angepasst wurde&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz dieser Manipulationen bliebt der Klang dabei unverfälscht. In der Praxis wird immer ein Sitz im Konzertsaal von guter Qualität als Referenz gewählt. Dennoch kann der Musikhörer in einem Konzert über dem Pianisten (Rang), unter dem Pianisten (erste Reihen Parkett) oder auf der gleichen Ebene mit dem Pianisten sitzen. Auch diejenigen, die nie ein Konzert besucht haben, werden mit dieser Aufnahmetechnik glücklich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klang selbst kann am Mischpult Grunde in jeder beliebigen Richtung verändert werden. Das ist der Vorteil, aber auch der Fluch der Musikübertragung. Was wirklich „hinten heraus“ kommt, zeigt sich aber erst im Hörraum. Genau an dieser Stelle kommt der Lautsprecher ins Spiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eine kleine, kreiselförmige Schallquelle ist kein &quot;Musikinstrument&quot; &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den weitaus meisten Fällen ist ein Lautsprecher eine kreisförmige Schallquelle, die durch den Stereo-Effekt eine gewisse Verbreiterung erfährt. Auf diese Weise wird auch der Effekt einer „flächigen“ Wiedergabe beim Konzertflügel zurückgewonnen. &lt;br /&gt;
Der Unterschied zum „Original“ besteht nun aber darin, dass der Schall sich im Wohnzimmer so ausbreitet „wie es gerade antrifft“. Egal, was du darüber denkst - er breitet sich in jedem Fall anders aus als im Freien, im Tonstudio oder im Konzertsaal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zeit für ein Fazit - die Wiedergabe im Wohnraum &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Flügel, der über einen Lautsprecher in dein Wohnzimmer hineinschaut, kann nicht „genau so“ klingen, als würde er dort drüben auf dem Teppich stehen. Der Klang ist zwar ein Abbild des Originals, aber eines, das möglichst überall abgespielt werden kann, und eben auch auf deiner persönlichen Hi-Fi-Anlage. Die Qualität, die dabei erreicht wird, übertrifft in der Regel heutzutage die Normen für gute Musikwiedergabe bei Weitem. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Für viele Musikarten reicht eine Anlage mit mittlerer Qualität &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Preiswerte Anlagen sind völlig ausreichend für alle Arten von akustischer Musik. Die „großen Konzerte“ der klassischen Musik gelten als Ausnahme - aber sie sollten ohnehin „live“ gehört werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erstaunliche zuletzt: Solo-Instrumente, menschliche Stimmen, Kammermusik und Jazz können mit nahezu allen modernen Hi-Fi-Geräten in mittlerer Qualität hervorragend wiedergegeben werden. In den weitaus meisten Fällen sind also keine High-End-Gerät erforderlich und sogar die oftmals verpönten Regallautsprecher bringen hervorragende Ergebnisse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe für dieses Beispiel absichtlich einen Flügel gewählt, weil vielen Menschen bewusst ist, wie er in einem kleinen Raum klingen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleiche: &lt;a href=&quot;https://sengpielaudio.com/Klavieraufnahme.htm&quot;&gt;Sengspielaudio.&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hinweis: Die gezeigte Aufstellung ist eine der Möglichkeiten, ein Stück aufzunehmen, das auf einem Konzertflügel eingespielt wurde. In diesem Fall wird die Perspektive eines Zuhörers im Parkett angedeutet. Die Höhe der Mikrofone wie auch deren Entfernung vom Resonanzboden kann variieren. &lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 17 Jul 2026 15:19:00 +0000</pubDate>
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    <category>flügel</category>
<category>hi-fi</category>
<category>musikwiedergabe</category>
<category>natürlichkeit</category>
<category>schall</category>

</item>
<item>
    <title>Objektivität und Musikwiedergabe – das ist der Wurm drin </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2209-Objektivitaet-und-Musikwiedergabe-das-ist-der-Wurm-drin.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>Hi-Fi</category>
            <category>mythen</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Du wirst im Internet Artikel finden, in denen zunächst einige akustische, physikalische oder gehörpsychologische Begriffe erklärt werden. Diese Artikel lesen sich so, als würden sie aus einer objektiven Sicht geschrieben und sie werden aus diesem Grund auch mit physikalischen, mathematische oder ähnlichen Fakten belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Am Ende wird ein Produkt hervorgehoben &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du sie tatsächlich bis zum letzten Drittel durchliest, wirst du finden, dass die Autoren mit jedem Satz auf ein Produkt hinsteuern, das die Musikwiedergabe angeblich verbessert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Auch wenn die Fakten stimmen, können die Zusammenhänge falsch sein &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass die Fakten meist stimmen – aber nicht die Zusammenhänge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zumeist werden diese Behauptungen im Zusammenhang mit Lautsprecherboxen aufgestellt. Das ist verständlich, weil die Händler an einer Box, die mehrere Tausend Euro kostet, wesentlich mehr verdienen als an einer Box, die gerade mal 200 Euro kostet. Der Wurm in der Sache: Eine Lautsprecherbox muss man hören – und zwar in den eigenen vier Wänden und mit der Musik, die man wirklich kennt. Erst dann zeigt sich, ob sie für den Raum, in dem sie stehen soll, wirklich geeignet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls ihr zweifelt: Selbstverständlich gibt es physikalische Fakten - aber die sind allen Herstellern bekannt und die meisten handeln danach.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 15 Jul 2026 14:30:00 +0000</pubDate>
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    <category>fakten</category>
<category>hifi</category>
<category>pr</category>
<category>wahrheit</category>
<category>werbung</category>

</item>
<item>
    <title>Wie klingt eigentlich ein Original-Instrument? </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2207-Wie-klingt-eigentlich-ein-Original-Instrument.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>Hi-Fi</category>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:871 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;846&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/giora_feidman2009_02_620.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Giora Feidmann 2009 in Budapest&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Instrumente klingen zunächst gar nicht. Sie werden nach handwerklichen oder computergestützten Verfahrensweisen darauf vorbereitet, dass ein geeigneter Spieler darauf Klänge erzeugen kann. Generell können Streichinstrumente auf mehrere Arten angeregt werden. Bässe beispielsweise können gezupft oder gestrichen werden, und sie „klingen“ dabei völlig unterschiedlich. Werden sie gezupft (wie im Jazz üblich) dann geht die Spielweise des Musikers besonders stark in den Klang ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Menschen prägen den Klang &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Art, wie die Hand des Musikers mit dem Instrument umgeht, gilt natürlich auch für andere „Streichinstrumente“ und außerdem für Klaviere und Schlagzeuge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wie man hineinbläst, so schallt es heraus &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weniger bekannt ist, dass der Ton von Holz- und Blechblasinstrumenten von der Art abhängt, in dem das Instrument „geblasen“ wird. Ein Beispiel ist die Trompete, bei der das Mundstück in so enger Verbindung mit den Lippen steht, dass der Klang mit den Lippen „eingefärbt“ werden kann. Bei Holzbläsern ist dies etwas anders, aber dennoch können auch sie die Klangfarbe ihrer Instrumente erheblich verändern, beispielsweise bei der Klarinette. Sie „klingt“ deswegen bei Sinfonien anders als im Jazz oder in der Klezmer-Musik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kein einheitlicher Klang bei Musikinstrumenten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigen Instrumente, die ich genannt habe, mögen ausreichen, um zu beweisen, dass es keinen einheitlichen Klang der Original-Instrumente gibt. Bei der Aufnahme eines Musikstücks wird ja auch nicht beurteilt, wie ein Instrument „klingt“, sondern dass es so klingt, wie es tatsächlich angespielt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Musikalische Töne lassen sich auch auf Nicht-Musikinstrumenten erzeugen: auf Ölfässern, mit „singenden“ Sägen oder auf einer Glasharfe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergessen sollten wir auch nicht, dass die menschliche Stimme in vielen Varianten Töne erzeugt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Qualität der Musik im Original war und ist nicht immer eine Frage der exzellenten Aufnahmetechnik, sondern viel mehr eine Frage, wie sich die Musiker am Tag der Aufnahme gefühlt haben. Auf diese Weise sind Raritäten entstanden, zum Beispiel „Jazz at Massey Hall“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bild: Der Klarinettist Giora Feidman 2009 in Budapest &amp;copy; 2026 by Gebhard Roese&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 13 Jul 2026 10:29:00 +0000</pubDate>
