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Verdi blockiert das Leben einer Stadt

Ach, das Streikrecht – wir schön. Und je leichter es sich einsetzen lässt, umso besser. Man bestreikt Kommunen. Die haben die Eigenschaft, sich kaum wehren zu können und stets nur knappe Mittel zu besitzen. Lohnforderungen der Gewerkschaften sind Gift für den Haushalt, der von vornherein begrenzt ist.

Aber man hat ja recht. Und recht hat, wer das Streikrecht hat – und also kann Verdi einfach loslegen, um das Leben von Städten zu blockieren. Wie jetzt in Leipzig geschehen - und anderwärts.

Die Folgen für Verdi sind minimal, die Folgen für die Bewohner von Leipzig eklatant. Wahrscheinlich wird Verdi siegen, und die jeweiligen Kommunen werden unter dem Druck der Gewerkschaftsmacht einknicken. Die Beschäftigten, manche von ihnen am Limit arbeitend, andere im komfortablen beamtenähnlichen Status, werden sich freuen. Und doch: Ihre Bezüge werden ja nicht „erwirtschaftet“, sondern am Ende allen wieder aus den Taschen gezogen: Das Geld, das in die Lohntüte der Verdi-Mitglieder fließt, wird den Kunden der Kommunen früher oder später wieder aus der Tasche gezogen. Und Kunde der kommunalen Dienste ist nahezu jeder. Wen es trifft? Hauptsächlich den ärmeren Teil der Bevölkerung.

Ob’s Verdi interessieren wird? Nein, dort wird man müde lächeln – und auf das gute Recht verweisen, eine Stadt lahmlegen zu können.

Einfache Wahrheiten über das Kennenlernen

Wie lernen wir einander kennen? Indem wir Blicke, Gedanken und Gefühle austauschen. Und weil die Anderen zunächst Fremde sind, nähern wir uns vorsichtig an, versuchen, ob unsere Stärke ausreicht, um sich dem anderen notfalls zu widersetzen, und unsere Schwäche, um sich dem anderen möglicherweise hinzugeben.

Eher hingeben?

Das ist immer und überall so – die Hingabe kann in Geist, Emotionen und Körper angeboten werden, sie kann offen oder verdeckt zutage treten. Und sie ist eine Konsequenz, um dem anderen in seinen intimen Gedanken zu folgen und sich mit ihnen zu befreunden. Nein, es muss nicht der Körper sein. Intimität kann auch darin bestehen, seine Schwächen zu offenbaren und seine Geheimnisse zu teilen. Wichtig ist dabei, die Absichten des anderen zu kennen. Ein Berater oder ein Freund darf keine Absichten damit verbinden, Geheimnisse zu erfahren. Er darf sie vor allem nicht nutzen, um dem anderen zu schaden. Und wer sich selbst gedankenlos hingibt? Auch das gehört zum Leben, und es ist keine Schande.

Eher widersetzen?

Wann widersetzten wir uns? Wenn es scheint, als könne uns der andere körperlich, geistig oder emotionale angreifen. Männer mögen Machtspiele, und sie treten gelegentlich offen zutage. Zwei sehr selbstbewusste Männer auf Augenhöhe werden sich selten beharken, es sind eher die Wadenbeißer und Giftzwerge, die uns angreifen. Sie sind gemein, und das tut weh. Wir alle kennen den Angriff lästiger Vertreter(innen) auf unsere Geldbörsen. Geben wir ihnen nach? Meist nicht hoffe ich. Wir wollten sie eigentlich nicht kennenlernen – und sie nutzen uns nur aus. Das gibt es auch bei Liebespaaren. Nicht Gut? Das ist nicht die Frage. Die Frage ist, ob es so etwas gibt. Und so etwas gibt es. Also muss ich/du/er/sie/es drauf einstellen.

Mann, Frau, Körper, Geist, Psyche und mehr

Nehmen wir an, da wäre eine Frau und auf der anderen Seite ein Mann. Sie werden einander kennenlernen, wenn sie etwas anbieten können, das den anderen fasziniert: Es kann alles ein, was Körper, Geist und Psyche betrifft, aber auch die Macht oder das Einkommen. Wir können uns fragen, was daran ethisch richtig oder falsch ist. Und dennoch sollten wir zunächst zur Kenntnis nehmen: Ja, es gibt eine Art von „emotionalem Tauschhandel“, die sehr üblich ist und mit zahlreichen schönen und unschönen Namen bedacht wird, je nachdem, wie groß die Leidenschaft dabei ist. Und es gibt Arten des „gemischten“ Tauschhandels, die wir zumeist als „unseriös“ ablehnen.

Doch was ist normal? Etwas ganz Einfaches: Ich kann dir etwas geben, was dich interessiert – du kannst mir etwas geben, was mich interessiert. Das ist die einfache Formel für das Kennenlernen. Von Liebe muss man dabei nicht reden – aber es wäre natürlich für beide interessanter, wenn nun noch die Liebe dazukäme.

Fragen und Antworten

Antworten sind billig – da gehen 12 aufs Dutzend und eine kommt noch obendrauf. Fragen hingegen sind kompliziert – du musst zuvor dein Gehirn nutzen, um die richtigen und sinnvollen Fragen zu stellen. Dann musst du bereit sein, dich zu überwinden, auch unbequemen Fragen zu stellen. Und wenn alles fein herausgearbeitet ist, musst du auch noch darüber schreiben.

