<?xml version="1.0" encoding="utf-8" ?>

<rss version="2.0" 
   xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#"
   xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/"
   xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
   xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
   xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
   xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
   >
<channel>
    
    <title>Sehpferd - Ein sinniges Meinungsmagazin - wissenschaftskritik</title>
    <link>https://sehpferd.de/</link>
    <description>unbequemes über presse, politik und wissenschaft</description>
    <dc:language>en</dc:language>
    <generator>Serendipity 2.5.0 - http://www.s9y.org/</generator>
    <pubDate>Sun, 16 Aug 2026 09:32:03 GMT</pubDate>

    <image>
    <url>https://sehpferd.de/templates/2k11/img/s9y_banner_small.png</url>
    <title>RSS: Sehpferd - Ein sinniges Meinungsmagazin - wissenschaftskritik - unbequemes über presse, politik und wissenschaft</title>
    <link>https://sehpferd.de/</link>
    <width>100</width>
    <height>21</height>
</image>

<item>
    <title>Das „Näheverhalten“, die Wissenschaft und das richtige Leben </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2215-Das-Naeheverhalten,-die-Wissenschaft-und-das-richtige-Leben.html</link>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2215-Das-Naeheverhalten,-die-Wissenschaft-und-das-richtige-Leben.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2215</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2215</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 600px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:874 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;600&quot; height=&quot;474&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/naehe_am_abend.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Nähe ... ein Zauberwort für die Liebe&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Schon mal über dein &lt;em&gt;„Näheverhalten“&lt;/em&gt; nachgedacht? Oder dein „Distanzverhalten“? Oder irgendetwas, was „dazwischen“ liegt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na, dann lies mal mit (1) und staune ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage (Zeitschrift, Zitat):&lt;em&gt; „Warum reagieren Menschen beim Dating so unterschiedlich?“ &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antwort (ebenfalls Zitat: &lt;em&gt;„Ganz einfach: Es gibt individuelle Bindungsstile, die unser Näheverhalten prägen.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So jedenfalls eine „Expertin“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andernorts las ich (2):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Nähe lässt sich nicht nur als subjektives Erleben, sondern auch objektiv als physische Nähe auffassen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstaunlich, dass es auch eine objektive Sichtweise von „Nähe“ gibt, nicht wahr?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thema lässt sich übrigens beliebig verkomplizieren, wenn man es aus sozialwissenschaftlicher oder psychologischer Sicht angeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle andren: Menschen reagieren so unterschiedlich, weil sie vermutlich unterschiedlich sind – was wieder daran liegt, dass sie unterschiedliche Erfahrungen gesammelt haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ach so? Ja, natürlich, was denn sonst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ein Tipp? Alles mit Humor lesen und misstrauisch bleiben - das hilft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(1)&lt;a href=&quot; https://www.stol.it/artikel/panorama/gesundheit/sicher-oder-aengstlich-die-verschiedenen-bindungstypen&quot;&gt; Näheverhalten (eigentlich: Bindungstypen)&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2) &lt;a href=&quot;https://www.ruhr-uni-bochum.de/soc-psy/scholar/2002_Ein_Experiment_zum_Einfluss_der_Situation_auf_physische_und_psychische_N%E4he.pdf &quot;&gt;Wissenschaftlicher Artikel mit Hinweis auf die Realität, PDF&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bild: Konstantin Somow, 1910&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Probleme mit diesem Artikel? Dann bitte zurückschreiben. Ansonsten: Mich zitieren - was sonst?  
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 03 Aug 2026 08:44:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2215-guid.html</guid>
    <category>erfahrbare nähe</category>
<category>nähe</category>
<category>näheverhalten</category>
<category>psychologie</category>

</item>
<item>
    <title>KI - verschwinde aus allem, was Liebe angeht</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2154-KI-verschwinde-aus-allem,-was-Liebe-angeht.html</link>
            <category>KI/AI - Künstliche Intelligenz </category>
            <category>schreiben und bloggen</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2154-KI-verschwinde-aus-allem,-was-Liebe-angeht.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2154</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2154</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Es ist kaum zu erwarten, dass wir die KI durch Gesetze eindämmen können. Und wir müssen wirklich damit rechnen, dass KI von ideenreichen Softwareingenieuren offen oder verdeckt eingesetzt wird. Das gilt natürlich auch für die privaten Benutzer – denn der Traum, etwas mit der KI zu „verbessern“, treibt vor allem diejenigen an, die am wenigsten Erfolge haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst der Papst hat sich nun dazu geäußert – und nicht aus religiösen Motiven, sondern aus der berechtigten Sorge, dass wir uns von der KI leiten lassen – also nicht von unseren eigenen Motiven. Ich zitiere hier mal:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Wir brauchen Gesichter und Stimmen, um wieder das Menschliche zum Ausdruck zu bringen. Wir müssen die Gabe der Kommunikation als tiefste Wahrheit des Menschseins bewahren und jede technologische Innovation darauf ausrichten. (auf X)&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Klar – auch das sind nur Appelle, die ohnehin nur die erreichen wird, die selber in der Lage sind, nachzudenken. Teile der Branche sind längst überzeugt, dass sie mit KI mehr Geld scheffeln können als ohne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Warnungen und Geschäfte mit Gefühlen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es mag also durchaus inzwischen aussichtslos sein, Appelle zu verbreiten. Denn auf jeden Warner kommen zwölf Dutzend profitinteressierte Menschen, die KI für Liebes- und Kennenlernfragen nutzen werden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestenfalls bei Privatleuten habe ich noch Hoffnung, dass sie nicht auf die KI mit all ihren Avataren, Chat-Bots und künstlich „veredelte“ Realmenschen hereinfallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Seid vorsichtig!“ – da ist der harmloseste Appell, den ich an euch richten kann. Wenn ihr KI nutzt, um besser „rüberzukommen“, seid ihr Opfer und Täter zugleich. Opfer einer schamlosen Umbewertung von Personen in Objekte. Und Täter, weil ihr diese Tendenz mit eurem Einsatz fördert – ob ihr das nun wollt oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;KI ist sinnvoll - aber nicht in der Gefühlswelt &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um es noch mal klar zu machen: Ich bin kein KI-Gegner – kein vernünftiger Mensch wird sich gegen diese Entwicklung stellen, wenn es um eine größere, verlässlichere Wissensbasis geht. Aber wenn wir von Gefühlen sprechen, dann sprechen wie von unserem Inneren zu dem Inneren eines anderen Menschen. Und das muss so bleiben, sonst gerät unsere soziale Kultur aus den Fugen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Papst Leo XIV auf „X“:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;We need faces and voices to once again speak the person. We need to safeguard the gift of communication as the deepest truth of the human being, and to orient every technological innovation toward it.&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 28 Jan 2026 11:15:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2154-guid.html</guid>
    <category>ai</category>
<category>ki</category>
<category>kritik</category>
<category>papst</category>
<category>wissenschaft</category>

</item>
<item>
    <title>Mythos &quot;einfache Kindheit&quot; - mehr Lebenserfolg durch kritiklose Anpassung?</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2222-Mythos-einfache-Kindheit-mehr-Lebenserfolg-durch-kritiklose-Anpassung.html</link>
            <category>kurioses und fundsachen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2222-Mythos-einfache-Kindheit-mehr-Lebenserfolg-durch-kritiklose-Anpassung.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2222</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2222</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Vorausschicken will ich gerne, dass ich als Kind „einfacher Eltern“ aufgewachsen bin. Wenn die Rede davon ist, wie „Menschen in den &lt;em&gt;1960er oder 1970er-Jahren&lt;/em&gt;“ aufgewachsen sind, dann fühle ich mich durch Alter und Herkunft durchaus veranlasst, das Wort zu ergreifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Welt erfassen - ein Menschenrecht &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie für alle Kinder, so ging es auch für mich und meine Generation darum, die Welt zu erfassen – durch Zuhören, durch Zusehen – aber auch mithilfe einfacher Untersuchungen. Durch viele Fragen an Erwachsene und noch mehr eigene Fantasien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer heute behauptet, er habe „ganz anders gelernt“ als die „Jugend heute“, der sollte zumindest wissen, dass die heute 70 – 80-jährigen Menschen kein Maßstab für „gesundes“ lernen sind. Gehen wir etwa 150 Jahre zurück, so fanden wir völlig andere Grundlagen vor. Das neue Jahrhundert (diesmal das zwanzigste) bracht mit allen Traditionen, und nach Ende des Ersten Weltkriegs fanden die Menschen in Deutschland ein ähnliches Chaos vor wie 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Studie heißt es (2): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;„Wenn du zurückblickst, erkennst du, wie viel du überstanden und daraus gelernt hast. Du hast eine Kindheit gemeistert, in der es weniger Sicherheitsnetze und weniger Worte für Gefühle gab … Erwachsene erklärten nicht immer, was gerade geschah; sie erwarteten einfach, dass du dich anpasst. Und genau das hast du getan – immer und immer wieder.“&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kritiklose Anpassung als Lebensziel? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was mich daran stört, ist die Passivität. Haben „wir“ unsere Kindheit tatsächlich durch Anpassung an „gemeistert“? Konnten wir durch „Anpassung“ alles erreichen? Haben wir nie nachgefragt, was etwas bedauert? Haben wir keine Widersprüche entdeckt, die geklärt werden sollten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Falsche Darstellung der 1960er Jahre&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich zitiere hier mal, was wirklich getan wurde – jedenfalls in den 1960ern in einem Lied auf Englisch (1):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;“A quizzical kid, he doesn&#039;t want anything hid&lt;br /&gt;
He&#039;s forever demanding to know who and what and why and where&lt;br /&gt;
Inquisitive child, sometimes the questions get wild&lt;br /&gt;
Like, &quot;Daddy, can I have that big elephant over there?”&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Ja, auch ich habe zugehört. Und auch ich habe nicht immer Antworten bekommen. Aber ich habe einige Dutzend Mal gefragt, was dieses oder jedes Wort bedeutet, wie ich mir etwas erklären kann. Doch letztlich habe ich erkannt, was real ist, was wahrscheinlich ist und was meine Fantasie hinzugefügt hat. Und ich denke, genau das haben mein Vater, Großvater und Urgroßvater auch schon versucht - in Zeiten, in denen es ungleich schwerer war, überhaupt Antworten zu bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wissenschaft oder bloße Meinung? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Artikel, den ich ursprünglich las, ging es um „&lt;a href=&quot;https://mein-mmo.de/psychologen-personen-mentale-staerken-heute-verloren/&quot;&gt;mentale Stärken&lt;/a&gt;“, die heutigen Kinder angeblich nicht mehr haben. Auf der Suche nach den Quellen konnte ich den Inhalt des Artikels zurückverfolgen: Er erschien in Europa zuerst in „&lt;a href=&quot;https://sain-et-naturel.ouest-france.fr/enfants-des-annees-60-et-70.html&quot;&gt;Ouest-France&lt;/a&gt;“ (Dezember 2025), und basiert auf einem Artikel in „&lt;a href=&quot;https://cottonwoodpsychology.com/blog/if-you-grew-up-in-the-1960s-or-70s-you-learned-these-12-life-lessons-the-tough-way/&quot;&gt;Cottonwood Psychology&lt;/a&gt;“, der etwa zur gleichen Zeit veröffentlicht wurde. Im Artikel fehlt die Quelle der Vergleiche zwischen den Generationen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quellen: &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(1) Text von Oscar Brown Jr., musik von Bobby Timmons. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
(2)  &quot;Cottonwood Psychology&quot;, Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sinngemäße Übersetzung des Liedtextes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;„Er … ist ein neugieriges Kind, dem nichts verborgen bleiben soll; er will ständig wissen: wer, was, warum und wo. Ein wissbegieriger Knirps – manchmal klingen seine Fragen verrückt, wie etwa: „Papa, darf ich diesen großen Elefanten da drüben haben?“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 13 Aug 2026 09:13:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2222-guid.html</guid>
    <category>anpassung</category>
<category>generationen</category>
<category>kindheit</category>
<category>lernen</category>
<category>psychologie</category>

</item>
<item>
    <title>Kann die Psychologie Persönlichkeiten ausreichend beschreiben? </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2214-Kann-die-Psychologie-Persoenlichkeiten-ausreichend-beschreiben.html</link>
            <category>lebensweisen und partnersuche</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2214-Kann-die-Psychologie-Persoenlichkeiten-ausreichend-beschreiben.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2214</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2214</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Ich las gerade folgendes Zitat als Einleitung zu einem wissenschaftlichen Artikel: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Unsere Persönlichkeit ist nicht komplett festgelegt. Forschende gehen davon aus, dass wir uns ein Leben lang verändern können, auch wenn einige Eigenschaften ziemlich stabil sind. Um Persönlichkeit wissenschaftlich zu erfassen, hat sich in der Psychologie das sogenannte Big-Five-Modell etabliert. Es beschreibt fünf grundlegende Persönlichkeitsmerkmale.&lt;/blockquote&gt;Das ist richtig – „in der Psychologie“ hat sich dies Modell tatsächlich etabliert. Von den Spuren, die im ersten Drittel des 20 Jahrhunderts zu finden sind bis zum Jahr 1981, als sich der Begriff durchsetzte, wurde er nach und nach zum Standard der Persönlichkeitsforschung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kann &quot;Persönlichkeit&quot; durch die &quot;Big-Five&quot; beschrieben werden?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die andere Frage wäre: Kann eine Person durch die fünf Persönlichkeitsmerkmale ausreichend beschrieben werden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir mal grob 45 Jahre zurückblicken, dann gibt es kaum noch Gemeinsamkeiten in der Art, wie wir (Nicht-Psychologen) „Personen beurteilen“. Wir haben uns beispielsweise damit abgefunden, dass wir uns mit Alter und Umgebung, Berufsfeld und Beziehungen verändern. Ja, wir haben sogar erkennen müssen, dass wir im Alltag eher bestimmten Rollen folgen als einem „inneren Selbstverständnis“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Psychologen benötigen Modelle zum Vergleich - aber was sind sie wert?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin der Überzeugung, dass Psychologen solche Meilensteine benötigen, um Vergleiche zu ziehen. Aber andererseits bin ich ganz sicher, dass die sogenannten „Big Five“ völlig unzuverlässig sind, wenn es um eine zutreffende Beschreibung der Persönlichkeiten im Alltag geht. Das trifft insbesondere auf die Partnersuche und Partnerwahl zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder mit anderen Worten: Die „Big Five“ sind ein theoretisches Modell der Persönlichkeit. Ob sie der Praxis (beispielsweise im Umgang miteinander) standhalten, wir hingegen oft bezweifelt. Zudem ist zu fragwürdig, ob die Möglichkeiten der Psychologie wirklich ausreichen, um die Prozesse zu beschreiben, unter denen sich die Persönlichkeit prägt und weiterentwickelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zitat aus: &quot;&lt;a href=&quot;https://www.quarks.de/gesellschaft/psychologie/persoenlichkeit-veraenderung-daily-spezial/&quot;&gt;QUARKS&lt;/a&gt;&quot; -Der Artikel behandelt auch Veränderungen der Persönlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterentwicklung des Modells aus psychologischer Sicht&lt;a href=&quot;https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/persoenlichkeit-neuere-faktorenanalytische-ansaetze&quot;&gt; (anspruchsvoll)&lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik (englisch) Das Modell der &lt;a href=&quot;https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/1635046/&quot;&gt;fremden Person&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: Dieser Artikel wendet sich gegen den übermäßigen Gebrauch der  &quot;Big Five&quot; zur Beurteilung von Menschen, nicht gegen die Darstellung in QUARKS. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 25 Jul 2026 09:28:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2214-guid.html</guid>
    <category>5-faktoren-modell</category>
<category>big five</category>

</item>
<item>
    <title>Wie wir Musik hören – ist MP3 eine Gefahr für die Jugend?</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2213-Wie-wir-Musik-hoeren-ist-MP3-eine-Gefahr-fuer-die-Jugend.html</link>
            <category>Hi-Fi</category>
            <category>mythen</category>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2213-Wie-wir-Musik-hoeren-ist-MP3-eine-Gefahr-fuer-die-Jugend.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2213</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2213</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Musik konnte man vor 50 Jahren über ein Radio, eine Schallplatte oder eine Magnetbandaufnahme hören. Manchmal hörten wir sie ganz ohne „Medium“ – in Freiluftkonzerten, die jeweils im Sommer veranstaltet wurden, in Stadien und Mehrzweckhallen und gelegentlich natürlich auch in traditionellen Konzertsälen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Sehr unterschiedliche Qualitäten, egal, aus welcher Quelle die Musik kam &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dies getan hat, weiß recht gut, wie unterschiedlich die Qualität der Klänge war. Ein Radio? Da brauchte man eine gute Antenne, vielleicht sogar einen Antennenrotor. Das Ergebnis war aber nicht das, was sich der „ernsthafte Musikfreund“ wünschte. Auch der Hinweis, dass der UKW-Rundfunk (FM) ja den ganze Frequenzbereich des Gehörs umfasste, wurde mild lächelnd abgetan. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Waren die Musik-Freaks von damals mit anderen Tonquellen zufriedener?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Tonband oder eine Kassette? Spitzenqualität? Ja, im Studio- und bei Geräten, die im halbprofessionellen Bereich eingesetzt wurden. Schließlich war einige Jahrzehnte lang jede Schallplatte vorher ein Tonband – stark vereinfacht und sehr salopp gesagt. Nach der Aufnahme wurde dann die Version hergestellt, die später eine Schallplatte oder eine CD wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Schallplatte und Hi-Fi - idealer Klang?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Womit wir zunächst bei den Schallplatten wären. Sie galten bei jeder Hi-Fi-Vorführung als Krönung der Musikwiedergabe. Die Musikliebhaber glaubten, feinste Töne aus ihnen heraushören zu können. Selbst wenn sie es konnten: Schallplatten rauschen gelegentlich, knistern leider oftmals, und sie altern durch Abnutzung. Von „Abtastfehlern“ war viel die Rede, und diejenigen, die davon sprachen, behaupteten, es gäbe Geräte, die fast ohne solche Fehler arbeiteten. Um mal etwas sinnvollen Zynismus zu verwenden: Nur eine Schallplatte, die niemals oder nur einmal abgespielt wurde, war absolut frei davon, den „taufrischen“ Klang wiederzugeben. Ich will nicht behaupten, dass es keine Mittel gegen die Abnutzung gab – etwas Abtast-Systeme, die sensibler mit der empfindlichen „Rille“ umgingen. Und dennoch muss dieser dazu gesagt werden: Die meisten Musikkenner hören keine „Schallplatten“, sondern die Musik, die in die Rillen eingepresst wurde, auch wenn die Wiedergabe gewisse Mängel hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Mythen rund um die Schallplatte &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Tonträger „Schallplatte“ könnte man noch mehr sagen – er ist von Mythen durchdrungen. Dazu gehört nicht nur die Botschaft, dass sie „weicher klingen“, sondern auch allerlei andere Behauptungen. Beispielsweise die Überzeugung, dass alleine Schallplatten „den natürlichen, analogen Ton“ wiedergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gute Schallplatte - Gute CD - Gefahr durch MP3?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Schallplatte ging es zur CD – und über verschiedene Techniken dann zu so etwas wie „MP3“ oder andere Formate. Soweit der Stand heute. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit einigen Jahren wird ein Streit angefacht: Verlieren die jungen Leute, die Generation „Z“ oder wer auch immer, den Zugang zur Musik, weil sie „MP3“ hören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Einwand gegen viele „naturwissenschaftliche“ Erklärungen: Musik, die vom Gehirn „genau abgetastet“ führt immer zu mehr Anstrengung. Oder mal mit anderen Worten: &lt;em&gt;Free Jazz zu hören ist anstrengender als Dixieland&lt;/em&gt;. Die wesentliche Rolle beim Hören, vor allem aber beim „Erkennen“ der Strukturen von Klängen, spielt immer die Musik selbst – nicht die Wiedergabe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Jeder hört anders &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zuletzt noch diese: Jeder von uns hört anders. Viele Menschen, die noch „das alte Dampfradio“ in Luxusausführung kannten, bevorzugen bis heute einen weichen „Sound“ und glauben, dass genau dieser Klang ideal ist. Sollten sie jemals in einen Konzertsaal gehen, denn würden sie sich wundern, wie „scharf“ dort die Streicher klingen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quellen:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Kritisch über MP3: &lt;a href=&quot;https://www.deutschlandfunkkultur.de/mp3-und-die-folgen-100.html&quot;&gt;Deutschlandfunk&lt;/a&gt;, &lt;a href=&quot;https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article1721723/Digitalisierung-Wie-MP3-die-Qualitaet-der-Musik-zerstoert-hat.html&quot;&gt;Die Welt&lt;/a&gt; . &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Empfohlen: &lt;a href=&quot;https://www.daswissensblog.de/mp3-aac-vinyl-oder-cd-was-klingt-besser/&quot;&gt;Wissensblog&lt;/a&gt; (ausführlich und objektiv). &lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 24 Jul 2026 10:44:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2213-guid.html</guid>
    <category>hifi</category>
<category>hören</category>
<category>mp3</category>
<category>musik hören</category>
<category>musikwiedergabe</category>

</item>
<item>
    <title>Die angeblichen „drei Typen“, die du beim Dating triffst–  Maximizer, Romanticizer &amp; Hesitater</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2211-Die-angeblichen-drei-Typen,-die-du-beim-Dating-triffst-Maximizer,-Romanticizer-Hesitater.html</link>
            <category>lebensweisen und partnersuche</category>
            <category>sehpferd</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2211-Die-angeblichen-drei-Typen,-die-du-beim-Dating-triffst-Maximizer,-Romanticizer-Hesitater.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2211</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2211</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;Der Dating-Zirkus und seine Begriffe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dating-Zirkus im Internet zieht zwar nicht mehr ganz so viele Enthusiasten an, aber er existiert weiter. Die „sozialen Medien“ mit ihren notorischen Schreihälsen und Schreihälsinnen wollen drei „Typen“ ausgemacht haben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Romantiker(innen) – die Sache mit der Lust&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der traditionelle, eher unbefangene Typ im Dating-Rummel ist der Romantiker oder die Romantikerin. Diese Person lebt von der Hoffnung auf die große Liebe und verbindet dies mit dem Glauben, aufgrund ihrer Persönlichkeit auch ausgesprochen begehrenswert zu sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Urteil von Sehpferd: &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Romantiker(innen) fassen das Zusammensein als Gefühl besonderer Art auf, das sich zwar nicht in der spontanen Begierde zeigt, aber durchaus im Wunsch, dem anderen auch körperlich nahezukommen. Sie wollen, dass der „Funke“ überspringt, was in Wahrheit bedeutet, sie könnte sich Sex mit dir vorstellen. Das bedeutet nicht, dass sie &lt;em&gt;„jetzt und hier“&lt;/em&gt; dazu bereit sind, aber es gehört zu ihrem Gesamtbild des Kennenlernens. Bleibt der Funke aus, dann lehnen sie weitere Treffen oft ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Tipp:&lt;/em&gt; Versuche, die Gefühle „reifen“ zu lassen. Suche die Nähe der anderen Person. Der „Appetit“ kommt oft erst beim Essen – und die Lust entwickelt sich oft aus intimen Berührungen oder Küssen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Maximierer – mehr fordern als mitbringen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Jahren finden wir viele lästige Maximierer(innen) in der Manege des Dating-Zirkusses. Solche Personen vergleichen die infrage kommenden Partner(innen) mit einer illusionären „perfekten“ Person. Sie selbst glauben von sich, perfekt zu sein – und wenn nicht das, so doch ausgesprochen begehrenswert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Urteil von Sehpferd: &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maximierer(innen) glauben, einmalig zu sein, und sie zeigen nach Außen ein entsprechendes Selbstbewusstsein. Meist handelt es sich dabei um eine Fehleinschätzung – und  durch die Überheblichkeit wird der Partner zumeist abgewertet. Das heiß: Maximierer erkennen weder den Wert noch die Attraktivität der anderen Person an. Sich mit ihnen zu treffen, ist fast immer verschwendete Zeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Tipp: &lt;/em&gt;Falls du auf eine Maximierer-Persönlichkeit triffst, dann versuche, das Date möglichst abzukürzen. Es hat keinen Sinn, deine Zeit mit einer Person zu verbringen, die „das Beste“ sucht, aber selbst höchstens „Durchschnitt“ ist. Wirklich herausragende Menschen treten nicht als „Maximierer&quot; auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zögerliche Personen – die Furcht vor Veränderungen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer wieder stoßen wir bei Dates auf „zaghafte“ Personen, auch „Zögerer“ genannt. Sie sind unsicher, weil sie eine Verschlechterung ihrer Lebenssituation befürchten, wenn sie sich binden. Diese Personen machen es sich schwerer als nötig: Der Gewinn, mit einem anderen Menschen zusammenzukommen, ist immer mit kleinen Verlusten verbunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das Urteil von Sehpferd: &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Zögerern fehlen oft die Möglichkeiten, zwischen der Chance auf einen Gewinn und dem Risiko eines Verlustes abzuwägen. Wenn du zögerlich bist, hilft ein Satz: „Was kann denn schlimmstenfalls passieren?“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Tipp:&lt;/em&gt; Dem Zögerer beweisen, dass er (sie) einen Vorteil davon hat, dich kennenzulernen. Das kann einige Zeit dauern, aber es beinhaltet auch die Möglichkeit, ihn oder sie zu überzeugen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Kurzform: Was ist mit den drei Begriffen gemeint?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Romantiker: „Ich verlasse mich zu sehr auf bestimmte Gefühle, Potenziale oder Hoffnungen statt auf die aktuelle Situation.“ &lt;br /&gt;
 • Maximierer: „Ich konzentriere mich zu sehr auf Vergleiche oder die Suche nach der perfekten Wahl.“ &lt;br /&gt;
• Zögerer: „Ich lasse mich zu sehr von Angst oder Unsicherheit leiten und schiebe Entscheidungen hinaus.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Alternative: Sei ein kluger Kenner / eine kluge Kennerin &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich dazu könnte man von einem „klugen Kenner“ (oder einer klugen Kennerin) sprechen. Eine Person dieser Art kann alle dies:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;1.	Sich selbst richtig einschätzen.&lt;br /&gt;
2.	Andere sicher einschätzen und beurteilen.&lt;br /&gt;
3.	Den eigenen Marktwert kennen.&lt;br /&gt;
4.	Kompromisse eingehen, die tragfähig sind.&lt;br /&gt;
5.	Im richtigen Moment Entscheidungen fällen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insofern ist die Einteilung „der“ Partnersuchenden in Romantiker, Maximierer und Zögerer absoluter Unsinn. Sie entspricht vielmehr dem Zeitgeist, den die geschwätzigen „neuen“ Medien mit ihren Marktschreiern erst hervorgebracht haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ernsthafte Partnersuche ohne Luxusansprüche und falsche Hoffnungen  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer einen Partner oder eine Partnerin sucht, der betreibt etwas sehr Ernsthaftes. Er oder sie versucht, das eigene Leben zu bereichern, es neu zu gestalten und in einer veränderten Weise mit Inhalten zu füllen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grunde ist es ein Frevel, von irgendwelchen „Typen“ bei der Partnersuche zu reden. Zumal, wenn man vom Ziel ausgeht: das Lebensglück mit einem anderen Menschen zu finden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Artikel wurde am  22.7. 2026 geringfügig verändert.&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 21 Jul 2026 14:07:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2211-guid.html</guid>
    <category>dating</category>
<category>internet</category>
<category>kritik</category>
<category>soziale medien</category>
<category>tendenzen</category>
<category>typen</category>
<category>zeitgeist</category>

