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Wortwechsler

Ich bin nicht nur Gebhard Roese, ich bin auch „WORTWECHSLER“. Und Wortwechsler heißt: Ich schreibe Texte um. Wenn ihr schon einmal eine Software verwendet hat, die angeblich Texte umschreibt, dann habt ihr wahrscheinlich bemerkt, dass nur einzelne Wörter ersetzt werden, aber eure Worte stehen bleiben, wie sie waren. Ihr legt dann sozusagen „Plagiate der eigenen Worte“ an.

Ein professioneller „Umschreiber“ geht ganz anders vor. Er versucht zunächst, den Sinn deiner Sätze zu erfassen. Dann beginnt er eine Art „Puzzle“, um die Sätze neu zu gestalten. Das ist ziemlich aufwendig und kostet deshalb etwas mehr als ihr sonst bei einem „Umschreibeservice“ bezahlen würdet.

Wortwechsler – jeder kann etwas umschreiben lassen

Einen Text neu zu schreiben, umzuschreiben, „aufzuhübschen“ oder auch nur den Stil zu wechseln, kann eine recht anstrengende und wenig erfreuliche Aufgabe sein. Vor allem, wenn Texte ähnlichen Inhalts für mehrere Medien benötigt werden, und zwar zwar so, dass er sich vom ersten Beitrag völlig unterscheidet.

Erweiterungen und Änderungen für dich

Ich kann deine Texte erweitern oder kürzen, sie im Stil völlig verändern und an eine andere Zielgruppe anpassen. Dabei kann es sich um Blogbeiträge oder Kurzgeschichten handeln. Sollte dein Projekt sehr umfangreich sein, bitte ich zuvor um eine Anfrage. Ich erarbeite deine neuen Texte nicht „am Fließband“ und benötige daher etwas mehr Zeit als andere Autoren.

Service für Einwanderer – Webpräsenz mit Inhalt füllen

Viele Kleinunternehmer, die nach Deutschland eingewandert sind, sprechen hervorragendes Deutsch, trauen sich aber nicht, einen Text für Ihre Web-Präsenz zu schreiben. Wenn es auf dich zutrifft: gib mir vor, was du schreiben willst – und ich schreibe es dir so um, dass alles professionell wirkt.

Kauderwelsch ins Deutsche übersetzen

Ob Soziologen- oder Computerchinesisch, das wie Deutsch klingt, aber mit der deutschen Sprache nichts gemeinsam hat – WORTWECHSLER bearbeitet es. Auch maschinenübersetzte Texte, die völlig unverständlich oder widersinnig erscheinen, werden von mir aufgedröselt und in gutes Deutsch gewandelt.

Hilfe für Autorinnen und Autoren

Jeder von euch hat irgendwann das, was wir eine „Schreibhemmung“ nennen. Da ist eine Passage, die dir schlicht nicht aus der Feder fließen will oder die dir irgendwie peinlich ist. Wenn du um Worte ringst: Frag mich. Ich nicht nur WORTWECHSLER, sondern auch IDEENGEBER.

Watson, lernen Sie Deutsch!

Mit Amors Feile kann man sicher die Liebe zurechtfeilen, aber erst, wenn Amors Pfeil getroffen hat. Und wenn man ihn dann „zum Spieß umdreht“, dann geht der „Feil“ vielleicht nach hinten los.

Ach, wo wir das gelesen haben? Diesen Text wagt WATSON seinen deutschen Lesern vorzusetzen:

Doch man kann Amors Feil auch zum Spieß umdrehen und sich so richtig köstlich über Pärchen und ihre vermeintlichen #CoupleGoals aufregen – gerade jetzt, wo der Valentinstag immer näher rückt! Denn mal ganz im Ernst, es gibt nicht etwa umsonst ähnlich viele Memes übers "zufriedene Alleinsein", wie zum Thema "glücklich zu zweit", fragt nur mal bei Jodel oder Instagram nach.


