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    <title>Sehpferd - Ein sinniges Meinungsmagazin - wissenschaftskritik</title>
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    <pubDate>Mon, 30 Mar 2026 15:18:09 GMT</pubDate>

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    <title>Schakale, Giraffen und Kommunikation</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2171-Schakale,-Giraffen-und-Kommunikation.html</link>
            <category>anders denken</category>
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            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:811 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;844&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/giraffe.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Sie hat ein sprechendes Gesicht - die Giraffe&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die Begriffe &lt;em&gt;„Wolfsprache“ &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;„Giraffensprache“&lt;/em&gt; entstammend den Büchern, Schriften und realen Demonstrationen von M. Rosenberg. Einer Legende nach soll er die Giraffe als Symbol gewählt haben, weil sie das größte Herz aller landlebenden Wirbeltiere hat. Die Sprache „echter Giraffen“ ist allerdings leicht eingeschränkt, weil sie keine Stimmbänder besitzen. Doch das „große Herz“ und die Betrachtungsweise aus „großer Höhe“ mit viel Überblick haben sie zum Symbol für eine Kommunikation des „Empfindens, Zuhörens und Verstehens“ gemacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Sprache der Schakale &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erzählung soll Rosenberg lange Zeit ein Symbol für die „gegenteilige Sprache“ gesucht haben. Er fand den Begriff „Schakalsprache“ besonders treffend. Von Rosenbergs Anhängern wird sie teilweise als „Sprache, die wir nicht gerne hören“ bezeichnet, dann wieder als „Sprache der Schuld und Schande.“ Manchmal ist auch die „Alltagssprache“ schlechthin gemeint. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Sprache der Schakale - in Deutschland die &quot;Wolfssprache&quot; &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland sagt man „Wolfssprache“ dazu. Der Wolf ist uns allen schließlich aus den vielen Märchen bekannt, in denen er „das Böse“ schlechthin darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob es sinnvoll, ist, die Verkörperung des Bösen im Märchen für Kinder oder Heranwachsende zu nutzen, um „das Gute“ zu unterstützen? Darüber mögen andere streiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Forderungen mit  Gefühlen und Bedürfnissen begründen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Erwachsene gilt jedenfalls, dass wir nicht den Wolf im Märchen im Sinn haben, wenn wir Forderungen an andere Menschen stellen. Wir sollten uns besser fragen, ob es sich lohnt „Kreide zu fressen“ und unsere Anforderungen hinter unseren „Gefühlen und Bedürfnissen“ zu verstecken. Manche Forderung wird schon dadurch verständlicher, dass sie ausführlich erläutert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn jemand etwas fordert, dann sollte er oder sie klar sagen, aus welchen Gründen er die Forderung stellt. Es wäre meiner Meinung nach unredlich, sie mit eigenen Gefühlen zu dekorieren oder eigene Bedürfnisse vorzuschieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles sollte niemanden daran hindern, Gefühle zu äußern, Bedürfnisse anzumelden oder andere zu bitten, etwas zu tun oder zu unterlassen. &lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 30 Mar 2026 09:49:00 +0000</pubDate>
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    <category>giraffen</category>
<category>kommunikation</category>
<category>schakale</category>
<category>wölfe</category>

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    <title>Manipulation ist nicht &quot;des Teufels&quot;</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/1985-Manipulation-ist-nicht-des-Teufels.html</link>
            <category>deutsch</category>
            <category>schreiben und bloggen</category>
