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Falschinformationen und Panik

Heute will ich euch nur eine Quelle liefern, anhand derer ihr Falschmeldungen überprüfen könnt. Gegenwärtig wird ja wieder jede Menge Unsinn behauptet, und einige eher zweitrangige Wissenschaftler und Journalisten machen sich mit Meldungen wichtig, die zwar nicht falsch, sind, aber durchaus falsch verstanden werden könnten.

Bliebt gesund! Vor allem auch: lasst euch nicht verrückt machen. Sehr viele Menschen sind dieser Tage entweder panisch, weil sie die Infektion fürchten, oder sie leiden unter der Einsamkeit. Und deshalb: beschäftig euch mit irgendetwas, was euch schon früher (allein) Freude bereitet habt.

Euer Sehpferd

Dies entdeckte ich erst später: Eine Welt?

Was will die WELT damit sagen?


Bildquelle: Google News

Nicht alle Experten sind glaubwürdig

Was wäre, wenn wir allen Experten glauben würden? Gegenwärtig passiert genau das, was jedem Wissenschaftsbeobachter geläufig ist: Jedes Uni würde gerne noch ein bisschen mit ihren Forschungen prahlen, gleich, ob sie relevant sind oder nicht.

Und was sage ich euch? Im Moment seid ihr noch gut aufgehoben, wenn ihr einerseits auf eure lokalen Politiker hört, andererseits auf die Virologen, Ärzte und Mathematiker, und schließlich auch auf die Ökonomen. Letztere sind ja nicht einfach „seelenlose Profitgeier“, sondern sie sind mit Recht besorgt um unser Wohl. Denn wenn wir weder geistige noch industrielle Güter produzieren und verkaufen, dann fallen längerfristig eben auch Arbeitsplätze weg - und wesentlich mehr, als wir verkraften können.

Klar ist das ein Drahtseilakt. Aber das wissen eigentlich alle, auch wenn sie es (noch) nicht sagen.

Systemrelefanten

Heute sind „Systemrelefanten“ (1) begehrt und angesehen, und man beklatscht sie aus sicherem Abstand. Einschlägige Firmen schalten jetzt ganzseitige Anzeigen: „Wir lassen euch nicht im Stich“. Na schön - aber es geht eigentlich um mehr als ein bisschen Applaus.

Niemand bezweifelt, dass die medizinischen und pflegerischen Berufe, aber auch viele andere, die nicht so oft genannt werden, gegenwärtig eine überaus große Rolle spielen.

Aber bitte: Das sind diejenigen. die man sieht und sicher auch diejenigen, die sich größten Gefahren aussetzen. Im Hintergrund sorgen auch die Menschen, die ernsthaft im Homeoffice arbeiten für „systemrelevante“ Prozesse.

Kürzlich bekam ich ein Video, in dem jemand sagte: Ohne Datenverarbeitung geht gar nichts. Kein Krankenhaus, keine Produktionsstätte, kein Supermarkt und keine Behörde.

Das stimmt ohne jeden Zweifel - wird aber nicht gerne gehört. Doch zurück zu jenen, die jetzt im Rampenlicht stehen und als Heldinnen und Helden verehrt werden. Was wird mit ihnen nach der Krise geschehen?

Es wird ein "Danach" geben - und das müssen wir im Augen behalten

Es mag ja derzeit schick sein, die „Systemrelefanten“ öffentlich zu beklatschen. Aber besser wäre es, wenn wir einmal die Krankenhausträger kritisch betrachten würden - nur um ein Beispiel zu nennen. Und wenn wir alle uns dafür einsetzen würden, dass sie besser bezahlt würden und weniger Stress erdulden müssten - zu normalen Zeiten.

Denn die Gefahr an der Situation heute ist, dass heute der großartige „Systemrelefant“ bejubelt wird, um ihn in vier oder acht Wochen schon wieder in das alte Schema einzuordnen. Dann ist er wieder grau und vergessen.

Wer glauben will, dass die Krise alles anderes ändern wird - na bitte schön. Ich glaube es nicht. Ich bin überzeugt, dass Menschen etwas verändern können. Und wenn wir uns nicht für Änderungen einsetzen, wird alles wieder so werden wie zuvor.

(1) Nein, es ist kein Deutschfehler - es ist Absicht,

Zusammenhocken bis die Hand ausrutscht

In der Krise stehen die Menschen weit voneinander entfernt, besonders, wenn sie miteinander sprechen. Was auch wieder bedeutet: Man versteht jedes Wort - auch auf größere Entfernung.

Zwei Frauen unterhalten sich:

„Derzeit gibt es deutlich mehr häusliche Gewalt.“

„Ist doch verständlich, dass einem einmal die Hand ausrutscht, wenn man dauernd beieinander hockt.“


Oh ... neue Aspekte der Krise.

Die Sensationspresse, die Zahlen und das RKI

Die neueste Masche der Sensationspresse: Man bezweifelt Zahlen - und neuerdings auch das RKI, das zuvor noch hoch gelobt wurde.

Ich weiß ja nicht, ihr Pressefuzzis von der Radaupresse, wie oft ihr euch eine „Aktualisierung“ der Zahlen wünscht ... mal eben kurz vor der Mittagspause raufgucken und danach wieder? Was soll der Schwachsinn?

Journallistenkrankheit Zahlenfetischismus?

Angeblich „hochaktuell“: die unterschiedlichen Zahlen zwischen dem RKI und der „ renommierten JHU in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland“, die solche Daten in „Echtzeit“ auswertet.

Hallo? Echtzeit? Das klingt so echt, als ob der Klapperstorch die Kinder bringt. Nein, ich zweifele nicht an der JHU - nur daran, ob man in einem fahrenden Zug Passagiere zählen kann, wenn man nicht drin sitzt. Denn will man vergleichen, so wertet man besser, bis der Zug hält: Genau das macht das RKI.

Gerade höre ich aus der Sensationsschleuder, das RKI habe sich „mehrfach geirrt“. Hallo, bitte Gehirn einschalten, bevor ihr so etwas behauptet: Auch Virologen sind tatsächlich Menschen, und Menschen sind keine Hellseher. Was Menschen vielleicht könnten, wäre auf Zahlen und Fakten einer ehemaligen Epidemie oder Pandemie zurückgreifen. Aber die gibt es erstens kaum, und zweitens sind sie nicht vergleichbar.

Und ja ... es gibt vermutlich mehr Fälle, als diejenigen, die dem RKI gemeldet werden, weil manche Infizierte einfach unter dem Radar abtauchen. Aber das Phänomen der „Dunkelziffern“ sollte eigentlich jeder kennen, der sich jemals mit irgendwelchen Statistiken beschäftigt hat.