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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Die männliche Einsamkeitskrise - in Schweden

Wohin gehst du, Mann?
Schweden, das Musterland der Frauenemanzipation sorgt sich um die Männer – und diesmal geht es nicht um Frauenrechte, Prostitution oder ähnliche Themen, sondern um – Einsamkeit. Konkret haben die schwedischen Gesundheitshüter die „male loneliness epidemic“ entdeckt.

Diese Krise gilt als Folgeerscheinung des Covid-Ausbruchs, und sie wurde Anfang der 2020-er Jahren zuerst beschrieben. Außer der Epidemie wurde auch eine allgemeine soziale Vereinsamung in der westlichen Welt festgestellt.

Ob die Frauenemanzipation wirklich etwas mit einer „spezifisch männlichen Einsamkeitskrise“ zu tun hat, ist nicht belegt, allerdings heißt es dazu in der Presse:

Die betroffenen Männer leiden nicht nur selbst unter der Isolierung, sie werden auch zu einer Gefahr für die Gesellschaft, weil sie sich radikalisieren, Hass auf Frauen entwickeln und diesen dann im Internet äußern.

Brauchen Männer wirklich Nachhilfe?

Die Verantwortung dafür, dass die Männer allein bleiben, wurde dabei angeblich bei „Vätern oder rechten Influencern“ gefunden. Sie seien es, die veraltete Rollenbilder unterstützen würden. Aus eben diesen Gründen würden sie „toxisch und übergriffig“ auf Frauen wirken.

Kurz und gut: Männer brauchen angeblich Nachhilfe – und diese will nun ein Ratgeber vermitteln, der vom Schwedischen Verband für Sexualaufklärung im Auftrag der schwedischen Gesundheitsbehörde herausgegeben wurde.

Wirklich sinnvolle Dating-Ratschläge passen auf einen Bierdeckel

Spuren des Feminismus - Männer müssen sich ändern

Allerdings kommen all die Sprüche der Kategorie „Männer müssen sich ändern“ aus dem Bereich des extremen Feminismus. Können Ratgeber für Männer da wirklich nützlich sein? Und wie es mit den Frauen? Verhalten sie sich aus ihrer weiblichen Veranlagung heraus immer perfekt? Treten wenigsten sie bei Dates so auf, wie die Männer dies erwarten dürfen?

Vermutlich nicht. Modernes Dating (ein anderes gibt es kaum noch) ist kompliziert, und sowohl Frauen wie Männer sind selten darauf vorbereitet, was ein erstes Date bedeutet. Die wirklich sinnvollen Ratschläge passen auf einen Bierdeckel – aber es nützt nichts, dass sie dort stehen, wenn sie nichts auch in die Köpfe einwandern.

Und genau da liegt das Problem – nicht bei Frauen, nicht bei Männern, sondern bei all dem Unsinn, der in den Köpfen der Suchenden herumspukt.

Zitat: Elle.
Weitere Meinungen (ausführlich, englisch): Image Magazin

Influencer

Influencer sind Leute, die unter dem Vorwand der Information oder wohlwollenden Empfehlung fremde Waren oder Dienstleistungen anbieten, weil sie für die daraus resultierenden Verkäufe eine Provision beziehen. Günstigstenfalls könnte man sie als „Propagandisten“ bezeichnen. Das ist ohne Zweifel eine Tätigkeit, aber eigentlich kein Beruf.

Schon merkwürdig, dass „Influencer“ angeblich ein Beruf ist. Es mag ja sein, dass ein Hausierer, Sekten-Missionar oder Jahrmarktsschreier ebenfalls zu den Berufen zählt. Was mich an den Witzbold erinnert, der neulich schrieb, ein „Influencer“ sei so etwas wie eine Mischung aus „Hausierer und Zeuge Jehovas“.

Heute las ich, es sei doch ein Beruf, weil „zahlreiche Qualifikationen“ erforderlich sind. Und da dachte ich natürlich an manche Berufe, für die es ebenfalls keine Ausbildung gibt, für die aber „zahlreiche Qualifikationen“ erforderlich sind. Nein, ich mag die Berufe hier nicht auflisten, und nenne nach Ringelnatz’scher Manier nur die „Abortfrau“.

Wisst ihr, eigentlich interessiert mich nicht, was „Influencer“ tun. Es gibt diejenigen, die „ordentlich Kohle“ machen wollen - das können einige von ihnen zweifellos. Und es gibt jene, von denen Gefahren ausgehen: Nämlich diejenigen, die in sogenannten „Sozialen Medien“ Scheißstürme (Shitstorms) entfachen, weil sie gerade mal das Fell juckt. Und mehr noch natürlich alle, die Staat und Gesellschaft spalten wollen - sei es im Sinne ihrer Ideologien oder im Auftrag einer fremden Macht.