            <category>sehpferd</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:761 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;493&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/die_marionette_der_autorin.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Sie weiß, wie sie ihn &quot;manipulieren&quot; muss&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;„Manipulation“ steht zu Unrecht unter dem Verdacht, zum Teuflischen im Menschen zu gehören. Letztlich bedeutet das Wort nichts als&lt;em&gt; andere zu Beeinflussen&lt;/em&gt;. Gemeint ist aber oft etwas anderes: Nämlich &lt;em&gt;jemanden ohne dessen Wissen gegen seinen Willen zu beeinflussen mit dem Ziel, ihn kontrolliert für eigene Zwecke zu benutzen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh – das kling in der Tat nach einem Elixier des Teufels, nicht wahr? Das wird die Selbstsucht und Böswilligkeit herausgestellt und der Gestank von Schwefel steigt auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Manipulation - ein Kunstgriff und nicht mehr &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Bedeutung des Wortes ist der „Kunstgriff“, später auch als „Kniff“ (Trick, Maßnahme) von Geschäftsleuten definiert, um Kunden zu beeinflussen. Dabei wird dem Begriff zunächst kein besonderer Wert beigemessen. Der Unterschied zwischen Manipulation und Beeinflussung wird später oft mühsam erläutert – und am Ende kommt doch nur heraus, dass Gleiches gemeint ist: &lt;em&gt;Jemanden in seiner Meinung oder seinen Gefühlen zu beeinflussen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die verwirrende Welt der Lexika &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Psychologie versucht zunächst,  den Begriff neutral zu erklären. So lesen wir im &lt;em&gt;„Dorsch“&lt;/em&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Manipulation. Handhabung, unscharfer Begriff für versch. Formen der Einflussnahme (Steuerung, Ausrichtung, Ausnützung).&lt;/blockquote&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ähnlich bei Stangl:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Als Manipulation bezeichnet man in der Psychologie ganz allgemein die soziale Einflussnahme, die für die Betroffenen sowohl positiv wie negativ sein kann.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Eine völlig andere Darstellung finden wir bei der Bundeszentrale für politische Bildung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Wenn ich will, dass andere Menschen etwas ganz Bestimmtes tun, versuche ich, sie so zu beeinflussen, dass sie nach meinem Willen handeln.&lt;/blockquote&gt; . &lt;br /&gt;
Eine weitaus extremere  Meinung wird im Lexikon von „Spektrum“ vertreten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Manipulation - gezielte Einflussnahme … auf Menschen, ohne deren Wissen und häufig gegen deren Willen … mit dem Ziel, ihn kontrolliert für eigene Zwecke zu benutzen. Dabei bleibt der Anschein von Entscheidungsfreiheit erhalten. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der neutrale Standpunkt: Lehren heißt Beeinflussen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du eine Lehrkraft bist, ist es für dich vermutlich ganz selbstverständlich, dass du Tag für Tag Menschen beeinflussen kannst. Schließlich ist das zumindest Grund, warum du den Beruf ergriffen hast. Es wäre völlig unsinnig, zu behaupten, dass es sich dabei nicht um einen Versuch der Manipulation handelt. Er wird durch Lehren und Lernen bestimmt, und der Erfolg wird kontrolliert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein wenig Ideologie verfälscht den Begriff der Einflussnahme &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du dies soweit gelesen hast: Behauptet wird, dass emphatische (einfühlende) Menschen nicht manipulieren, weil sie „Gutes tun“. Deren Gegenteil, meist als ekspathisch bezeichnet, gilt als Eigenschaft der Manipulatoren. Dafür werden dann auch gleich die passenden Synonyme entpackt: &lt;em&gt;Emotionslos und gefühlskalt&lt;/em&gt; sollen sie sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist an der Zeit, mit diesem Unsinn aufzuhören. Alle Menschen versuchen, sich einen bestimmten sozialen Rang zu erobern, und dazu gehört, Einfluss auf andere zu nehmen. Wer etwas lehren will, sollte dies aus Überzeugung tun, und genau diese Überzeugung ist damit verbunden, erfolgreich zu manipulieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was wirklich zählt, ist der Schutz vor unerwünschter Manipulation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Menschen benötigen zweierlei: Manipulation einerseits und den Schutz vor unerwünschte Manipulation andererseits. Wenn Lust, Liebe, Zuneigung oder Freundschaft in die Waagschale geworfen wird, um etwas ausschließlich Eigennütziges zu erreichen, müssen wir darauf vorbereitet sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den Zugriff auf unsere Psyche abzuwehren, sollten wir wissen, dass die Empathie anderer auch dazu dienen kann, uns zu verwirren. Und das gilt auch, wenn wir selbst  so übertrieben emphatisch reagieren, dass wir andere damit „überfahren“. Das ist ein Grund mehr, Gefühle neutraler zu sehen und nicht in „positiv“ und „negativ“ aufspalten. Oder um es in einem Satz zu sagen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können nicht „nicht manipulieren“, aber wir können uns gegen &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/73-Was-tun-Gefuehlsmanipulatoren-und-Manipulatorinnen.html&quot;&gt;unerwünschte