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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Brauchen wir neue Wege und Modelle in der Kommunikation?

Die Modelle, die von Kommunikationstrainern verwendet werden, richten sich überwiegend, wenn nicht gar ausschließlich, an Personen, die Dialoge führen. Zumeist gehen Lehrende wie auch Lernende davon aus, etwas über die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht zu erfahren. Damit sind Dialoge gemeint, die zwischen „körperlich anwesenden Personen“ stattfinden, die „miteinander Augenkontakt aufnehmen können.“

Nicht bei alle Kommunikationsformen sind beide anwesend

Die Kritik an den heutigen Kommunikationsmodellen richtet sich in vielen Fällen daran, dass sie nicht für „moderne“ Internetkommunikation geeignet sind. Als Begründung wird angegeben, dass die Dialoge „oft asynchron, multimodal und durch Technologie“ ausgeführt werden.

Dazu wäre zu sagen, dass Kommunikationsseminare nicht für die zeitversetzte Übertragung von Informationen geschaffen wurden. In Trainings gehen wir immer von Dialogen in „Echtzeit“ aus, unabhängig davon, ob wir ein Gespräch mit Augenkontakt führen oder ein Telefongespräch.

Als Beispiel: Früher gab es Telegramme, Luftpostbriefe und gewöhnliche Briefsendungen. Man konnte auf gleichen Wegen nur „zeitversetzt“ auf sie antworten, und das war absolut normal - auch bei Telexen oder Telefaxen.

Andererseits ist die Frage, ob zwei Nachrichten, die im Internet zwischen einem Sender und einem Empfänger ausgetauscht werden, überhaupt irgendeinen Bezug aufeinander haben. Geschieht dies, so ist es zwar formal auch eine Kommunikation, aber kein Dialog mehr. Bestenfalls könnte man sagen: „Keine Antwort ist auch eine Antwort.“

Die "neue Kommunikation" und der Helpdesk

Verkäufer, insbesondere Innendienst-Mitarbeiter, die am Telefon verkaufen, profitieren ganz selbstverständlich von der Teilnahme an Kommunikationsseminaren. Diese Schulungen haben aber andere Inhalte als „gewöhnliche“ Kurse in Kommunikation. Ähnliches gilt für Mitarbeiter am Helpdesk, die einer deutlich höheren Belastung ausgesetzt sind, weil die Anrufer unter Stress stehen und nicht immer freundlich und zuvorkommend sind.

Mensch und Automat am Telefon

Eine der wesentlichen Fragen ist bereits heute, ob sich „am anderen Ende“ eine Person oder ein Automat befindet. Nehmen wir als Beispiel mal einen Helpdesk 2026.

Er kann …

1. … von einer fachkundigen Person geführt wird, die selber in der Lage ist, zutreffende Antworten zu geben.
2. … oder selbst noch ausreichend kompetent sein und bei weiteren Fragen auf ein Team zurückgreifen, das möglichst unmittelbar befragt werden kann.
3. … oder selbst kaum noch kompetent sein, aber auf eine Datenbank mit „typischen“ Problemfällen zurückgreifen.
4. … ein Automat sein, der Fragen aufnehmen, klären und bearbeiten sowie schließlich in Antworten umwandeln kann.

Das Beispiel mag zeigen, wohin die Zukunft führt: zu einer möglichst gleichbleibend freundlichen Automaten-Stimme, die wie ein Mensch klingt und „unendliche Geduld“ simuliert. Wenn ein solcher Automat auch noch die Fragekunst beherrscht und die richtigen Lösungen in klaren, einfachen Worten findet, ist er zumindest für die meisten Fälle gut gerüstet. Menschen im „Hintergrund“ werden immer noch gebraucht. Denn wenn die kommunizierende KI uns nicht versteht, „sagt“ sie oftmals: „Warten Sie bitte einen Moment, ich verbinde sie jetzt mit einem Fachberater“.

Der Erfolg bei der Partnersuche – Matches, Dates oder Vorgehensweise?

3. Teil von drei Teilen: Zahlenspiel oder Erwartungen? Mehr desselben oder etwas anderes? Heißsporn sein oder „cool“ bleiben? (Die übrigen Teile im Anhang).

