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    <title>Sehpferd - Ein sinniges Meinungsmagazin (Entries tagged as psychologie)</title>
    <link>https://sehpferd.de/</link>
    <description>unbequemes über presse, politik und wissenschaft</description>
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    <pubDate>Tue, 03 Mar 2026 17:06:44 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: Sehpferd - Ein sinniges Meinungsmagazin - unbequemes über presse, politik und wissenschaft</title>
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    <title>Am Anfang stand die Romantik – das Wort „Empathie“ kritisch betrachtet</title>
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            <category>anders denken</category>
            <category>deutsch</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (redaktionsteam sehpferd)</author>
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    Am Anfang stand die deutsche Romantik. Der Kunsthistoriker Robert Vischer hat den Begriff „Einfühlen“ vermutlich als Erster verwendet. Der Psychologe Theodor Lipps (1851 - 1914) hat in ähnlicher Weise eine Einfühlungstheorie auf psychologischer Basis verfasst. Als der britisch-amerikanische Psychologe Edward Bradford Titchener (1867 – 1927) im Jahr 1909 eine plausible Übersetzung für den von Lipps geschaffenen Begriff suchte, hat er das Wort „Empathy“ dafür gefunden und in die englische Wissenschaftssprache eingeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das Einfühlen - von der deutschen Romantik nach Amerika und wieder zurück&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland stand der Begriff „Einfühlen“ damals für eine Verbindung zwischen dem Fühlen des Menschen zu dem, was er betrachtet. In der Übersetzung gab es bald eine andere Bedeutung, die mehr dem Begriff „Mitfühlen“ entspricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Wort durch die vielen englischsprachigen Wissenschaftstexte wieder zurück nach Deutschland kam, wurde es zur „Empathie“ und damit zum Sammelbegriff für verschiedene emotionale Regungen. (1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man den Begriff in seine Eigenschaften zerlegt, dann ergeben sich Fragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;-	Wie weit kann ein Mensch Emotionen rein gefühlsmäßig nachempfinden?&lt;br /&gt;
-	Reicht das Durchdenken des Gefühls, um sie zu empfinden oder zu verstehen, oder ist mehr dafür nötig? &lt;br /&gt;
-	Wie viel von den Gefühlen der anderen werden dabei mit eigenen Gefühlen vermischt?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &lt;a href=&quot;https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/empathie&quot;&gt;Dorsch&lt;/a&gt; wird eine bemerkenswerte Definition gebraucht, die von anderen Erklärungen deutlich abweicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Empathie ist das affektive … Nachempfinden der vermuteten Emotion eines anderen Lebewesens auf Basis des kognitiven Verstehens dieser Emotion und bei Aufrechterhaltung der Selbst-Andere-Differenzierung.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Diese Beschreibung hebt sich von den vielen „bewertenden“ oder gar moralisierenden Definitionen deutlich ab. Sie trägt auch dazu bei, Empathie als menschliche, naturgegebene Eigenschaft zu verstehen, die in vielen Variationen auftreten kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gelehrtensprache als Verschleierung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
In Deutschland ist üblich geworden, bei psychologischen Fragen die „Gelehrtensprache“ zu verwenden, also von nahe liegenden Alltagsbegriffen abzuweichen. Auf diese Weise wird vorgetäuscht, einen Umstand vollständig verstanden zu haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das allerdings ist - mindestens in diesem Fall - ein Trugschluss, denn der Begriff „Empathie“ verschleiert eher das, was wirklich gemeint ist. Worte wie „Mitgefühl&quot;, „Anteilnahme“, „Nächstenliebe“ oder „Verständnis“ sagen im Grunde viel mehr aus über die eigene Empfindung als das Kunstwort aus der psychologischen Theorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dieser Artikel ist ein Meinungsbeitrag unseres Autors &quot;sehpferd&quot; zur Diskussion über die heutige Bedeutung des Wortes Empathie. Kritik ist willkommen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Das Online-Lexikon &quot;&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Empathie&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;&quot; verzeichnet 43 unterschiedliche Definitionen des Begriffs &quot;Empathie&quot;. Ich denke, wer sich durch den Wust von Definitionen &quot;gewühlt&quot;&quot; hat, wird weiterhin Alltagsbegriffe verwenden, um verstanden zu werden.  &lt;/em&gt; 
