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Plagiat

2019 abgekupfert
Was ihr da links seht, ist ein Plagiat. Erfunden wurde dieser Slogan, der schon damals auf eher „bildungsferne“ Personen zielte, von der CDU, namentlich wahrscheinlich vom nationalkonservativen CDU-Mitglied Alfred Dregger. Und damals – bitte mal festhalten – schrieb man 1976. Genützt hat der Slogan zwar, um ein paar Prozentpunkte für die Union herauszuschlagen. Aber er war eben haltlos wie so vieles, was die CDU damals ausmachte – eine ultrakonservative, fortschrittsfeindliche Partei, die Deutschlands Geschichte zementieren wollte. Anlass für den Slogan war übrigens die Politik Brandts, dessen „Neue Ostpolitik“ sowohl bei der CDU wie auch bei der oppositionellen NPD (damals nicht im Parlament) auf heftige Gegenwehr stieß.

Damals, 1976
Heute, fast ein halbes Jahrhundert später, steht der Slogan der CDU von 1976 wieder auf Wahlplakaten – und der ist heute so unsinnig wie damals.
Es geht einzig und allein um einen Propagandaeffekt ohne wirklichen Hintergrund – genau wie 1976.

Es geht um völlig andere Themen

Und worum geht es heute wirklich? Wir sollten alle daran arbeiten, ein wirtschaftlich, sozial und ökologisch gefestigtes Deutschland in einer Europäischen Union aufzubauen, um für uns Europäer das Leben auch in Zukunft lebenswert zu machen. Und da brauchen wir wirklich keinen CDU-Schrott mehr aus dem Jahr 1976, nur dass heute „AfD“ draufsteht.

Heute geht es darum, ein wirtschaftlich, sozial und ökologisch gefestigtes Deutschland in einer Europäischen Union aufzubauen, um für uns Europäer das Leben auch in Zukunft lebenswert zu machen. Und da brauchen wir wirklich keinen CDU-Schrott mehr aus dem Jahr 1976, nur dass heute „AfD“ draufsteht.

Die CDU muss deutlicher sagen, wohin der Weg geht

Die CDU weiß sehr wohl, dass ihre heutigen Wähler kaum noch den Rückschritt oder die intellektuelle Betonierung wollen, und vermeidet heute, sich als „Bremserpartei“ zu profilieren. Daran ändert auch die WELT nichts, die ständig darauf hinweist, was die eher kleine und unbedeutende Gruppierung „Werteunion“ von sich gibt. Ich allerdings würde mir ein deutlicheres Profil für die Zukunftsabsichten wünschen.

Laber, laber auf Wahlplakaten - das nervt nur

Heutzutage labern alle davon, dass wir bessere Schulen und mehr Lehrer brauchen – und solche Dummsprüche (egal von wem) empfinde ich als Heuchelei. Hallo Politiker! Sagt bitte mal, wie eure Pläne sind. Mit Zahlen und Fakten und einer soliden Finanzierung.

Gedanken zur Wiedervereinigung

Es gibt etwas zu feiern - hier wird die Einheit im Ausland zelebriert
„Nichts ist geblieben“ – wir harmlos doch ein solcher Satz klingt. Muss ich jetzt Mitleid haben? Gut, da kam noch ein Nachsatz: „Und was einmal wahr, das hat sich, bei ehrlicher rückblickender Betrachtung, noch dazu als katastrophaler Irrweg erwiesen.“

„Der Westen“, so höre ich weiter, „habe Ostdeutschland okkupiert, den Menschen ihre Identität genommen.“

Das alles sagten Menschen, die es besser wissen sollten, zum Tag der „Deutschen Einheit“ – und ich höre es immer wieder, vor allem ohne den Nachsatz.

Ich verwies vor einigen Wochen einen ehemaligen Lehrer und SPD-Anhänger darauf, dass wir alle Deutsche seien und eine gemeinsame deutsche Geschichte (vor 1933) hatten. Leider auch nach 1933 bis zum Zusammenbruch des Nazi-Regimes. Und – man staune – sogar zwischen 1945 und der Wiedervereinigung. Bedauerlicherweise kann sich niemand im Osten vorstellen, dass es in Westdeutschland eine wirkliche, lebendige Geschichte gab, die jeden Einzelnen geprägt hat, und die nur sehr marginal eine „westdeutsche Geschichte“ war. Neulich wurde mir mal der „Marshallplan“ um die Ohren gehauen, der „die Westdeutschen“ reich gemacht hätte, und gelegentlich sind es die „alten Nazis“, die in der alten Bundesrepublik wohl mal im Parament saßen.

