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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Wohin soll die CDU gehen?

Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, in denen die CDU an meinem Geburtsort als „Katholikenpartei“ verschrien war. Tatsache ist, dass sie dem rheinischen Katholizismus jener Zeit recht nahestand. Zudem wollte die CDU eine Gesellschaftsordnung, in der wirkliche wie auch herbeigeredete christliche Werte gelten sollten, wozu auch „klare Machtstrukturen“ in Familien gehörten.

Vor einigen Tagen hörte ich einen „Experten“, der sinngemäß sagte, die CDU solle sich auf ihre konservative Tradition, insbesondere aber „christliche Werte“ besinnen. Dies sei der richtige Weg, um dem Populismus der Rechtsextremisten entgegenzutreten.

Na schön – es herrscht Meinungsfreiheit, auch in der Wissenschaft.

"Konservative Werte" ohne Marktwert?

Indessen wäre die Frage, ob die CDU/CSU überhaupt ein Konzept hat, das für die Mehrheit der Deutschen attraktiv genug ist. Die meisten Wähler haben der CDU ihre Stimme gegeben, weil sie sich klare Linien für die Zukunft Deutschlands erhofften. Oder weil sie der CDU zutrauten, die deutsche Wirtschaft wieder auf die Beine zu bringen.

Und das Christentum? Es ist eine Religion – nicht mehr und nicht weniger. Darauf eine Politik aufzubauen ist schwer, wenn nicht gar unmöglich. Und genau deshalb sollte die CDU/CSU die Finger davon lassen.

Was „konservative Werte“ sind und wie sie die CDU/CSU dann vermarkten will, ist noch völlig unklar. Und das Konzept „konservativ“ hilft nicht gegen den Populismus. Wer ihn bekämpfen will, sollte schnell sichtbare Fakten schaffen, die dem Bürger nützen.

Bundestagswahlen 2025 – das marode Schulwesen

Eine neue Studie im Vorfeld der Bundestagswahl 2025 sagt aus, was die Deutschen am meisten bewegt. Das Wahlross hat die wichtigsten Punkte aufgegriffen und kommentiert.

Bürger wollen bessere Bildung


Überraschenderweise ist es die Bildung, die in der Vergangenheit nicht besonders im Fokus stand – schon gar nicht bei Bundestagswahlen. Etwa 60 Prozent der Befragten nannten dieses Thema an erste Stelle, als sie nach den dringendsten Veränderungen in Deutschland gefragt wurden. Was sich konkret ändern soll, wurde ebenfalls abgefragt: Weniger Unterrichtsausfall, kleinere Klassen und ähnliche Themen bewegten die Gemüter.

Letztlich wird der Föderalismus für die unterschiedlichen Missstände verantwortlich gemacht. Konkret: Man traut den Ländern nicht mehr zu, hier sinnvoll Abhilfe schaffen zu können. Das betrifft nicht nur das Schulwesen insgesamt – auch die heutigen Inhalte des Unterrichts wurden bezweifelt. Satte 68 Prozent der Befragten gab an, die Schüler müssten besser auf das Berufsleben vorbereitet werden.

Kommentar von Wahlross

Die Urheber der Verfassung (Grundgesetz) hatten eine feste Meinung dazu: Durch die Kulturhoheit der Länder wurde vor dem Hintergrund des nationalsozialistischen Missbrauchs von Kunst und Kultur gesehen. Die kulturelle Vielfalt sollte also durch diese Maßnahme gewahrt bleiben.

Die Realität besteht allerdings darin, dass die Länder damit inzwischen beim Schulwesen völlig überfordert sind. Und viele Eltern, aber auch Lehrer(innen) sind davon genervt, dass sie sich innerhalb Deutschlands an neue Lehrpläne anpassen müssen, wenn sie das Bundesland wechseln.

Nach meiner Meinung fehlt in Deutschland eine eindeutige Ausrichtung auf technisch-wissenschaftliche und naturwissenschaftliche Fächer. Es ist absolut falsch, Schüler mit einem auf das Abitur ausgerichtete Lernstoff zu belasten, wenn sie qualifizierte Kaufleute oder Techniker, Verwaltungsbeamte oder Handwerker werden wollen. Insofern ist es richtig, dass Schülerinnen und Schüler auf das Berufsleben und seine Anforderungen vorbereitet werden sollten.

Wie dies im Einzelnen geschehen kann oder sollte, ist eine Aufgabe, die viele den Politiker nicht zutrauen. Die Frage wäre allerdings, wer den Wandel dann vollziehen soll.

Die genannten Zahlen und Fakten stammen vom RND, gelesen in der "Leipziger Volkszeitung" (Printausgabe) Das Wahlross gehört keiner Partei an, rechnet sich aber dem Liberalismus zu.

Dichtung und Wahrheit – wer macht eigentlich die „Drecksarbeit“?

