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    <title>Sehpferd - Ein sinniges Meinungsmagazin - deutsch</title>
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    <description>unbequemes über presse, politik und wissenschaft</description>
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    <pubDate>Fri, 27 Mar 2026 15:48:32 GMT</pubDate>

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    <title>RSS: Sehpferd - Ein sinniges Meinungsmagazin - deutsch - unbequemes über presse, politik und wissenschaft</title>
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    <title>Manipulation ist nicht &quot;des Teufels&quot;</title>
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            <category>deutsch</category>
            <category>schreiben und bloggen</category>
            <category>sehpferd</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
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    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:761 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;493&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/die_marionette_der_autorin.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Sie weiß, wie sie ihn &quot;manipulieren&quot; muss&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;„Manipulation“ steht zu Unrecht unter dem Verdacht, zum Teuflischen im Menschen zu gehören. Letztlich bedeutet das Wort nichts als&lt;em&gt; andere zu Beeinflussen&lt;/em&gt;. Gemeint ist aber oft etwas anderes: Nämlich &lt;em&gt;jemanden ohne dessen Wissen gegen seinen Willen zu beeinflussen mit dem Ziel, ihn kontrolliert für eigene Zwecke zu benutzen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh – das kling in der Tat nach einem Elixier des Teufels, nicht wahr? Das wird die Selbstsucht und Böswilligkeit herausgestellt und der Gestank von Schwefel steigt auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Manipulation - ein Kunstgriff und nicht mehr &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Bedeutung des Wortes ist der „Kunstgriff“, später auch als „Kniff“ (Trick, Maßnahme) von Geschäftsleuten definiert, um Kunden zu beeinflussen. Dabei wird dem Begriff zunächst kein besonderer Wert beigemessen. Der Unterschied zwischen Manipulation und Beeinflussung wird später oft mühsam erläutert – und am Ende kommt doch nur heraus, dass Gleiches gemeint ist: &lt;em&gt;Jemanden in seiner Meinung oder seinen Gefühlen zu beeinflussen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die verwirrende Welt der Lexika &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Psychologie versucht zunächst,  den Begriff neutral zu erklären. So lesen wir im &lt;em&gt;„Dorsch“&lt;/em&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Manipulation. Handhabung, unscharfer Begriff für versch. Formen der Einflussnahme (Steuerung, Ausrichtung, Ausnützung).&lt;/blockquote&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ähnlich bei Stangl:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Als Manipulation bezeichnet man in der Psychologie ganz allgemein die soziale Einflussnahme, die für die Betroffenen sowohl positiv wie negativ sein kann.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Eine völlig andere Darstellung finden wir bei der Bundeszentrale für politische Bildung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Wenn ich will, dass andere Menschen etwas ganz Bestimmtes tun, versuche ich, sie so zu beeinflussen, dass sie nach meinem Willen handeln.&lt;/blockquote&gt; . &lt;br /&gt;
Eine weitaus extremere  Meinung wird im Lexikon von „Spektrum“ vertreten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Manipulation - gezielte Einflussnahme … auf Menschen, ohne deren Wissen und häufig gegen deren Willen … mit dem Ziel, ihn kontrolliert für eigene Zwecke zu benutzen. Dabei bleibt der Anschein von Entscheidungsfreiheit erhalten. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der neutrale Standpunkt: Lehren heißt Beeinflussen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du eine Lehrkraft bist, ist es für dich vermutlich ganz selbstverständlich, dass du Tag für Tag Menschen beeinflussen kannst. Schließlich ist das zumindest Grund, warum du den Beruf ergriffen hast. Es wäre völlig unsinnig, zu behaupten, dass es sich dabei nicht um einen Versuch der Manipulation handelt. Er wird durch Lehren und Lernen bestimmt, und der Erfolg wird kontrolliert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein wenig Ideologie verfälscht den Begriff der Einflussnahme &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du dies soweit gelesen hast: Behauptet wird, dass emphatische (einfühlende) Menschen nicht manipulieren, weil sie „Gutes tun“. Deren Gegenteil, meist als ekspathisch bezeichnet, gilt als Eigenschaft der Manipulatoren. Dafür werden dann auch gleich die passenden Synonyme entpackt: &lt;em&gt;Emotionslos und gefühlskalt&lt;/em&gt; sollen sie sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist an der Zeit, mit diesem Unsinn aufzuhören. Alle Menschen versuchen, sich einen bestimmten sozialen Rang zu erobern, und dazu gehört, Einfluss auf andere zu nehmen. Wer etwas lehren will, sollte dies aus Überzeugung tun, und genau diese Überzeugung ist damit verbunden, erfolgreich zu manipulieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was wirklich zählt, ist der Schutz vor unerwünschter Manipulation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Menschen benötigen zweierlei: Manipulation einerseits und den Schutz vor unerwünschte Manipulation andererseits. Wenn Lust, Liebe, Zuneigung oder Freundschaft in die Waagschale geworfen wird, um etwas ausschließlich Eigennütziges zu erreichen, müssen wir darauf vorbereitet sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den Zugriff auf unsere Psyche abzuwehren, sollten wir wissen, dass die Empathie anderer auch dazu dienen kann, uns zu verwirren. Und das gilt auch, wenn wir selbst  so übertrieben emphatisch reagieren, dass wir andere damit „überfahren“. Das ist ein Grund mehr, Gefühle neutraler zu sehen und nicht in „positiv“ und „negativ“ aufspalten. Oder um es in einem Satz zu sagen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können nicht „nicht manipulieren“, aber wir können uns gegen &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/73-Was-tun-Gefuehlsmanipulatoren-und-Manipulatorinnen.html&quot;&gt;unerwünschte Manipulation&lt;/a&gt; schützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bild: Aus einer historischen Illustration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zitate:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=110890&quot;&gt;Meyers (ca. 1890)&lt;/a&gt;, &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/manipulation&quot;&gt;Dorsch&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://lexikon.stangl.eu/7024/manipulation&quot;&gt;Stangl&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/das-junge-politik-lexikon/320758/manipulation/&quot;&gt;bpb junge politik&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/manipulation/9152&quot;&gt;spektrum der wissenschaft &lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 10 May 2024 10:31:00 +0000</pubDate>
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    <category>emphatie</category>
<category>gefühle</category>
<category>manipulation</category>
<category>schutz</category>

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    <title>Kommunikation beim Date- der Beginn </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/241-Kommunikation-beim-Date-der-Beginn.html</link>
            <category>deutsch</category>
            <category>sehpferd</category>
            <category>tacheles - zur sache</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Was sagen Sie, nachdem Sie „&lt;em&gt;Hallo, sind, Sie Renate?&lt;/em&gt;“ gesagt haben? Manchmal höre ich, dass sich Paare bei einem „Date“ anschweigen, aber auch, dass sie kein Thema finden. Und vor allem: Viele sind genervt, weil sie keine vernünftigen Informationen bekommen, sondern „zugelabert“ werden. Was noch? Richtig – inquisitorische Frauen und rotzfreche Männer. Was kann man für, was gegen sie tun? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Artikel beantwortet die wichtigsten Fragen, um einen Einblick in die Kommunikation bei sogenannten &quot;Dates&quot; zu gewinnen. Wer mehr wissen will, kann mich fragen - ich schreibe dann einen Artikel darüber. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Small Talk so schnell wie möglich überwinden&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben ist zu kostbar, um es mit Small Talk zu vergeuden. Was ist Small Talk? Das sind belanglose Nebensächlichkeiten, die wir sagen, um das Eis zu brechen – aber wissen wollen wir eigentlich nichts wirklich. Dazu gehören Fragen wie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Wie sind sie hier hergekommen?“&lt;br /&gt;
