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Kleine Weisheit über das Selbst

Diese Zeilen las ich auf der Webseite einer Dame, die keinen Zweifel daran lässt, gelegentlich Zweifel zu haben.

Selbst wenn ich mich falsch entscheide im wirklichen Leben, was soll’s? Am Ende war es meine Entscheidung. Es ist wichtig und bedeutsam, ich selbst zu sein und dieses Selbst ganz und gar zu besitzen - in einer Welt voller Lügner schenkt mir mein Selbst die meiste Anerkennung.


Ich würde es unterschreiben. Und ich hoffe, dass es viele Menschen unterschreiben würden, vor allem diejenigen, die sagen: „Wen ich mich falsch entscheide, tragen die anderen die Schuld.“

Das heißt nicht, dass ich auf eure Anerkennung ganz verzichten möchte.

Hinweis: ich habe Gründe, zur Urheberin des gekürzten Zitats nicht zu verlinken.

Müssen wir in Zukunft auf Zitate verzichten?

Namhafte Lobbyisten, so erfahre ich im Spiegel Online, hätten im EU-Parlament dafür gesorgt, dass voraussichtlich ein neues „Leistungsschutzrecht“ etabliert wird.

Demnach soll es Online-Medien nicht mehr möglich sein, „Ausschnitte von Pressetexten“ zu veröffentlichen.

Schon jetzt haben die „üblichen Verdächtigen“, allesamt mächtige Medienkonzerne, einen Teil ihre Artikel mit Werbung verdeckt, unkenntlich gemacht oder das Lesen in anderer Weise verunmöglicht. Dadurch ist – zumindest nach meiner Auffassung – die Presse- und Informationsfreiheit in Europa nicht mehr in vollem Umfang gewährleistet.

Die einzige Lösung: Nicht mehr aus den Medien zu zitieren und damit die ohnehin übermächtigen Meinungsmacher aus den bekannten Medienhäusern zu ignorieren. Es wäre doch dumm von den freien Journalisten und Blog-Betreibern, wenn sie auch noch Werbung für diejenigen machen würden, denen es nur noch ums Geld geht.

Und damit das ganz klar ist: Ich bin weder gegen das Urheberrecht noch dagegen, das geistige Eigentum zu schützen. Ich bin nur dagegen, dass die Mächtigen der Branche immer mächtiger werden und Meinungsmonopole aufbauen, die den „kleinen“ schaden und sie letztendlich von der Informationsfreiheit abhängen.

Zusätzlich noch ein Hinweis: Wenn ich lese, wie viele Presserzeugnisse Satz für Satz aus britischen Zeitungen abschreiben, um sie übersetzt und leicht umgeschrieben wieder in ihre eigenen Zeitungen zu übernehmen, dann frage ich mich, wie sie es selbst mit dem Urheberrecht halten.