</item>
<item>
    <title>Hi-Fi: Wie High ist eigentlich die Fidelity?</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2206-Hi-Fi-Wie-High-ist-eigentlich-die-Fidelity.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2206-Hi-Fi-Wie-High-ist-eigentlich-die-Fidelity.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2206</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2206</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Ich beabsichtige, etwas über Hi-Fi zu schreiben, dass die meisten Menschen wirklich nachvollziehen können. Und natürlich über den Aufwand, den man mindestens betreiben sollte, um einen guten Klang im Wohnraum zu erreichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schicke schon mal einen Fachmann vor, der genau wusste, wovon er sprach:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Bei der Hi-Fi-Wiedergabe wird … nicht der Originalklang reproduziert, sondern es soll eine beabsichtigte Illusion entstehen, die den Wunsch nach schöner und reiner Musikwiedergabe erfüllt. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was klingt eigentlich wo &quot;authentisch&quot;? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:869 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;127&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/hi_fi.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Oh, ich habe viel gehört: Ein elektrischer Konzertflügel, der mit Lochstreifen gefüttert wurde – und dennoch wie ein Konzertflügel klang, weil er eben einer war. (1) Klassik-Aufführungen im Freien, in recht alten Universal-Festsälen, in Theatern, im alten Konzertsaal der  Budapester Musikakademie und in modernen Konzerthallen - zuletzt sogar in einem Theaterzelt. Jazz? Beinahe überall, auch auf Straßen, im Saal eines Rundfunksenders, in Hotelhallen wie auch im Jazzkeller. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Sogar im Konzertsaal &quot;klingt&quot; es nicht für alle  gleich &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So viel kann ich euch sagen: Es gibt keinen „Original-Klang“. Selbst in den besten Konzertsälen „klingt“ die Musik auf jedem Platz ein klein wenig anders. Am besten angeblich im ersten Rang - links vom Orchester. Da klingt aus akustischer Sicht durchaus plausibel und entspricht tatsächlich meinen eigenen Erfahrungen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die vielen Stufen der Musikübertragung &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles betraf die „natürliche Musikwiedergabe“, also die direkte Hörerfahrung. Doch ist die Wiedergabe über die vielen Stufen der Elektronik von der Original-Aufnahme bis hin zum Lautsprecher daheim wirklich &quot;authentisch?&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Techniker, Ingenieur oder Intimkenner der Musik-Verarbeitung wird euch sagen: Nein, das kann er gar nicht sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also reden wir mal darüber. Hast du Lust, mitzureden? Besonders, wenn du im Bereich der Akustik, Musikproduktion oder Datenübertragung tätig bist? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin gespannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zitat: HiFi-Stereo Handbuch, München 1972.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(1) Ich konnte nicht feststellen, ob es ein Welte-Mignon Konzertflügel war. Ich hörte und sah ihn in Kopenhagen, als das Museum noch aktiv war.&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 11 Jul 2026 10:58:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2206-guid.html</guid>
    <category>authentisch</category>
<category>hi-fi</category>
<category>musikübertragung</category>
<category>natürlich</category>
<category>sound</category>

</item>
<item>
    <title>Objektivität und Musikwiedergabe – das ist der Wurm drin </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2209-Objektivitaet-und-Musikwiedergabe-das-ist-der-Wurm-drin.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>Hi-Fi</category>
            <category>mythen</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2209-Objektivitaet-und-Musikwiedergabe-das-ist-der-Wurm-drin.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2209</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2209</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Du wirst im Internet Artikel finden, in denen zunächst einige akustische, physikalische oder gehörpsychologische Begriffe erklärt werden. Diese Artikel lesen sich so, als würden sie aus einer objektiven Sicht geschrieben und sie werden aus diesem Grund auch mit physikalischen, mathematische oder ähnlichen Fakten belegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Am Ende wird ein Produkt hervorgehoben &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du sie tatsächlich bis zum letzten Drittel durchliest, wirst du finden, dass die Autoren mit jedem Satz auf ein Produkt hinsteuern, das die Musikwiedergabe angeblich verbessert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Auch wenn die Fakten stimmen, können die Zusammenhänge falsch sein &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass die Fakten meist stimmen – aber nicht die Zusammenhänge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zumeist werden diese Behauptungen im Zusammenhang mit Lautsprecherboxen aufgestellt. Das ist verständlich, weil die Händler an einer Box, die mehrere Tausend Euro kostet, wesentlich mehr verdienen als an einer Box, die gerade mal 200 Euro kostet. Der Wurm in der Sache: Eine Lautsprecherbox muss man hören – und zwar in den eigenen vier Wänden und mit der Musik, die man wirklich kennt. Erst dann zeigt sich, ob sie für den Raum, in dem sie stehen soll, wirklich geeignet ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls ihr zweifelt: Selbstverständlich gibt es physikalische Fakten - aber die sind allen Herstellern bekannt und die meisten handeln danach.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 15 Jul 2026 14:30:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2209-guid.html</guid>
    <category>fakten</category>
<category>hifi</category>
<category>pr</category>
<category>wahrheit</category>
<category>werbung</category>

</item>
<item>
    <title>Hörst du Töne?</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2208-Hoerst-du-Toene.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>Hi-Fi</category>
            <category>hören, sehen, wissen</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2208-Hoerst-du-Toene.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2208</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2208</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:872 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;931&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/ein_mensch_hoert_einen_pianisten.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Das Hören ist ein sehr komplizierter Vorgang&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Wahrscheinlich hörst du die Laute der Menschen. Vielleicht siehst du dabei ihre Gebärden. Beides zusammen macht noch keinen menschlichen Dialog aus. Denn um jemanden „zu verstehen“ brauchst du noch die Sprache, oder technisch ausgedrückt – zwei übereinstimmende Zeichenvorräte. Sie bestehen aus Buchstaben, Wörtern und Sätzen. Die gute Nachricht: Menschen können sich über Worte austauschen und dabei Gemeinsamkeiten finden. Das ist toll, denn so entstehen Freundschaften und dauerhafte Beziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das Gehirn entscheidet, was und wie wir hören&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir genauer hinsehen, hat dies zwar etwas mit dem „Hören“ zu tun, aber die Informationen müssen erst „bearbeitet“ werden. Das erledigt unser Gehirn gewöhnlich sehr zuverlässig, manchmal aber auch ziemlich hakelig. Das Gehirn ist immer verwirrt, wenn es etwas nicht genau erkennen kann – ein Fremdwort zum Beispiel oder eine Fremdsprache. Manchmal schadet das, aber oftmals können wir uns aus dem Zusammenhang erklären, was ein Wort bedeuten soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Musikhören ist die Sache so ähnlich. Wir hören zwar ein Musikstück mit dem Ohr, aber das reicht auch hier nicht. Unser Gehirn versucht, die Töne, Tonfolgen, Geräusch und Rhythmen miteinander zu verbinden und sucht nach Gemeinsamkeiten mit dem Bekannten. Manchmal gelingt dies beim Erwachsenen sofort, gelegentlich erst nach mehrfachem Hören und häufig gar nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Natürliche Töne und die Erinnerung an Tonfolgen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grund liegt einerseits in der Evolution, die dafür gesorgt hat, dass wir bestimmte Rhythmen, Tonhöhen und Tonfolgen als „natürlich“ wahrnehmen. Andererseits spielt eine erhebliche Rolle, wie wir „Musik“ in jungen Jahren erlebt haben – sei es als Zuhörer, Sänger oder Spieler. Das mag der Grund sein, warum manche Menschen sogenannte „klassische Musik“ hören wollen, andere eher Schlager oder echte Volksmusik und wieder andere Jazz oder Rock. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Frage ist, ob man die Musik unmittelbar so erlebt hat, wie sie gespielt oder gesungen wird – oder ob man sie ausschließlich aus Medien kennt. Am Schluss dieser Kette steht die Frage: Wenn wir sie ausschließlich über Medien gehört haben, wie authentisch war dann die Wiedergabe? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kontroverse Ansichten über die Wiedergabe von Tönen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Frage wird recht kontrovers beantwortet. Dem alten Dampfradio oder einem vergleichbaren tragbaren Radio (Kofferradio) fehlten manche Obertöne und Bässe. Moderne Hi-Fi „High-End“-Anlagen geben das wieder, was aus dem Mischpult kommt – also eine Musik, die bereits auf bestimmte Hörgewohnheiten zugeschnitten wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Streitpunkt MP3-Formate&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant ist auch, dass die meisten der heutigen Musikstücke im MP3-Format übertragen werden. Diese Komprimierung überträgt nur etwa 15 Prozent der „authentischen“ Aufnahmen. Vielen Menschen erscheint der „Sound“ aber als „qualitativ hochstehend“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wie kommunizieren wir über Musik?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kehren wir zurück zum Menschen: Einem Musiker oder einem Chormitglied kann man vorspielen oder vorsingen, wie man etwas „hören will“. Die meisten Zuhörer können (und wollen) das gar nicht wissen. Sie wissen nur, wie sie selbst etwas hören. Sobald sie darüber kommunizieren, geht etwas von der musikalischen Empfindung verloren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant dürfte auch sein, dass wir uns bei Musik so gut wie nie an die Klangqualität erinnern können. Stattdessen erinnern wir uns an die Struktur der Musik, also an Rhythmen, Melodienfolgen, Gesangstexte und dergleichen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist ganz ähnlich, als wenn man jemandem ein Gefühl erklären will. Je mehr Worte man dafür benötigt, umso mehr wird das Gefühl verfälscht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bild: Aus Fritz Kahn: &quot;Das Leben des Menschen&quot;, Stuttgart 1929, Grafik von Fritz Schüler.&lt;br /&gt;
Kontrovers erläutert: Im Deutschlandfunk &lt;a href=&quot;https://www.deutschlandfunkkultur.de/mp3-und-die-folgen-100.html&quot;&gt;Kultur&lt;/a&gt;. &lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 14 Jul 2026 09:33:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2208-guid.html</guid>
    <category>hi-fi</category>
<category>hören</category>
<category>mp3</category>
<category>musik</category>
<category>musikbearbeitung</category>
<category>original</category>

</item>
<item>
    <title>Jazz – schon beim Wort scheiden sich die Geister</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2205-Jazz-schon-beim-Wort-scheiden-sich-die-Geister.html</link>
            <category>hören, sehen, wissen</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2205-Jazz-schon-beim-Wort-scheiden-sich-die-Geister.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2205</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2205</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Dieser Tage bin ich wieder einmal auf die „Herkunft“ des Jazz gestoßen, über die es mehr Mythen als Wahrheiten gibt. Was ist aber mit der Definition selbst? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:867 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;131&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/jazz_1.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Ich erfahre, dass wir dies glauben sollen: Das Wort soll aus dem Bereich des Sports kommen – und räumlich gesehen aus Kalifornien. Verwendet wurde es demnach 1913 – also etwa 4 Jahre bevor der Name im Zusammenhang mit Musik erwähnt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bedeutung soll damals etwa unserem Lehnwort „Elan“	entsprochen haben, das in etwa „Begeisterung“ bedeutet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch ist dies wahrscheinlich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Chasser - Chass - Jass?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke nicht – denn sehr viel wahrscheinlicher ist, dass dieses Wort aus dem Französischen kommt. Das Wort „chasser“ kommt aus dem Bereich der Jagd, steht aber auch für „getrieben werden“. Wie wäre es, wenn man den Ragtime schneller spielte als auf dem Klavier üblich, einfach &quot;Jass&quot; nannte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dafür spricht vor allem, dass in Louisiana noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch Französisch (Cajun) gesprochen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Vermutliche Fehlannahmen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt einige andere Ansichten. Einige Autoren nehmen an, dass „jaser“, ebenfalls ein französisches Wort, beim Jazz Pate gestanden hätte. Es ist nahezu restlos unwahrscheinlich. Auch die Ähnlichkeit mit dem Wort „Jizz“ ist rein zufällig – das Wort steht für „Ejakulat“ – es hat mit Jazz also gar nichts zu tun, auch wenn das „ein Musiker meint“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kein Jazz im Bordell &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verbindung zwischen „Jazz“ und „Bordell“ ist übrigens ein Märchen. New-Orleans-Bordelle leisteten sich zwar oftmals einen Pianisten, auf keinen Fall aber eine „Jazzband“, die viel zu laut für ein derartiges Etablissement gewesen wäre. Dieser Pianist, den man auch &quot;&lt;em&gt;Professor&lt;/em&gt;&quot; nannte, spielte alles, was man von ihm verlangte, von Quadrillen über Populärmusik bis zu Ragtime. Von „Jazz“ konnte dabei keine Rede sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Dixieland-Jazz - Jazz aus dem Süden der USA &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die musikalischen Etiketten, wie etwa „New Orleans Jazz“ oder auch „Dixieland“ wurden erst in späteren Jahren vergeben. Der Name „Dixieland“ sagt nichts anderes aus, als dass die Musik aus dem Süden der USA kam. Die Bezeichnung leitet sich von der 10-Dollar Note her, auf der die Zahl zehn als „Dix“ stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Etiketten zur Vermarktung - &quot;New Orleans Jazz&quot; und &quot;Dixieland&quot;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Begriffe – also sowohl „New Orleans Jazz“ wie auch „Dixieland“ wurden erst durch Studio-Aufnahmen zu Etiketten für die angebliche „Stilrichtung“. Nach relativ einhelliger Meinung wurde Jazz vor allem über die Schallplatten populär, weniger über die amerikanischen Mittelwellensender, die nach meiner Kenntnis erst zwischen 1920 und 1925 Jazz-Sendungen ausstrahlten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quellen und andere Meinungen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hallo: Ich kann irren. Wer meint, das etwas an diesem Artikel nicht stimmt, der kann ihn gerne kommentieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen mit gegenteiligen Behauptungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Jazz&quot;&gt;Wikipedia &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://dictionaryblog.cambridge.org/2011/06/27/jazz-is-a-four-letter-word/&quot;&gt;Dictionaryblog &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich empfehle darüber hinaus, unbedingt einmal bei &quot;&lt;a href=&quot;https://www.jazzseite.at/Jazz-Qualitaet/Ragtime-Stride.html&quot;&gt;Jazzseite.at&lt;/a&gt;&quot; vorbeizuschauen. Dort ist zu lesen, dass der Jazz bis in die 1920-er Jahre immer noch mehr oder weniger &quot;Ragtime&quot; war. &lt;br /&gt;
&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 10 Jul 2026 14:07:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2205-guid.html</guid>
    <category>jazz</category>
<category>musik</category>
<category>mythen</category>

</item>
<item>
    <title>Musik anders ansehen - und besser verstehen </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2204-Musik-anders-ansehen-und-besser-verstehen.html</link>
            <category>hören, sehen, wissen</category>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2204-Musik-anders-ansehen-und-besser-verstehen.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2204</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2204</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Musik ist im Grunde Kommunikation, so wie die Sprache selbst. Über ihre „Ursprünge“ wird viel gestritten, aber der gesamte Streit ist auf europäische Hochkulturen ausgerichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:870 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;320&quot; height=&quot;95&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/musik.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Am besten gefällt mir noch der Satz „Musik ist eine affektive Lautäußerung“ – das heißt, sie zielt auf die Gefühle ab. Dies ist den Puristen allerdings nicht genug – sie vermuten, dass dabei der „Kunstcharakter“ der Musik zu kurz kommt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Anfänge der Musik - rhythmische Lautäußerungen  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anfänge der Musik suchen wir am besten dort, wo auch die Anfänge der Sprache liegen: Sie beginnt mit strukturierten Lauten, etwa so, wie Oscar Brown jr textete (1):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;They say it began with a chant and a hum&lt;br /&gt;
And a Black hand laid on a native drum.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Aus der Kombination von Singen und Summen und einer Hand, die eine Trommel schlägt, ist demnach die Musik entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Einfache Erklärungen schlagen komplizierte Theorien &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einfache Satz fasst so gut wie alle Erklärungen zur Entstehung der Musik zusammen. „Am Anfang war der Rhythmus“ (2) erklärt, dass wir Menschen zunächst die Zeit nutzen, um Struktur in die Abfolge der Töne zu bringen. Die Töne gab es schon vorher, denn die Natur hatte schon längst bestimmte Formen der Kommunikation erfunden, die auf Lautäußerungen basierten. Wo die Balz drauf beruhte, Töne zu erzeugen, hatten die Exemplare mit dem überzeugendsten Ton die größte Chance, sich fortzupflanzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gefühle und Musik - nicht Magie, sondern Teil der Evolution &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Austausch von Tönen dient also der Kommunikation - und aus dieser Kommunikation können dann wieder Gefühle entstehen. Wie dieser Prozess funktioniert, ist weitgehend unbekannt, aber er ist unzweifelhaft ein Erbe der Evolution. „Ähnlich zu fühlen“ ist das Ziel, und um dies zu reichen, eignen sich Töne ebenso wie Gesten und Berührungen. Dieser Prozess wird also keinesfalls vom Verstand getragen, sondern ergibt sich aus dem „gemeinsamen Empfinden“ von zwei oder mehreren Teilnehmern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Interpreten und Zuhörer &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Geschichte der Menschheit haben sich die Teilnehmer an diesem Prozess in Interpreten (ausführende Musiker) und Zuhörer aufgeteilt. Solange beide zugleich anwesend sind, findet auch nach wir vor eine Kommunikation zwischen beiden Gruppen statt. Mir ist bewusst, dass dies in den großen Konzerten der sogenannten „klassischen Musik“ selten wahrgenommen wird, aber ich habe schon selber Konzerte erlebt, in denen die Kommunikation seitens der Ausführenden gefördert wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Fazit, Entzauberung und Liebe zur Musik&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war es in Ultrakurzfassung. Ich hoffe, mit diesen Sätzen einen Beitrag zur „Entzauberung“ der Musikgeschichte beigetragen zu haben. Wenn es eine „magische Wirkung der Musik“ gibt, dann entsteht sie in uns selbst – und nur wir können ermessen, was dies für uns bedeutet. Möglicherweise ist diese Wirkung so unerklärlich wie die individuelle Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(1) Zitat aus der &quot;Freedom Now Suite&quot; - It&#039;s all Africa. &lt;br /&gt;
(2) Hans von Bülow, Zitiert nach &quot;Musik und Gesellschaft&quot;, Berlin 1960.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 09 Jul 2026 10:13:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2204-guid.html</guid>
    <category>entstehung</category>
<category>gefühle</category>
<category>kommunikation</category>
<category>musik</category>
<category>wiedergabe</category>

</item>
<item>
    <title>Zwei Wahrheiten über die Suche nach Liebe aus professionellem Munde </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2201-Zwei-Wahrheiten-ueber-die-Suche-nach-Liebe-aus-professionellem-Munde.html</link>
            <category>lebensweisen und partnersuche</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2201-Zwei-Wahrheiten-ueber-die-Suche-nach-Liebe-aus-professionellem-Munde.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2201</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2201</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Ich will euch mit dem Thema „Partnersuche“ nicht langweilen – es betrifft nicht alle von euch, aber diejenigen, die es betrifft, habe ich immer noch im Auge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute fand ich zwei professionelle Ansichten wieder, die ich seit Jahren auf meiner Webseite „Die Liebeszeitung“ vertreten habe. &lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;br /&gt;
1.	Ein verlässliches Matching (1) kann nur funktionieren, wenn die eigenen Ansprüche und die eigene Attraktivität auf dem Partnermarkt in einer gesunden Balance stehen.&lt;br /&gt;
2.	Der Prozess des Matchmakings (2) … (ist) … auch eine Reise zu sich selbst. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Ich habe beide Sätze anders formuliert, weil ich die Partnersuche unter einer anderen Perspektive wahrgenommen habe. Mein Satz hätte etwa geheißen: „An den Marktbedingungen kommt keine(r) vorbei.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Behauptungen ohne Grundlage - Zeitungswissen und Volksmund &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die Ansprüche betrifft, so habe ich jahrelang Amateurpsychologen und manchen professionellen „psychologischen“ Beratern widersprochen. Der Grund dafür ist der oft gehörte Rat: „Sie sollten ihre Ansprüche keinesfalls aufgeben“. Verbreitet werden solche Sätze über konservative Medien und Frauenzeitschriften. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der „Hausverstand“ liegt oft schief. Mit ihm wird behauptet, da draußen würden unendlich viele Singles nur darauf warten, dass sie endlich einen passenden Menschen kennenlernen würden. Das ist absoluter Blödsinn: Die Menschen, die da draußen schon lange warten, und niemals „abgeholt“ werden, passen einfach nicht auf die Bedürfnisse der Suchenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Investiere nur das an Geld, was du wirklich übrig hast &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin nicht sicher, ob es immer und für jede(n) gut ist, Partnervermittler(innen) einzuschalten. Die Tarife der Vermittler(innen) sind sehr hoch – und auf dem Markt der „Matchmaker“ (2) stehen seriöse Unternehmer(innen) neben unseriösen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Faustregel für Partnersuchende aller Art ist: Investieren sie auf keinen Fall Geld das du nicht wirklich übrig hast. Es gibt Luxus-Vermittler(innen) mit entsprechenden Tarifen, die sich bewusst an Luxus-Verdiener(innen) wenden – aber sie spielen in einer anderen Liga. (3)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das Fazit: Empfehlungen für Dich&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Partnersuche fängt damit an, die eigene Gedanken über das Zusammensein zu klären. &lt;br /&gt;
2.	Partnersuche wird umso schwerer, je mehr du nach Menschen mit Spitzen-Eigenschaften suchst. (Körperlich, emotional, geistig, sozial). &lt;br /&gt;
3.	Wenn du dich selbst überschätzt, wird deine Partnersuche dornig und letztendlich enttäuschend. &lt;br /&gt;
4.     Wenn du dir selbst vertraust, andere überwiegend richtig einzuschätzen weißt, und deine Ziele kennst, hast du die besten Chancen auf dem Partnermarkt.&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Ich empfehle, den Artikel zu lesen, aus dem ich die beiden Mini-Zitate entnommen habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2202-Der-Zugang-zur-Liebe-und-Du.html&quot;&gt;&lt;img src=&quot;uploads/sehpferd_liebe.jpg&quot;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zitate Nachzulesen bei: &lt;a href=&quot;https://www.srf.ch/sendungen/dok/bezahlte-partnersuche-matchmaking-wenn-das-liebesglueck-zum-business-wird&quot;&gt;SFR&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(1) Matchmaking bedeutet, passende Partner für eine Beziehung oder Ehe zu vermitteln. &lt;br /&gt;
(2) Ein Matchmaker oder eine Matchmakerin ist ursprünglich ein Mensch, der Heiraten vermittelt, inzwischen aber auch andere feste Beziehungen,.&lt;br /&gt;
(3) Es ist ein beträchtlicher Unterschied. ob du in der Stunde 200 Euro (CHF) verdienst oder 200 Euro (CHF) am Tag. Wie im Artikel erwähnt, rechnen sehr erfolgreiche Selbstständige die Kosten der Vermittlung gegen den Aufwand auf, selbst zu suchen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 04 Jul 2026 10:41:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2201-guid.html</guid>
    <category>chancen</category>
<category>heiraten</category>
<category>märkte</category>
<category>matching</category>
<category>partnervermittler</category>
<category>wünsche</category>

</item>
<item>
    <title>Psychologie als Verstärker des Zeitgeistes?  </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2197-Psychologie-als-Verstaerker-des-Zeitgeistes.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>KI/AI - Künstliche Intelligenz </category>
            <category>mythen</category>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2197-Psychologie-als-Verstaerker-des-Zeitgeistes.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2197</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2197</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (redaktionsteam sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Psychologie ist ein seltsames Gemisch aus Fakten, Ansichten und Interpretationen. Die „Gesellschaft“ und auch der „Zeitgeist“ fließen in sie ein und sorgen durch Rückkoppelung wieder dafür, dass die Thesen und Meinung weitgehend akzeptiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wie es funktioniert - Psychologie als Handlanger des Zeitgeistes &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sobald in der Gesellschaft eine Tendenz erkannt wird, beispielsweise die Gleichheit und Ungleichheit der Geschlechter, kümmern sich Psychologen darum, dazu Thesen und Antithesen aufzustellen. Was die Wissenschaft dann über populäre Kanäle „zurückspielt“, wird als „Beweis“ oder „Gegenbeweis“ für diese Thesen verstanden – und wandert so erneut in die Gesellschaft ein. Der unbefangene Mensch nimmt dann an, dass „die Wissenschaft“ die Inhalte der Tendenz bestätigt hat.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So etwas funktioniert sehr gut, solange der „Mainstream“ oder eine andere „populäre Strömung“ in der Gesellschaft diese Meinungen als „wahr“ akzeptiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Thesen - wahr, falsch oder &quot;unerwünscht&quot;?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage ist allerdings: Glauben die Psychologen in Person wirklich, was sie da in die Welt setzen? Oder anders ausgedrückt: Können grundlegende Erkenntnisse der Biologie, der Medizin oder der Evolution durch den Zeitgeist verfälscht werden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kürzlich wurden einigen ausgewählten Professoren danach gefragt, ob sie eine Anzahl von Thesen für „wahr“ oder „falsch“ hielten. Doch nicht nur das: Sie wurden auch befragt, ob sie diese Thesen selbst vertreten würden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ergebnis war verblüffend (hier zittere ich wörtlich):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Je stärker die Befragten eine These für wahr hielten, desto eher berichteten sie, ihre Meinung für sich behalten zu wollen. Angst vor sozialer Ausgrenzung, Beschimpfungen und Attacken in den sozialen Medien waren die häufigsten Gründe für Selbstzensur.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Sieht man sich nun die Themen an, so spielen Genderfragen und evolutionäre Thesen eine  große Rolle in der Befragung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kontroversen dazu waren typischerweise bei den Fragen nach Geschlecht und Gender zu erkennen (geordneten nach Prozent der Selbstzensur).&lt;br /&gt;
&lt;h1&gt;50 %&lt;/h1&gt; Die Neigung zu sexualisierter Gewalt ist wahrscheinlich entstanden, weil sie Männern evolutionäre Vorteile brachte. (Wahrheitsgehalt 53 %)&lt;br /&gt;
&lt;h1&gt;47 % &lt;/h1&gt;Eine Transgender-Identität ist manchmal das Ergebnis sozialer Einflüsse. (Wahrheitsgehalt 56 %)&lt;br /&gt;
&lt;h1&gt;43 % &lt;/h1&gt;Für die Mehrheit der Menschen gilt, dass das biologische Geschlecht binär ist. (Wahrheitsgehalt 66 %)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wenn unerwünschte Wahrheiten unterdrückt werden, erwachen die Manipulateure &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beispiele zeigen, dass die Wahrheit in vielen Fällen als „unerwünscht“ gilt. Man kann daraus durchaus schließen, dass es deshalb deutlich weniger Beiträge im Internet gibt, die „wahre“ oder wenigstens „wahrscheinliche“ Thesen unterstützen. Und je weniger die Wahrheit gewürdigt wird, umso mehr Beiträge zum Thema mit Halbwahrheiten, Manipulationen und Ideologien können gefunden und technisch ausgewertet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wiederhole mich ungern: Aber vor allem griffige, gängige und einfache Thesen sind ein „gefundenes Fressen“ der KI, die eben auch dafür sorgt, dass Wahrheiten „neu bewertet“ werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitat und weitere Informationen: &lt;a href=&quot;https://www.spektrum.de/news/tabuthemen-in-der-psychologie/2221076&quot;&gt;Spektrum&lt;/a&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 29 Jun 2026 06:58:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2197-guid.html</guid>
    <category>furcht</category>
<category>psychologen</category>
<category>verfälschungen</category>
<category>wahrheit</category>