„War es einfach, dies Lokal zu finden?“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen Sie, das wollen sie gar nicht wissen. Und wenn‘s so weitergeht, dann &lt;em&gt;labern Sie und labern und labern … &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also – dann kommen wir mal zu einer Strategie, die sich bewährt hat. Der Grundsatz ist einfach: Wer fragt, führt. Die Sache hat nur einen Haken: Ohne Fragestrategie sind Sie aufgeschmissen. Eine dieser &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/117-Kommunikation-die-Aufteilung-der-Argumente-in-einfachen-Worten-erlaert.html&quot;&gt;Strategien&lt;/a&gt; habe ich in den 1980er Jahren entwickelt und gelehrt. Sie beruht auf dem bewährten Prinzip des Grundsatzes: „Was ist es“, „Wie ist es“ und „was fange ich damit an.“ Manche Menschen haben früher auch gesagt: Merkmal-Funktion-Nutzen, aber das ist so formelhaft, dass ich es Ihnen ersparen will. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egal, in welche Richtung Sie gehen wollen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Stellen Sie eine offen Frage.&lt;br /&gt;
2.	Sie können mit „Was“ beginnen und dann zum „Wie“ übergehen. &lt;br /&gt;
3.	Hören Sie aufmerksam zu und konzentrieren Sie sich darauf, was der andere sagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einstieg ist völlig problemlos: Fragen Sie &lt;em&gt;etwas aus dem Alltag&lt;/em&gt;, und auf keinen Fall „Wohin, fährst du in Urlaub“. Das führt zu neuem Small Talk. Richtig wäre, nach dem Beruf (ausgeübt oder erlernt), nach dem Tagesablauf, nach den Gewohnheiten und später auch nach den Vorstellungen von der Zukunft zu fragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ahnen sicherlich, dass dies ein wenig altersabhängig ist. „Was machst du beruflich?“ passt am besten, wenn der Partner zwischen 25 und 60 ist, ansonsten ist „Wie beginnt dein Tag?“ immer gut. Ist der Partner (noch, schon) berufstätig, sagt er Ihnen dies auch auf diese Frage. Und ist er arbeitslos, dauerarbeitslos (Hartz IV), geht er noch oder wieder zur Schule oder arbeitet er nicht mehr, wird es Ihnen auf diese Frage auch sagen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie sehen: Auf offen Fragen bekommen Sie mehr Antworten, als sie im Grund gefragt hatten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wortkarg? Auf WAS sollte WIE folgen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist jemand auf die Frage „was“ wortkarg, dann fragen Sie mit „wie“ weiter. Das „Wie“ muss nicht ausgesprochen werden. Es kann als „Was ist es genauer?“ umformuliert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Was machst du beruflich?“&lt;br /&gt;
„Ich bin IT-Organisator.“&lt;br /&gt;
„Oh, das klingt interessant. Wie funktioniert das?“ &lt;br /&gt;
Oder mit Nachfrage nach Details: „Was machst du da hauptsächlich?“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zu unpersönlich?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls Sie nicht für aufschlussreich halten, was der andere tut oder falls es Ihnen als zu unpersönlich erscheint, steuern Sie den Redefluss durch aktives Zuhören (davon später mehr) oder gehen Sie zur dritten Stufe nach „Was“ und „Wie“ über – die Bedeutung. Weder Beruf nach Wohnung noch Hobby noch irgendetwas anderes ist Selbstzweck – es dient ja zu etwas. Sie setzen also an einer Stelle an, an der ihr Partner offenkundig begeistert ist, und fragen: „Was bedeutet … für dich?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na schön, das wäre also ein Einstieg. Ich kann Ihnen versichern, das Sie, damit bei mindestens zwei Drittel der Partner Erfolg haben. Bei dem Rest brauchen sie entweder Geduld oder Ihr Gegenüber versucht, etwas zu verschleiern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wollen Sie mehr lesen? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagen Sie es einfach - ich habe ein offenes Ohr für Sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Anmerkung: Das Wort Kommunikation wird von vielen Menschen aus Irrtum, manchmal aber auch aus Betrugsabsicht, falsch genutzt. Hier ist die unmittelbare, pragmatische  Kommunikation des Lebensalltags gemeint.) &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Text verändert am 24.3.2026).  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 12 Feb 2017 09:56:00 +0000</pubDate>
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<category>erfolgreiche kommunikation</category>
<category>kommunikation</category>

</item>
<item>