Und ich? Ich bin von der Abstammung her Thüringer, von Geburt Norddeutscher, war Fremder in Schwaben, Baden, einigen skandinavischen Ländern und Ungarn. Während meiner Auslandaufenthalte blieb mir gar nichts anderes übrig, als „Deutscher“ zu sein. Heute lebe ich wieder in Thüringen und bezeichne mich als Europäer.

Der größte Unfug besteht in der Behauptung, „Westdeutschland“ habe eine „gemeinsame Identität“. Ein Schwabe unterscheidet sich von einem Holsteiner deutlich mehr als ein Mecklenburger von einem Holsteiner. Aber auch sie sind alle Deutsche. Und was heißt es, Deutscher zu sein?

Zumindest eines: die Königreiche und Fürstentümer vereint zu haben in einem gemeinsamen Deutschland. Dazu gehörte auch, eine deutsche Identität zu finden, die es damals eigentlich gar nicht gab. Und dazu gehörte auch, zu akzeptieren, dass Deutschland nicht ausschließlich von Germanen bevölkert wurde. Ferner gehörte dazu, die römische, griechische, arabische, jüdische und französische Kultur (und schließlich die englische) zu integrieren und mit der eigenen so zu verschmelzen, dass der Kern erhalten blieb.

Und nun wollen einige Menschen mir sagen, sie hätten einst eine „Ostdeutsche Identität“ und „der Westen“ hätte sie ihnen geraubt?

Also denkt bitte noch mal darüber nach, Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Nuhr, die Kanzlerin und die Jugend

Der Mann ist Satiriker, und erfreulicherweise kein Sozi-Unterstützer und wohlhabender Kapitalismuskritiker, wie so viele andere. Und er darf auf der Bühne sagen, was er denkt.

Was Nuhr nicht begreift, ist: Es muss eine neue, Erfolg versprechende Bewegung geben, die weder „rechts“ noch „links“ ist. Die Umwelt mag nur ein Vehikel sein, um die Massen der Jugend zu begeistern. Wer sie jedoch ignoriert, der verkennt, dass Veränderungen nicht „von selbst kommen“. Es sind Menschen, die sie schaffen.

In diesem Zusammenhang fällt mir auch die überhebliche Bemerkung der Kanzlerin ein, die ich hier mal zitieren darf:

(in Thunbergs Rede) … in der aus meiner Sicht nicht ausreichend zum Ausdruck kam, in welcher Weise Technologie, Innovation gerade im Energiebereich, aber auch im Energieeinsparbereich uns Möglichkeiten eröffnet, die Ziele zu erreichen.


Mit solchen Totschlagargumenten haben schon unsere Gymnasiallehrer gearbeitet: Man macht die Jugend mundtot, indem man sie auffordert, Alternativen zu nennen - das nannte man damals „konstruktive Kritik“. Aber das konnte die Jugend gar nicht leisten, und das wussten diese verdammten Schulmeister damals natürlich recht gut.

Also Vorsicht: Bitte die Jugend nicht unterschätzen, das kann zu fatalen Entwicklungen führen.

FDP – kaum noch wählbar?

Wer soll eigentlich noch FDP wählen? Jüngst hat sich Herrn Lindner gegen den Kompromiss für Bootsflüchtlinge ausgesprochen. Egal, wie man dazu steht: Dieser Kompromiss war dringend fällig, um Italien und Malta zu entlasten. Der Rest ist Ideologie und damit kein typisches FDP-Thema.

Oder ist die FDP nun die neue Rechtspartei nach Vorbild der österreichischen „Freiheitlichen“? Will Herr Lindner sich als deutsch-national profilieren?

Ich denke, der FDP fehlt derzeit eine Ausrichtung, die sie für wirklich liberale Wähler attraktiv macht.

Für mich jedenfalls steht fest: wann immer diese Partei meine Stimme bekam (und das war gelegentlich der Fall) – nun nicht mehr. Sie muss erst einmal wieder den Geist der Freiheit und Toleranz atmen, bevor ich überhaupt nur erwägen könnte, sie zu wählen. Und sie muss generationsübergreifende und sozial verträgliche Themen ansprechen, die alle interessieren.

Es gibt (und gab immer) Kräfte in der FDP, die die Partei nach „links“ drängen wollen und solche, die nach „rechts“ abdriften wollten. Die Kernthemen sollten jedoch sein, die Freiheit des Einzelnen und sein Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit zu verteidigen.