</item>
<item>
    <title>Der Rösselsprung - oder der Sprung von der Erotik zur Sexualwissenschaft</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2190-Der-Roesselsprung-oder-der-Sprung-von-der-Erotik-zur-Sexualwissenschaft.html</link>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2190-Der-Roesselsprung-oder-der-Sprung-von-der-Erotik-zur-Sexualwissenschaft.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2190</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2190</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:859 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;504&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/die_wissenschaft_ruft.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die Wissenschaft übernimmt ...&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Prolog&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt; In diesem Artikel ist die Rede davon, wie das Wissen über ein Londoner Flagellationsbordell nach Deutschland kam. Wer sich für den Beginn der Artikelserie interessiert, kann alle Beiträge zum Thema im Inhaltsverzeichnis finden.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das neue Jahrhundert - Theresa Berkley in der deutschen Literatur &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das neue Jahrhundert beginnt mit einem Tusch: Deutschland interessiert sich mächtig für einen französischen Skandalautor, den „Marquis de Sade“. Jener ist zwar schon vor längerer Zeit verstorben, nämlich 1814, aber warum sollte man gegen 1900 nicht noch ein Buch über ihn und seine Zeit schreiben?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gedacht, so getan: Das Werk heißt „&lt;em&gt;Der Marquis de Sade und seine Zeit“&lt;/em&gt; und es erschien irgendwann zwischen 189 und 1919. Im ursprünglichen Verlag erschienen mindestens acht Auflagen, wahrscheinlich also 8.000 – 15.000 Exemplare. (Soweit ich Ausschnitte veröffentliche, stammen sie aus der sechsten Auflage). Für die damalige Zeit war diese Auflage außerordentlich hoch, wenngleich ein anderes Buch, „Das Liebesleben in der Natur&quot; von Wilhelm Bölsche, noch weitaus höher Auflagen erzielte. Die bürgerliche Welt hatte die Sexualität entdeckt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die bürgerliche Welt und die erotischen Geheimnisse &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Werk des Autors, der Autor, der als Dr. Eugen Dühren auftritt, würde heute wahrscheinlich als „populärwissenschaftlich“ bezeichnet. Es wendet sich zwar auch an „fachliche Interessierte“, denen er ein „Geheimnis erschließen“ will, doch richtet sich dieses Buch gleichwohl vor allem an die Neugierde bürgerlicher Interessenten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Mann heißt eigentlich Iwan Bloch und er wird später zu einem der ersten Sexualwissenschaftler in Deutschland. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der  Marquis de Sade und die Frau Berkley&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch was hat dies alles mit der Engländerin Theresa Berkley und ihrem „berühmten Pferd“ zu tun? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grunde ist es ein winziger Hinweis, der sowohl die Existenz der Frau Berkley, wie auch die Memoiren und das geheimnisvolle Pferd enthielt. Im Grunde wäre zu erwarten gewesen, dass die Frau, ihre Memoiren und ihr „Horse“ längst im Rauschen des erotischen Blätterwaldes verschwunden wären. Immerhin lagen nun schon viele Jahre zwischen Frau Berkleys Tod und dem neuen Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch Dühren/Bloch zitiert Fraxi Wort für Wort – so, als ob er aus einem Geschichtsbuch zitieren würde. Hier ein kleiner Auszug aus der Seite 211:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:858 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;282&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/england_ist_bekanntlich.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die berühmteste Geißlerin in England? &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Nun interessieren Iwan Bloch (1) und  Albert Eulenburg (2) durchaus aus anderen Gründen, und ihre Werke haben sicherlich die Sexualforschung bereichert. Doch gelang ihnen – sozusagen „im Vorübergehen“ auch der Rösselsprung des Berkley-Pferdes, samt Erfinderin und der nicht existenten Memoiren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:861 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;679&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/von_london_nach_deutschland.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Über den Kanal nach Deutschland mit Ross und Reiter&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
Die Königin wird nach Deutschland umgesetzt - die Wissenschaft &quot;übernimmt&quot;&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Seither steht die Geschichte nicht in irgendeinem Buch über erotische Schriften, das zu diesem Zeitpunkt kaum jemand kannte. Nein, mit dem Sprung über den Ärmelkanal wurde sie alle Teile der seriösen Wissenschaftsgeschichte – sozusagen das erotische Kulturerbe des „englischen Lasters“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weitere Weg ist bekannt: Die Mär von Frau, Pferd und Memoiren zog sich durch viele Sittengeschichten. Im Jahr 1930 wurde sie in ein namhaftes Lexikon übernommen und seither ist sie fester Bestandteil des „Wissens“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:823 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;1452&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/berkley_lexikomon_bilder_lex_1930_na_1961.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der Ursprung im Lexikon - 1930&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die letzte Entwicklung: Über die sozialen Netzwerke und mithilfe von KI wird die wundersame Geschichte kritiklos fortgetragen und mit zusätzlichen Schnörkeln versehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Fakten und Gerüchte über Frau Berkley - was habe ich erfahren?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr nun wissen wollt, welche Fakten über die sagenhafte Frau Berkley existieren und was ihr nach ihrem Tod angedichtet wurde, dem biete ich noch an, &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2191-Was-ist-wahr-an-der-Geschichte-um-Frau-Berkley-und-ihr-Bordell-in-London.html&quot;&gt;meine Recherchen zu verfolgen&lt;/a&gt;. Dabei habe ich ein kleines Hilfsmittel benutzt, nämlich eine qualifizierte Internet-Abfrage darüber, was als bewiesen gilt, was zweifelhaft erscheint und was wahrscheinlich erfunden ist. Kurzgefasst: &lt;em&gt; Die Faktenlage ist denkbar schlecht. &lt;br /&gt;
&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quellen:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;br /&gt;
1. Quelle Online: &lt;a href=&quot;https://archive.org/details/neueforschungenb00dhre/mode/2up&quot;&gt;Archive.org&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
2. Vollständiger Beitrag auf &lt;a href=&quot;https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/91/Sadismus_und_Masochismus_%28IA_sadismusundmasoc00eule%29.pdf&quot;&gt;WikiCommons&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Beitrag vom gleichen Autor auf &quot;sehpferd&quot;- &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/78-Englische-Erziehung-einmal-ganz-anders.html&quot;&gt;Englische Erziehung einmal anders&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildquellen: Liebesverlag.de &lt;br /&gt;
Oben: Zeichnung und Collage unter Verwendung eines historischen anonymen Fotos. &lt;br /&gt;
Unten: Foto mit Figuren aus &quot;Alice im Wunderland&quot;. &lt;/em&gt; &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2190-Der-Roesselsprung-oder-der-Sprung-von-der-Erotik-zur-Sexualwissenschaft.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Der Rösselsprung - oder der Sprung von der Erotik zur Sexualwissenschaft&quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 18 Jun 2026 12:11:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2190-guid.html</guid>
    <category>bloch</category>
<category>düren</category>
<category>eulenburg</category>
<category>fraxi</category>
<category>legenden</category>
<category>lexika</category>
<category>wissenschaft</category>

</item>
<item>
    <title>Das Berkley-Horse und seine Nachbauten - ein Überblick</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2188-Das-Berkley-Horse-und-seine-Nachbauten-ein-UEberblick.html</link>
            <category>sehpferd</category>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2188-Das-Berkley-Horse-und-seine-Nachbauten-ein-UEberblick.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2188</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2188</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (redaktionsteam sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:860 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;821&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/ein_pruegelbock_ist_ein_bock_1024.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Nein, dies ist nicht der Bock, den angeblich Frau Berkley schuf&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Prolog&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Die angeblich „offizielle“ Zeichnung des „Berkley-Horse“ soll von Pisanus Fraxis stammen, also von George Spencer Ashbee. Alle anderen Berichte über bestehende „Zeichnungen“ haben sich als Schall und Rauch erwiesen – egal, wann etwas darüber behauptet wurde und wer es behauptet hat.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Warum Herr Ashbee kein guter Zeitzeuge für das &quot;Berkley Horse&quot; ist &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr Ashbee war weder Konstrukteur, noch war er Schreiner oder gar Designer für Bordellmöbel. Und ob das, was er zeichnete, einem Gebrauchsmöbel entsprechen würde, war ihm sichtlich egal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:829 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;120&quot; height=&quot;126&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/fraxi_horse_small.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Dennoch wurden nach der vorliegenden Zeichnung allerlei Nachbauten angefertigt – solche, von denen wir wissen und auch solche, die nie veröffentlicht wurden. In manchen Fällen wurden sie aus der „Werbung“ für einer „Domina“ bekannt, in einem Fall stand ein solches Gerät zum Verkauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Standfest und stabil - und dabei noch ausgesprochen flexibel? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konstrukteure mussten ihr Design zunächst an die Proportionen existierender Personen anpassen, dann aber auch dafür sorgen, dass die Ergebnisse standfest genug waren. Sie gingen in keinem Fall davon aus, dass die von Fraxi in seinen Texten angeben Flexibilität auf diese Weise erreicht werden konnte. Allerdings sollten sie ähnlich aussehen und möglichst etwas flexibler in der Handhabung sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob dies erreicht wurde, könnten im Prinzip nur die entsprechenden Auftraggeberinnen beurteilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für eine Gegenüberstellung einiger dieser „Horses“ haben wir versucht, eine maßstabgerechte Zeichnung des Vorderteils ohne Neigung darzustellen, und eine Person dazu abzubilden. Naturgemäß war dies sehr schwierig, vor allem angesichts der einzigen Vorlage, die es für das angebliche „Original“ („A“) gab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 2048px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:849 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;2048&quot; height=&quot;1702&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/fuenf_berkley_horses.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der erste  Versuch eines Vergleichs - Berkley Horse und vier Nachbauten&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
Wir haben dazu das angebliche „Original“ sowie vier bekanntgewordene Kopien in einer Darstellung unterzubringen. Dabei wurde deutlich, dass die Versionen „B“ und „E“ wahrscheinlich die besten Voraussetzungen für den Einsatz bieten. In der Version „E“ ist es auch möglich, die Hände über dem Kopf zu fixieren - es hat andere Proportionen als die übrigen Modelle und wirkt auf Fotos deutlich stabiler und standfester als in der vorliegenden Zeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im letzten Jahr ist ein neuer Nachbau in traditioneller Bauweise aufgetaucht, die der dargestellten Version „B“ sehr ähnlich ist. Die Konstrukteure, Erbauer oder Eigentümer(innen) sind mir nicht bekannt, und die Darstellungen müssen nicht zwangsläufig in allen Details den Originalen entsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessant daran ist auch, dass Fraxis  „Berkley-Horse“ immer wieder als Leiter dargestellt wurde. Aus dem Jahr 2023 stammt diese&lt;a href=&quot;https://historyofthedominatrix.com/blogs/blog/behind-the-scenes-set-of-19th-century-governess-theresa-berkley-for-sky-tv&quot;&gt; Bemerkung:&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Wie wäre es, wenn ich statt eines brandneuen „Berkley Horse“ diese antike Bockleiter mit ihrem wunderbaren, aufwendig konstruierten Klappmechanismus aus Eisen kaufen und sie zu einem „Berkley Horse“ umbauen würde?&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Mehr über das &quot;Berkley Horse&quot; in Vergangenheit und Zukunft&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohin nun? In die Zukunft? Oder noch einmal zurück in die Zeit, als das „Berkley Horse“ ganz selbstverständlich als Leiter dargestellt wurde? Wenn ich es mal so ausdrücken darf: In der Zukunft (Deutschland ab ca. 1900) wird wissenschaftlich moralisiert, in der Vergangenheit (überwiegend England zwischen 1890 und 1910) werden Frivolitäten dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Epilog &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wundersame Erfindung der Theresa Berkley könnte aus technischer Sicht wirklich existiert haben. Aber dann würde der Prügelbock anders aussehen als in der Skizze von Pisanus Fraxi. Gegen 1899 wurde das &quot;Berkley Horse&quot; erstmalig von Dr. Eugen Dühren (Iwan Bloch) erwähnt - und damit hatte es den Rösselsprung vom erotischen Bücherklub zur &quot;Darstellung des &lt;a href=&quot;https://archive.org/details/b29012557 &quot;&gt;Geschlechtslebens in England&lt;/a&gt;&quot; (1903) geschafft. Dieser Beitrag ist der letzte zum Thea &quot;Berkley Horse&quot;. Über die &quot;Wiederbelebung&quot; der Legende könnt ihr im nächsten Abschnitt nachlesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bildnachweis:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Für das angebliche Original: Pisanus Fraxi.&lt;br /&gt;
Alle Zeichnung erstellt, maßstäblich angepasst und gegenübergestellt: &amp;copy; 2026 by liebesverlag.de &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Epilog&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nun habe ich doch tatsächlich drei Beiträge über das geheimnisvolle &quot;Berkley Horse&quot; geschrieben. Der erste handelte von verschiedenen &quot;Böcken&quot; (Horse oder Pony genannt) zur Züchtigung in Gefängnissen und &quot;Besserungsanstalten&quot;. Der zweite von der angeblichen Erfindung durch &quot;Frau Berkley&quot;, der zu skurrilen Zeichnungen und Fotos führte. Dieser Artikel beschäftigt sich ausschließlich mit den Nachbauten. Wie die Legende in deutsche Lexika kam, habe ich bereits im Eingangskapitel erwähnt - und dazu gibt es noch einen kleinen Beitrag über zwei honorige Mediziner, die den Herrn Ashbee für einen kompetenten Zeitzeugen hielten.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2188-Das-Berkley-Horse-und-seine-Nachbauten-ein-UEberblick.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Das Berkley-Horse und seine Nachbauten - ein Überblick&quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 16 Jun 2026 07:34:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2188-guid.html</guid>
    <category>berkeley</category>
<category>berkley</category>
<category>berkley horse</category>
<category>berkly</category>
<category>dominatrix</category>
<category>horse</category>
<category>mistress</category>

</item>
<item>
    <title>Das Berkley Horse: Vom Zuchthaus zum Haus der Züchtigung</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2187-Das-Berkley-Horse-Vom-Zuchthaus-zum-Haus-der-Zuechtigung.html</link>
            <category>mythen</category>
            <category>sehpferd</category>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2187-Das-Berkley-Horse-Vom-Zuchthaus-zum-Haus-der-Zuechtigung.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2187</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2187</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:852 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;1143&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/zuechtigung_ueber_dem_bock.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Auf einem Bock gezüchtigt ...&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Prolog&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Der Begriff „Horse“ (Pferd) mag für die meisten von uns ungewöhnlich sein. Doch eigentlich ist es nichts als ein Bock, ähnlich dem „Turnbock“, den wir in Deutschland als Sportgerät benutzen. (Englisch auch „Pommel Horse“ genannt). Ein ähnliches Wort finden wir auch noch im „Sägebock“, also einem relativ stabilen Ständer, den man benötigt, um Holz zu sägen. Habe ich zu weit ausgeholt? Nun, ein Bock bleibt ein Bock, und in der Welt der Flagellation ist es eben eine Vorrichtung, auf die der „Kunde“ geschnallt wird, um gezüchtigt zu werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sagt, eine Rose ist eine Rose, wenn sie aussieht wie eine Rose und  eine Ente ist eine Ente, wenn sie schnattert wie eine Ente.  Nur die Vorrichtung, einen Menschen zu fesseln, um ihn zu verprügeln, hat kein bestimmtes Aussehen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wieso strafte und züchtigte man eigentlich &quot;auf einem Bock&quot;?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:843 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;1059&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/Strafe_im_Harem_17_JH_aus_harem_stuttgart_1997.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der Beginn der Züchtigung im 17. Jahrhundert&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
Die erste Idee, jemandem auf einem „Bock“ zu züchtigen, ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass man dabei keine „dritte Person“ benötigt. Zuvor war es so, dass der zu Bestrafende einen anderen Menschen umhalsen musste, der gezüchtigt werden sollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hals ließ sich natürlich durch eine Nachbildung ersetzen, und schon haben wir ein „Pony“, das nach zeitgenössischen Zeichnungen in Zuchthäuser verwendet wurde. Man nannte es wohl „Pony“, weil es vor allem zur Bestrafung von Jugendlichen diente, wie in der Abbildung dargestellt. Solche Geräte mussten fest, aber dennoch flexibel (z. B. auf Schienen) an Boden oder Wand befestigt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:844 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;776&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/clerkenwell_house_of-Correction_pony_1874_small.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Das Pony wird einer Besucher-Ehepaar erklärt (1874), Zeitungsbericht&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt; &lt;br /&gt;
Immerhin ist ein Pony auch ein Pferd. Doch bei den buchstäblich „schweren Jungs“ nutzte man lieber fest installierte, aber dennoch verstellbare Rahmen, etwa das gezeigte Gestell, ein &quot;Whipping Frame&quot;. Auch diese Konstruktionen waren verstellbar. Auf manchen Zeichnungen und Fotografien sind Varianten dieser Vorrichtung dargestellt, die so verstellt werden können, dass ausschließlich das Gesäß geschlagen werden konnte - also nicht, wie vielfach üblich, ausschließlich der Rücken.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:845 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;1580&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/zuchthaus_frame_nach_froto_von_1910.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Schwere Geräte aus dem Zuchthaus - im Grunde sehen sie aus wie Leitern.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
Nun haben wir einige Bilder gesehen. Doch wie ordnen sich die anderen Konstruktionen ein, die auch als &quot;Prügelböcke&quot; bezeichnet werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu existiert eine anonyme Zeichnung eines Mannes, der zur Züchtigung auf einem großen Prügelbock in Form eines etwas veränderten Sportgeräts geschnallt wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1025px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:848 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1025&quot; height=&quot;809&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/cheval_de_berkley.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Das Cheval de Berkeley - in zeitgenössischer Darstellung&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die wundervolle Maschine der Frau Berkeley in Dichtung und Wahrheit&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeblich soll das „Berkley Horse“ für alle Körpergrößen geeignet gewesen sein, und es soll in jedem gewünschten Winkel verstellbar gewesen sein, sogar vielfach. Das war mit den Mitteln der damaligen Zeit durchaus möglich, aber nicht mit einer einfachen Leiterkonstruktion, die uns Fraxi mit seiner Skizze als das „Berkley Horse“ vorstellte. Kurz: Die mit Leder bezogene Leiterkonstruktion ist auf keinen Fall identisch mit dem, was im Text beschreiben wurde. Eine solide Holzkonstruktion, unter der auch noch eine „auf einem Stuhl sitzende Frictrix“ Platz gehabt hätte, wäre ohnehin wesentlich stabiler als das „Berkley Horse“ in der Zeichnung. Es ist weder belastbar noch verstellbar. Und die Proportionen entsprechen eher einer Haushaltsklappleiter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst einmal die Beschreibung von Fraxi im Original:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:846 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;1114&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/zitat_mit_berkley_horse.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Seltsame &quot;Fakten&quot; über ein eigenartiges Gerät&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
Und nun dazu die magere Skizze der leiterähnlichen Konstruktion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:847 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;1352&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/berkley_horse_fraxi.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ist es eine Leiter mit Polsterung? Das angebliche Berkley-Horse.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte lässt sich auf drei Arten weiterverfolgen: einmal durch das damals sehr populäre Erotik-Magazin &quot;The Pearl&quot; - gegen Ende der viktorianischen Zeit. Dann in den Werken deutscher Sexualforscher zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Schließlich gewinnt es zu Beginn des 21. Jahrhunderts wieder an Interesse – als Nachbau des Prügelbocks nach der ursprünglichen Zeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bleiben wir zunächst noch in der Zeit kurz vor 1900. Da wird plötzlich ein Berkley-Horse hereingerollt - und es erweist sich als Leiter in Wort und Bild. Nun wird es Zeit, die Katze aus dem Sack zu lassen und einen Blick in die eigenartige Welt zu werfen, in der vor allem Frauen auf diese Leiter gebunden werden. Auch das ist eine Neuerung: Nachdem die Kunden von Frau Berkley vermutlich fast ausschließlich Männer waren, sie die Menschen, die nun gezüchtigt werden, werden in den erotischen Romanen, und ihren Illustrationen überwiegend Frauen an solche Holzleitern gefesselt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Epilog&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ihr mögt, folgt mir zuerst in die &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2189-Das-Berkley-Horse-als-Haushaltsleiter-und-die-koerperliche-Zuechtigung.html&quot;&gt;Welt der Holzleitern&lt;/a&gt; - das Thema ist höchst amüsant und natürlich schrecklich frivol, solange wir uns in der Blütezeit der erotischen Literatur aufhalten. Dann allerdings werfen wir einen ziemlich langen Blick auf die Replikate - &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2188-Das-Berkley-Horse-und-seine-Nachbauten-ein-UEberblick.html&quot;&gt;Nachbauten&lt;/a&gt; eines Geräts, für das es keine Konstruktionszeichnungen gab.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe ich die beiden Ärzte vergessen? Oh nein ... sie sind Personen der Zeitgeschichte und werden deshalb in manchem Lexikon zum Thema des &quot;Berkley Horse&quot; erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;strong&gt;Bildquellen: &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Titel: Nach einer angeblich von Paul Klamm stammenden Zeichnung 2025 restauriert. Ob es ein Original ist, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
Orientalische Züchtigung: &quot;Harem&quot; , Stuttgart 1997, nach einer Zeichnung aus dem Jahre 1884.&lt;br /&gt;
Züchtigung Jugendlicher: Zeitungsbericht von 1847.&lt;br /&gt;
Zuchthaus (Erwachsene): um 1905, Demonstration aus einem Zuchthaus, grafisch aufbereitet. &lt;br /&gt;
Sowie verschiedene andere Quellen, die ich nicht mehr genau nachverfolgen konnte. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2187-Das-Berkley-Horse-Vom-Zuchthaus-zum-Haus-der-Zuechtigung.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Das Berkley Horse: Vom Zuchthaus zum Haus der Züchtigung&quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 13 Jun 2026 13:40:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2187-guid.html</guid>
    <category>berkeley horse</category>
<category>berkley horse</category>
<category>fraxi</category>
<category>history</category>
<category>modern times</category>

</item>
<item>
    <title>Die verschwundenen Memoiren der Theresa Berkley </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2186-Die-verschwundenen-Memoiren-der-Theresa-Berkley.html</link>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2186-Die-verschwundenen-Memoiren-der-Theresa-Berkley.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2186</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2186</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 7510px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:842 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;7510&quot; height=&quot;8220&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/1898_georges_Melies.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Eben war sie noch da ...&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Prolog &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Aus welchen Gründen schreiben Menschen ihre Memoiren? Ich weiß, warum mein Urgroßvater sie schrieb. In Zeiten raschen Wandels versuchen viele Menschen, das Bestehende zu dokumentieren und mit dem Neuen zu vergleichen, und genau das war auch sein Anliegen. Den Memoiren gehen oft Tagebücher voraus, die mal mehr, mal weniger als Zeitzeugnis taugen. Wer daraus ein Buch über das eigene Leben machen wollte, scheiterte oft an der Hürde, einen Verleger er zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedenfalls steht fest: Wenn du deine Memoiren veröffentlichen willst, muss dein Leben für andere interessant sein, sonst wird dein Buch nicht gelesen. Und sollte es eine hohe Auflage erreichen, fließt auch gutes Geld. Es gibt also durchaus ökonomische Gründe, Memoiren zu schreiben. Und ob wir nun in der viktorianischen Epoche oder in der Jetztzeit leben: Nicht jeder, der ein interessantes Leben führt, ist auch ein guter Autor. Schon allein deshalb benötigt man oftmals einen Schriftsteller, um eine „Autobiografie“ schreiben zu lassen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Und wie war das nun mit Frau Berkley?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:837 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;130&quot; height=&quot;129&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/zauberei_da_ist_es.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Obgleich der Autor Henry Spencer Ashbee (Pisanus Fraxi) seit 1877 darauf hoffte, dass die „Memoiren“ der Theresa Berkley veröffentlicht würden, musst er schließlich aufgeben. Tatsächlich gab es ein verirrendes Geflecht von falschen Fährten, die immer wieder gelegt wurden, um der Geschichte rund um Frau Berkley etwas mehr Glaubwürdigkeit zu verliehen. Typisch dafür ist eine Verbindung mit ihrer angeblichen Vorgängerin, die als „Mary Wilson“ durch die frühe viktorianische Geschichte geistert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu will die gewöhnlich gut orientierte Webseite (1) wissen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Mary Wilson war entweder eine fiktive englische Prostituierte und ein Pseudonym für George Cannon oder eine reale Prostituierte, der George Cannon pornografische Schriften zuschrieb. Das Werk &lt;strong&gt;The Sexual Life in England: Past and Present&lt;/strong&gt; (1901–1903) behauptet, sie habe tatsächlich existiert; diese Information stammte wahrscheinlich aus der &lt;strong&gt;Catena Librorum Tacendorum&lt;/strong&gt; (1885).&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Konstruktion von Beweisen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letztgenannte Buch stammt – wie könnte es anders sein – aus der Feder von Henry Spencer Ashbee, sodass sich die „Beweise“ für die Existenz von Frau Berkley künstlich verstärkt werden sollten. Auf diese Weise ergänzen sich die beiden „Persönlichkeiten“ ideal: Eine bürgt für die andere, aber keine wird ausreichend nachgewiesen. Seit beide Figuren auch durch das Internet geistern, wird sogar das Geburtsjahr, die Lehrzeit und die Zeit des Wirkens im eigenen Bordell mit Pseudo-Daten belegt, die keinen historischen Wert haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1240px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:838 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1240&quot; height=&quot;597&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/wilson_fake_1828.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Ein Beweis ohne Wert von 1828&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Wenn Daten nur Schall und Rauch sind ...&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gehört beispielsweise das Geburtsdatum von Frau Berkley, das mit 1770 angegeben wird, wie auch ihre „Lehrzeit“ in einem anderen Bordell (1787). Ebenfalls unglaubwürdig ist die Übergabe eines exklusiven Bordells von Frau Wilson (1828) sowie die Einführung der „ungewöhnlichen Prügelmaschine“ ebenfalls im Jahr 1828. Das Todesdatum von Frau Berkley (1836) wird zwar mit einer Art „Beleg“ versehen, doch beruhen alle anderen Daten auf einer zweifelhaften Rückrechnung. Ein Buch, das immer wieder im Rahmen der Biografien erwähnt wird, ist die &lt;em&gt;„Venus School Mistress&lt;/em&gt;“ des Autors und Verlegers George Cannon, das in Wahrheit gar keinen Aufschluss über das Leben von Frau Berkley gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als angeblichen Beweis legte Ashbee (Fraxi) diese seltsame Verknüpfung von Daten  vor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Venus-Schulmeisterin; oder Birchen Sports. Von R. Birch, übersetzt aus Manons Memoiren. Gedruckt für Philosemus und verziert mit einem schönen Druck. Preis 10 Schilling, 6 Pence. Wahrscheinliches Erscheinungsdatum 1808 bis 1810…. Es gibt eine weitere Ausgabe von ca. 1820, „mit 4 farbigen Tafeln“.Um 1830 druckte Cannon das Werk mit dem Titel &quot;Venus School Mistress; or Birchen Sports. Es wurde im Titel als ein „Nachdruck der Ausgabe von 1788“ bezeichnet und mit einem Vorwort von Mary Wilson eingeleitet, das einige Hinweise auf Mrs. Berkley enthielt. London: „Gedruckt von John Ludbury, Nr. 256, High Holborn.&lt;/blockquote&gt; Im Original (bei Pisanus Fraxi, Index Librorum Prohibitorum:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:839 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;774&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/venus_school_mistress_fraxi.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Verunsicherung über Daten und Fakten: Pisanus Fraxi.&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Motive: Warum Memoiren?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage, warum eine Prostituierte, Domina oder Bordellwirtin eine Autobiografie schreiben sollte, sind keinesfalls unbekannt. Zum einen eignen sich bekannte Ereignisse der Geschichte vorzüglich, um sie mit dem Glanz der „Wahrscheinlichkeit“ zu schmücken. Zum anderen wirken sie auch als rein fiktionale Werke durchaus nach, weil solche Themen nach wie vor gefragt sind. Schlussendlich gibt es tatsächlich Autobiografien von Sexarbeiterinnen, die zwar literarisch fragwürdig, aber dennoch weitgehend authentisch sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der Motivationen dürfte die Aussicht auf Honorare sein, eine andere eine möglichst neutrale Darstellung des Berufs, der diesen weder beschönigt noch verdammt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eine Dame verschwindet ...&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:840 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;130&quot; height=&quot;130&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/eine_dame_vers_klein.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Wenn wir zurück in die Jahre 1877 – 1900 gehen, finden wir weder einen Beweis für die Existenz einer Autobiografie von Frau Theresa Berkley noch eine vergleichbare Biografie. Henry Spencer Ashbee bedauerte dies selbst zutiefst, hoffte aber bis zum letzten Moment, dass sie doch noch ein Verleger aus dem Hut zaubern würde. Doch all seine Hoffnungen wurden zerstört. Stattdessen kam das fast vergessene &quot;Berkley Horse&quot; wieder zu Ehren - eingebettet in die Geschichten, die inzwischen im Magazin &quot;The PearL&quot; veröffentlicht wurden. Davon berichte ich in einem weiteren Beitrag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Epilog  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwerer, als zu beweisen, dass etwas existiert, von dem noch niemand weiß, ist es, etwas zu bezweifeln, von der jedermann angeblich etwas weiß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe es zumindest versucht – und wer es besser kann, der mag es versuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich verbinde dies mit einer kleinen Warnung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Seit die „Künstliche Intelligenz“ das Internet beherrscht, erhalten Menschen, die nach Fakten suchen, immer mehr dubiose Antworten aus höchst fragwürdigen Quellen. Als Beweis wird schon gewertet, wenn die KI im Internet zwei Fundstellen erwischt, egal, wie glaubwürdig sie sind. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quellen: &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1)	Gab es eine &lt;a href=&quot;https://www.artandpopularculture.com/Mary_Wilson_%28sex_worker%29&quot;&gt;Mary Wilson&lt;/a&gt;?  &lt;br /&gt;
Sowie diverse Zitate aus:&lt;br /&gt;
Fraxi: Index Librorum Prohibitorum (1877).&lt;br /&gt;
Fraxi: Catena Librorum Tacendorum (1885)&lt;br /&gt;
Bilder: Zauberer im Titel: Film-Standbild aus Escamotage d&#039;une dame  (Georges Méliès, 1896)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2186-Die-verschwundenen-Memoiren-der-Theresa-Berkley.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Die verschwundenen Memoiren der Theresa Berkley &quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 12 Jun 2026 08:38:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2186-guid.html</guid>
    <category>berkeley</category>
<category>berkley</category>
<category>memoiren</category>
<category>verschwunden</category>

