Skip to content

Rasieren im Hotel

Mann zu niedrig, Spiegel zu hoch?
Nein, nein – das sollte kein Selfie werden. Da möchte man seitens der Hoteliers gerne den Frauen huldigen und integriert einen Schminkspiegel (vermutlich für große Frauen). Und ja, ich hätte mir damit auch die Wimpern tuschen können – aber leider nicht die Stoppeln rasieren. Und wirklich - ich weiß, dass näher heran muss, wenn das Ding als Vergrößerungsspiegel wirken soll.

Aber dann ist der Spiegel eben auf Augenhöhe – und da rasiere ich mich nicht.

Das neue Medikament und die Dose

Push Down and Turn - but it will never open again
Neu ist es nicht, das Medikament. Nur ein andrer Hersteller. Der hat (möglicherweise gar ökologisch) gespart und schmeißt die Pillen einfach in eine Dose. Ist zwar auf Reisen höchst unpraktisch, aber na ja.

Deckel auf – Folie über den Pillen, gut so. Noch brauche ich sie ja nicht. Nun, gestern wollte ich die erste der Pillen einnehmen, und siehe da: der Deckel lässt sich nicht öffnen. „Aha“, weiß meine Frau, „ist wie bei den Reinigungsmitteln, kindersicher verpackt: Drücken, dann schrauben - dann geht es auf.“

So steht es auch auf dem Deckel – in Englisch.

Eine Richtung: To Open Push Down & Turn
Andere Richtung: Close Tightly


Da konntest du drauf puschen und quetschen und klammern und drehen – ein Kind kriegt die nicht auf. Ein Erwachsener übrigens auch nicht. Irgendwann, in irgendeiner Schieflage, gelang es mir dann, das Gewinde zu überwinden (klingt gut, nicht wahr)? Also Umfüllen und dann – noch mal versuchen - erfolglos. Heute habe ich mal ein Übungsviertelstündchen eingelegt. Ging nicht. Mal sehen, was der Apotheker darüber weiß.

Telekom, Probleme und die „Norwegische Methode“

Seit drei Tagen funktioniert meine interne Telefonwahl nicht mehr, und da wir auf zwei Stockwerken wohnen, muss das interne Telefon eben manchmal das Gebrüll über den Flur ersetzen: „Nun komm doch endlich Kaffee trinken“ oder so etwas.

Geht aber nicht. Klingelt und dann gar nix mehr. Kein Ton … nur Schweigen.

Konfiguration aufgerufen (ist nicht ganz ohne), rekonfiguriert – nix. Immer noch das gleiche Problem.

Ach, dachte ich am Ende, ruf ich nun den Service der Telekom an? Schon bei dem Gedanken sträubten sich die kleinen Nackenhaare … ächz … bloß nicht.

Nun … es war einmal in Norwegen. Der örtliche Rechner, der Signale aus dem fernen Deutschland empfangen sollte, sagte keinen Piep mehr. Ratlose Gesichter allenthalben. Service anrufen? Ein kerniger Norweger wusste Rat: Stecker herausziehen. Seither hieß dies Verfahren bei uns „die Norwegische Methode“.

Und bei der Telekom?

Stecker vom Router rausziehen, bis 10 zählen, Stecker wieder rein. Ein bisschen Weihnachtsbaumflimmern bei den LEDs - ging wieder.

Woran mich das erinnert? An die Sitcom „The IT Crowd“.

Da nimmt der Fachmann den Hörer ab und sagt:

Hello, IT – Have you tried turning it off and on again?


Klingt absolut saublöd. Funktioniert aber dann und wann.

Das Pigging und die Frauen-Onlinepresse

Das Schwein udn das Schweinen
Wer Frauenmagazine oder Frauenzeitschriften liest, trifft leicht auf Nachrichten, die „Fake News“ auffällig ähneln.

Da las sich doch gerade in einem dieser Frauen-Online-Magazine:

Neuerdings gibt es einen Dating-Trend, der alles bisherige an fiesen Verhaltensweisen toppt. Es ist eher eine miese Challenge, als dass es irgendwas mit Dating zu tun hätte: Pigging.


Ah, eine „miese Challenge“. Eine „Challenge“ ist im Englischen so gut wie alles, was irgendwie mit einer „Herausforderung“ zu tun hat – von der „Anforderung“ bis zum „Problem“. Also ist eine „miese Challenge“ eine absolut schlechte Herausforderung. Das Wort „Challenge“ kommt übrigens aus dem Altfranzösischen und heißt dort chalongier.

Nun wissen wir es also. Und was ist dann bitte „Pigging“? Nun, das ist nicht so einfach, denn das Urban Dictionary, sonst stets geschwätzig, und vielfältig auskunftsbereit, sieht die Definition des „Pigging“ im Dating-Bereich erst auf Platz Fünf:

„Pigging bedeutet, dass du eine fette Tussi abschleppst, um sie zu vögeln.“


(Die Wortwahl (1) stammt nicht von mir, im "Urban Dictionary" schreibt man so, wie der Schnabel gewachsen ist.)

Der korrekte Begriff steht auch im Urban Dictionary“, und er heißt: „To Pull a Pig

Und wie war das mit der Wahrheit? Sollte da jemand den „Telegraph“ vom Oktober 2017 gelesen haben? Oder gar die Liebe Pur?

Nein … es ist doch ein „neuer, fieser Datingtrend, der eigentlich kein Datingtrend ist“ … und blah, blah, blah …“.

Ob er wirklich von „To Pick a Pig“ abgleitet, wurde? Hoffentlich nicht. Denn dort sagt uns das „Urban Dictionary“, es bedeute „eine zahnlose Hure zu besuchen“. Na denn. Viel Vergnügen.

Im Slang-Lexikon steht übrigens unter „to pig out“ „zu Fressen wie ein Schwein“.

Ja und wie war das eigentlich 2017, als die Nachricht über das „Pigging“ wirklich mal „neu“ war? Ja, da gab es einen Fall, der die Tränendrüsen rühren sollte. Stand alles in der britischen Boulevardpresse (Independent) – allerdings 2017.

Tja - der Oktober 2017 liegt leider nur schon gut zwei Jahre zurück. Es war also nichts mit dem Trend.

(1) Original: Pigging is when you pick up fat chicks with the entention to screw them.