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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Frauen und Männer: Da ist der Wurm drin

Gen-X, Gen-Y, Gen-Z - wer ist nun wer?
Frauen und Männer: Da ist der Wurm drin - warum eigentlich? Versuchen wir es mal mit ein bisschen humorvoller, aber bitterer Wahrheit?

Habt ihr mal Dating-Sendungen gesehen? Da sitzen sie nun, die jungen Männer, von vornherein dazu verdammt, einige Stunden als Spielmaterial der weiblichen Eitelkeit zu dienen. Dabei kommt beiden zugute, dass sie aus irgendwelchen Gründen ohnehin kaum Chancen aufeinander haben. Zu viel Beziehungen, noch keine Beziehungen, zu viel Flausen im Kopf, aber zu wenig Grips oder Traute, sie zu verwirklichen. Mit Eisenketten gefesselt an die Grundmauern des Heimatorts aber voller Träume von fernen Ländern, die man wohl sehen will, aber niemals begreifen wird. Träume von übereinstimmenden „Musikrichtungen“, aber nicht vom Rest der Kultur. Fehlt nur noch der „Body“, zu dessen Erblühen man viel Geld und Schweiß verwendet. Die innere Lage belanglos, der Emotionsvorrat reguliert. Und natürlich das Handy, das soziale Netzwerk, der Aufbau von Dutzenden Parallelbeziehungen, die einen geringen Stellenwert haben.

Wir haben Werte – das sollte eigentlich reichen

Junge Männer taugen nichts – junge Frauen noch weniger. Das dümmliche „Gewertschätztwerden“ erweist sich als Kunstbegriff aus einer verlogenen Ethik. Wir müssen nicht „wertgeschätzt“ werden – wir sind etwas wert und werden deshalb geschätzt.

Dummheit aus sozialen Netzwerken beziehen?

Die sozialen Netzwerke verbreiten das dumme Gefasel über Beziehungen, und geschwätzige Nichtswisser(innen) tun sich damit hervor. Wer den verhüllenden Schleier herunterreißt, stellt ernüchtert fest, dass auf solche Weise keine Beziehungen entstehen. Das kann man auch so sehen:

Zu begreifen, dass Frauen keine kontrollierbare Putzhilfe mit Blowjob-Flatrate sind und man sie nicht als Preis bekommt, wenn man Bauchmuskeln hat – schwierig in den Schädel zu bekommen, vor allem wenn dir das Internet im Millisekundentakt komplett etwas anderes erzählt.


Lösungen durch die Vorgängergeneration?

Lösungen? Ach so, Lösungen. Nicht gerade die Stärke der „Gen Z“, wenn ich mich so umhöre. Und ob die Millennial-Frauen die Gen-Z-Männer retten könnten?

Da bin ich doch halbwegs verdutzt. Die Millennial-Frauen sollen den Gen-Z-Jungs beibringen, wie man sein Leben in Ordnung bringt?

Irgendwie habe ich den Verdacht, dass dabei beide nicht glücklich werden. Schaut mal, die „GEN-Y-Frauen (Millennials) sind ja zwischen 1980 und 1996 geboren, also so zwischen 30 und 46 Jahre alt.

Nein, nein … es macht nichts, wenn sich reifere Frauen mal um das Wohlbefinden der jungen Männer kümmern. Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass dies nicht viel ändert.

Zitat und weitere Informationen im Tagesanzeiger.

Die männliche Einsamkeitskrise - in Schweden

Wohin gehst du, Mann?
Schweden, das Musterland der Frauenemanzipation sorgt sich um die Männer – und diesmal geht es nicht um Frauenrechte, Prostitution oder ähnliche Themen, sondern um – Einsamkeit. Konkret haben die schwedischen Gesundheitshüter die „male loneliness epidemic“ entdeckt.

Diese Krise gilt als Folgeerscheinung des Covid-Ausbruchs, und sie wurde Anfang der 2020-er Jahren zuerst beschrieben. Außer der Epidemie wurde auch eine allgemeine soziale Vereinsamung in der westlichen Welt festgestellt.

