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Sind da noch Männer drin?

Die Revue ist schon vor einer Weile beendet worden. Ein Teil des Publikums will vor den Heimweg allerdings noch einem unerlässlichen menschlichen Bedürfnis nachkommen. Und also strebt man zu den Toiletten. Davor bilden sich lange Schlangen auf der linken Seite, wo man „für Damen“ gehen kann, und eine gähnende Leere auf der rechten Seite, wohin sich die Herren begeben.

Ich gehe also flugs an der Schlange vorbei, finde das Örtchen fast leer, und gehe nach der unerlässlichen Verrichtung wieder hinaus, als mich eine der Damen anspricht:

„Ach bitte, sind da noch Männer auf der Toilette?“

Ich bot all meinen Charme auf, den ich als Reserve immer bei mir trage und sagte:

„Oh ja, und manche davon sind recht stattlich, Madame.“


Oh, oh … sie hatte wohl eine andere Antwort erwartet. Aber ehrlicherweise wusste ich nicht, ob alle zuvor anwesenden Herren ihre jeweilige Verrichtung bereits beendet hatten.

Rasieren im Hotel

Mann zu niedrig, Spiegel zu hoch?
Nein, nein – das sollte kein Selfie werden. Da möchte man seitens der Hoteliers gerne den Frauen huldigen und integriert einen Schminkspiegel (vermutlich für große Frauen). Und ja, ich hätte mir damit auch die Wimpern tuschen können – aber leider nicht die Stoppeln rasieren. Und wirklich - ich weiß, dass näher heran muss, wenn das Ding als Vergrößerungsspiegel wirken soll.

Aber dann ist der Spiegel eben auf Augenhöhe – und da rasiere ich mich nicht.

Das neue Medikament und die Dose

Push Down and Turn - but it will never open again
Neu ist es nicht, das Medikament. Nur ein andrer Hersteller. Der hat (möglicherweise gar ökologisch) gespart und schmeißt die Pillen einfach in eine Dose. Ist zwar auf Reisen höchst unpraktisch, aber na ja.

Deckel auf – Folie über den Pillen, gut so. Noch brauche ich sie ja nicht. Nun, gestern wollte ich die erste der Pillen einnehmen, und siehe da: der Deckel lässt sich nicht öffnen. „Aha“, weiß meine Frau, „ist wie bei den Reinigungsmitteln, kindersicher verpackt: Drücken, dann schrauben - dann geht es auf.“

So steht es auch auf dem Deckel – in Englisch.

Eine Richtung: To Open Push Down & Turn
Andere Richtung: Close Tightly


Da konntest du drauf puschen und quetschen und klammern und drehen – ein Kind kriegt die nicht auf. Ein Erwachsener übrigens auch nicht. Irgendwann, in irgendeiner Schieflage, gelang es mir dann, das Gewinde zu überwinden (klingt gut, nicht wahr)? Also Umfüllen und dann – noch mal versuchen - erfolglos. Heute habe ich mal ein Übungsviertelstündchen eingelegt. Ging nicht. Mal sehen, was der Apotheker darüber weiß.

Telekom, Probleme und die „Norwegische Methode“

Seit drei Tagen funktioniert meine interne Telefonwahl nicht mehr, und da wir auf zwei Stockwerken wohnen, muss das interne Telefon eben manchmal das Gebrüll über den Flur ersetzen: „Nun komm doch endlich Kaffee trinken“ oder so etwas.

Geht aber nicht. Klingelt und dann gar nix mehr. Kein Ton … nur Schweigen.

Konfiguration aufgerufen (ist nicht ganz ohne), rekonfiguriert – nix. Immer noch das gleiche Problem.

Ach, dachte ich am Ende, ruf ich nun den Service der Telekom an? Schon bei dem Gedanken sträubten sich die kleinen Nackenhaare … ächz … bloß nicht.

Nun … es war einmal in Norwegen. Der örtliche Rechner, der Signale aus dem fernen Deutschland empfangen sollte, sagte keinen Piep mehr. Ratlose Gesichter allenthalben. Service anrufen? Ein kerniger Norweger wusste Rat: Stecker herausziehen. Seither hieß dies Verfahren bei uns „die Norwegische Methode“.

Und bei der Telekom?

Stecker vom Router rausziehen, bis 10 zählen, Stecker wieder rein. Ein bisschen Weihnachtsbaumflimmern bei den LEDs - ging wieder.

Woran mich das erinnert? An die Sitcom „The IT Crowd“.

Da nimmt der Fachmann den Hörer ab und sagt:

Hello, IT – Have you tried turning it off and on again?


Klingt absolut saublöd. Funktioniert aber dann und wann.