Skip to content

Soros-Stiftung hat die Nase voll von Ungarn

Die Soros-Stiftung zieht sich aus Ungarn zurück und geht nach Deutschland, weil sie um die Sicherheit ihrer Mitarbeiter fürchtet.

Die Nicht-Regierungs-Organisation (NGO), die sich für die Menschenrechte einsetzt und in Budapest eine Universität betreibt, wurde von der Regierung Orbán mehrfach verbal attackiert.

Mehr in DIE WELT

Evangelikaler als Präsident abgeschmettert

Ein Trost am heutigen Ostermontag: Der ideologisch motivierte und entsprechend extremistische evangelikale und rechtskonservative Bewerber Fabricio Alvarado Muñoz hat die Stichwahl in Costa Rica verloren.

Der Gewinner, Carlos Alvarado Quesada, mag kein strahlender Sieger sein, und das Land hat Probleme in Hülle und Fülle. Doch wichtig ist zunächst einmal, dass die evangelikale Bewegung ihre Ideologien nicht mithilfe der Politik durchsetzen kann. In Costa Rica nicht und hoffentlich sonst auch nirgendwo auf dieser Welt.

Wirtschaftsliberal allein ist nicht liberal

Wirtschaftsliberal allein ist ein schlechter Witz - nur, wer liberal im Herzen ist, kann wahrhaftig ein Vertreter der Gedankenfreiheit sein.

Sie sieht sich als „wirtschaftsliberal“ und gewisse klammheimliche Anhänger der AfD, die sich für intellektuell halten, finden das ja richtig toll. Wie dumm doch angeblich kluge Menschen sein können. Alice Weidel nennt sich wirtschaftsliberal. Allerdings ist „wirtschaftsliberal“ keine Einstellung zur Freiheit, sondern eine eher eine ideologische Ausrichtung, die man während eines Studiums annehmen kann oder auch nicht.

Nur, wer durch und durch liberal ist, vertritt die Freiheit andersdenkender – also das Gegenteil von dem, was die AfD predigt. Hoffentlich weiß Frau Weidel, was sie sich damit antut, denn liberaler wird diese Partei damit nicht für fünf Cent – Pardon, fünf Pfennig.

Danke, Holland

Die Wähler in Holland sind nicht in die Falle des Populisten Geert Wilders gegangen – aus gutem Grund, denn die Niederlande profitiert von Europa wie auch Europa von den Niederlanden profitiert. Und wir alle profitieren vom liberalen Geist Europas.

Damit haben auch die übrigen Nationalpopulisten einen Dämpfer erhalten, und man darf hoffen, dass die Feinde des liberalen Staates, die sie letztlich sind, überall an Ansehen verlieren. Gerade hatte ein anderer Populist ja verkündet, dass der die freie internationale Presse, die Europäische Union und das internationale Kapital als Feind ansieht – und wie man einmal wieder sieht, vertragen sich wenigsten im letzten Punkt Rechtaußen und Linksaußen recht gut.

Man muss sich den Satz merken: Die „liberalen Weltmedien“ sind daran schuld, dass die Populisten nicht an die Macht kommen – und dass sie ebenfalls „Schuld“ daran sind, wenn die Machthaber (noch) kontrolliert werden.

Kein Wunder, dass es so beginnt: Man skandiert „Lügenpresse“ und meint damit gar nicht die Sensations- und Boulevardpresse. Sondern genau die Medien, die unsere Informationsfreiheit garantieren.