Ankündigungen im Wahlkampf und deren Umsetzung sind zweierlei. Das ist nicht nur mein Eindruck, sondern es dürfte jedem vernunftbegabten Menschen einleuchten.

Aus einer Schweizer Zeitung entnehme ich folgenden Satz:

… Wer soll künftig auf den Feldern im Mittleren Westen für eine Handvoll Dollar malochen? Wer putzt den Kochherd des Fast-Food-Restaurants oder die Toiletten im Ferienhaus? Und wer hilft beim Entladen der Lastwagen, die mitten in der Nacht Lebensmittel anliefern?

Und Deutschland ?

Greifen wir dies doch für Deutschland auf: Wer will in diesem Land eigentlich noch die Drecksarbeiten machen? Wer will überhaupt noch Vollzeit arbeiten oder in einem einen Acht-Stunden-Tag? Und wer will sich hoch qualifizieren, wenn man sich auch anderweitig „durchschlängeln“ kann?

Ich denke dabei vor allem an den Teil der Jugend, die auf keinen Fall Leistung anstrebt, weil bereits die Eltern zeigen, dass es anders geht. Und ich meine damit nicht diejenigen, die wegen ihrer Krankheiten und sonstiger Schwächen die ansonsten möglichen Leistungen nicht mehr erbringen können.

Erneuerung durch eigene Leistung - nicht durch Rückwärts denken

Wer Deutschland wirklich erneuern will (und nicht um Jahrzehnte zurückwerfen), muss den Bürgern sagen, dass jeder Deutsche die höchstmögliche Leistung erbringen sollte, die seiner Gesundheit zuträglich ist. Und natürlich auch jeder andere Mensch, der hier wohnen und arbeiten will.

Zitat aus dem Schweizer Tagesanzeiger zur Antrittsrede von Donald Trump vom gestrigen Tag.

Reiner Haseloff redet in Rätseln zur Wahl

Das Wahlross versucht, etwas zu verstehen. Heute einen Satz aus der CDU.

In Talk-Shows liest man nicht alles vom Blatt ab. Da fallen schon mal Sätze, die so klingen:

Wir haben etwas zugelassen, das die Mehrheit der Menschen nicht will. Wir müssen begreifen, dass wir eine andere Politik brauchen.

(Reiner Haseloff während einer Talkshow)
Für dich ergeben sich keine Fragen? Für mich schon …

Erst einmal das ewige „Wir“. Wer ist hier „wir“? Die CDU? Die Merkel-Regierung? Alle CDU-geführten Regierungen seit Adenauer?

Und was ist „etwas“? Irgendetwas? Etwas Bestimmtes? Das Orakel zu Delphi lässt grüßen. Warum werden nicht Ross und Reiter genannt? Und wieso ergibt sich daraus, dass wir eine „andere“ Politik brauchen, wenn es doch wieder die bekannte Politik der CDU ist?

Für das Wahlross ist dies Populismus pur, besonders, wenn von einer „radikalen Wende“ die Rede ist – also eine Wende an der Wurzel. Da fragt sich doch das Wahlross, welche oder wessen Wurzeln denn da gemeint sein sollen.

Und um dies klarzustellen: Ich bin nahe dran, CDU zu wählen, deswegen höre ich Herrn Merz und auch Herrn Haseloff gerne zu. Doch ich erwarte, dass dann auch die Fakten auf den Tisch kommen.

Und was bei mir noch so nachklingt, ist die Frage, was „die Bürger“ eigentlich „geliefert haben wollen“ und wie das „geliefert“ werden soll.

Zitatenquelle: Focus.

Technische Innovationen für die Zukunft - Rechtsparteien ohne Plan?

Das Wahlross schreibt hier über einige Kernthemen für Deutschlands Zukunft - diesmal über Innovationen.

Innovationen


„Zurück zu den Ideen von vorgestern?“ Alle Rechtsparteien und Abgeordnete, die in anderen Parteien als extrem konservativ auftreten, wollen Innovationen verhindern. Sie reden von Kohlekraftwerken, Atomkraft, Verbrennern bei Automobilen und dergleichen – alles ausgelutschte Themen. Nur keine Änderungen – steckt da etwas dahinter? Wir hatten schon einmal einen solchen Zustand. Er hieß „Probleme aussitzen“ und beruhte im Wesentlichen darauf, dass sie totgeschwiegen wurden. Frage die Parteien, Abgeordneten und Kandidaten, wie das Leben in Deutschland in zehn Jahren aussehen wird, wenn wir moderne Technologien und fortschrittliche Ideen weiterhin „einfrieren“.

Tipp: Frage die Menschen, die Rechtsparteien anhängen oder „Rechtsaußen“ von konservativen Parteien sind, ob sie bereit sind, für Innovationen in Deutschland einzutreten – und wie das geschehen soll. Und selbstverständlich könnte ihr auch die Abgeordneten und Kandidaten der anderen Parteien danach fragen.