Ob die Frauenemanzipation wirklich etwas mit einer „spezifisch männlichen Einsamkeitskrise“ zu tun hat, ist nicht belegt, allerdings heißt es dazu in der Presse:

Die betroffenen Männer leiden nicht nur selbst unter der Isolierung, sie werden auch zu einer Gefahr für die Gesellschaft, weil sie sich radikalisieren, Hass auf Frauen entwickeln und diesen dann im Internet äußern.

Brauchen Männer wirklich Nachhilfe?

Die Verantwortung dafür, dass die Männer allein bleiben, wurde dabei angeblich bei „Vätern oder rechten Influencern“ gefunden. Sie seien es, die veraltete Rollenbilder unterstützen würden. Aus eben diesen Gründen würden sie „toxisch und übergriffig“ auf Frauen wirken.

Kurz und gut: Männer brauchen angeblich Nachhilfe – und diese will nun ein Ratgeber vermitteln, der vom Schwedischen Verband für Sexualaufklärung im Auftrag der schwedischen Gesundheitsbehörde herausgegeben wurde.

Wirklich sinnvolle Dating-Ratschläge passen auf einen Bierdeckel

Spuren des Feminismus - Männer müssen sich ändern

Allerdings kommen all die Sprüche der Kategorie „Männer müssen sich ändern“ aus dem Bereich des extremen Feminismus. Können Ratgeber für Männer da wirklich nützlich sein? Und wie es mit den Frauen? Verhalten sie sich aus ihrer weiblichen Veranlagung heraus immer perfekt? Treten wenigsten sie bei Dates so auf, wie die Männer dies erwarten dürfen?

Vermutlich nicht. Modernes Dating (ein anderes gibt es kaum noch) ist kompliziert, und sowohl Frauen wie Männer sind selten darauf vorbereitet, was ein erstes Date bedeutet. Die wirklich sinnvollen Ratschläge passen auf einen Bierdeckel – aber es nützt nichts, dass sie dort stehen, wenn sie nichts auch in die Köpfe einwandern.

Und genau da liegt das Problem – nicht bei Frauen, nicht bei Männern, sondern bei all dem Unsinn, der in den Köpfen der Suchenden herumspukt.

Zitat: Elle.
Weitere Meinungen (ausführlich, englisch): Image Magazin

Auf den Kanzler kommt es an … leider

„Starker Kanzler – starkes Deutschland. Der Richtige zur richtigen Zeit.“

Ihr erinnert euch? Das war eine Wahlpropaganda aus uralten Zeiten, die man dem Herrn Merz aufgedrückt hat, der damit später Bundeskanzler wurde.

Inzwischen fallen die Zustimmungswerte für Herrn Merz rapide. Demoskopen stellten fest, dass nur noch 16 Prozent der Befragten mit seiner Arbeit zufrieden sind.

Doch es ist nicht nur eine Frage der Zufriedenheit. Mehr und mehr wird auch die Kompetenz infrage gestellt, vor allem bei der Kommunikation des Kanzlers: Gerade mal 14 Prozent der Befragten sagten kürzlich, dass Merz „überzeugend kommuniziert“.

Das hat – mit anderen Worten und unter erheblicher Presseschelte – auch schon sein Vorgänger über ihn gesagt:

Fritze Merz erzählt gern Tünkram. (1)

Eigentlich ist es nicht die Zeit für Scherze. Denn die Frage ist nun, wie Herr Merz aus dem Keller wieder herauskommen will, in den er nun geraten ist.

Er selbst schweigt dazu, sieht dies offensichtlich anders, rechtfertigt sich gerne. Gerade die Rechtfertigungen aber sind es, die bei den Bürgern überhaupt nicht „ankommen“ - und in seiner Partei offenbar auch nicht.

(1) Gemeint war „Tüdelkram“, niederdeutsch für „Lappalien“.

