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Sich die Männer schön saufen

Wenn ein Mann ein Date mit einer Frau hat, die ihn nicht gerade begeistert, so sagt man oft: Er hat sie sich schön getrunken. Ein paar Glas Champagner helfen dabei ohne Zweifel, und die Begierde soll ja bei Männern auch letzte Zweifel auslösen, ob es opportun sei, mit der neuen Bekanntschaft die Linnen zu beflecken.

Wie war das nun? Da versucht eine Frau, die sich bislang die Männer „schön trank“, mal ohne Schwips oder Vollrausch in den Datingdschungel einzudringen.

Wir hören mit Staunen: Rummachen ist jetzt anders, oder in ihren eigenen Worten:

Was passierte, als ich die Flasche aus meinem Schlafzimmer verbannte? Meine sexuellen Interaktionen wurden bewusster. Es fühlte sich intimer an, romantischer, und bedeutungsvoller – wenn auch anfangs ein wenig eigenartig.


Ja, Glückwunsch – aber ist es nicht eigentlich die Regel, sich während eines Dates nicht zu besaufen? Jedenfalls erfuhren wir Übrigen nun, wie sich „Dating ohne Alkohol“ anfühlt.

Zebras, Zirkus und der Sommer in Altenburg

Hier stehe sie im Krüger-Nationalpark - anderwärts grasen sie in Kaffeehausgärten.
Vielleicht sollte ich Ihnen zuerst erklären, wo ich lebe: in Altenburg, Thüringen. Man hat hier ein preisgekröntes Theater und ein vorzeigbares Schloss, was ich mal auf die positive Seite zähle. Man hat einen Teich, auf dem einst eine Fasserfontäne sprudelte, die man sich inzwischen nicht mehr leisten kann, ebenso wie das Parkleitsystem. Diese Stadt will am liebsten alles sein – Kulturstadt, Industriestadt, Einkaufsstadt und Touristenstadt - und ist damit restlos überfordert. Und die Wirtschaft? Der stadtnahe Einzelhandel kämpft mit eiserner Faust gegen die Bemühungen von Einkaufszentren, hier Fuß zu fassen und hat selber kaum noch etwas zu bieten. Immerhin hat man am Markt eine gut gehende Eisdiele – meist die einzige Attraktion dieses Platzes, vor allem am Wochenende.

Oh, man hat einen Zirkusplatz, der einst sogar heiß begehrt war. Bis die Damen und Herren, die den Stadtrat darstellen, auf Antrag der CDU ein Quasi-Auftrittsverbot für Zirkusse beschloss. Nein, man hat nichts gegen den dummen August, den Magier, der Damen zersägt, oder das Fräulein, das auf dem Hochseil trippelt. Man hat etwas gegen „Wildtiere“, und wer dergleichen mit sich führt oder gar auftreten lässt, der darf gar nicht erst auf den Zirkusplatz. Womit eigentlich schon klar wäre, dass kaum noch ein Zirkus Interesse hat, hier aufzutreten. Und der Zirkus-Experte der CDU-Fraktion ließ sich sogar zu dem Spruch verleiten: „Für einen wirklich guten Zirkusabend braucht es keine Wildtiere.“

Das leuchtet dem Altenburger Volk natürlich sofort ein. Wer will schon, und sei es vorübergehend, neben Elefant, Tiger, Löwe oder Panther wohnen? Die könnten doch ausreißen – und dann? Doch es geht ja um mehr – um viel, viel mehr.

Beim Wildtier, so erfahren wir, handelt sich nicht nur um Elefanten und nicht nur um Löwe, Tiger, Panther und Co. Die Leipziger Volkszeitung wusste noch ein paar andere Tiere: „Krokodile, Zebras, Bären, Delfine, Giraffen, Riesenschlangen und sogar Wölfe.“


Nun wagte es doch noch einmal ein Zirkus, in der Stadt Altenburg haltzumachen, und weil man dummerweise Zebras mit sich führte, wurde ein Deal geschlossen. Die Zebras dürfen mit, aber sonst dürfen sie nix. Vor allem, nicht auftreten, denn schließlich sind sie „Wildtiere“. Zebras sind eigentlich Pferde oder auch Esel, aber sie gelten als nicht domestizierbar. Ich habe zwar schon zwischen Zebras mit ein paar Südafrikanern Kaffee getrunken (mit Warnschildern, dass sie schrecklich auskeilen können), aber es sind nun mal von Amts wegen Wildtiere.