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    <category>instrumente</category>
<category>klang</category>
<category>orchester</category>
<category>Original</category>

</item>
<item>
    <title>Hi-Fi: Wie High ist eigentlich die Fidelity?</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2206-Hi-Fi-Wie-High-ist-eigentlich-die-Fidelity.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Ich beabsichtige, etwas über Hi-Fi zu schreiben, dass die meisten Menschen wirklich nachvollziehen können. Und natürlich über den Aufwand, den man mindestens betreiben sollte, um einen guten Klang im Wohnraum zu erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schicke schon mal einen Fachmann vor, der genau wusste, wovon er sprach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Bei der Hi-Fi-Wiedergabe wird … nicht der Originalklang reproduziert, sondern es soll eine beabsichtigte Illusion entstehen, die den Wunsch nach schöner und reiner Musikwiedergabe erfüllt. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was klingt eigentlich wo &quot;authentisch&quot;? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:869 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;127&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/hi_fi.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Oh, ich habe viel gehört: Ein elektrischer Konzertflügel, der mit Lochstreifen gefüttert wurde – und dennoch wie ein Konzertflügel klang, weil er eben einer war. (1) Klassik-Aufführungen im Freien, in recht alten Universal-Festsälen, in Theatern, im alten Konzertsaal der  Budapester Musikakademie und in modernen Konzerthallen - zuletzt sogar in einem Theaterzelt. Jazz? Beinahe überall, auch auf Straßen, im Saal eines Rundfunksenders, in Hotelhallen wie auch im Jazzkeller. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Sogar im Konzertsaal &quot;klingt&quot; es nicht für alle  gleich &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So viel kann ich euch sagen: Es gibt keinen „Original-Klang“. Selbst in den besten Konzertsälen „klingt“ die Musik auf jedem Platz ein klein wenig anders. Am besten angeblich im ersten Rang - links vom Orchester. Da klingt aus akustischer Sicht durchaus plausibel und entspricht tatsächlich meinen eigenen Erfahrungen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die vielen Stufen der Musikübertragung &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles betraf die „natürliche Musikwiedergabe“, also die direkte Hörerfahrung. Doch ist die Wiedergabe über die vielen Stufen der Elektronik von der Original-Aufnahme bis hin zum Lautsprecher daheim wirklich &quot;authentisch?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Techniker, Ingenieur oder Intimkenner der Musik-Verarbeitung wird euch sagen: Nein, das kann er gar nicht sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also reden wir mal darüber. Hast du Lust, mitzureden? Besonders, wenn du im Bereich der Akustik, Musikproduktion oder Datenübertragung tätig bist? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin gespannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zitat: HiFi-Stereo Handbuch, München 1972.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(1) Ich konnte nicht feststellen, ob es ein Welte-Mignon Konzertflügel war. Ich hörte und sah ihn in Kopenhagen, als das Museum noch aktiv war.&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 11 Jul 2026 10:58:00 +0000</pubDate>
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    <category>authentisch</category>
<category>hi-fi</category>
<category>musikübertragung</category>
<category>natürlich</category>
<category>sound</category>

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<item>
    <title>Musik anders ansehen - und besser verstehen </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2204-Musik-anders-ansehen-und-besser-verstehen.html</link>
            <category>hören, sehen, wissen</category>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Musik ist im Grunde Kommunikation, so wie die Sprache selbst. Über ihre „Ursprünge“ wird viel gestritten, aber der gesamte Streit ist auf europäische Hochkulturen ausgerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:870 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;95&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/musik.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Am besten gefällt mir noch der Satz „Musik ist eine affektive Lautäußerung“ – das heißt, sie zielt auf die Gefühle ab. Dies ist den Puristen allerdings nicht genug – sie vermuten, dass dabei der „Kunstcharakter“ der Musik zu kurz kommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Anfänge der Musik - rhythmische Lautäußerungen  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anfänge der Musik suchen wir am besten dort, wo auch die Anfänge der Sprache liegen: Sie beginnt mit strukturierten Lauten, etwa so, wie Oscar Brown jr textete (1):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;They say it began with a chant and a hum&lt;br /&gt;
And a Black hand laid on a native drum.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Aus der Kombination von Singen und Summen und einer Hand, die eine Trommel schlägt, ist demnach die Musik entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Einfache Erklärungen schlagen komplizierte Theorien &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einfache Satz fasst so gut wie alle Erklärungen zur Entstehung der Musik zusammen. „Am Anfang war der Rhythmus“ (2) erklärt, dass wir Menschen zunächst die Zeit nutzen, um Struktur in die Abfolge der Töne zu bringen. Die Töne gab es schon vorher, denn die Natur hatte schon längst bestimmte Formen der Kommunikation erfunden, die auf Lautäußerungen basierten. Wo die Balz drauf beruhte, Töne zu erzeugen, hatten die Exemplare mit dem überzeugendsten Ton die größte Chance, sich fortzupflanzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gefühle und Musik - nicht Magie, sondern Teil der Evolution &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Austausch von Tönen dient also der Kommunikation - und aus dieser Kommunikation können dann wieder Gefühle entstehen. Wie dieser Prozess funktioniert, ist weitgehend unbekannt, aber er ist unzweifelhaft ein Erbe der Evolution. „Ähnlich zu fühlen“ ist das Ziel, und um dies zu reichen, eignen sich Töne ebenso wie Gesten und Berührungen. Dieser Prozess wird also keinesfalls vom Verstand getragen, sondern ergibt sich aus dem „gemeinsamen Empfinden“ von zwei oder mehreren Teilnehmern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Interpreten und Zuhörer &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Geschichte der Menschheit haben sich die Teilnehmer an diesem Prozess in Interpreten (ausführende Musiker) und Zuhörer aufgeteilt. Solange beide zugleich anwesend sind, findet auch nach wir vor eine Kommunikation zwischen beiden Gruppen statt. Mir ist bewusst, dass dies in den großen Konzerten der sogenannten „klassischen Musik“ selten wahrgenommen wird, aber ich habe schon selber Konzerte erlebt, in denen die Kommunikation seitens der Ausführenden gefördert wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Fazit, Entzauberung und Liebe zur Musik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war es in Ultrakurzfassung. Ich hoffe, mit diesen Sätzen einen Beitrag zur „Entzauberung“ der Musikgeschichte beigetragen zu haben. Wenn es eine „magische Wirkung der Musik“ gibt, dann entsteht sie in uns selbst – und nur wir können ermessen, was dies für uns bedeutet. Möglicherweise ist diese Wirkung so unerklärlich wie die individuelle Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(1) Zitat aus der &quot;Freedom Now Suite&quot; - It&#039;s all Africa. &lt;br /&gt;
