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Produkte – Dichtung und Wahrheit bei einem Handy-Etui

Als ich mein neues Handy-Etui bestellte, war ich der Meinung, es würde so aussehen wie die auf der linken Seite beschrieben. Ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als tausend Worte. Als ich die Hülle dann bekam, dachte ich: Sieht aber beschissen aus, das Teil. Ich habe es dennoch genommen, was sich als grober Fehler erwies - allerdings erst 14 Tage später. Da habe ich mir das Herstellerfoto noch einmal genau angeschaut.

Links also das, was der Hersteller anbot. Rechts das, was ich bekommen habe. Ich zeige jeweils die Innenseite. Die Außenseite sieht etwas besser aus, und erstaunlicherweise passen hier auch die Ausschnitte.



Hauptsache, man hat die passende Büroklammer

Was wäre ich ohne Büroklammer?
Meine D-Link Kamera DCS-810LH zickt seit Wochen. Mal nimmt sie angeblich gar nicht auf, mal behauptet sie, kein Netzwerk zu haben. Der elektronische Reset und die „Norwegische Methode“ (Stecker raus - Stecker wieder rein) funktionieren zwar dann und wann - aber ich habe gerne einen „Normalzustand“. Heute nun habe ich ein Reset durchgeführt (Habt ihr immer die passende Büroklammer?) Nun, auf meinem Schreibtisch habe ich eine Anzahl von „Piksern“ festgeklebt.

Ja, der RESET funktionierte. Danach musste ich eine Menge Zeug wieder eingeben, - aber immerhin gab es daraufhin keine Störungen beim Wechsel des WLANs. Ich drücke mir und dem Anbieter der Kamera mal die Daumen, dass es so bleibt.

Nachtrag vom 02. Dezember 2020: Nein, der Fehler tritt weiterhin auf. Ich bekam eine Antwort von D-Link, die so banal war, dass ich sie hier nicht veröffentlichen möchte.

Ein Netzteil für Microsoft Surface 3?

Macht den Test bitte mal selber: Sucht ein Netzteil für das Microsoft Surface 3. Egal, was ihr in die Suchmaschine eingebt, ihr werdet Netzteile aller Hersteller und für nahezu alle Geräte finden - auch Original-Netzteile, und alle angeblich „passend“ für ein Surface 3.

12 Volt sind nicht fünf Volt

Allerdings stimmen die wenigsten Informationen. Microsoft nutzt bei manchen Surface-Geräten 12-Volt- Netzteile, beim Surface 3 sind es allerdings 5 Volt. Das ist den meisten Anbietern piepschuregal - sie bietet überwiegend das bekanntere 12-Volt-Ladegerät mit Magnetanschluss an.

Man muss schon sehr genau aufpassen, was man kauft ... überhaupt sind präzise Spezifikation ein typischer Mangel bei den meisten Anbietern.

Ich habe letztlich mein „altes“ Original-Netzteil wiedergefunden. Laut Golem und Microsoft leistet es etwa 13 Watt. Zum Verständnis: die meisten „gängigen“ 5-Volt-Netzteile leisten nur fünf Watt. (Fünf Volt und 1 Ampere max.) Wer wissen will, wie viel Strom überhaupt über den Anschluss fließen kann, wird hier fündig.

Beim Original-Netzteil war die Beschriftung nahezu unlesbar

„Wiedergefunden“ ist eigentlich nicht der richtige Ausdruck. Die Aufschrift auf dem „richtigen“ Netzgerät ist kaum zu lesen, sodass ich es zunächst meiner umfangreichen Sammlung von Netzgeräten hinzugefügt hatte.

Irreführung bei der Produktsuche

Also: Für mich ist alles klar - aber wer im Internet heute bestimmte Produkte sucht, wird meiner Meinung nach mehr oder weniger systematisch in die Irre geführt. Und dies ist möglicherweise die Absicht mancher Hersteller und Händler, die Suchmaschinen bewusst oder fahrlässig mit redundanten Informationen versorgen.

Deutschland: Verkaufen kann jeder - Änderungen sind unerwünscht

Das Gleiche, aber aus Leder bitte ... ausweichende Antworten, sonst nichts ...
Im Internet bieten zahlreiche Hersteller „Lederhüllen für Handys nach Wunschmaßen“ an. Teils zeigen sie, wie toll ihre Ledermanufakturen arbeiten.

