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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Kaum ein Date für dich? Was du ändern könntest ...

"Kaum ein Date für dich?" fasst die Betrachtung des sehpferd-teams (2026) für dich zusammen:

Die meisten Betrachtungen zu Dates beginnen heute damit, wie viele „Matches“ jemand auf Dating-Apps enthält, die mit „Swipen“ arbeiten.

Ist das überhaupt sinnvoll?

Wie das sehpferd-team vorging

Die Betrachtungen des sehpferd-teams setzten woanders an:

- Um überhaupt ein „Match“ oder Date oder irgendetwas anders ähnlichen Namens zu bekommen, musst du Aufmerksamkeit erregen.
- Sobald jemand auf dich aufmerksam wird, ist es Zeit, das Interesse dieser Person zu wecken.
- Es geht dann darum, zeitnah ein Treffen zu bekommen – dazu ist es nötig, dass der/die andere glaubt, dieses Treffen würde ihm/ihr „etwas bringen“.
- Die letzte Phase besteht darin, so zu überzeugen, dass es ein zweites Date gibt. Für Dating-Anfänger aber auch, die Lehren aus gescheiterten Dates zu ziehen.

Anhand dieser Vorgabe lässt sich beweisen, dass es überwiegend am Verhalten der Person liegt, wie viel erfolgversprechende Dates er/sie benötigt, um zum Ziel zu gelangen.

Das Fazit

Bei den Betrachtungen wurden KI-Komponenten, Bücher, Einzelerfahrungen und kompetente, meist neutrale Webseiten aller Art hinzugezogen. Das Ergebnis steht demnach fest:

Nur, wer bereit ist, zu lernen und mit dem Erlernten sein Verhalten zu verändern, hat wirklich mehr Chancen auf erfolgreiche Dates. Die bloße „Teilnahme“ an der Partnersuche führt meist ins Leere.

Plus: Aus wenigen, aber qualifizierte Dates ergeben sich mehr Erfolge als aus einer großen Anzahl von Begegnungen. Selbst emotional „robuste“ Personen sollten nicht mehr als 25 Dates pro Jahr planen.

Der Auszug wurde zusammengefasst von sehpferd.

Der Erfolg bei der Partnersuche – Matches, Dates oder Vorgehensweise?

3. Teil von drei Teilen: Zahlenspiel oder Erwartungen? Mehr desselben oder etwas anderes? Heißsporn sein oder „cool“ bleiben? (Die übrigen Teile im Anhang).

Prüfe alle Vorschläge, Empfehlungen und "Matches"

Wann immer du eine Person gefunden hast, von der behauptet wird, dass sie mit dir „matcht“, dann solltest du das noch einmal genau überprüfen. Das Profil eignet sich hervorragend, um weitere Informationen zu bekommen. Ist die Selbstdarstellung belanglos, dann wirst du kaum auf interessante Person treffen. Ist sie hingegen übertrieben, so ist zu erwarten, dass die Person beim Treffen einen deutlich schwächeren Eindruck hinterlässt. Was zählt, sind Fakten über Aussehen, eigene Vorstellungen, Lebensumstände, Berufstätigkeit und Wünsche an andere.

Warum „Matches“ unzuverlässig sind

Kein „Match“ muss zwangsläufig passen – die Messung der Merkmale ist immer ungenau, egal, wer die Fragen erstellt und die anschließende Programmierung der Algorithmen vorgenommen hat. Um es mit einem Satz zu sagen: „Wer wirklich zu dir passt, weißt du nur – und falls du es nicht weißt, kann es auch kein anderer „für dich wissen“.

Der ultimative Test, ob es passt – die Begegnung

Der „echte“ Matching-Test findet immer im „richtigen Leben“ statt. Beim ersten Date kannst du herausfinden, ob deine Ziele und die Ziele der anderen Person in etwa übereinstimmen – jedenfalls aus deiner Sicht. Die Erfahrung lehrt, dass beide Partner nicht immer gleicher Meinung sind. Nach dem gegenseitigen Überprüfen der Lebensziele folgt der Test um das Denken und Fühlen – also all der Werte, die in den üblichen Profilen nicht auftauchen.