(2) Hans von Bülow, Zitiert nach &quot;Musik und Gesellschaft&quot;, Berlin 1960.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 09 Jul 2026 10:13:00 +0000</pubDate>
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    <category>entstehung</category>
<category>gefühle</category>
<category>kommunikation</category>
<category>musik</category>
<category>wiedergabe</category>

</item>
<item>
    <title>Zwei Wahrheiten über die Suche nach Liebe aus professionellem Munde </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2201-Zwei-Wahrheiten-ueber-die-Suche-nach-Liebe-aus-professionellem-Munde.html</link>
            <category>lebensweisen und partnersuche</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Ich will euch mit dem Thema „Partnersuche“ nicht langweilen – es betrifft nicht alle von euch, aber diejenigen, die es betrifft, habe ich immer noch im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute fand ich zwei professionelle Ansichten wieder, die ich seit Jahren auf meiner Webseite „Die Liebeszeitung“ vertreten habe. &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;br /&gt;
1.	Ein verlässliches Matching (1) kann nur funktionieren, wenn die eigenen Ansprüche und die eigene Attraktivität auf dem Partnermarkt in einer gesunden Balance stehen.&lt;br /&gt;
2.	Der Prozess des Matchmakings (2) … (ist) … auch eine Reise zu sich selbst. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Ich habe beide Sätze anders formuliert, weil ich die Partnersuche unter einer anderen Perspektive wahrgenommen habe. Mein Satz hätte etwa geheißen: „An den Marktbedingungen kommt keine(r) vorbei.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Behauptungen ohne Grundlage - Zeitungswissen und Volksmund &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die Ansprüche betrifft, so habe ich jahrelang Amateurpsychologen und manchen professionellen „psychologischen“ Beratern widersprochen. Der Grund dafür ist der oft gehörte Rat: „Sie sollten ihre Ansprüche keinesfalls aufgeben“. Verbreitet werden solche Sätze über konservative Medien und Frauenzeitschriften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der „Hausverstand“ liegt oft schief. Mit ihm wird behauptet, da draußen würden unendlich viele Singles nur darauf warten, dass sie endlich einen passenden Menschen kennenlernen würden. Das ist absoluter Blödsinn: Die Menschen, die da draußen schon lange warten, und niemals „abgeholt“ werden, passen einfach nicht auf die Bedürfnisse der Suchenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Investiere nur das an Geld, was du wirklich übrig hast &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin nicht sicher, ob es immer und für jede(n) gut ist, Partnervermittler(innen) einzuschalten. Die Tarife der Vermittler(innen) sind sehr hoch – und auf dem Markt der „Matchmaker“ (2) stehen seriöse Unternehmer(innen) neben unseriösen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faustregel für Partnersuchende aller Art ist: Investieren sie auf keinen Fall Geld das du nicht wirklich übrig hast. Es gibt Luxus-Vermittler(innen) mit entsprechenden Tarifen, die sich bewusst an Luxus-Verdiener(innen) wenden – aber sie spielen in einer anderen Liga. (3)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das Fazit: Empfehlungen für Dich&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Partnersuche fängt damit an, die eigene Gedanken über das Zusammensein zu klären. &lt;br /&gt;
2.	Partnersuche wird umso schwerer, je mehr du nach Menschen mit Spitzen-Eigenschaften suchst. (Körperlich, emotional, geistig, sozial). &lt;br /&gt;
3.	Wenn du dich selbst überschätzt, wird deine Partnersuche dornig und letztendlich enttäuschend. &lt;br /&gt;
4.     Wenn du dir selbst vertraust, andere überwiegend richtig einzuschätzen weißt, und deine Ziele kennst, hast du die besten Chancen auf dem Partnermarkt.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Ich empfehle, den Artikel zu lesen, aus dem ich die beiden Mini-Zitate entnommen habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2202-Der-Zugang-zur-Liebe-und-Du.html&quot;&gt;&lt;img src=&quot;uploads/sehpferd_liebe.jpg&quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zitate Nachzulesen bei: &lt;a href=&quot;https://www.srf.ch/sendungen/dok/bezahlte-partnersuche-matchmaking-wenn-das-liebesglueck-zum-business-wird&quot;&gt;SFR&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(1) Matchmaking bedeutet, passende Partner für eine Beziehung oder Ehe zu vermitteln. &lt;br /&gt;
(2) Ein Matchmaker oder eine Matchmakerin ist ursprünglich ein Mensch, der Heiraten vermittelt, inzwischen aber auch andere feste Beziehungen,.&lt;br /&gt;
(3) Es ist ein beträchtlicher Unterschied. ob du in der Stunde 200 Euro (CHF) verdienst oder 200 Euro (CHF) am Tag. Wie im Artikel erwähnt, rechnen sehr erfolgreiche Selbstständige die Kosten der Vermittlung gegen den Aufwand auf, selbst zu suchen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 04 Jul 2026 10:41:00 +0000</pubDate>
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    <category>chancen</category>
<category>heiraten</category>
<category>märkte</category>
<category>matching</category>
<category>partnervermittler</category>
<category>wünsche</category>

</item>
<item>
    <title>Hi-Fi – der Geräteausfall eines Receivers macht nachdenklich </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2199-Hi-Fi-der-Geraeteausfall-eines-Receivers-macht-nachdenklich.html</link>
            <category>service, hotlines und co. - sowie computerprobleme</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Jeder der angeblichen „Hi-Fi-Experten“ weiß, dass man separate Geräte für den Input und den Output anschaffen sollte. Vor allem kann man dann alles aus besonders hochwertigen Geräten kombinieren, deren Anblick die Gäste erschauern lässt: „Was, das kann er sich leisten?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zweifehlafter Gewinn beim teuren Sound  - das sind die Gründe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie ihr wisst, bezweifle ich, dass mir solche Produkte einen Gewinn bringen. Ein kompletter Receiver, der perfekt funktioniert,  muss heute (2026) deutlich unter 1000 Euro kosten – und dieser Preise ist nicht schwer zu erreichen. Und was den Input betrifft: Sogar eingefleischte Puristen hören heute Musik, die im Moment gerade irgendwo in den USA gesendet wird oder aus Datenspeichern kommt. Dieser Datenfluss passiert dann mehrere Leitungen und andere Übertragungsmethoden, bevor er wieder zu analogen Tönen wird. Es ist immer noch ein wenig problematisch, aus diesen Tönen wieder so etwas wie einen Hörgenuss zu erzeugen. Denn Lautsprecher müssen nach wie vor in den Raum gestellt werden, und das gefällt nicht jeder und jedem. Wenn sie zu groß sind, werden sie zu lästigen Möbeln, und wenn sie zu klein sind, sollten sie auf einem festen Regal stehen. Darüber gibt es seitenlange Abhandlungen, aber am Ende entscheidet das Lebensgefühl, wohin ein Lautsprecher passt oder nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Warum  mich das alles etwas angeht &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und vor einigen Tagen ist es passiert – der Horror jedes Musikfreundes, der tatsächlich integrierte Lösungen benutzt: Mein &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/1267-Noch-einmal-Hi-Fi-ich-hoffe-zum-letzten-Mal.html&quot;&gt;Cambridge Audio One&lt;/a&gt; verlor die Verbindung zu seinen eingebauten Endstufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Inzwischen habe ich von irgendwo her ein ähnliches Ersatzgerät (anderes Fabrikat) bekommen, das meine Bedürfnisse leider ebenso wenig erfüllt: Das CD-Laufwerk funktionierte von vornherein nicht, was bei mir nicht nur Zweifel an der Endkontrolle auslöste. Doch davon später. Da ich „mein“ Audio One erst seit etwa sechs Jahren besitze, bin ich nun doch sehr gespannt, was man mit seitens des Herstellers vorschlägt. Ich denke, dass es sehr interessant werden könnte. Begonnen hat alles jedenfalls mit einem längeren Chat mit einer KI, die tatsächlich die richtigen Fragen gestellt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seid gespannt, wie es weitergeht. Ich bin es auch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;P.S.: Ich bekam eine sehr höfliche und sinnvolle E-Mail auf meine Anfrage. Ob sie mich auch weiterführt? Immerhin habe ich inzwischen erfahren, dass der Zeitwert des Produkts nur noch knapp 100 Euro beträgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Eine Korrektur, eine ergänzende Information am 2.7.2026 hinzugefügt)  &lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 30 Jun 2026 10:17:00 +0000</pubDate>
