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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Erst Sex, dann Kennenlernen?

Something Blue - aber wollen eigentlich alle Frauen heiraten?

Erst Sex, dann Kennenlernen? Voraussichtlich werdet ihr demnächst einen Haufen Unsinn darüber lesen, weil ein Fernsehsender seine „neuartige" Datingshow so ähnlich aufbauen will.

Sex ist eine Methode, einander kennenzulernen

Sex, genau genommen Geschlechtsverkehr, ist eine intensive und sehr intime Art der nonverbalen Kommunikation.

Es ist also unmöglich, erst „Sex zu haben“ und einander „danach“ kennenzulernen. Denn wer sich auf Sex mit einer Person eingelassen hat, der hat zumindest schon einen Teil von ihr kennengelernt.

Passen die Persönlichkeiten so, wie sie sind?

Was bei rein sexuellen Begegnungen fehlt, ist der Austausch darüber, ob die Persönlichkeiten zueinander passen. Darauf wird besonders in westlichen Ländern mit liberalen Ansichten geachtet. Man geht nicht einfach davon aus, dass sich die Partner „schon aneinander gewöhnen würden“, wie es im 19. Jahrhundert noch weitgehend üblich war. Vielmehr versuchen die heutigen „frischen“ Paare herauszufinden, ob ihre Lebensweisen zusammenpassen.

Übereinstimmende oder sehr ähnliche Lebensweisen sind die Hauptgründe, zusammenzukommen und vor allem zusammen zu bleiben.

Besonders Psychologen und Soziologen vertreten oftmals ganz andere Standpunkte. Die Ersteren sind der Überzeugung, dass die Paare in psychischen Merkmalen übereinstimmen sollten, die Letzteren wollen bestimme Einstellungen zu Politik, Religion und Sozialem als Gründe für gute Ehen gefunden haben.

Wann ist es Zeit, an eine gemeinsame Zukunft zu denken?

Um einen Entschluss zu fassen, ein Leben gemeinsam zu gestalten, brauchen die meisten Paare etwa drei Monate bis zu einem Jahr. Und ob es nachhaltig funktioniert, können nur sie selbst feststellen.

Glaubt nicht, was andere über eure Beziehung sagen

Der Sinn vom Ganzen: Glaubt niemals jemandem, der sagt „ihr passt gut zusammen, weil …“, egal ob Postbote, Gastwirt, Wahrsager, Freund oder Wissenschaftler.

Ich dachte, es wäre ganz gut, die Partnersuchenden unter euch daran zu erinnern.

Und was meint ihr dazu?



Hinweis:
Das Bild symbolisiert den Spruch: „Something Old, Something New, Something Borrowed, Something Blue" - das blaue "Something" kann aber erst am verborgenen Ort gefunden werden ...

Der Erfolg bei der Partnersuche – Matches, Dates oder Vorgehensweise?

3. Teil von drei Teilen: Zahlenspiel oder Erwartungen? Mehr desselben oder etwas anderes? Heißsporn sein oder „cool“ bleiben? (Die übrigen Teile im Anhang).

Prüfe alle Vorschläge, Empfehlungen und "Matches"

Wann immer du eine Person gefunden hast, von der behauptet wird, dass sie mit dir „matcht“, dann solltest du das noch einmal genau überprüfen. Das Profil eignet sich hervorragend, um weitere Informationen zu bekommen. Ist die Selbstdarstellung belanglos, dann wirst du kaum auf interessante Person treffen. Ist sie hingegen übertrieben, so ist zu erwarten, dass die Person beim Treffen einen deutlich schwächeren Eindruck hinterlässt. Was zählt, sind Fakten über Aussehen, eigene Vorstellungen, Lebensumstände, Berufstätigkeit und Wünsche an andere.

Warum „Matches“ unzuverlässig sind

Kein „Match“ muss zwangsläufig passen – die Messung der Merkmale ist immer ungenau, egal, wer die Fragen erstellt und die anschließende Programmierung der Algorithmen vorgenommen hat. Um es mit einem Satz zu sagen: „Wer wirklich zu dir passt, weißt du nur – und falls du es nicht weißt, kann es auch kein anderer „für dich wissen“.

