Skip to content
Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie damit nicht einverstanden sind, können Sie diese Webseite nicht benutzen.

Der neue Hand-Scanner ist da

Hübsches von Keifel & Hirsch in Budapest - Anno 1904
Mein erster Scanner war ein Handscanner – ein furchtbar hakeliges Instrument, wie es damals so üblich war. Ich musste ihn in den USA bestellen, weil es in Deutschland nichts dergleichen gab. Später hatte ich dann aufwendige Flach-Scanner, die alle einen Nachteil haben: alte Bücher, Zeitschriften und dergleichen lassen sich damit kaum scannen, ohne sie zu zerstören.

Nun habe ich wieder einen „intelligenten Handscanner“, den MiWand 2 Pro. Das Schöne an ihm: Er funktionierte auf Anhieb, wie man leicht an dieser gescannten Anzeige aus einem Magazin des Jahres 1903 entnehmen kann. Was ich zuvor bekommen hatte, geht an den Importeur zurück (das war das Gerät, das mit einer Büroklammer konfiguriert werden musste).

Werkzeug Büroklammer zur Konfiguration?

Konfigurations-Tool?
Mit manchen chinesischen Produkten bin ich ja ganz zufrieden – mit den technischen Angaben der chinesische Hersteller, ihren Bedienungsanleitungen und vor allem mit dem meist nicht vorhandenen Service allerdings nicht.

Da gibt es einen „beliebten“ chinesischen Handscanner, der offenbar unter vielen Namen verkauft wird und der „sehr, sehr gut sein soll“. Das mag alles ganz hübsch sein – nur, dass zur Inbetriebnahme zwingend eine aufgebogene Büroklammer benötigt wird, mit der man den Scanner konfigurieren muss.

Nachdem verschiedene andere „Geräte“, die sonst überall funktionieren, offenbar nicht in die beiden Miniaturöffnungen des Scanners passten, wurde eine Büroklammer gefunden, aufgebogen und ein Konfigurationsversuch gemacht. Der lief zunächst halbwegs, dann gar nicht mehr, weil auch das Display noch so klein war, dass man es kaum lesen konnte. Und, weil das Gerät, eben nicht so funktionierte, wie’s in der Beschreibung stand.

Müssen wir uns gefallen lassen, dass Geräte mit Büroklammern konfiguriert werden? Sicher nicht. Und in diesem Sinne – egal, wie hoch das Gerät gelobt wurde – es geht wieder zurück.

Serendipity und die Schönheit der Darstellung

Die weitaus meisten Blogs basieren im Kern auf WordPress – jedenfalls dann, wenn sie eine eigene Webadresse haben. Und da ergibt sich immer wieder die Frage: Warum benutze ich Serendipity? Denn diese Blog-Software steht in der Kritik – spätestens, seit das Smartphone als Webbrowser fungiert. Denn alle Vorteile, die Serendipity hat (und das sind recht viele) stehen im krassen Gegensatz zu den dürftigen und stark angejahrten kostenfreien Templates. Das lässt sich zwar ändern, aber der Schlüssel dazu ist schwer zu finden.

Wer sich die Mühe macht, bei Google nach Serendipity zu suchen, stößt unweigerlich drauf, dass dieses Wort vielfältig verwendet wird: einmal in der Übersetzung „Glücksfall“, mal auf ein Blog, das den Namen führt (aber auf Word Presse basiert).

Bin ich der Letzte, der Serendipity benutzt? Und warum tue ich das eigentlich?

Der beste Grund, Serendipity zu nutzen, ist die Einfachheit. Installiert, Template gewählt – funktioniert. Dann brauchen Sie nur noch zu schreiben, Bildchen einzufügen und was sonst noch so nötig ist.

Allerdings – und da tauchten erste Bedenken auf – war Serendipity schlecht auf die aufkommenden zeitungsähnlichen Blogs vorbereitet – man kann schon fast sagen: gar nicht. „Mimbo“, mit einer Frontseite, die mehrere Sparten umfasste, erschien 2013, also vor fünf Jahren, und sie wurde seither nicht weiterentwickelt, war jedoch zunächst einmal eine brauchbare Innovation.

Der eigentliche „Schlag ins Kontor“ allerdings war – auch für mich – eine Ankündigung des Suchmaschinenbetreibers „Google“. In ihr hieß es, man möge seine Webseiten doch bitte für den Betrieb von Smartphones vorbereiten – was ein völlig neues Konzept verlangen würde.

Das Konzept wurde gefunden – das Template 2k11 tat alles, was ich wollte.

Der Clou: auch das tollste Design sieht auf dem Smartphone einfach aus

Der Clou kommt zuletzt: auch die schönste, grafisch enorm chic gestaltete Seite der Wettbewerber mit Rubriken und Spalten sieht auf dem Smartphone am Ende aus wie eine Anreihung ganz gewöhnlicher Blogeinträge.

Ich kann also bei Serendipity bleiben.

Noch längst nicht alle Webseiten sind für Smartphones umgestellt

Und weil ich ja oft von Hotlines, Service und dergleichen schreibe: Noch wurden nicht alle Webseiten für Smartphones angepasst. Offenbar sind manche Firmeninhaber, insbesondere aber Behörden, an der Entwicklung vorbeigerauscht wie die deutsche Bundesregierung.