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    <category>hi-fi</category>
<category>lebensdauer</category>
<category>produkte</category>
<category>service</category>

</item>
<item>
    <title>Wie die viktorianische Schmerzlust bis ins 21. Jahrhundert nachwirkt </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2194-Wie-die-viktorianische-Schmerzlust-bis-ins-21.-Jahrhundert-nachwirkt.html</link>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2194-Wie-die-viktorianische-Schmerzlust-bis-ins-21.-Jahrhundert-nachwirkt.html#comments</comments>
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    <author>nospam@example.com (redaktionsteam sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:864 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;750&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/nv_2_1024.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Wenn man auf  eine Zeitreise geht wir der Blick kritischer&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Wer die Geschichte von Frau Berkley gelesen hat und überhaupt etwas von Flagellationsbordellen oder der „englischen Erziehung“ gehört hat, fragt sich sicherlich, wie es denn im Lauf der Geschichte mit der &lt;em&gt;„gewillkürten Züchtigung“&lt;/em&gt; weiterging. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Zeitgeist und die Lust am Besonderen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Erotik gibt es einen „Zeitgeschmack“, den die Engländer gerne mit dem deutschen Wort „Zeitgeist“ beschreiben. Es handelt sich dabei fast immer um unterschwellige Tendenzen, die ohnehin vorhanden sind. Durch aktuelle Ereignisse und öffentliche Empörungen, aber auch durch Skandale oder Enthüllungen werden sie in die Welt gebracht, wobei sich über die Jahrhunderte lediglich die Medien änderten. Früher nannte man abweichende Verhaltensweisen „Perversionen“, in neueren Schriften heißen sie „Paraphilien“. Heute sind sie weitgehend von den &lt;em&gt;abwertenden psychiatrisch-psychologischen Begriff &lt;/em&gt;befreit, werden jedoch immer noch nicht als Teil der lustvollen sexuellen Begegnungen angesehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Lust ohne feste Muster - das 21. Jahrhundert &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spürbare Veränderungen gab es durch Veröffentlichungen von Personen, die sich nicht weder als „Queer“ (1) noch als „CIS“ (2) einstufen lassen wollten. Sie bestanden vielmehr darauf, das eigene Leben in einer Weise zu gestalten, die überhaupt keinem fest gefügten Muster folgt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So – nun haben wir schon die Schwelle zum 21. Jahrhundert erreicht. Wahrscheinlich kennt jeder die riesige Welle von Gesprächen über die Schmerzlust, die vor allem „Frauen in mittleren Jahren“ faszinierte: die „50 Shades of Gray“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Lust am Schmerz im Taschenbuch &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war keinesfalls die erste Welle, die sinnliche Schläge in die Buchhandlungen brachte. Schon gegen 1995 gab es eine ganze Reihe extrem erotischer Taschenbücher über lustvolle Schläge. Sie standen ganz offiziell in Buchhaltungen an für alle zugänglichen Ständern – und sie waren wirklich preiswert – 1998 kostete sie beispielsweise unter fünf GPB. Die meisten wurden angeblich von Frauen geschrieben und viele von ihnen handelten in Internaten. Der Unterschied zur heutigen „Mütterlein-Pornografie“ lag darin, dass ihre Auflagen klein waren und die Verleger sich an einen begrenzten Kreis von Interessentinnen wandten. Etwas gestelzt wird in einem Vorwort behauptet (3):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Diese Memoiren eignen sich hervorragend für die Verbreitung unter einer anspruchsvollen Leserschaft, der die Bildung und angemessene Erziehung junger Damen am Herzen liegt.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wie Frau Berkleys Ruhm verblasste und ihr Pferd zum Erotik-Star wurde&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:854 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;820&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/ber_leitermotiv_an_zg1.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Das Berkley-Pferd als Leiter gegen 1900&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
Springen wir mal zurück zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Die wundersamen Legenden über Frau Berkley verblassten – lediglich das Pferd erinnerte weiterhin an sie. Doch in der illustrierten Erotik nach 1900 wurde es so gut wie nur noch als Leiter dargestellt, auf die junge Frauen in absurder Weise und in lächerlichen Positionen festgebunden wurden, um eine Züchtigung zu erfahren. Die „Äbtissinnen“, wie man die Betreiber nannte, verschwanden mehr und mehr und mehr aus der Öffentlichkeit. Da es bei den Gentlemen nach wie vor einen Bedarf an „strenger Erziehung“ gab, wurde dieser „privat“ von Einzelpersonen gedeckt. Diese Variante war nicht allein auf das Vereinigte Königreich beschränkt, sondern hatte überall Liebhaber – beispielsweise in Österreich, Ungarn und Deutschland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Rolle - mal aktiv, mal passiv&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tendenz, auch die Rollen zu wechseln, also sich innerhalb der erotischen Rollenspiele auch auf die passive Rolle einzulassen, war nicht nur in erotischen Romanen der absolute Favorit. Auch in der Realität gab es entsprechende Angebote, so beispielsweise, sich als &lt;em&gt;Internatsschülerin, Zimmermädchen, Krankenschwester, Sekretärin oder Reiterin &lt;/em&gt;einzukleiden. Am Aufwand für derartige Sitzungen lässt sich ablesen, dass die angebotenen Rollenspiele oft als „großes Theater“ aufgeführt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Abschied von der Rute &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was fast vor allem völlig aus dem Gesichtsfeld verschwand, waren die Ruten, die in der viktorianischen Epoche besonders häufig auf die Gesäße der Damen und Herren abgewendet wurden. Der plausibelste Grund besteht darin, dass Birkenruten sehr sorgfältig gepflegt werden müssen, um ihre Biegsamkeit zu gewährleisten. So kam es, dass andere Instrumente der Züchtigung an ihre Stelle traten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob der Rohrstock für sinnliche Rollenspiele tatsächlich am besten geeignet ist, wird oft bezweifelt, weil es zu schnell zu viel Schmerz erzeugt. Das runde ich noch mit einem Zitat aus einer frivolen Quelle ab (4):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Schläge mit der Birkenrute sorgen für einen heftigen Schmerz, der jedoch schnell wieder nachlässt, sodass man die Prozedur am Gesäß innerhalb kurzer Zeit mehrfach wiederholen kann. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Ob es so etwas wir „flagellantische Nostalgie“ gibt? Ich hörte zumindest davon, dass sich manche Menschen danach sehnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zitate und Bildnachweis:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;br /&gt;
(1) Bezeichnung aus dem Jargon (2026) der LBGT-Szene für alle, die sich nicht als Heterosexuell einstufen.&lt;br /&gt;
(2) Bezeichnung aus demselben Jargon für alle. die sich weiterhin als Heterosexuell bezeichnen. &lt;br /&gt;
(3) Zitiert nach dem Vorwort von &quot;A.S&quot;: in &quot;Private Memoirs of a Kentish Headmistress. Ähnliche Behauptungen finden sich überall.&lt;br /&gt;
