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Die Folgen des Hotline-Ärgers: Fabrikat wechseln

Das Ergebnis schlechter oder nicht vorhandener Serviceleistungen, mangelhafter Funktion und anderer Mängel bedeutet letztendlich, das Fabrikat zu wechseln.

Offensichtlich gehen Servicemängel vielen Herstellern „am Arsch vorbei“ - und ich rede ausschließlich von namhaften Herstellern, die tatsächlich einen Service haben (oder das von ihren Hotlines behaupten).. Wenn ich ein Produkt aus China kaufe, dass aus unerfindlichen Gründen am deutschen Markt nicht angeboten wird, dann bin ich tolerant. Aber bei bedeutenden Herstellern mit großen Namen sehe ich mir eine Weile an, was sie mit mir (und offensichtlich auch mit anderen Nutzern) treiben, und wenn es an die Neuanschaffung geht, dann wechsle ich einfach.

So geschehen bei der Anschaffung eine neuen PCs. Ich war drauf und dran, das neue Modell beim alten Hersteller zu beziehen, als ich mich an einen Satz der Hotline-Dame erinnerte:

Wir können Ihnen keinen Service bieten, wenn sie eine Grafikkarte, die für das Gerät nicht vorgesehen ist, in ihrem Computer verwenden.

Das klingt sogar plausibel, ist aber Bullshit: Das würde bedeuten, dass nach jedem Modellwechsel der Grafikkartenhersteller keine Möglichkeit mehr besteht, das Gerät umzurüsten - und dies nicht bei einem Spielzeug, sondern bei einer Workstation.

Bei anderen Produkten ging’s mir ähnlich: Schreiben und Bilder sortieren geht auch mit anderen Produkten als jenen der „Marktführer“.

ich war ein paar Tage damit beschäftigt, alles neu einzurichten - aber jetzt bin ich (fast) so weit. Das Ergebnis ist in jeder Hinsicht beeindruckend, auch wenn ich noch hier und dort etwas nachbessern muss.

Esoterik und andere Pseudo-Wissenschaften

Seit einigen Tagen habe ich in der rechten Randspalte (falls du sie auf deinem Endgerät sehen kannst) einen Hinweis darauf, dass ich jeder Form von Esoterik kritisch gegenüberstehe. Esoterik ist für viele Menschen Religionsersatz oder auch Religionsbegleiter, denn Glaube und Aberglaube liegen eng beieinander.

Bei diesem Artikel geht es nicht um Christentum, Katholizismus, Reformation, Judentum oder etwas Ähnliches.

Nein, es geht um „selbstgeschusterte“ Pseudo-Religionen, die wir innerhalb und außerhalb der offiziellen Religionsgemeinschaften finden. Leider sind einige auch in die Psychologie eingegangen, sodass sich Wissenschaft und Aberglaube gelegentlich überlagern.

Esoterik ist die Religion der Lifestyle-Generation

Warum das so ist, glaubt Professor Detlef Pollack zu wissen. Er nimmt die Jetztzeit als Beispiel und begründet den „Boom“ der Esoterik so (1):

Weil der Haupttrend in den westlichen Gesellschaften zu einem flexiblen Glauben ohne starke institutionelle Bindung geht, der zu unserer freien Lebensführung passt.

Das würde bedeuten: Die westliche Gesellschaft folgt nicht mehr den „traditionellen“ Religionen - ja, sie kann es auch gar nicht, weil die verbreitetsten Religionen des Westens die Persönlichkeitsentwicklung weitgehend ausklammern. Das jedenfalls ist die Behauptung - aber sie unterschlägt, dass viele Menschen auch ganz ohne Religion und Aberglauben glücklich werden können.

Wer braucht eigentlich Esoterik?

Hat Esoterik also eine Bedeutung für jeden von uns?

Wenn wir die Menschen betrachten, die der Esoterik anhängen, dann sind es meist Menschen, die mit ihrer gegenwärtigen Existenz nicht völlig zufrieden sind - sei es sozial, emotional oder auch intellektuell. Die Frage, inwieweit Frauen „aus ihrer Natur heraus“ empfänglicher für Esoterik sind, wird oft gestellt, kann aber nicht schlüssig beantwortet werden.

Etwas flapsig schreibt der STERN (2) (Wiebke Tomescheit) über esoterische junge Frauen:

Und selbst wir sehen langsam ein, dass wir nicht mehr viel machen können, um uns endlich zufrieden und ausgefüllt zu fühlen. Und da gibt es dann wohl nur noch eines: Höhere Mächte müssen ran.

