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Ein bisschen Fakt, ein bisschen Fake

Manche Nachrichten zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht grundsätzlich falsch sind, sondern dass ihre Inhalte auf bestimmte Klientel „angepasst“ werden.

Alsdann: Höret, ihr Frauen, der Weg ist gefunden ..., denn nun behauptet eine Frauenzeitschrift, sie könne mithilfe einer Studie …

… endlich Lichts ins Dunkle der Dating-Welt bringen und uns wissen lassen, ab wann deutlich wird, in welche Richtung es mit unserem männlichen Objekt der Begierde verläuft.


Leider sagt die Studie dies aber gar nicht aus. Und auch nicht, dass es bis zum zwanzigsten Date deutlich wird, ob es eine gemeinsame Zukunft gibt.

Denn die „Kurve der Begierde“ fällt nach dieser Studie bereits ab dem zehnten Date ab, wenn man voraussichtlich nicht zusammenbleiben wird. Und natürlich hat das ganze mit „männlichen Objekten der Begierde“ nur insoweit zu tun, als Frauen und Männer von der Studie erfasst wurden. Und was noch fehlt: Die Entscheidung, eine bereits laufende Beziehung dennoch zu beenden, fällt schleichend – und nicht knallhart.

Knallhart ist nur die Konsequenz, sich wieder zu trennen – und weiterzusuchen.

Wen es interessiert: die Studie kann eingesehen werden. Und was sich daraus ergibt, weiß die Liebeszeitung.

Fakes - locken mit Gratis-Paket "Ritter Sport"

SPAM im E-Mail-Postfach
Offenbar glauben ein paar Clowns im Internet, sie müssten nur eine Fake-E-Mail mit dem andren austauschen, dann würden die Leute schon drauf hereinfallen.

Dies war letzte Woche in meinem Postfach.

Zuvor war es ein Probierpaket von Milka, das Internet-Betrüger anboten.


Kein Ende bei Betrugsversuchen mit Pseudo-Krankenversicherungen

Betrugsversuche mit KV-Fakes reißen nicht ab. Mit E-Mail wird dem Empfänger vorgetäuscht, sie könnten „Privat zum Arzt“ gehen, brauchten „keine Wartezeiten“ einzahlten oder bekämen (jetzt schon) eine Beitragsrückerstattung. Die Spammer gehen dabei rotzfrech vor, benutzen ständig weibliche Namen, denen sie falsche (deutsche) Adressen zuweisen und versuchen, Ihre Daten abzuzocken.

Die Liste am rechten Rand ist keinesfalls vollständig – und wie Sie sehen, werden auch nicht alle diese E-Mail von Spam-Filtern erkannt.

Wer versucht, die Bundestagswahl 2017 zu manipulieren?

Correstive.org und WahlCheck17 informieren vor der Bundestagswahl 2017 über Fake News. Ich habe ich angemeldet, um Ihnen sozusagen aus „erster Hand“ schreiben zu können, wer die Wahl von außen oder innen mit Falschmeldungen zu beeinflussen versucht.

Die "Wertebeliebigkeit" - neuer Fake-Begriff

Ei, ei, da hat der Herr Gauland aber ein schönes Wort entdeckt: „Die Wertebeliebigkeit“. Gleich mal substantiviert, damit’s ein bisschen wie Amtsdeutsch klingt.

Die „Wertebeliebigkeit“ reiht sich ein in andere Worte, die rechtskonservative, evangelikale und sonstige ultrakonservative Kreise nutzen, man denke an die „Frühsexualisierung“. Auch damit wurde schon versucht, eine an sich unsinnige Floskel durch die Substantivierung als Tatsache zu verkaufen. Beide Begriffe sind „Fakes“ und gehören zu den Fake-Informationen, die Ultrakonservative gegenwärtig gerne nutzen. Übrigens ist die „christlich-abendländische“ Kultur nicht weit entfernt davon – in einem Land, dessen Mathematik griechisch-arabischen Ursprungs ist, die Künste und Denkweisen weitgehend auch von jüdischen Elementen gespeist wurden und in der das Recht aus Rom kam.

Die Ehe ist gar nichts davon. Nur für die Katholiken ist sie ein Sakrament. Für den Rest ein innerer Vertrag, öffentlich abgesegnet und mit äußerlichen rechtlichen Auswirkungen. Übrigens wird er (historisch gesehen) erst seit relativ kurzer Zeit mit den heftigen Emotionen der „Liebesheirat“ unterlegt. Zuvor war (zumindest im Bürgertum) die „Konvenienzehe“ üblich, also eine Ehe, die „standesgemäß“ geschlossen wurde, wobei die Bedingungen oftmals zwischen Bräutigam und Brautvater ausgehandelt wurden.

Und die Werte? Es gibt keine „Wertebeliebigkeit“. Wer die Ehe eingeht, und zwar gleich wer mit wem, übernimmt damit erhebliche Verpflichtungen und trägt auch die rechtlichen Folgen. Durch Ehen werden also im Grunde ethische und soziale Werte geschaffen und nicht zerstört.