Manipulation&lt;/a&gt; schützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bild: Aus einer historischen Illustration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zitate:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=110890&quot;&gt;Meyers (ca. 1890)&lt;/a&gt;, &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/manipulation&quot;&gt;Dorsch&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://lexikon.stangl.eu/7024/manipulation&quot;&gt;Stangl&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/das-junge-politik-lexikon/320758/manipulation/&quot;&gt;bpb junge politik&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/manipulation/9152&quot;&gt;spektrum der wissenschaft &lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 10 May 2024 10:31:00 +0000</pubDate>
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    <category>emphatie</category>
<category>gefühle</category>
<category>manipulation</category>
<category>schutz</category>

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    <title>Manipulation manipulieren - die Abwertung eines Wortes</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2170-Manipulation-manipulieren-die-Abwertung-eines-Wortes.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>sehpferd</category>
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            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Das Wort „Manipulation“ wird heute sehr geschickt manipuliert, um seine eigentliche Bedeutung zu verfälschen, nämlich einen „Kunstgriff“ anzuwenden. Vor etwa 150 Jahren war der Begriff  „Manipulation“ nur wenigen bekannt. Meyers weitverbreitetes Lexikon sagte damals aus: &lt;blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Manipulation (lat.), kunstgerechte Handhabung, jede Verrichtung mit der Hand, wozu Geschicklichkeit notwendig ist; auch allgemein so viel wie Verfahren, Geschäftskniff; manipulieren, Manipulationen vornehmen. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Manipulation als psychologischer Begriff seit 1864? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA wurde der Begriff erstmals 1864 im Sinne von „Meinungsbeeinflussung“ verwendet, wobei es allerdings um eine juristische Auseinandersetzung ging (2). Wann die Psychologie das Wort aufgriff, ist nicht ganz sicher. Populär wurde das Wort immer nur, wenn es in einem abwertenden Sinn (3) gebraucht wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit vielen Jahren schon betont der Volksmund (nahezu gleichlautend mit der im Internet gebräuchlichen Definition) den „negativen“ Charakter des Wortes, etwa so (4):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;(Manipulation ist ein) „undurchschaubares, geschicktes Vorgehen, mit dem sich jemand einen Vorteil verschafft.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Das klingt möglicherweise noch relativ neutral, doch es kann sehr schnell umgewertet werden in (5):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Manipulation bezeichnet die Möglichkeit, Menschen aus egoistischen Gründen zu kontrollieren oder zu täuschen, wie zum Beispiel … jemanden dazu zu manipulieren, etwas gegen seine Interessen zu tun“.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Eine der Fragen, die hier zu stellen wäre (aber selten gestellt wird): Ist die Definition eigentlich aus psychologischer Sicht verbindlich? Oder ist diese Bedeutung eine etwas flapsige Interpretation einzelner Psychologen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort gibt uns der Dorsch (6):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;(Manipulation … (bedeutet) Handhabung. (Es ist) unscharfer Begriff für verschiedene Formen der Einflussnahme (Steuerung, Ausrichtung, Ausnützung). Der Begriff wird u. a. im Bereich der Werbung, der Politik, der Pädagogik und bei Massenmedien zur Kennzeichnung des Ausgeliefertseins … (verwendet). &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Was aber bedeutet das Wort in der Kommunikation? Bedeutet es, dass jeder, der manipuliert, als „Bösewicht“ bezeichnet werden sollte, falls er versucht, jemanden zu beeinflussen? Ist „Manipulation“ gar kontraproduktiv oder gehört sie zur “schwarzen Rhetorik“? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Meilensteine der Veränderung: Kommunikation, Verhalten und Manipulation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gehe gerne zurück zu Paul Watzlawick, wenn davon die Rede ist. Bekanntermaßen beruht die gesamte psychologische Theorie der „Menschlichen Kommunikation“ auf seinem gleichnamigen Werk. Das erste Merkmal dieser Lehre nennt er „die Unmöglichkeit, nicht zu kommunizieren“. Da Kommunikation im weiteren Text mit „Verhalten“ gleichgesetzt wird, gilt auch, dass wir Menschen uns nicht „nicht verhalten“ können (Deutsche Ausgabe, Seite 58) (7). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch wie weiter? Wenn Kommunikation irgendetwas bewirken soll, dann kommen wir nicht ohne einen Kunstgriff aus: Wir versuchen, andere zu erreichen und zu beeinflussen. Indem wir das tun, manipulieren wir sie ohne jeden Zweifel, es sei denn, die beiden vorausgeschickten Aussagen seien falsch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zuweisungen von &quot;gut&quot; und &quot;schlecht&quot;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um es klar und deutlich zu sagen: Mit Attributen wie „gute und schlechte“ oder „schwarze und weiße“ Kommunikation bringen wir Bewertungen in einen dynamischen Prozess ein. Wenn wir also sagen: „Wir Kommunizieren in einer Weise, in der wir aus Respekt voreinander nicht bewerten, dann bewerten wir das Bewerten negativ.“ (8) Dabei besteht gar kein Anlass, mit solchen Dualismen zu arbeiten. Kommunikation kennt Skalen, Farben und Toleranzen, wie alles, was Menschen hervorbringen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir „Manipulation“ als einen Kunstgriff betrachten würden und nicht als „böswilligen Eingriff“, dann wären wir einen Schritt weiter zum besseren Verständnis. Ich wünsche mir sehr, dass mehr Menschen so denken würden. Zugleich wünsche ich mir, dass mehr Menschen lernen, sich vor wirklich gefährlichen Eingriffen in ihre Kommunikation zu schützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&lt;em&gt;1) &lt;a href=&quot;https://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=110890&quot;&gt;Retrobibliothek (Meiers)&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
(2) Historisches Dokument auf: &lt;a href=&quot;https://cwnc.omeka.chass.ncsu.edu/items/show/957&quot;&gt;nscu.edu&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
(3) In dieser Quelle (&lt;a href=&quot;https://www.dwds.de/r/?corpus=dwdsxl&amp;q=Manipulation&quot;&gt;dwds&lt;/a&gt;) befinden sich viele Beispiele dazu.&lt;br /&gt;
(4) &lt;a href=&quot;https://www.duden.de/rechtschreibung/Manipulation&quot;&gt;Duden online. &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(5) Bearbeitete Bewertung durch eine KI. &lt;br /&gt;
(6) &lt;a href=&quot;https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/manipulation&quot;&gt;Dorsch&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
(7) Menschliche Kommunikation, New York 1967, Bern 1969, Deutsche Ausgabe (13., unveränderte Auflage)&lt;br /&gt;
(8) Es ist sicherlich möglich, dies spielerisch zu verwirklichen, aber dann sind der Kommunikation willkürlich Grenzen gesetzt. &lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 27 Mar 2026 14:07:00 +0000</pubDate>
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    <category>kommunikation</category>
<category>leben</category>
<category>manipulation</category>
<category>psychologiekritik</category>
<category>vorurteile</category>

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    <title>Brauchen wir neue Wege und Modelle in der Kommunikation? </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2168-Brauchen-wir-neue-Wege-und-Modelle-in-der-Kommunikation.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>KI/AI - Künstliche Intelligenz </category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Die Modelle, die von Kommunikationstrainern verwendet werden, richten sich überwiegend, wenn nicht gar ausschließlich, an Personen, die &lt;em&gt;Dialoge führen&lt;/em&gt;. Zumeist gehen Lehrende wie auch Lernende davon aus, etwas über die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht zu erfahren. Damit sind Dialoge gemeint, die zwischen „körperlich anwesenden Personen“ stattfinden, die „miteinander Augenkontakt aufnehmen können.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nicht bei alle Kommunikationsformen sind beide anwesend&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kritik an den heutigen Kommunikationsmodellen richtet sich in vielen Fällen daran, dass sie nicht für „moderne“ Internetkommunikation geeignet sind. Als Begründung wird angegeben, dass die Dialoge „oft asynchron, multimodal und durch Technologie“ ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu wäre zu sagen, dass Kommunikationsseminare nicht für die zeitversetzte Übertragung von Informationen geschaffen wurden. In Trainings gehen wir immer von Dialogen in „Echtzeit“ aus, unabhängig davon, ob wir ein Gespräch mit Augenkontakt führen oder ein Telefongespräch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Als Beispiel: Früher gab es Telegramme, Luftpostbriefe und gewöhnliche Briefsendungen. Man konnte auf gleichen Wegen nur „zeitversetzt“ auf sie antworten, und das war absolut normal - auch bei Telexen oder Telefaxen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits ist die Frage, ob zwei Nachrichten, die im Internet zwischen einem Sender und einem Empfänger ausgetauscht werden, überhaupt irgendeinen Bezug aufeinander haben. Geschieht dies, so ist es zwar formal auch eine Kommunikation, aber kein Dialog mehr. Bestenfalls könnte man sagen:&lt;em&gt; „Keine Antwort ist auch eine Antwort.