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Letzte Informationen zur DVB-T2-Antenne

Da ich gerade einige Kritiken zu DVB-T2 Antennen gelesen habe, noch einige Hinweise von mir:

Vorsicht vor falschen Behauptungen! DVB-T2-Antennen bringen DVB-T2 Sender – was sollten sie auch sonst tun? Und wenn ein Programm verschlüsselt ist, dann ist es verschlüsselt. Daran kann die Antenne nichts ändern.

Die meisten Antennen könenn nicht "überall" aufgestellt werden

Üblicherweise meinen manche der Anwender, von denen ich Kritiken las, eine Antenne könne „überall“ stehen. Das ist absoluter Unsinn. Ebenso ist es Unfug, auf Antennenverstärker zu verzichten.

Der beste Standort - falsch herum und festgeklebt? Nein, Danke!
Beste Lösung bei schwachem Empfang

Die beste Lösung sind Geräte, die sich ohne großen Aufwand räumlich verschieben lassen, um die beste Position zur Montage festzustellen. Da reicht wirklich Tesafilm, wenn man Versuche machen will. Wobei allerdings schon gesagt ist: Die großen „Klötze“ eignen sich kaum, wenn die Montage schwierig ist.



Hier nochmals die besten Ideen:

1. Die meisten angeblich „professionellen“ Geräte deutscher und internationaler Hersteller benötigen auch eine „professionelle“ Aufstellung, das heißt, sie müssen an bestimmten Standorten stehen oder angeschraubt werden. Das ist aber nicht immer möglich.
2. DVB-T2 Antennen funktioniert nicht an jedem beliebigen Aufstellungsort und nicht in jeder beliebigen Höhe. Für viele Antennen müssten exotische Konstruktionen entworfen und gebaut werden, um sie überhaupt dort anzubringen. Interessant kann auch sein, in welchem Winkel zum Sender sie stehen, es geht also nicht nur um die Höhe.
3. Dass in einigen Gegenden Außenantennen benötigt werden, ist richtig. Aber diese Aussage ist ziemlich pauschal. Eine Antenne, die im Erdgeschoss versagt, kann durchaus im 3. OG beste Ergebnisse bringen.
4. Dass Verstärker überflüssig sind oder nichts bringen, ist ein Ammenmärchen. Bei eingeschaltetem Verstärker und dem richtigen Standort gewinnt die Bildqualität enorm.
5. Integrierte Verstärker machen die Antenne nur plumper, aber nicht leistungsfähiger, als Antennen mit getrenntem Verstärker.
6. Wenn ihr ein Smartphone besitzt, dann ladet doch einfach mal DVBT-Finder darauf und guckt, wie weit die nächsten Stationen entfernt sind und ob sie euch theoretisch erreichen. Leider ist diese Information nicht immer zuverlässig, da auch die Höhe und die Ausrichtung eine Rolle spielt – aber eine Hilfe ist’s allemal.

Keine Probleme mit getrenntem Versträrker
Ich habe jüngst gelesen, dass manche DRVB-T2 Antenne zur Retoure wird, weil sie angeblich „nicht funktioniert“. Auf der anderen Seite riskiert ihr gerade mal gegen 20 Euro, wenn wenn ihr euch für eine Antenne mit getrenntem Verstärker entscheidet, die sich nahezu beliebig aufhängen lässt.

Hinweis: Dieser Artikel ist keine Promotion, sondern entspricht der persönlichen Erfahrung mit dem Produkt. Wenn es das von mir verwendete Fabrikat nicht mehr gibt – es gibt viele andere Anbieter, die fast identische Produkte vertreiben.

Wissenschaftler leben nicht im kritikfreien Raum

Ach Gott, Agathe, die Puppe kotzt. Da habe ich doch in einem Zeitungsartikel den Kommentar einen dieser wichtigtuerischen „Twitterer“ gelesen, der schreibt;

Lieber Markus #Lanz, so einseitig und voreingenommen behandelt man keine Wissenschaftler. Haben Sie das nötig?


