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Geistige Abgrenzung zu Teilen der Wissenschaften

Ich habe in diesem Blog etwas verändert – und zwar einen meiner Grundsätze, der falsch verstanden wurde. Statt meine Abneigung gegen den Genderismus auszudrücken, habe ich den Begriff auf andere Geisteswissenschaften ausgedehnt, die ich teilweise als „Pseudo-Wissenschaften“ ansehe.

Ich bin nach wie vor ein Gegner des Genderismus, aber ich verstehe ihn anders als die Rechtsextremisten, die den Begriff mittlerweile okkupiert haben. Für mich kann es kein „gleicheres“ Geschlecht geben, sondern nur gleiche, die sich selbst recht gut vertreten können. Und ich wehre ich dagegen, dass sogenannte „Forscher“ dem Volk befehlen wollen, wie die Sprache zu verwenden sei. Dazu gehört auch, alte Begriffe durch neue zu ersetzen und die Schriftsteller aufzufordern, eine Art „Neusprech“ nach dem Vorbild Orwells (oder auch Humpty Dumptys, (1)) einzuführen.

Die Herrschaft der Elfenbeintürme und ihre Manipulation

Inzwischen bin ich der festen Überzeugung, dass auch andere Geisteswissenschaftler (also nicht nur Gender-Forscher) versuchen, aus ihren Elfenbeintürmen heraus zu herrschen und zu manipulieren. Sie tun den Menschen dieser Erde damit keinen Dienst, weil ihre Ergebnisse kommen und gehen wie Regengüsse – ist der eine gefallen, dann wird er vom nächsten wieder verwischt.

Ich setze auf Naturwissenschaften, Logik, Liberalismus und Ökonomie. Das war das, was ich Ihnen heute sagen wollte. Und ich wende mich nicht mehr explizit gegen Genderismus (offiziell Gender-Forschung), sondern auch gegen andere Pseudowissenschaften, die uns das Menschsein diktieren wollen, ohne dazu berechtigt zu sein.

(1) Lesen Sie einfach nach bei Lewis Carroll. Oder hier.

Kann man der Wissenschaft vertrauen?

Im Grund: ja. Nur nicht jeder Art von Wissenschaft. Selbst für die Naturwissenschaften kann dies gesagt werden (Zitat):

In bestimmten Fachbereichen scheinen Status und Reputation ein größerer Ansporn zu sein, als sich darauf zu konzentrieren, fundamentale Probleme der Menschheit zu lösen.


Den Naturwissenschaften kann man vorwerfen, Ergebnisse viel zu früh zu publizieren und dabei zwangsläufig ungenau zu sein. Ein typisches Beispiel ist die Hirnforschung. Wer auch nur ein klitzekleines Bisschen von Datenübertragung und Datenverarbeitung versteht, muss die plumpen Versuche der Gehirnforscher, das Denken zu erklären, zwangsläufig als „Allchemie“ ansehen. Dabei ist es nicht falsch, dass sie forschen – nur das ständige öffentliche Hühnergegacker über sensationelle Ergebnisse nervt.

Die Menschen, die uns dies sagen, sind allerdings überwiegend Naturwissenschaftler. Im Bereich der Geisteswissenschaften herrschen nach wie vor abenteuerliche Annahmen, die nicht bewiesen werden können und die außerdem abhängig vom Zeitgeist sind. Die sogenannte „Forschung“ besteht dabei oftmals darin, unbeweisbare Annahmen mithilfe fragwürdigen Methoden solange zu beforschen, bis eine gewisse Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie etwas Wahrheit enthalten könnten.

Diese Wissenschaftler stehen in Verruf - völlig zu Recht.

Zitat: DIE ZEIT.

Dummheiten und Dreistigkeiten über die Partnerwahl - 4. Teil (und Ende)

Mächtige Thesen - nichts dahinter. Wissenschaftler, die kein Wissen schaffen, verdummen das Volk mit unhaltbaren Thesen über die Partnerwahl. Langsam näheren wir uns der Wahrheit, und die heißt: Wenn wenig vorhanden ist, stört der Mangel, und wenn viel vorhanden ist, stört der Überfluss. Eigentlich sollte dies jedes Kind wissen. Man nennt es "Marktgeschehen". Das Problem dabei: der moderne Partnermarkt ist schwer zu überblicken.