Nun sollten aber Tiere etwas Beschäftigung haben, und so entschloss sich der Zirkusdirektor, die Tiere dennoch auftreten zu lassen, was wiederum den Zorn des obersten Rathausherrn hervorrief. Jener behauptet nämlich, vom Zirkusdirektor „quasi am Nasenring vorgeführt worden“ zu sein, was man einem Zirkusdirektor eigentlich nicht verübeln sollte. Doch die Wogen sind inzwischen hochgeschlagen, so hoch, dass man demnächst noch klarer machen will: Wer Tiere mit sich führe, die „auf der Liste“ stünden, der dürfe eben nicht nach Altenburg kommen. Nun gibt’s schon lange keine Leierkastenmänner mit Affen mehr, und auch die Tänzerinnen, die sich Riesenschlangen um ihren Körper legen, sind hier selten anzutreffen. Doch immerhin dürfen, wenn ich recht orientiert bin, noch Trampeltiere in die Stadt. Ob Zirkusse sich noch für Altenburg interessieren werden? Man darf es bezweifeln.

Ich lase: Die LVZ und die OVZ (Altenburger Regionalteil).

Was sich diese Woche klärte … allerlei Wunder mit SAT > IP

Das Lustigste (na ja, wie man’s nimmt) zuerst:

Es gab einen nagelneuen DigiHD TS5 – der Vorgänger war über mehrere Monate mein Sorgenkind: Ausfälle aller Art, besonders nach einem Software-Update. Kein Wunder, dass Sat > IP für viele Anwender ein rotes Tuch ist. Neben zahlreichen Arbeitsstunde und entnervenden „Informationen“ des Systems ging der Receiver zurück – und das neue Gerät kam an. Um es zum Funktionieren zu bringen, brauchte ich allerdings zwei neue Konfigurationen, die zu allem Überfluss noch identisch waren. Seit gestern funktioniert das Gerät bereits beim Einschalten – auch, wenn’s manchmal grieselt. Falls die der Fall ist, nützt meistens die folgende Prozedur: einschalten - ausschalten – einschalten. Am Ende konnte ich mit dem Gerät an drei aufeinanderfolgenden Tagen fernsehen. Für ein Heureka ist‘s noch zu früh.

Sat > IP funktionierte diese Woche merkwürdigerweise auch mit der App Tivizen, das allgemein ebenfalls kritisiert wird. Bei ersten Versuchen hatte sie fünf TV-Sender gefunden und sonst gar nichts. Inzwischen sind es 85, und die kommen auf einem HONOR-Smartphone mit Octacore-CPU auch in HD ruckfrei, falls ich mich nicht allzu sehr vom Server entferne.

Tivizen Sat > IP hatte 178 Beurteilungen, davon waren 87 absolut negativ. Wenn’s denn interessant ist: Die Kanäle wurden über eine andere Verbindung (LAN via Haushaltsnetz auf WLAN) gefunden. Das Abspielen war aber nur über ein paralleles direktes WLAN möglich. Wunder über Wunder.

Und: Ich habe erstmals drei meiner vier Kanäle parallel genutzt. Es funktionierte. Ganz hübsch, nicht wahr?

Ja, was will ich mehr?

Was sich sonst noch klärte? Nun, bevor ich mir noch mal den Hokuspokus mit angeblich passenden, in der Praxis aber untauglichen WLAN-Sticks mit Antenne „gönnte“, habe ich ein AV500 Powerline Wifi-Kit installiert.

Terrestrisch empfange ich natürlich weiterhin via DVB – T2 mit einer genialen Innenantenne (nicht von Stiftung Warentest getestet). Man gönnt sich ja sonst nichts – und bei Gewitter fällt ja auch ab und an die Sat-Schüssel aus.

