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Die Folgen des Hotline-Ärgers: Fabrikat wechseln

Das Ergebnis schlechter oder nicht vorhandener Serviceleistungen, mangelhafter Funktion und anderer Mängel bedeutet letztendlich, das Fabrikat zu wechseln.

Offensichtlich gehen Servicemängel vielen Herstellern „am Arsch vorbei“ - und ich rede ausschließlich von namhaften Herstellern, die tatsächlich einen Service haben (oder das von ihren Hotlines behaupten).. Wenn ich ein Produkt aus China kaufe, dass aus unerfindlichen Gründen am deutschen Markt nicht angeboten wird, dann bin ich tolerant. Aber bei bedeutenden Herstellern mit großen Namen sehe ich mir eine Weile an, was sie mit mir (und offensichtlich auch mit anderen Nutzern) treiben, und wenn es an die Neuanschaffung geht, dann wechsle ich einfach.

So geschehen bei der Anschaffung eine neuen PCs. Ich war drauf und dran, das neue Modell beim alten Hersteller zu beziehen, als ich mich an einen Satz der Hotline-Dame erinnerte:

Wir können Ihnen keinen Service bieten, wenn sie eine Grafikkarte, die für das Gerät nicht vorgesehen ist, in ihrem Computer verwenden.

Das klingt sogar plausibel, ist aber Bullshit: Das würde bedeuten, dass nach jedem Modellwechsel der Grafikkartenhersteller keine Möglichkeit mehr besteht, das Gerät umzurüsten - und dies nicht bei einem Spielzeug, sondern bei einer Workstation.

Bei anderen Produkten ging’s mir ähnlich: Schreiben und Bilder sortieren geht auch mit anderen Produkten als jenen der „Marktführer“.

ich war ein paar Tage damit beschäftigt, alles neu einzurichten - aber jetzt bin ich (fast) so weit. Das Ergebnis ist in jeder Hinsicht beeindruckend, auch wenn ich noch hier und dort etwas nachbessern muss.

Das Produkt von gestern - Softwareupdates sind Glückssache

Was scheren mich meine Produkte von gestern? Manche Firmen, auch sehr namhafte, haben die Entwicklung ihrer Software für bestehende Hardwareprodukte einfach abgeschlossen. Ja, es gäbe da noch eine Version für Windows 8, die könnten Sie ja mal probieren. Gut, irgendjemand in irgendeinem Forum am Rande des Internets wusste den Weg, wie sich ein angejahrter Netgear NAS doch noch mit einem modernen Computer unter Windows 10 verbinden ließ - aber die Suche nach einem Softwareupdate für das Gerät selber erwies sich bisher als Flop. Irgendwelche Komiker haben sich zur Zeit der Entwicklung entschlossen, das Gerät mithilfe einer grafischen Benutzeroberfläche zu versehen - ei, wie lustig. Nur von Anfang an umständlicher als ohne Grafik. Und seit einiger Zeit bleibt (bei mir) der Bildschirm schwarz, wenn ich die Konfiguration aufrufe.

Immerhin funktioniert die Kiste auch ohne.

Deutsche Bahn: nichts dazugelernt

Die Deutsche Bahn hat ein erschreckend miserables Gefühl für die Bedürfnisse "gestrandeter" Fahrgäste – und sie tut nichts dagegen. Offenbar nimmt sie hin, dass die Menschen wie die aufgescheuchten Hühner von Bahnsteig zu Bahnsteig rennen, bis sie feststellen: Da wartet gar kein Anschluss- oder Ersatzzug. Und genaue Auskünfte gibt es auch nicht.

Es ging so schön los: S-Bahn: pünktlich. ICE Leipzig-Manheim pünktlich. Jedenfalls fast, den seit Frankfurt hatte man Zeit verloren. Aber es gab eine frohe Botschaften, denn der Anschluss ICE würde warten – auf dem gegenüber liegenden Bahnsteig.