In diesem Bereich spielen gute Fragen eine große Rolle. Es lohnt sich daher, einige Kenntnisse über Kommunikation zu besitzen. Gegen Ende eines „Dates“ sollte das Interesse an der anderen Person größer geworden sein. Falls es er anderen Person ebenso geht, steigt das Interesse aneinander, was letztlich zum sinnlichen Verlangen führen kann. Wenn es nun irgendwie weitergehen soll, steht am Ende des ersten Dates oder zeitnah danach die Verabredung zu einem zweiten Date.

Ist körperliche Anziehung für ein zweites Date nötig?

Nun fehlt nur noch die körperliche Anziehung. Sie wird oft schon beim ersten Date erwartet. Allerdings besteht ein Unterschied darin, ob du die andere Person vorerst nur sympathisch findest oder ob du sofort Lust auf Sex verspürst. Durchaus möglich ist, dass ein „zweites Date“ bessere Voraussetzungen für Intimität schafft als das erste Date.

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Das war eine lange Erklärung, nicht wahr? Aber es ist der wichtigste Teil dieser Betrachtungen.

Was passiert eigentlich, wenn du nicht den gewünschten Efolg hast?

Ja ... und nun ... kann es leider trotzdem sein, dass ihr beide doch nicht zusammenkommen wollt – aus „technischen Gründen“, wegen der Lebensentwürfe, aus dem emotionalen Gefüge heraus ... und ... und ...

Wenn du betroffen sein solltest, kannst du dir ja nach einmal überlegen, ob das alles so wichtig für dich ist, oder ob du einen Kompromiss mit dir schließen könntest.

Wenn ein Date erfolglos endet

Nehmen wir an, das Date mit der ersten Person, die du getroffen hast, endet ohne den gewünschten Erfolg.

Dann warte ein paar Tage und versuch es mit einer anderen Person, die dir vorgeschlagen wurde. Bleib "ccol", beovor due weiterliest. Denn nun reden wir übert Erfolgschancen in Zahlen.

Wie viele reale Dates brauchen Partersuchende zum Erfolg?

Ausnahmsweise gebe ich die Antwort vorab:

Zwischen DREI und 25 DATES.


Nun die Einzelheiten dazu:

- Bei bereits geklärten technischen Voraussetzungen (Alter, Wohnort und andere Grunddaten) kann jedes siebte Date zu Beziehung führen.
- Bei viel Erfahrung, bestem Abgleich und etwas Toleranz können bereits eins bis drei Dates zum Erfolg führen.
- Bei hohen Erwartungen (Stichwort: Ansprüche) oder schlechtem „Abgleich“ mit den Vorschlägen benötigst du deutlich mehr erste Dates – bis zu 25 sind jedoch noch akzeptabel.
- Falls du nach 25 Dates immer noch keinen Erfolg hattest, ist es an der Zeit, eine andere Kennenlern-Möglichkeit zu versuchen oder dich von einer neutralen Person beraten zu lassen.
- Es gibt im Internet durchaus Personen, die behaupten, mehr als 30 Dates zu benötigen – auffällig dabei ist, dass die Kriterien so gut wie nie genannt werden.


Die Bedeutung dieser Zahlen für dich persönlich

Obwohl im Internet viele abweichende Zahlen zu finden sind, liegen die bekanntesten Schätzungen zwischen „fünf und 25“ Dates liegen. Diese Werte wurden jedenfalls 2026 als relativ normal abgesehen. Die höheren Zahlen ergeben sich daraus, dass die Ansprüche einerseits immer höher werden, der Partnermarkt diese Ansprüche aber nicht erfüllen kann. Die geringeren Zahlen ergeben sich aus Erfahrung, sorgfältiger Selektion und etwas Toleranz. Ein Date pro Monat zu zelebrieren ist nicht sonderlich schwierig, während ein Date pro Woche auf Dauer zur Belastung wird. Ein Vorschlag wäre, bei einer einjährigen Laufzeit des Vertrags etwa alle 14 Tage ein Date einzuplanen – das ergibt maximal 24 Dates im Jahr. Soweit die „Zeitplanung“. Doch es gibt auch ökonomischere Wege. Bei ihnen ist eher die Frage, wie du weniger, aber dafür qualitativ bessere Dates bekommst.


