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Kackertstraße und neuer Werbekot von PKV-Spammern

Die Bombardierung mit SPAM über angebliche PKV-Tests hört nicht auf.

Diesmal kam die PKV-Vergleichsportal-Nachricht aus der Kackertstraße. Eine Kackertstraße gibt es tatsächlich – aber in Aachen, und nicht in Briesen, einem Ort in Brandenburg, der etwa 2.300 Einwohner hat. Dort will die fiktive Fachfrau für die PKV diesmal ihren Wohnsitz haben.

Und diesmal hat einer meiner SPAM-Filter reagiert.

Endlich reagieren SPAM-Filter auf die SPAM-Flut mit PKV


Die gute Nachricht zuerst: SPAM-Filter sind offenbar in der Lage, die unseriöse Werbung mit dem inzwischen bekannten angeblichen PKV-Vergleichsportal abzuwehren. Jedenfalls zeigte sich gestern dieses Bild:

Die schlechte Nachricht: Offensichtlich fanden die SPAM-Gangster eine Möglichkeit, Server zu knacken, um seriöse Meldungen mit ihrem Werbekot zu verbinden. Dabei wurden ganz offensichtlich höchst private Daten abgegriffen. Das mögliche Opfer des Hacks wurde schriftlich benachrichtigt.

Wieder Spammer mit „Privater KV“

In der badischen Stadt Wehr gibt es keinen Ostkorso, und wieder versucht einer dieser widerwärtigen Spammer mit dieser Adresse in mein Privatleben einzudringen – mit einer angeblichen Verbraucherberatung über Private Krankenversicherungen.

Der Text beginnt so:

Sie sind auf der Suche nach der passenden privaten Krankenversicherung? So Nutzen Sie den kostenfreien Online-Überblick um ganz simpel und schnell den besten Vertrag zu finden! Mit dem Überblick können Sie bei den Beiträgen bis zu 65 % einbehalten – bei ähnlichem Versicherungsschutz.


Wieder geht alles – wie zuvor – über verschlüsselte Seiten, falls man so dumm ist, auf den Link zu klicken.

Da bleiben allerdings drei Fragen offen:

Erstens: Warum finden zwei Spam-Filter nicht heraus, dass es sich um Spam handelt? (Es ist offenkundig aufgrund der abermals verborgenen Unsinns-Nachrichten).

Zweitens: Warum warnt der „Verband der Privaten Krankenversicherungen“ nicht vor den potenziell schädlichen Auswirkungen?

Drittes: Wo verstecken sich eigentlich die Verbraucherschützer, wenn wahre Bomben von Spam verschickt werden, die Verbraucher belästigen dun schädigen könnten?

Krankenversicherungs-Spam nimmt Überhand

Diesmal kam die SPAM-Werbung für Krankenversicherungen aus Spremberg, sorbisch Grodk, in Sachsen-Anhalt. Das ist ein größerer Ort als die Käffer, in denen die anderen Spammer ganz offensichtlich nicht wohnten, dort aber ihre Adresse angaben. Natürlich gibt es die Person, die mir angeblich schrieb, in Spremberg nicht. Die Internet-Adresse wird verschlüsselt, die Seite, auf der man landet, gehört der „neuepkv-tarife.net“, die in Prag angesiedelt ist. Sie ist bereits einer Anti-SPAM-Organisation aufgefallen, weil sie auch für andere Produkte wirbt.

Der größte Blödsinn am Ende:

Die Austragung ist über unser Webseitenformular möglich. Alternativ haben Sie die Möglichkeit auf diese Mail zu antworten.

Die E-Mail enthält außerdem sichtbaren Text noch wild gemischte Wörter in Sätzen ohne Sinn, zum Beispiel:

Amüsements unhygienischerer erholsamsten strebende Leichenverbrennungen Dramatik Gesangvereine radargesteuerten mitzuerlebend.


Spam-Filter erkennen diese SPAM-E-Mail aus unerfindlichen Gründen nicht.

Der Mensch als Spielball in einer digitalen Welt?

Früher haben wir uns irgendwie verhalten, und einige, die uns kannten, haben ihre Schlüsse daraus gezogen, während es anderen kaum gelang, unser Wesen, unser Sein und unser Handeln zu entschlüsseln.

Heute legen bekannte und unbekannte Firmen Programme auf, die uns ausforschen wollen – ja, es soll eine ganz neue Psychologie erschaffen werden, die auf Online-Aktionen basiert.

Können wird dem noch entkommen?

Noch können wir die Suchmaschinen verlassen, die uns ausspionieren, noch können wir (und sollten wie vielleicht auch?) auf „soziale Netzwerkeverzichten.

Zu einem Teil werden die sogenannten „Algorithmen“, die uns "menschlich verbessern" sollen, hoffentlich versagen und sich ihre Erfinder blamieren – das lehrt uns jedenfalls die Vergangenheit.

Um es noch deutlicher zu sagen, ja, geradezu brutal: Wir taten gut daran, uns nicht zu Sklavinnen und Sklaven der „alten“ Psychologie zu machen. Die wollte uns einreden, dass nur ein Fremdbild objektiv richtig sein kann, Selbstbilder hingegen mussten einfach falsch sein, wenn sie dem widersprachen. Und heute? Heute steht da der „Big Brother“, der uns sagt, wer wir sind. Und der prognostiziert, dass er wesentlich mehr über uns weiß als wir selbst.

Heute sind diese Leute hauptsächlich hinter unserem Geld her, was zunächst beruhigend ist: Wir kaufen einfach nicht das, was uns ständig angeboten wird. Und morgen? Da können dieselben Leute Gesinnungspolizei spielen, und niemand wird sie daran hindern können.

Mal wieder DPD – irreführender Unsinn

Totale Unsinn zu Lasten des Kunden?

DPD kündigt sich präzis an – für „heute zwischen 12:09 und 13:09 Uhr“. Und kommt nicht. Bei der Verfolgung der Paketnummer bekomme ich folgende Nachricht:

Ihr DPD Zusteller:
Leider konnte die angegebene Empfangsadresse nicht gefunden werden. Bitte wenden Sie sich an Ihren Versender.


Das ist absoluter Blödsinn. Der Versender hat die Ware an die richtige Adresse geschickt – aber offenbar war DPD nicht in der Lage, die Ware korrekt zuzustellen. Die Fehler von DPD gehen also offenbar zulasten des Kunden – oder wie sehe ich das?

Nachtrag: Am nächsten Tag neue E-Mail von DPD: heute zwischen 12:38 und 13:38 Uhr

Und hier das Nicht-Zustellungs-Etikett (Die Sendung ist inzwischen angekommen):
Genau hingucken hilft - in jedem Fall traf dies nicht zu