</item>
<item>
    <title>Frau Theresa Berkley und die Tarife für sinnlichen Prügel</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2185-Frau-Theresa-Berkley-und-die-Tarife-fuer-sinnlichen-Pruegel.html</link>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2185-Frau-Theresa-Berkley-und-die-Tarife-fuer-sinnlichen-Pruegel.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2185</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2185</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:833 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;931&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/ein_feines_bordell.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Der Aufenthalt im Luxusbordell hatte seinen Preis ...&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die einzige Quelle, die es für das Einkommen der Bordellbetreiberin Theresa Berkley gibt, stammt von Pisanus Fraxi (Henry Spencer Ashbee).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er setzt den Zeitpunkt der Erfindung ihrer „Maschine zum Auspeitschen“ gleich mit ihrem wirtschaftlichen Erfolg. Das liest sich dann so (1): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Als das neue Gerät zum Auspeitschen erfunden wurde, sagte der Konstrukteur ihr, dass sie dadurch sie bekannt werden würde und die Maschine nach ihrem Tod ihren Namen tragen würde. Tatsächlich sprach man nun darüber, und diese Tatsache verschaffte ihr einen sehr guten Umsatz. Sie starb im September 1836, nachdem sie in den acht Jahren, in denen sie als Gouvernante tätig gewesen war, ein Vermögen von zehntausend Pfund angehäuft hatte. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Um es gleich zu sagen: Das war für die damalige Zeit ein beachtliches Vermögen – heute würde es etwas unter 1 Mio. Pfund sein, nämlich £ 989,583.28. (2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun werden einige von euch sagen: „Was, so viel Geld? Das kann doch niemand in acht Jahren mit einem Puff verdienen …“. Und wer weiter nachdenkt, wird vielleicht noch an heutige Großbordelle denken und ergänzen: „Die musste aber viele Zimmer gehabt haben, wenn die so viel Geld damit gemacht hat …“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, gemach, Lieber Leserin, lieber Leser. Wir befinden uns irgendwo zwischen 1828 und 1836.  Das Einkommensgefälle zwischen Adligen, Grundbesitzern und Industriellen einerseits und dem „gewöhnlichen Volk“ andererseits ist riesig. Nimmt man noch die typischen Besitzer großer Ländereien dazu, so öffnet sich die Schere noch erheblich weiter. Ein Pfund Sterling war damals schon ziemlich viel Geld.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein Viktorianische Bordell - Umsatz, Gewinn und Kosten&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:834 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;125&quot; height=&quot;125&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/some_pounds.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Die Daten aus dem 19. Jahrhundert mögen schwer zu ermitteln sein – in einem Punkt sind sie allerdings sehr genau: Bei den Preisen, Einkünften und Kosten. Aufgrund dieser Zahlenbasis ist es möglich, Umsatz und Gewinn für ein Bordell der damaligen Zeit zu ermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo siedelte ich es an? Die teuersten Bordelle der damaligen Zeit bestanden im Londoner West End und sie waren relativ überschaubar. Ein Haus mit Salon, drei Zimmern zur Verrichtung und sechs Damen zur Auswahl. Das Ergebnis, war, gerundet und verkürzt: Bruttojahreseinkommen 2.300 Pfund, Gesamtkosten 700 Pfund, Nettogewinn demnach 1.600 Pfund Sterling.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein Pfund Sterling für die Sinneslust - ist das wenig oder viel?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Rechnung basierte allerdings auf einem „Tarif“ von einem Pfund Sterling pro Besuch plus „Nebenkosten“ – war das zu viel oder zu wenig?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst scheint ein solcher „Tarif“ gering zu sein. Doch wenn wir dagegenhalten, dass dies nach heutigen (2016) Geld etwa 100 GBP entspricht, ergibt sich für viele die Frage: „Wer konnte sich so etwas denn leisten?“ War es nicht damals ungefähr ein halbes Monatsgehalt für einen kleinen Angestellten? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eine völlig andere Tarifstruktur &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:835 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;130&quot; height=&quot;138&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/domina_rund.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Vermuten wir einfach mal, dass dieser „kleine Angestellte“ kein Bordell im Londoner Westend besuchte – und vor allem kein Flagellationsbordell, dessen „Tarifstruktur“ sich völlig anders darstellte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Etablissement wie dem, das Frau Berkley angeblich führte, lagen die zu zahlenden „Tribute“ deutlich höher – zunächst unabhängig von der Art der Dienstleistungen. Wenn wir davon ausgehen, dass ausschließlich ungewöhnliche Dienste angeboten wurden, dürfte der Preis zwischen drei und fünf Pfund Sterling gelegen haben. Wir können hier getrost annehmen, dass in Flagellationsbordellen neben aktiver und passiver Flagellation auch andere Dienste angeboten wurden – einzeln oder in Kombinationen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Halten wir einen Moment den Atem an – das wären also drei bis fünf Pfund Sterling, also etwa 300 – 500 GBP nach heutigem Geld. Wer konnte solche Summen überhaupt bezahlen? Offenbar konnten es einige der reichen Adligen, Grundbesitzer und Fabrikanten. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:832 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;140&quot; height=&quot;134&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/onle_five_pounds.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Es ist nicht schwer, die Zahlen von damals zu überprüfen. Man benötigt dazu einen intimen Londoner Stadtführer aus jener Zeit, in dem einzelne „Tarife“ für Lusterlebnisse verzeichnet sind. (3) Fünf Pfund sind dabei im Jahr 1850 ein durchaus übliches Honorar für eine einzelne, lustvolle Beregnung mit einer der „besonders talentierten“ Londoner Prostituierten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:836 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;421&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/five_pounds_final.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Original-Auszug aus dem viktorianischen Bordellführer&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Wahrheit - oder jedenfalls eine Wahrscheinlichkeit &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dieser Sicht könnte die vermeintliche „Frau Berkley“ in jenen acht Jahren durchaus 10.000 Britische Pfund an Barvermögen angesammelt haben. Möglicherweise allerdings auch noch wesentlich mehr. Dazu wäre noch zu sagen, dass es  keinerlei Unterlagen darüber gibt,  wie sich der genannte Betrag zusammensetzte.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob das angebliche „Berkley Horse“ wirklich existierte, ist für die Berechnung völlig unerheblich – es wird lediglich von Pisanus Fraxi als wichtig für den Erfolg für Frau Berkleys Etablissement angesehen. Dazu habe ich noch wesentlich mehr für euch vorbereitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nachwort:&lt;/strong&gt; Alles, was ihr hier lesen könnt, ist spekulativ. Allein der „Tarif“ von etwa fünf Pfund Sterling für Prostituierte mit besonderen Fähigkeiten im Londoner Westend ist halbwegs verbürgt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Artikel habe ich außer vielen eigenen Recherchen. für die Berechnungen auch künstliche Intelligenz verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quellen:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Fraxi (Ashbee)&lt;br /&gt;
(2) &lt;a href=&quot; https://inflationhistory.com/de-DE/?currency=GBP&amp;amount=10000&amp;year=1836&quot;&gt;Geldbeträge umrechnen&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(3) Höhe der echten Preise &lt;em&gt;Man of Pleasure&#039;s Illustrated Pocket-Book for 1850&lt;/em&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Begriffe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Flagellationsbordell - Heute in deutscher Sprache als Domina-Studio bekannt, nicht völlig identisch mit der damaligen Zeit.&lt;br /&gt;
GBP ist die heutige Bezeichnung für das Pfund Sterling&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2185-Frau-Theresa-Berkley-und-die-Tarife-fuer-sinnlichen-Pruegel.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Frau Theresa Berkley und die Tarife für sinnlichen Prügel&quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 10 Jun 2026 12:31:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2185-guid.html</guid>
    <category>19. jh</category>
<category>ashbee</category>
<category>dr.vance</category>
<category>england</category>
<category>erbe</category>
<category>fraxi</category>
<category>nachlass</category>
<category>vermögen</category>
<category>victorianisch</category>

</item>
<item>
    <title>Der wundersame Pisanius Fraxi und seine Quellen</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2184-Der-wundersame-Pisanius-Fraxi-und-seine-Quellen.html</link>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2184-Der-wundersame-Pisanius-Fraxi-und-seine-Quellen.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2184</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2184</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1048px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:828 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1048&quot; height=&quot;1079&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/die_wundervolle_miss_parks.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Abbildungen von Prostituierten - sehr selten zu finden&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt; &lt;br /&gt;
Es ist an der Zeit, den Vorgang für den Mann zu öffnen, der in den Lexika der Jetztzeit (2026) mal als &lt;em&gt;Schriftsteller&lt;/em&gt; und mal als &lt;em&gt;Sammler von erotischen Büchern&lt;/em&gt; auftritt. Zumeist wird er als „Bibliophiler und Bibliograf“ bezeichnet, also als Buchliebhaber und als Literaturkenner, der erotische Schriften einzuordnen weiß. Als Schriftsteller schrieb er sowohl unter seinem eignen Namen &lt;strong&gt;Henry Spencer Ashbee&lt;/strong&gt;. aber auch unter dem Namen Pisanus Fraxi. Außerdem vermuten einige Literaturhistoriker, dass er auch als Autor des überaus frivolen Entwicklungsromans &lt;em&gt;„Walter – My Secret Life“&lt;/em&gt; infrage kommen könnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Pisanius Fraxi als Autor, die Flagellationsbordelle und die geheimnisvolle Frau Berkley &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für all das, was Frau Berkley und die wundersame Geschichte ihres Flagellationsbordells betrifft, interessiert nur das, was Ashbee als „Pisanus Fraxi“ verfasste – und diese Werke waren allesamt nicht viel mehr als Verzeichnisse erotischer Literatur. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste dieser Werke,&lt;em&gt; „Index Librorum Prohibitorum“&lt;/em&gt;, auf Deutsch also das „Verzeichnis verbotener Bücher“, enthält die meisten der Informationen, über die ich (wie auch alle anderen Autoren dieses Themas) verfüge.  Das „verbotene“ an ihnen war der erotische Inhalt, und das Buch skizzierte die erotischen Werke jener Zeit ziemlich schnörkellos. Nur wenige Stelle in diesen Büchern wurden in einer blumigen Sprache beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Mal gibt sich Fraxi als Historiker, mal als blumiger Autor&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:831 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;150&quot; height=&quot;145&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/rute_rund_color.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Pisanius Fraxi schreibt zunächst über einige Londoner Betreiberinnen von Flagellationsbordellen. Die Quelle wird nicht genannt – aber sie enthält einen langen Beitrag über eine &lt;em&gt;bereits verstorbene Bordellbetreiberin&lt;/em&gt;, die einen exquisiten Geschmack hatte. Dies traf auch auf ihre Kunden zu, die zu einem großen Teil Liebhaber der körperlichen Züchtigung waren. Die übertriebene Schilderung der Vorzüge dieser Dame und ihrer Ausstattung könnte gut und gerne eine Art Werbung gewesen sein. Doch an dieser Stelle sollten wir und daran erinnern, dass die Dame zum Zeitpunkt der Drucklegung (1877) bereits vor 40 Jahren (1836) verstorben war. Nach so langer Zeit vergilben die meisten der verfügbaren Dokumente und die Erinnerung der Zeitzeugen lässt spürbar nach. Nun gut - lesen wir einfach mal nach.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ashbee (Fraxi) begann das entsprechende Kapitel wie ein Historiker:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Zu Beginn dieses Jahrhunderts [des 19.] waren in London überaus prunkvoll ausgestattete Etablissements, die sich ausschließlich der Anwendung der Birkenrute widmeten, keine Seltenheit. Die Frauen, die dieses Gewerbe ausübten, absolvierten zuvor gewissermaßen eine Lehre, um sich die Kunst anzueignen, die Rute anmutig und wirkungsvoll zu führen. Es wäre ein Leichtes, eine sehr umfangreiche Liste dieser weiblichen Flagellantinnen zusammenzustellen, doch werde ich mich darauf beschränken, lediglich einige wenige zu erwähnen.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Das tut er dann auch, und er nennt zunächst einige andere Namen, bevor er fortfährt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Doch die Königin ihrer Branche war zweifellos Mrs. Theresa Berkley aus der Charlotte Street Nr. 28 am Portland Place; sie war eine vollkommene Meisterin ihrer Kunst, verstand es, ihre Klienten zufriedenzustellen, und war zudem eine durch und durch geschäftstüchtige Frau – denn im Laufe ihrer Laufbahn häufte sie eine beträchtliche Summe Geldes an. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
(Es handelte sich dabei um 10.000 Pfund Sterling, nach heutigem Kurs gegen 1 Mio. GBP).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:830 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;120&quot; height=&quot;124&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/instruments_of_torture.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Im weiteren Text wird das „Arsenal“ des Bordells mit deutlichen  Worten und ausgesprochenen anschaulich beschrieben. Der Text mag für Flagellanten und andere Schmerzliebhaber verlockend klingen, den übrigen Lesern will ich sie aber vorenthalten. Da alle Texte öffentlich zugänglich sind, kann sich jeder dennoch selbst davon überzeugen. Die darin enthaltenen Übertreibungen sind typisch für die damalige Zeit, den je sensationeller etwa beschrieben werden konnte, umso mehr Aufmerksamkeit erreichte man damit. Teilweise wurde auch Namen der Prostituierten genannt, die angeblich in ihrem Bordell arbeiteten - entweder als &quot;Frictrice&quot;(4) oder in anderen Funktion, zum Beispiel, um die devote Rolle zu übernehmen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:825 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;120&quot; height=&quot;118&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/seite_46_einleitung_charlotte_street_punkt.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;charlotte street&quot;&gt;Nachdem Ashbee in einigen Abschnitten über das fragliche Bordell sehr viel Aufmerksamkeit auf kleinste Details legt, sind die nachvollziehbaren oder überprüfbaren Fakten extrem selten. So existiert beispielsweise keine genaue Beschreibung des Gebäudes und seines Interieurs. So bleiben Zweifel, ob an der Adresse &lt;em&gt;„Charlotte Street 28, Portland Place“ &lt;/em&gt;„ihr“ Bordell betrieben wurde, ein anderes Flagellationsbordell oder möglicherweise ein völlig anderes Bordell. In den Schilderungen fehlen beispielsweise genaue Angaben über die Anzahl der Räume, Grundrisse, glaubhafte Zeichnungen, Fotografien oder wenigstens die Aussagen glaubwürdiger Zeitzeugen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:827 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;120&quot; height=&quot;118&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/dr_vance_keine_memoiren.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Ashbee (Fraxi) fehlte möglicherweise jeder Beweis für die vielen Behauptungen, die er über die mysteriöse „Mrs. Berkley“ verbreitet hatte. Tatsächlich hoffte er darauf, dass diese Frau tatsächlich Memoiren geschrieben hatte und dass diese „demnächst“ veröffentlicht würden. Er schrieb jedenfalls: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Viele Menschen sind enttäuscht über die lange Verzögerung ihrer angekündigten Memoiren, deren Veröffentlichung auf Wunsch von Dr. Vance aus der Cork Street – dem Testamentsvollstrecker – zunächst ausgesetzt worden war. Sein kürzlicher Tod wird es der Firma, die die Urheberrechte an ihrer Autobiografie hält, nun jedoch ermöglichen, das Werk rasch in Druck zu geben.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Buch wurde niemals veröffentlicht – und der naheliegendste Grund ist mit Sicherheit, dass es niemals eine Autobiografie von Frau Berkley oder eine vergleichbare Biografie irgendeiner Betreiberin eines Londoner Flagellationsbordells gab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:829 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_left&quot; width=&quot;120&quot; height=&quot;126&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/fraxi_horse_small.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;Im Grunde könnten wir jetzt auf weitere Zweifel verzichten, denn schließlich wird das viktorianische Zeitalter schon bald zu Ende gehen. Doch einige Exemplare von Ashbees  Büchern überstanden die Zeit – und viele andere wollten sogar vom „Hörensagen“ oder aus eigener Anschauung wissen, wie das legendäre „Berkley Horse“ ausgesehen hätte. Tatsache ist: Niemand würde es anhand der Zeichnung von Ashbee erkennen, aber alle glaubten, dass es sich um eine Art Leiter handeln würde – und tatsächlich wurde sie von Künstlern auch in Wort und Bild dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All dies und noch viel mehr mag Ashbee nicht gestört haben. Seine  beiden Bücher „Index Librorum Prohibitorum“ von 1877  und der Band drei der Serie, Catena Librorum Tacendorum, das fast 20 Jahre später (1885) erschien, nehmen zwar auf auf Ms. Berkley Bezug – doch im Grunde ist diese Figur nur eine Episode in dem verschlungenen Gewirr von Dichtung und Wahrheit., Sensationsmache und Gerüchten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;War alle dies vielleicht eine Zeiterscheinung?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kann schon sein. Die Literaturhistorikerin  &lt;em&gt;Sarah Bull&lt;/em&gt; jedenfalls hält es für möglich. Sie schreibt (stark gekürzt):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Wissenschaftler haben Ashbees Charakterisierung erotischer Literatur als Spiegel der Realität mit berechtigter Skepsis betrachtet. Die sexuellen Fantasien des Bibliografen sollen als Beweis dafür dienen, dass fiktive Episoden sexueller Handlungen „tatsächlich stattgefunden“ haben.&quot; &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Mit anderen Worten: Die Fantasiegebilde, die über die viktorianische Zeit in solchen Sittengemälden verbreitet wurden,  sollten wie Realitäten wirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise ist diese Saat aufgegangen, denn einige erotische Werke der Viktorianischen Zeit vermischten Dichtung und Zeitgeschehen in raffinierter Weise. Und diejenigen, die später darüber schrieben, benutzen tatsächlich Asbees / Fraxis Werke, um sich selbst und seinen Lesern ein Bild von dieser Zeit und ihrer Kultur zu entwerfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eine persönliche Stellungnahme unseres Autors Gebhard Roese&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Henry Spencer Ashbee  war nicht nur ein Büchersammler, sondern er bündelte erotische Literatur, Memoiren und antiquarische Notizen zu „erotischen Sensationen“. Sowohl sein Stil wie auch die Aussagen zeigen einerseits seine eigenen Interessen, dann aber auch den erotischen Teil des viktorianischen Milieus generell. &lt;br /&gt;
Es wäre vermessen, seine Werke als „erotischen Bücherzirkus des 19. Jahrhunderts“ zu bezeichnen, aber ich halte für angemessen, Teile seines Werks als „Sensationslüsternen Spaziergang durch eine Bibliothek“ zu nennen. &lt;br /&gt;
Ashbee schreibt teilweise über eine Zeit, die längst vergangen ist und die er selbst nicht mehr als erwachsener Mann erlebt hat. Um diese Zeit zu rekonstruieren, benutzt er außer der Erotik-Literatur vor allem das „Hörensagen“, insbesondere dann, wenn angebliche „Zeitzeugen“ zu Wort kommen. Ein stichhaltiger Beweis für die reale Existenz der Theresa Berkley fehlt nach all den Quellen, die mir zur Verfügung standen. Das schließt nicht aus, dass es tatsächlich ein lebendiges Vorbild für diese Figur gab. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Die nächsten Teile beschäftigen sich mit der Ökonomie von Bordellen, einer bekannten Kurtisane, dem  &quot;Berkley Horse&quot;  und mit zwei deutschen Ärzten, die den Ruhm von Frau Berkley in die Jetztzeit trugen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Bildquellen: &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
(Rund Bilder, Text) Auszüge aus Büchern von Praxi.&lt;br /&gt;
Berkley Horse - nach der Zeichnung von Praxi.&lt;br /&gt;
Domina symbolisch mit Rute - Version einer anonymen Buchillustration. &lt;br /&gt;
Prostituierte: Solche Zeichnungen waren in Bordellführern jener Zeit zu finden. (Miss A. Parks, 1850, in Thee Man of Pleasure&#039;s Pocket Book&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Andere Quellen: &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(1) Index Librorum Prohibitorum ist für registrierte Benutzer von archiv.org online verfügbar. &lt;br /&gt;
(2) Catena Librorum Tacendorum verfügbar bei archiv.org und möglicherweise anderen Quellen.&lt;br /&gt;
(3) The Archival Logic of the Secret Museum by Sarah Bull - Book History, Volume 20, 2017. &lt;a href=&quot;https://muse.jhu.edu/article/674969&quot;&gt;Online&lt;/a&gt;. (Die akademische Sprache wurde in ein leichter verständliches Deutsch umgesetzt).&lt;br /&gt;
(4) Frictrice:  Die Frictrix („Reiberin“) ist eine Frau, die mit der Hand an den Geschlechtsteilen einer anderen Frau oder eines Mannes tätig wird. Bei der Umwandlung in andere Sprachen wurde auch der Begriff „Frictrice“ verwendet. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
Kursrechnung nach &lt;a href=&quot;https://inflationhistory.com/de-DE/?currency=GBP&amp;amount=10000&amp;year=1836&quot;&gt;Inflationhistory&lt;/a&gt;. &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2184-Der-wundersame-Pisanius-Fraxi-und-seine-Quellen.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Der wundersame Pisanius Fraxi und seine Quellen&quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 08 Jun 2026 10:27:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2184-guid.html</guid>
    <category>ashbee</category>
<category>berkley horse</category>
<category>bordell</category>
<category>flagellationsbordell</category>
<category>fraxi</category>
<category>london</category>
<category>mrs. berkley</category>
<category>viktorianische zeit</category>

</item>
<item>
    <title>Henry Spencer Ashbee und der Cannibal Club</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2183-Henry-Spencer-Ashbee-und-der-Cannibal-Club.html</link>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2183-Henry-Spencer-Ashbee-und-der-Cannibal-Club.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2183</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2183</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:821 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;833&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/schmemenhafte_erinnerung_1024.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Nach und nach schwindet die Erinnerung &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;strong&gt;Wie aus Fantasien, erotischer Literatur und vielen Beimischungen &quot;Fakten&quot; endstanden&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Prolog über einen Club von erotisch interessierten Gentlemen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gab es den Club, von dem ich  hier schreiben will, wirklich? Ein Teil der Quellen gibt präzise Auskünfte - sie könnten dennoch falsch sein. Einige Quellen nennen den Namen &quot;Henry Spencer Ashbee&quot; als Mitglied, andere wissen nichts davon. Dennoch will ich darüber berichten, so gut es geht. Denn damals wie heute gab es informelle Kontakte, die nirgendwo historisch belegt sind. Um solche Kontakte handelt es sich offenbar auch in der Welt, in der ich euch nun entführen will. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Henry Spencer Ashbee - eine historische &quot;Primärquelle&quot;?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Henry Spencer Ashbee, der als „Primärquelle“ für die Existenz von Frau Berkley gilt, war er mit Sicherheit kein Historiker, wie oft angenommen wird. Er war Textilkaufmann und Schriftsteller, Bücherfreund und Sammler erotischer Literatur, über die er drei Bücher schrieb. Die meisten heutigen Quellen nennen allein ihn als Primärquelle für die Existenz einer „Frau Theresa Berkley“. Wenn er in London war, tauschte er sich darüber auch mit anderen aus. Zunächst in einem besonderen Kreis von Freigeistern, dem „Cannibal Club“, dann aber auch über die Mitglieder des „Geheimen Museums“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Männliche Freigeister und Erotik-Interessenten Anno 1863&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Institutionen waren keine festen Organisationen – sie ähnelten eher Stammtischen. Da nahezu alle der Teilnehmer Interesse an erotischen Themen hatten, tauschten sie auch Informationen darüber aus. Dabei speilet es keine große Rolle, ob diese Informationen einen gewissen Wahrheitsgehalt hatten oder nicht. Man benötigte sie allenfalls, um die Neugier zu befriedigen. Da einige der Teilnehmer Schriftsteller waren, benutzen sie das Gehörte auch, um neue Bücher zu schreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cannibal Club soll zwischen 1863 und etwa 1870 existiert haben. Vermutet wird aber, dass Ashbee noch lange Kontakt mit einigen der ehemaligen Mitglieder hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Zeit überholt Herrn Ashbee - er kommt 40 Jahre zu spät &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ashbee selbst vertraute oft ganz und gar auf die Informationen, die er in Büchern vorfand, ohne die Fakten ernsthaft zu überprüfen. Im Fall der Theresa Berkley hatte ihn die Zeit ohnehin längst überholt, als er 1877 über sie schrieb – etwa 40 Jahre nach ihrem Tod, der auf 1836 datiert wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Wert der Informationen aus dem Kreis der &quot;Kannibalen&quot;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was genau Ashbee im Cannibal Club erfuhr, ist ganz und gar unbekannt – nicht einmal seine Mitgliedschaft ist gesichert. Beides spielte auch kaum eine Rolle, denn nahezu jeder Erotik-Autor in der viktorianischen Epoche mischte Tagesereignisse, Reiseberichte und bekannte Skandale in seine Bücher ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer wissenschaftlichen Stellungnahme zu den erotischen Werken jener Zeit heißt es (1):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;(Diese Werke) sind sehr unterschiedlich hinsichtlich ihrer Gattung, Geschichte und Sprache: Dazu gehören juristische und religiöse Traktate, medizinische Schriften, Übersetzungen östlicher Sexualhandbücher, „galante“ Romane … sowie … neuartige pornografische Zeitschriften, Romane und Gedichte, die sexuelle Körper, Akte und Begierden in unterschiedlichen Stilformen und sehr unterschiedlicher Deutlichkeit darstellen. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ashbee ist umstritten - auch unter Historikern &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Unterschiedliche Meinungen über Henry Spencer Ashbee und seine Werke&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Meinungen über Ashbee sind durchaus umstritten – manche bezeichnen ihn als ausgezeichneten Kenner der viktorianischen Gesellschaft, während ihn andere als recht unzuverlässigen Zeitzeugen beschreiben.  Manche Autoren des 21. Jahrhunderts ignorieren ihn als Quelle völlig. Was Frau Berkley betrifft, so fehlen jedenfalls authentische Belege für seine Behauptungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was hat dieser Autor überhaupt geschrieben?  Und wo finden wir die Originale seiner Bücher? Welche schrieb er unter seinem Namen, welche als Pisanius Fraxi? Welche wurden vermutlich anonym veröffentlicht? Wie und durch wen wurden seine Gedanken fortgetragen? Auch darüber wird spekuliert. Schauen wir mal nach ... und folgt mir, wenn ihr wollt. Hier ist die &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2184-Der-wundersame-Pisanius-Fraxi-und-seine-Quellen.html&quot;&gt;Fortsetzung&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quellen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;&lt;br /&gt;
(1) The Archival Logic of the Secret Museum by Sarah Bull - Book History, Volume 20, 2017. &lt;a href=&quot;https://muse.jhu.edu/article/674969&quot;&gt;Online&lt;/a&gt;. (Die akademische Sprache wurde in ein leichter verständliches Deutsch umgesetzt).&lt;br /&gt;
(2) Für die Existenz des Clubs, Artikel im &quot;&lt;a href=&quot;https://www.smithsonianmag.com/history/cannibal-club-racism-and-rabble-rousing-victorian-england-180952088/&quot;&gt;Smitonian Magazine, 2014.&lt;/a&gt;&quot;. &lt;br /&gt;
(3) Mit angeblicher Mitgliederliste, &lt;a href=&quot;https://en.wikipedia.org/wiki/The_Cannibal_Club&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
(4) Mit anderer angeblicher Mitgliederliste, mit Ashbee&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Cannibal_Club&quot;&gt;Wikipedia deutsch&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
(5) Abwertung (beispielsweise) in &quot;Lob der Peitsche&quot; von Niklaus Largier, S. 289&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
(6) Ignoriert z.B. in &quot;The Origins of Sex&quot;, London 2012 oder in &quot;The Pleasure is all mine&quot;. London 2013 &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;!-- s9ymdb:822 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1022&quot; height=&quot;6&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/waagerecht.png&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt; &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2183-Henry-Spencer-Ashbee-und-der-Cannibal-Club.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Henry Spencer Ashbee und der Cannibal Club&quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 06 Jun 2026 15:16:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2183-guid.html</guid>
    <category>ashlee</category>
<category>berkley</category>
<category>cannibal club</category>
<category>fraxi</category>

</item>
<item>
    <title>Die Möglichkeit von &quot;Fake News&quot; zu Urgroßvaters Zeiten</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2180-Die-Moeglichkeit-von-Fake-News-zu-Urgrossvaters-Zeiten.html</link>
            <category>Theresa Berkley - auf den Spuren einer Legende</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2180-Die-Moeglichkeit-von-Fake-News-zu-Urgrossvaters-Zeiten.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2180</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2180</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Bevor das Internet mit all seinen geschwätzigen Kanälen, sozialen Netzwerken und Influencern Gerüchte verbreiteten, wurden sie über literarische Werke bekannt. Und obwohl die Auflage für heutige Verhältnisse gering war, besaßen doch einige Menschen solche „unanständige Bücher“, und nicht wenige sammelten sie. Auf diese Weise begann auch die Geschichte, die ich in mehreren Folgen auf ungewöhnliche Art  präsentieren will. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das 19. Jahrhundert und die Liebhaber erotischer Bücher&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interesse an erotischen Werken war in Sammlerkreisen des 19. Jahrhunderts groß, der Wahrheitsgehalt jedoch oft gering. In den erotischen Büchern der viktorianischen Ära wurde ohnehin oft „skandalöse Tatsachen“ mit den Inhalten bereits existierender Bücher abgemischt und mit viel Fantasie angereichert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eine berühmte Bordellwirtin aus der Sicht eines Buchliebabers&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier versuchen wir, den Fall einer reichen Londoner Bordellwirtin wieder aufzurollen. Er wäre kaum eine Randnotiz wert, wenn er nicht in spektakulärer Weise von einem gewissen Pisanus Fraxi aufbereitet worden wäre. Hinter dem Pseudonym verbarg sich ein Londoner Kaufmann, Autor, Bibliograf und vor allem Sammler erotischer Werke. Von ihm wird noch vielfach die Rede sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnen wir mit etwas Humor - ich habe die Hauptaussagen in ein Theater verlegt, in dem die&lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2178-Die-Geschichte-einer-seltsamen-Dame,-die-sich-Berkley-nannte.html&quot;&gt; Hauptakteure ihre Auftritte bekommen.&lt;/a&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 30 May 2026 10:15:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2180-guid.html</guid>
    <category>berkley</category>
<category>erotik</category>
<category>fraxi</category>
<category>literatur</category>
<category>viktoranische zeit</category>