Fremde Mächte in uns oder unsere Macht in uns?

Dazu muss man erst einmal glauben, dass es höhere Mächte gibt - oder man nimmt an, dass sie ins uns wohnen, wir sie aber bislang nicht erwecken konnten.

Die erste Annahme halte ich für unwahrscheinlich - sie entspricht nicht der Art, wie wir zum heutigen Menschen geworden sind. Wenn es so einfach wäre, sich einer „höheren Macht“ anzuschließen und durch diese Erfolge zu haben, dann würden wir keine „Mittler“ benötigen, um zu dieser Macht vorzudringen.

Nun sind es aber gerade die „Mittler“, die sich zwischen die „Mächte“ und uns drängen und entweder in gutem Glauben oder aus Geschäftssinn, auf die Bühnen des Lebens schwingen, um uns zu begeistern.

Vermittler - Krämer der höheren Mächte oder ihre Propheten?

Das heißt: Diese Vermittler behaupten, wir kämen nicht ohne sie an das Ziel, das wir uns gesetzt haben. Ein Teil von ihnen, der mir etwas sympathischer ist, versucht, die „verschütteten“ Kräfte der psychischen Selbstheilung zu reaktivieren, der andere Teil arbeitet mit Hokuspokus und Brimborium. Generell gilt dabei: Je intensiver der „Klient“ sich in die „Geheimlehre“ hineinziehen lässt, umso teurer wird es. Dabei geht es nicht um Kinkerlitzchen, sondern um erhebliche Geldbeträge.

Warum wir wirklich keine Esoterik brauchen

So gut wie sicher ist, dass wir alle über ein internes System verfügen, dass uns ermöglicht, einen großen Teil unserer Probleme geistiger, körperlicher und emotionaler Art zu lösen. Da es normalerweise automatisch funktioniert, müssen wir nur im Ausnahmefall eingreifen. Im emotionalen Bereich kennen wir positive, motivierende Impulse, die uns beflügeln, aber auch negative Impulse, die uns behindern und auf den Boden drücken. Selbstverständlich kann es sein, dass dieses System uns in eine Schieflage versetzt. Das alles ist aber kein Grund, an „übersinnliche Kräfte“ zu glauben, die auf uns wirken.

Insofern besitzen wir also alles an „Software“ für das Gehirn, was wir ein Leben lang benötigen. Esoterische Verfahren sind dazu nicht erforderlich - und wenn wirklich einmal etwas „schiefgeht“, dann hilft oftmals ein klärendes Gespräch mit einer Person unseres Vertrauens.

Müssen wir uns also doch um Esoterik kümmern?

Das wirklich einzige, was wir wissen, nennt der Volksmund „Der Glaube versetzt Berge“ - und allgemein wird dies als die Kraft angesehen, sich mit Geist und Gefühl für etwas zu engagieren, das man gerne erreichen würde. Diese Kraft hat viele Namen: Man nennt sie auch gerne Optimismus.

Zitate: (1) DIE ZEIT und (2) STERN.

Wo war ich - im Januar 2010?

Viel Schnee - vor 10 Jahren
Vor allem am 30.01.2010 schneite es heftig. So viel Schnee habe ich seither kaum mehr gesehen. Was ich noch verraten kann: nein, ich war nicht in Skandinavien und nicht in Deutschland.

Die negativsten Beurteilungen

Wie man SEHPFERD „beurteilt“, ist mir weitgehend scheißegal. Wie sagt man doch „dort, wo ich herkomme“?

Do wat du wullt, de Lüh snackt doch.

Auf Feindeutsch heißt das: „Unabhängig davon, was du tust – die Leute werden über dich reden.“

Welche meiner Artikel wurden also in letzter Zeit negativ beurteilt? Einer über die Bahnreise von Greta Thunberg, der für ihre Kritiker (und die Deutsche Bahn) nicht eben schmeichelhaft war. Der Artikel sammelte 33 Minuspunkte.

Auf 26 Minuspunkte kam „Lebensziel Karriere“ – eine kritische Anmerkung zum Karrierestreben. Ebenfalls völlig unverständlich, wer da Minuspunkte vergibt. Schließlich handelt es sich um Lebenshilfe aus einer langjährigen Berufserfahrung.

Ich kann dazu inur einen meiner Lieblingssätze sagen:

Beiß mir nicht in den Finger – sieh, welchen Weg er dir weist.

Und damit wünsche ich eine schöne Woche.