    <title>Am Anfang stand die Romantik – das Wort „Empathie“ kritisch betrachtet</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2162-Am-Anfang-stand-die-Romantik-das-Wort-Empathie-kritisch-betrachtet.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>deutsch</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (redaktionsteam sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Am Anfang stand die deutsche Romantik. Der Kunsthistoriker Robert Vischer hat den Begriff „Einfühlen“ vermutlich als Erster verwendet. Der Psychologe Theodor Lipps (1851 - 1914) hat in ähnlicher Weise eine Einfühlungstheorie auf psychologischer Basis verfasst. Als der britisch-amerikanische Psychologe Edward Bradford Titchener (1867 – 1927) im Jahr 1909 eine plausible Übersetzung für den von Lipps geschaffenen Begriff suchte, hat er das Wort „Empathy“ dafür gefunden und in die englische Wissenschaftssprache eingeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das Einfühlen - von der deutschen Romantik nach Amerika und wieder zurück&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland stand der Begriff „Einfühlen“ damals für eine Verbindung zwischen dem Fühlen des Menschen zu dem, was er betrachtet. In der Übersetzung gab es bald eine andere Bedeutung, die mehr dem Begriff „Mitfühlen“ entspricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Wort durch die vielen englischsprachigen Wissenschaftstexte wieder zurück nach Deutschland kam, wurde es zur „Empathie“ und damit zum Sammelbegriff für verschiedene emotionale Regungen. (1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man den Begriff in seine Eigenschaften zerlegt, dann ergeben sich Fragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;-	Wie weit kann ein Mensch Emotionen rein gefühlsmäßig nachempfinden?&lt;br /&gt;
-	Reicht das Durchdenken des Gefühls, um sie zu empfinden oder zu verstehen, oder ist mehr dafür nötig? &lt;br /&gt;
-	Wie viel von den Gefühlen der anderen werden dabei mit eigenen Gefühlen vermischt?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &lt;a href=&quot;https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/empathie&quot;&gt;Dorsch&lt;/a&gt; wird eine bemerkenswerte Definition gebraucht, die von anderen Erklärungen deutlich abweicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Empathie ist das affektive … Nachempfinden der vermuteten Emotion eines anderen Lebewesens auf Basis des kognitiven Verstehens dieser Emotion und bei Aufrechterhaltung der Selbst-Andere-Differenzierung.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Diese Beschreibung hebt sich von den vielen „bewertenden“ oder gar moralisierenden Definitionen deutlich ab. Sie trägt auch dazu bei, Empathie als menschliche, naturgegebene Eigenschaft zu verstehen, die in vielen Variationen auftreten kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gelehrtensprache als Verschleierung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
In Deutschland ist üblich geworden, bei psychologischen Fragen die „Gelehrtensprache“ zu verwenden, also von nahe liegenden Alltagsbegriffen abzuweichen. Auf diese Weise wird vorgetäuscht, einen Umstand vollständig verstanden zu haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das allerdings ist - mindestens in diesem Fall - ein Trugschluss, denn der Begriff „Empathie“ verschleiert eher das, was wirklich gemeint ist. Worte wie „Mitgefühl&quot;, „Anteilnahme“, „Nächstenliebe“ oder „Verständnis“ sagen im Grunde viel mehr aus über die eigene Empfindung als das Kunstwort aus der psychologischen Theorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dieser Artikel ist ein Meinungsbeitrag unseres Autors &quot;sehpferd&quot; zur Diskussion über die heutige Bedeutung des Wortes Empathie. Kritik ist willkommen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Das Online-Lexikon &quot;&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Empathie&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;&quot; verzeichnet 43 unterschiedliche Definitionen des Begriffs &quot;Empathie&quot;. Ich denke, wer sich durch den Wust von Definitionen &quot;gewühlt&quot;&quot; hat, wird weiterhin Alltagsbegriffe verwenden, um verstanden zu werden.  &lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 03 Mar 2026 16:23:00 +0000</pubDate>
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    <category>begriffe</category>
<category>gelehrtensprache</category>
<category>psychologie</category>
<category>verwirrung</category>
<category>wissenschaftskritik</category>

</item>
<item>
    <title>Shameless – ist das „schamlos“? </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2155-Shameless-ist-das-schamlos.html</link>
            <category>deutsch</category>
            <category>lebensweisen und partnersuche</category>
            <category>sehpferd</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