Es ist viel komplizierter, kluge, zutreffende und sinnreiche Fragen zu stellen als einfache Antworten zu geben. Antworten können vorgefertigt, plakativ, nicht zum Thema gehörig oder einfach dumm sein. Fragen hingegen verlangen Klugheit und Einfühlungsvermögen, Mut und Logik.

Main Rat an euch alle: Hört nicht denjenigen zu, die euch mit Antworten zuschütten. Spitz die Ohren für jene, die euch die richtigen Fragen stellen.

Sehpferd sieht es - Sehpferd hört es - Sehpferd weiß es

Die hässliche Realität und die Goldgräbermentalität der Singles

Ein besonderes Glücksrittertum wie auch eine Goldgräbermentalität können Sie bei manchen partnersuchenden Singles beobachten. Sie glauben, dass sie – etwas über dem Durchschnitt schön, klug und zukunftssicher – den besten Mann verdienen, der verfügbar ist. Gelegentlich auch die "beste Frau" - aber diesen Fall will ich hier heute nicht behandeln.

„Ich bin eben ein bisschen anspruchsvoll“, sagen sie dann, und dahinter klingt der Satz nach: „ ... und das steht mir auch zu.“

Würden diese Menschen (es handelt sich überwiegend um suchende Frauen) auch nur ein klein wenig nachdenken, logisch überlegen und ihr Verhalten dann anpassen, so würden sie nicht so scheuklappenbehaftet an den Heirats- oder Bekanntschaftsmarkt herangehen. Denn die Mehrheit derer, die sich so hervorheben, ist Durchschnitt. Das ist keine Schande, weil die Mehrheit nun mal Durchschnitt ist.

Ach, Aschenbrödel ... du musst viel zaubern ...

An dieser Stelle kommt nun der Widerspruch der Singles: Aber es gibt doch Frauen, die … na ja, solche wie das Aschenbrödel zum Beispiel, das am Ende doch noch den Prinzen bekommen hat. Gut – die Cinderella hatte es ja vielleicht verdient, aber es ging nicht ohne Zauber. Und der Zauber kostet eben Emotionen, Überwindung und den Einsatz einer Menge „Soft Skills“, bis hin zur Selbstaufgabe. Man könnte dies deutlicher sagen, wenn man die Frösche bemüht, die ja nicht nur geküsste werden wollen, bevor sie sich zur Bindung entschließen. „Erotische Intelligenz“ heißt das angebliche Zauberwort, das noch zur „emotionalen Intelligenz“ dazu kommen muss.

Jeder Anspruch schließt geeignete Personen aus

Fakten wären hilfreicher, nicht wahr? Aber Illusionen sind ja so herrlich – auch wahr. Nur helfen sie nicht, das Problem der Partnersuche zu klären. Da helfen nur harte Fakten, und die lesen sich so: Es gibt rechnerisch für Menschen ohne überzogene „Ansprüche“ deutlich mehr (geeignete) Kandidaten als für solche, die angeblich „anspruchsvoll“ sind. Da helfen schon Spiele mit den Potenzen von zwei. Was bleibt denn von 1024 Kandidaten, wenn ich mehrfach die Hälfte als ungeeignet aussortiere? Ja, erst 512 – noch ganz hübsch. Dann 256, dann 128. Schließlich 64 – so viel Kriterien waren das noch gar nicht, nicht wahr? Na schön, noch ein paar Kriterien mehr, und sie landen bei zwei Personen.

Die Realität ist sehr, sehr hässlich zu Menschen mit Illusionen – wirklich.

Gehört das Christentum exklusiv zu Deutschland?

Erneut dreht sich das Karussell: Der Islam gehört nicht zu Deutschland, gehört zu Deutschland, gehört nicht zu Deutschland?

Die Antwort wäre abweichend von allen Konventionen so zu geben: Das Christentum gehört zu Deutschland – aber Deutschland gehört nicht exklusiv dem Christentum – und hoffentlich auch keiner anderen Religionsgemeinschaft. Richtiger wäre: viele Religionen, Wissenschaften, Anschauungen und Völker haben Deutschland geprägt.

Ohne jemanden zu nahe zu treten: Sollte man einen Menschen ernstnehmen, der sich irgendwie hinstellt und sagt: „Der Islam gehört nicht zu Deutschland?“ Warum der Islam? Warum nicht Algebra und Geometrie, Schriftzeichen und Wasserleitungen, Standardsoftware für den PC oder für das Handy?

Ach ja, das weiß Herr Andreas Scheuer. Beispielsweise. Und der sagt das dann mal so: „Deutschland bleibe ein christlich geprägtes Land.(1)“ Da hat er Ostern natürlich etliche Claqueure. Doch was steht dahinter? Man sollte zumindest dazu sagen, dass auch das Christentum eine eingewanderte Religion ist. Und man darf sicher sagen, dass eben jenes Christentum dieses Land eine lange Zeit stark beeinflusst hat. Aber Deutschland ist nicht deckungsgleich mit dem Christentum, denn bei allem Respekt ist das Christentum nicht mehr als eine Religion, die in das kulturelle Erbe eingeflossen ist. Wie das Judentum. Oder der Humanismus.

(1) Zitat aus der der Westen.