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Nicht alle Experten sind glaubwürdig

Was wäre, wenn wir allen Experten glauben würden? Gegenwärtig passiert genau das, was jedem Wissenschaftsbeobachter geläufig ist: Jedes Uni würde gerne noch ein bisschen mit ihren Forschungen prahlen, gleich, ob sie relevant sind oder nicht.

Und was sage ich euch? Im Moment seid ihr noch gut aufgehoben, wenn ihr einerseits auf eure lokalen Politiker hört, andererseits auf die Virologen, Ärzte und Mathematiker, und schließlich auch auf die Ökonomen. Letztere sind ja nicht einfach „seelenlose Profitgeier“, sondern sie sind mit Recht besorgt um unser Wohl. Denn wenn wir weder geistige noch industrielle Güter produzieren und verkaufen, dann fallen längerfristig eben auch Arbeitsplätze weg - und wesentlich mehr, als wir verkraften können.

Klar ist das ein Drahtseilakt. Aber das wissen eigentlich alle, auch wenn sie es (noch) nicht sagen.

Die Krise - Vernunft, Spekulationen und Presse

Sinnreiche Rede: die deutsche Bundskanzlerin
Die deutsche Bundeskanzlerin verdient viel Lob. Sie sagte in ihrer Rede, was Sache ist, ein bisschen rhetorisch, aber durchaus kompetent und verständlich.

Klar - so ganz lässt sich die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mit der Corona-Krise vergleichen, doch dies ist mit Sicherheit zutreffend (Kanzlerin):

Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt.

Denn genau darauf kommt es an, und nicht auf das, was Die Sensationspresse uns täglich „andreht“. Auch darauf wies die Kanzlerin indirekt hin. Wer wissen will, was „Sache ist“, findet beim RKI die Informationen, die er braucht - und keine Horrormeldungen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg - fotografieren war verboten ...
Voraussagen sind Spekulationen

Die Krise zeigt uns die Grenzen der Voraussagen: Alles, was Zeitungen über die Dauer der Krise und die zukünftige Entwicklung schreiben, beruht auf vagen Annahmen oder gar kühnen Spekulationen. So spekuliert der österreichische Bundeskanzler öffentlich über die Dauer der Krise, was nicht hilfreich ist. Und er kritisiert weiterhin die EU und meint die Bundesrepublik Deutschland. Ach, Herr Kurz - Sie haben genau die gleichen Zahlen wie wir alle und verbreiten Spekulationen, die keinem Menschen auf dieser Erde helfen.

Zahlen allein sagen gar nichts aus

Apropos Zahlen und Experten - die täglichen „Fallzahlen“ sind eine Sache, und wir sollten sie nicht bezweifeln: Ihre Hochrechnung und Interpretation ist allerdings weitgehend spekulativ, und wir sollten überaus kritisch sein, sie zu verbreiten. Wo über „exponentielles Wachstum“ schwadroniert wird, sollte man besser einmal lesen, was der Mathematiker Stefan Flasche dazu der Deutschen Welle sagte.

Expertokratie als Alternative?

Inzwischen darf auch gefragt werden: Wer hat eigentlich die Bewertungshoheit für eine „Krise“? Die Boulevardpresse, die Politik oder die diversen „Experten“, vom Virologen über den Psychologen bis zum Mathematiker? Vorerst ist dies nur eine Frage - aber sie wird immer brisanter, je mehr Krisen von „Fachleuten“ beeinflusst werden.

Ob ich euch nicht etwas Netteres schreiben könnte? Fragt mich doch einfach - vielleicht mach ich es wirklich.

Die aktuelle Promi-Trennung und die Presse

Ich rede normalerweise nicht über „Promis“. Sie werden ohnehin bei Weitem überbewertet und in einer Art bewundert und vergöttert, die ihnen nicht zukommt.

Nun waren da aber „Thea und Thomas Gottschalk“. Thomas Gottschalk ist der der Mann, der für die Goldbären im Fernsehen wirbt. Vorher hat er auch mal etwas anderes gemacht.