Das greife ich gerne auf – denn „Wissenschaftler“ – übrigens war ein Arzt gemeint - leben nicht in einem kritikfreien Raum. Zumal, wenn sie sich in die Diskussionen um Diesel-Automobile einmischen.

Eher ist das Gegenteil der Fall: Wir müssen „Wissenschaftler“ wesentlich kritischer unter die Lupe nehmen und nicht fragen: „Was verkünden Sie?“, sondern fragen: „Auf welchen Grundlagen oder im Namen welcher Interessengruppen sprechen sie?“

Und Markus Lanz tat das einzig Richtige: Er fragte beharrlich nach, so, wie es sich für guten Journalismus gehört. Diese Frage war garantiert berechtigt:

Sie sind Lungenfacharzt, Sie müssten doch an jedem Partikel weniger deutlich mehr interessiert sein, als umgekehrt.


Erstaunlich, dass dieser Satz eines Journalisten manche Deutsche mehr erregt als die lapidare Abwiegelung des Arztes.

Und deshalb nochmals: Wissenschaftler sind keine Kindergartenkinder, mit denen Journalisten „zurückhaltend“ umgehen müssen, sondern gestandene Männer dun Frauen, die man mit ihren Irrtümern und Ungenauigkeiten konfrontieren muss. Und wenn es sein muss, eben auch knallhart.

Zitate: Nach und aus dem MERKUR.

Fragwürdiges Krimi-Machwerk mit Psycho: Walpurgisnacht

Die Kulturkritik fokussiert sich beim Krimi Walpurgisnacht auf die Frage, ob das Verhältnis von Ost (DDR) und West (BRD) halbwegs glaubwürdig geschildert wird. Nun ist das Machwerk aber ein „zweiteiliger Thriller“, und bei so etwas ist vor allem eines wichtig: Den ersten Teil durchgehend spannend zu halten, damit der zweite Teil noch gesehen wird. Der allerdings hatte dann deutliche Längen, blieb im Atmosphärischen stecken und endete völlig unglaubwürdig im Psychologisch-mythischen, wobei noch einmal ganz dick aufgetragen wurde.

Spannung aufbauen durch etliche Verdächtige und vielfältige Motive

Die Spannung wird dadurch aufgebaut, dass es viele Verdächtige, viele Verstrickungen und manche Verwicklung gibt. Man fragt sich, wie in jedem Krimi, „wer war es“, und wie fast immer, werden ein paar Nebelkerzen geworfen. Mal trifft man auf Geheimnisse, mal auf Macht, mal auf Begierde, mal auf vermeintlich Perversionen, und immer wieder auf „ganz, ganz viel Psycho“. Die West-Komissarin ist überzeugt, nach einem einem vereinsamten Menschen suchen zu müssen, der irgendein an ihm begangenes Unrecht zu rächen wünscht. Der allerdings ist nicht auszumachen – und selbst gegen Ende, als das reichlich an den Haaren herbeigezogene Geheimnis enthüllt wird, ist nicht wirklich klar, was den Täter dazu motivierte, die Frauen zu morden und ihnen einzelne Zehen zu amputieren.

Am Ende verpufft die ganze Story

Was blieb? Der bittere Beigeschmack, vom Autor zuvor erzählerisch und optisch verarscht worden zu sein. Die enorme Spannung wurde – und das nervt nun wirklich – auf einem billigen Psycho-Gag aufgebaut. Sozusagen Dr. Jekyll und Mr. Hyde auf Harzerisch. Nur dass die Motive von Mr. Hyde irgendwie nicht so recht transparent wurden, weil ihn nie jemand zu sehen bekam.