Der ultimative Test, ob es passt – die Begegnung

Der „echte“ Matching-Test findet immer im „richtigen Leben“ statt. Beim ersten Date kannst du herausfinden, ob deine Ziele und die Ziele der anderen Person in etwa übereinstimmen – jedenfalls aus deiner Sicht. Die Erfahrung lehrt, dass beide Partner nicht immer gleicher Meinung sind. Nach dem gegenseitigen Überprüfen der Lebensziele folgt der Test um das Denken und Fühlen – also all der Werte, die in den üblichen Profilen nicht auftauchen.

In diesem Bereich spielen gute Fragen eine große Rolle. Es lohnt sich daher, einige Kenntnisse über Kommunikation zu besitzen. Gegen Ende eines „Dates“ sollte das Interesse an der anderen Person größer geworden sein. Falls es er anderen Person ebenso geht, steigt das Interesse aneinander, was letztlich zum sinnlichen Verlangen führen kann. Wenn es nun irgendwie weitergehen soll, steht am Ende des ersten Dates oder zeitnah danach die Verabredung zu einem zweiten Date.

Ist körperliche Anziehung für ein zweites Date nötig?

Nun fehlt nur noch die körperliche Anziehung. Sie wird oft schon beim ersten Date erwartet. Allerdings besteht ein Unterschied darin, ob du die andere Person vorerst nur sympathisch findest oder ob du sofort Lust auf Sex verspürst. Durchaus möglich ist, dass ein „zweites Date“ bessere Voraussetzungen für Intimität schafft als das erste Date.

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Das war eine lange Erklärung, nicht wahr? Aber es ist der wichtigste Teil dieser Betrachtungen.

Was passiert eigentlich, wenn du nicht den gewünschten Efolg hast?

Ja ... und nun ... kann es leider trotzdem sein, dass ihr beide doch nicht zusammenkommen wollt – aus „technischen Gründen“, wegen der Lebensentwürfe, aus dem emotionalen Gefüge heraus ... und ... und ...

Wenn du betroffen sein solltest, kannst du dir ja nach einmal überlegen, ob das alles so wichtig für dich ist, oder ob du einen Kompromiss mit dir schließen könntest.

Wenn ein Date erfolglos endet

Nehmen wir an, das Date mit der ersten Person, die du getroffen hast, endet ohne den gewünschten Erfolg.

Dann warte ein paar Tage und versuch es mit einer anderen Person, die dir vorgeschlagen wurde. Bleib "ccol", beovor due weiterliest. Denn nun reden wir übert Erfolgschancen in Zahlen.

Wie viele reale Dates brauchen Partersuchende zum Erfolg?

Ausnahmsweise gebe ich die Antwort vorab:

Zwischen DREI und 25 DATES.


Nun die Einzelheiten dazu:

- Bei bereits geklärten technischen Voraussetzungen (Alter, Wohnort und andere Grunddaten) kann jedes siebte Date zu Beziehung führen.
- Bei viel Erfahrung, bestem Abgleich und etwas Toleranz können bereits eins bis drei Dates zum Erfolg führen.
- Bei hohen Erwartungen (Stichwort: Ansprüche) oder schlechtem „Abgleich“ mit den Vorschlägen benötigst du deutlich mehr erste Dates – bis zu 25 sind jedoch noch akzeptabel.
- Falls du nach 25 Dates immer noch keinen Erfolg hattest, ist es an der Zeit, eine andere Kennenlern-Möglichkeit zu versuchen oder dich von einer neutralen Person beraten zu lassen.
- Es gibt im Internet durchaus Personen, die behaupten, mehr als 30 Dates zu benötigen – auffällig dabei ist, dass die Kriterien so gut wie nie genannt werden.


Die Bedeutung dieser Zahlen für dich persönlich

Obwohl im Internet viele abweichende Zahlen zu finden sind, liegen die bekanntesten Schätzungen zwischen „fünf und 25“ Dates liegen. Diese Werte wurden jedenfalls 2026 als relativ normal abgesehen. Die höheren Zahlen ergeben sich daraus, dass die Ansprüche einerseits immer höher werden, der Partnermarkt diese Ansprüche aber nicht erfüllen kann. Die geringeren Zahlen ergeben sich aus Erfahrung, sorgfältiger Selektion und etwas Toleranz. Ein Date pro Monat zu zelebrieren ist nicht sonderlich schwierig, während ein Date pro Woche auf Dauer zur Belastung wird. Ein Vorschlag wäre, bei einer einjährigen Laufzeit des Vertrags etwa alle 14 Tage ein Date einzuplanen – das ergibt maximal 24 Dates im Jahr. Soweit die „Zeitplanung“. Doch es gibt auch ökonomischere Wege. Bei ihnen ist eher die Frage, wie du weniger, aber dafür qualitativ bessere Dates bekommst.