Prüfe alle Vorschläge, Empfehlungen und "Matches"

Wann immer du eine Person gefunden hast, von der behauptet wird, dass sie mit dir „matcht“, dann solltest du das noch einmal genau überprüfen. Das Profil eignet sich hervorragend, um weitere Informationen zu bekommen. Ist die Selbstdarstellung belanglos, dann wirst du kaum auf interessante Person treffen. Ist sie hingegen übertrieben, so ist zu erwarten, dass die Person beim Treffen einen deutlich schwächeren Eindruck hinterlässt. Was zählt, sind Fakten über Aussehen, eigene Vorstellungen, Lebensumstände, Berufstätigkeit und Wünsche an andere.

Warum „Matches“ unzuverlässig sind

Kein „Match“ muss zwangsläufig passen – die Messung der Merkmale ist immer ungenau, egal, wer die Fragen erstellt und die anschließende Programmierung der Algorithmen vorgenommen hat. Um es mit einem Satz zu sagen: „Wer wirklich zu dir passt, weißt du nur – und falls du es nicht weißt, kann es auch kein anderer „für dich wissen“.

Der ultimative Test, ob es passt – die Begegnung

Der „echte“ Matching-Test findet immer im „richtigen Leben“ statt. Beim ersten Date kannst du herausfinden, ob deine Ziele und die Ziele der anderen Person in etwa übereinstimmen – jedenfalls aus deiner Sicht. Die Erfahrung lehrt, dass beide Partner nicht immer gleicher Meinung sind. Nach dem gegenseitigen Überprüfen der Lebensziele folgt der Test um das Denken und Fühlen – also all der Werte, die in den üblichen Profilen nicht auftauchen.

In diesem Bereich spielen gute Fragen eine große Rolle. Es lohnt sich daher, einige Kenntnisse über Kommunikation zu besitzen. Gegen Ende eines „Dates“ sollte das Interesse an der anderen Person größer geworden sein. Falls es er anderen Person ebenso geht, steigt das Interesse aneinander, was letztlich zum sinnlichen Verlangen führen kann. Wenn es nun irgendwie weitergehen soll, steht am Ende des ersten Dates oder zeitnah danach die Verabredung zu einem zweiten Date.

Ist körperliche Anziehung für ein zweites Date nötig?

Nun fehlt nur noch die körperliche Anziehung. Sie wird oft schon beim ersten Date erwartet. Allerdings besteht ein Unterschied darin, ob du die andere Person vorerst nur sympathisch findest oder ob du sofort Lust auf Sex verspürst. Durchaus möglich ist, dass ein „zweites Date“ bessere Voraussetzungen für Intimität schafft als das erste Date.

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Das war eine lange Erklärung, nicht wahr? Aber es ist der wichtigste Teil dieser Betrachtungen.

Was passiert eigentlich, wenn du nicht den gewünschten Efolg hast?

Ja ... und nun ... kann es leider trotzdem sein, dass ihr beide doch nicht zusammenkommen wollt – aus „technischen Gründen“, wegen der Lebensentwürfe, aus dem emotionalen Gefüge heraus ... und ... und ...

Wenn du betroffen sein solltest, kannst du dir ja nach einmal überlegen, ob das alles so wichtig für dich ist, oder ob du einen Kompromiss mit dir schließen könntest.

Wenn ein Date erfolglos endet

Nehmen wir an, das Date mit der ersten Person, die du getroffen hast, endet ohne den gewünschten Erfolg.

Dann warte ein paar Tage und versuch es mit einer anderen Person, die dir vorgeschlagen wurde. Bleib "ccol", beovor due weiterliest. Denn nun reden wir übert Erfolgschancen in Zahlen.

Wie viele reale Dates brauchen Partersuchende zum Erfolg?

Ausnahmsweise gebe ich die Antwort vorab:

Zwischen DREI und 25 DATES.