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die &quot;neue Kommunikation&quot; und der Helpdesk &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkäufer, insbesondere Innendienst-Mitarbeiter, die am Telefon verkaufen, profitieren ganz selbstverständlich von der Teilnahme an Kommunikationsseminaren. Diese Schulungen haben aber andere Inhalte als „gewöhnliche“ Kurse in Kommunikation. Ähnliches gilt für Mitarbeiter am Helpdesk, die einer deutlich höheren Belastung ausgesetzt sind, weil die Anrufer unter Stress stehen und nicht immer freundlich und zuvorkommend sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Mensch und Automat am Telefon  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der wesentlichen Fragen ist bereits heute, ob sich „am anderen Ende“ eine Person oder ein Automat befindet. Nehmen wir als Beispiel mal einen Helpdesk 2026. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kann … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	… von einer fachkundigen Person geführt wird, die selber in der Lage ist, zutreffende Antworten zu geben.&lt;br /&gt;
2.	… oder selbst noch ausreichend kompetent sein und bei weiteren Fragen auf ein Team zurückgreifen, das möglichst unmittelbar befragt werden kann.&lt;br /&gt;
3.	… oder selbst kaum noch kompetent sein, aber auf eine Datenbank mit „typischen“ Problemfällen zurückgreifen.&lt;br /&gt;
4.	… ein Automat sein, der Fragen aufnehmen, klären und bearbeiten sowie schließlich in Antworten umwandeln kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Beispiel mag zeigen, wohin die Zukunft führt: zu einer möglichst gleichbleibend freundlichen Automaten-Stimme, die wie ein Mensch klingt und „unendliche Geduld“ simuliert. Wenn ein solcher Automat auch noch die Fragekunst beherrscht und die richtigen Lösungen in klaren, einfachen Worten findet, ist er zumindest für die meisten Fälle gut gerüstet. Menschen im „Hintergrund“ werden immer noch gebraucht. Denn wenn die kommunizierende KI uns nicht versteht, „sagt“ sie oftmals: „Warten Sie bitte einen Moment, ich verbinde sie jetzt mit einem Fachberater“.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 25 Mar 2026 16:31:00 +0000</pubDate>
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    <title>Das &quot;Kommunikationsmodell&quot; nach Sigmund Freud ist frei erfunden</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2167-Das-Kommunikationsmodell-nach-Sigmund-Freud-ist-frei-erfunden.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>mythen</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Es wird oft behauptet, es gäbe ein &lt;em&gt;„Kommunikationsmodell von Sigmund Freud“&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsache ist: Dieses Modell haben sich Menschen ausgedacht, die eine Brücke bauen wollten zwischen Sigmund Freud und Paul Watzlawick. Es ist in mehr als einer Hinsicht falsch, von einem „Kommunikationsmodell von Sigmund Freud“ zu sprechen - alles, was dazu geschrieben wurde, basiert auf Behauptungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Freud hat &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/1977-Die-Eisbergtheorie-Fakt-oder-wissenschaftlicher-Unfug.html&quot;&gt;kein „Eisbergmodell“&lt;/a&gt; entwickelt, es wird ihm nur zugeschrieben.&lt;br /&gt;
2.	Von Paul Watzlawick wird behauptet, er habe das Freud’sche Eisbergmodell verwendet – es steht nicht einmal im Inhaltsverzeichnis von „Menschliche Kommunikation“.&lt;br /&gt;
3.	Die Aussage, dass 20 Prozent der Kommunikation in Worten abgewickelt wird, aber mindestens 80 Prozent auf anderen Wegen (beispielsweise analog) ist eine Behauptung. Sie beruht auf dem Pareto-Prinzip das ebenfalls lediglich eine Behauptung darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei eigenen Recherchen habe ich festgestellt, dass zur Frage „Freud und Kommunikation“ ein Autor vom anderen abschreibt. Dadurch wird die Behauptung ständig weiterverbreitet, ohne dass ihr Wahrheitsgehalt infrage gestellt wird.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 23 Mar 2026 14:58:00 +0000</pubDate>
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    <category>behauptungen</category>
<category>eisbergmodell</category>
<category>freud</category>
<category>kritik</category>
<category>psychologie</category>
<category>watzlawick</category>