Die Presse ist da mal wieder fix. Trennungsgrund sei ein Katzenklo, heißt es im TAGESSPIEGEL. Seriöse Presse sollte man meinen. Doch was Dr. Elisabeth Binder dort von sich gibt, spottet jeder Beschreibung, und es endet mit dem tollen Satz:

Wer als Kind ein spirituelles Training hatte, versteht es in der Regel auch als Erwachsener, Zeichen zu lesen.


Äh … hattet ihr als Kind "spirituelles Training"? Ich stelle mir das schrecklich vor … arme Kinder, die auch noch so etwas durchleiden müssen.

Die Berliner Zeitung hat das getan, was Journalisten mit Vorliebe tun, wenn sie nicht Genaues wissen, aber viel schreiben möchten: Sie befragen „Experten“.

Es treten auf: Zukunftsforscher Harry Gatterer, Familientherapeut Achim Haid-Loh und Lisa Fischbach, als Hauspsychologin von ElitePartner bekannt.

Und nachdem mal wieder alles zu nichts oder auch nichts zu allem gesagt ist, bleibt das verehrte Publikum ratlos zurück. Hauptsache, man hat darüber geschrieben.

Und mal Tacheles: Warum sich ein Paar nach einem Jahr scheiden lässt oder nach über 40 Jahren, geht die Öffentlichkeit einen Scheißdreck an.

Die nackte Wahrheit über die Partnersuche

Die Wahrheit - die Haut, die Liebe, die Suche nach dem Partner
Zu diesem Artikel gibt es ein Update: Das Konzept wurde bereits teilweise umgesetzt, aber anders als geplant. Verwendet wurde ein Solo-Blog, das sich nur mit Liebe, Beziehungen und Partnersuche beschäftigt.


Ich habe einen besonderen Anlass gewählt, um die nackte Wahrheit über die Partnersuche zu verbreiten – und sie ergab sich jetzt. Sie steht unter dem Motto:

Vermute nichts, glaube niemandem, und überprüfe ständig deine Gefühle.


Während meiner nahezu 20-jährigen Internet-Recherchen habe ich gelernt, dass sich nahezu alle, also Suchende, Experten, Paarberater, Forscher und Dienstleister (Singlebörsen) die Partnersuche so auslegen, dass die Wahrheit jeweils „passend gemacht“ wird. Das heißt: Jeder ist im Besitz irgendeiner Wahrheit, aber sie ist nicht DIE Wahrheit. Es ist eine mehr oder weniger einseitige „Sicht der Dinge“.

Meine Beobachtungen überstreichen keinesfalls nur die 20 Jahre, die ich im Internet recherchiert habe, sondern reichen weit zurück in die Welt der Zeitungsanzeigen aus der Rubrik "Bekanntschaften".

Dieser Tage lege ich nun „mein Manifest“ vor. Es wird sich wie ein Puzzle aus Bausteinen zusammensetzten, aber in sich doch ein Ganzes ergeben. Ich nenne es die „nackte Wahrheit“, weil es sich nicht mit dem Lametta beschäftigt, das sich die Experten und Betreiber umhängen, sondern mit den ehrlichen Bedürfnissen und den verlogenen Ansprüchen der Suchenden.

Ihr dürft gespannt sein. Und ja, ich werde dem einen oder anderen von euch auf die Füße treten müssen. Wer mir nicht in den Finger beißen will, sondern dem Weg folgen, den er euch zeigt – der sollte einen der vielen Artikel in meinen und fremden Medien lesen, die diesen Monat zum Thema erscheinen.

Hier der erste Link zur Liebe Pur.

Gebhard Roese sagt die Wahrheit – über Experten

Experten genießen in Deutschland hohes Ansehen – doch kaum jemand weiß, was ein „Experte“ eigentlich ist. Nun, es handelt sich dabei um eine Person, von der man glaubt, dass sie sich auf einem bestimmten Fachgebiet besonders gut auskennt. Dabei kann es sich um rein theoretisches Wissen, aber auch um sorgfältig erarbeitete praktische Erkenntnisse handeln. Zudem gibt es Experten, die anderen Menschen das Rüstzeug anbieten, um den eigenen Erkenntnisstand selber auszuweiten.

Es ist also nicht nötig, ein Studium abgeschlossen zu haben oder auch nur eine fachgerechte Ausbildung genossen zu haben – Experte kann jeder durch die Anwendung seines Wissens oder seiner Fähigkeiten werden.

