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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Luca und ich

Ausriss aus der "Berger Zeitung" - Titelseite
Die Kassiererin im Tierpark war die Einzige, die genau wusste, wie die Sache in mit Luca in der Lüneburger Heide (Landkreis Celle) funktioniert. Inzwischen sind die Inzidenzen oder irgendwelche anderen Werte möglicherweise gestiegen. Dann reicht selbst Luca nicht mehr - denn davon soll hier die Rede sein.

Und wie funktioniert Luca? Das wusste eben jene Kassiererin, nämlich: „Wir benötigen einen WLAN-Zugang für unsere Kunden, sonst geht das gar nicht.“

Luca fordern, aber kein freies WLAN zur Verfügung stellen

Das wissen nicht alle. Denn wer sein WLAN nicht fest im Smartphone aktiviert hat, und wo es auch kein freies WLAN gibt, da guckt der Gast durch die Röhre - oder eben auf sein Handy, auf dem nach einer Weile auftaucht, dass die Anmeldung leider nicht funktionierte.

Das ging in der Bäckerei los. „Ich darf Ihnen nichts verkaufen, bevor sie eingeloggt sind.“ „Auch nicht im Außenbereich?“ „Nein, das hat der Chef verboten, weil sich die Vorschriften ständig ändern“. CovPass alleine reichte auch nicht. „Bitte loggen Sie sich ein.“ Also scanne ich und bekomme mangels Internet keine Bestätigung. Indessen reichten meine Bemühung offenbar, um die Bäckereifachverkäuferin zufriedenzustellen.

Zurück im Hotel und mit WLAN sagt mir Luca: „Sie wurden soeben erfolgreich eingeloggt.“

Ei ei, Wunder der Technik. Also habe ich mich auch wieder ausloggen können. Hätte der nämliche Bäcker ein freies WLAN gehabt, wäre es leichter gewesen und hätte in Echtzeit funktioniert.

Nächste Station: so eine Art Alternativcafé mit gutem Kuchen und deutlich besserem Cappuccino als zuvor. Diesmal hatte ich das mobile WLAN dabei. Auch hier fehlte der Hinweis auf ein freies WLAN. Also erst einmal Scannen, dann noch einmal scannen. Und weil auf den Tischen (diesmal innen) auch noch die Speisekarte gescannt werden konnte, bellte ich erst einmal unter dem falschen Baum. Schließlich funktionierte der dritte Versuch.

So weit also Luca und ich. Zugegeben, ich war im Urlaubsmodus und nicht so konzentriert wie sonst. Und Luca kann nichts dafür. Schuld sind die Händler und Gastronomen, die kein freies WLAN zur Verfügung stellen.

Bild: Auszug aus der örtlichen Zeitung.

Deutsche ohne Abstraktionsvermögen?

Die Teilnahme an der liberalen Ordnung verlangt von den Bürgern ein Minimum an Abstraktionsvermögen.

Wenn dies die Minimalforderung ist, dann erfüllen die meisten Menschen sie nicht. Jedenfalls nicht in den Diskussionen, die ich am Würstchenstand oder bei den Grüppchen auf hiesigen Märkten mithören konnte oder in den sogenannten „sozialen Medien“ verfolge. Soweit es die „sozialen Medien“ betrifft, schützt auch ein akademischer Titel nicht vor dem Mangel.

Gut, ich mag voreingenommen sein. In meinem ehemaligen, langjährigen Brotberuf reichte ein Minimum an abstraktem Denken nicht aus, um die Vorhaben zu einem guten Ende zu führen.

Und nun überlege ich: Was dürfen all die Menschen, die nicht einmal ein Minimum an Abstraktionsvermögen haben? Sie dürfen wählen. Voraussichtlich werden sie den Volksverführern auf den Leim gehen, denn sie werden auf die einfachen Lösungen fliegen.

Und genau das ängstigt mich.

Zitat: NZZ, Eduard Kaeser - Physiker und promovierter Philosoph.

Igel taucht auf

Der Igel - plötzlich war er da ...
Plötzlich ist ein Igel im Garten, obgleich der Garten von recht hohen Mauern umgeben ist.

Was tat er da? Offensichtlich fraß er Schnecken - jedenfalls sind keine mehr da.

Foto mit meinem IQOO.