DVB-T2 HD - und warum Klebestreifen Wunder wirken

Antenne für DVB-T2? Ja, wirklich!
Manchmal experimentiere ich mit DVB-T2 HD. Das ist für mich ein Abenteuer, weil sich in meiner Region (Altenburg, Kernstadt) das terrestrische Fernsehen nicht einmal mit Außenantennen empfangen lässt, sonder nur mit Dachantennen. Jedenfalls offiziell.

Dazu heißt es:

In ihrem Wohnort benötigen Sie eine Dachantenne. Genauere Details zur Empfangbarkeit in Ihrer Gegend entnehmen Sie bitte der Karte … ab Herbst 2018 reicht die Verwendung einer Außenantenne.


Allerdings funktionierte der Vorgänger, DVB-T, immerhin leidlich. Da ich eine Antenne besitze, musste nun nur noch der neue Receiver angeschlossen werden. Aus der Erfahrung wusste ich: Ein paar Sender fallen heraus, selbst bei geschickter Antennenplatzierung.

Ein neuer Receiver aka Set Box war schnell gefunden – und dann anschließen und … null Sender gefunden.

Null Sender? An der Stelle kamen doch immer welche? Also Antenne mit dem „Gesicht“ zur Wand gestellt und nochmals versucht. Und siehe: Sender gefunden. Gefunden ist noch nicht empfangen, nicht wahr? Da kam nämlich kein „Erstes“, dafür aber „One“ - na schön. Ich wollte schon aufgeben, da fiel mir ein, dass ich die Antenne ja mal ein bisschen in die Höhe wandern lassen könnte. Und siehe – da konnte tatsächlich nicht nur mehr Sender empfangen, sondern sogar zu 100 Prozent Sendequalität. Nur: Wie bringt man eine Antenne dazu, an die Wand zu wandern, wenn das Gerät mit dem „Gesicht zur Wand“ montiert werden muss? Nun, ein Bilderrahmen und etwas Tesafilm – und alles funktioniert ganz prächtig. Die endgültige Lösung ist dies sicher nicht – aber immerhin ein Fenster zur Welt der ARD.

Nachtrag: Die Antenne flog heraus - ein preiswerteres Fabrikat konnte es besser.

Die Wäsche …

Nicht sehr fein: jemanden an die Wäsche gehen
Und dann ist er mir an die Wäsche gegangen …

Warum sagt man wohl, ein Herr sei einer Dame „an die Wäsche gegangen“? Kaum jemand weiß noch, dass die Wäsche jener Teil der (Unter-)Kleidung war, die gewaschen wurde. Deshalb heißt sie ja auch Unterwäsche, in manchen Gegenden auch Leibwäsche, gelegentlich auch Körperwäsche genannt.

Das Wort „Wäsche“ ist seit dem Mittelhochdeutschen in Gebrauch, und es war bis in die 1950er Jahre durchaus gebräuchlich. Der Brockhaus wusste gegen 1900:

(Zur Wäsche gehören) zur Kleidung und zur Haushaltung notwendigen, meist leinenen oder baumwollenen Gebrauchsartikel, die nach erfolgter Benutzung durch Reinigung mit Wasser (Waschen) wiederholt von Neuem gebrauchsfähig gemacht werden können.


Reizwäsche

War die Wäsche von besonderem Reiz, hob sie den Körper reizvoll hervor oder konnte man damit Männer reizen, so heiß sie auch „Reizwäsche“, ein Wort, das kaum noch gebräuchlich ist.

Man sagte gelegentlich auch „Maschenmode“, obgleich dieser Begriff aus der Modebrache ebenfalls nicht mehr sehr bekannt ist. Bekannter für die Unterwäsche der Damen sind die Begriffe „Miederwaren“ oder nach dem Französischen „Dessous“ oder „Lingerie“. Woher die „Masche“ in der „Maschenmode“ kommt, ist nicht ganz sicher. Offenbar handelt es sich um einen österreichischen Ausdruck für eine geschickt an den Dessous drapierte Schleife, möglicherweise als Strumpfband. Es könnte aber auch eine andere Bezeichnung für „Strapse“ oder „Spitze“ sein.