(4) aus einer unzuverlässigen, aber dennoch immer wieder zitierten Schrift über den Gebrauch von Rute und Rohrstock. &lt;br /&gt;
Bild oben: Standbild aus einem Film über die Viktorianische Epoche, erotisch, aber humorvoll aufgemacht. &lt;br /&gt;
Bild unten: Zwei Beispiele auf langen Leitern (Anonym). &lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 27 Jun 2026 10:59:00 +0000</pubDate>
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</item>
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    <title>Das Berkley-Horse und seine Nachbauten - ein Überblick</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2188-Das-Berkley-Horse-und-seine-Nachbauten-ein-UEberblick.html</link>
            <category>sehpferd</category>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
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    <author>nospam@example.com (redaktionsteam sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:860 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;821&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/ein_pruegelbock_ist_ein_bock_1024.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Nein, dies ist nicht der Bock, den angeblich Frau Berkley schuf&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Prolog&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die angeblich „offizielle“ Zeichnung des „Berkley-Horse“ soll von Pisanus Fraxis stammen, also von George Spencer Ashbee. Alle anderen Berichte über bestehende „Zeichnungen“ haben sich als Schall und Rauch erwiesen – egal, wann etwas darüber behauptet wurde und wer es behauptet hat.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Warum Herr Ashbee kein guter Zeitzeuge für das &quot;Berkley Horse&quot; ist &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr Ashbee war weder Konstrukteur, noch war er Schreiner oder gar Designer für Bordellmöbel. Und ob das, was er zeichnete, einem Gebrauchsmöbel entsprechen würde, war ihm sichtlich egal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:829 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;120&quot; height=&quot;126&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/fraxi_horse_small.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Dennoch wurden nach der vorliegenden Zeichnung allerlei Nachbauten angefertigt – solche, von denen wir wissen und auch solche, die nie veröffentlicht wurden. In manchen Fällen wurden sie aus der „Werbung“ für einer „Domina“ bekannt, in einem Fall stand ein solches Gerät zum Verkauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Standfest und stabil - und dabei noch ausgesprochen flexibel? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konstrukteure mussten ihr Design zunächst an die Proportionen existierender Personen anpassen, dann aber auch dafür sorgen, dass die Ergebnisse standfest genug waren. Sie gingen in keinem Fall davon aus, dass die von Fraxi in seinen Texten angeben Flexibilität auf diese Weise erreicht werden konnte. Allerdings sollten sie ähnlich aussehen und möglichst etwas flexibler in der Handhabung sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob dies erreicht wurde, könnten im Prinzip nur die entsprechenden Auftraggeberinnen beurteilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Gegenüberstellung einiger dieser „Horses“ haben wir versucht, eine maßstabgerechte Zeichnung des Vorderteils ohne Neigung darzustellen, und eine Person dazu abzubilden. Naturgemäß war dies sehr schwierig, vor allem angesichts der einzigen Vorlage, die es für das angebliche „Original“ („A“) gab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 2048px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:849 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;2048&quot; height=&quot;1702&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/fuenf_berkley_horses.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der erste  Versuch eines Vergleichs - Berkley Horse und vier Nachbauten&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
Wir haben dazu das angebliche „Original“ sowie vier bekanntgewordene Kopien in einer Darstellung unterzubringen. Dabei wurde deutlich, dass die Versionen „B“ und „E“ wahrscheinlich die besten Voraussetzungen für den Einsatz bieten. In der Version „E“ ist es auch möglich, die Hände über dem Kopf zu fixieren - es hat andere Proportionen als die übrigen Modelle und wirkt auf Fotos deutlich stabiler und standfester als in der vorliegenden Zeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Jahr ist ein neuer Nachbau in traditioneller Bauweise aufgetaucht, die der dargestellten Version „B“ sehr ähnlich ist. Die Konstrukteure, Erbauer oder Eigentümer(innen) sind mir nicht bekannt, und die Darstellungen müssen nicht zwangsläufig in allen Details den Originalen entsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant daran ist auch, dass Fraxis  „Berkley-Horse“ immer wieder als Leiter dargestellt wurde. Aus dem Jahr 2023 stammt diese&lt;a href=&quot;https://historyofthedominatrix.com/blogs/blog/behind-the-scenes-set-of-19th-century-governess-theresa-berkley-for-sky-tv&quot;&gt; Bemerkung:&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Wie wäre es, wenn ich statt eines brandneuen „Berkley Horse“ diese antike Bockleiter mit ihrem wunderbaren, aufwendig konstruierten Klappmechanismus aus Eisen kaufen und sie zu einem „Berkley Horse“ umbauen würde?&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Mehr über das &quot;Berkley Horse&quot; in Vergangenheit und Zukunft&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohin nun? In die Zukunft? Oder noch einmal zurück in die Zeit, als das „Berkley Horse“ ganz selbstverständlich als Leiter dargestellt wurde? Wenn ich es mal so ausdrücken darf: In der Zukunft (Deutschland ab ca. 1900) wird wissenschaftlich moralisiert, in der Vergangenheit (überwiegend England zwischen 1890 und 1910) werden Frivolitäten dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Epilog &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wundersame Erfindung der Theresa Berkley könnte aus technischer Sicht wirklich existiert haben. Aber dann würde der Prügelbock anders aussehen als in der Skizze von Pisanus Fraxi. Gegen 1899 wurde das &quot;Berkley Horse&quot; erstmalig von Dr. Eugen Dühren (Iwan Bloch) erwähnt - und damit hatte es den Rösselsprung vom erotischen Bücherklub zur &quot;Darstellung des &lt;a href=&quot;https://archive.org/details/b29012557 &quot;&gt;Geschlechtslebens in England&lt;/a&gt;&quot; (1903) geschafft. Dieser Beitrag ist der letzte zum Thea &quot;Berkley Horse&quot;. Über die &quot;Wiederbelebung&quot; der Legende könnt ihr im nächsten Abschnitt nachlesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildnachweis:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Für das angebliche Original: Pisanus Fraxi.&lt;br /&gt;
Alle Zeichnung erstellt, maßstäblich angepasst und gegenübergestellt: &amp;copy; 2026 by liebesverlag.de &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Epilog&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nun habe ich doch tatsächlich drei Beiträge über das geheimnisvolle &quot;Berkley Horse&quot; geschrieben. Der erste handelte von verschiedenen &quot;Böcken&quot; (Horse oder Pony genannt) zur Züchtigung in Gefängnissen und &quot;Besserungsanstalten&quot;. Der zweite von der angeblichen Erfindung durch &quot;Frau Berkley&quot;, der zu skurrilen Zeichnungen und Fotos führte. Dieser Artikel beschäftigt sich ausschließlich mit den Nachbauten. Wie die Legende in deutsche Lexika kam, habe ich bereits im Eingangskapitel erwähnt - und dazu gibt es noch einen kleinen Beitrag über zwei honorige Mediziner, die den Herrn Ashbee für einen kompetenten Zeitzeugen hielten.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2188-Das-Berkley-Horse-und-seine-Nachbauten-ein-UEberblick.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Das Berkley-Horse und seine Nachbauten - ein Überblick&quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 16 Jun 2026 07:34:00 +0000</pubDate>
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    <category>berkeley</category>
<category>berkley</category>
<category>berkley horse</category>
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<category>horse</category>
<category>mistress</category>

</item>
<item>