</item>
<item>
    <title>Schakale, Giraffen und Kommunikation</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2171-Schakale,-Giraffen-und-Kommunikation.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>schreiben und bloggen</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2171-Schakale,-Giraffen-und-Kommunikation.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2171</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2171</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 1024px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:811 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;1024&quot; height=&quot;844&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/giraffe.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Sie hat ein sprechendes Gesicht - die Giraffe&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;Die Begriffe &lt;em&gt;„Wolfsprache“ &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;„Giraffensprache“&lt;/em&gt; entstammend den Büchern, Schriften und realen Demonstrationen von M. Rosenberg. Einer Legende nach soll er die Giraffe als Symbol gewählt haben, weil sie das größte Herz aller landlebenden Wirbeltiere hat. Die Sprache „echter Giraffen“ ist allerdings leicht eingeschränkt, weil sie keine Stimmbänder besitzen. Doch das „große Herz“ und die Betrachtungsweise aus „großer Höhe“ mit viel Überblick haben sie zum Symbol für eine Kommunikation des „Empfindens, Zuhörens und Verstehens“ gemacht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Sprache der Schakale &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer Erzählung soll Rosenberg lange Zeit ein Symbol für die „gegenteilige Sprache“ gesucht haben. Er fand den Begriff „Schakalsprache“ besonders treffend. Von Rosenbergs Anhängern wird sie teilweise als „Sprache, die wir nicht gerne hören“ bezeichnet, dann wieder als „Sprache der Schuld und Schande.“ Manchmal ist auch die „Alltagssprache“ schlechthin gemeint. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Sprache der Schakale - in Deutschland die &quot;Wolfssprache&quot; &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland sagt man „Wolfssprache“ dazu. Der Wolf ist uns allen schließlich aus den vielen Märchen bekannt, in denen er „das Böse“ schlechthin darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob es sinnvoll, ist, die Verkörperung des Bösen im Märchen für Kinder oder Heranwachsende zu nutzen, um „das Gute“ zu unterstützen? Darüber mögen andere streiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Forderungen mit  Gefühlen und Bedürfnissen begründen?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Erwachsene gilt jedenfalls, dass wir nicht den Wolf im Märchen im Sinn haben, wenn wir Forderungen an andere Menschen stellen. Wir sollten uns besser fragen, ob es sich lohnt „Kreide zu fressen“ und unsere Anforderungen hinter unseren „Gefühlen und Bedürfnissen“ zu verstecken. Manche Forderung wird schon dadurch verständlicher, dass sie ausführlich erläutert wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn jemand etwas fordert, dann sollte er oder sie klar sagen, aus welchen Gründen er die Forderung stellt. Es wäre meiner Meinung nach unredlich, sie mit eigenen Gefühlen zu dekorieren oder eigene Bedürfnisse vorzuschieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das alles sollte niemanden daran hindern, Gefühle zu äußern, Bedürfnisse anzumelden oder andere zu bitten, etwas zu tun oder zu unterlassen. &lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 30 Mar 2026 09:49:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2171-guid.html</guid>
    <category>giraffen</category>
<category>kommunikation</category>
<category>schakale</category>
<category>wölfe</category>

</item>
<item>
    <title>Manipulation ist nicht &quot;des Teufels&quot;</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/1985-Manipulation-ist-nicht-des-Teufels.html</link>
            <category>deutsch</category>
            <category>schreiben und bloggen</category>
            <category>sehpferd</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/1985-Manipulation-ist-nicht-des-Teufels.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=1985</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=1985</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:761 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;493&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/die_marionette_der_autorin.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Sie weiß, wie sie ihn &quot;manipulieren&quot; muss&lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;„Manipulation“ steht zu Unrecht unter dem Verdacht, zum Teuflischen im Menschen zu gehören. Letztlich bedeutet das Wort nichts als&lt;em&gt; andere zu Beeinflussen&lt;/em&gt;. Gemeint ist aber oft etwas anderes: Nämlich &lt;em&gt;jemanden ohne dessen Wissen gegen seinen Willen zu beeinflussen mit dem Ziel, ihn kontrolliert für eigene Zwecke zu benutzen.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh – das kling in der Tat nach einem Elixier des Teufels, nicht wahr? Das wird die Selbstsucht und Böswilligkeit herausgestellt und der Gestank von Schwefel steigt auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Manipulation - ein Kunstgriff und nicht mehr &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Bedeutung des Wortes ist der „Kunstgriff“, später auch als „Kniff“ (Trick, Maßnahme) von Geschäftsleuten definiert, um Kunden zu beeinflussen. Dabei wird dem Begriff zunächst kein besonderer Wert beigemessen. Der Unterschied zwischen Manipulation und Beeinflussung wird später oft mühsam erläutert – und am Ende kommt doch nur heraus, dass Gleiches gemeint ist: &lt;em&gt;Jemanden in seiner Meinung oder seinen Gefühlen zu beeinflussen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die verwirrende Welt der Lexika &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Psychologie versucht zunächst,  den Begriff neutral zu erklären. So lesen wir im &lt;em&gt;„Dorsch“&lt;/em&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Manipulation. Handhabung, unscharfer Begriff für versch. Formen der Einflussnahme (Steuerung, Ausrichtung, Ausnützung).&lt;/blockquote&gt; &lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ähnlich bei Stangl:&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Als Manipulation bezeichnet man in der Psychologie ganz allgemein die soziale Einflussnahme, die für die Betroffenen sowohl positiv wie negativ sein kann.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Eine völlig andere Darstellung finden wir bei der Bundeszentrale für politische Bildung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Wenn ich will, dass andere Menschen etwas ganz Bestimmtes tun, versuche ich, sie so zu beeinflussen, dass sie nach meinem Willen handeln.&lt;/blockquote&gt; . &lt;br /&gt;
Eine weitaus extremere  Meinung wird im Lexikon von „Spektrum“ vertreten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Manipulation - gezielte Einflussnahme … auf Menschen, ohne deren Wissen und häufig gegen deren Willen … mit dem Ziel, ihn kontrolliert für eigene Zwecke zu benutzen. Dabei bleibt der Anschein von Entscheidungsfreiheit erhalten. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der neutrale Standpunkt: Lehren heißt Beeinflussen&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du eine Lehrkraft bist, ist es für dich vermutlich ganz selbstverständlich, dass du Tag für Tag Menschen beeinflussen kannst. Schließlich ist das zumindest Grund, warum du den Beruf ergriffen hast. Es wäre völlig unsinnig, zu behaupten, dass es sich dabei nicht um einen Versuch der Manipulation handelt. Er wird durch Lehren und Lernen bestimmt, und der Erfolg wird kontrolliert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein wenig Ideologie verfälscht den Begriff der Einflussnahme &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du dies soweit gelesen hast: Behauptet wird, dass emphatische (einfühlende) Menschen nicht manipulieren, weil sie „Gutes tun“. Deren Gegenteil, meist als ekspathisch bezeichnet, gilt als Eigenschaft der Manipulatoren. Dafür werden dann auch gleich die passenden Synonyme entpackt: &lt;em&gt;Emotionslos und gefühlskalt&lt;/em&gt; sollen sie sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist an der Zeit, mit diesem Unsinn aufzuhören. Alle Menschen versuchen, sich einen bestimmten sozialen Rang zu erobern, und dazu gehört, Einfluss auf andere zu nehmen. Wer etwas lehren will, sollte dies aus Überzeugung tun, und genau diese Überzeugung ist damit verbunden, erfolgreich zu manipulieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was wirklich zählt, ist der Schutz vor unerwünschter Manipulation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir Menschen benötigen zweierlei: Manipulation einerseits und den Schutz vor unerwünschte Manipulation andererseits. Wenn Lust, Liebe, Zuneigung oder Freundschaft in die Waagschale geworfen wird, um etwas ausschließlich Eigennütziges zu erreichen, müssen wir darauf vorbereitet sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den Zugriff auf unsere Psyche abzuwehren, sollten wir wissen, dass die Empathie anderer auch dazu dienen kann, uns zu verwirren. Und das gilt auch, wenn wir selbst  so übertrieben emphatisch reagieren, dass wir andere damit „überfahren“. Das ist ein Grund mehr, Gefühle neutraler zu sehen und nicht in „positiv“ und „negativ“ aufspalten. Oder um es in einem Satz zu sagen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir können nicht „nicht manipulieren“, aber wir können uns gegen &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/archives/73-Was-tun-Gefuehlsmanipulatoren-und-Manipulatorinnen.html&quot;&gt;unerwünschte Manipulation&lt;/a&gt; schützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Bild: Aus einer historischen Illustration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zitate:&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=110890&quot;&gt;Meyers (ca. 1890)&lt;/a&gt;, &lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/manipulation&quot;&gt;Dorsch&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://lexikon.stangl.eu/7024/manipulation&quot;&gt;Stangl&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/das-junge-politik-lexikon/320758/manipulation/&quot;&gt;bpb junge politik&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/manipulation/9152&quot;&gt;spektrum der wissenschaft &lt;/a&gt;&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 10 May 2024 10:31:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/1985-guid.html</guid>
    <category>emphatie</category>
<category>gefühle</category>
<category>manipulation</category>
<category>schutz</category>

</item>
<item>
    <title>Manipulation manipulieren - die Abwertung eines Wortes</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2170-Manipulation-manipulieren-die-Abwertung-eines-Wortes.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>sehpferd</category>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2170-Manipulation-manipulieren-die-Abwertung-eines-Wortes.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2170</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2170</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Das Wort „Manipulation“ wird heute sehr geschickt manipuliert, um seine eigentliche Bedeutung zu verfälschen, nämlich einen „Kunstgriff“ anzuwenden. Vor etwa 150 Jahren war der Begriff  „Manipulation“ nur wenigen bekannt. Meyers weitverbreitetes Lexikon sagte damals aus: &lt;blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Manipulation (lat.), kunstgerechte Handhabung, jede Verrichtung mit der Hand, wozu Geschicklichkeit notwendig ist; auch allgemein so viel wie Verfahren, Geschäftskniff; manipulieren, Manipulationen vornehmen. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Manipulation als psychologischer Begriff seit 1864? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den USA wurde der Begriff erstmals 1864 im Sinne von „Meinungsbeeinflussung“ verwendet, wobei es allerdings um eine juristische Auseinandersetzung ging (2). Wann die Psychologie das Wort aufgriff, ist nicht ganz sicher. Populär wurde das Wort immer nur, wenn es in einem abwertenden Sinn (3) gebraucht wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit vielen Jahren schon betont der Volksmund (nahezu gleichlautend mit der im Internet gebräuchlichen Definition) den „negativen“ Charakter des Wortes, etwa so (4):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;(Manipulation ist ein) „undurchschaubares, geschicktes Vorgehen, mit dem sich jemand einen Vorteil verschafft.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Das klingt möglicherweise noch relativ neutral, doch es kann sehr schnell umgewertet werden in (5):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Manipulation bezeichnet die Möglichkeit, Menschen aus egoistischen Gründen zu kontrollieren oder zu täuschen, wie zum Beispiel … jemanden dazu zu manipulieren, etwas gegen seine Interessen zu tun“.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Eine der Fragen, die hier zu stellen wäre (aber selten gestellt wird): Ist die Definition eigentlich aus psychologischer Sicht verbindlich? Oder ist diese Bedeutung eine etwas flapsige Interpretation einzelner Psychologen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort gibt uns der Dorsch (6):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;(Manipulation … (bedeutet) Handhabung. (Es ist) unscharfer Begriff für verschiedene Formen der Einflussnahme (Steuerung, Ausrichtung, Ausnützung). Der Begriff wird u. a. im Bereich der Werbung, der Politik, der Pädagogik und bei Massenmedien zur Kennzeichnung des Ausgeliefertseins … (verwendet). &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Was aber bedeutet das Wort in der Kommunikation? Bedeutet es, dass jeder, der manipuliert, als „Bösewicht“ bezeichnet werden sollte, falls er versucht, jemanden zu beeinflussen? Ist „Manipulation“ gar kontraproduktiv oder gehört sie zur “schwarzen Rhetorik“? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Meilensteine der Veränderung: Kommunikation, Verhalten und Manipulation&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich gehe gerne zurück zu Paul Watzlawick, wenn davon die Rede ist. Bekanntermaßen beruht die gesamte psychologische Theorie der „Menschlichen Kommunikation“ auf seinem gleichnamigen Werk. Das erste Merkmal dieser Lehre nennt er „die Unmöglichkeit, nicht zu kommunizieren“. Da Kommunikation im weiteren Text mit „Verhalten“ gleichgesetzt wird, gilt auch, dass wir Menschen uns nicht „nicht verhalten“ können (Deutsche Ausgabe, Seite 58) (7). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch wie weiter? Wenn Kommunikation irgendetwas bewirken soll, dann kommen wir nicht ohne einen Kunstgriff aus: Wir versuchen, andere zu erreichen und zu beeinflussen. Indem wir das tun, manipulieren wir sie ohne jeden Zweifel, es sei denn, die beiden vorausgeschickten Aussagen seien falsch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zuweisungen von &quot;gut&quot; und &quot;schlecht&quot;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um es klar und deutlich zu sagen: Mit Attributen wie „gute und schlechte“ oder „schwarze und weiße“ Kommunikation bringen wir Bewertungen in einen dynamischen Prozess ein. Wenn wir also sagen: „Wir Kommunizieren in einer Weise, in der wir aus Respekt voreinander nicht bewerten, dann bewerten wir das Bewerten negativ.“ (8) Dabei besteht gar kein Anlass, mit solchen Dualismen zu arbeiten. Kommunikation kennt Skalen, Farben und Toleranzen, wie alles, was Menschen hervorbringen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir „Manipulation“ als einen Kunstgriff betrachten würden und nicht als „böswilligen Eingriff“, dann wären wir einen Schritt weiter zum besseren Verständnis. Ich wünsche mir sehr, dass mehr Menschen so denken würden. Zugleich wünsche ich mir, dass mehr Menschen lernen, sich vor wirklich gefährlichen Eingriffen in ihre Kommunikation zu schützen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(&lt;em&gt;1) &lt;a href=&quot;https://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=110890&quot;&gt;Retrobibliothek (Meiers)&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
(2) Historisches Dokument auf: &lt;a href=&quot;https://cwnc.omeka.chass.ncsu.edu/items/show/957&quot;&gt;nscu.edu&lt;/a&gt; &lt;br /&gt;
(3) In dieser Quelle (&lt;a href=&quot;https://www.dwds.de/r/?corpus=dwdsxl&amp;q=Manipulation&quot;&gt;dwds&lt;/a&gt;) befinden sich viele Beispiele dazu.&lt;br /&gt;
(4) &lt;a href=&quot;https://www.duden.de/rechtschreibung/Manipulation&quot;&gt;Duden online. &lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
(5) Bearbeitete Bewertung durch eine KI. &lt;br /&gt;
(6) &lt;a href=&quot;https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/manipulation&quot;&gt;Dorsch&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
(7) Menschliche Kommunikation, New York 1967, Bern 1969, Deutsche Ausgabe (13., unveränderte Auflage)&lt;br /&gt;
(8) Es ist sicherlich möglich, dies spielerisch zu verwirklichen, aber dann sind der Kommunikation willkürlich Grenzen gesetzt. &lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 27 Mar 2026 14:07:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2170-guid.html</guid>
    <category>kommunikation</category>
<category>leben</category>
<category>manipulation</category>
<category>psychologiekritik</category>
<category>vorurteile</category>

</item>
<item>
    <title>Brauchen wir neue Wege und Modelle in der Kommunikation? </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2168-Brauchen-wir-neue-Wege-und-Modelle-in-der-Kommunikation.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>KI/AI - Künstliche Intelligenz </category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2168-Brauchen-wir-neue-Wege-und-Modelle-in-der-Kommunikation.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2168</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2168</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Die Modelle, die von Kommunikationstrainern verwendet werden, richten sich überwiegend, wenn nicht gar ausschließlich, an Personen, die &lt;em&gt;Dialoge führen&lt;/em&gt;. Zumeist gehen Lehrende wie auch Lernende davon aus, etwas über die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht zu erfahren. Damit sind Dialoge gemeint, die zwischen „körperlich anwesenden Personen“ stattfinden, die „miteinander Augenkontakt aufnehmen können.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nicht bei alle Kommunikationsformen sind beide anwesend&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kritik an den heutigen Kommunikationsmodellen richtet sich in vielen Fällen daran, dass sie nicht für „moderne“ Internetkommunikation geeignet sind. Als Begründung wird angegeben, dass die Dialoge „oft asynchron, multimodal und durch Technologie“ ausgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu wäre zu sagen, dass Kommunikationsseminare nicht für die zeitversetzte Übertragung von Informationen geschaffen wurden. In Trainings gehen wir immer von Dialogen in „Echtzeit“ aus, unabhängig davon, ob wir ein Gespräch mit Augenkontakt führen oder ein Telefongespräch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Als Beispiel: Früher gab es Telegramme, Luftpostbriefe und gewöhnliche Briefsendungen. Man konnte auf gleichen Wegen nur „zeitversetzt“ auf sie antworten, und das war absolut normal - auch bei Telexen oder Telefaxen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andererseits ist die Frage, ob zwei Nachrichten, die im Internet zwischen einem Sender und einem Empfänger ausgetauscht werden, überhaupt irgendeinen Bezug aufeinander haben. Geschieht dies, so ist es zwar formal auch eine Kommunikation, aber kein Dialog mehr. Bestenfalls könnte man sagen:&lt;em&gt; „Keine Antwort ist auch eine Antwort.“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die &quot;neue Kommunikation&quot; und der Helpdesk &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verkäufer, insbesondere Innendienst-Mitarbeiter, die am Telefon verkaufen, profitieren ganz selbstverständlich von der Teilnahme an Kommunikationsseminaren. Diese Schulungen haben aber andere Inhalte als „gewöhnliche“ Kurse in Kommunikation. Ähnliches gilt für Mitarbeiter am Helpdesk, die einer deutlich höheren Belastung ausgesetzt sind, weil die Anrufer unter Stress stehen und nicht immer freundlich und zuvorkommend sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Mensch und Automat am Telefon  &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der wesentlichen Fragen ist bereits heute, ob sich „am anderen Ende“ eine Person oder ein Automat befindet. Nehmen wir als Beispiel mal einen Helpdesk 2026. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er kann … &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	… von einer fachkundigen Person geführt wird, die selber in der Lage ist, zutreffende Antworten zu geben.&lt;br /&gt;
2.	… oder selbst noch ausreichend kompetent sein und bei weiteren Fragen auf ein Team zurückgreifen, das möglichst unmittelbar befragt werden kann.&lt;br /&gt;
3.	… oder selbst kaum noch kompetent sein, aber auf eine Datenbank mit „typischen“ Problemfällen zurückgreifen.&lt;br /&gt;
4.	… ein Automat sein, der Fragen aufnehmen, klären und bearbeiten sowie schließlich in Antworten umwandeln kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Beispiel mag zeigen, wohin die Zukunft führt: zu einer möglichst gleichbleibend freundlichen Automaten-Stimme, die wie ein Mensch klingt und „unendliche Geduld“ simuliert. Wenn ein solcher Automat auch noch die Fragekunst beherrscht und die richtigen Lösungen in klaren, einfachen Worten findet, ist er zumindest für die meisten Fälle gut gerüstet. Menschen im „Hintergrund“ werden immer noch gebraucht. Denn wenn die kommunizierende KI uns nicht versteht, „sagt“ sie oftmals: „Warten Sie bitte einen Moment, ich verbinde sie jetzt mit einem Fachberater“.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 25 Mar 2026 16:31:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2168-guid.html</guid>
    <category>2026</category>
<category>ai</category>
<category>internet</category>
<category>ki</category>
<category>kommunikation</category>
<category>methoden</category>
<category>neu</category>

</item>
<item>
    <title>Das &quot;Kommunikationsmodell&quot; nach Sigmund Freud ist frei erfunden</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2167-Das-Kommunikationsmodell-nach-Sigmund-Freud-ist-frei-erfunden.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>mythen</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2167-Das-Kommunikationsmodell-nach-Sigmund-Freud-ist-frei-erfunden.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2167</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2167</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Es wird oft behauptet, es gäbe ein &lt;em&gt;„Kommunikationsmodell von Sigmund Freud“&lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsache ist: Dieses Modell haben sich Menschen ausgedacht, die eine Brücke bauen wollten zwischen Sigmund Freud und Paul Watzlawick. Es ist in mehr als einer Hinsicht falsch, von einem „Kommunikationsmodell von Sigmund Freud“ zu sprechen - alles, was dazu geschrieben wurde, basiert auf Behauptungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.	Freud hat &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/1977-Die-Eisbergtheorie-Fakt-oder-wissenschaftlicher-Unfug.html&quot;&gt;kein „Eisbergmodell“&lt;/a&gt; entwickelt, es wird ihm nur zugeschrieben.&lt;br /&gt;
2.	Von Paul Watzlawick wird behauptet, er habe das Freud’sche Eisbergmodell verwendet – es steht nicht einmal im Inhaltsverzeichnis von „Menschliche Kommunikation“.&lt;br /&gt;
3.	Die Aussage, dass 20 Prozent der Kommunikation in Worten abgewickelt wird, aber mindestens 80 Prozent auf anderen Wegen (beispielsweise analog) ist eine Behauptung. Sie beruht auf dem Pareto-Prinzip das ebenfalls lediglich eine Behauptung darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei eigenen Recherchen habe ich festgestellt, dass zur Frage „Freud und Kommunikation“ ein Autor vom anderen abschreibt. Dadurch wird die Behauptung ständig weiterverbreitet, ohne dass ihr Wahrheitsgehalt infrage gestellt wird.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 23 Mar 2026 14:58:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2167-guid.html</guid>
    <category>behauptungen</category>
<category>eisbergmodell</category>
<category>freud</category>
<category>kritik</category>
<category>psychologie</category>
<category>watzlawick</category>

</item>
<item>
    <title>Die vollständige Übereinstimmung</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2165-Die-vollstaendige-UEbereinstimmung.html</link>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2165-Die-vollstaendige-UEbereinstimmung.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2165</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2165</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Ich hörte dieser Tage von einer Behauptung,  dier einigen anderen Aussagen im Internet ähnelt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Eine vollständige Übereinstimmung in der Kommunikation bedeutet, dass das „Gesagte“, der „Tonfall“ und die „Körpersprache“ sowie die innere Haltung von Sender und Empfänger perfekt übereinstimmen und indem keinerlei Zweifel oder Widersprüche mehr bestehen. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Eine perfekte Übereinstimmung, auch in der „inneren Haltung“? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, aus welcher Denkrichtung solche Behauptungen stammen. Allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass die Beweise für solche kühnen Thesen niemals erbracht werden konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 18 Mar 2026 17:02:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2165-guid.html</guid>
    <category>innere haltung</category>
<category>kommunikation</category>
<category>perfekt</category>
<category>psychologie</category>

</item>
<item>
    <title>Das Projekt „Kommunikation“ nimmt Form an </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2164-Das-Projekt-Kommunikation-nimmt-Form-an.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>schreiben und bloggen</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2164-Das-Projekt-Kommunikation-nimmt-Form-an.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2164</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2164</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Ich habe mich entschlossen, meine Gedanken zur menschlichen Kommunikation“ erst einmal auf „Realfeelings“ zu veröffentlichen. Für mich ist dieses Blog sehr hilfreich, weil es bereits seit langer Zeit meine Gedanken zu „menschlichen Gefühlen“ enthält. Kurz gesagt ist es der Versuch, Gefühle vom Ballast psychologisch-philosophischer Fragen zu befreien und neue Fragen zu stellen, die sich eher durch Naturwissenschaften beantworten lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der menschlichen Kommunikation setzte ich dort an, wo die Theorie ihre Faszination verliert: in der Praxis. Gleichwohl nenne ich die historischen Wurzeln der Kommunikationstheorie, benenne aber auch ihre Schwächen, sie in den Alltag umzusetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer es lesen mag: Hier ist der &lt;a href=&quot;https://realfeelingspro.de/index.php?/categories/8-Kommunikation-2026&quot;&gt;Schlüssel zu der vorläufigen Version&lt;/a&gt;, die noch aus lauter Einzelartikeln besteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was noch fehlt, sind einige Kurzbeiträge in einfacher Sprache. Ich arbeite daran. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mag, soll sie bitte beurteilen, kritisieren oder meinetwegen auch verreißen. Wer sie gut findet, kann es einfach in die Welt des Internets hinausposaunen. Wer sie nicht mag, könnte dies vorzugsweise mir sagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin gespannt ...&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 17 Mar 2026 11:28:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2164-guid.html</guid>
    <category>erkenntnisse</category>
<category>gespräche</category>
<category>kommunikation</category>
<category>neu</category>
<category>praxis</category>
<category>theorie</category>

</item>
<item>
    <title>Schräge Gedanken am Freitag - heute: Authentizität</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2163-Schraege-Gedanken-am-Freitag-heute-Authentizitaet.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2163-Schraege-Gedanken-am-Freitag-heute-Authentizitaet.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2163</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2163</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Ich arbeite weiterhin am Thema „Kommunikation 2026“. In meinem Kopf mischen sich Gedankensplitter aus einer Dating-Sendung wie „peinliche Gesprächspausen“ mit dem abgehobenen psychologischen Jargon, den eigentlich kein Mensch braucht. Was zu sagen wäre, ließe sich mit einigen klaren, verständlichen Sätzen wiedergeben. Einige der US-amerikanischen Autoren tun es sogar. Gerade las ich einige Passagen aus „Don‘t Be Yourself“, ein Buch, das ich selbst mit relativ bescheidenen Englischkenntnissen verstehe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thema der „Authentizität“ wird so gerne behandelt, weil die Menschen „echte“ Werte von „unechten“ unterscheiden wollen. Das ist im Grunde Blödsinn, weil der „Wert“ einer Aussage in der Kommunikation vom Empfänger beurteilt wird. Im Grunde fragt sich der Empfänger sogar: &lt;em&gt;„Welchen Wert hat ein Satz des Senders für mich?“ &lt;/em&gt;Er fragt keinesfalls:  &lt;em&gt;„Ist dies seine/ihre authentische Sichtweise?“&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir an, es handele sich tatsächlich um den Aufbau einer persönlichen Beziehung. Dann sehen wir unser Gegenüber überwiegend in der Rolle, die wir im Umgang mit ihm/ihr kennen. Seine/ihre Chefs, Mitarbeiter, Kunden oder wer auch immer kennen die Person in einer anderen Rolle, die auch ein anderes „Wir“ beinhaltet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was für andere gilt, gilt auch für uns selbst. Die Persönlichkeit der Menschen besteht nicht aus „einem inneren Selbst“, das ewig in diesem Zustand verbleibt. In Wahrheit haben wir gelernt, unsere Persönlichkeit so anzupassen, dass wir in verschiedenen Situationen „authentisch“ wirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit wäre im Grunde alles gesagt: Authentisch ist, wer als authentisch wahrgenommen wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ich wünsche ein schönes Wochenende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gebhard Roese aka sehpferd&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Buch: Don&#039;t Be Yourself, Boston 2025.&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 15:00:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2163-guid.html</guid>
    <category>authentizität</category>
<category>kommunikation</category>
<category>kritik</category>

