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Lasch

Manchmal muss man viel Humor haben, um Stellungnahmen von „Offiziellen“ zur Pandemie zu lesen, wie beispielsweise diese:

Wenn die Einschränkungen lasch bleiben, werden wir auch in Schleswig-Holstein bald nicht mehr handlungsfähig sein.

Und nun würden wir gerne wissen, warum „auch“ das nördlichste Bundesland nicht mehr „handlungsfähig“ sein wird, doch das erfahren wir nicht. Zu wenig Personal? Schlechte Ausbildung? Fehlende Pläne für Notsituationen? Unzureichende Ausstattung mit Soft- und Hardware? Umständliche Prozeduren?

Wir erfahren allerdings, warum die zitierte Dame der Politik „einen Monat komplette Ausgangssperre“ empfiehlt: dann nämlich seine die Gesundheitsämter wieder in der Lage, die „Nachverfolgung noch auftretender Fälle gut zu bewältigen“.

Jeder mag sich selbst Gedanken darüber machen, was von solchen Aussagen zu halten ist.

Quelle: BILD.

Der eingeschlossen Uhrmacher und die eiserne Jungfrau

Zerfleischen der Verräter durch eine Maschine
Der eingeschlossen Uhrmacher und die eiserne Jungfrau ist im Grunde eine dunkel-romantische Geschichte. Doch viele Menschen sind der irrigen Meinung, die "Jungfrau" sei tatsächlich eine Folter- und/oder Tötungsmaschine des Mittelalters gewesen. Dieser Artikel fasst das Wissen um die Ursprünge der Jungfrau zusammen und berichtet vom Fragment einer Gruselgeschichte.

Was fürchtest du? Wisse, es handelt sich nur darum, die Arme der Gerechtigkeit zu beleben, denn diese Gestalt ist ein Werkzeug derselben und bestimmt, verräterische Herzen zu zerfleischen.

Die Legende von der eisernen Jungfrau und ihren Ursprüngen führt jeden, der danach sucht, unweigerlich zu einer etwas undeutlichen Illustration. Offensichtlich basiert sie auf der Legende des antiken Gelehrten Polybios. Jener behauptete, dass Nabis, König von Sparta, sich eine „Jungfrau aus Eisen“ anfertigen ließ, der seiner Frau Apega ähnlich sah. Sie soll unter ihrer Kleidung an Händen, Armen und Brüsten spitze Nägel besessen haben.

Die Legende vom Automaten, der Steuersünder bestrafte

Bürger, die sich weigerten, Steuern zu zahlen, mussten ihre Hand ergreifen, woraufhin ein Mechanismus ausgelöst wurde, mit dem die Figur den säumigen Zahler an sich zog und „zur Brust nahm“, bis er Tribut zahlte - oder durch die Messer zu Tode gebracht wurde.

Eine spätere Legende um den „Zerfleischungsautomaten“

Die Geschichte, die dazu erzählt wird, handelt von einem Uhrmacher, der an einem Hof in den Karpaten gerufen wird und der durch einen „hässlichen Zwerg“ angewiesen wird, das Räderwerk für die „Zerfleischung“ im Namen seiner Herrin zu konstruieren. Genau genommen soll er der bereits vorhandenen Gestalt ein mörderisches Leben einhauchen:

Ich sollte die Feder so richten, dass bei der leisten Berührung des Halsbandschlosses die stählerne Figur die Arme kreuzweise und fest fasste, dass aber zugleich aus der inneren Fläche der beiden Arme Hunderte von kleinen, scharfen und spitzigen Messern, wie aus der Brust und dem Bauche mehrere Dolche hervortreten würden und ich begriff, dass die Maschine dazu bestimmt sei, demjenigen, der das Schloss öffnen wollte, rettungslos durch und durch zu zerfleischen.

Die Geschichte ist allerdings eine reine Fantasie des österreichische Kunsthändlers und Autors Moritz Bermann aus dem 19. Jahrhundert.

Die Suche nach dem Ort, an dem dies alles geschehen sein soll, erwies sich als einfacher. Im Tal der Vaag gibt es zwar viele Burgen. In Verdacht steht aber sofort die Burg Schächtitz, ungarisch Csejte, in der auch die berühmte und andererseits berüchtigte Gräfin Elizabeth Báthory residierte, die auch in der Horrorgeschichte als Auftraggeberin auftaucht.. So schließt sich der Kreis der Legenden.

Bild: Wikimedia und anderen Quellen, die das Bild zeigen. Weitere Quellen: "Dunkle Geschichten aus Österreich", Wien 1868, angeblich von Moritz Bermann verfasst (oder gesammelt).

Was ist ein Kink?

Habt ihr schon mal von einem „Kink“ gelesen? Nein, nicht von King George oder einen anderen, der auf „g“ endet. Dieser Kink endet auf „k“, und wenn ihr oberflächlich guckt, dann bezeichnet er einen „Knick“.