Vom ganz gewöhnlichen Gespräch zur intimen Begegnung

Klassische Verführung
Dies ist kein Wegweiser, sondern eine Sammlung von modernen Auffassungen über „gegenseitige Verführungen“.

Persönliche Gespräche schaffen Kontakte – egal, welchen „Anspruch“ du hast. Nun kannst du natürlich sagen: Warum ausgerechnet das „gewöhnliche Gespräch“? Gibt es nicht Hunderte von Ratschlägen, was Männer „tun“ oder „sagen“ müssen, wenn sie eine Frau, „herumkriegen“ wollen?

Klare Ansage: „Herumkriegen“ ist ein Unwort. Es stammt aus Zeiten, in denen Männer ihre Machtposition ausnutzen, um Frauen einzuschüchtern.

Frauen und Frauen, Männer und Frauen

Fragen wir doch mal etwa anders: Was machen Frauen, um andere Frauen in ihre Intimsphäre zu locken?

Eine Bekannte, die beide Seiten kennt, hat es mit einmal ausführlich erklärt. Am Ende ging alles auf einen Bierdeckel: Small Talk – Vertrauen aufbauen, Wünsche wecken oder vertiefen – und ab auf die Couch, um einander diese Wünsche zu erfüllen.

Methoden der Kommunikation – im Groben

Klar, das geht nicht immer – und wenn ein Mann eine Frau sucht, ist das alles ein bisschen komplizierter. Aber was ich davon mitgenommen habe, ist dies: Small Talk ist wichtig, um zu erfahren, was die andere Person besonders bewegt. Man geht dazu heute gerne zum „einfühlsamen Zuhören“ über. Im Grunde handelt es sich aber um ein Verfahren, um eine Person mithilfe ihrer eigenen Worte zu lenken: Aktives Zuhören. Die meisten Menschen, die es beherrschen, nutzen es zum Wohl der anderen Person.

Falls wenigstens eine Person an einer intimen Beziehung interessiert ist, wird sie die Methode jedoch auch nutzen, um etwas über die Wünsche, Defizite und Begierden der anderen Person zu erfahren. Daraus kann unter günstigen Bedingungen die „gegenseitige Verführung“ entstehen.

Vom guten Gespräch bis zur gegenseitigen Verführung

Zuvor will ich die Definition von „Verführungen“ in ein neues Licht rücken. Das Wort wurde von zahllosen Autorinnen und Autoren in die Schmuddelecke verbannt. Der Grund ist einfach: „Führung“ ist nach Ansicht der Moralisten gut, weil die Ziele „lauter“ sind, also „reinen Gedanken“ entsprechen. Verführung ist hingegen, was die bösen Wölfe im Märchen im Sinn haben: „Schnell die Befriedigung der Gelüste zu erreichen – und zwar zum Schaden anderer“.

Dabei wird ein Machtgefälle angenommen: Verführer(innen) sind stark, aktiv, „verschlagen“ (unehrlich), schlau und egozentrisch. Verführte hingegen sind schwach, passiv, naiv, gutgläubig und altruistisch.

Das mag in der Vergangenheit durchaus so gewesen sein. Doch seit selbstbewusste und emanzipierte Menschen aufeinandertreffen, gilt eher das, was ich hier beschreibe:

Verführungen sind heute oft wechselseitige Prozesse, bei dem zunächst nicht deutlich wird, was beide Personen voneinander wollen. Im Verlauf des Gesprächs versuchen nun beide, herauszufinden, inwieweit sie sich auf die andere Person jetzt und hier einlassen wollen. Letztlich überprüft jede Person ihre Begierden und Hürden, wobei Überraschungen durchaus möglich sind.