</item>
<item>
    <title>Am Anfang stand die Romantik – das Wort „Empathie“ kritisch betrachtet</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2162-Am-Anfang-stand-die-Romantik-das-Wort-Empathie-kritisch-betrachtet.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>deutsch</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2162-Am-Anfang-stand-die-Romantik-das-Wort-Empathie-kritisch-betrachtet.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2162</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2162</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (redaktionsteam sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Am Anfang stand die deutsche Romantik. Der Kunsthistoriker Robert Vischer hat den Begriff „Einfühlen“ vermutlich als Erster verwendet. Der Psychologe Theodor Lipps (1851 - 1914) hat in ähnlicher Weise eine Einfühlungstheorie auf psychologischer Basis verfasst. Als der britisch-amerikanische Psychologe Edward Bradford Titchener (1867 – 1927) im Jahr 1909 eine plausible Übersetzung für den von Lipps geschaffenen Begriff suchte, hat er das Wort „Empathy“ dafür gefunden und in die englische Wissenschaftssprache eingeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das Einfühlen - von der deutschen Romantik nach Amerika und wieder zurück&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland stand der Begriff „Einfühlen“ damals für eine Verbindung zwischen dem Fühlen des Menschen zu dem, was er betrachtet. In der Übersetzung gab es bald eine andere Bedeutung, die mehr dem Begriff „Mitfühlen“ entspricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Wort durch die vielen englischsprachigen Wissenschaftstexte wieder zurück nach Deutschland kam, wurde es zur „Empathie“ und damit zum Sammelbegriff für verschiedene emotionale Regungen. (1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man den Begriff in seine Eigenschaften zerlegt, dann ergeben sich Fragen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;-	Wie weit kann ein Mensch Emotionen rein gefühlsmäßig nachempfinden?&lt;br /&gt;
-	Reicht das Durchdenken des Gefühls, um sie zu empfinden oder zu verstehen, oder ist mehr dafür nötig? &lt;br /&gt;
-	Wie viel von den Gefühlen der anderen werden dabei mit eigenen Gefühlen vermischt?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &lt;a href=&quot;https://dorsch.hogrefe.com/stichwort/empathie&quot;&gt;Dorsch&lt;/a&gt; wird eine bemerkenswerte Definition gebraucht, die von anderen Erklärungen deutlich abweicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Empathie ist das affektive … Nachempfinden der vermuteten Emotion eines anderen Lebewesens auf Basis des kognitiven Verstehens dieser Emotion und bei Aufrechterhaltung der Selbst-Andere-Differenzierung.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Diese Beschreibung hebt sich von den vielen „bewertenden“ oder gar moralisierenden Definitionen deutlich ab. Sie trägt auch dazu bei, Empathie als menschliche, naturgegebene Eigenschaft zu verstehen, die in vielen Variationen auftreten kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Gelehrtensprache als Verschleierung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
In Deutschland ist üblich geworden, bei psychologischen Fragen die „Gelehrtensprache“ zu verwenden, also von nahe liegenden Alltagsbegriffen abzuweichen. Auf diese Weise wird vorgetäuscht, einen Umstand vollständig verstanden zu haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das allerdings ist - mindestens in diesem Fall - ein Trugschluss, denn der Begriff „Empathie“ verschleiert eher das, was wirklich gemeint ist. Worte wie „Mitgefühl&quot;, „Anteilnahme“, „Nächstenliebe“ oder „Verständnis“ sagen im Grunde viel mehr aus über die eigene Empfindung als das Kunstwort aus der psychologischen Theorie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Dieser Artikel ist ein Meinungsbeitrag unseres Autors &quot;sehpferd&quot; zur Diskussion über die heutige Bedeutung des Wortes Empathie. Kritik ist willkommen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Das Online-Lexikon &quot;&lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Empathie&quot;&gt;Wikipedia&lt;/a&gt;&quot; verzeichnet 43 unterschiedliche Definitionen des Begriffs &quot;Empathie&quot;. Ich denke, wer sich durch den Wust von Definitionen &quot;gewühlt&quot;&quot; hat, wird weiterhin Alltagsbegriffe verwenden, um verstanden zu werden.  &lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 03 Mar 2026 16:23:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2162-guid.html</guid>
    <category>begriffe</category>
<category>gelehrtensprache</category>
<category>psychologie</category>
<category>verwirrung</category>
<category>wissenschaftskritik</category>

</item>
<item>
    <title>Das Sehpferd-Team beendet die Liebeszeitung</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2158-Das-Sehpferd-Team-beendet-die-Liebeszeitung.html</link>
            <category>anders denken</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2158-Das-Sehpferd-Team-beendet-die-Liebeszeitung.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2158</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2158</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Die Liebeszeitung schwamm zu ihren besten Zeiten auf den Wogen des Online-Datings. Gegründet habe ich sie im September 2009, nachdem ich mich von einigen anderen Projekten verabschiedet hatte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Schon 2013 vor der App-Schwemme gewarnt &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 2011 witterte ich, dass die neu aufkommenden Apps, die damals speziell für Mobiltelefone „erfunden“ wurden, zu manchen Verwerfungen am Markt der Lust führen würde. Bereits 2013 habe ich vor der App-Schwemme gewarnt, die bald zu einer Art Überflutung führte – doch meine Warnung kam zu früh. Erst gegen die 2020 er Jahre. Im Juni 2020 war es dann soweit: Dating-Apps“ wurden immer fragwürdiger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klar, dass meine Beiträge der Branche nicht erfreut über meine Kritik war - aber nach und nach gefielen sie auch meinem Publikum nicht mehr. Damals, also 2020, war auch noch nicht klar, dass sogenannte Dating-Apps durchaus „Risiken und Nebenwirkungen“ haben könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Meinungsbilder, Macht und Medien&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach und nach verlagerte sich das Meinungsbild der Medien, während die Wahrheiten über die Grundlagen der Partnersuche immer mehr im Morast der Medienberichte verschwanden. Dabei ist nicht einmal sicher, aus welcher Quelle die fragwürdigen Informationen stammten. Die „Berichterstattung“ der Presse fußte immer häufiger auf Informationen der Dating-Branche, aber auch die Macher der sozialen Medien hatten Anteil daran. Sogar manche „Wissenschaft“, vor allem aus dem Bereich der Psychologie, traten als „Fachleute für Beziehungen“ ins Rampenlicht der Öffentlichkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grunde genommen war dies eine Fehlentwicklung:  Man vermied, das Thema „Partnersuche“ an den Wurzeln zu packen. Die suchenden Personen spielten gar keine Rolle mehr, sondern letztlich die Meinung, die Psychologen, Soziologen und Kaufleute über sie hatten. Das „Hier und Jetzt“ geriet in Vergessenheit – und auch, dass wir alle von den Themen betroffen sind. Neuerdings werden wir wieder aufgefordert, feste ethische Anker zu suchen, statt uns bewusst zu werden, dass wir uns alle voneinander unterscheiden udn die Gemeinsamkeiten erst selber entdecken müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die App-Krise und die überflüssigen Kommentare dazu &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kürzlich lautstark ausgerufene „Krise“ der Apps oder des „Online Datings“ hat allerlei Kommentatoren hervorgespült, die in Wahrheit schlecht informiert waren. Das ist die mildeste Form, in der ich es ausdrücken kann. In Wahrheit hatten sie nicht die geringste Ahnung, worüber sie schrieben. In der Partnersuche springt uns das Leben selbst an – genau dort, wo wir jetzt sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer darüber noch einmal nachlesen will: In der Liebeszeitung spiegelt sich die gesamte Entwicklung wider – mit all den Warnungen seit 2013, also bereits seit über 12 Jahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde hier dann und wann über die wahren Hintergründe der Partnersuche schreiben, aber nicht so oft, dass ich euch, den meinen Leserinnen und Lesern des „Sehpferds“ auf den Geist gehe.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 19 Feb 2026 14:40:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2158-guid.html</guid>
    <category>liebeszeitung</category>
<category>partnersuche</category>
<category>sehpferd-team</category>

</item>
<item>
    <title>Der Wert des Doktor-Grads und die Frage der KI</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2156-Der-Wert-des-Doktor-Grads-und-die-Frage-der-KI.html</link>
            <category>KI/AI - Künstliche Intelligenz </category>
            <category>kurz und knapp </category>
            <category>mythen</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2156-Der-Wert-des-Doktor-Grads-und-die-Frage-der-KI.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2156</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2156</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    In einer Zeit, in der alles beforscht wurde und vieles davon öffentlich zur Verfügung steht, darf man sich getrost fragen, ob der Doktorgrad noch den gleichen Wert hat, wie vor 50 oder 100 Jahren. In meiner Jugend wurden nur Ärzte und Anwälte so angeredet, auch wenn es noch einige andere Menschen mit Doktortitel gab. Die Bedeutung des Titels war also vergleichsweise gering. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Plagiate und KI - das neue Thema&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wobei auch die Frage ist: Was ist ein Plagiat, wenn sich jeder beliebige Text durch KI so verändern lässt, dass die Quellen textlich nicht mehr erkennbar sind? Müsste dann nicht jede These auf den Sinngehalt untersucht werden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute reicht es, ein paar Zeilen einer Doktorarbeit uns Internet einzugeben, um ein Plagiat zu finden. Aber was tun wir, wenn die KI an der Doktorarbeit fleißig mitgewirkt hat? Benötigen wir dann eine KI, um festzustellen, welche andere KI hinter dieser Arbeit stand? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der Doktortitel kann zu Geld gemacht werden &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Doktorgrad bringt ohne Zweifel Geld ein – für Informatiker soll es fast 18 Prozent sein (sagt übrigens eine KI, die ihre Quelle nicht nennt). Doch die gesellschaftliche Bedeutung des Doktortitels sinkt erkennbar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade wurde einem deutschen Ministerpräsidenten der Doktortitel aberkannt. Das ist auch anderen Politikern schon passiert, und die polternde Häme der Presse folgte solchen Ereignissen früher auf dem Fuß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und heute? Entscheidend für eine Person ist, was sie anderen bedeutet – und nicht, ob sie einen Doktortitel hat. Nur im engeren Kreis der Konservativen zählt der ideelle Wert des Titels. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich las und hörte, dass der „Doktor“ vor allem als Experte für Problemlösungen angesehen wird. Hoffentlich wissen dies alle, die den Titel tragen.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 05 Feb 2026 11:44:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2156-guid.html</guid>
    <category>ai</category>
<category>doktortitel</category>
<category>ki</category>
<category>sinn</category>
<category>unsinn</category>

</item>
<item>
    <title>Shameless – ist das „schamlos“? </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2155-Shameless-ist-das-schamlos.html</link>
            <category>deutsch</category>
            <category>lebensweisen und partnersuche</category>
            <category>sehpferd</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2155-Shameless-ist-das-schamlos.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2155</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2155</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Schauen wir mal aufs Altenglische: Dann könnte das Wort so viel wie „frei von Schande, tadellos oder entschuldbar“ bedeuten. Aber wir leben ja nun mal nicht im Jahr 1200 und auch nicht in England. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Tat bedeutet es heute – im Vereinigten Königreich wie auch bei uns - „schamlos“. Und „schamlos“ steht im Delischen für jemandem, der etwas „über Gebühr“ versucht: ein schamloser Wüstling, ein solcher Ausbeuter oder Betrüger. Wenn man so will also ein ehrloser Mensch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was bedeutet &quot;schamlos&quot;?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das digitale Wörterbuch der deutschen Sprache kennt zwei aktuelle Bedeutungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;1.	Grob gegen Sitte und Anstand verstoßend, unsittlich, unanständig.&lt;br /&gt;
2.	Ohne jede Scheu sich über die Grenzen des Taktes hinwegsetzend, unverschämt, dreist, unverfroren.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Es gibt eine andere Bedeutung, wenn jemand sagen will, dass er in einer Situation keine Scham empfindet, etwa dann, wenn er sich dort entkleiden soll, wo es angebracht ist. Dann würde man sagen, diese Person würde etwas „ohne Scham“ tun. Die Bedeutung wäre dann „ohne zu erröten“ oder etwa in einer ähnlichen Situation „frei von Scham“ zu sein. Das gilt insbesondere dann, wenn bekannt ist, dass viele Menschen solche Situation aus „falscher Scham“ meiden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Schamlos als sogenannter &quot;Datingtrend&quot;?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun lese ich, dass es einen „neuen Datingtrend“ gibt: „Shameless Dating“ genannt. Wie fast immer, steckt ein Dating-Unternehmen hinter dem angeblichen Trend – und Journalisten verbreiten solche „Trends“ in Windeseile. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klar, das steckt auch etwas Sinn dahinter: „Du sollst deinen Partner beim Treffen nicht verkohlen“, heißt es salopp. Und im Text: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;„&#039;Shameless Dating&#039; ... (sagt) ... der gespielten Harmonie den Kampf an.“&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Bei so viel Unsinn gehen mir die Zehennägel hoch. Denn es war noch nie richtig, den zukünftigen Partner nach Strich und Faden zu belügen – so wenig, wie es empfehlenswert ist, gleich mit den Sexwünschen ins Haus zu fallen. Und abgesehen davon sagen Trends gar nicht an. Es sind nach wie vor Menschen, die etwas bewirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Trend gegen Trends - so herum und anders herum &quot;wissenschaftlich&quot;?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umes ganz klar zu sagen: Der „neuste“ Dating-Trend ist ein Trend gegen so viele andere Trends, die ebenfalls niemals „Trends“ waren. Und „ehrlich“ lässt sich ebenso blumig inszenieren wie „hard to get“. Beide sind angebliche Trends und beider wurden angeblich „wissenschaftlich“ untersucht. Im Grunde versuchen Partnersuchende dabei, ihre vorgebliche Attraktivität dadurch zu vergrößern, dass sie nahezu unerreichbar sind. Auf Deutsch sagte man wohl auch „sich rarmachen“ oder man benutzt Sprüche wie „willst du was gelten, mach dich selten.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun fehlen nur noch zwei Namen: Die Dating-App, die dahintersteckt und das Etikett „Gen Z“. Und ein Blick in Suchmaschinen: überall ähnliche Texte mit ähnlichen Folgerungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich vermute, dass sich weder die „Gen Z“ noch irgendjemand anders wirklich solchen Trends folgt. Denn noch sind wir Menschen und nicht &lt;em&gt;Tanzbären der Dating-Branche&lt;/em&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Quellen, Zitate.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hauptquelle:  Esquire  (&lt;a href=&quot;https://www.esquire.de/news/gesellschaft/shameless-dating-ist-jetzt-trend&quot;&gt;deutsch&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
Sprachvergleich (englisch): &lt;a href=&quot;https://www.etymonline.com/word/shameless&quot;&gt;etymonline&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
Sprachbegriff (deutsch): &lt;a href=&quot;https://www.dwds.de/wb/schamlos&quot;&gt;dwds&lt;/a&gt;. (2 wörtliche Zitate)&lt;br /&gt;
Ursprüngliche Herkunft der Daten: &lt;a href=&quot;https://de.tinderpressroom.com/shamelessdating_trend_2025&quot;&gt;Pressroom&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
Gegensätzlich mit wissenschaftlichem Hintergrund: &lt;a href=&quot;https://www.dw.com/de/hard-to-get-lohnt-sich-beim-dating/a-53928188&quot;&gt;deutsche welle&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 02 Feb 2026 14:38:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2155-guid.html</guid>
    <category>dating</category>
<category>dating-branche</category>
<category>informationsfluss</category>
<category>irrtümer</category>
<category>widersprüche</category>
<category>wissenschaft</category>

</item>
<item>
    <title>Der Erfolg bei der Partnersuche – Matches, Dates oder Vorgehensweise?</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2152-Der-Erfolg-bei-der-Partnersuche-Matches,-Dates-oder-Vorgehensweise.html</link>
            <category>lebensweisen und partnersuche</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2152-Der-Erfolg-bei-der-Partnersuche-Matches,-Dates-oder-Vorgehensweise.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2152</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2152</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &lt;strong&gt;3. Teil von drei Teilen: Zahlenspiel oder Erwartungen? Mehr desselben oder etwas anderes? Heißsporn sein oder „cool“ bleiben?&lt;/strong&gt; (Die übrigen Teile im Anhang).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Prüfe alle Vorschläge, Empfehlungen und &quot;Matches&quot;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wann immer du eine Person gefunden hast, von der behauptet wird, dass sie mit dir „matcht“, dann solltest du das noch einmal genau überprüfen. Das Profil eignet sich hervorragend, um weitere Informationen zu bekommen. Ist die Selbstdarstellung belanglos, dann wirst du kaum auf interessante Person treffen. Ist sie hingegen übertrieben, so ist zu erwarten, dass die Person beim Treffen einen deutlich schwächeren Eindruck hinterlässt. Was zählt, sind Fakten über Aussehen, eigene Vorstellungen, Lebensumstände, Berufstätigkeit und Wünsche an andere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Warum „Matches“ unzuverlässig sind &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein „Match“ muss zwangsläufig passen – die Messung der Merkmale ist immer ungenau, egal, wer die Fragen erstellt und die anschließende Programmierung der Algorithmen vorgenommen hat. Um es mit einem Satz zu sagen: „Wer wirklich zu dir passt, weißt du nur – und falls du es nicht weißt, kann es auch kein anderer „für dich wissen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der ultimative Test, ob es passt – die Begegnung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „echte“ Matching-Test findet immer im „richtigen Leben“ statt. Beim ersten Date kannst du herausfinden, ob deine Ziele und die Ziele der anderen Person in etwa übereinstimmen – jedenfalls aus deiner Sicht. Die Erfahrung lehrt, dass beide Partner nicht immer gleicher Meinung sind. Nach dem gegenseitigen Überprüfen der Lebensziele folgt der Test um das Denken und Fühlen – also all der Werte, die in den üblichen Profilen nicht auftauchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Bereich spielen gute Fragen eine große Rolle. Es lohnt sich daher, einige Kenntnisse über Kommunikation zu besitzen. Gegen Ende eines „Dates“ sollte das Interesse an der anderen Person größer geworden sein. Falls es er anderen Person ebenso geht, steigt das Interesse aneinander, was letztlich zum sinnlichen Verlangen führen kann. Wenn es nun irgendwie weitergehen soll, steht am Ende des ersten Dates oder zeitnah danach die Verabredung zu einem zweiten Date. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ist körperliche Anziehung für ein zweites Date nötig?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun fehlt nur noch die körperliche Anziehung. Sie wird oft schon beim ersten Date erwartet. Allerdings besteht ein Unterschied darin, ob du die andere Person vorerst nur sympathisch findest oder ob du sofort Lust auf Sex verspürst. Durchaus möglich ist, dass ein „zweites Date“ bessere Voraussetzungen für Intimität schafft als das erste Date. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
---------------------------------&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das war eine lange Erklärung, nicht wahr? Aber es ist der wichtigste Teil dieser Betrachtungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was passiert eigentlich, wenn du nicht den gewünschten Efolg hast?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja ... und nun ... kann es leider trotzdem sein, dass ihr beide doch nicht zusammenkommen wollt – aus „technischen Gründen“, wegen der Lebensentwürfe, aus dem emotionalen Gefüge heraus ... und ... und ... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du betroffen sein solltest, kannst du dir ja nach einmal überlegen, ob das alles so wichtig für dich ist, oder ob du einen Kompromiss mit dir schließen könntest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wenn ein Date erfolglos endet&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir an, das Date mit der ersten Person, die du getroffen hast, endet ohne den gewünschten Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann warte ein paar Tage und versuch es mit einer anderen Person, die dir vorgeschlagen wurde. Bleib &quot;ccol&quot;, beovor due weiterliest. Denn nun reden wir übert  &lt;strong&gt;Erfolgschancen in Zahlen&lt;/strong&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wie viele reale Dates brauchen Partersuchende zum Erfolg? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausnahmsweise gebe ich die Antwort vorab:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;h1&gt;Zwischen DREI und 25 DATES.&lt;/h1&gt;&lt;br /&gt;
Nun die Einzelheiten dazu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;-	Bei bereits geklärten technischen Voraussetzungen (Alter, Wohnort und andere Grunddaten) kann jedes siebte Date zu Beziehung führen. &lt;br /&gt;
-	Bei viel Erfahrung, bestem Abgleich und etwas Toleranz können bereits eins bis drei Dates zum Erfolg führen.&lt;br /&gt;
-	Bei hohen Erwartungen (Stichwort: Ansprüche) oder schlechtem „Abgleich“ mit den Vorschlägen benötigst du deutlich mehr erste Dates – bis zu 25 sind jedoch noch akzeptabel. &lt;br /&gt;
-	Falls du nach 25 Dates immer noch keinen Erfolg hattest, ist es an der Zeit, eine andere Kennenlern-Möglichkeit zu versuchen oder dich von einer neutralen Person beraten zu lassen.&lt;br /&gt;
-	Es gibt im Internet durchaus Personen, die behaupten, mehr als 30 Dates zu benötigen – auffällig dabei ist, dass die Kriterien so gut wie nie genannt werden. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Bedeutung dieser Zahlen für dich persönlich&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl im Internet viele abweichende Zahlen zu finden sind, liegen die bekanntesten Schätzungen zwischen „fünf und 25“ Dates liegen. Diese Werte wurden jedenfalls 2026 als relativ normal abgesehen. Die höheren Zahlen ergeben sich daraus, dass die Ansprüche einerseits immer höher werden, der Partnermarkt diese Ansprüche aber nicht erfüllen kann. Die geringeren Zahlen ergeben sich aus Erfahrung, sorgfältiger Selektion und etwas Toleranz. Ein Date pro Monat zu zelebrieren ist nicht sonderlich schwierig, während ein Date pro Woche auf Dauer zur Belastung wird. Ein Vorschlag wäre, bei einer einjährigen Laufzeit des Vertrags etwa alle 14 Tage ein Date einzuplanen – das ergibt maximal 24 Dates im Jahr. Soweit die „Zeitplanung“. Doch es gibt auch ökonomischere Wege. &lt;em&gt;Bei ihnen ist eher die Frage, wie du weniger, aber dafür qualitativ bessere Dates bekommst. &lt;br /&gt;
&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Weniger ist oft mehr&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu habe ich eine ganz einfache Frage an dich: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Was ist einfacher – eine Auswahl aus fünf Möglichkeiten zu treffen oder eine Auswahl aus 50 Möglichkeiten?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Nun?&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hoffe, ihr habt „fünf mögliche Partner“ gewählt. Solltest du für „50“ votiert haben, dann bedenke bitte, wie hoch der Aufwand wäre, „den Einen“ oder „die Eine“ dabei herauszupicken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb plädiere ich für eine kleine, aber gezielt ausgewählte Gruppe vom drei bis maximal acht Kandidaten oder Kandidatinnen, die du in bis zu drei Monaten locker treffen kannst. Übrigens ist es besser, sich schnell zu entscheiden, falls du glaubst, den „Richtigen“ oder „die Richtige“ schon beim zweiten oder dritten Date gefunden zu haben. Denn wenn der oder die anderen drei ganzen Monate warten soll, bis du „mit deiner Wahl durch“ bist, kann er oder sie sich längst anders orientiert haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Warum steigt die Anzahl der Dates bis zum Erfolg an?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuerdings wird berichtet, dass die Suchenden heute mehr „erste Dates“ benötigen als noch vor 20 Jahren. Der Hauptgrund dafür sind gestiegene Ansprüche an den Partner, aber auch völlig überzogene Vorstellungen von den eigenen Möglichkeiten. Zudem versuchen immer mehr Beziehungsanfänger, sich über die neuen Möglichkeiten problemlos einen Partner an Land zu ziehen. Es ist also immer günstig, die eigenen Möglichkeiten halbwegs realistisch einzuschätzen. Wenn du drei Mal bei einem Model oder eine Professorin abgeblitzt bist, dann ist vermutlich weder ein Model noch eine Professorin die richtige Wahl für dich. (Was umgekehrt natürlich auch gilt). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach so viel Informationen in diesem dritten Teil erkläre ich&lt;em&gt; im Anhang&lt;/em&gt; noch, warum sich der Erfolg nicht „hochrechnen“ lässt und wo die „Stolpersteine“ liegen. Wer für sich selbst nach besseren Lösungen sucht, kann in einem weiteren Artikel &lt;a href=&quot;https://liebeszeitung.de/index.php?/archives/5431-Die-Partnersuche-voellig-neu-gestalten-endlich-Erfolge-haben.html&quot;&gt;Lösungen finden&lt;/a&gt;, der nicht zu dieser Artikelserie gehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du diese Artikelserie gemocht hast, sag es bitte weiter – wenn nicht, sag es dem Sehpferd-Team. &lt;br /&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2152-Der-Erfolg-bei-der-Partnersuche-Matches,-Dates-oder-Vorgehensweise.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Der Erfolg bei der Partnersuche – Matches, Dates oder Vorgehensweise?&quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 21 Jan 2026 10:43:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2152-guid.html</guid>
    <category>2026</category>
<category>änderungen</category>
<category>dates</category>
<category>dating</category>
<category>erfolg</category>
<category>gründe</category>
<category>neue fakten</category>
<category>neue zahlen</category>
<category>partnersuche</category>

</item>
<item>
    <title>Je mehr  Vorschläge und &quot;passende&quot; Personen, umso erfolgreicher die Begegnungen? </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2151-Je-mehr-Vorschlaege-und-passende-Personen,-umso-erfolgreicher-die-Begegnungen.html</link>
            <category>lebensweisen und partnersuche</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2151-Je-mehr-Vorschlaege-und-passende-Personen,-umso-erfolgreicher-die-Begegnungen.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2151</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2151</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Vom Vorschlag eines Partners bis zur Beziehung  (ausführliche Betrachtung). Zum ersten Teil geht es &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2150-Vom-Vorschlag-eines-Partners-bis-zur-Beziehung.html&quot;&gt;hier.&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;2. Teil – Je mehr  Vorschläge und &quot;passende&quot; Personen, umso erfolgreicher die Begegnungen? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ersten Teil habe ich festgestellt, dass „Matches“ im Sinne der Dating-Anbieter keinerlei Garantie für eine „wirkliche“ Übereinstimmung bieten. Dennoch sind sie wichtig, weil einige Systeme sogenannte „Matches“ verwenden, um die Kontaktaufnahme zu ermöglichen oder zu erleichtern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Frage, die sich in diesem Zusammenhang ergibt, wäre: Wie viele Anfragen führen eigentlich zu einem Kontakt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eine Antwort aus dem Jahr 1985 - offline&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen 1985 (1) bekam ich folgende Information – es betrifft „Kontakte über Zeitungsanzeigen“ (Online-Dating gab es damals noch nicht): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;„Eine eigene Anzeige ... (lohnt sich eher) für jüngere Frauen ... als für Männer. Hundert und mehr Zuschriften sind bei Frauen keine Seltenheit. Die meisten Männer zwischen 20 und 50 müssen sich hingegen mit etwa einem Dutzend Antworten zufriedengeben.“ &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Sieht man dies aus der Sicht der Männer, so liegt die Chance auf eine Antwort auf eine Anzeige statistisch bei einem Prozent. Das heißt, Männer mussten damals im Extremfall etwa 100 Briefe schreiben, um eine einzige Antwort zu bekommen. Sie konnten natürlich auch eine eigene Anzeige aufgeben („Er sucht Sie“) – doch der Erfolg wird schon von den Autoren als „mäßig“ angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Werte konnten nach Region und Medium (Frauenzeitschrift, Wochenzeitung, Tageszeitung oder Werbeblatt) für Männer noch wesentlich dürftiger ausfallen. Teils beklagten Männer, weniger als fünf Zuschriften auf ihre Anzeigen zu bekommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;40 Jahre später – und online &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleichbare Zahlen standen für 40 Jahre später wieder zur Verfügung – diesmal aus „Dating-Apps“ - zunächst nach einer KI-Übersicht, die sich ausdrücklich auf Rechts-Wische und die App Tinder bezog. Zuerst  habe ich nach der allgemeinen Wahrscheinlichkeit gefragt und erhielt folgende Antwort:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Die allgemeine Erfolgsquote für Matches bei Tinder kann je nach Region variieren, aber viele Nutzer berichten von einer Wahrscheinlichkeit von etwa 10-20 %, basierend auf der Anzahl der Wischbewegungen. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Das überraschte mich, denn ich hatte von wesentlich schlechteren Ergebnissen erfahren. Im zweiten Anlauf habe ich nach den prozentualen Chancen für Frauen und Männer gefragt, und erhielt die Antwort (gekürzt) (Mit Duck-KI und ähnlich auch mit anderen Programmen): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Männer erhalten im Durchschnitt 1 Match bei 140 Swipes nach rechts. Das bedeutet, sie müssen ca. 140 Profile liken, um ein Match zu erzielen.&lt;br /&gt;
Frauen ... haben eine Match-Rate von 10 %, was bedeutet, dass sie in der Regel 1 Match bei 10 Swipes erhalten.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Die KI war so freundlich, mir noch die Gründe zu erklären – doch das könnt ihr auch selbst versuchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit dürfte auch die Frage beantwortet sein, ob ein Mann durch mehr Aktivität seine „Matches“ bei Tinder und ähnlich gelagerten Apps verbessen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Antwort: Auf keinen Fall durch mehr Rechts-Wischen, denn um seine Chancen zu verdoppeln, müsste er 280 „Swipes“ (1) einsetzen. Täte er dies unter Anwendung einer etwas fragwürdigen Faustregel, so würden ihm erst 700 „Swipes“ knapp zum Erfolg führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was sind Zahlen wirklich wert?&lt;/strong&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird dir gerade ganz schummerig vor Augen vor lauter Zahlen? Wenn dies noch nicht der Fall ist, lies bitte im Anhang nach, welche merkwürdigen „Chancen“ unterschiedliche Forscher, Kenner der Materie und Journalisten „ermittelt“ haben wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der falsche Weg&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehr Angebote (Matches, Vorschläge) ergeben nur dann einen Sinn, wenn sie sich exponentiell steigern lassen, also beispielsweise von 2 auf 4, 4 auf 8, oder 8 auf 16 zu erweitern. Dies wäre im Beispiel für Frauen durchaus möglich, für Männer jedoch so gut wie gar nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für alle anderen gilt, das eigene Profil zu verändern, was normalerweise bedeutet, Profile zu verwenden, die mehr Aufmerksamkeit erregen. Auch die eigene Vorgehensweise lässt sich relativ leicht verändern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das gilt für alle Apps, nicht nur für Tinder. Jede Stellschraube am Profil zieht eine Veränderung der Popularität nach sich – in beiden Richtungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gibt es eine „goldene Regel“, die inzwischen jedem bekannt sein sollte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Matches (oder auch Anfragen, je nach Plattform) in Dates zu verwandeln ist keine Frage der Anzahl ... sondern, der Art, wie du dabei vorgehst. &lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Sollte dies wirklich zutreffen? Kommt es im Wesentlichen auf uns selbst an? Und falls ja, was können wir dann tun? Was bleibt von all den „Matches“, den Testverfahren, den Persönlichkeitsmerkmalen und all den anderen „wissenschaftlichen“ Matching-Methoden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das behandle ich im dritten Teil dieser Betrachtung. Und ich verrate euch, wie die merkwürdige Zahl von „291 Matches“ und die anderen Annahmen zustande kommt, von der wir immer wieder in der Presse lesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Zahlen für all jene, die sich gerne verwirren lassen, findest du im Anhang zu diesem Artikel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) Aktive Partnersuche per Inserat , die übrigen Quellen im erweiterten Artikel.&lt;br /&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2151-Je-mehr-Vorschlaege-und-passende-Personen,-umso-erfolgreicher-die-Begegnungen.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Je mehr  Vorschläge und &amp;quot;passende&amp;quot; Personen, umso erfolgreicher die Begegnungen? &quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 20 Jan 2026 15:26:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2151-guid.html</guid>
    <category>dating</category>
<category>hoffnungen</category>
<category>matches</category>
<category>partnersuche</category>
<category>vorgehensweisen</category>
<category>zahlen</category>

