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Grüne Bürgermeisterin macht in moralinsaurem Feminismus

Die grüne Partei stand lange im Ruf, Ideologien vor sich herzutragen. Jetzt ruft eine Bürgermeisterin dazu auf, sogenannte „sexistische“ Werbung zu denunzieren und lässt dazu eine Broschüre verteilen, und so stand es in der Zeitung:

Sie appelliert, gegen solche frauenfeindliche Werbung vorzugehen. Muster-Beschwerdebrief, rote Protest-Postkarten sowie die Anschriften der Außenwerber und des Deutschen Werberates werden in der Broschüre mitgeliefert.


Nun ist dies ein freies Land, und das sollte man vielleicht auch der grünen Bürgermeisterin Monika Herrmann sagen: Wer sich hier als Moralschnüffler betätigt, muss wissen, dass dies auf die Person wie auch auf die Partei zurückfällt. Jedenfalls hat die CDU, die im Bezirk allerdings kaum eine Rolle spielt dankenswerterweise reagiert. Sie bezeichnete die Initiative der Bürgermeisterin als „Aufruf zum Denunziantentum“.

Negativbild von schönen Frauen - dumm und willensschwach?

Der moralinsaure Feminismus zeigt sich vor allem in dem Negativbild, das die Bürgermeisterin verbreitete: Demnach suggerierten Frauen auf den Plakaten, „willensschwach, hysterisch, dumm, unzurechnungsfähig … und – naiv zu sein.“ Aha: Also nicht selbstbewusst, in sich ruhend, klug und selbstsicher zu sein. Was für ein Frauenbild hat die Bürgermeisterin denn da? Es sind Frauen, die solche Werbung sehen wollen und solche Produkte kaufen – und sie sind ebenso selbstsicher und klug wie die Modelle, die in der Werbung zu sehen sind.

Der Berliner Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain ist durch und durch Grün und galt als zeitweise als fundamentalistisch, als Hans-Christian Ströbele dort das Direktmandat holte. Bei der Wahl 2017 schaffte es Canan Bayram, das Direktmandat zu gewinnen.

Gelobtes Land – Saarland?

Auch eine Geschichte aus dem Märchenbuch der Linken: Die Saarstahl. Ein Rettungsmärchen – so gut wie ohne Arbeitsplatzverluste? Alles solidarisch? Friede, Freude, Eierkuchen nach saarländischem Vorbild? In einem Gespräch ging es Thyssen-Krupp udn die Arbeitsplätze, die bei einer Fusion wegfallen würden. Die Linke schrie sofort: "Kapitalismus" und verherrlichte eine Saar-Tragödie, die erst nach Jahren glimpflich ausging.

Was da von der Partei „Die Linke“ hochgelobt wurde, liest sich im SPIEGEL von 1991 so:

Ein Jahrzehnt mühte er sich um die Rettung des größten Arbeitgebers an der Saar. Mehr als drei Milliarden Mark und den Verlust von 16 000 Arbeitsplätzen kostete die Sanierung des Stahlkonzerns Arbed Saarstahl.


Niemand wird diejenigen beneiden, die damals um die Saarstahl gekämpft haben, und am Ende gab es immerhin einen Erfolg – immerhin etwas, das daran positiv war. Wie die Rettung allerdings zustande kam, wer dabei bluten musste und wer bis heute den Erfolg für sich in Anspruch nimmt - darüber sollte man vielleicht einmal öffentlich reden.

Ein Märchen war es jedenfalls nicht - und da werden die Worte von Sarah Wagenknecht dann schnell relativiert.

Verleger, mir kommen die Tränen

Ein paar Krokodilstränen für die notleidenden Verleger gefällig? Jene Leute, die viel zu spät ins Internet eingestiegen sind? Und auf deren Seiten wir regelmäßig mit Monster-Anzeigen zugemüllt werden oder mit Befragungen genervt? Die große, aber nichtssagende Bilder zu belanglosen Texten veröffentlichen? Mit Journalisten, die sich die Recherche sparen und alles glauben, was ihnen aus der Wissenschaft zugespielt wird? Die bewusst irreführende Überschriften verwenden, damit jemand ihre nahezu inhaltslosen Artikel liest?

Nein – keine Träne für diese Versager.

Stattdessen ein Widerspruch: Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger, die Lobby der Presse, erklärte gerade durch sein Sprachrohr Mathias Döpfner, das öffentlich-rechtliche Fernsehen verbreite

eine mit öffentlich-rechtlichen Geldern finanzierte Flut textbasierter Gratis-Angebote, nichts anderes als eine gebührenfinanzierte digitale Staatspresse.