Wenn das Gewohnte nicht mehr gilt

Wenn das, was wir gewohnt sind, nicht mehr gilt, dann geraten die Ängstlichen in Panik. Die Mutigen erproben, welche Vorzüge ihnen das Ungewohnte einbringen könnte, und die Gleichgültigen zucken die Schultern.

Um es gleich zu sagen: Das Gewohnte gilt nicht immer und überall, und vor allem nicht für die Ewigkeit. In der Vergangenheit mag das nicht so wichtig gewesen sein: Man blieb auf seiner Scholle, und kein Fremder reiste dorthin. Ebenso blieb man in seiner Kaste, Klasse, Religionsgemeinschaft oder Partei mit Gleichgesinnten zusammen – man wechselte nicht. Zwar waren Frauen nicht überall gleich ungleich, aber sie wurden als Frauen nirgendwo als „gleichwertig“ angesehen – es war ganz normal, sie in irgendeiner Weise abzuwerten.

Den Wandel vom Gewohnten zum Ungewohnten gibt es schon lange

Der Wandel vollzog sich auch im vorigen Jahrhundert schon - aber deutlich langsamer. Man sprach vom „Generationenkonflikt“ und meinte, die Älteren seien nicht mit den Zielen und Grenzüberschreitungen der Jungen einverstanden.

Neu ist nur die Geschwindigkeit des Wandels: Wir releben ihn innerhalb einer Generation, nicht verteilt auf drei Generationen, was noch für die 19hunderter Jahre üblich war.

Wenn das Gewohnte nicht mehr gilt, müssen wir über den Alltag verhandeln. Die Ängstlichen verweigern dies, flüchten in ihren schwarzen und braunen Ecken, gelegentlich gar in grüne und gelbe. Furchtsame Männer igeln sich ein, ängstliche Frauen schotten sich ab. Ja, und die Mutigen? Sie probieren alles aus: wie man ohne Verhandlungen ans Ziel kommt, wann man besser verhandeln sollte, und wann man unbedingt verhandeln muss.

Die gesellschaftliche Wirklichkeit ist Sache von Verhandlungen

Unser Zeitalter ist sozusagen das Erste, indem Paul Watzlawicks These zum Tragen kommt: Die (gesellschaftliche) Wirklichkeit existiert gar nicht, sie ergibt sich aus unseren sozialen Verhandlungen. Kommunizieren wir also vom Gleichen, und finden wir eine Vereinbarung über unser Handeln, so ist „unsere Welt“ in Ordnung. Wir nehmen dabei in Kauf, dass sie es für andere nicht ist.

Die Wütenden fürchten um ihren Status

Die „anderen“ stehen staunend daneben. Ein Teil erträgt den Wandel stoisch: „Na, ist eben so“ oder „betrifft mich eigentlich nicht direkt“. Ein anderer Teil ist verwirrt oder gar entsetzt. Selbst von einem äußert gebildeten Mann musste ich mir anhören, dass es unerhört ist, erst einmal alles infrage zu stellen, um dann die Dinge neu zu vereinbaren. Bei einigem Nachdenken fiel mir aber ein, dass ich genau diesen Satz bereits im Generationenkonflikt der 1960er Jahre gehört hatte.

Mittlerweile ahnen die Verlierer der neuen Zeit, dass sie weniger erfolgreich sein werden, wenn sie nicht verhandeln. Nicht nur die „üblichen Verdächtigen“, also die angeblich „Abgehängten“, dies sich selbst abgekoppelt haben, sagen dies. Ebenso wehre sich „gute Bürger“ dagegen, dass sie ihre Gewohnheiten verändern müssen – und werden zu „Wutbürgern.“ Und schließlich sind es Personen, die glauben, Privilegien „gepachtet“ zu haben - insbesondere Adlige und Hochschullehrer.

Wer standhalten will, muss sich schneller bewegen

Sicher, manchmal erwische ich mich selbst dabei, etwas hinter der Zeit herzulaufen – da geht älteren Menschen nun mal so. Aber auch dieses Phänomen wurde bereits in „Alice im Spiegelland“ beschrieben. „Hierzulande musst du so schnell rennen, wie du kannst, wenn du am gleichen Fleck bleiben willst“ – und dieses Zitat stammt weder aus dem aus dem Einundzwanzigsten noch aus dem Zwanzigsten Jahrhundert, sondern aus dem Neunzehnten.

Zitat: "Trough The Looking Glass": Now, here, you see, it takes all the running you can do, to keep in the same place.If you want to get somewhere else, you must run at least twice as much as that."