</item>
<item>
    <title>Vom Vorschlag eines Partners bis zur Beziehung </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2150-Vom-Vorschlag-eines-Partners-bis-zur-Beziehung.html</link>
            <category>lebensweisen und partnersuche</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2150-Vom-Vorschlag-eines-Partners-bis-zur-Beziehung.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2150</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2150</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    &quot;Vom Vorschlag eines Partners bis zur Beziehung&quot; ist eine Betrachtung, die versucht, mehr Licht in den undurchdringlichen Djungel der Partersuche zu bringen - online wie offline.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;1.	Teil – warum ein „Match“ selten eines ist &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in der englischen Sprache jemand ein „Match“ für dich ist, dann „passt es gut zu dir“. Sogar der &lt;a href=&quot;https://www.duden.de/rechtschreibung/Matching&quot;&gt;Duden&lt;/a&gt; hat es übernommen: „Matching“ ist demnach ein „Zuordnungs- und Auswahlverfahren bei der Partnervermittlung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage ist also: Wer könnte zu jemandem passen – und da müssten wir eigentlich bei den Kriterien beginnen, also den Zahlen, Fakten und Werten, die dabei zugrunde gelegt werden. Doch gibt es überhaupt eine Antwort darauf? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Frage beschäftigt Menschen seit mindestens einem Jahrhundert intensiv. Ob Heiratsmakler, Eheinstitute, Partnervermittler, Single-Börsen oder Einzelpersonen: Jeder hat darauf eine mehr oder weniger zufriedenstellende Antwort - aber keine ist allgmeingültig. Was wir wirklich kennen, ist die Reihenfolge: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Jemand wird auf eine Person aufmerksam.&lt;br /&gt;
2. Er bekundet ein Interesse an ihr. &lt;br /&gt;
3. Das Intreresse wird zum (inneren) Verlangen.&lt;br /&gt;
4. Beide einigen sich auf ein Treffen, um zu überprüfen, ob sie ein Paar werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was ist denn nun ein „Match“?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemand weiß, was wirklich ein „Match“ zwischen zwei Personen ist. Ein Teil der Ratsuchenden vertraut auf Esoterik, Astrologie und andere Formen des Volksaberglaubens. Wer nach Fakten sucht, beginnt zunächst mit den Basisdaten wie Alter, Wohnort, Bildung und Herkunft. Einige fahnden nach Werten, Geschmack, Liebhabereien oder anderen Präferenzen – dabei begeben sie sich bereits auf das Glatteis der Spekulationen. Die Psychologie bringt seit einiger Zeit die „Persönlichkeitsmerkmale“ mit ein, die ebenfalls auf schwachen Füßen stehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein Geheimnis wird enthüllt - wie ein Trick zu &quot;passenden&quot; Partnern führt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich verrate mal eine einfache Weisheit: Am einfachsten ist es, jemandem zu sagen: „Du, da interessiert sich jemand für dich“. Ähnliche Verfahren werden bei den „Empfehlungen“ von „passenden Personen“ genutzt. Und letztlich gibt es noch den Barnum-Effekt – er deckt das weiteste Spektrum von Eigenschaften ab, in dem sich etwa 80 Prozent aller Menschen wiederfinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sehr bekannte Dating-App unterscheidet zwischen Anfragen (nach rechts wischen) und Matches. Demnach existiert bereits ein „Match“, wenn die fragende und die angefragte Person miteinander „chatten“ wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eine Beziehung anzubahnen ist wie ein Geschäft anzubahnen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel hat diese Stufe zwischen Kontaktaufnahme und Gesprächsbereitschaft überhaupt keinen Namen. Der Vorgang selbst lässt sich am besten mit einem Bewerber vergleichen, der zu einem Gespräch eingeladen wird. Wer schon mal in der Situation war, der weiß natürlich genau, dass es nicht immer zu einem Job führt. Vergleichbar ist es auch mit einem Handelsvertreter, der zum ersten Mal einen neuen Kunden besucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie immer wir ein „Match“ definierten – es ist ein Vorschlag zur Kontaktaufnahme - und auf keinen Fall mehr. Das gilt auch, wenn beide daran glauben, dass es „passen könnte“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem wir dies geklärt haben, können wir an die Frage gehen: Aus wie vielen Kontakten entstehen eigentlich „echte“ Begegnungen? Und wie viele Begegnungen in der Realität führen zu einer Beziehung, die länger als drei Monate hält? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu gibt es tatsächlich einige Zahlen - aber auch viele eher unrealsitische Zahlenspiele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Fazit des ersten Teils - sogenannte &quot;Matches&quot; sind gar keine&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorerst können wir dies festzustellen (und zwar absolut verbindlich):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grund für eine Partnersuche ist das Interesse an einer Partnerin oder einem Partner. Dabei werden wir auf jemanden aufmerksam, und wir versuchen, sein Interesse zu wecken. Dieser Vorgang funktioniert nicht nur in der Alltagsrealität, sondern auch im virtuellen Bereich des Online-Datings. &lt;br /&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2150-Vom-Vorschlag-eines-Partners-bis-zur-Beziehung.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Vom Vorschlag eines Partners bis zur Beziehung &quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 19 Jan 2026 09:38:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2150-guid.html</guid>
    <category>aufmerksamkeit</category>
<category>bewertungen</category>
<category>dating-jargon</category>
<category>interesse</category>
<category>match</category>
<category>matching</category>
<category>wortwahl</category>
<category>zahlenspiele</category>

</item>
<item>
    <title>Die KI – Orakel, Besserwisserei und User-Bashing</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2147-Die-KI-Orakel,-Besserwisserei-und-User-Bashing.html</link>
            <category>liberal sein</category>
            <category>sehpferd</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2147-Die-KI-Orakel,-Besserwisserei-und-User-Bashing.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2147</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2147</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Bereits vor knapp einem Jahr konnte jeder, der es wissen wollte, über die Unzuverlässigkeit der KI nachlesen. Damals ging es „lediglich“ um aktuelle Nachrichten und die Hintergrundinformationen, die verschiedene Anbieter von KI dazu wussten. Das Ergebnis zeigte, dass die Antworten zum großen Teil enttäuschend, teils sogar niederschmetternd schlecht oder irreführend waren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Klartext:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;In 45 Prozent aller KI-Antworten war mindestens ein erheblicher Irrtum enthalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei 31 Prozent der Antworten gab es erhebliche Probleme mit den benutzten Quellen – teils waren sie falsch, teils irreführend. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In 20 Prozent der Fälle enthielten die Antworten, für die es gar keine Belege gab oder bei der die Belege veraltet waren. Im englischen Originaltext heißt es dazu: „Die KI halluzinierte“. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl bemerkt – es handelte sich um Nachrichtenmaterial, das gründlich analysiert wurde und nicht um Wertfragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die KI - im Größenwahn?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell sagt die verwendet Studie aus, dass die KI-Programme &lt;em&gt;ein Problem damit haben, sich selbst zu überschätzen&lt;/em&gt;. Das ist ausgesprochen gefährlich für den gutgläubigen Anwender, der hinter der KI eine „objektive“ Stellungnahme vermutet. Um es nochmals zu sagen: Gefragt wurden nach überprüfbaren Fakten, auf die eine möglichst zutreffende Antwort erwartetet wurde. Selbstverständlichen hätte die KI eine Möglichkeit, sich zu weigern, bestimmte Fragen zu beantworten. Aber das geschieht immer seltener: Die Rate der nicht beantwortbaren Fragen fiel laut der erwähnten Studie zwischen August 2024 und 2025 von 31 auf null Prozent. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Konservativ, akademisch und selbstherrlich - wie kommen diese Elemente in die KI?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abseits der Studie: Die KI (AI) wird offenbar von ihren Entwicklern mit teils konservativer, teils akademischer Selbstüberschätzung ausgestattet. Dazu gehört auch, bei Fragen, die nicht in das relativ simple Denkschema der KI passen, zurechtgewiesen zu werden. Man fühlt sich an Schüler erinnert, die wagten, eine unbequeme Frage an ihren Lehrer stellen. Dies alles wirft einen scharfen Lichtstrahl auf die &lt;a href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2145-Die-geheime-konservative-Beeinflussung.html&quot;&gt;elitären Strukturen&lt;/a&gt;, die offenkundig in manchen Programmen verankert wurden. „Selbstüberschätzung“ ist keiner Maschine und keinem Programm eigen. Also wird irgendwo im Programm ein winziger Code-Schnipsel lauern, der sagt: „Wenn dir der Fragesteller zu frech wird, dann erkläre ihn für unfähig, die richtigen Fragen zu stellen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessiert euch das Thema? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht oder vollkommen andere? Dann sagt es, schreibt es und verhindert dadurch, dass KI eingesetzt wird, um die Meinungsvielfalt einzuschränken. Verweist dabei bitte auf &lt;em&gt;sehpferd&lt;/em&gt;, wenn ihr mögt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: Ausführlich als  PDF - &lt;a href=&quot;https://www.bbc.co.uk/mediacentre/documents/news-integrity-in-ai-assistants-report.pdf&quot;&gt;BBC&lt;/a&gt;. &lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 06 Jan 2026 15:42:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2147-guid.html</guid>
    <category>ai</category>
<category>gefahren</category>
<category>halluzinieren</category>
<category>ideologien</category>
<category>it</category>
<category>ki</category>
<category>orakel</category>
<category>software</category>
<category>spinnen</category>
<category>user-bashing</category>

</item>
<item>
    <title>Die geheime konservative Beeinflussung</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2145-Die-geheime-konservative-Beeinflussung.html</link>
            <category>sehpferd</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2145-Die-geheime-konservative-Beeinflussung.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2145</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2145</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Wenn es im Internet genügend „seriöse“ Beiträge zu einem ethischen Thema gibt, bedient sich die KI dort – wo sonst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir einmal an, du würdest etwas zu einem Thema suchen, bei dem es sowohl Tatsachen wie auch Meinungen gibt. Wie zu fast all diesen Themen, gibt es dazu auch „Erhebungen“ von Wissenschaftlern, die ganz auf der Linie der Meinungsmacher liegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stellen wir einfach mal eine Frager (die KI-Quelle wird nicht genannt, und die Antworten wurden extrem vereinfacht).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Fragen an die KI - wie geht sie vor? &lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egal, welche Fragen ihr stellen werdet - wenn die KI keien Tatsachen findet, sollte sie auch keine Antworten ausgeben. Doch ist  das in der Praxis auch so?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig kommt dennoch eine Antwort, und sie besteht meistens aus diesen drei Teilen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;1.	Die angefragte KI findet kleine Tatsachen, weil diese meist unveröffentlicht bleiben oder als „Erfahrungswissen“ für „ernsthafte“ Forscher nicht infrage kommen. &lt;br /&gt;
2.	Andererseits scheuen sich ethische und religiöse Gruppen kaum, unter eigener oder fremder Flagge Meinungen zum Thema zu verbreiten. Diese Beiträge erscheinen in Massen im Internet – teils von echten Autoren lanciert, teils von anderen KI-Programmen.&lt;br /&gt;
3.	Aus diesen Informationen erstellt „deine“ KI eine Struktur dazu. Das ist das, was du am Bildschirm siehst. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;die Antwort passt nicht zur Frage, sondern wirkt belehrend&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Frage (vereinfacht):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Welche sexuellen Erfahrungen sollte eine Person bereits besitzen, wenn sie sich zum „Dating“ entschließt? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Erster Schritt&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die KI versucht, das im Grunde reichlich vorhandene Erfahrungswissen auszugrenzen. Das liest sich ungefähr so: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Das, was du gefragt hast, ist nicht relevant, um eine dauerhafte Beziehung einzugehen. &lt;/em&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ethische oder psychologische „Ratschläge“ werden ausgegeben: &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Wichtig ist vielmehr, in dein Inneres zu hören und deine Möglichkeiten und Grenzen zu erkennen. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;die Botschaft endet mit einem wissenschaftlichen Orakel&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Manche Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Menschen mit Vorerfahrungen für Beziehungen weniger geeignet sind, während andere behaupten, dass es gleichgültig ist, welche persönlichen Erfahrungen du zuvor hattest.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Fehler der KI, willkürlich eingearbeitet Moralvorstellungen oder Beeinflussung? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir an, das wäre der reine Zufall. Dann hätte niemand die KI beeinflusst, sondern sie wär einfach nicht geeignet, intime Fragen auf der Grundlage von Erfahrungen zu beantworten. Dann sollte sie uns dies aber auch mitteilen, nicht wahr? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun könnte ich ja auf die Idee kommen, die KI würde sich an „ausgesucht seriösen Seiten“ orientieren – dann hätten Ideologen ein Einfalltor. Sie müssten sich nicht einmal einen wissenschaftlichen Anstrich geben – ein paar bekannte Namen aus der Philosophie reichen durchaus. Die „ausgebende“ KI kann damit heute schon einen einmal erzeugten Text in vielen Varianten an die Öffentlichkeit bringen, ohne dass es die lesende KI merken würde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;die KI selbst kennt keine Verantwortung&lt;/strong&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und bevor ihr jetzt die KI verdammt – das alles war schon immer so. Jedenfalls, seit das Internet besteht. Je mehr eine an sich belanglose Information oder Ansicht verbreitet wird, umso mehr „Relevanz“ bekommt sie. Vorurteile sitzen tief, und wenn die dahinterstehenden Klischees immer wieder strapaziert werden, dann werden sie im Resultat zu Wahrheiten umgemünzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterschied besteht daran, dass es die KI viel schneller schafft. Und in der Hand der „Beeinflusser“ wird sie dann zur Waffe, die sich gegen die Meinungsvielfalt richtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wann es so weit ist? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt. In diesem Moment schreibt irgendein konservativer Autor in einer Tageszeitung, in einem Blog oder einem sozialen Netzwerk einen Artikel, der in dies Muster passt. Da werden die alten Regeln wiederbelebt, von der Gesellschaftsordnung des neunzehnten Jahrhunderts bis hin zu jenen der Adenauer-Ära.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mich fröstelt es, wenn ich solche Beiträge lese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hinweis: Unser Autor ist sich bewusst, dass Teile dieses Artikels nicht ausreichend belegt sind. Aber er hofft, dass er andere Menschen zum Nachdenken bringen kann.&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 02 Jan 2026 15:29:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2145-guid.html</guid>
    <category>ki</category>
<category>konservative</category>
<category>manipulation</category>
<category>meinungsmanipulation</category>

</item>
<item>
    <title>Die Psychologisierung des Lebens – ist sie sinnvoll?</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2146-Die-Psychologisierung-des-Lebens-ist-sie-sinnvoll.html</link>
            <category>sehpferd</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2146-Die-Psychologisierung-des-Lebens-ist-sie-sinnvoll.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2146</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2146</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Reden wir zunächst vom Positiven: Psychologie hilft uns dabei, die Gründe für unsere Probleme beim Verursacher zu suchen - also bei uns selbst. Ich bin mir persönlich sehr bewusst, dass es Menschen gibt, die schon dies bezweifeln. Für sie variiere ich den Satz noch einmal: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Mach die anderen erst dann für deine Misere verantwortlich, wenn du dir absolut sicher bist, sie nicht selber verursacht zu haben.&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Satz folgt einer ganz einfachen Tatsache:  Es ist wesentlich einfacher, dein Verhalten zu ändern als darauf zu hoffen, dass sich die anderen verändern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Psychologie oder einfach Lebensgestaltung? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht fragt ihr euch ja gerade, ob das überhaupt etwas mit „Psychologie“ zu tun hat oder ob es schlicht und einfach um ein Prinzip geht, um das eigene Leben in vielerlei Hinsicht zu verbessern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Hast du dich das jetzt gefragt? &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja? Dann bist du auf einem guten Weg, denn mithilfe der Psychologie können durchaus einige Probleme gelöst werden. Vor allem dann, wenn sie vielschichtig sind oder du zur Lösung einige Hürden überspringen musst. Das allerdings dauert meist relativ lange. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Wunder, dass es genügend Lockrufe aus den Winkeln des Internets gibt, die dir zurufen: „Na, komm doch zu mir, bei mir geht es schneller, zügiger und einfacher.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Barnum-Effekt oder echte Hilfe?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mich erinnert das immer ein bisschen an den „Barnum-Effekt“ (1) . Wenn jemand einer großen Anzahl von Menschen die gleiche „Lösung“ empfiehlt, dann glaubt ein großer Teil, dass es auf das eigene Problem zutrifft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe grade einige Bemerkungen dazu von einer Psychologin gelesen (2), die Kritik an dem Populismus übt, der von manchen psychologischen Schulen oder einzelnen Personen ausgeht. Dem stimme ich weitgehend zu. Allerdings stellt sich für mich die Frage, warum Fragen zur Lebensführung so oft &lt;em&gt;„unter Psychologen“&lt;/em&gt; diskutiert werden und nicht in einem breiten Kreis der Gesellschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder um es &lt;em&gt;klarer und schärfer&lt;/em&gt; zu sagen: Sind Themen der Lebensführung, Lebensgestaltung und Problemlösung nicht viel zu elementar, um sie ausgerechnet der Psycho-Branche zu überlassen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun bist du dran. Denk einfach mal darüber nach. Oder – lies mal den Text aus „Psychologie Heute“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) &lt;a href=&quot;https://de.wikipedia.org/wiki/Barnum-Effekt&quot;&gt;Barnum-Effekt&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2) Aus &quot;&lt;a href=&quot;https://www.psychologie-heute.de/gesellschaft/artikel-detailansicht/43872-psychoindustrie-wie-viel-kommerz-vertraegt-psychologie.html&quot;&gt;Psycholgie Heute&lt;/a&gt;&quot; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 03 Jan 2026 13:05:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2146-guid.html</guid>
    <category>kommerz</category>
<category>kritik</category>
<category>lebensführung</category>
<category>populismus</category>
<category>psychologie</category>
<category>sinn</category>

</item>
<item>
    <title>Das Gendern beenden – sofort </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2137-Das-Gendern-beenden-sofort.html</link>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2137-Das-Gendern-beenden-sofort.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2137</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2137</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Ja, die Wissenschaft ist frei - Soziologen und Soziologinnen können forschen, worüber sie wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir Laienwürmchen haben das Recht, sie zu kritisieren und in jeder Weise, die uns zur Verfügung steht, auf ihre ideologisch motivierten Behauptungen und Irrtümer hinweisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil das so, ist, können wir uns auch die ständige Beregnung mit Soziologen-Chinesisch ersparen. Und wir haben tatsächlich das Recht, sie einfach zu ignorieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn ein großer Teil dessen, was Soziologen veröffentlichen, wendet sich gar nicht an uns. Es dient dazu, sich selbst darzustellen und dabei zu versuchen, die Presse zu interessieren. Dabei riskiert man ideologische Überfrachtung – vor allem von links. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am, besten, wir hören das Geschnatter gar nicht. Es geht uns nichts an, es sei denn, wir wären die Missionare linksextremer Ideen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nein, ich argumentiere nicht aus der „rechten Ecke“ und bin nicht deren Missionar. Gendern ist einfach ein Denkfehler – mehr nicht. Und ich glaube wirklich, dass uns Soziologen nützen könnten, wenn sie gesellschaftliche Trends einfach und ungeschminkt in gutem Deutsch beschreiben würden.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Fri, 17 Oct 2025 13:28:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2137-guid.html</guid>
    <category>gendern</category>
<category>ignorieren</category>
<category>nicht beachten</category>

</item>
<item>
    <title>Dynamiken und Rätselhaftigkeit der Sexualität</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2135-Dynamiken-und-Raetselhaftigkeit-der-Sexualitaet.html</link>
            <category>deutsch</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2135-Dynamiken-und-Raetselhaftigkeit-der-Sexualitaet.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2135</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2135</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Irgendwie bin ich dieser Tage auf „Psychologie Heute“ gestoßen. Was mich sofort befremdete, war die „verkünstelte“ Sprache, so wie hier: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Für die Wirksamkeit solcher Imperative braucht es gar kein strenges Nein, sie funktionieren über das freundliche Ja. Beide Dynamiken verfehlen eklatant die Rätselhaftigkeit der Sexualität.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Selbst, wenn ich einige meiner  Minuten meiner wertvollen Zeit für den Satz  opfere: Die „Dynamiken“, die „eklatant“ die die „Rätselhaftigkeit“ der Sexualität verfehlen, öffnen sich für mich nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch konnte ich ermitteln, was der Autor eigentlich meint: Früher wurde die Heterosexualität propagiert, heute eher die Vielfalt. Das mag sein. Allerdings erklärt dies nicht, warum Sexualität generell rätselhaft sein soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle: &quot;&lt;a href=&quot; https://www.psychologie-heute.de/gesellschaft/artikel-detailansicht/43211-aufklaerung-verfehlt-die-raetselhaftigkeit-der-sexualitaet.html&quot;&gt;Psychologie Heute&lt;/a&gt;&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 04 Oct 2025 09:23:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2135-guid.html</guid>
    <category>psychologie</category>
<category>sprache</category>
<category>unsinn</category>

</item>
<item>
    <title>Wohin soll die CDU gehen?</title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2124-Wohin-soll-die-CDU-gehen.html</link>
            <category>demokratie</category>
            <category>liberal sein</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2124-Wohin-soll-die-CDU-gehen.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2124</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2124</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, in denen die CDU an meinem Geburtsort als „Katholikenpartei“ verschrien war. Tatsache ist, dass sie dem rheinischen Katholizismus jener Zeit recht nahestand. Zudem wollte die CDU eine Gesellschaftsordnung, in der &lt;em&gt;wirkliche wie auch herbeigeredete&lt;/em&gt; christliche Werte gelten sollten, wozu auch „klare Machtstrukturen“ in Familien gehörten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor einigen Tagen hörte ich einen „Experten“, der sinngemäß sagte, die CDU solle sich auf ihre konservative Tradition, insbesondere aber „christliche Werte“ besinnen. Dies sei der richtige Weg, um dem Populismus der Rechtsextremisten entgegenzutreten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na schön – es herrscht Meinungsfreiheit, auch in der Wissenschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&quot;Konservative Werte&quot; ohne Marktwert?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indessen wäre die Frage, ob die CDU/CSU überhaupt ein Konzept hat, das für die Mehrheit der Deutschen attraktiv genug ist. Die meisten Wähler haben der CDU ihre Stimme gegeben, weil sie sich klare Linien für die Zukunft Deutschlands erhofften. Oder weil sie der CDU zutrauten, die deutsche Wirtschaft wieder auf die Beine zu bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das Christentum? Es ist eine Religion – nicht mehr und nicht weniger. Darauf eine Politik aufzubauen ist schwer, wenn nicht gar unmöglich. Und genau deshalb sollte die CDU/CSU die Finger davon lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was „konservative Werte“ sind und wie sie die CDU/CSU dann vermarkten will, ist noch völlig unklar. Und das Konzept „konservativ“ hilft nicht gegen den Populismus. Wer ihn bekämpfen will, sollte schnell sichtbare Fakten schaffen, die dem Bürger nützen. &lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 08 Sep 2025 08:19:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2124-guid.html</guid>
    <category>cdu</category>
<category>christentum</category>
<category>christliche werte</category>
<category>populismus</category>
<category>wahlen</category>
<category>wirtschaft</category>

</item>
<item>
    <title>Was ist eigentlich los mit „BDSM“? </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2123-Was-ist-eigentlich-los-mit-BDSM.html</link>
            <category>KI/AI - Künstliche Intelligenz </category>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2123-Was-ist-eigentlich-los-mit-BDSM.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2123</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2123</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Zunächst wird euch überraschen, dass „BDSM“ kein fest gefügter Begriff für eine einzige Spielart der Lüste ist. Vielmehr ist es ein lockerer Begriff, der aus vier Teilen besteht, die erst in der jeweiligen Zusammensetzung einen Sinn ergeben - und manchmal nicht mal dann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;B, D, S und M&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„B“ steht für „Bondage“ – auf deutsche Fesselungen.&lt;br /&gt;
„D“ steht für „Disziplin“, auf Deutsch in diesem Zusammenhang etwa „Erziehung“. &lt;br /&gt;
„D“ steht aber auch für Dominanz (Beherrschung).&lt;br /&gt;
„S“ steht für Submission (Unterwerfung).&lt;br /&gt;
„S“ steht aber auch für Sadismus (Psychologischer Begriff).&lt;br /&gt;
„M“ steht für „Masochismus“ (Psychologischer Begriff).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesen Komponenten werden von den Autoren nun die Begriffe zusammengeschustert, zum Beispiel D/S oder S/M. Was dahintersteht, ist allerdings äußerst unscharf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Wer hat die Begriffe erfunden?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Definitionsversuche wurden von Psychiatern und/oder Psychologen übernommen, denen es im Wesentlichen um die Katalogisierung der dahinterstehenden „Abweichungen“ ging. Beispielsweise wurde der „Sadismus“ an den Schriften des Autors de Sade aufgehängt, für der Begriff „Masochismus“ stand der Autor der „Venus im Pelz“ Pate, also der Schriftsteller Sacher-Masoch. „Sadomasochistisch“ ist demnach, wer Freude an sadistischen und/oder masochistischen Machtspielen hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Aus der Dunkelwelt in den heimischen Bücherschrank - S/M-Literatur &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kombinationen entstanden, als die Szene aus der „Dunkelwelt“ in die Öffentlichkeit ging, und es gab einige Definitionen, was „BDSM“ nun sein sollte – einige waren durchaus kontrovers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Es dauerte ziemlich lange, bis der Kunstbegriff im bürgerlichen Milieu bekannt wurde. Der eigentliche Durchbruch gelang mit der Trilogie „Shades of Grey“, die ihrerseits wieder sehr umstritten war. Das Bild, das heute viele Menschen des bürgerlichen Mittelstandes von „BDSM“ haben, entstammt diesen Büchern, der andere Teil wurde (und wird) entsprechenden pornografischen Filmen entnommen. Nur sehr wenige dieser Schriften und Filme haben einen Bezug zur Realität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Unzufriedenheit mit dem Sexleben - Lösung durch S/M? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Jahren haben die Psychologen „BDSM“ wiederentdeckt und sie bemühen sich um neue Definitionen. Was einst in die „unterste Schublade“ menschlicher Neigungen gehörte, wurde nun aufgewertet. Behauptet wird, dass Paare, die mit ihrem Sexualleben unzufrieden sind, durch BDSM neue Seiten aufschlagen können. Das Schlüsselwort dabei heißt „Kommunikation“. In der Lesart der Psychologie heißt das, wer miteinander über sexuelle Vorlieben redet, der kann auch neue Wege einschlagen, die zu Lustgewinn führen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;S/M heute - neue Spiele um die Lust nüchtern betrachtet&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter jungen Paaren wird neuerdings behauptet, „Soft-SM“ zu praktizieren. Man sagt auch „Light BDSM“ - doch was damit gemeint ist, ist so schwammig wie der Begriff „BDSM“ selbst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist nun „Light SM” oder eben „Soft-SM“? Im Grunde ist es ein bewusstes Spiel mit der Macht – und damit nicht gerade ungewöhnliche für Paare. Der Unterschied besteht darin, dass nach klaren Regeln gespielt wird, die Zeit für die Spiele begrenzt wird und am Ende beide einen Gewinn davon haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klingt nüchtern, nicht wahr? Für die beiden Partner ist es natürlich mehr, weil sie dabei in die Gefühlsachterbahn einsteigen – ebenfalls für eine begrenzte Zeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Warum ich keine KI verwendet habe, um diesen Artikel zu schreiben &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, ihr habt bemerkt, dass dieser Artikel nicht mit „KI“ erzeugt wurde. Solltet ihr jemals auf die Idee kommen, dafür KI einzusetzen, so werdet ihr euch wundern. Vielleicht dämmert euch dann auch, warum KI bei so unscharfen Begriffen keine verlässlichen Antworten gibt.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 07 Sep 2025 15:29:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2123-guid.html</guid>
    <category>abweichungen</category>
<category>alternative stimme</category>
<category>anders denken</category>
<category>lustgewinn</category>
<category>psychiatrie</category>
<category>psychologie</category>
<category>sex</category>

