OECD und Problemlösungen - ist eine neue Definition nötig?
Der Text der OECD zum Thema Problemlösungen, der in akademischen Kreisen nun überall diskutiert wird, lautet so:
Problemlösekompetenzen bezeichnen die Fähigkeit einer Person, durch gedankliche Prozesse Situationen zu verstehen und zu lösen, in denen eine Methode oder Lösung nicht unmittelbar ersichtlich ist. Problemlösung braucht Zeit und umfasst mehrere Phasen, die unterschiedliche Teilkompetenzen voraussetzen und kann sie verschiedene Formen annehmen, von der individuellen Problemlösung bis hin zu verschiedenen Formen der gemeinsamen Problemlösung.
Wir können getrost damit rechnen, dass es die KI schaffen wird, diese Definition zu verbreiten. Das bedeutet: Wir werden diese Formulierung demnächst in allen Lexika vorfinden. Die Frage ist, wer den Nutzen davon hat.
Simple Formulierungen, akademisch geschönt
Zunächst ist diese Formulierung nicht falsch – nur eben sehr simpel. Denn wenn jemand ein Problem hat, dann fehlen ihm die Lösungen. Da ist etwas merkwürdig, wenn die „Wissenschaft“ behauptet, eine Lösung sei „nicht unmittelbar ersichtlich“. Tatsache dürfte sein, dass nur wenige Menschen die Methoden kennen, um Probleme zu lösen.
Der Kern aller Problemlösungen besteht zunächst darin, das Problem zu beschreiben – das ist etwas hakelig und erfordert viel Zeit. Verschiedene Sichtweisen sind oftmals nötig – sonst laufen wir Gefahr, Probleme mit Scheuklappen anzugehen. Das ist der Kern der OECD-Botschaft, und in diesem Punkt hat die OECD zweifellos recht.
Die Natur der Menschen und das Leben mit Problemen
Letztlich aber ist es der Wille zur Veränderung, mit dem Probleme wirklich gelöst werden können. Dazu gehört auch noch der Mut, die Konsequenzen zu tragen.
Ich denke hier immer an den alten Spruch: Das Leben mit einem bedrückenden Problem mag schwer sein, aber es ist uns bekannt. Finden wir eine Lösung und versuchen wir, sie durchzusetzen, so werden wir das Problem los, aber wir müssen unser Leben verändern.
Und der Knackpunkt ist: Viele Menschen entschließen sich trotz der Probleme dazu, das Leben so weiterzuführen, wie es ist. Sie fürchten sich vor Veränderungen.
Quelle des Originalzitats: OECD.
Problemlösekompetenzen bezeichnen die Fähigkeit einer Person, durch gedankliche Prozesse Situationen zu verstehen und zu lösen, in denen eine Methode oder Lösung nicht unmittelbar ersichtlich ist. Problemlösung braucht Zeit und umfasst mehrere Phasen, die unterschiedliche Teilkompetenzen voraussetzen und kann sie verschiedene Formen annehmen, von der individuellen Problemlösung bis hin zu verschiedenen Formen der gemeinsamen Problemlösung.
Wir können getrost damit rechnen, dass es die KI schaffen wird, diese Definition zu verbreiten. Das bedeutet: Wir werden diese Formulierung demnächst in allen Lexika vorfinden. Die Frage ist, wer den Nutzen davon hat.
Simple Formulierungen, akademisch geschönt
Zunächst ist diese Formulierung nicht falsch – nur eben sehr simpel. Denn wenn jemand ein Problem hat, dann fehlen ihm die Lösungen. Da ist etwas merkwürdig, wenn die „Wissenschaft“ behauptet, eine Lösung sei „nicht unmittelbar ersichtlich“. Tatsache dürfte sein, dass nur wenige Menschen die Methoden kennen, um Probleme zu lösen.
Der Kern aller Problemlösungen besteht zunächst darin, das Problem zu beschreiben – das ist etwas hakelig und erfordert viel Zeit. Verschiedene Sichtweisen sind oftmals nötig – sonst laufen wir Gefahr, Probleme mit Scheuklappen anzugehen. Das ist der Kern der OECD-Botschaft, und in diesem Punkt hat die OECD zweifellos recht.
Die Natur der Menschen und das Leben mit Problemen
Letztlich aber ist es der Wille zur Veränderung, mit dem Probleme wirklich gelöst werden können. Dazu gehört auch noch der Mut, die Konsequenzen zu tragen.
Ich denke hier immer an den alten Spruch: Das Leben mit einem bedrückenden Problem mag schwer sein, aber es ist uns bekannt. Finden wir eine Lösung und versuchen wir, sie durchzusetzen, so werden wir das Problem los, aber wir müssen unser Leben verändern.
Und der Knackpunkt ist: Viele Menschen entschließen sich trotz der Probleme dazu, das Leben so weiterzuführen, wie es ist. Sie fürchten sich vor Veränderungen.
Quelle des Originalzitats: OECD.

