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Manipulative und kühl kalkulierende Frauen - ein "falsches" Frauenbild?

Diese Frauenbilder werden vielen nicht gefallen: Die Eine hat Wissen und Können, schenkt guten Sex und ist dennoch so gut wie emotionslos. Die Andere baut ihr Leben auf Lug und Trug auf und manipuliert dabei Männer nach Gutdünken, wobei selbstverständlich auch Sex zum Repertoire gehört.

Die Rede ist vom Tatort „Zurück ins Licht“ am Sonntag. Die eine Frau, kühl, pragmatisch und dennoch diffus, ist Profilerin, die andere durch und durch manipulativ und von Grund auf neurotisch, ist Motivationstrainerin und in der Pharma-Branche tätig. Beide Frauentypen gibt es, aber offenbar darf es sie nicht geben. Das weiß wiederum die FAZ: „Die Frauenfiguren sind derart klischeehaft, dass es kaum auszuhalten ist

Und so ist es auch ein weiblicher Kritiker, denen die Chose nicht gefällt. Carolin Gasteiger mault in der „Süddeutschen“:

Aus "Zurück ins Licht" hätte viel werden können. Ein gesellschaftskritisches Stück über zu hohe Anforderungen in der viel gescholtenen Leistungsgesellschaft. Was passiert, wenn das Bedürfnis nach Anerkennung krankhaft wird? Was, wenn man auf der Suche nach Liebe verzweifelt?

Ja, das wäre mal süße Themen für Frauen geworden, nicht wahr? Und hübsch kombiniert mit der populären Kritik an Kapitalismus und Leistungsgesellschaft. Frauen als Opfer des Systems … all diese Behauptungen, die eher zum Abgähnen anregen.

Eigentlich geht es um etwas ganz anderes. Und das sah der SPIEGEL kristallklar, indem er schrieb:

Hier geht es um die Frage, wie weit wir es mit unserer Selbstoptimierung treiben können. Ein lustvoll überreizter Karrieretrip in die schwindelnden Höhen der Selbst- und Fremdmanipulation, der die Frage aufwirft, ob Frauen die besseren Karrieristen sind.

Es war offenkundig, dass es um dieses Thema ging und um kein anderes. Wer die Männer und Frauen kennt, die auf Bühnen herumhampeln, um die Motivation von Managern und Außendienstlern zum Kochen zu bringen, weiß, wovon ich rede. Der Rest der Kritiker(innen) hätte sich ja mal besser informieren können.

Bleibt die Frage: Gibt es die Frauen, und wie verhalten sie sich wirklich? Ja, sie gibt es. Sie lernen schon als junge Erwachsene, dass geschickte Lügen, Winkelzüge, Hinterlist und manipulativer Sex mit mächtigen Frauen und Männern manche Wünsche erfüllen können. Und zwar schneller als der harte Weg, sich langsam auf der Karriereleiter hoch zu hangeln. Ein Teil von ihnen verliert Maß und Ziel und stürzt dabei ab. Diejenigen, die sich selbst bezähmen können oder aber einfach cleverer sind, erreichen aber durchaus ihre Zeile – sehr zum Leidwesen anderer Frauen übrigens, die mit Neid und Missgunst reagieren. Allerdings sind diese Frauen nicht so extrem wie die „Frau im roten Mantel.“

Kommen wir noch schnell auf den anderen Typ Frau: die Profilerin. Sie wird vorschnell mit dem „Asperger-Syndrom“ in Verbindung gebracht. Doch sie ist kaum mehr als jener Typ Frau, der mathematisch-technisch denkt und dennoch verschiedene Persönlichkeiten beinhaltet. Man findet ihn sicher selten, aber in der IT-Branche haben viele Frauen, die nicht in der Öffentlichkeit, sondern in den Hamsterrädern der Programmier-und Systemfreaks arbeiten, ähnliche Eigenschaften.

Der Kriminalfall? Eigentlich morden Frauen nicht, wenn man ihre Vergangenheit aufrollt und bloßstellt – sie haben andere Methoden. Aber es ging ja um einen Krimi, und da gehört nun mal eine Mörderin dazu.

Warum eigentlich Frauen?

Warum wollen Sie eigentlich Frauen in der Politik?

