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Warum ich nicht mit jedem und jeder zusammenarbeite

Zum vorausgegangenen Artikel über „kostenloses Schreiben“ weiß ich noch eine Anekdote. Als ich noch auf FACEBOOK war (ja, wirklich, da war ich mal) habe ich angeboten, etwas kostenlos zu schreiben, vorausgesetzt, dass die Seite nicht ausschließlich kommerziellen Zwecken dient.

Sofort erhielt ich einen „Auftrag“ (also nicht etwa eine Bitte) mir ein Blog anzusehen und dort etwas zu schreiben.

Die Seite war durch und durch reißerisch aufgemacht und nicht als kommerziell.

Als ich mich daraufhin weigerte, wurde ich scharf angegriffen.

Auf der andere Seite habe ich einmal einen Fotografen über XING gesucht, dem ich ausdrücklich kein Honorar in Aussicht gestellt habe, wenn er mir die Erlaubnis erteilt, ein oder zwei Bilder für einen Artikel über das Flirtverhalten zu veröffentlichen. Ich bot an, seinen Namen zu erwähnen (oder sein Buch, oder etwas in der Art).

Sofort fiel die gesamte Community über mich her, wie ich es wagen könnte, eine Leistung kostenlos zu „verlangen“. So in der Art von „Bittest du den Bäcker auch, dass er dir ein Brot umsonst gibt, wenn du ihn auf deinem Blog erwähnst?“

So – nun wisst ihr, warum ich immer etwas distanziert bin, wenn Leute versuchen, mich auszubeuten oder brotlose Dummbacken ihre Berufsehre verloren sehen, wenn sie etwas im Austausch geben sollen.

Und – tatsächlich kann ich auch „kommerziell“. Aber das basiert dann auf klaren Vereinbarungen – einer nimmt, der andere gibt.

Bin ich ein Dinosaurier?

Bin ich ein Dinosaurier? Oder sind die Mitbürger einfach von den Medien verblödet worden?

Die Dinosaurier wer’n immer trauriger. Wie oft habe ich als junger Mann, ja selbst noch in meinen mittleren Jahren, die „Dinos“ verachtet, die ihre Chefsessel vollgefurzt haben. Gut, gut, es waren auch einige besondere Menschen dabei, die noch die „alten Tugenden“ des Kaufmanns beherrschten und einige Experten, die jede Art der Technologie aus dem vorigen Jahrtausend beherrschten. Doch die meisten alternden deutschen Manager waren der gleichen Meinung wie IT-Experten: „Versuch nie, ein laufendes System zu verändern – alles, was du änderst, könnte schiefgehen.“

Nun bin ich selber ein Dinosaurier. Führe ein eigenes Blog, das den Menschen unter 40 am Arsch vorbeigeht. Blogs sind so etwas von gestern … heute saugt man sich jeden Mist aus Twitter oder Facebook und einem halben Dutzend anderer „Netzwerke“ rein.

Es sei denn, man wäre Frau oder würde für Frauen schreiben, die einen großen Teil ihrer Zeit mit Selbstbespiegelung oder sinnlosem Geschwätz verbrächten. Denn Online-Zeitschriften für Frauen jeden Alters sprießen gerade wie Pilze aus dem Boden – aus einem einfachen Grund: Die Damen, die sie führen, katapultieren sich damit in kürzester Zeit in die Öffentlichkeit und machen ordentlich Kohle – das meiste mit verdeckter Werbung.

Nun gut – wenn das ein Trend ist, dann ist es ein Trend. Und solche Blogs kosten eben auch viel Zeit, sodass man den Damen ihre Profite nicht neiden sollte.

Indessen ist natürlich die Frage, was für die Einzelne dadurch gewonnen ist. Mehr Geld für sinnloses Zeug ausgeben? Mehr Gedanken über die Gestalten machen, die vorne trällern, irgendwie Schauspielern oder sich im Fernsehen zum Affen machen?

