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Der Angriff des Feminismus auf die Kultur am Beispiel

Ein US- amerikanische Rundfunksender hat sich kürzlich eine Weile vom Feminismus beeinflussen lassen und im Namen der Frauen eine Zensur ausgeübt. Es hieß, das 1940 entstandene Lied „Baby, it’s cold outside“, das vorzugsweise im Winter gesendet wird, verstoße als „Date Rape“ gegen die guten Sitten, sei politisch inkorrekt und mithin sexistisch.


Das Beispiel ist so an den Haaren herbeigezogen, dass es schon beinahe lächerlich wirkt. Aber es ist ein Teil des Unverständnisses, das dem Feminismus innewohnt: Frauen sind edlere Wesen als Männer. Es gibt keine Ränkespiele, keine Herausforderungen – ja nicht einmal den unausgesprochenen Satz „wenn er mich wirklich will, dann muss er sich eben ein bisschen anstrengen.“ Der tatsächliche Konflikt einer Frau in den 1940er / 1950er Jahren wird in „Yes, my Darling Daughter“„ beschrieben. In dem Lied fragt die Tochter indirekt, wie weit sie gehen darf - und die Mutter gibt ihre "Carte Blanche" für alles, was sie tun wird.

(Nach etwas harmloseren Fragen)

Und was, wenn er darauf besteht, liebe Mutter, Dinge zu tun, die er besser nicht tun sollte?
Mutter, was sollte meine Antwort sein?
Ja, meine liebe Tochter.


Und was sagt uns der Text von „Baby it’s cold outside“?

Eine Frau wird von ihrem Liebhaber gebeten, etwas länger bei einem Mann zu bleiben, als „schicklich“ ist, möglicherweise sogar über Nacht. Sie ist offensichtlich verliebt, und fragt sich, wie sie den Zauber brechen könnte, der sie an den Mann fesselt. Ja, sie sollte „Nein“ sagen – und am Ende könnte sie ja sagen, der Zauber habe sie gefangen, aber sie habe versucht, dennoch „nein“ zu sagen. Aber sie spricht nicht im eigenen Namen, sondern zählt alle Personen auf, die offensichtlich über ihre Psyche verfügen können.

Scheinargumente von außen holen

Alle Argumente werden von außen geholt: Ihre Mutter würde sich Sorgen machen, ihr Vater rastlos über den Flur tigern, ihre Schwester würde ihr misstrauen, ihr Bruder an der Tür warten, ihre jungfräuliche Tante würde Schlechtes von ihr denken.

Das ist die typische Szenerie von 1940/1950 – nicht nur in den USA. Frauen fürchteten sich davor, selbstständig zu handeln und ihre eigenen Entscheidungen zu fällen. Sie verhielten sich überwiegend so, wie es andere für sie vorgesehen hatten. Taten sie es nicht, wurden sie als Schlampen oder noch Schlimmeres abgetan.

Der „Wohlanstand“ lag wie ein Damoklesschwert über der Tochter – und wehe, sie handelte nach eigenem Gutdünken, dann fiel der Schatten der Sittenlosigkeit auf die gesamte Familie.

Informationen zu "Yes my Darling Daughter" auf Wikipedia Der Song selbst wurde im Film "Neptune's Daughter" verwendet.
Unbedingt ansehen (und war bis zum Schluss): Diese Szenen aus dem Film.

Die eingängige Dummheit des Stammtisches

Jungmädchenkleider, Deutschland, gegen 1910
Gestern wurde ich mit Volkes Meinung konfrontiert. Das hörte sich sinngemäß etwa so an:

So freizügig, wie sich die Frauen in der Öffentlichkeit zeigen, ist es doch kein Wunder, dass sie angemacht werden.


Nun herrscht Meinungsfreiheit, und das, was ich hörte, entspricht Volkes Stimme. Auf den ersten Anhieb klingt das ja auch sehr plausibel: hier Ursache – da Wirkung. Kaum jemand merkt, dass es sich um die Logik der Dummheit handelt. Wieso sollen Übergriffe die unmittelbare Folge sinnlicher Präsentationen sein? Und sollen sich Frauen aus diesem Grund verhüllen wie ihre (Ur-)Großmütter?

Ja, der Satz geht den Männern runter wie süffiges Bier, und sie biedern sich damit bei anderen Stammtischbrüdern an – doch siehe: Auch Frauen denken so. Auch sie nicken solche Sätze ab. Differenzierungen sind nicht erwünscht.