Weniger ist oft mehr

Dazu habe ich eine ganz einfache Frage an dich:

Was ist einfacher – eine Auswahl aus fünf Möglichkeiten zu treffen oder eine Auswahl aus 50 Möglichkeiten?

Nun?

Ich hoffe, ihr habt „fünf mögliche Partner“ gewählt. Solltest du für „50“ votiert haben, dann bedenke bitte, wie hoch der Aufwand wäre, „den Einen“ oder „die Eine“ dabei herauszupicken.

Deshalb plädiere ich für eine kleine, aber gezielt ausgewählte Gruppe vom drei bis maximal acht Kandidaten oder Kandidatinnen, die du in bis zu drei Monaten locker treffen kannst. Übrigens ist es besser, sich schnell zu entscheiden, falls du glaubst, den „Richtigen“ oder „die Richtige“ schon beim zweiten oder dritten Date gefunden zu haben. Denn wenn der oder die anderen drei ganzen Monate warten soll, bis du „mit deiner Wahl durch“ bist, kann er oder sie sich längst anders orientiert haben.

Warum steigt die Anzahl der Dates bis zum Erfolg an?

Neuerdings wird berichtet, dass die Suchenden heute mehr „erste Dates“ benötigen als noch vor 20 Jahren. Der Hauptgrund dafür sind gestiegene Ansprüche an den Partner, aber auch völlig überzogene Vorstellungen von den eigenen Möglichkeiten. Zudem versuchen immer mehr Beziehungsanfänger, sich über die neuen Möglichkeiten problemlos einen Partner an Land zu ziehen. Es ist also immer günstig, die eigenen Möglichkeiten halbwegs realistisch einzuschätzen. Wenn du drei Mal bei einem Model oder eine Professorin abgeblitzt bist, dann ist vermutlich weder ein Model noch eine Professorin die richtige Wahl für dich. (Was umgekehrt natürlich auch gilt).

Nach so viel Informationen in diesem dritten Teil erkläre ich im Anhang noch, warum sich der Erfolg nicht „hochrechnen“ lässt und wo die „Stolpersteine“ liegen. Wer für sich selbst nach besseren Lösungen sucht, kann in einem weiteren Artikel Lösungen finden, der nicht zu dieser Artikelserie gehört.

Wenn du diese Artikelserie gemocht hast, sag es bitte weiter – wenn nicht, sag es dem Sehpferd-Team.
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Warum du alleine bleiben wirst, wenn du nichts änderst

„Warum du alleine bleiben wirst und wie du dies ändern kannst“ ist mein Beitrag zum Frauentag 2022. Wer du ihn liest, erfährst du etwas über dich selbst, ob du es magst oder nicht. Und: Alles könnte auch auf manchen Mann zutreffen. Aber die sind heute nicht dran.

Wenn du die Dreißig überschreitest, tendieren deine Erfolgsaussichten für eine glückliche Partnersuche gegen null. Ich weiß, wie schnell manche Menschen mit Polemik bei der Hand sind.
Nun ist es so: Mit dreißig bist du in einem idealen Heiratsalter. Du bis reif, selbstbewusst und hattest schon einige Highlights im Leben. Du kannst viele Männer treffen, die „so um die 30 herum“ sind, und noch viel mehr, die ein paar Jahre älter sind. Unter diesen Männern sind einige, die zum zweiten Mal heiraten wollen, zum zweiten Mal eine Familie gründen wollen oder die einfach sinnvoll finden, mit einer Frau zusammenzuleben.

„Passend“ im Sinne von sozial und intellektuell kompatibel ist – je nach Autor der Statistiken – ungefähr jeder Dritte bis Fünfte ähnlichen Alters. Das heißt, dass mindestens einer von drei bis fünf sorgfältig ausgewählten Männern sich für eine Beziehung eignet.

Behauptet wird derzeit, dass viele Frauen neu von zehn „Anwärter“ ablehnen – also weitaus mehr als diejenigen, die völlig unpassend sind.