The Loo in Leipzig

Ich weiß nicht, ob Sie gelegentlich auswärts pinkeln müssen. Falls ja, dann suchen sie ein Klo, einen Abort, eine Toilette. Im Leipziger Hauptbahnhof versteckte man die Toilettenanlagen sehr geschickt in einer der äußerten Ecken – sie sollen ja nicht auffallen, nicht wahr?

Nun weiß ich ungefähr, in welche Ecke man sie versteckt hält, die Aborte. Wenn Sie's nicht wissen, kann ich Ihnen versprechen, dass sie Geduld brauchen. Und also schlage ich die bekannte Richtung ein, und da grinst mich ein Waschbär an. Mensch, denke ich, ist da jetzt das Büro vom Zoo hingekommen? Dann muss das Pinkulatorium ja wohl woanders sein.

The Loo

Doch nein – das Klo war da, wo das Klo ist. Nur heißt es jetzt anders, nämlich „Loo&Me“. Nun weiß ich als auslandserfahrener Mensch natürlich, was ein „Loo“ ist. Es ist britisches Englisch und lässt sich relativ einfach mit „Klo“ übersetzen. Die Wortherkunft ist fragwürdig – manche meinen, es sei eine Verballhornung von „Waterloo“- hoffen wir, dass wir dort nicht mal unser Waterloo erleben, was ja bei der Deutschen Bahn gelegentlich vorkommen soll. Eine andere Ansicht sagt aus, dass es vom französischen „Eau“ kommt – vom Wasser. Spricht sich übriges wie "Luh" oder "Lou".

Das Loo in Leipzig

Mit so viel Wissen ausgestattet sind nun leider nicht alle Besucher des Leipzigers Hauptbahnhofs, und deshalb gab es eine Einführung in die Loologie. Und siehe – es heißt ja auch nicht einfach nur irgendwie „Loo“ – sondern eben „Loo&Me“ – das Klo und ich.

Ich war ja schon froh, nicht irgendwo Mitglied werden zu müssen, damit ich bei Loo pinkeln durfte. Rufen Sie gerne die Seite im Internet auf – aber schalten Sie bitte vorher den Lautsprecher ab, sonst bekommen Sie einen Riesenschreck.

Falls Sie das Klo jemals suchen sollten: Es befindet sich im ziemlich abgelegenen hinteren Teil des Bahnhofs, auf der Ebene des Fernverkehrs, gegenüber Bahnsteig 24.

Was Facebook, andere Internet-Unternehmen und die Politik gemeinsam haben

WIRED brachte es auf den Punkt: Das Statement, das FACEBOOK nach dem Datenleck abgab, ist nichts wert. Sozusagen das „übliche Blabla.“

Wörtlich:

«(Sie reagieren) … so, wie man es als modernes Unternehmen eben gelernt hat: Entschuldigungen und Ansätze von Schuldeingeständnissen, eine Prise Demut und die eine oder andere leichte Änderung im System als Beweis der Lernfähigkeit. Am Ende noch ein bisschen „unsere Mission“ und „unsere Nutzerinnen und Nutzer sind das wertvollste Bla Bla“ … Dann läuft alles weiter bis zum nächsten Skandal, und der Spaß geht von vorne los.»


Nun wissen wir mindestens dies: Die modernen Daten-Kraken , die unser Verhalten ausforschen wollen, heißen ja nicht nur „Facebook“. Sie tragen auch andere klangvolle Namen, von Apps über Suchmaschinen bis hin zu angeblich seriösen und unverdächtigen Online-Medien. Dagegen müsste eigentlich etwas getan werden, aber Politiker schleichen der Zeit hinterher wie Schnecken, und kaum jemand beklagt noch die Unverschämtheit, mit der unsere Privatsphäre von den saugenden Online-Insekten ausgelaugt wird.

Doch mich erinnert der Satz aus WIRED noch an andere: an die Deutsche Bahn, an manche Hotline, die den Namen nicht verdient, weil sie eine „Coldline“ ist, an Online-Dating-Unternehmen, die Geld ohne Ende einsammeln, ohne nennenswerte Leistungen zu erbringen … Und ich denke an sich selbst verlängernde Abonnements und andere Ärgernisse, die von der Politik noch nicht einmal beäugt werden. Von zweifelhaften und kundenfeindlichen AGB mal ganz abgesehen.

Blabla und aufgemalte Schamröte - aber es ändert sich nichts

Und werden sie erwischt, dann machen Sie genau das: Blabla und ein bisschen aufgemalte Schamröte, die schnell wieder abgeschminkt wird.

Und die Politiker? Machen sie es nicht genauso? Wer ist denn schuld daran, dass der Verbraucherschutz durch einen simplen Eintrag in die selten gelesenen AGB ausgehebelt werden kann? Wer hat die Digitalisierung verschlafen? Wer ist dafür verantwortlich, dass große Teile Ostdeutschlands Wüsten ohne Internet, teils gar ohne Mobiltelefonie-Empfang ist? Nicht einmal das Digital-Terrestrische Fernsehen, für das wir ja schließlich die Gebühren löhnen, ist überall empfangbar. Ja, da arbeitet man noch dran … viel zu lange und mit Unternehmen, die auch (oder in erster Linie?) ihre eigenen Interessen im Kopf haben.

Ja, ja ..und am Ende …? Blabla. Ein bisschen Entschuldigung. Nicht ernst gemeint versteht sich. Nein, darüber gibt es keine Skandale, nicht wahr? Das ist deutscher Alltag.