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September 2008

Wo war ich im September 2008, also vor 10 Jahren? Wie so oft, an mehreren Orten - zum Beispiel an diesen beiden.

Eine Fußgängerbrücke - aber wo ist sie?


Und wo mag dies gewesen sein?

Das Gebäude steht in ...?


Tanz in der Nacht

Eine Tänzerin in Johannesburg
Was sind schöne Fotos? Ich habe einmal durchgesehen, was ich auf der Welt so fotografiert habe. Und diese Fotos sind eigentlich nicht „gut“. Zwei Frauen, nur schemenhaft zu sehen, proben ein paar Tanzschritte an Orten, an denen man dies nicht vermutet. Natürlich sind beide Bilder stark nachbearbeitet – als ich sie aufnahm, herrschte absolute Dunkelheit.

Tänzerin, unter einer Brücke in Budapest


Gefühle

Neben Gedanken beherrschen vor allem Gefühle unser Leben. Gefühle sind natürlich, und wie alles Natürliche, sind sie innerhalb der Evolution entstanden. Psychologen haben sich ihrer bemächtigt und bezeichnen sie mit vielen Namen. Die Theorie spricht von fünf „Grundgefühlen“, aber in Wahrheit herrscht eine Invasion von Begriffen, die deutlich abstrakter sind, wie etwa das „Selbstwertgefühl.“ Das „Fühlen“ steht allerdings auch dafür, etwas zu befühlen, also sozusagen „sehr realistisch zu fühlen“.

Ein großer Teil unseres Fühlens wird von Neurotransmittern beherrscht. Das sind körpereigene Drogen, die auf Befehl des Gehirns erzeugt werden und weitgehend dafür zuständig sind, dass wir in irgendwelche „Zustände verfallen“, zum Beispiel, sozial zusammenzuhalten oder uns fortzupflanzen.

Denken und fühlen sind keine „Feinde“. Beide Elemente können sich gegenseitig beeinflussen, und vermutlich geschieht dies dauernd. Das heißt, sie können neutral koexistieren, einander „hochschaukeln“, also verstärken oder einander neutralisieren. Verstärken sie einander, so kann dies positive, negative oder gar keine Folgen haben. In den meisten Fällen bemerken wir solche Vorgänge aber intensiv. Wir verfallen dann in Euphorie oder Depression, die sich durch kybernetische Kreise (Auf- oder Abwärtsspiralen) zur Gefahr werden können.

Nahezu alle Schriftsteller haben Schwierigkeiten damit, Gefühle zu beschreiben. Manche retten sich, indem sie schreiben: „Ich bin beschämt, weil ich nicht die Wahrheit gesagt habe.“ Das ist so intelligent wie der Satz „Ich bin pleite, weil ich zu viel Geld ausgegeben habe.“ Andere schreiben: „Ich fühlte mich beschämt“ … was unwillkürlich zu der Frage führt: „Na, und was bedeutet das für dich?“

Auf einen Nenner gebracht: Wir „fühlen keine Gefühle“, sondern wir fühlen, was in uns vorgeht. Wenn wir dies wirklich beschreiben wollen, müssen wir schon viel Mühe aufwenden.