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    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Schauen wir mal aufs Altenglische: Dann könnte das Wort so viel wie „frei von Schande, tadellos oder entschuldbar“ bedeuten. Aber wir leben ja nun mal nicht im Jahr 1200 und auch nicht in England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tat bedeutet es heute – im Vereinigten Königreich wie auch bei uns - „schamlos“. Und „schamlos“ steht im Delischen für jemandem, der etwas „über Gebühr“ versucht: ein schamloser Wüstling, ein solcher Ausbeuter oder Betrüger. Wenn man so will also ein ehrloser Mensch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was bedeutet &quot;schamlos&quot;?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das digitale Wörterbuch der deutschen Sprache kennt zwei aktuelle Bedeutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;1.	Grob gegen Sitte und Anstand verstoßend, unsittlich, unanständig.&lt;br /&gt;
2.	Ohne jede Scheu sich über die Grenzen des Taktes hinwegsetzend, unverschämt, dreist, unverfroren.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Es gibt eine andere Bedeutung, wenn jemand sagen will, dass er in einer Situation keine Scham empfindet, etwa dann, wenn er sich dort entkleiden soll, wo es angebracht ist. Dann würde man sagen, diese Person würde etwas „ohne Scham“ tun. Die Bedeutung wäre dann „ohne zu erröten“ oder etwa in einer ähnlichen Situation „frei von Scham“ zu sein. Das gilt insbesondere dann, wenn bekannt ist, dass viele Menschen solche Situation aus „falscher Scham“ meiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Schamlos als sogenannter &quot;Datingtrend&quot;?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun lese ich, dass es einen „neuen Datingtrend“ gibt: „Shameless Dating“ genannt. Wie fast immer, steckt ein Dating-Unternehmen hinter dem angeblichen Trend – und Journalisten verbreiten solche „Trends“ in Windeseile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klar, das steckt auch etwas Sinn dahinter: „Du sollst deinen Partner beim Treffen nicht verkohlen“, heißt es salopp. Und im Text: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;„&#039;Shameless Dating&#039; ... (sagt) ... der gespielten Harmonie den Kampf an.“&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Bei so viel Unsinn gehen mir die Zehennägel hoch. Denn es war noch nie richtig, den zukünftigen Partner nach Strich und Faden zu belügen – so wenig, wie es empfehlenswert ist, gleich mit den Sexwünschen ins Haus zu fallen. Und abgesehen davon sagen Trends gar nicht an. Es sind nach wie vor Menschen, die etwas bewirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Trend gegen Trends - so herum und anders herum &quot;wissenschaftlich&quot;?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umes ganz klar zu sagen: Der „neuste“ Dating-Trend ist ein Trend gegen so viele andere Trends, die ebenfalls niemals „Trends“ waren. Und „ehrlich“ lässt sich ebenso blumig inszenieren wie „hard to get“. Beide sind angebliche Trends und beider wurden angeblich „wissenschaftlich“ untersucht. Im Grunde versuchen Partnersuchende dabei, ihre vorgebliche Attraktivität dadurch zu vergrößern, dass sie nahezu unerreichbar sind. Auf Deutsch sagte man wohl auch „sich rarmachen“ oder man benutzt Sprüche wie „willst du was gelten, mach dich selten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun fehlen nur noch zwei Namen: Die Dating-App, die dahintersteckt und das Etikett „Gen Z“. Und ein Blick in Suchmaschinen: überall ähnliche Texte mit ähnlichen Folgerungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich vermute, dass sich weder die „Gen Z“ noch irgendjemand anders wirklich solchen Trends folgt. Denn noch sind wir Menschen und nicht &lt;em&gt;Tanzbären der Dating-Branche&lt;/em&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quellen, Zitate.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hauptquelle:  Esquire  (&lt;a href=&quot;https://www.esquire.de/news/gesellschaft/shameless-dating-ist-jetzt-trend&quot;&gt;deutsch&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
Sprachvergleich (englisch): &lt;a href=&quot;https://www.etymonline.com/word/shameless&quot;&gt;etymonline&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Sprachbegriff (deutsch): &lt;a href=&quot;https://www.dwds.de/wb/schamlos&quot;&gt;dwds&lt;/a&gt;. (2 wörtliche Zitate)&lt;br /&gt;
Ursprüngliche Herkunft der Daten: &lt;a href=&quot;https://de.tinderpressroom.com/shamelessdating_trend_2025&quot;&gt;Pressroom&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Gegensätzlich mit wissenschaftlichem Hintergrund: &lt;a href=&quot;https://www.dw.com/de/hard-to-get-lohnt-sich-beim-dating/a-53928188&quot;&gt;deutsche welle&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/em&gt; 
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    <pubDate>Mon, 02 Feb 2026 14:38:00 +0000</pubDate>
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    <category>dating</category>
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