Und ach, P. S.: Im Bestreben, alles möglichst originalgetreu wiederzugeben (DDR-Kamera, DDR-Vergrößerer, DDR-Amateurlabor) vergaß man offenbar, sich darüber zu informieren, wie lange es dauert, aus einem SW-Film (West) mit den Mitteln der Chemie (Ost), dem Fotopapier und was noch dazugehört, vom belichteten Negativ zur Vergrößerung zu kommen – inklusive Kontaktstreifen. Und zudem muss in einem Fotolabor nicht ständig das Rotlicht brennen.

Neues von DVB T2

Offensichtlich hat die Kritik an der mangelhaften Reichweite des DVB-T2 Fernsehens inzwischen Früchte getragen, obgleich dies kaum jemand bemerkte (schon gar nicht die Presse).

Schuld daran ist auch die (höflich ausgerückt) zurückhaltende Informationspolitik des „offiziellen Portals“ von DVB-T2. Es ist wirklich fast aussichtslos, die Informationen zu finden, die auf einer anderen Webseite veröffentlicht wurden und die ich hier zitiere:

ARD und ZDF verkünden weitere Starttermine für 2018
26. September 2018

Amberg, Bamberg, Ochsenkopf (Bayern); Chemnitz-Geyer, Chemnitz-Reichenhain (Sachsen) und Gera (Thüringen).


Und seither … empfange ich in Altenburg auch die ZDF-Sender in HD-Qualität. Übrigens benutze ich dazu eine sehr einfache, kostengünstige und überaus empfangsstarke Antenne, deren Verstärker über einen USB-Anschluss mit Strom versorgt wird. Sie wird von mehreren No-Name-Anbietern vertrieben. Das kostspielige, von der „Stiftung Warentest“ empfohlene deutsche Markenprodukt, das ich zuvor verwendete, leistete am Aufstellungsort wesentlich weniger.

Nachtrag zum Tatort "Tiere der Großstadt"

Ja, ich habe ihn mal wieder gesehen, den Tatort, in Begleitung von Frau und Hund. Der absolut erregendste Moment für mich: Durchs nächtlich Berlin traben drei Wildschweine. Der Hund sieht es, springt vom Feldherrnhügel, rast auf den Fernseher zu, springt mit den Vorderpfoten auf die Schrankkante, und verbellt die inzwischen verschwundenen Wildsäue. Die nächste drei bis fünf Minuten verbringe ich damit, den Hund zu beruhigen.

Der Film war mir ein bisschen zu konstruiert. Zwei Fälle, die nichts miteinander zu tun haben, menschliche Schwächen, Melancholie. Ein Kaffeeautomat, der absolut nicht in der Lage wäre, zu morden, kann es schließlich doch. Sozusagen „von hinten durch die Brust ins Auge“ mit super-einfacher Programmierung. Der mordenden Auftraggeberin an den Automaten tut’s am Ende leid. Na ja, wenn sie in den Knast muss (was nicht zu erwarten ist, die Beweislage ist dürftig), bleiben die Katzen allein – ach, die waren ja soooo süß. Und eine der Katzen der Ehefrau wurde auch noch für die Geliebte abgezweigt, äh … war das nun das Mordmotiv?

Tiere gab’s also in großer Zahl, und der zweite Mörder erwies sich als – Wildschwein. Aber eben nicht so richtig, da musste man schon Jurist sein, um da noch mitzukommen, und Drehbuchschreiber, um den Trick überhaupt hinzubekommen: Frau wird beim Joggen von Wildschwein (Eber?) im Wald erheblich verletzt und hätte noch gerettet werden können. Doch wie durch ein Wunder kam der Ehemann, der alsbald geschieden werden sollte, auf dem exakt gleichen Weg vorbei und unterließ die Hilfeleistung. Na, und dann hat er Brötchen gebacken und tat so, als vermiss er seien Frau.

Na, Tiere eben. Allesamt. "Alle meine Großstadttiere" oder der "Robby, die Tabby und das Kaftötdings". Ach so, oder eben: Tiere der Großstadt.