Wer bei Watson „über uns“ liest, findet dort genügend Redakteure, die eigentlich der deutschen Sprache mächtig sein müssten, und laut Impressum ist das Nachrichtenunternehmen sogar in Deutschland (Berlin) angesiedelt.

Watson, lernen Sie Deutsch!

Die Brötchentüte – backfrisch und Backfisch

Heute habe ich eine Brötchentüte gesehen, auf der das Wort „Backfrisch“ stand, also frisch gebacken. Unweigerlich erinnerte mich dies an das Wort „Backfisch“. Das Wort machte die Runde, als gegen 1880 mehrere literarische Werke erschienen, die als Jugendliteratur für heranwachsende Frauen galten. Es war aber schon früher in Gebrauch.

Die Backfische waren mit Sicherheit das, was man heute noch „Frischlinge“ nennt, und warum sie nun „Back“ hießen oder „Fische“, darüber streiten sich die Gelehrten trefflich. Möglicherweise ist die Bedeutung jedoch ganz einfach: „Ein Fisch, den es zu backen gilt“ oder der „noch nicht ganz gebacken“ ist. So, wie ein Mensch, der studiert hat, am Ende ein „frischgebackener“ Akademiker ist.

Die „backfrischen“ jungen Damen jener Zeit hießen eigentlich anders. Sie wurden gemeinhin als „junge Mädchen“ bezeichnet, so, wie wir es oft tun, wenn wir etwas ganz anders sagen wollen: „Ein „älterer Mensch“ ist ein alter Mensch, der schon etwas gebrechlich ist. Und ein „Junges Mädchen“ ist ein Mädchen, das nicht mehr jung ist, sondern zur Frau heranreift.

Die „Backfische“ selber scheinen diesen Begriff nie zu verwenden. Die Frauen der Zeit sprechen von ihren „Jungmädchenjahren“, und bezeichnen damit die Zeit seit Beginn der Pubertät bis zur Eheschließung. Für viele waren sie keine Lehrjahre, weil ein Beruf weder angestrebt wurde noch erwünscht war, „Leerjahre“, die irgendwie „gefüllt“ werden mussten.

Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zu den Mods und Rockern, „Exis“ und Halbstarken“ hatte man keine Bezeichnung für heranwachsende junge Frauen. Erst in den 1960er Jahren schwappte der Begriff „Teenager“ aus den USA herüber. Dieser Sammelbegriff galt vor allem für junge Frauen zwischen 13 und 19, aber auch für die gesamte Jugend jenes Alters. Zudem setzte sich der Begriff „weibliche Jugendliche“ im Offizialdeutsch durch.

Am Rand kann ich noch vermerken, dass in Deutschland und Österreich vielfach von „Süßen Mädeln“ die Rede war, wenn man Verführerinnen meinte, die zwar allerlei Gunstbezeugungen gewährten, aber keinen Geschlechtsverkehr. In Frankreich nannte man sie auch „Halbjungfrauen“ (Demi-Vierge).

Na schön. Also: Der Backfisch war sozusagen backfrisch, oder noch nicht „ganz gebacken“, wie man im Schwäbischen wohl sagt. Und die Bezeichnung „Mädchen“ in all ihren Abwandlungen hat sich für junge Frauen bis heute erhalten.


Unwort auf den Kopf getroffen: Anti-Abschiebe-Industrie

Mit dem Begriff „Anti-Abschiebe-Industrie“ hat die Jury diesmal den Nagel auf den Kopf getroffen: Das ist ein unflätiger, populistischer und menschenverachtender Begriff, den jede Art von Tadel verdient.

Schöpfer des Unwortes ist der CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt .

Jener hat sich zunächst an der Sprache versündigt, indem er das englische Wort „Industry“ in der heutigen, falschen Bedeutung mit gleichem Wortklang verwendete. Was da als „Industry“ bezeichnet wird, ist auf Deutsch auch heute noch ein Geschäftszweig, richtig mit einem Fremdwort aus dem Französischen auch als „Branche“ bekannt und im Englischen eigentlich ein „Business“. Richtig wäre zum Beispiel: die Automobilindustrie – bei ihr handelt es sich tatsächlich um eine Industrie.