Das haben Wissenschaftler vergessen: Der Markt hat Priorität

Was nicht am Markt ist, kann nicht erwoben werden. Das gilt auch für den Heiratsmarkt. Diese einfache These wird nirgendwo in der sogenannten „Wissenschaft“ (1) berücksichtigt, aber sie ist die plausibelste These überhaupt, zumal sie logisch nicht zu widerlegen ist. Dennoch ergeben sich auch aus dieser Theorie Fragen, die allerdings erst in jüngster Zeit relevant wurden.

1. Der regionale Markt – klein und überschaubar, aber wenn er erschöpft ist, gibt es niemanden mehr.
2. Der Restemarkt (bis ins 20. Jahrhundert hinein): Die „Übrig gebliebenen“ oder Verwitweten mussten sich einen neuen Markt suchen und dabei Vermittler einschalten oder annoncieren. Der Markt war zwar vorhanden, aber sehr begrenzt.
3. Der globale Markt (ab 21. Jahrhundert). Der globale (oder wenigstens überregionale) Markt steht jedem offen. Er ist überreich bestückt.

Das Problem dabei: Jedes Bauermädchen und jede Bürgertochter kannte sich mit dem regionalen Markt aus, während der Restemarkt Gesetzen folgte, die von den meisten nicht beherrscht wurden. Das hat sich inzwischen verschärft: Der globale Markt erfordert Kenntnisse – sowohl im Käuferverhalten wie auch im Verkäuferverhalten. Es zeigt sich immer mehr, das mindestens die Hälfte der Partnersuchenden davon überfordert ist.

Fazit: Die Marktthese trifft zwar vollständig zu, aber der Markt wird umso unübersichtlicher, je größer und unspezifischer er ist. Heute sind bereits erhebliche Verwerfungen erkennbar. Und dennoch: Am Markt wird genommen, was unter ökonomischen Bedingungen (pekuniäre, soziale und emotionale Einkommen) vertretbar ist.

(1) Ich spreche der traditionellen Wissenschaft ab, kompetent für die „richtige“ Partnerwahl und die Partnersuche unter Menschen zu sein.

Homogamie - wie Wissenschaftler uns für dumm verkaufen

sehpferd kämpft gegen massenverblödung
Homogamie (Gleichheitsprinzip in der Partnersuche) ist eine Theorie der Partnerwahl. Wie alle Theorien hat sie den Nachteil, dass sie nicht die gesamte Entwicklungsgeschichte der Menschheit überstreicht, ja, nicht einmal die Geschichte des modernen Menschen.

Theoretisch spielen die Wissenschaften ohnehin kaum eine Rolle, denn die Partnerwahl ist in erster Linie von den Möglichkeiten abhängig, die Menschen haben, und erst dann von den Präferenzen (die Wissenschaftler untersuchen). Das heißt letztendlich: In Zeiten, als das Reisen beschwerlich war oder sogar völlig unüblich war, paarte man sich in der Nähe mit dem nächstbesten Partner, der überhaupt infrage kam. Das wird von sogenannten „Wissenschaftlern“ oft gar nicht gesehen, weil sie weder die jeweiligen Zeitumstände noch die Ökonomie einbeziehen. Praktisch hingegen machen sich insbesondere Soziologen und Psychologen auf diesem Gebiet breit, die über die willfährige Presse versuchen, die Definitionshoheit über die Partnerwahl des Menschen zu gewinnen.

Umgebungssuche: Der erstbeste Partner, der "ja" sagt, ist möglicherweise richtig

Tatsache ist lediglich: Die Möglichkeiten des Umfelds sind das erste (und lange Zeit einzige) Kriterium dafür, wie Partner gesucht werden. Erweitert man den Umkreis, dann hat man mehr Möglichkeiten – schränkt man ihn ein, so sinken die Chancen deutlich. Das mag einem Mitteleuropäer, der an dichte Besiedelung gewöhnt ist, möglicherweise gar nicht einleuchten – und die meisten Wissenschaftler denken wie Städter. Werfen wir jedoch einen Blick auf Skandinavien oder gar Kanada, so wird klar, dass lediglich die Erweiterung des Umkreises zu Erfolgen führt, und dies auch heute noch.