Das Bürgertum spielt falsch: nur die anderen sind gemeint

Das Milieu, in dem solche Meinungen verbreitet sind, ist das „gute Bürgertum“, das sich durch ideologische und emotionale Jalousien schützt. Denn die Frauen, die sich „so in der Öffentlichkeit zeigen“ sind nicht die Ehefrauen, Töchter, Enkelinnen und Schwiegertöchter der Stammtischredner – es sind immer „Andere“.

Kleidung bedeutet weder Ablehnung noch Aufforderung

Was Frauen auch bewegen mag, sich freizügig zu zeigen oder sich in lange Gewänder zu verhüllen – es ist weder die Ablehnung eines Flirts noch die Aufforderung dazu. Es ist ein Spiel mit der Schönheit, dem Verhalten und sicher auch mit manchen Risiken (1), die zu Chancen oder Gefahren werden können.

Die Fehler der Kampagnenreiterinnen

Oh nein, ich bin kein „Feminist“ und auch kein Verräter, denn ein Satz fehlt noch: einer mit „Leider“. Denn leider hat die aggressive und männerfeindliche Art und Weise, mit der insbesondere die MeToo-Bewegung letztlich Popularität gewann, zur Isolation der Protagonistinnen geführt. Die Kampagnen-Führerinnen wissen nicht, was das Volk denkt, und das Volk weiß nichts mit den Botschaften, Attacken und Hasstriaden der betroffenen Feministinnen anzufangen.

Der Psycho-Krieg wird allenthalben inszeniert

Manchmal, so scheint mir, versuchen Interessengruppen, das Volk bewusst zu spalten und eine pressewirksame „psychologische Kriegführung“ zu inszenieren: Arm gegen Reich, Deutsche gegen Ausländer, Heteros gegen Homosexuelle, Frauen gegen Männer und schließlich Elfenbeinturm-Eliten gegen den Rest des Volkes.

Und die Stammtischredner? Sie fühlen sich sicher in der Wagenburg bürgerlichen Wohlanstands. Eigentlich eine erbärmliche Haltung.

(1) Risiken bezeichnen das Potenzial, etwas Wichtiges zu gewinnen oder zu verlieren.

Männer: Nichts mehr dürfen dürfen, nur noch sollen sollen?

Die meisten Wörter, die von Extremistinnen und ihren Seilschaften an Universitäten verwendet werden, dringen nicht aus dem Campus heraus. Zum Beispiel das Wort „pc culture“. (1) Es steht für eine „Kultur sozialer Korrektheit“, die dem Begriff der Meinungsfreiheit entgegensteht.

Meinungsfreiheit bedeutet, seine Meinung öffentlich zu äußern und gegebenenfalls den „Gegenwind“ auszahlten. „Pc Culture“ steht dafür, „Neusprech“ nach Art von „1984“ zu erlernen – also eine Sprachregulierung, die Rechtsextremisten wie auch Kommunisten verwenden, um die Meinungsfreiheit zu unterbinden.

Links-Szene und Feminismus vereint gegen Meinungsfreiheit ?

Es geht heute im Wesentlichen um Frauen, die sich zur Links-Szenerie wie auch zum Feminismus zugehörig fühlen und glauben, aus diesem Zusammenhang den Liberalismus bekämpfen zu müssen. Dabei dürfte klar sein: Wenn wir befürchten müssen, durch unser Beharren auf freie Meinungsäußerung ausgegrenzt zu werden, dann haben wir bereits die Freiheit verloren. Redakteure (und natürlich auch Redakteurinnen) bekommen Scheren im Gehirn. Geschrieben wird nicht mehr, was gedacht werden darf, sondern eine weichgespülte Version, die gerade noch die Gesinnungspolizei passiert.

Wir dürfen noch - aber wir sollen bitte "kuschen"

Wer nicht mehr dürfen darf, was Staat und Gesellschaft an journalistischer Freiheit garantiert, der schreibt bereits, was die Diktatur der Minderheiten für richtig hält. Er (und auch sie) macht sich zum Gefangenen eines ideologisch bestimmten Zeitgeistes, der eine besondere Form der Zensur für „gerechtfertigt“ hält. Ja, wir dürfen noch dürfen – nur sollen sollen wir nicht mehr sollen.