Zunächst wurde die Wortfälschung allerdings bereits von Journalisten benutzt, um zu suggerieren, dass hinter gewissen Branchen ganze Imperien stehen, „Industrien“ eben. Besonders für missliebige Branchen wurde das Wort missbraucht, etwa für die „Erotikindustrie“, „Finanzindustrie“ oder „Tourismusindustrie“, die alle keine „Industrien“ sind.

Natürlich kann man im privaten Kreis auch mal ein unflätiges Wort verwenden – zumeist ist dies ja etwas humoristisch gemeint. Aber dieses Wort kam von einem Spitzenpolitiker, der gut daran getan hätte, nachzudenken, bevor er das Wort in den Mund nahm. Denn draußen im Volk (nicht nur im Bayrischen) glauben die Menschen ziemlich viel Unsinn. Und vielleicht glauben sie auch, dass es eine „Anti-Abschiebe-Industrie“ gibt.

Der Alpha-Softie geistert wieder durch die Presse

Er hat unzweifelhaft Alpha-Qualitäten
Ich hatte ja gehofft, nie wieder den Begriff „Alpha-Softie 2.0“ zu lesen. Der ist inzwischen sein „2.0“ los, bleibt aber ein Alpha-Mann und zugleich ein Softie, und das liest sich dann so: Zitat shz:

(Frauen wollen) … einen gutaussehenden Mann mit Status, mit dem man - auch wegen seiner Bildung und Empathie - tiefergreifende Unterhaltungen führen kann, der Wünsche erkennt, ein „Versorgertyp“ ist und zugleich leidenschaftlicher Liebhaber.


Frisch aufgewärmt anhand von Daten des Statistischen Bundesamts

Die Geschichte wurde wieder aufgewärmt, nachdem das Statistische Bundesamt Zahlen vorgelegt hat, nach denen höher qualifizierte Frauen durchaus minder qualifizierte Männer heiraten. Wobei sich die „Qualifikation“ allerdings lediglich auf die Bildung bezieht. So ein Pech aber auch. Übrigens wurde die Behauptung, die Kombination von "Alpha" und "Softie" 2017 nur wiederholt - im Ursprung stammte sie sinngemäß aus dem Jahr 2012 und las sich so: (Zitat)

Der Alpha-Softie: Zwischen Kinderliebe und Karriere ... Frauen wünschen sich mehrheitlich das Beste aus zwei Welten - den karriereorientierten Versorger, der sich zu Hause in die Kindererziehung einbringt.



Für mich ist erstaunlich, wieso Frau Fischbach, die Hauspsychologin von ElitePartner, nun ihr altes Modell vom Alpha-Softie wieder aus der Grabbelkiste holt. Es war schon mehr als fragwürdig, als sie dies 2012 der Presse vorstellte. Denn eigentlich sind sogenannte „Alpha-Männer“ nicht unbedingt Koryphäen des Geistes, sondern eben nur „Alpha“ also „Führer“ ihres jeweiligen Rudels. Und die Frage, was ein „Alpha-Mann“ überhaupt ist, beantwortet Elite Partner selbst - freilich ziemlich aufgehübscht, indem diesem Mann allerlei positive Eigenschaften zugeschrieben werden, die ein Alpha-Tier nicht notwendigerweise braucht.

Der aufgewärmte Alpha-Softie

Und ein Alpha-Softie? Da verlassen wir endgültig die Gesellschaftsordnung von Primaten ebenso wie die der Menschen (die auch zu den Primaten gehören). Denn Alpha-Softies sind eine sozusagen „an der Schreibmaschine“ konstruierte Männergattung, die man oft spöttisch als „eierlegende Wollmichsäue“ bezeichnet.

Wie die „shz“ (Schleswig-Holsteinischer Zeitung) nun auf die Idee kam, sich des Themas anzunehmen? Ich lächele an solchen Stellen immer ein wenig. Man muss die Zeitung ja irgendwie vollkriegen, oder?