Wofür kämpfen Sie eigentlich, Herr Lindner? Was will Ihre Partei wirklich für die Bürger erreichen? Was hat der Einzelne davon? Wie kann die FDP beispielsweise die Kultur, besonders die Bildung, aber auch die ärztliche Versorgung in Kleinstädten verbessern helfen?

Über die Probleme der FDP berichtete jüngst die Morgenpost.

Ja zum 365-Euro Ticket

Normalerweise bin ich ja kein Freund der Sozialdemokratie. Aber nun spitze ich doch die Ohren: Da soll die 365-Euro-Fahrkarte kommen. Ob sie nun 365 Euro oder 450 Euro kostet, ist unerheblich – sie ist einfach nötig, um mehr Menschen an den Nahverkehr (ÖPNV) zu gewöhnen.

Motzer und Bangemacher

Die Gegner üben sich noch im Motzen, vor allem die Verkehrsbetriebe, die behaupten, bald keine Mittel mehr für nötige Investitionen zu haben und das Geschrei, die Straßenbahnen und S-Bahnen führen den ganzen Tag „am Limit“ ist ohnehin ein blödes Geschwätz. Auf manchen Strecken, in manchen Städten, zu manchen Zeiten. Aber nicht ständig.

Dabei ist klar: Einzelfahrten im Nahverkehr, aber auch Tagestickets, Monats- oder Jahreskarten sind inzwischen viel zu teuer. Und die Arroganz, mit der die Politiker, aber auch die Verkehrsbetriebe, diese enormen Geldbeträge rechtfertigen, spottet jeder Beschreibung.

Die 365-Euro-Karte für alle? Oh, oh, da geht den Damen und Herren die Muffe. Mal droht der Zusammenbruch des Nahverkehrs, dann wieder werden überfüllte Busse und S-Bahnen ins Spiel gebracht. Und die Investitionen …

Baden-Württemberg: Die Arroganz siegt vorläufig

Ja, wenn, dann nur für Schüler und Senioren und auch nur zu bestimmten Zeiten … und vielleicht doch besser nicht einmal für Schüler? Die Schwarz-Grüne (!) Regierung ließ gerade verkünden, man räume dem landesweiten 365-Euro-Ticket für Schüler „in dieser Legislaturperiode keine Chancen mehr ein.“ Das ist die Arroganz der Macht pur, und ein Armutszeugnis für die dortige Regierung.

Nur keine Änderungen – da müssten wir ja nachdenken

Auch andre halten sich „bedeckt“ statt mal zu gucken, wo das dann (angeblich) fehlende Geld herkommen soll. 365 Euro pro Jahr macht ungefähr 30 Euro pro Monat – wenn jeder Erwachsene Wohnbürger von – sage wir mal – Leipzig diese Karte hätte, dann würde die Monatskarte nicht die unglaublichen 78.90 Euro (für Erwachsene) kosten müssen. Übrigens bieten schon jetzt manche Verkehrsbetriebe Jahreskarten oder Abo-Monatskarten deutlich billiger an als gewöhnliche Monatskarten – es gibt also Einsparmöglichkeiten zulasten von niemandem.

Wenn alle einzahlen müssten, gäbe es einen Fortschritt

Für den wohlhabenden Bürger, der dennoch jeden Morgen seinen dicken Diesel vom Eigenheim zum Büro bewegt, sollte es eigentlich nichts ausmachen, einen anderen Bürger damit zu subventionieren. Übrigens kann auch er dann mal abends zum Konzert gehen oder zum Gourmet-Tempel fahren und ein paar Spätburgunder picheln. Und ob das Verkehrsaufkommen tatsächlich so immens steigen würde? Das ist vorerst nichts als Spekulation.

Widerstand von liberal bis Ultralinks?

Nun werden die Extrem-Liberalen wieder schimpfen, das sei ja eine versteckte Steuer. Man könne doch jemandem nicht aufzwingen, was er nicht nutzt. Gut – es gibt auch Leute, die ihre Krankenversicherung nicht nutzen, und sie haben trotzdem eine. Ach ja – und früher oder später würden die Linkspartei-Spinner dann sagen: Das sei ja sozial soooo ungerecht, weil die Reichen nicht mehr bezahlen müssten als die Armen.

Nehmt mal die Hände aus den Taschen, Politiker!

Hey, Politiker: Zahlen, Fakten und Finanzierungsmodell auf den Tisch! Hände aus den Taschen nehmen und Ideen entwickeln! Und nicht einschüchtern lassen von den Bedenkenträgern – denn die haben noch nie Ideen entwickelt: Die motzen nur.