    <title>Frau Theresa Berkley und die Tarife für sinnlichen Prügel</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2185-Frau-Theresa-Berkley-und-die-Tarife-fuer-sinnlichen-Pruegel.html</link>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:833 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;931&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/ein_feines_bordell.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der Aufenthalt im Luxusbordell hatte seinen Preis ...&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die einzige Quelle, die es für das Einkommen der Bordellbetreiberin Theresa Berkley gibt, stammt von Pisanus Fraxi (Henry Spencer Ashbee).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er setzt den Zeitpunkt der Erfindung ihrer „Maschine zum Auspeitschen“ gleich mit ihrem wirtschaftlichen Erfolg. Das liest sich dann so (1): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Als das neue Gerät zum Auspeitschen erfunden wurde, sagte der Konstrukteur ihr, dass sie dadurch sie bekannt werden würde und die Maschine nach ihrem Tod ihren Namen tragen würde. Tatsächlich sprach man nun darüber, und diese Tatsache verschaffte ihr einen sehr guten Umsatz. Sie starb im September 1836, nachdem sie in den acht Jahren, in denen sie als Gouvernante tätig gewesen war, ein Vermögen von zehntausend Pfund angehäuft hatte. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Um es gleich zu sagen: Das war für die damalige Zeit ein beachtliches Vermögen – heute würde es etwas unter 1 Mio. Pfund sein, nämlich £ 989,583.28. (2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun werden einige von euch sagen: „Was, so viel Geld? Das kann doch niemand in acht Jahren mit einem Puff verdienen …“. Und wer weiter nachdenkt, wird vielleicht noch an heutige Großbordelle denken und ergänzen: „Die musste aber viele Zimmer gehabt haben, wenn die so viel Geld damit gemacht hat …“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, gemach, Lieber Leserin, lieber Leser. Wir befinden uns irgendwo zwischen 1828 und 1836.  Das Einkommensgefälle zwischen Adligen, Grundbesitzern und Industriellen einerseits und dem „gewöhnlichen Volk“ andererseits ist riesig. Nimmt man noch die typischen Besitzer großer Ländereien dazu, so öffnet sich die Schere noch erheblich weiter. Ein Pfund Sterling war damals schon ziemlich viel Geld.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein Viktorianische Bordell - Umsatz, Gewinn und Kosten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:834 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;125&quot; height=&quot;125&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/some_pounds.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Die Daten aus dem 19. Jahrhundert mögen schwer zu ermitteln sein – in einem Punkt sind sie allerdings sehr genau: Bei den Preisen, Einkünften und Kosten. Aufgrund dieser Zahlenbasis ist es möglich, Umsatz und Gewinn für ein Bordell der damaligen Zeit zu ermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo siedelte ich es an? Die teuersten Bordelle der damaligen Zeit bestanden im Londoner West End und sie waren relativ überschaubar. Ein Haus mit Salon, drei Zimmern zur Verrichtung und sechs Damen zur Auswahl. Das Ergebnis, war, gerundet und verkürzt: Bruttojahreseinkommen 2.300 Pfund, Gesamtkosten 700 Pfund, Nettogewinn demnach 1.600 Pfund Sterling.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein Pfund Sterling für die Sinneslust - ist das wenig oder viel?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Rechnung basierte allerdings auf einem „Tarif“ von einem Pfund Sterling pro Besuch plus „Nebenkosten“ – war das zu viel oder zu wenig?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst scheint ein solcher „Tarif“ gering zu sein. Doch wenn wir dagegenhalten, dass dies nach heutigen (2016) Geld etwa 100 GBP entspricht, ergibt sich für viele die Frage: „Wer konnte sich so etwas denn leisten?“ War es nicht damals ungefähr ein halbes Monatsgehalt für einen kleinen Angestellten? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eine völlig andere Tarifstruktur &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:835 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;130&quot; height=&quot;138&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/domina_rund.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Vermuten wir einfach mal, dass dieser „kleine Angestellte“ kein Bordell im Londoner Westend besuchte – und vor allem kein Flagellationsbordell, dessen „Tarifstruktur“ sich völlig anders darstellte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Etablissement wie dem, das Frau Berkley angeblich führte, lagen die zu zahlenden „Tribute“ deutlich höher – zunächst unabhängig von der Art der Dienstleistungen. Wenn wir davon ausgehen, dass ausschließlich ungewöhnliche Dienste angeboten wurden, dürfte der Preis zwischen drei und fünf Pfund Sterling gelegen haben. Wir können hier getrost annehmen, dass in Flagellationsbordellen neben aktiver und passiver Flagellation auch andere Dienste angeboten wurden – einzeln oder in Kombinationen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Halten wir einen Moment den Atem an – das wären also drei bis fünf Pfund Sterling, also etwa 300 – 500 GBP nach heutigem Geld. Wer konnte solche Summen überhaupt bezahlen? Offenbar konnten es einige der reichen Adligen, Grundbesitzer und Fabrikanten. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:832 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;140&quot; height=&quot;134&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/onle_five_pounds.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Es ist nicht schwer, die Zahlen von damals zu überprüfen. Man benötigt dazu einen intimen Londoner Stadtführer aus jener Zeit, in dem einzelne „Tarife“ für Lusterlebnisse verzeichnet sind. (3) Fünf Pfund sind dabei im Jahr 1850 ein durchaus übliches Honorar für eine einzelne, lustvolle Beregnung mit einer der „besonders talentierten“ Londoner Prostituierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:836 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;421&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/five_pounds_final.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Original-Auszug aus dem viktorianischen Bordellführer&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Wahrheit - oder jedenfalls eine Wahrscheinlichkeit &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dieser Sicht könnte die vermeintliche „Frau Berkley“ in jenen acht Jahren durchaus 10.000 Britische Pfund an Barvermögen angesammelt haben. Möglicherweise allerdings auch noch wesentlich mehr. Dazu wäre noch zu sagen, dass es  keinerlei Unterlagen darüber gibt,  wie sich der genannte Betrag zusammensetzte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob das angebliche „Berkley Horse“ wirklich existierte, ist für die Berechnung völlig unerheblich – es wird lediglich von Pisanus Fraxi als wichtig für den Erfolg für Frau Berkleys Etablissement angesehen. Dazu habe ich noch wesentlich mehr für euch vorbereitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nachwort:&lt;/strong&gt; Alles, was ihr hier lesen könnt, ist spekulativ. Allein der „Tarif“ von etwa fünf Pfund Sterling für Prostituierte mit besonderen Fähigkeiten im Londoner Westend ist halbwegs verbürgt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Artikel habe ich außer vielen eigenen Recherchen. für die Berechnungen auch künstliche Intelligenz verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quellen:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Fraxi (Ashbee)&lt;br /&gt;
(2) &lt;a href=&quot; https://inflationhistory.com/de-DE/?currency=GBP&amp;amount=10000&amp;year=1836&quot;&gt;Geldbeträge umrechnen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(3) Höhe der echten Preise &lt;em&gt;Man of Pleasure&#039;s Illustrated Pocket-Book for 1850&lt;/em&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Begriffe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Flagellationsbordell - Heute in deutscher Sprache als Domina-Studio bekannt, nicht völlig identisch mit der damaligen Zeit.&lt;br /&gt;