Niemand verwehrt einer Frau, sich für ein Amt, ein Mandat oder eine Aufgabe in der Wirtschaft zu bewerben. Langfristig betrachtet – und dafür gibt es genügend Beispiele – sind Frauen in Führungspositionen so umstritten wie Männer.

Warum also sollte Hillary Clinton die bessere Präsidentin gewesen sein? Mir geht die Frage nicht aus dem Kopf, warum so viele Menschen glauben, Frauen seien in Führungspositionen so viel bessere Kanidaten als Männer. Haben sie es jemals bewiesen? Nein. Aber es gibt auch keinen Gegenbeweis. In Deutschland versucht Angela Merkel weiterhin, eine Variante von Kohls „Aussitzpolitik“ zu verkaufen, was ihr immer mehr zum Verhängnis wird. Gibt es überhaupt ein „feminines Verhältnis zur Macht“, das sich vom allgemeinen Umgang mit der Macht unterscheidet?

Ach, Gutmenschen, Quotenfrauen, Feministinnen und Möchtegern-Machthaberinnen: Verschont uns doch bitte mit der Behauptung, Frauen seien die besseren Präsidenten, Kanzler, Ministerpräsidenten, Minister oder Manager.

Ich wäre euch dankbar, wirklich.

Und im Bett sollst du ein Affe sein

Sensibel, lustig oder affenstark?

Wie der Geliebte sein soll:

Du sollst sein
Ob dem Tisch ein Adler
Auf dem Feld ein Bär (1)
Auf der Gassen ein Pfau
In der Kirchen ein Lamm
In dem Bett ein Aff.


Aus dem Liederbuch der Clara Hätzlerin, zitiert von Eduard Fuchs.

Oder im Original:

No‹ta›: du solt sein
Ob dem tisch ain Adler,
Vf dem veld ain leo,
Vf der gassen ain pfaw,
In der kirchen ain lamb,
In dem pett ain Aff!


(Aus dem Original Liederbuch)

(1) Eigentlich wohl ein Löwe.



Wie wird am Heiratsmarkt entschieden?

Warum guckt uns kein Schwein an?
Am Heiratsmarkt wird zunächst nach Angebot und Nachfrage, dann nach ökonomischen Bedingungen und schließlich nach weiteren Gesichtspunkten entschieden, wobei die aufkommende Liebe eine entscheidende Rolle spielen kann.

Wenn Ihnen diese Worte nicht „in den Kram passen“ - bitte schön. Niemand wird gezwungen, zu heiraten.

Warum junge Frauen knapp sind und sich "teuer verkaufen" können

Schöne, wirtschaftlich „ordentlich“ gestellte junge Frauen mit einer passablen Persönlichkeit zwischen 25 und 34 sind besonders begehrt. Das heißt, dass alle Männer zwischen 18 und (sagen wir einmal) 68 versuchen, auf sie zuzugreifen. Dadurch entsteht ein Nachfragedruck: Die Frauen haben im Prinzip die freie Auswahl und können sich „so teuer verkaufen“, wie sie mögen.

Die Heiratschancen sinken bei Frauen ab 35 - mit jedem Jahr

Frauen zwischen 35 und 40 gelten m Heiratsmarkt als problematisch, solche über 40 sogar als als schwer „an den Mann zu bringen“. Mit jedem Jahr wird der Angebotsdruck größer: Ein Überangebot an Frauen dieser Altersstufen trifft auf eine vergleichsweise geringe Nachfrage.

Akademikerinnen leiden unter den eigenen Ansprüchen

Akademikerinnen sind im Prinzip nicht weniger „marktgerecht“ als durchschnittliche gebildete Frauen, sie haben aber andere „Ansprüche“ an Ehen. Vor allem diese Anspruchshaltung verhindert eine offene, eher pragmatische Vorgehensweise. Es ist auch eine Einstellungsfrage: Wer sich sagt: "Gut ist, was mir gut tut", ist im Vorteil.