Warum Sie Experten nicht kritiklos trauen dürfen

Die Sache hat mehrere Haken – vor allem aber einen: „Experten“ haben zumeist einen „Tunnelblick“, und dies ist völlig unabhängig von ihrer Profession. Der nächst Haken liegt in der Frage, ob es für den „Fachbereich“ überhaupt verlässliche Daten und Fakten gibt. Daraus ergibt sich die nächste Frage, wie viel „Meinung“ in der Expertenmeinung liegt, das heißt, ob diese Meinung überhaupt jemals objektivierbar ist. Schließlich – und auch das ist eine Folge aus dem bereits Gesagten – ist die Frage, ob es sich beim Gegenstand, das der Experte beschreibt und bewertet, möglicherweise um einen reinen Mythos handelt.

Der Hi-Fi-Experte als Beispiel

Ein typisches Beispiel ist der „Hi-Fi-Experte“ der Vergangenheit – und noch mehr jener der Gegenwart. Es ist von immensem Vorteil dabei, von der Elektrokaustik möglichst wenig zu verstehen. Stattdessen ergießt sich der Experte meist in der tollen Verarbeitung der Geräte und in den wundervollen Klängen, die sie produzieren. Er interessiert sich nicht dafür, wie der Klang überhaupt auf den Tonträger kommt oder wie er sich akustisch in einen Wohnraum breitmacht. In der Regel geht er nach dem Motto vor: Viel Handarbeit kombiniert mit einer komplizierten und anfälligen Technik ergibt teure Geräte, und teuer ist immer gut.

Das Problem dabei ist: Viele Menschen vertrauen dieser Art von Experten. Sie geben sehr, sehr viel Geld für etwas aus, das der Endkunde wirklich nicht benötigt, und das ihm auch keinerlei Vorteile bringt.

Warum ich nicht als Experte gelten möchte

Vor einigen Jahren habe ich mich noch sehr um die Online-Dating-Branche gekümmert. Das Expertentum liegt dabei darin, die Partnersuchenden mit der besonderen Art der Begegnung vertraut zu machen. Das gelingt nur, wenn man genügend Distanz zu allerlei Glaubenssätze und vorgefassten Meinungen hat. Denn im Grunde ist das sogenannte „Dating“ nichts mehr als die Begegnung mit einer fremden Person, über die man gerne mehr erfahren würde, um viellicht einen gemeinsamen Weg zu gehen. So weit so gut – aber das will niemand hören. Und schon kommen Leute auf die Bühne, für die alles „eine Nummer größer“ sein muss. Dabei geht es dann um „perfekte Dates“, oder wie man Frauen dazu verführt, möglichst gleich vom Kaffeehaustisch ins Bett zu springen. Würde mich heute noch jemand einen Dating-Experten nennen, ich würde ihm antworten: „Ich möchte nicht mit diesen Leuten in einen Topf geworfen werden.“

Experten haben selten mehr als eine Perspektive

Bei fast allen Experten macht sich im Übrigen ein „Tunnelblick“ bemerkbar. Sie sehen das, was sie sehen wollen, und sie sehen es aus der Perspektive, die sie kennen. Gleich, ob es sich um Musik, Elektroakustik, Fotografie, Zusammenleben, Partnerschaften oder Liebe handelt.

Probleme lösen - ein Problem für Experten

Sehen Sie, ich beweise es Ihnen am Beispiel eines Problemlösers. Hat er einen Tunnelblick, so greift er nach der seiner Meinung nach am besten bewährte Lösung. Er vermutet: Dieses Problem passt auf das Schema dieser Lösung, also muss es funktionieren. Sie werden sich wundern, wie oft dies in der Praxis vorkommt.

Ohne Tunnelblick wird der Problemlöser sich das Problem ausführlich beschreiben lassen, wird Fragen stellen und Antworten bekommen, wird seinen Klienten puzzeln und ordnen lassen. Und wird froh über das ganze Gesicht strahlen, wenn er am Ende sagt: „ja, die Lösung war doch ganz einfach.“

Sie dürfen gerne bezweifeln, was ich hier schreibe. Aber die Frage ist: Wird es Ihnen auch gut tun? Sagen Sie mir doch einfach, was Sie denken.