Nein, der wartete nicht. Weder auf dem gegenüberliegenden Bansteig noch sonst wo. Wie üblich, weiß kein Mensch irgendetwas Genaues. Ein Bahnbemützter wimmelt ab: Na klar, er fährt nur bis Karlsruhe, auf keinen Fall weiter. Der Mann ist entschuldigt, hat selber Verspätung mit seinem Zug. Die Deutsche Bahn? Ach, die fühlt sich gar nicht zuständig. Kommt doch täglich vor – was wollen denn diese gestrandeten Reisenden dauernd?

Nach ziemlich viel Webseiten-Gucken bei der Bahn fiel mir auf, dass ein um eine halbe Stunde verspäteter Zug ins schweizerische Chur genommen werden könnte. Glückliche Lösung, nur leider ist die erste Klasse so gut wie ausverkauft (die zweite Klasse sowieso, weiß der Deibel, warum). Na schön, da fand sich ein Platz in einem Sechser-Abteil, tatsächlich. Fünf IT-Leute verschiedener Nationalitäten, alle bei der Arbeit.

Doch zurück zur Bahn: Ungefähr auf der Höhe von Freiburg kam ein Zugbegleiter durch die Gänge, um zu sagen, dass dieser Zug voraussichtlich nur bis Basel fahren würde. (Was mir gleichgültig war – da wollte ich ja hin).

Zu den anderen Fahrgästen sagte er, was er wohl heimlich erhoffte: Ach, da würde sicher ein Ersatzzug in Basel gestellt und man solle auf weitere Informationen warten.

Der Zug wurde nicht gestellt. Irgendeine Frau erklärt kurz vor Basel kompliziert und sowohl auf deutsch wie auf englisch fast unverständlich, dass man irgendwelche Züge nehmen könne, die allerdings nicht auf der gleichen Strecke führen. Also kein Ersatzzug.

Ein beachtlicher Teil der Fahrgäste hatte auch in Basel-Bad (Badischer Bahnhof) noch nicht mitbekommen, dass der Zug nun verlassen werden musste. Der Bahn war es ganz offensichtlich scheißegal, dass die Fahrgäste nicht genau informiert wurden, wie es nun weitergehen könnte.

Es mag sein, dass einige von ihnen am Schalter der Deutschen Bahn eine bessere Auskunft bekamen. Aber, mal herhören, Bahn-Fuzzis: Eure Leute gehören in solchen Situationen auf den Bahnsteig! Und eure Informationspolitik ist einfach Müll.

Nein, das ist wirklich nicht neu. Es ist einfach beschämend für das Unternehmen „Deutsche Bahn“.

Rückfahrt: Problemlos trotz hoher Auslastung.

Zwischenstand soziale Netzwerke

Derzeit staune ich. Ich bin einem neuen sozialen Netzwerk beigetreten, das völlig undurchsichtig ist. Fragen dazu werden durch sogenannte FAQs „beantwortet“, die allesamt ebenso intransparent sind wie die Ziele. Zudem neigen die Damen und Herren dort zum Dozieren – was auf ihre Herkunft hindeutet. Ich bleibe dennoch neugierig und werde darüber berichten, sobald sich die Sache etabliert hat.

Apropos soziale Netzwerke: Ich bin nicht bei FACEBOOK, weil ich FACEBOOK aus Prinzip ablehne, und ich bin erst kürzlich Twitter als aktives Mitglied beigetreten. Ich war allerdings schon in allerlei Netzwerken und Bloggergemeinschaften, bevor ich mein eigenes Blog führte.

Gegenwärtig bin ich noch bei Quora. Dort versuche ich die Fragen zu beantworten, die nicht manipulativ gestellt wurden und Sinn haben – das ist nicht immer der Fall. Ich hoffe, dass ich mit meinen Antworten Sinn stifte. Positiv fiel mir auf, dass es nicht allzu viele Spinner unter den Kommentatoren gibt und man sich nicht mit Kinderkram aufhält.

Martinsessen

Ein öffentliches Essen. Eher eine Enttäuschung als eine Bereicherung. Und das nicht nur wegen meiner bekannten Aversion gegen Small Talk. Auch wegen der gebratenen Gänse, deren Brüste tiefdunkel und hart wie Leder waren.