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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Der Herr Merz und die Krankenversicherung

Der Herr Merz hat sich „überraschend“ zur Krankenversicherung geäußert. Dabei geht es um eine angebliche „Ungerechtigkeit“, die zwischen privatversicherten und gesetzliche Versicherten besteht.

Das ist in der Tat ein hübsches Thema, das man in den Kreisen gebildeter Stammtischbrüder, namentlich Beamter, mal beim vierten oder fünften Bier diskutieren kann. Und es lenkt ab von der Grundfrage, wie die Regierung die Gesundheitsfürsorge für alle verbessern kann.

Das Gesundheitswesen soll ja, wie man so hört, „gesundgespart“ werden. Davor warnen nicht nur die „üblichen“ Interessenvertreter seit Langem, sondern auch Ärzte und Patientenverbände.

Nicht so gemeint?

Ach, gegen Nachmittag hörte ich, der Herr Merz habe das gar nicht so gemeint.

Da kam ich wirklich ins Grübeln: Wer hat ihm dann nahegelegt, sich öffentlich dazu zu äußern?

Eine der Quellen: web.de

Der Kanzler und die Niederlagen der CDU

Wieder einmal hat sowohl der Kanzler wie auch die CDU als Gesamtpartei die Lage in Deutschland völlig falsch eingeschätzt.

Und nicht nur das – was der Kanzler gestern kurz nach 18 Uhr im Fernsehen sagte, war völlig überflüssig und in keiner Weise hilfreich. Nach allgemeiner Auffassung soll Merz dabei lediglich versucht haben, eine „vorzeitige Diskussion“ über seine Person und seine Kanzlerschaft zu vermeiden.

Nur einige Stunden später zeigte sich die reine Wahrheit: Die CDU fliegt erstmals aus dem Landtag von Mecklenburg-Vorpommern – mit einem erbärmlichen Ergebnis von 4,9 Prozent.

Nicht die Wahl fiel „desaströs“ für den Kanzler und die CDU aus. Das eigentliche Desaster besteht darin, nicht auf das Volk zu hören, sondern auf – ja, auf wen denn nun eigentlich?

Siehe auch: Falschen Baum anbellen.

Der Kanzler bellt den falschen Baum an

Herr Merz hält Frau Weidel für die geeignete Person, an dem er seine Enttäuschung über die verlorene Wahl der CDU abarbeiten kann.

Ich habe gehört, dass er gestern im Parlament von seinem ursprünglichen Redekonzept abgewichen ist. Das kann man durchaus tun, wenn man wirklich redegewandt ist und weiß, wie man die Menschen in Deutschland ansprechen sollte.

Inzwischen dürfte klar sein: Der von Herrn Merz eingeschlagene Weg war falsch.

Bei einer so wichtigen Rede wollen die Menschen hören, wie der Kanzler und die Koalition sinnvolle Lösungen für das gesamte Volk erreichen wollen. Oder noch einfacher: Was dieser Kanzler, diese CDU und diese Koalition zum Wohl der Bürger jetzt und hier tun kann und tun wird.

Fehleinschätzung des Kanzlers und der CDU

In der Bevölkerung wie auch unter Fachleuten sind die beabsichtigten Kürzungen im Gesundheitswesen zum Beispiel höchst umstritten. Die Menschen haben beispielsweise Angst, dass die Versorgungslage im Gesundheitsbereich noch schlechter wird, als sie es ohnehin schon ist.

Wer nur „erklären“ will, warum die Kürzungen „unbedingt nötig sind“, ist auf der falschen Fährte.

Nach der Wahl in Sachsen-Anhalt

Ja, ich schreibe etwas „nach der Wahl“. Zunächst gab es eine überraschend hohe Wahlbeteiligung. Das ist aus vielen Gründen gut. Einer davon: Kaum noch jemand kann sich darauf hinausreden, dass „die da oben“ machen, was sie wollen. Die AfD jubelt verständlicherweise. Manche ihrer Wähler jubeln mit ihr, manche reiben sich die Augen – das sind diejenigen, die den anderen Parteien einen „Denkzettel“ verpassen wollten. Das ist weniger gut und politisch nicht sonderlich klug, egal, wer der Empfänger des „Zettels“ ist.

CDU - der Niedergang einer Partei

Die CDU kommt nicht aus ihrer Misere heraus. Die lange Ära Merkel und die Versäumnisse der Vergangenheit kleben an ihr. Erst jetzt wird deutlich, wie schlecht die CDU in der Nach-Merkel-Ära dasteht. Da ist niemand, der sich hinstellt und sagt; „Hier, ich und meine tollen Leute, wir schaffen das moderne Deutschland.“ Klar, es gibt Politiker, die uns ein besseres Deutschland versprechen – aber da ist im Grunde nur das „alte“ Deutschland, das real nirgendwo mehr existiert.

Was fehlt der CDU eigentlich?

Genau genommen alles. Sie hört nicht hin, wenn die Menschen reden, so als wären es nicht mehr „ihre Menschen“. Und wenn sie hinhören, dann verstehen sie nicht, dass es vielen Bürgern um die Existenz geht. Die eigen oder die der kommenden Generationen. Stattdessen werden von „oben herab“ Reformen vorgenommen, die kein Bürger wirklich mitträgt. Uns fehlen Lehrer, Psychotherapeuten, Ärzte und Naturwissenschaftler - und überhaupt Menschen, die an unserer Zukunft arbeiten. Natürlich brauchen wir auch Maurer, Schreiner und Elektriker. Kurz: Wir benötigen Könner.

Nur Politiker mit leeren Versprechungen - die brauchen wir nicht.

Übrigens: Bei der BBC könnt ihr nachlesen, welcher Name für die gegenwärtige Misere der CDU steht.

Wenn junge Böcke bewusst stinken …

Wenn junge Männer bewusst stinken, dann probieren sie wahrscheinlich aus. Ihre „Pheromone zu maximieren“. Manchmal, so las ich, würde noch etwas mehr dazu gehören.

Ich habe dazu etwas gelesen, zum Beispiel dies:

Junge Männer verzichten bewusst auf Körperpflege, um ihren natürlichen Geruch möglichst unverfälscht zur Geltung zu bringen. Manche lassen das Deo weg, andere die Dusche. Die besonders ambitionierten Vertreter des Trends tragen sogar ungewaschene Kleidung. Je mehr man nach sich selbst riecht, desto besser.

Männer, hört mal her … das mit den Pheromonen ist nicht bewiesen. Selbst, wenn einzelne Pheromone in Frauen das Kuschelgefühl wachrufen sollten, gilt dies nicht für ein erstes Date.

Was die „Forschung“ einmal dazu gesagt hat (es ist lange her), ist eine Sache. Eine andere ist, dass die Forscher selbstverständlich nicht die Zersetzungsprodukte des Männerschweißes verwendeten, um die Wirkung von Pheromonen zu „beweisen“. In Bio nicht aufgepasst und in Chemie auch nicht? Macht ja nichts – ihr dürft dann nur nicht glauben, was euch die Komiker(innen) in den „Sozialen Netzwerken“ einblasen.

Übrigens: Lasst jede Form von „Maxxing“ – auch wenn es eigenartig klingt: Frauen wollen überwiegend „richtige Menschen“, die sich beim Date so „geben“ wie sie tatsächlich sind.

Zitat aus dem österreichischen "Standard".

;mehr von mir in der "Liebeszeitung".