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    <title>Die vollständige Übereinstimmung</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2165-Die-vollstaendige-UEbereinstimmung.html</link>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Ich hörte dieser Tage von einer Behauptung,  dier einigen anderen Aussagen im Internet ähnelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Eine vollständige Übereinstimmung in der Kommunikation bedeutet, dass das „Gesagte“, der „Tonfall“ und die „Körpersprache“ sowie die innere Haltung von Sender und Empfänger perfekt übereinstimmen und indem keinerlei Zweifel oder Widersprüche mehr bestehen. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Eine perfekte Übereinstimmung, auch in der „inneren Haltung“? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, aus welcher Denkrichtung solche Behauptungen stammen. Allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass die Beweise für solche kühnen Thesen niemals erbracht werden konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 18 Mar 2026 17:02:00 +0000</pubDate>
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    <category>innere haltung</category>
<category>kommunikation</category>
<category>perfekt</category>
<category>psychologie</category>

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    <title>Das Projekt „Kommunikation“ nimmt Form an </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2164-Das-Projekt-Kommunikation-nimmt-Form-an.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>schreiben und bloggen</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Ich habe mich entschlossen, meine Gedanken zur menschlichen Kommunikation“ erst einmal auf „Realfeelings“ zu veröffentlichen. Für mich ist dieses Blog sehr hilfreich, weil es bereits seit langer Zeit meine Gedanken zu „menschlichen Gefühlen“ enthält. Kurz gesagt ist es der Versuch, Gefühle vom Ballast psychologisch-philosophischer Fragen zu befreien und neue Fragen zu stellen, die sich eher durch Naturwissenschaften beantworten lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der menschlichen Kommunikation setzte ich dort an, wo die Theorie ihre Faszination verliert: in der Praxis. Gleichwohl nenne ich die historischen Wurzeln der Kommunikationstheorie, benenne aber auch ihre Schwächen, sie in den Alltag umzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer es lesen mag: Hier ist der &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/categories/8-Kommunikation-2026&quot;&gt;Schlüssel zu der vorläufigen Version&lt;/a&gt;, die noch aus lauter Einzelartikeln besteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was noch fehlt, sind einige Kurzbeiträge in einfacher Sprache. Ich arbeite daran. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mag, soll sie bitte beurteilen, kritisieren oder meinetwegen auch verreißen. Wer sie gut findet, kann es einfach in die Welt des Internets hinausposaunen. Wer sie nicht mag, könnte dies vorzugsweise mir sagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin gespannt ...&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 17 Mar 2026 11:28:00 +0000</pubDate>
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    <category>erkenntnisse</category>
<category>gespräche</category>
<category>kommunikation</category>
<category>neu</category>
<category>praxis</category>
<category>theorie</category>

</item>
<item>
    <title>Schräge Gedanken am Freitag - heute: Authentizität</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2163-Schraege-Gedanken-am-Freitag-heute-Authentizitaet.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Ich arbeite weiterhin am Thema „Kommunikation 2026“. In meinem Kopf mischen sich Gedankensplitter aus einer Dating-Sendung wie „peinliche Gesprächspausen“ mit dem abgehobenen psychologischen Jargon, den eigentlich kein Mensch braucht. Was zu sagen wäre, ließe sich mit einigen klaren, verständlichen Sätzen wiedergeben. Einige der US-amerikanischen Autoren tun es sogar. Gerade las ich einige Passagen aus „Don‘t Be Yourself“, ein Buch, das ich selbst mit relativ bescheidenen Englischkenntnissen verstehe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thema der „Authentizität“ wird so gerne behandelt, weil die Menschen „echte“ Werte von „unechten“ unterscheiden wollen. Das ist im Grunde Blödsinn, weil der „Wert“ einer Aussage in der Kommunikation vom Empfänger beurteilt wird. Im Grunde fragt sich der Empfänger sogar: &lt;em&gt;„Welchen Wert hat ein Satz des Senders für mich?“ &lt;/em&gt;Er fragt keinesfalls:  &lt;em&gt;„Ist dies seine/ihre authentische Sichtweise?