GBP ist die heutige Bezeichnung für das Pfund Sterling&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2185-Frau-Theresa-Berkley-und-die-Tarife-fuer-sinnlichen-Pruegel.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Frau Theresa Berkley und die Tarife für sinnlichen Prügel&quot;&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Wed, 10 Jun 2026 12:31:00 +0000</pubDate>
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<category>erbe</category>
<category>fraxi</category>
<category>nachlass</category>
<category>vermögen</category>
<category>victorianisch</category>

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    <title>Henry Spencer Ashbee und der Cannibal Club</title>
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            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:821 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;833&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/schmemenhafte_erinnerung_1024.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Nach und nach schwindet die Erinnerung &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Wie aus Fantasien, erotischer Literatur und vielen Beimischungen &quot;Fakten&quot; endstanden&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Prolog über einen Club von erotisch interessierten Gentlemen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gab es den Club, von dem ich  hier schreiben will, wirklich? Ein Teil der Quellen gibt präzise Auskünfte - sie könnten dennoch falsch sein. Einige Quellen nennen den Namen &quot;Henry Spencer Ashbee&quot; als Mitglied, andere wissen nichts davon. Dennoch will ich darüber berichten, so gut es geht. Denn damals wie heute gab es informelle Kontakte, die nirgendwo historisch belegt sind. Um solche Kontakte handelt es sich offenbar auch in der Welt, in der ich euch nun entführen will. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Henry Spencer Ashbee - eine historische &quot;Primärquelle&quot;?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henry Spencer Ashbee, der als „Primärquelle“ für die Existenz von Frau Berkley gilt, war er mit Sicherheit kein Historiker, wie oft angenommen wird. Er war Textilkaufmann und Schriftsteller, Bücherfreund und Sammler erotischer Literatur, über die er drei Bücher schrieb. Die meisten heutigen Quellen nennen allein ihn als Primärquelle für die Existenz einer „Frau Theresa Berkley“. Wenn er in London war, tauschte er sich darüber auch mit anderen aus. Zunächst in einem besonderen Kreis von Freigeistern, dem „Cannibal Club“, dann aber auch über die Mitglieder des „Geheimen Museums“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Männliche Freigeister und Erotik-Interessenten Anno 1863&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Institutionen waren keine festen Organisationen – sie ähnelten eher Stammtischen. Da nahezu alle der Teilnehmer Interesse an erotischen Themen hatten, tauschten sie auch Informationen darüber aus. Dabei speilet es keine große Rolle, ob diese Informationen einen gewissen Wahrheitsgehalt hatten oder nicht. Man benötigte sie allenfalls, um die Neugier zu befriedigen. Da einige der Teilnehmer Schriftsteller waren, benutzen sie das Gehörte auch, um neue Bücher zu schreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cannibal Club soll zwischen 1863 und etwa 1870 existiert haben. Vermutet wird aber, dass Ashbee noch lange Kontakt mit einigen der ehemaligen Mitglieder hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Zeit überholt Herrn Ashbee - er kommt 40 Jahre zu spät &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ashbee selbst vertraute oft ganz und gar auf die Informationen, die er in Büchern vorfand, ohne die Fakten ernsthaft zu überprüfen. Im Fall der Theresa Berkley hatte ihn die Zeit ohnehin längst überholt, als er 1877 über sie schrieb – etwa 40 Jahre nach ihrem Tod, der auf 1836 datiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Wert der Informationen aus dem Kreis der &quot;Kannibalen&quot;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was genau Ashbee im Cannibal Club erfuhr, ist ganz und gar unbekannt – nicht einmal seine Mitgliedschaft ist gesichert. Beides spielte auch kaum eine Rolle, denn nahezu jeder Erotik-Autor in der viktorianischen Epoche mischte Tagesereignisse, Reiseberichte und bekannte Skandale in seine Bücher ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer wissenschaftlichen Stellungnahme zu den erotischen Werken jener Zeit heißt es (1):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;(Diese Werke) sind sehr unterschiedlich hinsichtlich ihrer Gattung, Geschichte und Sprache: Dazu gehören juristische und religiöse Traktate, medizinische Schriften, Übersetzungen östlicher Sexualhandbücher, „galante“ Romane … sowie … neuartige pornografische Zeitschriften, Romane und Gedichte, die sexuelle Körper, Akte und Begierden in unterschiedlichen Stilformen und sehr unterschiedlicher Deutlichkeit darstellen. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ashbee ist umstritten - auch unter Historikern &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Unterschiedliche Meinungen über Henry Spencer Ashbee und seine Werke&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Meinungen über Ashbee sind durchaus umstritten – manche bezeichnen ihn als ausgezeichneten Kenner der viktorianischen Gesellschaft, während ihn andere als recht unzuverlässigen Zeitzeugen beschreiben.  Manche Autoren des 21. Jahrhunderts ignorieren ihn als Quelle völlig. Was Frau Berkley betrifft, so fehlen jedenfalls authentische Belege für seine Behauptungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was hat dieser Autor überhaupt geschrieben?  Und wo finden wir die Originale seiner Bücher? Welche schrieb er unter seinem Namen, welche als Pisanius Fraxi? Welche wurden vermutlich anonym veröffentlicht? Wie und durch wen wurden seine Gedanken fortgetragen? Auch darüber wird spekuliert. Schauen wir mal nach ... und folgt mir, wenn ihr wollt. Hier ist die &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2184-Der-wundersame-Pisanius-Fraxi-und-seine-Quellen.html&quot;&gt;Fortsetzung&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quellen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;br /&gt;
(1) The Archival Logic of the Secret Museum by Sarah Bull - Book History, Volume 20, 2017. &lt;a href=&quot;https://muse.jhu.edu/article/674969&quot;&gt;Online&lt;/a&gt;. (Die akademische Sprache wurde in ein leichter verständliches Deutsch umgesetzt).&lt;br /&gt;
(2) Für die Existenz des Clubs, Artikel im &quot;&lt;a href=&quot;https://www.smithsonianmag.com/history/cannibal-club-racism-and-rabble-rousing-victorian-england-180952088/&quot;&gt;Smitonian Magazine, 2014.&lt;/a&gt;&quot;. &lt;br /&gt;
(3) Mit angeblicher Mitgliederliste, &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/The_Cannibal_Club&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
(4) Mit anderer angeblicher Mitgliederliste, mit Ashbee&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Cannibal_Club&quot;&gt;Wikipedia deutsch&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
(5) Abwertung (beispielsweise) in &quot;Lob der Peitsche&quot; von Niklaus Largier, S. 289&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
(6) Ignoriert z.B. in &quot;The Origins of Sex&quot;, London 2012 oder in &quot;The Pleasure is all mine&quot;. London 2013 &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:822 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1022&quot; height=&quot;6&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/waagerecht.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt; &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2183-Henry-Spencer-Ashbee-und-der-Cannibal-Club.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Henry Spencer Ashbee und der Cannibal Club&quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 06 Jun 2026 15:16:00 +0000</pubDate>
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    <category>ashlee</category>
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    <title>Die Geschichte einer seltsamen Dame, die sich Berkley nannte </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2178-Die-Geschichte-einer-seltsamen-Dame,-die-sich-Berkley-nannte.html</link>