Das Fazit

Gewöhnlicher Small Talk ist eine Möglichkeit, Gespräche in jede beliebige Richtung auszuweiten, solange beide sich dabei wohlfühlen. Der Small Talk führt immer dann zu einem gewissen Erfolg, wenn gemeinsame Interessen entdeckt werden. Dann kann er zu Freundschaften führen und manchmal auch zu Beziehungen. Sollten dabei gemeinsame intime Wünsche entdeckt werden, dann bleibt noch zu klären, ob sie auch miteinander ausgeführt werden können. Die „Schmetterlinge im Bauch“ werden dabei als Sinnbild für sexuelle Begierde genutzt.

Ebenfalls zum Thema: Small Talk bei realfeelings.

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Bild: Buchillustration, anonym.

Du suchst ein „passendes“ Kommunikationsseminar?

Wenn du ein Internet-Enthusiast bist, dann wirst du vielleicht nach Empfehlungen suchen oder „Bestenlisten“ befragen. Tatsächlich existieren solche Listen, aber sie sind nicht wirklich aussagefähig.

Ich will versuchen, in 10 Punkten etwas Licht in das Dunkel zu bringen:

1. Am neutralsten sind Methoden, die „Grundlagen der Kommunikation“ vermitteln. Die meisten von ihnen arbeiten mit einfachen, universell verwendbaren Modellen. Typisch für solche Seminare ist, dass sie sich nicht ausdrücklich auf ein Verfahren oder einen Begründer berufen.
2. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird oft der Name „Schulz von Thun“ genannt - dem Schöpfer des Vier-Ohren-Modells und des Kommunikationsquadrats. Sein Modell ist ebenso vielseitig wie praxisnah und kann auf die Bedürfnisse vieler Zielgruppen angepasst werden.
3. Wenn sich ein Anbieter auf Paul Watzlawick beruft, sollte er stets erläutern, was sein Konzept noch beinhaltet – außer den „Axiomen“ von Watzlawick. Denn das, was im „Menschliche Kommunikation“ theoretisch ausgezeichnet begründet wurde, muss erst in die Schulungspraxis umgeformt werden.
4. Einige Seminare sind auf ganz bestimmte Berufsgruppen zugeschnitten. Das ist mit vielen Methoden möglich, wenn sie entsprechend angepasst werden. So kann ein Seminar für Verkäufer den gleichen Wurzeln entspringen wie ein Seminar für Personalchefs.
5. In Deutschland sind Seminare zur Konfliktbewältigung sehr beliebt. Sie sind für Personen geeignet, die beruflich oder privat häufig in Konflikte eingebunden sind und diese gern lösen würden.
6. Wenn deine örtliche Volkshochschule einen Kommunikationskurs anbietet, ist dieser häufig einfacher gestaltet als kommerzielle Seminare. Die meisten dieser Kurse eignen sich jedoch hervorragend als „Einstieg“.
7. Vorsicht ist immer dann geboten, wenn ein Kommunikationslehrgang marktschreierisch angeboten wird oder wenn er mit großen Versprechungen verbunden wird.
8. Machen Verfahren beruhen auf einem Menschenbild, das inzwischen als „unvollständig“ angesehen wird oder auf Annahmen aufbaut, die inzwischen als „nicht mehr begründet“ angesehen werden.
9. Änderungen beim menschlichen kommunizieren können Verhaltensänderungen bewirken. Wer dies will, benötigt mehr als einen Kommunikationskurs – nämlich einen Plan für diese Veränderungen.
10. Immer mehr Menschen lassen sich unter dem Einfluss von maschineller Kommunikation (KI) dazu verleiten, auf verbale Verführungen hereinzufallen. Noch ist nicht bekannt, wer Seminare zum Schutz gegen solche Übergriffe anbietet.

Wer sich „nur informieren“ will, dem empfehle ich außer meinem Blog „Realfeelingspro“ vor allem die Online-Darstellung verschiedener Methoden durch die Universität Gießen oder das Büchlein MiniMax-Interventionen, Verlag Carl-Auer, Heidelberg, in dem du einfache Alltags-Tipps findest.

Wenn du eine Übersicht über verschiedenartige Angebote suchst, wirst du bei Semigator fündig.