Weniger ist oft mehr

Dazu habe ich eine ganz einfache Frage an dich:

Was ist einfacher – eine Auswahl aus fünf Möglichkeiten zu treffen oder eine Auswahl aus 50 Möglichkeiten?

Nun?

Ich hoffe, ihr habt „fünf mögliche Partner“ gewählt. Solltest du für „50“ votiert haben, dann bedenke bitte, wie hoch der Aufwand wäre, „den Einen“ oder „die Eine“ dabei herauszupicken.

Deshalb plädiere ich für eine kleine, aber gezielt ausgewählte Gruppe vom drei bis maximal acht Kandidaten oder Kandidatinnen, die du in bis zu drei Monaten locker treffen kannst. Übrigens ist es besser, sich schnell zu entscheiden, falls du glaubst, den „Richtigen“ oder „die Richtige“ schon beim zweiten oder dritten Date gefunden zu haben. Denn wenn der oder die anderen drei ganzen Monate warten soll, bis du „mit deiner Wahl durch“ bist, kann er oder sie sich längst anders orientiert haben.

Warum steigt die Anzahl der Dates bis zum Erfolg an?

Neuerdings wird berichtet, dass die Suchenden heute mehr „erste Dates“ benötigen als noch vor 20 Jahren. Der Hauptgrund dafür sind gestiegene Ansprüche an den Partner, aber auch völlig überzogene Vorstellungen von den eigenen Möglichkeiten. Zudem versuchen immer mehr Beziehungsanfänger, sich über die neuen Möglichkeiten problemlos einen Partner an Land zu ziehen. Es ist also immer günstig, die eigenen Möglichkeiten halbwegs realistisch einzuschätzen. Wenn du drei Mal bei einem Model oder eine Professorin abgeblitzt bist, dann ist vermutlich weder ein Model noch eine Professorin die richtige Wahl für dich. (Was umgekehrt natürlich auch gilt).

Nach so viel Informationen in diesem dritten Teil erkläre ich im Anhang noch, warum sich der Erfolg nicht „hochrechnen“ lässt und wo die „Stolpersteine“ liegen. Wer für sich selbst nach besseren Lösungen sucht, kann in einem weiteren Artikel Lösungen finden, der nicht zu dieser Artikelserie gehört.

Wenn du diese Artikelserie gemocht hast, sag es bitte weiter – wenn nicht, sag es dem Sehpferd-Team.
"Der Erfolg bei der Partnersuche – Matches, Dates oder Vorgehensweise?" vollständig lesen

Je mehr Vorschläge und "passende" Personen, umso erfolgreicher die Begegnungen?

Vom Vorschlag eines Partners bis zur Beziehung (ausführliche Betrachtung). Zum ersten Teil geht es hier.

2. Teil – Je mehr Vorschläge und "passende" Personen, umso erfolgreicher die Begegnungen?

Im Ersten Teil habe ich festgestellt, dass „Matches“ im Sinne der Dating-Anbieter keinerlei Garantie für eine „wirkliche“ Übereinstimmung bieten. Dennoch sind sie wichtig, weil einige Systeme sogenannte „Matches“ verwenden, um die Kontaktaufnahme zu ermöglichen oder zu erleichtern.

Die erste Frage, die sich in diesem Zusammenhang ergibt, wäre: Wie viele Anfragen führen eigentlich zu einem Kontakt?

