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CDU-Politiker mokiert sich über englischsprachige Kellner

Das Sommerloch macht’s möglich: Ein gewisser Jens Spahn , seines Zeichens Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und CDU-Politiker, mokiert sich über „englischsprachige Kellner“.

Da hätte ich drei Tipps:

1. In Lokale gehen, in denen die Kellner deutsch sprechen.
2. Selber englisch lernen.
3. Die Ursachen feststellen.

Und vor allem: Mal wieder abregen. Jemand, der in Deutschland einen guten Job tut, tut auch dann einen guten Job, wenn er (noch nicht) so gut deutsch spricht.

Deutsch lernen oder ein Fremder bleiben - auch für Deutsche

Wer in Deutschland leben möchte, sollte deutsch lernen, denn nur auf diese Weise kann man an dem Leben teilhaben, das wir gemeinhin „Alltag“ nennen. Sicher – es ginge auch ohne. Aber es ist ungleich schwieriger. Ich weiß es, weil ich einmal eine Zeit in einem Land gelebt habe, dessen Sprache ich nicht verstand und niemals lernte. Es war schwierig, weil ich nicht wusste, worüber man in der Straßenbahn, der U-Bahn oder sonst wo sprach.

Und deshalb: Nein, Deutsch zu lernen ist keine Zumutung und keine Provokation für Fremde. Wer die Sprache nicht lernt, bleibt ein Fremder.

Freilich – es wäre für viele Deutsche gut, deutsch zu lernen. Bayern und Schwaben, Alemannen und Sachsen, aber auch ein paar andere Volksstämme weigern sich, Deutsch zu lernen. Ich habe nichts dagegen, wenn Eingeborene untereinander Kauderwelsch austauschen – ich kann es auch. Aber ich habe verdammt etwas dagegen, wenn ich beispielsweise in Baden beim Einkaufen mit Alemannisch vollgebrabbelt werde.

Mag sein, dass ich da extrem bin. Aber es gehört zur guten Erziehung, in Anwesenheit von „Fremden“, und seien es auch Deutsche, sich in Deutsch auszudrücken.

Viel Arbeit hindert mich am Bloggen

Tag für Tag bloggen? Mal liegt Schnee, mal keiner. Mal friert man sich das Gesäß ab, mal scheint die Sonne. Und die wirklich wichtigen Dinge des Lebens? Soweit sie mich persönlich betreffen, kommen nicht in das Blog, da können Sie ganz sicher sein.

Aber wenn ich viel und hart arbeite, dann sage ich das auch. Vor allem dieser Tage stecke ich bis zum Hals in Korrekturen. Ich amüsiere mich ja immer über die kecke Dame, die meint, ich würde aus dem letzten Loch pfeifen.

Wobei ich mal wieder bei meinem Lieblingsthema wäre: Ich pfeife nicht aus dem letzten Loch. Meine höchste Tonhöhe (mit oder ohne Löcher, Klappen oder Tasten) wurde wurde bislang noch nicht einmal voll ausgeschöpft.

Übrigens soll die Redewendung von der Tatsache herrühren, dass das „letzte Loch“ für den höchsten Ton steht und man dann keinen höheren Ton mehr erzeugen kann – jedenfalls nicht auf einer Flöte. Es könnte natürlich auch der tiefste Ton sein, aber der Duden glaubt, dass der höchste Ton eben „recht dünn“ klingt, und noch dünner wäre dann eben das „Pfeifen aus dem letzten Loch“.

Online-Presse: Auto tötet Tote

Die Polizeimeldungen sind oftmals schon an sich in falschem Deutsch verfasst. Da parken Autos, da nehmen Autos die Vorfahrt ... aber dieses makabre Online-Meldung ist der Gipfel:

Ohne Worte - Screenshot von Google News

Einigkeit und Recht und Freiheit

Die Menschen, die längst Einigkeit und Recht und Freiheit im vereinten Deutschland genießen, sind still und freuen sich über das Erreichte.

Und die anderen?

Sie reden uns ein, dass alles falsch ist, was seit der Wiedervereinigung passiert ist. Sie lassen Sprüche auf Marktplätzen ab, die so schlimm sind, dass man sich nur schämen kann. Sie motzen unflätig über die Einheit, die Regierung, ja sogar über den Bundespräsidenten. Sie verherrlichen klammheimlich die DDR („es war nicht alles schlecht“) und auch die ehemalige Sowjetunion.

Nein – es handelt sich nicht um Extremisten. Es sind Bürger, die man in ostdeutschen Städten auf jedem Gemüsemarkt findet. Sie wissen nicht viel von der Welt, begreifen die Ökonomie nicht – ja, sie sehe nicht einmal, wie viel Informationen ihnen fehlen, um das heutige Deutschland zu begreifen.

Es ist schade. Dabei würde es reichen, in ein Lob auf Einigkeit und Recht und Freiheit auszubrechen – das würde diese Menschen auszeichnen.