            <category>mythen</category>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Der Prolog, gehalten vor dem Vorhang des großen Theaters&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Berkley war sicher die beste Namenswahl für eine Dame, die als erotische Gouvernante des viktorianischen Zeitalters präsentiert werden sollte, denn der Name bedeutet „Birkenwald“. Auf diese Weise schlagen wir den Bogen zur „Birkenrute“ („Birch“), die sie gerne nutzt, um die die Gesäße interessierter Herren zu schlagen. Mag sein, dass es eine Frau dieses Namens gab, und es mag auch sein, dass sie eine Bordellwirtin war. Doch wer sorgte dafür, dass sie zur sensationellen, reichen und berühmt-berüchtigten Londoner „Domina“ wurde, die heute in jedem Lexikon zu finden ist?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wir ziehen nun den Vorhang auf - und lassen Frau Berkley auftreten &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Erster Akt: Auftritt Frau Berkley - eine Frau ohne Vergangenheit &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:817 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;640&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/a_dominatix_on_stage.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Gab es eine ähnliche Londoner Domina tatsächlich?&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die „Miss Berkley“, von der wir reden, ist eine Frau, über deren Herkunft niemand etwas weiß, und deren Geburtsdatum unbekannt ist. Dennoch tritt sie hier auf ... wir sind ja im Theater, nicht wahr? Es heißt, sie habe ein bedeutendes Etablissement in London besessen und damit ein riesiges Vermögen erworben, aber es ist unbekannt, welcher Beschäftigung sie zuvor nachging. Die vielen Hinweise, die es angeblich über ihre „Lehrzeit“ gibt oder die auf die „Übernahme eines entsprechenden Bordells“ hindeuten, sind alle nicht ausreichend belegt. Aber ihre Memoiren - ach, es ranken sich allerlei Gerüchte darum.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der zweite Akt: Zehntausend Pfund Sterling Vermögen  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da sie nach Aussagen von Zeitzeugen „sehr reich“ gewesen sein soll, ging es nach ihrem Tod vor allem um den Nachlass. Über die tatsächliche Höhe gibt es keine Unterlagen, aber es wird immer wieder ein Betrag von 10.000 Pfund Sterling genannt. Nach heutiger Währung (2026) wären dies etwa 1.440.000 GBP. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Dritter Akt: Auftritt des Bruders – Missionar im fernen Australien&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:818 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;487&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/ein_jahr_auf_see_der_missionar.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Von Australien nach London und zurück.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
Im Jahr &lt;em&gt;1883&lt;/em&gt; verstarb Frau Berkley , und in diesem Moment tauchte plötzlich „ihr Bruder“ auf, der angeblich als Missionar im fernen Australien arbeitete. Er könnte dabei in einer Mission tätig gewesen ein, die Aborigines zum Christentum bekehrte, doch konnte ein Missionar ähnlichen Namens nicht gefunden werden. Der angebliche Missionar begab sich sofort nach London, wo er erstmalig erfuhr, dass seine Schwester diese Art von Gewerbe betreibt. Daraufhin schlägt er das Erbe aus und kehrt nach Australien zurück. Irgendwelche Spuren hat er nirgendwo hinterlassen. Die Überfahrt dauerte damals vier bis fünf Monate. Der Vorgang geht wieder zu. Doch nun komm ein seltsamer Mann ins Spiel. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Vierter Akt Auftritt Dr. Vance, der Verwalter des Erbes&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:819 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;575&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/die_magische_kiste.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die Illusion - oder: die Schatzkiste mit den obszönen Briefen&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Sobald der Missionar die Bühne verlässt, tritt der nächste Akteur auf die Bühne: der angebliche Leibarzt von Frau Berkley, ein gewisser „Dr. Vance“. Ob er als Erbe vorgesehen war oder nur als Treuhänder, wird nicht recht deutlich. Ferner ist unklar, ob er tatsächlich existierte und ob er als Person wirklich Arzt oder Anwalt war. Jedenfalls wurde behauptet, dass jener Dr. Vance auch „mehrere Kisten“ mit höchst frivoler erotischer Korrespondenz verwaltete. Wer sie jemals zu sehen bekam, ist unklar, denn am Ende dieses Aktes werden all diese Unterlagen vernichtet. Und nicht nur das – kurz vor dem großen Finale wird noch behauptet, darunter hätten sich auch die Lebenserinnerungen von Frau Berkley befunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nochmals öffnet sich der Vorhang - Frau Berklely und ihr &quot;Horse&quot;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:820 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;487&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/vorhang_offen_m_horse.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Zwei Wunder des 19. Jahrhunderts, etwas blass&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
Das Publikum applaudiert. Der Vorhang wird geschlossen. Die Kenner der Szenerie erwarten, dass er nochmals aufgehen wird … man munkelt, dass noch eine Attraktion bevorstünde. Und tatsächlich: Fleißige Bühnenarbeiter haben inzwischen noch das Wunder des 19. Jahrhunderts auf die Bühne gerollt: Das berühmte Pferd, auch Chevalet genannt, das unter Frau Berkleys Namen seither durch die Welt der Lexika geistert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kommt mit zum „Klub der Kannibalen“&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob das alles wirklich wahr ist? Wenn ihr das wissen wollt, müssen wir uns auf eine kleine Zeitreise vorbereiten. Sie führt uns zunächst in den „&lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2183-Henry-Spencer-Ashbee-und-der-Cannibal-Club.html&quot;&gt;Klub der Kannibalen&lt;/a&gt;“ (Cannibal Club) und ungefähr 160 Jahre zurück ins viktorianische England. Wir schreiben das Jahr 1863 und wir befinden uns in einem illustren Kreis von einigen Wissenschaftlern, mehreren Autoren und vor allem ziemlich viel Liebhabern der erotischen Literatur. Unter ihnen befindet sich auch ein Textilkaufmann, Büchersammler und späterer Autor, dessen wirklicher Name Henry Spencer Ashbee ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hast du Interesse daran, wie es weitergeht? Willst du die Quellen wissen? Und vor allem: Willst du wissen, was wirklich bewiesen werden kann? Ich bin gespannt auf deine Reaktionen. Meine Recherchen sind abgeschlossen - sie müssen nur noch in Worte umgesetzt werden. Du kannst zuvor einen Blick in den wundersamen Cannibal Club werfen, um dich in die Zeit hineinzhuversetzten, oder aber gleich mit dem Autor beginnen, dem wir die Legende der Frau Berkley verdanken  - Henry Spencer Ashbee, der sich auch &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2184-Der-wundersame-Pisanius-Fraxi-und-seine-Quellen.html&quot;&gt;Pisanus Fraxi&lt;/a&gt; nannte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bildnachweise:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorhänge und Bildmix: Liebesverlag.de. 2026 &lt;br /&gt;
(1) Hintergrundbild: Die geheimnisvolle Miss Berkeley nach dem Vorbild einer Gouvernate.&lt;br /&gt;
(2) Hintergrundbild: John Williams, Schiff der  Londoner Missionsgeselslchaft 1866 von  Frederick Grosse, Graveur. &lt;br /&gt;
(3) Hintergrundbild: Nach einem Poster des Zauberers Zan Zig, 1899.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
(4) Hintergrundbild: Eine verblassende Dame und ihr &quot;Pferd&quot; Rekonstruktion des Pferdes nach einer zeitgenössischen Zeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Texte sind humorvolle Interpretationen der Aussagen von Pisanus Fraxi (Henry Spencer Ashbee), erschienen 1877.  Keine Sorge - es gibt viele Quellen, die wir hier auch nennen werden. Wer sie jetzt wissen will, findet sie im Anhang.&lt;br /&gt;
&lt;/em&gt; &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2178-Die-Geschichte-einer-seltsamen-Dame,-die-sich-Berkley-nannte.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Die Geschichte einer seltsamen Dame, die sich Berkley nannte &quot;&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Sat, 06 Jun 2026 08:30:00 +0000</pubDate>
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