Eine Antwort aus dem Jahr 1985 - offline

Gegen 1985 (1) bekam ich folgende Information – es betrifft „Kontakte über Zeitungsanzeigen“ (Online-Dating gab es damals noch nicht):

„Eine eigene Anzeige ... (lohnt sich eher) für jüngere Frauen ... als für Männer. Hundert und mehr Zuschriften sind bei Frauen keine Seltenheit. Die meisten Männer zwischen 20 und 50 müssen sich hingegen mit etwa einem Dutzend Antworten zufriedengeben.“

Sieht man dies aus der Sicht der Männer, so liegt die Chance auf eine Antwort auf eine Anzeige statistisch bei einem Prozent. Das heißt, Männer mussten damals im Extremfall etwa 100 Briefe schreiben, um eine einzige Antwort zu bekommen. Sie konnten natürlich auch eine eigene Anzeige aufgeben („Er sucht Sie“) – doch der Erfolg wird schon von den Autoren als „mäßig“ angesehen.

Diese Werte konnten nach Region und Medium (Frauenzeitschrift, Wochenzeitung, Tageszeitung oder Werbeblatt) für Männer noch wesentlich dürftiger ausfallen. Teils beklagten Männer, weniger als fünf Zuschriften auf ihre Anzeigen zu bekommen.

40 Jahre später – und online

Vergleichbare Zahlen standen für 40 Jahre später wieder zur Verfügung – diesmal aus „Dating-Apps“ - zunächst nach einer KI-Übersicht, die sich ausdrücklich auf Rechts-Wische und die App Tinder bezog. Zuerst habe ich nach der allgemeinen Wahrscheinlichkeit gefragt und erhielt folgende Antwort:

Die allgemeine Erfolgsquote für Matches bei Tinder kann je nach Region variieren, aber viele Nutzer berichten von einer Wahrscheinlichkeit von etwa 10-20 %, basierend auf der Anzahl der Wischbewegungen.

Das überraschte mich, denn ich hatte von wesentlich schlechteren Ergebnissen erfahren. Im zweiten Anlauf habe ich nach den prozentualen Chancen für Frauen und Männer gefragt, und erhielt die Antwort (gekürzt) (Mit Duck-KI und ähnlich auch mit anderen Programmen):

Männer erhalten im Durchschnitt 1 Match bei 140 Swipes nach rechts. Das bedeutet, sie müssen ca. 140 Profile liken, um ein Match zu erzielen.
Frauen ... haben eine Match-Rate von 10 %, was bedeutet, dass sie in der Regel 1 Match bei 10 Swipes erhalten.

Die KI war so freundlich, mir noch die Gründe zu erklären – doch das könnt ihr auch selbst versuchen.

Damit dürfte auch die Frage beantwortet sein, ob ein Mann durch mehr Aktivität seine „Matches“ bei Tinder und ähnlich gelagerten Apps verbessen kann.

Die Antwort: Auf keinen Fall durch mehr Rechts-Wischen, denn um seine Chancen zu verdoppeln, müsste er 280 „Swipes“ (1) einsetzen. Täte er dies unter Anwendung einer etwas fragwürdigen Faustregel, so würden ihm erst 700 „Swipes“ knapp zum Erfolg führen.

Was sind Zahlen wirklich wert?

Wird dir gerade ganz schummerig vor Augen vor lauter Zahlen? Wenn dies noch nicht der Fall ist, lies bitte im Anhang nach, welche merkwürdigen „Chancen“ unterschiedliche Forscher, Kenner der Materie und Journalisten „ermittelt“ haben wollen.

Der falsche Weg

Mehr Angebote (Matches, Vorschläge) ergeben nur dann einen Sinn, wenn sie sich exponentiell steigern lassen, also beispielsweise von 2 auf 4, 4 auf 8, oder 8 auf 16 zu erweitern. Dies wäre im Beispiel für Frauen durchaus möglich, für Männer jedoch so gut wie gar nicht.