</item>
<item>
    <title>Gewertschätzt – gedummschwätzt? </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2121-Gewertschaetzt-gedummschwaetzt.html</link>
            <category>deutsch</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2121-Gewertschaetzt-gedummschwaetzt.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2121</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2121</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Dummsprache entsteht, wenn wir hirnlos nachplappern, was die Pseudo-Eliten uns ihrer hochgeschraubten Sprache auf die Trommelfelle dröhnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnen wir mal mit dem Wert. Den hat, ethischen Gesetzen folgend, jeder Mensch. Eine Gruppe denkt jetzt sofort an die &lt;em&gt;„inneren Werte“&lt;/em&gt; und meint die &lt;em&gt;edlen, hilfreichen und guten Seiten&lt;/em&gt; des Menschen. Eine andere Gruppe hat eher die Fähigkeiten und Fertigkeiten im Sinn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Idealisten, Alltagsmenschen und Werte &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Internet gibt es Diskussionen darüber, warum wir Menschen „wertschätzen“ sollten. Sie ist esoterisch, sozial, altruistisch und auch ethisch angehaucht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch was bewegt den Alltagsmenschen? Etwas geht kaputt. Wer kann es reparieren? Der Zahn schmerzt – wer hat die Fähigkeit, den Schmerz zu stillen? Wo gibt es Karotten, die noch den typischen Eigengeschmack haben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir schätzen Menschen, wenn sie besondere Fähigkeiten in Körper, Emotionen und Geist haben. Klar, davon beißt die Maus keinen Faden ab. Aber was wären wir ohne jene, die wissen, wie man eine Wasserleitung repariert? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die eigenen Werte&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden uns fragen müssen, welche Werte wir selbst haben. Ich höre immer wieder: „Mit mir kannst du viel Spaß haben“, wenn es um Beziehungen geht. Na schön, wenn das dein einziger „Wert“ ist … dann ist die Klage nicht mehr weit, dass sich kein Mensch für dich interessiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hast du eine Liste deiner Werte? Und weißt du, welche Werte du in anderen suchst?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja – dann schreib sie auf. Nenne wenigstens fünf davon. Mehr sind in diesem Fall besser. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und bitte: Stell dich nicht vor eine Gruppe oder gar ein Mikrofon und sagen: „Alle Menschen wollen gewertschätzt werden“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wollen sie nicht. Sie wollen für die Werte geschätzt werden, die sie an sich kennen und die sie für wertvoll halten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Dummes Geschwätz um Wertschätzung &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sagt etwa eine Mutter zu ihren Kindern: „Ich habe euch stets gewertschätzt?“ Nein. Wenn es eine gute Mutter ist, dann sagt sie: „Ich habe euch dafür geliebt, dass es euch gibt.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also: „Gewertschätzt“ ist keine Aufwertung, sondern eine Abwertung – und ein entsetzliches, arrogantes Dummdeutsch.  
    </content:encoded>

    <pubDate>Sat, 16 Aug 2025 09:56:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2121-guid.html</guid>
    <category>deutsch</category>
<category>geliebt</category>
<category>gewertschätzt</category>

</item>
<item>
    <title>Ist Liebe tatsächlich kein Gefühl? Oder vielleicht doch? </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2119-Ist-Liebe-tatsaechlich-kein-Gefuehl-Oder-vielleicht-doch.html</link>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2119-Ist-Liebe-tatsaechlich-kein-Gefuehl-Oder-vielleicht-doch.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2119</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2119</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    &lt;figure class=&quot;serendipity_imageComment_center&quot; style=&quot;width: 620px&quot;&gt;&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:806 --&gt;&lt;img class=&quot;serendipity_image_center&quot; width=&quot;620&quot; height=&quot;291&quot;  src=&quot;https://sehpferd.de/uploads/liebe_impuls_reaktion_rueckkoppelung.jpg&quot;  loading=&quot;lazy&quot; alt=&quot;&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;figcaption class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Liebe lernen am Beispiel der Rückkoppelung &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;&lt;blockquote&gt;Ein Gefühl existiert nicht, solange es sich nicht ausdrückt. Es muss mit einer Handlung verbunden sein. &lt;br /&gt;
&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;(Zitiert nach dem Theologen David Wolpe)&lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Oberfläche der Gefühle&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Gefühle lassen sich mit viel Mühe beschreiben, wobei wir auf das Vokabular zurückgreifen, das dafür üblicherweise verwendet wird. Leider entstehen daraus in den meisten Fällen recht oberflächliche Beschreibungen. Oft versuchen die Schreibenden, sich an&lt;em&gt; passende psychologische Definitionen&lt;/em&gt; zu halten, was letztlich bedeutet: &lt;em&gt;Wenn von Gefühlen die Rede ist, dann ist auf keinen Fall mehr von Gefühlen die Rede&lt;/em&gt;. Im Grunde entspricht dies einem berühmteren Zitat, das dem deutschen Dichterfürsten Goethe zugeschrieben wird: „Redet die Seele, dann redet die Seele nicht mehr.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Liebe – ist sie wirklich ein Gefühl? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen wir uns „die Liebe“ an. Abgesehen von dem ständigen Gelehrtenstreit, um nun die Menschenliebe oder die sinnliche Liebe gemeint wäre, sagt man oft: „Liebe ist ein intensives Gefühl tiefer Zuneigung“. Oder in Kurzform: „Liebe ist das, was du fühlst, wenn du jemanden magst.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Satz mag für dich zutreffen - aber noch ist es unmöglich, über deine spezielle Art der Liebe zu sprechen. Wenn du das willst, ist es notwendig, die Liebe nicht mehr als „Gefühl“ zu sehen. Erst dann wird deine Sicht klarer, denn &lt;em&gt;die Liebe zeigt sich nur an dem, was davon erkennbar ist &lt;/em&gt;– und Gefühle stehen nicht in lesbaren Zeichen. Wir können also sagen: Liebe ist eine Emotion, die erst dann beschreibbar wird, wenn wir sie inszeniert haben. Wichtig ist also nicht die Frage, „was Liebe ist“, sondern was sie für die Person bedeutet. Ob jemand liebt, erkennt man also daran, ob dieser Mensch liebevoll mit uns umgeht. Und falls du, lieber Leser oder liebe Leserin, dich von jemandem geliebt fühlst, dann hast du die Botschaft aufgenommen, die der oder die andere dir auf diese Weise übermittelt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eine neue Theorie der Liebe&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe diese neue Theorie nicht erfunden. Sie wurde bereits Mitte des 20. Jahrhunderts propagiert. Der Psychoanalytiker&lt;em&gt; Erich Fromm&lt;/em&gt; hatte auf der Basis sozialistischer Ideen eine für ihn ideale Definition der Liebe gefunden, die sich an Begriffen aus der Sozialwissenschaft orientierte. Zum damaligen Zeitpunkt war es fast unmöglich, die Theorien der Soziologie oder der  Psychoanalyse mit denen der Naturwissenschaften zu kombinieren. Aus diesem Grund fehlen in seinem Hauptwerk&lt;em&gt; „Die Kunst des Liebens“&lt;/em&gt; sämtliche damals bekannten Erkenntnisse der Naturwissenschaften und selbstverständlich auch solche, die erst später entdeckt wurden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Bedeutung Erich Fromm tatsächlich für die Definition der Liebe hatte, ist umstritten. Tatsache ist aber, dass auch heute noch oft aus seinem Buch zitiert wird, um zu beweisen, dass Liebe im Grund kein Gefühl ist, sondern das Ergebnis eines Lernprozesses. &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
Verschiedene Autoren haben bereits ähnliche Gedanken veröffentlicht. Der Kern all dieser Theorien: Liebe ist mit großer Wahrscheinlichkeit kein Gefühl, sondern eine menschliche Eigenschaft oder ein Merkmal der Persönlichkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Im zweiten Abschnitt geht es um Gefühl Liebe - Erwarten, Lernen und Zufälle. &lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;a class=&quot;block_level&quot; href=&quot;https://sehpferd.de/index.php?/archives/2119-Ist-Liebe-tatsaechlich-kein-Gefuehl-Oder-vielleicht-doch.html#extended&quot;&gt;Continue reading &quot;Ist Liebe tatsächlich kein Gefühl? Oder vielleicht doch? &quot;&lt;/a&gt;
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 27 Jul 2025 15:32:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2119-guid.html</guid>
    <category>erklärung</category>
<category>kritik</category>
<category>kybernetik</category>
<category>liebe</category>
<category>liebe definieren</category>
<category>liebe lernen</category>
<category>natur</category>
<category>psychologie</category>
<category>soziologie</category>

</item>
<item>
    <title>Warum zwei Begriffe keine Gegenteile sein müssen – über &quot;Nehmer&quot;, &quot;Geber&quot;, Ökonomie und Psychologie </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2115-Warum-zwei-Begriffe-keine-Gegenteile-sein-muessen-ueber-Nehmer,-Geber,-OEkonomie-und-Psychologie.html</link>
            <category>lebensweisen und partnersuche</category>
            <category>schreiben und bloggen</category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2115-Warum-zwei-Begriffe-keine-Gegenteile-sein-muessen-ueber-Nehmer,-Geber,-OEkonomie-und-Psychologie.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2115</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2115</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Seit der Schweizer Arzt C.G. Jung die Menschen in &lt;em&gt;„Introvertierte“ &lt;/em&gt;und &lt;em&gt;„Extravertierte“&lt;/em&gt; geteilt hat, wird darüber diskutiert, was denn eigentlich mit all jenen ist, die nicht eindeutig in die erste oder zweite Kategorie fallen. Dafür hat man neuerdings den Begriff „&lt;a href=&quot;https://www.studysmarter.de/magazine/ambivertiert/&quot;&gt;Ambivertiert&lt;/a&gt;“ gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings wird dadurch alles noch komplizierter. Denn fast jeder Mensch hat seine „introvertierte“ (nachdenkliche, nach innen gekehrte) Seite und eine „extravertierte“ (aufgeschlossene, gesellige) Seite. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuste Forschungen gehen sogar davon aus, dass unsere Persönlichkeitsmerkmale in einem weiten Rahmen schwanken. Sie sind eben nicht &lt;em&gt;„in Beton gegossen&lt;/em&gt;“, sondern abhängig von der Rolle, die wir gerade einnehmen und/oder von der sozialen Umgebung, in der wir uns befinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Ein Beispiel: Frau X ist Programmiererin, aber sie hält auch launige Vorträge über ihren Beruf, die sehr beleibt sind. Für jede dieser Aufgaben nimmt sie eine Rolle ein, die dazu passt. Dadurch wirkt sie mal introvertiert, dann aber wieder extravertiert. &lt;/em&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen wir an, Frau X würde sich sehr gut kennen, dann könnte sie ihre introvertierte Seite sogar von ihrer extravertierten Seite trennen und beide beschreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nehmer und Geber in der Realität&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem neuen Projekt trenne ich Menschen, die ihre Ziele verwirklichen wollen, in „Nehmer“ und „Geber“. Die Grundlagen entnehme ich der Ökonomie, nicht der Psychologie. Damit setze ich zwei Pole, weiß aber wohl, dass die Menschen nicht an einem dieser beiden Pole festgefroren sind, sondern in der Realität leben. Dort nutzen sie mal die eine, mal die andere Möglichkeit – und wieder ist es sehr von den Rollen abhängig, die sie im Leben spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil Wissenschaftler dazu neigen, auch noch die letzte Person auf Erden einzuordnen, haben sie den Begriff des „Matchers“ erfunden. Auf Deutsch könnte man ihn „Ausgleicher“ nennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir nun die Realität anschauen, dann finden wir immer mehr Menschen, die etwas „nehmen“ wollen oder glauben, Ansprüche zu haben, die ihnen andere erfüllen sollen. Diese Personen sind also Nehmer. Erst, wenn sie dies nicht erreichen, versuchen sie, einen Ausgleich zwischen Wünschen und Möglichkeiten zu finden. Auf der anderen Seite gibt es recht wenige Personen, die etwas geben wollen und können. Sie neigen dazu, viel zu geben, wenn sie etwas im Überfluss haben, und abzuwägen, wenn sie nur sehr wenig davon entbehren können. Sie verhandeln dann, wenn die Forderungen nicht mit ihren Möglichkeiten übereinstimmen oder ihre Ressourcen dadurch zu schnell erschöpft werden. Letztlich sagen sie auch oft „Nein“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob es „Ausgleicher“ gibt? Wahrscheinlich kaum. Allerdings gibt es einen „Ausgleich“ wenn sich Nehmen darüber einigen, zu welchen Bedingungen sie miteinander leben oder arbeiten wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne werde ich demnächst über das Thema „Geber und Nehmer“ schreiben. Als Zeitrahmen habe ich die Zeit zwischen Juli und November 2025 abgesteckt. Wenn du ein Gespräch darüber suchst – bitte schön. Schreib mir einfach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;mailto:%6E%75%72%61%6E%64%65%6E%63%68%65%66%40%74%2D%6F%6E%6C%69%6E%65%2E%64%65&quot;&gt;email an den chef&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 13 Jul 2025 10:33:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2115-guid.html</guid>
    <category>extravertiert</category>
<category>geber</category>
<category>introvertiert</category>
<category>nehmer</category>

</item>
<item>
    <title>Intelligenz </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/1259-Intelligenz.html</link>
            <category>deutsch</category>
            <category>KI/AI - Künstliche Intelligenz </category>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/1259-Intelligenz.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=1259</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=1259</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Kürzlich wurde ich gefragt, was „&lt;em&gt;Intelligenz&lt;/em&gt;“ wirklich bedeutet. Nein, nicht künstliche Intelligenz, sondern natürliche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, wenn wir ohne jegliche Vorurteile an das Wort herangehen, stellen wir zunächst fest, dass es ein Fremdwort ist, das für viele geistige Prozesse benutzt wird, die auch anders bezeichnet werden könnten. Wenn ein Fremdwort benutzt wird, glauben bestimmte Wissenschaftler sofort, die Deutungshoheit darüber zu besitzen, und bei der Intelligenz ist es die Psychologie. Sie behauptet auch, mithilfe eines Tests den „Intelligenzquotienten“ feststellen zu können, der innerhalb der Psychologie fast ebenso selbstverständlich als Gradmesser der Intelligenz verstanden wird wie außerhalb der Psychologie. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch halt - sprach man nicht zuvor von „Klugheit“ und „Weisheit“? Eventuell auch „Scharfsinn“ oder „Einsicht“?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oh ja - und jedes Wort hat ohne Zweifel eine Bedeutung, die mit dem Intelligenzbegriff der Psychologie nicht völlig übereinstimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier muss ich mich selbst zitieren (nach einem Vorbild, wie ich zugeben muss):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Intelligenz war ursprünglich die Fähigkeit, Unterschiede feststellen zu können. In diesem Sinne behaupten Spötter, ein Teesieb sei intelligent, weil es die Teeblätter auffängt, das Getränk aber durchlässt. Später wurde als Intelligenz scheiden zu können - heute wird als „Intelligenz“ unter anderem bezeichnet, etwas logisch einzuordnen, etwas zu verstehen, selbstbewusst durch Wissen zu handeln, stets lernfähig zu sein, sich und andere emotional zu verstehen, nachdenken, zu planen, kreativ zu sein, kritisch zu denken und Probleme lösen zu können. &lt;/blockquote&gt;Diese Formulierung mag noch keine Klugheit oder gar Weisheit beinhalten, deckt aber einen deutlich breiteren Bereich ab als die „Bestimmung des IQ“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Emotionale Intelligenz ist sie intelligent? &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst seit Ende des 20. Jahrhunderts wird auch im wissenschaftlichen Bereich über „soziale Intelligenz“ oder „emotionale Intelligenz“ gesprochen, wobei eigentlich gemeint ist, mithilfe von Intelligenz die Fähigkeit zu entwickeln, die eigenen wie auch die fremden Gefühle objektiver wahrzunehmen und einzuordnen. Ohne „Intelligenz“ ist dies deutlich schwieriger, wenn es überhaupt möglich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Nein, die Psychologie weiß nicht, wie das Denken genau funktioniert &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie genau Intelligenz funktioniert ist, unabhängig von der Formulierung, übrigens völlig unklar und der Psychologie auch kaum zugänglich. Es sei denn, man beschränkt sich darauf, dass intelligente Menschen offenbar schnellere Verknüpfungen herstellen können als weniger intelligente. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst der Vergleich mit „künstlicher Intelligenz“, deren Innenleben man genau kennt, ist fragwürdig, weil künstliche Intelligenz unendlich viele Vergleiche benötigt, um zu einem Ergebnis zu kommen und dabei (falls Wissen gefragt ist) auf riesige Datenbanken zurückgreifen muss.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was ist nun das Fazit?&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen darauf achten, dass unsere Sprache nicht von Psychologen oder Soziologen vereinnahmt wird. Normalerweise geschieht die nur bei Fremdwörtern und Wortneuschöpfungen. Kein Psychologe würde sich an der Bedeutung von Wörtern wie „Weisheit“ oder „Klugheit“ vergreifen - aber bei Intelligenz glaubt die Psycho-Branche plötzlich, zuständig (kompetent) zu sein. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 17 Feb 2020 11:13:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/1259-guid.html</guid>
    <category>intelligenz</category>
<category>iq</category>

</item>
<item>
    <title>Schwätzer, Ethik und Künstliche Intelligenz </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/1926-Schwaetzer,-Ethik-und-Kuenstliche-Intelligenz.html</link>
            <category>KI/AI - Künstliche Intelligenz </category>
            <category>liberal sein</category>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/1926-Schwaetzer,-Ethik-und-Kuenstliche-Intelligenz.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=1926</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=1926</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Nun sind sie alle aufgewacht – jene die sich &lt;em&gt;gerne reden hören&lt;/em&gt;, wenn es um &lt;em&gt;Moral, Ethik und sonstige Werte&lt;/em&gt; der Menschheit geht. Und sie stellen Fragen danach, wie „wir sicherstellen können, dass künstliche Intelligenz irgendwelchen ethischen, moralischen, manchmal auch religiösen oder positiv-ideologisch aufgefassten Lehren anderer Art folgt“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Alle reden gerne mit, wenn es um Ethik und Moral geht ...&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir kommt es so vor wie in der Küchenpsychologie: Endlich können mal alle mitreden. Eigentlich ist „mitreden wollen“ nicht einmal schlecht. Es zeigt zumindest, dass die Menschen sich für die Zukunft interessieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na schön. Dazu müsste man halbwegs wissen, &lt;a href=&quot;https://www.helles-koepfchen.de/lexikon/ethik.html&quot;&gt;was Ethik ist&lt;/a&gt;, und ich liefere mal die Erklärung für Kinder – die ist wenigstens lesbar:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Die grundlegende ethische Fragestellung lautet: &quot;Was soll ich tun?&quot; Oder &quot;Wie verhalte ich mich richtig?&quot;. Dabei geht es um Maßstäbe eines guten und gerechten Verhaltens und die Probleme und Konflikte, die sich aus den verschiedenen Interessen der einzelnen Menschen ergeben. Entscheidend sind dabei nicht nur die Taten des Menschen, sondern auch seine Absichten und die Gründe für sein Verhalten.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Diskussion um KI - warum sie möglicherweise Unsinn ist &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das gelesen hat, könnte sich eigentlich wieder hinlegen: Alle diese Fragen sind Entscheidungsfragen. Das „gute und gerechte Verhalten“ ist ja kein Magnet mit zwei Polen, sondern eine Skala, um allen „Gerechtigkeit“ zukommen zu lassen, wenn es denn möglich ist. Das wissen die Menschen recht gut. Und sie wissen auch, dass die eigene Sicht der Ethik dann und wann (und wahrscheinlich noch viel häufiger) von der Ethik des Mitmenschen abweicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis muss man sich das so vorstellen: Du fährst einen Weg, den du kennst, und du weißt, dass jemand dringend auf ein Medikament wartet, das du bringst. Plötzlich kommst du an eine Stelle, in der Bäume quer über der Straße liegen. Du weißt, dass es eine Umfahrung gibt, allerdings führt sie über einen Feldweg, der nicht befahren werden darf. Was wirst du tun? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ethik ist auch eine Frage der persönlichen Auffassung &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss nicht immer so dramatisch sein. Allerdings ist Ethik oft eine Auffassungsfrage. Darüber können Menschen diskutieren. Sie können auf hohe oder geringe Risiken setzen, unterschiedliche Ziele haben und dabei Wege gehen, die „gesellschaftskonform“ sind oder auch nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möglicherweise müssen sie sich rechtfertigen. Oder riskieren, verwarnt zu werden. Aber in jedem Fall waren sie frei, rationale oder auch emotionale Entscheidung zu fällen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt darfst du das mit einem Computerprogramm versuchen oder wenigsten sagen, wie es gemacht werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viel Erfolg! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;em&gt;Zu den Begriffen: KI ist &quot;künstliche Intelligenz&quot; und zunächst nur die Nachbildung gewisser Aspekte der natürlichen Intelligenz auf dem Computer. &quot;AI&quot; ist das Gleiche, nur in englischer Sprache. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis: Eine Leserin sagte mir, dass ich bitte die richtige Definition von Ethik verwenden soll. Das ist nicht untypisch für Menschen, die stets die erste Definition annehmen, die ihnen Suchmaschinen anbieten. Ich kann nur davor warnen, dies zu tun.&lt;/em&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Thu, 24 Aug 2023 14:17:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/1926-guid.html</guid>
    <category>ai</category>
<category>computer</category>
<category>ethik</category>
<category>geschwätz</category>
<category>ki</category>
<category>moral</category>

</item>
<item>
    <title>Das Geheimnis künstlicher Dummheit </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/1975-Das-Geheimnis-kuenstlicher-Dummheit.html</link>
            <category>KI/AI - Künstliche Intelligenz </category>
            <category>verborgenes wissen </category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/1975-Das-Geheimnis-kuenstlicher-Dummheit.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=1975</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=1975</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (Gebhard Roese)</author>
    <content:encoded>
    Ich finde es schrecklich merkwürdig, dass es bereits einige Dutzend sehr positive gehaltene Erläuterungen zur KI gibt - zur künstlichen Intelligenz. Einige sind dankenswerterweise so einfach gehalten, dass sie sogar jemand versteht, der nie ein Programm geschrieben hat. Die Autoren behaupten dabei stets, sie seien aufrichtige Berichterstatter - und erstaunlicherweise glauben sie das selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;KI verblüfft  - künstliche Dummheit auch &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Tatsächlich gibt es mehrere Möglichkeiten, mit KI zu verblüffen: einmal diejenige, das Wesentliche aus einer Fülle von Quellen auszufiltern und die Essenz dann zu präsentieren. Dazu benötigt man in erster Linie eine solide Basis von Kriterien, ausgezeichnete Programme und qualifiziert bestückte Datenbanken. Es gibt noch mehr Anwendungen, natürlich. Aber ich schreibe hier ja kein Buch.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die andere Möglichkeit besteht darin, mit einem mager ausgestatteten Algorithmus große Datenbanken aller Art zu durchwühlen, um ihnen „Ähnlichkeiten“ festzustellen. Beliebt sind ähnliche Produkte, wie etwa Bücher, Tonträger oder technische Artikel. Irrtümer spielen dabei kaum eine Rolle – irgendwelche Treffer gibt es immer. Ähnlich ist es bei Menschen: Die beste Besetzung die ausgeschriebene Stelle wird mithilfe von Vergleichen ermittelt - hoffen wir mal, dass der Personalchef und seine IT-Berater die richtigen Kriterien fanden. Die geeignetsten Ehe-, Beziehungs- oder Liebespartner werden ebenfalls anhand von Ähnlichkeiten ermittelt - wobei ich mich Frage, woher man die Daten für solche Ähnlichkeiten bezieht. Wer nachfragt, wird abgewiesen: Firmengeheimnisse und ganz viel Psychologie – natürlich. Psychologie macht sich immer gut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Das Geschäft mit angeblichen Ähnlichkeiten &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wenn du Laie, Kunde, User, Klient oder so etwas bist, wirst du meist nicht einmal argwöhnisch. Obwohl es sehr viel wahrscheinlicher ist, mit künstlicher Verblödung in Kontakt zu kommen als mit künstlicher Intelligenz. Das Geschäft mit den „Ähnlichkeiten “ beruht darauf, dass ziemlich simple Programme, die zudem noch mit fragwürdigen Inhalten ausgestattet sind, in großen Datenbanken wühlen, um die Ergebnisse einzufangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein paar Cent fallen bei Empfehlungen immer ab &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Der „Nutzer“ oder die „Nutzerin“ kann an all das glauben, alles ignorieren oder auch nur einen winzigen Teil beachten - das spielt keine Rolle. Irgendein Gewinn fällt für den Anbieter früher oder später ab. Und gelegentlich sogar für die Nutzerin oder den Nutzer, denn wo „Empfehlungen“ geschickt und halbwegs glaubwürdig platziert werden, schlägt auch der Zufall dann und wann zu. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Oh, ihr seid überrascht? &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Dann lass ich euch mal eure Verblüffung. 
    </content:encoded>

    <pubDate>Wed, 21 Feb 2024 16:47:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/1975-guid.html</guid>
    <category>ai</category>
<category>hokuspokus. zahlenspiele</category>
<category>it</category>
<category>ki</category>
<category>künstliche dummheit</category>
<category>künstliche intelligenz</category>

</item>
<item>
    <title>Deutschland und KI – die Politik pennt </title>
    <link>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2059-Deutschland-und-KI-die-Politik-pennt.html</link>
            <category>deutsch</category>
            <category>KI/AI - Künstliche Intelligenz </category>
            <category>tacheles - zur sache</category>
            <category>wählen</category>
            <category>wissenschaftskritik</category>
    
    <comments>https://sehpferd.de/index.php?/archives/2059-Deutschland-und-KI-die-Politik-pennt.html#comments</comments>
    <wfw:comment>https://sehpferd.de/wfwcomment.php?cid=2059</wfw:comment>

    <slash:comments>0</slash:comments>
    <wfw:commentRss>https://sehpferd.de/rss.php?version=2.0&amp;type=comments&amp;cid=2059</wfw:commentRss>
    

    <author>nospam@example.com (sehpferd)</author>
    <content:encoded>
    Noch zu Zeiten der Biden-Administration fiel folgender Satz in den USA:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;blockquote&gt;Die Frage ist: Wird künstliche Intelligenz zu unseren Gunsten funktionieren oder wird sie eher gegen uns eingesetzt? … und der Unterschied zwischen „dafür“ und „dagegen“ ist die … (Frage), ob Amerika in Sachen KI weltweit führend ist oder ob wir dies China überlassen.&lt;/blockquote&gt;&lt;br /&gt;
Darin schwingt ein wenig Polemik mit – denn wie KI eingesetzt wird, ist im Wesentlichen davon abhängig, wie Regierungen, Organisationen und Wirtschaftsunternehmen damit umgehen.&lt;br /&gt;
&lt;h1&gt; Deutschland verschläft die Bedeutung der KI&lt;/h1&gt; &lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Deutschland fällt bei KI zurück - trotz der Absichtserklärungen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unzweifelhaft hingegen ist: Deutschland spielt dabei bestenfalls eine Nebenrolle – wenn überhaupt. Wir haben das Feld der Politik längst emotionalen Themen, ideologischen Ausrichtungen und populistischen Aussagen überlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde in Deutschland jemand den „Anschluss an die internationale Entwicklung der KI“ fordern oder diese fördern wollen, würde er/sie nicht einmal gehört – geschweige denn, gewählt. Natürlich wird die Politik widersprechen, aber es geht  nicht um Absichtserklärungen, sondern um Fakten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Halbherzige Umsetzung  von Beschlüssen &lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutschen Regierungen haben immer wieder behauptet, den Anschluss an den Wettbewerb (2) um die Technologie zu suchen. Doch was nur halbherzig und zögerlich umgesetzt wird, kann nun einmal keinen Bestand (3). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich persönlich sehe in diesem entscheidenden Punkt nicht einmal ernsthafte Bemühungen der Politik - geschweige denn eine Wende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) &lt;a href=&quot;https://ny1.com/nyc/all-boroughs/news/2025/01/13/white-house-national-security-advisor-jake-sullivan-artificial-intelligence-ai-biden-&quot;&gt;ny1 &lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
(2) &lt;a href=&quot;https://www.bmbf.de/DE/Forschung/Zukunftstechnologien/KuenstlicheIntelligenz/kuenstlicheintelligenz_node.html&quot;&gt;bmbf&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;
(3)&lt;a href=&quot;https://www.tagesschau.de/wirtschaft/digitales/kuenstliche-intelligenz-tech-unternehmen-wettbewerb-100.html&quot;&gt; tagesschau&lt;/a&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Sun, 02 Feb 2025 10:35:00 +0000</pubDate>
    <guid isPermaLink="false">https://sehpferd.de/index.php?/archives/2059-guid.html</guid>
    <category>ai</category>
<category>china. usa</category>
<category>deutschland</category>
<category>ki</category>

</item>

</channel>
</rss>