Um das Wort wirklich zu begreifen, brauchen wir eines dieser Lexika, die nicht im Internet vermodern. Denn damit ein Gegenstand oder eine Persönlichkeitseigenschaft einen „Knick“ bekommt, muss beides zunächst gerade sein. Und „gerade“ ist, was die Masse tut. Wer nun also einen „Kink“ hat, der weicht von dem ab, was Menschen „üblicherweise“ tun.

Zumeist wird das Wort heute in Zusammenhang mit den sexuellen Freuden und Praktiken genutzt. Wir lesen: Jemand der einen „Kink“ hat, also „kinky“ ist, geht „merkwürdige Wege …, um sexuell erregt zu werden.“

Die merkwürdigen Wege lassen sich noch verdeutlichen, zum Beispiel so:

Wenn ein erotischer oder sexueller Genuss nicht der allgemeinen Vorstellung entspricht, dann ist es ein „Kink“. Ob er akzeptiert, verachtet oder ignoriert wird, hängt von Zeit, Ort und anderen Umständen ab.

Falls ihr nun fragt: „Wer braucht denn so was?“, dann sage ich: Übersetzer, zum Beispiel. Es kling nicht sehr freundlich, „kinky“ so zu übersetzen: „Sie lebte in zwei Extremen – am Tage war sie extrem religiös, aber im Bett war sie extrem versaut.“

Nein – „kinky“ ist nicht „versaut“. Übersetzt es hübscher, wann immer ihr könnt.

Und wieder … der Abstand

Ja, ich halte Abstand. Aber ich habe nie einen Zollstock dabei, um die „zwei Meter Mindestabstand“ einzuhalten. Und so kommt es denn vor, dass ich mich manchmal bis auf einen Meter nähere – wie nahezu alle Menschen, die an der Kasse stehen und auch keinen Zollstock dabei haben. Die Frau vor mir trug, das hatte ich schon zuvor gesehen, keine Maske, was mich wenig beeindruckte – so etwas kommt eben mal vor. Nun aber drehte sie sich abrupt um (ohne Maske) und sagte in harschem Ton, ich möge doch meinen Mindestabstand von zwei Metern einhalten. Na schön, dieses aggressive und belehrende Verhalten soll ja bei Frauen vorkommen. Und ja – ich hatte mich vielleicht entschuldigt, wenn der feldwebelhafte Unterton mich nicht gestört hätte. Hat er aber, und so sagte ich ihr erste einmal, sie solle unverzüglich eine Maske tragen – was sie dann auch tat. Ich konnte übrigens nicht umhin, sie zu fragen, ob sie mich auf diese Weise anherrschen würde, weil ich ein Mann bin oder ob sie eine Frau ähnlich ansprechen würde, was sie bejahte.

Ja, der Abstand. Ich schätzte den Abstand zwischen der Kassiererin und der Dame später auf unter 50 Zentimeter ein (wieder ohne Zollstock, aber mit Maske).

Wie gut, dass ich so selten einkaufen gehe. Falls ihr mir mal begegnen solltet: Sprecht mich höflich an – und möglichst mit Maske, wo eine gefordert ist.

IT - die „norwegische Lösung“ half mal wieder

Meine Abneigung gegen ein bestimmtes Fabrikat von Festnetz- und DECT-Telefonen dürfte bekannt sein. Erst kürzlich habe ich die letzten verbliebenen drei Exemplare artgerecht entsorgt, nachdem ich eine bessere Lösung bei Panasonic gefunden hatte. Nun, zwei sind noch verblieben, und diesmal habe ich sie zu Unrecht bezichtigt, Übeltäter zu sein.

Nach dem Urlaub hatten wir beschlossen, „den Chinesen“ für uns kochen zu lassen, der eigentlich kein Chinese, sondern Vietnamese ist. Also flugs angerufen, über das alte rote Telefon, und - der „Chinese“ hat nichts gehört. Wir auch nicht, und also habe ich mir gedacht: Na ja, dieses Telefon ist schon über 20 Jahre alt, da kann so etwas mal passieren.

Heute nun klingelte das Haustelefon (mein Büro ist nicht auf der gleichen Etage wie meine Wohnung) und ich höre auch nichts.

Zwei Telefone zur gleichen Zeit kaputt? Beide konnten Gespräche empfangen und senden, nur hörte man eben nichts, und das ist ja eigentlich nicht der Sinn eines Telefons. Also Konfiguration geöffnet, beide Telefone neu zugewiesen - und derselbe Mist.

Zum Glück erinnerte ich mich an meine Zeit als IT-Organisator: Wenn gar nichts mehr geht, muss die „Norwegische Lösung“ her: Providerkiste (T-Online) vom Stromnetz nehmen, dann neu starten.

Ei, ei - dann ging’s wieder.

Ein alter Kollege sagte damals: „Das ist ja klar, das hatte sich ein Bit verklemmt.“

IT kann sehr einfach sein, nicht wahr? Wenn sich ein Bit verklemmt, Netzstecker ziehen,