Für alle anderen gilt, das eigene Profil zu verändern, was normalerweise bedeutet, Profile zu verwenden, die mehr Aufmerksamkeit erregen. Auch die eigene Vorgehensweise lässt sich relativ leicht verändern.

Das gilt für alle Apps, nicht nur für Tinder. Jede Stellschraube am Profil zieht eine Veränderung der Popularität nach sich – in beiden Richtungen.

Dazu gibt es eine „goldene Regel“, die inzwischen jedem bekannt sein sollte:

Matches (oder auch Anfragen, je nach Plattform) in Dates zu verwandeln ist keine Frage der Anzahl ... sondern, der Art, wie du dabei vorgehst.

Sollte dies wirklich zutreffen? Kommt es im Wesentlichen auf uns selbst an? Und falls ja, was können wir dann tun? Was bleibt von all den „Matches“, den Testverfahren, den Persönlichkeitsmerkmalen und all den anderen „wissenschaftlichen“ Matching-Methoden?

Das behandle ich im dritten Teil dieser Betrachtung. Und ich verrate euch, wie die merkwürdige Zahl von „291 Matches“ und die anderen Annahmen zustande kommt, von der wir immer wieder in der Presse lesen.

Einige Zahlen für all jene, die sich gerne verwirren lassen, findest du im Anhang zu diesem Artikel.

(1) Aktive Partnersuche per Inserat , die übrigen Quellen im erweiterten Artikel.
"Je mehr Vorschläge und "passende" Personen, umso erfolgreicher die Begegnungen? " vollständig lesen

Vom Vorschlag eines Partners bis zur Beziehung

"Vom Vorschlag eines Partners bis zur Beziehung" ist eine Betrachtung, die versucht, mehr Licht in den undurchdringlichen Djungel der Partersuche zu bringen - online wie offline.

1. Teil – warum ein „Match“ selten eines ist

Wenn in der englischen Sprache jemand ein „Match“ für dich ist, dann „passt es gut zu dir“. Sogar der Duden hat es übernommen: „Matching“ ist demnach ein „Zuordnungs- und Auswahlverfahren bei der Partnervermittlung“.

Die Frage ist also: Wer könnte zu jemandem passen – und da müssten wir eigentlich bei den Kriterien beginnen, also den Zahlen, Fakten und Werten, die dabei zugrunde gelegt werden. Doch gibt es überhaupt eine Antwort darauf?

Diese Frage beschäftigt Menschen seit mindestens einem Jahrhundert intensiv. Ob Heiratsmakler, Eheinstitute, Partnervermittler, Single-Börsen oder Einzelpersonen: Jeder hat darauf eine mehr oder weniger zufriedenstellende Antwort - aber keine ist allgmeingültig. Was wir wirklich kennen, ist die Reihenfolge:

1. Jemand wird auf eine Person aufmerksam.
2. Er bekundet ein Interesse an ihr.
3. Das Intreresse wird zum (inneren) Verlangen.
4. Beide einigen sich auf ein Treffen, um zu überprüfen, ob sie ein Paar werden könnten.

Was ist denn nun ein „Match“?

Niemand weiß, was wirklich ein „Match“ zwischen zwei Personen ist. Ein Teil der Ratsuchenden vertraut auf Esoterik, Astrologie und andere Formen des Volksaberglaubens. Wer nach Fakten sucht, beginnt zunächst mit den Basisdaten wie Alter, Wohnort, Bildung und Herkunft. Einige fahnden nach Werten, Geschmack, Liebhabereien oder anderen Präferenzen – dabei begeben sie sich bereits auf das Glatteis der Spekulationen. Die Psychologie bringt seit einiger Zeit die „Persönlichkeitsmerkmale“ mit ein, die ebenfalls auf schwachen Füßen stehen.