Geht nicht, können wir nicht ...

Fragte man dort an, ob sie eine Hülle für ein bestimmtes Handy herstellen können, so bekommt man ausweichende Antworten. Dabei wäre dies ganz einfach: Innen eine passende Kunststoffhalterung einzukleben fällt leicht. (Sie ist sowieso nur eingeklebt). Und der Ausschnitt für die Kamera müsste vielleicht etwas anpasst werden. Vielleicht aber auch nicht.

Die Antworten zeigen einmal mehr die Misere der Deutschen:

Alles, was angepasst werden muss, ist nicht lieferbar, hat ewig lange Lieferzeiten, wird abgewimmelt oder überteuert angeboten.

Servicewüste Deutschland?

Ich erinnere mich, vor Jahren in Italien einen Anzug gekauft zu haben: Hose zu eng und zu lang, Probleme mit der Schulter ... aber sehr chic.

„Das macht unsere Schneiderei für Sie“, sagte der Inhaber des klitzekleinen Modegeschäfts.

„Bis wann?“
„Sind Sie morgen noch in Italien?“ „Ja, noch bis Freitag.“
„Dann kommen sie doch morgen Nachmittag vorbei und holen ihren Anzug ab.“


Vor zwei Wochen bei einem deutschen Modegeschäft: Von Freitag bis zur nächsten Woche Donnerstag - es ging um fast nichts.

Die nicht ganz so einfache Art, ein Handy mit dem PC zu verbinden

Es gibt mehrere Arten, ein Smartphone (Handy) an den Computer anzuschließen. Komplizierte und weniger komplizierte. Die komplizierten gelten als sicher, sind aber entweder teuer oder hakelig. Eigentlich bin ich in solchen Fällen immer froh, wenn der Hersteller des Telefons eine Lösung liefert. Die einfachste Lösung ist allerdings, den vollen Zugriff aufs Telefon zuzulassen.

Bisher reichten immer mehrere Versuche, um die komplizierte Verbindung meines Handys mit diversen Computern herzustellen. Handy einstöpseln - die Software ruft sich selbsttätig auf, sagte „Handy nicht verbunden“. Folgt eine komplizierte Erklärung, was man tun soll, damit es doch klappt. Besser, man tat es nicht, sondern wartete eine Weile (oder einige Male), bis der „Handshake“ endlich funktionierte. Allerdings ging’s dann auch sicher und bequem, jedenfalls bis zum nächsten Aufruf. Gut - die Software (eigentlich nur eine Umsetzung der Daten) ist praktisch beim Löschen von Apps oder beim Übertragen von Fotos, und ob hakelig oder nicht - ich habe sie verwendet.

Vor einigen Tagen ging’s dann nicht mehr - wie man sich denken kann, nach einem Update zur Fehlerbehebung. Da steht dann auf dem Bildschirm:

Device system version is to old ...


Device system version is to old, installation failed

In solchen Fällen ist immer die Frage, ob man sich an die Hotline wenden soll oder nicht. Da ich bereits einmal schlechte Erfahrungen mit der Hotline des Herstellers gemacht hatte, tat ich’s nicht. Damals hatte man mir gesagt, mein Telefon „sei nicht für den deutschen Markt vorgesehen“ - obgleich ich es in Deutschland gekauft hatte. Und ich dachte mir: Der Hersteller aus China will mir gar keinen Service bieten, sondern die lästige Langnase aus Deutschland abwimmeln.

Das Gute: Später ging dann offenbar doch alles, was für den „deutschen Markt nicht vorgesehen“ war.

Die Lehre aus dem Fiasko - Nachdenken seitens der Manager?

Nach dem neuen Fiasko habe ich die Hotline nicht mehr konsultiert. Was viele Hotliner und Manager offenbar nicht begreifen: Wenn das Produkt keine Alleinstellungsmerkmale hat, dann sucht sich der Kunde andere Hersteller, die auch sehr hübsche „Töchter“ haben.

Und womit telefoniere ich jetzt also? Mit einem anderen Fabrikat.