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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Der Bahnstreik als Ost-West-Auseinandersetzung?

Von der „ewig unzufriedenen“ Minderheit in „Mitteldeutschland“ wird der Streik der GdL gelegentlich auch als ein Kampf „Ost gegen West“ gesehen - so weit sind wir also bereits. Das Ganze, also der Staat, wird per „Deutsche Bahn“ plötzlich als „West“ verunglimpft, während der Gewerkschaftsboss der Lokführer gelegentlich als leuchtendes Fanal des „Ostdeutschen Widerstandes“ verherrlicht wird. Was nichts mit Sozialismus zu tun hat, sondern ausschließlich mit erfundenen Argumenten, die nach und nach in den neuen Bundesländern verbreitet werden.

Der Lokführer-Gewerkschaftsboss weiß offenbar, worum es bei Streiks geht. Er sagte kürzlich, es sei „der Sinn eines Streiks, dem Arbeitgeber zu schaden.“ Vorläufig schadet er dem weniger als der Bevölkerung und dem Rest der Wirtschaft. Und er schadet im Grunde jedem, der Bahn fährt - vor allem aber den vielen Arbeitnehmern, die eine abweichende Auffassung von „Streik“ haben.

Es ist an der Zeit, die Gewerkschaften auf ihre Verantwortung für das Ganze hinzuweisen: für die Wirtschaft, den Staat und die Bevölkerung. Und es ist an der Zeit, über neue Gesetze nachzudenken, die das Streikrecht wahren, ohne der Gesellschaft zu schaden.

Zitat aus "WiWO

Streikrecht - ausgenutzt auf Kosten der Allgemeinheit?

Wie weit dürfen die Gewerkschaften im öffentlichen Dienst und bei der Bahn gehen, um ihre Lohnforderungen durchzusetzen? Offenbar sehr weit - und schon jetzt meinen viele Bürger: zu weit. Zum Beispiel, wenn zwei Tage lang die Bahn bestreikt wird.

Und niemand wird etwas dagegen unternehmen. Zum Beispiel, um das Streikrecht im Dienste der Allgemeinheit auszusetzen. Denn eines ist in letzter Zeit klar geworden: öffentliche Einrichtungen und Verkehrsbetriebe, auf die der Bürger angewiesen ist, lassen sich problemlos bestreiken.

Ja, es gab Zeiten, in denen sich „die Bürger“ solidarisch mit den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes und der Bahn zeigten. Aber - auch das kann sich ändern.

Dem Ärger Luft machen – und Streikrecht überprüfen

Liebe Fahrgäste der Deutschen Bahn – machen Sie doch einfach mal öffentlich ihrem Ärger Luft über diesen willkürlichen Streik, statt immer wieder „Verständnis“ für die Lokomotivführer-Gewerkschaft zu heucheln.

Ob das für kommentierende Redakteure auch gilt? Ich meine: Ja. Gegen alle und alles gibt es kritische Kolumnen. Warum nicht gegen Gewerkschaften, die den Bogen überspannen?

Und liebe Politiker, vor allem jene von Links: Der Streik nützt niemandem und schadet allen. Glaubt ihr wirklich, dass ihr immer noch die Gewerkschaften unterstützen müsst? Klare Worte wären nötig.

Und letztlich: Über das Streikrecht muss endlich nachgedacht werden. Denn es kann nicht sein, dass ein einzelner „Arbeiterführer“ die Mobilität in einem ganzen Land lahmlegt.

Zurück mit dem IC2 – die Wagenreihung und mehr

Die Bahn weiß nicht, ob ihre Wagen „so herum“ oder „anders herum“ gereiht sind, ja nicht einmal, was richtig ist.

Und so ergaben sich bei der Abfahrt zwei unterschiedliche Wagenreihungen:
Auf dem Display - erste auf "D"
und:
mal so, mal so: Erste auf A


Auskunft einer Bahnmitarbeiterin: Die Erste ist immer vorne. War sie auch, vor allem im Wagenstandsanzeiger, aber auf dem bahneigenen Display war sie auf „D“, also hinten. Und was ist eigentlich „hinten“ und „vorne“ beim IC2?

In Magdeburg dann die richtige Wagenreihung, aber angezeigt wurde sie als geänderte Wagenreihung. Ob das Geheimnis darin besteht, dass der Zug in Magdeburg die Richtung wechselt?

Richtungswechsel, diesmal am Display richtig


Wenig Raum für Gepäck

Hatte ich den IC2 vielleicht doch über den grünen Klee gelobt? Er ist ja im Prinzip ein Fernreisezug, doch sind die Ablageflächen für Gepäck verdächtig klein. So klein, dass mein Koffer mit Flugreise-Maßen nicht so recht hereinpassen wollte. Unglücklicherweise hatte man mich neben eine Dame setzen wollen, die den Platz am Boden gerne für ihr Gepäck und ihren sonstigen Komfort nutzen wollte, wie mir ihre Mine verriet, nachdem ich sie „gestört“ hatte. Zugleich floss aus ihrem Mund der Satz, es gäbe genügend Gepäckablageplätze im Vorraum. Das wollte ich aber nun wieder nicht. Thanks anyway.

Nun, es gab noch einen komfortablen freien Platz mit Tischchen – die ganze Strecke bis Leipzig nicht reserviert. Und dort konnte ich mich dann ausbreiten, das Notebook aus- und wieder einpacken und einen Kaffee schlürfen.

Übrigens, apropos Bahn: Der Zug war wirklich und wahrhaftig pünktlich.

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Bahn fahren

Auf der Schnelltrasse Erfurt - Leipzig
Fast pünktlich angekommen (mit etwas Hilfe der Basler Straßenbahn) - pünktlich zurück (Fahrplanmäßig). Was will man mehr?