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    <pubDate>Tue, 03 Mar 2026 16:23:00 +0000</pubDate>
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    <category>begriffe</category>
<category>gelehrtensprache</category>
<category>psychologie</category>
<category>verwirrung</category>
<category>wissenschaftskritik</category>

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    <title>Die Psychologisierung des Lebens – ist sie sinnvoll?</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2146-Die-Psychologisierung-des-Lebens-ist-sie-sinnvoll.html</link>
            <category>sehpferd</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
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    Reden wir zunächst vom Positiven: Psychologie hilft uns dabei, die Gründe für unsere Probleme beim Verursacher zu suchen - also bei uns selbst. Ich bin mir persönlich sehr bewusst, dass es Menschen gibt, die schon dies bezweifeln. Für sie variiere ich den Satz noch einmal: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Mach die anderen erst dann für deine Misere verantwortlich, wenn du dir absolut sicher bist, sie nicht selber verursacht zu haben.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Satz folgt einer ganz einfachen Tatsache:  Es ist wesentlich einfacher, dein Verhalten zu ändern als darauf zu hoffen, dass sich die anderen verändern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Psychologie oder einfach Lebensgestaltung? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht fragt ihr euch ja gerade, ob das überhaupt etwas mit „Psychologie“ zu tun hat oder ob es schlicht und einfach um ein Prinzip geht, um das eigene Leben in vielerlei Hinsicht zu verbessern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hast du dich das jetzt gefragt? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja? Dann bist du auf einem guten Weg, denn mithilfe der Psychologie können durchaus einige Probleme gelöst werden. Vor allem dann, wenn sie vielschichtig sind oder du zur Lösung einige Hürden überspringen musst. Das allerdings dauert meist relativ lange. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Wunder, dass es genügend Lockrufe aus den Winkeln des Internets gibt, die dir zurufen: „Na, komm doch zu mir, bei mir geht es schneller, zügiger und einfacher.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Barnum-Effekt oder echte Hilfe?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mich erinnert das immer ein bisschen an den „Barnum-Effekt“ (1) . Wenn jemand einer großen Anzahl von Menschen die gleiche „Lösung“ empfiehlt, dann glaubt ein großer Teil, dass es auf das eigene Problem zutrifft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe grade einige Bemerkungen dazu von einer Psychologin gelesen (2), die Kritik an dem Populismus übt, der von manchen psychologischen Schulen oder einzelnen Personen ausgeht. Dem stimme ich weitgehend zu. Allerdings stellt sich für mich die Frage, warum Fragen zur Lebensführung so oft &lt;em&gt;„unter Psychologen“&lt;/em&gt; diskutiert werden und nicht in einem breiten Kreis der Gesellschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder um es &lt;em&gt;klarer und schärfer&lt;/em&gt; zu sagen: Sind Themen der Lebensführung, Lebensgestaltung und Problemlösung nicht viel zu elementar, um sie ausgerechnet der Psycho-Branche zu überlassen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun bist du dran. Denk einfach mal darüber nach. Oder – lies mal den Text aus „Psychologie Heute“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Barnum-Effekt&quot;&gt;Barnum-Effekt&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2) Aus &quot;&lt;a href=&quot;https://www.psychologie-heute.de/gesellschaft/artikel-detailansicht/43872-psychoindustrie-wie-viel-kommerz-vertraegt-psychologie.html&quot;&gt;Psycholgie Heute&lt;/a&gt;&quot; 
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    <pubDate>Sat, 03 Jan 2026 13:05:00 +0000</pubDate>
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