Wer sich regelmäßig bei der „Deutschen Welle“, bei der ARD oder beim ZDF informiert, weiß, dass die nicht so ist. Lediglich wer eine App abonniert hat, so wie ich, bekommt wirklich zutreffende Informationen in kurzer, prägnanter Form – und das ist mir bei Weitem lieber als die mit Populismus gespickten Webseiten vieler Verleger. Und ja, ich halte auch noch eine Tageszeitung fürs Regionale. Von einer „gebührenfinanzierten digitalen Staatspresse“ zu sprechen, zeugt von absoluter, unverschämter Instinktlosigkeit, die nicht einmal wir Leser dulden sollten, sondern kräftig dagegenhalten. Zumal Herr Döpfner recht gut weiß, dass es sich nicht um eine Staatspresse handelt.

Schade, dass auch viele Blogger total „ins Kommerzielle“ abgewandert sind. Denn Blogs bieten weiterhin die Möglichkeit, Tatsachen und Meinungen zu verbreiten, die weder von den Zeitungsverlegern noch von den öffentlich-rechtlichen Medien behandelt werden.

Zitat: Abendblatt.

Das rückständige Frauenbild

Haben Sie ein „rückständiges Frauenbild?“ Ach, sie sind gar kein Asylbewerber aus dem Orient? Aber vielleicht gehören Sie ja dieser anderen Religionsgemeinschaft aus dem Orient an, deren Hilfsprophet Timotheus diese Zeilen hinterließ, die dem Paulus zugeschrieben werden:


Einem Weibe aber gestatte ich nicht, daß sie lehre, auch nicht, daß sie des Mannes Herr sei, sondern stille sei. Denn Adam ist am ersten gemacht, darnach Eva. Und Adam ward nicht verführt; das Weib aber ward verführt und hat die Übertretung eingeführt.


Oh, ich höre immer wieder mit Freude und Genugtuung aus Kreisen der Kirche, dass sich das Frauenbild seit Moses und den Propheten, die über Jesus von Nazareth sprachen, verändert hat. Nur steht das Wort noch, wie in Blei gegossen, auch wenn es nicht mehr explizit gepredigt wird. Niemand wird behaupten, es gehöre nicht zur „Christlichen Religion“, nicht wahr?

Abgesehen davon - wenn sich nun noch das Frauenbild der Machos verändern würde, wie schön. Und vor allem, das Frauenbild der Frauen. Das beziehen sie immer noch aus der bürgerlichen Tradition und aus den Frauenzeitschriften. Gut, sie mixen es ein bisschen ab mit Emanzipation, wirtschaftlichem Erfolg und Bildung. Und das soll das moderne Frauenbild sein? Nein, schönen Dank!

Unsinn über Privatschulen und „Eliten“

Privatschulen sind gerade ein beliebtes Thema – und natürlich sehen die Sozialisten und Gewerkschaftler mal wieder eine Chance, gegen das private Schulwesen die Klinge zu wetzen. Die Waffe heißt „Sozialneid“.

In Privatschulen entscheidet das Einkommen der Eltern über die Chancen der Kinder.

(Plattitüde einer linken Politikerin)

An den freien Schulen besteht immer mehr die Gefahr, dass Kinder reicher Eltern bevorzugt aufgenommen würden.

(Gewerkschaftsfunktionär)

Lassen Sie es mich klarer als sonst sagen: Sozialisten und Gewerkschaftler haben keinen blassen Schimmer davon, worüber sie reden. Freie Schulen, gleich, ob Grundschulen, Gymnasien oder andere Schultypen, ergänzen das stattliche Schulwesen bei ausgesprochen moderaten Kosten. Da wir gerade bei Kosten sind: Niemand sagt Ihnen (und niemand weiß es) was das öffentliche Schulwesen mit seiner politischen Führung, der komplizierten Verwaltung sowie der Beamtenschaft, inklusive der Pensionskosten wirklich kostet. Zahlen, die an die Öffentlichkeit gegeben werden, liegen im Mittel bereits bei etwa 500 bis 600 Euro im Monat – und ob das korrekt inklusive aller Kosten gerechnet wird, ist zumindest fragwürdig. Private Schulen erhalten davon ungefähr zwei Drittel, also etwa 330 bis 400 Euro als Zuschuss pro Schüler. Wer da sinnvoller und wirtschaftlicher arbeitet, überlasse ich meiner Leserschaft. Wenn sich jemand als „reich“ empfindet, kann er die Schule darüber hinaus noch über den Förderverein der Schule unterstützen – das Geld kommt aber allen Schülern zugute.

Und: wieso eigentlich Reichtum? Bildungserfolg ist nicht abhängig vom Reichtum, und die normale Privatschule ist keine Eliteschule, sondern einfach eine Schule, die neben den üblichen Lehrinhalten auch andere Aspekte des Lebens und Strebens behandelt. Und sie tut dies zu Elternbeiträgen, die in etwa in Höhe des Kindergelds liegen.
Der Sozialneid ist also völlig unbegründet. Und: Die Misterpräsidentin Manuela Schwesig muss ihre Entscheidung nicht begründen. Sie ist Teil ihres Privatbereichs, den ihr die Presse zugestehen muss.


NDR Berichterstattung

Vorteile der Privatschulen

Faktensuche.