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Glaube, Aberglaube und Heilslehren

Schräges Motto - aber du kannst damit leben, wenn du willst
Ich habe nichts dagegen, wenn der Glaube hilft, der Aberglaube hilft oder die Esoterik hilft. Alle drei haben eine gemeinsame Wurzel: Man glaubt an etwas, das nicht beweisbar ist. Manche werden dadurch stark, andere scheitern daran. Soweit der Glaube betroffen ist, gebe ich „Carte Blanche“ – muss schließlich jeder selber wissen, ob er die Unbefleckte Empfängnis für möglich hält oder nicht. Und – ja, auch die anderen sollen ihren Spaß haben. Solange sie niemandem schaden und niemanden ausbeuten.

Heilslehren - wirklich ungefährlich?

Doch ich sehe immer mehr Menschen, die sich an Heilslehren klammern: Globuli, Astrologie, Wahrsagerei, sogar Kaffee-Einläufe (1). Weltanschauliche, eingängige Parolen habe ich da noch gar nicht berücksichtigt. Sie funktionieren so: Die Welt wird besser, wenn endlich die „xxx“ verschwinden und die „yyy“ siegen. Ihr könnt bei „xxx“ einsetzen, was ihr wollt, solange bei „yyy“ das Gegenteil steht.

Erfolgsmodelle der Persönlichkeit - Methoden ohne Garantie

Wer ganz modern ist, propagiert allumfassende Modelle, um zu Partnern, Erfolgen, Geld und Glück zu kommen. Das alles ist möglich, wenn man sich vor den Spiegel stellt und weiß, wer man ist, und was man erreichen will. Aber das ist gar nicht gemeint. Denn die Gurus wollen euch etwas verkaufen: Mal ein Buch, mal eine CD/DVD, mal einen Kurs. Täglich fällt irgendjemand auf dieses Brimborium herein.

Es ist nicht verboten, mit so etwas zu werben – nur ist der Erfolg nicht einklagbar. Wenn’s schief geht, liegt es an euch – geht es gut, liegt es am Buch, der CD/DVD oder dem Kursus nebst der Weisheit des betreffenden Gurus.

Über Globuli auch: Wikipedia.
(1) Das Internet ist voll von angeblichen Erfolgen dieser Methode - das liegt vor allem an der Programmierung der Suchmaschinen. Mein Vorschlag: hier lesen.

Kardinalfehler

Die Verhütungsmentalität, so der spanische Kardinal Sarah, habe „eine Trennung zwischen der Frau und ihrem Körper möglich gemacht.“

Dieser Robert Kardinal Sarah, ist Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung. Und mich würde – wirklich – interessieren, wie das gehen soll: die Frau von ihrem Körper zu trennen.

Ich will die katholische Kirche nicht ständig verhöhnen – aber ein Kardinal ist ein Mann, der seinen Körper nicht restlos kennen darf, wenn er seinem Glauben folgt. Es ist eine Unverschämtheit gegenüber Frauen, wenn er nun auch noch behauptet, er wisse, wie sich „eine Frau von ihrem Körper trennt“.

Lieber Herr Kardinal, könnten Sie nicht besser über etwas reden, wovon Sie etwas verstehen? Das wäre wirklich hilfreich.