Ein Geheimnis wird enthüllt - wie ein Trick zu "passenden" Partnern führt

Ich verrate mal eine einfache Weisheit: Am einfachsten ist es, jemandem zu sagen: „Du, da interessiert sich jemand für dich“. Ähnliche Verfahren werden bei den „Empfehlungen“ von „passenden Personen“ genutzt. Und letztlich gibt es noch den Barnum-Effekt – er deckt das weiteste Spektrum von Eigenschaften ab, in dem sich etwa 80 Prozent aller Menschen wiederfinden.

Eine sehr bekannte Dating-App unterscheidet zwischen Anfragen (nach rechts wischen) und Matches. Demnach existiert bereits ein „Match“, wenn die fragende und die angefragte Person miteinander „chatten“ wollen.

Eine Beziehung anzubahnen ist wie ein Geschäft anzubahnen

In der Regel hat diese Stufe zwischen Kontaktaufnahme und Gesprächsbereitschaft überhaupt keinen Namen. Der Vorgang selbst lässt sich am besten mit einem Bewerber vergleichen, der zu einem Gespräch eingeladen wird. Wer schon mal in der Situation war, der weiß natürlich genau, dass es nicht immer zu einem Job führt. Vergleichbar ist es auch mit einem Handelsvertreter, der zum ersten Mal einen neuen Kunden besucht.

Wie immer wir ein „Match“ definierten – es ist ein Vorschlag zur Kontaktaufnahme - und auf keinen Fall mehr. Das gilt auch, wenn beide daran glauben, dass es „passen könnte“.

Nachdem wir dies geklärt haben, können wir an die Frage gehen: Aus wie vielen Kontakten entstehen eigentlich „echte“ Begegnungen? Und wie viele Begegnungen in der Realität führen zu einer Beziehung, die länger als drei Monate hält?

Dazu gibt es tatsächlich einige Zahlen - aber auch viele eher unrealsitische Zahlenspiele.

Fazit des ersten Teils - sogenannte "Matches" sind gar keine

Vorerst können wir dies festzustellen (und zwar absolut verbindlich):

Der Grund für eine Partnersuche ist das Interesse an einer Partnerin oder einem Partner. Dabei werden wir auf jemanden aufmerksam, und wir versuchen, sein Interesse zu wecken. Dieser Vorgang funktioniert nicht nur in der Alltagsrealität, sondern auch im virtuellen Bereich des Online-Datings.
"Vom Vorschlag eines Partners bis zur Beziehung " vollständig lesen

Muss sich alles „rechnen“? Nein, aber Kultur ist vor allem Schule

Dieser Tage wurde ich aufgescheucht: Sollte meine Meinung von „Geben und Nehmen“ völlig falsch sein?

Grund war ein Artikel in meiner Tageszeitung. Der Kolumnist fragte danach, ob es richtig sie, dass sich heute alles „rechnen muss“. Damit waren allerdings staatlich geförderte kulturelle Projekte gemeint.

Ich habe einen Moment nachgedacht.

Mir fiel dabei ein, wie viele Geber es im privaten Bereich gibt, die niemals danach fragen, ob sich etwas „rechnet“ oder nicht. Ihnen stehen weitaus mehr „Nehmer“ gegenüber, die als selbstverständlich ansehen, dass der Staat über unendliche Mittel verfügt, alle ihre Bedürfnisse zu erfüllen.

Es wäre ganz gut, wenn wir die Ansprüche alle etwas herunterschrauben würden. Es besteht ja kein Zweifel, dass wir Kultur benötigen. Doch wenn wir schon von „Kultur“ reden, dann bitte nicht in erster Linie von Luxuskultur. Wie wäre es beispielsweise, in erster Linie in Bildung zu investieren? Vor allem in Naturwissenschaften – aber auch darin, unsere Jugend bei der eigenen Lebensführung zu unterstützen.

Müssten wir nicht alles daran setzen, unser Land nach vorne zu bringen? Und was könnte dazu nützlicher sein als „kluge Menschen“ hervorzubringen, die später als Geber auftreten?

Theoretisch würde dem wohl jeder zustimmen. Doch wer ist in der Lage, dies praktisch umzusetzen? Kaum noch jemand?