“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir an, es handele sich tatsächlich um den Aufbau einer persönlichen Beziehung. Dann sehen wir unser Gegenüber überwiegend in der Rolle, die wir im Umgang mit ihm/ihr kennen. Seine/ihre Chefs, Mitarbeiter, Kunden oder wer auch immer kennen die Person in einer anderen Rolle, die auch ein anderes „Wir“ beinhaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was für andere gilt, gilt auch für uns selbst. Die Persönlichkeit der Menschen besteht nicht aus „einem inneren Selbst“, das ewig in diesem Zustand verbleibt. In Wahrheit haben wir gelernt, unsere Persönlichkeit so anzupassen, dass wir in verschiedenen Situationen „authentisch“ wirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit wäre im Grunde alles gesagt: Authentisch ist, wer als authentisch wahrgenommen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ich wünsche ein schönes Wochenende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebhard Roese aka sehpferd&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Buch: Don&#039;t Be Yourself, Boston 2025.&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 15:00:00 +0000</pubDate>
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    <category>authentizität</category>
<category>kommunikation</category>
<category>kritik</category>

</item>
<item>
    <title>Am Anfang stand die Romantik – das Wort „Empathie“ kritisch betrachtet</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2162-Am-Anfang-stand-die-Romantik-das-Wort-Empathie-kritisch-betrachtet.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>deutsch</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (redaktionsteam sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Am Anfang stand die deutsche Romantik. Der Kunsthistoriker Robert Vischer hat den Begriff „Einfühlen“ vermutlich als Erster verwendet. Der Psychologe Theodor Lipps (1851 - 1914) hat in ähnlicher Weise eine Einfühlungstheorie auf psychologischer Basis verfasst. Als der britisch-amerikanische Psychologe Edward Bradford Titchener (1867 – 1927) im Jahr 1909 eine plausible Übersetzung für den von Lipps geschaffenen Begriff suchte, hat er das Wort „Empathy“ dafür gefunden und in die englische Wissenschaftssprache eingeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das Einfühlen - von der deutschen Romantik nach Amerika und wieder zurück&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland stand der Begriff „Einfühlen“ damals für eine Verbindung zwischen dem Fühlen des Menschen zu dem, was er betrachtet. In der Übersetzung gab es bald eine andere Bedeutung, die mehr dem Begriff „Mitfühlen“ entspricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Wort durch die vielen englischsprachigen Wissenschaftstexte wieder zurück nach Deutschland kam, wurde es zur „Empathie“ und damit zum Sammelbegriff für verschiedene emotionale Regungen. (1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man den Begriff in seine Eigenschaften zerlegt, dann ergeben sich Fragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;-	Wie weit kann ein Mensch Emotionen rein gefühlsmäßig nachempfinden?&lt;br /&gt;
-	Reicht das Durchdenken des Gefühls, um sie zu empfinden oder zu verstehen, oder ist mehr dafür nötig? &lt;br /&gt;
-	Wie viel von den Gefühlen der anderen werden dabei mit eigenen Gefühlen vermischt?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &lt;a href=&quot;https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/empathie&quot;&gt;Dorsch&lt;/a&gt; wird eine bemerkenswerte Definition gebraucht, die von anderen Erklärungen deutlich abweicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Empathie ist das affektive … Nachempfinden der vermuteten Emotion eines anderen Lebewesens auf Basis des kognitiven Verstehens dieser Emotion und bei Aufrechterhaltung der Selbst-Andere-Differenzierung.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Diese Beschreibung hebt sich von den vielen „bewertenden“ oder gar moralisierenden Definitionen deutlich ab. Sie trägt auch dazu bei, Empathie als menschliche, naturgegebene Eigenschaft zu verstehen, die in vielen Variationen auftreten kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gelehrtensprache als Verschleierung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