Nun die Einzelheiten dazu:

- Bei bereits geklärten technischen Voraussetzungen (Alter, Wohnort und andere Grunddaten) kann jedes siebte Date zu Beziehung führen.
- Bei viel Erfahrung, bestem Abgleich und etwas Toleranz können bereits eins bis drei Dates zum Erfolg führen.
- Bei hohen Erwartungen (Stichwort: Ansprüche) oder schlechtem „Abgleich“ mit den Vorschlägen benötigst du deutlich mehr erste Dates – bis zu 25 sind jedoch noch akzeptabel.
- Falls du nach 25 Dates immer noch keinen Erfolg hattest, ist es an der Zeit, eine andere Kennenlern-Möglichkeit zu versuchen oder dich von einer neutralen Person beraten zu lassen.
- Es gibt im Internet durchaus Personen, die behaupten, mehr als 30 Dates zu benötigen – auffällig dabei ist, dass die Kriterien so gut wie nie genannt werden.


Die Bedeutung dieser Zahlen für dich persönlich

Obwohl im Internet viele abweichende Zahlen zu finden sind, liegen die bekanntesten Schätzungen zwischen „fünf und 25“ Dates liegen. Diese Werte wurden jedenfalls 2026 als relativ normal abgesehen. Die höheren Zahlen ergeben sich daraus, dass die Ansprüche einerseits immer höher werden, der Partnermarkt diese Ansprüche aber nicht erfüllen kann. Die geringeren Zahlen ergeben sich aus Erfahrung, sorgfältiger Selektion und etwas Toleranz. Ein Date pro Monat zu zelebrieren ist nicht sonderlich schwierig, während ein Date pro Woche auf Dauer zur Belastung wird. Ein Vorschlag wäre, bei einer einjährigen Laufzeit des Vertrags etwa alle 14 Tage ein Date einzuplanen – das ergibt maximal 24 Dates im Jahr. Soweit die „Zeitplanung“. Doch es gibt auch ökonomischere Wege. Bei ihnen ist eher die Frage, wie du weniger, aber dafür qualitativ bessere Dates bekommst.


Weniger ist oft mehr

Dazu habe ich eine ganz einfache Frage an dich:

Was ist einfacher – eine Auswahl aus fünf Möglichkeiten zu treffen oder eine Auswahl aus 50 Möglichkeiten?

Nun?

Ich hoffe, ihr habt „fünf mögliche Partner“ gewählt. Solltest du für „50“ votiert haben, dann bedenke bitte, wie hoch der Aufwand wäre, „den Einen“ oder „die Eine“ dabei herauszupicken.

Deshalb plädiere ich für eine kleine, aber gezielt ausgewählte Gruppe vom drei bis maximal acht Kandidaten oder Kandidatinnen, die du in bis zu drei Monaten locker treffen kannst. Übrigens ist es besser, sich schnell zu entscheiden, falls du glaubst, den „Richtigen“ oder „die Richtige“ schon beim zweiten oder dritten Date gefunden zu haben. Denn wenn der oder die anderen drei ganzen Monate warten soll, bis du „mit deiner Wahl durch“ bist, kann er oder sie sich längst anders orientiert haben.

Warum steigt die Anzahl der Dates bis zum Erfolg an?

Neuerdings wird berichtet, dass die Suchenden heute mehr „erste Dates“ benötigen als noch vor 20 Jahren. Der Hauptgrund dafür sind gestiegene Ansprüche an den Partner, aber auch völlig überzogene Vorstellungen von den eigenen Möglichkeiten. Zudem versuchen immer mehr Beziehungsanfänger, sich über die neuen Möglichkeiten problemlos einen Partner an Land zu ziehen. Es ist also immer günstig, die eigenen Möglichkeiten halbwegs realistisch einzuschätzen. Wenn du drei Mal bei einem Model oder eine Professorin abgeblitzt bist, dann ist vermutlich weder ein Model noch eine Professorin die richtige Wahl für dich. (Was umgekehrt natürlich auch gilt).

Nach so viel Informationen in diesem dritten Teil erkläre ich im Anhang noch, warum sich der Erfolg nicht „hochrechnen“ lässt und wo die „Stolpersteine“ liegen. Wer für sich selbst nach besseren Lösungen sucht, kann in einem weiteren Artikel Lösungen finden, der nicht zu dieser Artikelserie gehört.

Wenn du diese Artikelserie gemocht hast, sag es bitte weiter – wenn nicht, sag es dem Sehpferd-Team.
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