Schlechte Zukunftsaussichten - schlechte Chancen

Frauen und Männer, die keine ausreichenden Zukunftschancen haben und bei denen deshalb keine wirtschaftlichen Grundlagen erkennbar sind, haben am Heiratsmarkt wenig Chancen. Das ist ganz selbstverständlich, denn die Ehe ist ein Vertrag. Normalerweise gehen Paare davon aus, dass beide Teile für den Unterhalt des Partners oder der Familie sorgen könnten. Ist absehbar, dass ein Teil kaum Einkünfte und auch kaum verwertbare Ressourcen für das emotionale Wohlbefinden hat, sind die Heiratschancen schlecht. Allerdings gib es Paare, die bewusst solche Risiken eingehen, etwa in der Ehe einer Beamtin mit einem Künstler. Dabei trifft ein sehr sicheres Einkommen auf ein zwar realisierbares, aber unsicheres Einkommen. Umgekehrt geht es natürlich auch – schließlich galt jahrzehntelang die Norm in deutschen Familien, dass der Mann überwiegend für das Einkommen verantwortlich war.

Warum ich dies schreibe?

Die Ehechancen beruhen zum größtenteils auf Fakten, die Chancen für Liebe, Lust und Leidenschaft (auch für Sex) können parallel gehen, müssen es aber nicht, weil Fakten dabei keine so große Rolle spielen. Dies zu wissen, heißt im Zweifel die besseren Entscheidungen zu treffen.

Es steht Ihnen frei, auch mit Illusionen zu leben.

Gebhard Roese schreibt Tacheles - unbequeme Wahrheiten, die oft angefeindet werden. Lieben oder kritisieren Sie ihn - aber bleiben Sie nicht gleichgültig.

Frauen kaufen Frauen – und Männer

Bedürfnisse lassen sich nicht einfach verdrängen

Unser Frauenbild hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zwar verändert, doch sieht die Gesellschaftsordnung Frauen inzwischen so, wie ein Betrunkener die Realität sieht: mehrfach.

Einmal sehen wir Frauen durch die Brille der Emanzipation: Sie herrschen, verdienen ganz ausgezeichnet und können sich ein eigenständiges Leben leisten. Dann sehen wir sie als arme, verhuschte, gefährdete Mäuschen, die wir mit Schwert und Schild beschützen müssen. Aber niemand sieht sie in einer völlig neuen Rolle: In der Frau, die keine Zeit hat, aber überbordende Gefühle. Und sie kann das tun, was sie besser allen gegenüber verschweigt: Sich Lust und Sex zu kaufen.

Zehn häufig gehörte Argumente gegen "Frauen kaufen Sex"

Fragt man die Menschen, die immer noch das Bild der „anständigen Frau“ der 1950er Jahre, nur eben als heutige Managerin im Kopf haben, dann ergibt sich diese Argumentation:

1. Frauen würden niemals Sex kaufen, weil sie Sexarbeit verabscheuen.
2. Frauen brauchen romantische Gefühle, bevor sie Sex schenken oder annehmen können.
3. Frauen geben für „derartige Dinge“ klein Geld aus, weil es ihnen befremdlich erscheint.
4. Frauen würden sich in Grund und Boden schämen, wenn sie sich auch nur in die Situation begeben würden.
5. Frauen sind niemals so „bedürftig“, dass sie auch nur daran denken würden, Sex zu kaufen.
6. Frauen können doch immer Sex haben – warum sollten sie dafür bezahlen?
7. Die Nähe von Freundinnen reicht völlig – Sex ist eigentlich überflüssig.
8. Frauen können ihre Lüste gar nicht „gegen Geld“ befriedigen, weil es keine Bordelle für Frauen gibt.
9. Der Status der erfolgreichen Frauen lässt sich nicht mit bezahlten Liebhabern vereinbaren.
10. Die Behauptung, Frauen würden Lust und Sex kaufen, hat eine reine Alibifunktion für Männer, die in den Puff gehen.

All diese Behauptungen werden aufgestellt, so, als sei es das Selbstverständlichste der Welt für die moderne Single-Frau, tags emsig und nachts mit sich selbst zufrieden zu sein.

Und wie ist es wirklich?

Lassen Sie sich dies besser von einer Frau erzählen, die weiß, dass Frauen sich Sex bei Frauen erkaufen. Selbstverständlich gibt es auch Frauen, die sich Männer als „Spielzeug“ halten und sie dafür bezahlen. Und ja, Sie haben recht, wenn sie sagen: Es gibt viel weniger Frauen als Männer, die für Sex bezahlen. Aber – diejenigen, die es tun, gehören nichts selten zu den Eliten.

Und nun dürfen Sie über den Artikel schimpfen. Oder über den verlinkten. Oder über alle und alles.

Bild: Historsicher Auszug aus "La Vie Parsienne", Juni 1918, Teilansicht.