Homogamie - verwischt, verwaschen und ungenügend definiert

Fragt sich natürlich ebenso, wie man „Homogamie“ überhaupt definieren soll, und schon da scheiden sich die Geister:

- Sind es die Lebensumstände, die wir annehmen sollten?
- Haben sich neue „Klassen“ entwickelt, etwa „Reiche“ oder „Gebildete“?
- Könnten die Reste eines „Standes“ einen Einfluss haben?
- Sind es äußerliche Merkmale, die „gleich“ sein sollten?
- Sind es sogenannte „psychische“ Eigenschaften, die auch als „Charakter“ oder „Persönlichkeitsmerkmale“ bezeichnet werden können?

Die Ehe unter "Gleichen" im 19. Jahrhundert

Um es zu verdeutlichen: Eine bürgerliche Tochter gegen Mitte es 19. Jahrhunderts wurde deutlich dazu gedrängt, die Ehe unter Gleichen einzugehen, nämlich die Konvenienzehe.

Was heißt:

Nur der Stand des Ehemannes spielte eine Rolle – und sonst gar nichts. Zumeist wurde eine große Summe ausgelebt, falls jemand die Tochter heiraten wollte. Der Grund lag darin, dass die eignen Mittel im Bürgertsand für das Geschäft benötigt wurden – die Mitgift war für den lebenslangen Unterhalt der Frau bestimmt.

Freie Partnerwahl - ein Luxus der Neuzeit

Diese Tatsachen werden heute völlig ignoriert. Ein großer Teil der Wissenschaft verhält sich so, als habe es einen ununterbrochenen Prozess der „freien Partnerwahl“ von der Steinzeit bis in die Gegenwart gegeben – wobei wir uns gerne einmal fragen dürfen, wie einseitig Wissenschaftler eigentlich sein dürfen. Hinzu käme heute die Frage, wie ethisch eine Wissenschaft ist, die Halbwahrheiten als „Forschungsergebnisse“ ausgeben darf.

Anerkannt werden muss aber, dass Psychotherapeuten und Paarberater, die eher „hautnah“ bei ihren Klienten sitzen, kaum den wissenschaftlichen Blödsinn verzapfen, der in den Elfenbeintürmen behandelt wird, sondern das benennen, was ihnen im Alltag begegnet.

Wie auch immer – Homogamie ist ein schwammiges Wort, das jeder so interpretiert, wie er mag. Und darin liegt das Problem: Man redet von Gleichheit, meint Ähnlichkeit und weiß nicht einmal, worin sie bestehen sollte. Ich könnte dazu viele Quellen zitieren, aber dies fand ich besonders plastisch:

Zuerst sucht man sich ein Stück selbst in dem Anderen - unsere Gegenwart, aber auch unsere Vergangenheit, oder wie wir sein möchten - wenn daraus aber eine längerfristige Partnerschaft wird, geht es eher um Komplementarität. (1)


Heißt im Klartext: Wir suchen im anderen ähnliche Eigenschaften – aber für die gemeinsame Entwicklung sind Unterschiede wichtiger.


Ich fasse mal alles zusammen, was es darüber zu sagen gibt:

- Gleichheit gibt es unter Menschen nicht.
- Statt Gleichheit meint man eigentlich Ähnlichkeit.
- Ähnlichkeit bedeutet gar nichts, solange man nicht deutlich sagt, welche Ähnlichkeiten gemeint sind.
- Die Liste der „Ähnlichkeiten“ ist lang, und eine Ähnlichkeit bedeutet nicht schon als solche, dass sie auch von Bedeutung ist.
- Ähnlichkeiten sind leicht zu entdecken, und man findet dadurch schnell Gesprächspartner. Um sich zu entwickeln, reicht das aber nicht aus – dazu braucht man Unterschiede.


Und was die Evolution betrifft: Hätten wir immer nur die gleichen, passenden Gene vererbt, währen wir mit großer Wahrscheinlichkeit längst ausgestorben oder müssten weiterhin durch die Steppe wandern.

1 - Zitiert nach dem ORF. Ursprung: Patrizia Giampieri-Deutsch.

"Sehpferd kämpft gegen Dummheit." erscheint unregelmäßig. Es ist mein Beitrag, um Gedankenlosigkeit im Alltag zu bekämpfen.