Angeblich ist dies moralisch gerechtfertigt. Ja, wir Männer dürfen weiterhin sagen, was wir denken. Aber wir sollen nicht. Und wir müssen uns von dreisten Akademikerinnen sagen lassen, dass wir gefälligst lernen sollten, „nicht sollen“ und „nicht dürfen“ auseinanderzuhalten. Ja wird dürfen – aber wir sind ganz böse Jungs, wenn wir tun, was wir nicht sollen. Ob Unterwerfungen so beginnen? Oder Diktaturen?

Vermutlich denkt daran niemand in der Szene. Und auch nicht daran, dass die Freiheit ein Gut ist, das verschwindet, wenn man es nicht nutzt.

(1) Hinweis: “Politische Korrektheit” (eigentlich ist soziale Korrektheit gemeint) bezieht sich nach der hier verwendeten Definition auf „eine Methode, die Freiheit der öffentlichen Rede und die Gedanken zu kontrollieren oder vorzuschreiben. Ich halte diesen Hinweis für notwendig, falls Sie im Internet andere Definitionen lesen.

Warum Hexen keine Vorbilder sind

Name für Name ein Beweis für den Irrglauben, den die Kirche verbreitete

Hexen sind keine Vorbilder - sie sind Opfer eines Irrglaubens, der von der katholischen Kirche verbreitet wurde.

Etwas, dass es nie gab, kann kein Vorbild sein. Es gibt keine Hexen und es gab nie welche. Sie sind eine Erfindung der Katholischen Kirche, die aus der Bibel ein paar unsinnige Sätze herauslas und sie dem Volk als bare Münze verkaufte.

Als Vorbild für ein selbstbestimmtes weibliches Leben taugt die historische Hexe kaum. Ihre Betrachtung als „weise Heilerin“, „Ökofrau der Vergangenheit“, „frühe Emanze “entspringt romantischen oder feministischen Wünschen.


Was wir uns immer noch fragen dürfen: Wer, wenn nicht die katholische Kirche, hat diese Frauen, von denen fast 80 Prozent verheiratet waren, überhaupt zu „Hexen“ gemacht?

Randnotiz: Allein in Mecklenburg wurden nahezu 4000 Frauen und Männer der Hexerei bezichtigt. Aus alten Gerichtsakten hat man in Penzlin alle Namen sowie die Urteile aufgelistet.

Zitat: Hexenmuseum Burg Penzlin.

Hinweis: Dem Autor ist klar, dass die Protestanten die Unsitte der Hexenprozesse fortsetzen - aber sie waren nicht die Urheber.

Grüne Bürgermeisterin macht in moralinsaurem Feminismus

Die grüne Partei stand lange im Ruf, Ideologien vor sich herzutragen. Jetzt ruft eine Bürgermeisterin dazu auf, sogenannte „sexistische“ Werbung zu denunzieren und lässt dazu eine Broschüre verteilen, und so stand es in der Zeitung:

Sie appelliert, gegen solche frauenfeindliche Werbung vorzugehen. Muster-Beschwerdebrief, rote Protest-Postkarten sowie die Anschriften der Außenwerber und des Deutschen Werberates werden in der Broschüre mitgeliefert.


Nun ist dies ein freies Land, und das sollte man vielleicht auch der grünen Bürgermeisterin Monika Herrmann sagen: Wer sich hier als Moralschnüffler betätigt, muss wissen, dass dies auf die Person wie auch auf die Partei zurückfällt. Jedenfalls hat die CDU, die im Bezirk allerdings kaum eine Rolle spielt dankenswerterweise reagiert. Sie bezeichnete die Initiative der Bürgermeisterin als „Aufruf zum Denunziantentum“.

Negativbild von schönen Frauen - dumm und willensschwach?

Der moralinsaure Feminismus zeigt sich vor allem in dem Negativbild, das die Bürgermeisterin verbreitete: Demnach suggerierten Frauen auf den Plakaten, „willensschwach, hysterisch, dumm, unzurechnungsfähig … und – naiv zu sein.“ Aha: Also nicht selbstbewusst, in sich ruhend, klug und selbstsicher zu sein. Was für ein Frauenbild hat die Bürgermeisterin denn da? Es sind Frauen, die solche Werbung sehen wollen und solche Produkte kaufen – und sie sind ebenso selbstsicher und klug wie die Modelle, die in der Werbung zu sehen sind.

Der Berliner Bezirk Kreuzberg-Friedrichshain ist durch und durch Grün und galt als zeitweise als fundamentalistisch, als Hans-Christian Ströbele dort das Direktmandat holte. Bei der Wahl 2017 schaffte es Canan Bayram, das Direktmandat zu gewinnen.