In Deutschland ist üblich geworden, bei psychologischen Fragen die „Gelehrtensprache“ zu verwenden, also von nahe liegenden Alltagsbegriffen abzuweichen. Auf diese Weise wird vorgetäuscht, einen Umstand vollständig verstanden zu haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das allerdings ist - mindestens in diesem Fall - ein Trugschluss, denn der Begriff „Empathie“ verschleiert eher das, was wirklich gemeint ist. Worte wie „Mitgefühl&quot;, „Anteilnahme“, „Nächstenliebe“ oder „Verständnis“ sagen im Grunde viel mehr aus über die eigene Empfindung als das Kunstwort aus der psychologischen Theorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dieser Artikel ist ein Meinungsbeitrag unseres Autors &quot;sehpferd&quot; zur Diskussion über die heutige Bedeutung des Wortes Empathie. Kritik ist willkommen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Das Online-Lexikon &quot;&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Empathie&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;&quot; verzeichnet 43 unterschiedliche Definitionen des Begriffs &quot;Empathie&quot;. Ich denke, wer sich durch den Wust von Definitionen &quot;gewühlt&quot;&quot; hat, wird weiterhin Alltagsbegriffe verwenden, um verstanden zu werden.  &lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 03 Mar 2026 16:23:00 +0000</pubDate>
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    <category>begriffe</category>
<category>gelehrtensprache</category>
<category>psychologie</category>
<category>verwirrung</category>
<category>wissenschaftskritik</category>

</item>
<item>
    <title>Das Sehpferd-Team beendet die Liebeszeitung</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2158-Das-Sehpferd-Team-beendet-die-Liebeszeitung.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Die Liebeszeitung schwamm zu ihren besten Zeiten auf den Wogen des Online-Datings. Gegründet habe ich sie im September 2009, nachdem ich mich von einigen anderen Projekten verabschiedet hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Schon 2013 vor der App-Schwemme gewarnt &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 2011 witterte ich, dass die neu aufkommenden Apps, die damals speziell für Mobiltelefone „erfunden“ wurden, zu manchen Verwerfungen am Markt der Lust führen würde. Bereits 2013 habe ich vor der App-Schwemme gewarnt, die bald zu einer Art Überflutung führte – doch meine Warnung kam zu früh. Erst gegen die 2020 er Jahre. Im Juni 2020 war es dann soweit: Dating-Apps“ wurden immer fragwürdiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klar, dass meine Beiträge der Branche nicht erfreut über meine Kritik war - aber nach und nach gefielen sie auch meinem Publikum nicht mehr. Damals, also 2020, war auch noch nicht klar, dass sogenannte Dating-Apps durchaus „Risiken und Nebenwirkungen“ haben könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Meinungsbilder, Macht und Medien&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach und nach verlagerte sich das Meinungsbild der Medien, während die Wahrheiten über die Grundlagen der Partnersuche immer mehr im Morast der Medienberichte verschwanden. Dabei ist nicht einmal sicher, aus welcher Quelle die fragwürdigen Informationen stammten. Die „Berichterstattung“ der Presse fußte immer häufiger auf Informationen der Dating-Branche, aber auch die Macher der sozialen Medien hatten Anteil daran. Sogar manche „Wissenschaft“, vor allem aus dem Bereich der Psychologie, traten als „Fachleute für Beziehungen“ ins Rampenlicht der Öffentlichkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grunde genommen war dies eine Fehlentwicklung:  Man vermied, das Thema „Partnersuche“ an den Wurzeln zu packen. Die suchenden Personen spielten gar keine Rolle mehr, sondern letztlich die Meinung, die Psychologen, Soziologen und Kaufleute über sie hatten. Das „Hier und Jetzt“ geriet in Vergessenheit – und auch, dass wir alle von den Themen betroffen sind. Neuerdings werden wir wieder aufgefordert, feste ethische Anker zu suchen, statt uns bewusst zu werden, dass wir uns alle voneinander unterscheiden udn die Gemeinsamkeiten erst selber entdecken müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die App-Krise und die überflüssigen Kommentare dazu &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kürzlich lautstark ausgerufene „Krise“ der Apps oder des „Online Datings“ hat allerlei Kommentatoren hervorgespült, die in Wahrheit schlecht informiert waren. Das ist die mildeste Form, in der ich es ausdrücken kann. In Wahrheit hatten sie nicht die geringste Ahnung, worüber sie schrieben. In der Partnersuche springt uns das Leben selbst an – genau dort, wo wir jetzt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber noch einmal nachlesen will: In der Liebeszeitung spiegelt sich die gesamte Entwicklung wider – mit all den Warnungen seit 2013, also bereits seit über 12 Jahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde hier dann und wann über die wahren Hintergründe der Partnersuche schreiben, aber nicht so oft, dass ich euch, den meinen Leserinnen und Lesern des „Sehpferds“ auf den Geist gehe.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 19 Feb 2026 14:40:00 +0000</pubDate>
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    <category>liebeszeitung</category>
<category>partnersuche</category>
<category>sehpferd-team</category>

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