Sechs Gründe, warum du Single bleiben wirst - wenn du nichts änderst

Warum blieben diese Frauen allein? Es gibt viele Gründe, ohne Zweifel, so viele Gründe, wie es Frauen gibt. Doch einige kristallisieren sich heraus:

1. Du überschätzt dich selbst und deine Möglichkeiten

Erstaunlicherweise gibt es keine Kriterien für Erfolg. Wenn du dich richtig einschätzt und tatsächlich alle deine Eigenschaften kennst und einzusetzen weißt, kann überhaupt nichts passieren. Das heißt, du findest einen passenden Mann. Probleme treten nur auf, wenn du dich völlig falsch einschätzt. Denn jeder Mann merkt sehr schnell, wenn dein Dasein (dein Leben, deine Absichten) nicht von innen heraus kommt. Das heißt: Wenn du die Person spielst, die du gerne sein willst, aber nicht sein kannst.

2. Du fürchtest dich vor Beziehungen

Dein Zustand des Singles gefällt dir vielleicht nicht, - aber es ist der einzige Zustand in deinem Leben, in dem du dich sicher fühlst. Jede Änderung macht dir Angst. Zum Beispiel fürchtest du Anhängigkeit, statt die Vorteile gemeinsamen Handeln zu genießen.

Ein mir bekannter Autor sieht darin einen Teufelskreis psychologischer Art:

Weil du dich zu sehr sorgst, hast du Angst, verletzt zu werden. Und weil du diese Angst hast, bist du sehr empfindlich.

Ich weiß nichts über die Ursachen und Gründe, die du jetzt als Gegenargumente anführst. Aber welche Gründe es auch sind: Sie nützen dir nichts. Also lass es bleiben, sie zu diskutieren.

3. Du meinst, (nicht) sehr wählerisch zu sein

Oh, wie kommen zu einem Paradoxon. Nahezu alle Frauen, die mir sagten, seien „in Wahrheit nicht wählerisch“ waren es. Sie hatten in Wahrheit feste, aber wenig realistische Vorstellungen von einer Beziehung. Wenn du dazu gehörst, dann ist es so: Jede Frau im 21. Jahrhundert hat die Chance, zu wählen, wen sie will. Aber das heißt nicht, dass die Männer aufgereiht im Regal stehen und von jeder Frau mitgenommen werden können, die vorbeikommt. Was letztlich heißt: Du kannst nur so wählerisch sein, wie du dir leisten kannst, wählerisch zu sein. Schau auf dein Bankkonto: Du kannst dir manches leisten, aber nicht alles. Es hat keinen Sinn, das zu verleugnen.


4. Die Wirklichkeit ist dein schlimmster Feind

Manchmal ist die Realität nicht schön – klar. Dann träumst du und denkst an Cinderella, die es ja schließlich auch auf märchenhafte Weise „geschafft“ hat. Wenn du viel in „sozialen Netzwerken“ unterwegs bist oder viele (einschlägige) Frauenzeitschriften liest, könnte es sein, dass deine Sicht der Welt nicht mehr mit der Wirklichkeit übereinstimmt. Das lässt sich wieder einrenken. Aber ohne Mühe geht das nicht.

5. Du bellst die falschen Bäume an

Vielleicht folgst du einer Idee, an der schon viele gescheitert sind. Sie heißt: Je mehr du einsetzt, umso mehr erreichst du. Sie ist recht populär, und immer wieder werden dir Beispiele vorgegaukelt, wie du durch mehr Anstrengung zu mehr Erfolg kommen kannst. In Wahrheit ist dies alles ein großer Bluff. Nur, wenn du auf dem richtigen Weg bist oder sinngemäß „die richtigen Bäume anbellst“, hast du den Erfolg, den du dir wünscht.

6. Du denkst, überdurchschnittlich zu sein

Ganz klar: Viele Frauen (und Männer) wollen sich aus „dem Durchschnitt“ herausheben. Das ist absolut verständlich. Doch die Sache hat einen Haken: Das geht nicht auf. Mathematisch sowieso nicht und in der Wirklichkeit nur ganz, ganz selten. Es lohnt sich also für dich, den Besten aus dem Durchschnitt zu suchen, in dem du dich selber befindest. Alles andere ist Illusion.

Hast du bis hier gelesen? Dafür danke ich dir. Und nun … viel Glück und Zuversicht für dich auf deinen neuen Wegen.

Das Zitat stammt von einer Autorin, die sich "wiserword" nennt.