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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Liebende in Bad Liebenstein

Vor dem Kulturhotel Kaiserhof in Bad Liebenstein befinden sich diese eindrucksvollen Brunnenfiguren, die (nach meinem Wissensstand) nirgendwo erwähnt werden und auch im Internet noch keinen Platz gefunden haben.
Ausdrucksvoll scherzendes Paar - Original

Entsprechend sehen sie auch aus - und das ist wirklich schade. Denn beide Figuren sind sehr ausdrucksvoll dargestellte Liebende. Ich habe versucht, dem Bild in der zweiten Version etwas mehr Leben einzuhauchen - und ich hoffe, es war nicht vergeblich.
Das Foto etwas "entkalkt", sonst aber im Oririginal

Exotenblüten

Üppige Blüte
Ich habe im letzten Jahr zum ersten Mal Blüten an dieser exotischen Pflanze gesehen. In diesen Jahr blühte sie früh und üppig. Hier noch einmal ein Detail:

Detail der Blüte


Aufnahmen diesmal mit PANSONIC DMC FZ2200

Hund, Kackhaufen und Hightech

Wenn mein Hund in bester Laune ist, spaziert er morgens mit mir einmal rundum den städtischen Teich. Das Tier gehört zu den Rassen, die als „weitgehend erziehungsresistent“ gelten. Und also lauf ich ihm nach, von Baum zu Baum und von Kackhaufen zu Kackhaufen. Letztere findet er deutlich interessanter als ich, und selbstverständlich weiß ich, dass er daraus schneller lebenswichtige Informationen bezieht, als ich benötige, um sie Google abzuringen.

Irgendwann zum Ende des Hundespaziergangs zeigte mir meine harmlos aussehende Uhr, dass ich knapp 2000 Schritte getan hatte, jedenfalls optisch. Wer das Gerät nicht kennt: Es ist eine Hightech Uhr, die nicht nach Hightech aussieht. Und dort, wo bei manchen anderen Uhren der Sekundenzeiger rotiert, zeigt sich bei mir die Anzahl der Schritte.

Teichumrundung, Schritte und Anzeige passten offenbar nicht zusammen, was mich stets beunruhigt, denn ein Grundsatz der Ex-IT-Mitarbeiter heißt ja: Es gibt keine Phänomene.

Die Welt der Apps und Updates

Oh Fluch der Technik – hatte ich nicht gestern ein Update auf meine App bekommen? Und hat die App nicht herum gezickt, sie könnte mein Google-Konto nicht finden?

Oh Welt der Apps! Es ist leider immer wieder so: Nach dem Update ist vor der Panne. Und so hatte sich meine Ziel-Schrittzahl über Nacht erheblich erhöht. Kleiner Fehler. Verzeihlich.

Klar habe ich gefunden, wie ich das wieder ändern kann. Aber insbesondere die Apps, die nicht massenhaft verwendet werden, zicken häufig nach Updates herum, verlieren Daten, müssen völlig neu gestartet werden … und … und.

Ach, so etwas wollt ihr gar nicht lesen? Ja, was denn dann? Hoffentlich habt ihr wenigsten geschmunzelt.

Luca und ich

Ausriss aus der "Berger Zeitung" - Titelseite
Die Kassiererin im Tierpark war die Einzige, die genau wusste, wie die Sache in mit Luca in der Lüneburger Heide (Landkreis Celle) funktioniert. Inzwischen sind die Inzidenzen oder irgendwelche anderen Werte möglicherweise gestiegen. Dann reicht selbst Luca nicht mehr - denn davon soll hier die Rede sein.

Und wie funktioniert Luca? Das wusste eben jene Kassiererin, nämlich: „Wir benötigen einen WLAN-Zugang für unsere Kunden, sonst geht das gar nicht.“

Luca fordern, aber kein freies WLAN zur Verfügung stellen

Das wissen nicht alle. Denn wer sein WLAN nicht fest im Smartphone aktiviert hat, und wo es auch kein freies WLAN gibt, da guckt der Gast durch die Röhre - oder eben auf sein Handy, auf dem nach einer Weile auftaucht, dass die Anmeldung leider nicht funktionierte.

Das ging in der Bäckerei los. „Ich darf Ihnen nichts verkaufen, bevor sie eingeloggt sind.“ „Auch nicht im Außenbereich?“ „Nein, das hat der Chef verboten, weil sich die Vorschriften ständig ändern“. CovPass alleine reichte auch nicht. „Bitte loggen Sie sich ein.“ Also scanne ich und bekomme mangels Internet keine Bestätigung. Indessen reichten meine Bemühung offenbar, um die Bäckereifachverkäuferin zufriedenzustellen.

Zurück im Hotel und mit WLAN sagt mir Luca: „Sie wurden soeben erfolgreich eingeloggt.“

Ei ei, Wunder der Technik. Also habe ich mich auch wieder ausloggen können. Hätte der nämliche Bäcker ein freies WLAN gehabt, wäre es leichter gewesen und hätte in Echtzeit funktioniert.

Nächste Station: so eine Art Alternativcafé mit gutem Kuchen und deutlich besserem Cappuccino als zuvor. Diesmal hatte ich das mobile WLAN dabei. Auch hier fehlte der Hinweis auf ein freies WLAN. Also erst einmal Scannen, dann noch einmal scannen. Und weil auf den Tischen (diesmal innen) auch noch die Speisekarte gescannt werden konnte, bellte ich erst einmal unter dem falschen Baum. Schließlich funktionierte der dritte Versuch.

So weit also Luca und ich. Zugegeben, ich war im Urlaubsmodus und nicht so konzentriert wie sonst. Und Luca kann nichts dafür. Schuld sind die Händler und Gastronomen, die kein freies WLAN zur Verfügung stellen.

Bild: Auszug aus der örtlichen Zeitung.

Deutsche ohne Abstraktionsvermögen?

Die Teilnahme an der liberalen Ordnung verlangt von den Bürgern ein Minimum an Abstraktionsvermögen.

Wenn dies die Minimalforderung ist, dann erfüllen die meisten Menschen sie nicht. Jedenfalls nicht in den Diskussionen, die ich am Würstchenstand oder bei den Grüppchen auf hiesigen Märkten mithören konnte oder in den sogenannten „sozialen Medien“ verfolge. Soweit es die „sozialen Medien“ betrifft, schützt auch ein akademischer Titel nicht vor dem Mangel.

Gut, ich mag voreingenommen sein. In meinem ehemaligen, langjährigen Brotberuf reichte ein Minimum an abstraktem Denken nicht aus, um die Vorhaben zu einem guten Ende zu führen.

Und nun überlege ich: Was dürfen all die Menschen, die nicht einmal ein Minimum an Abstraktionsvermögen haben? Sie dürfen wählen. Voraussichtlich werden sie den Volksverführern auf den Leim gehen, denn sie werden auf die einfachen Lösungen fliegen.

Und genau das ängstigt mich.

Zitat: NZZ, Eduard Kaeser - Physiker und promovierter Philosoph.