Oder bin ich wirklich Dinosaurier? Dann wäre ich Angehöriger einer hoch spezialisierten, ausgesprochen erfolgreichen Spezies. Wenigstens ein Trost.
http://ideas.ted.com/heres-why-dinosaurs-matter/

Was macht Sehpferds Seiten eigentlich aus?

Sehpferd berichtet ganzjährig darüber, wie Verbraucher verarscht werden, Qualitätsmängel vertuscht werden und der Service zum Zerrwitz wird. Aber natürlich auch vom Gegenteil, nämlich kluger und fachkundiger Hilfe.

Flora, Fauna und Primaten

Im Sommer schreibt Sehpferd auch mal über Passiflora und andere hübsche Pflanzen sowie die Insekten und Vögel, die den Garten besuchen. Von den übrigen Lebewesen interessiert ihn hauptsächlich der Homo sapiens, gefolgt von anderen Primaten – und neuerdings sein Hund. Der Hund ist deswegen ein interessantes Thema, weil jeder irgendwie seinen Senf dazugeben möchte. Das Internet schafft dabei allerlei Verwirrung.

Politik überwiegend zu Wahlzeiten

Sehpferd berichtet … zu Wahlzeiten und auch sonst darüber, wie Politiker sich saudumm anstellen und insbesondere den Bürgern die Hucke voll lügen, um selber zu glänzen. Aber auch vom Mut einzelner Politiker, anders zu denken, anders zu handel und anders zu sein.

Kritischer Journalismus

Journalisten müssen gewürdigt werden – was am besten dadurch gelingt, sie kritischer zu lesen, als dies üblich ist. Man muss nicht immer rügen. Manchmal hilft einfach lachen. Sehpferd lacht (beispielsweise) über die tapsigen Journalisten, die den Damen und Herren „Forschern“ jeden Mist abkaufen. Und Sehpferd grinst über die bürgerliche Mainstream-Presse, die gerade noch das schreibt, was den Abonnenten nicht sonderlich ärgert. Und Sehpferd tritt den Pseudo-Intellektuellen in den Redaktionen vors geistige Schienbein, die meinen, aufgrund ihrer angeblichen Bildung das Privileg der Objektivität gepachtet zu haben. Unterstützt wird von Sehpferd kritischer Journalismus, der sich traut, auch gegen den Mainstream zu schreiben und zu senden.

Misstrauen gegen Bevormunder

Eine der Grundzüge von Sehpferds Meinungen ist das abgrundtiefe Misstrauen gegen Menschen, die wissen wollen, wie andere Menschen denken, fühlen und handeln und die glauben, dies bewerten zu dürfen. Damit sind nicht ausschließlich Psychologen gemeint. Sehpferd glaubt, dass Ökonomie vor Psychologie rangiert, Logik vor Religion und Beobachtung vor Ideologie.

Lust und Liebe

Die Liebe ist Sehpferd so wichtig, dass er ihre Hintergründe analysiert und die Gedanken, die dazu gesammelt wurden, neu ordnet und in anderer Form weiter verbreitet. Sehpferd befürwortet einen ökonomischen, sachlichen und möglichst ideologiefreien Umgang mit dem Themen Liebe, Lust, Leidenschaft, Begierde und Sexualität. Seine These: Was sich versachlichend beschreiben lässt, verdient keinen Tadel und keine Zensur.

Frauen und Männer

Sehpferd wendet sich gegen Männer, die sich als Machos profilieren wollen und gegen Frauen, die ihr eigenes Geschlecht verherrlichen wollen. Während aber die Ersteren schon genügend öffentlich gerüffelt wurden, konnte sich die zweite Gruppe in der Unantastbarkeit von Feminismus und Genderismus in aller Stille ihr kleines Imperium aufbauen. Das ist nicht gut für die Gesellschaftsordnung bedarf der Korrektur.

Fernsehen und Zugang zu Informationen

Sehpferd sieht (noch) fern, allerdings fast nur ARD, ZDF und BBC. Dabei fordert Sehpferd den öffentlichen, uneingeschränkten, bundesweiten Zugang zu allen öffentlich-rechtlichen deutschen Sendern. Das ist leider nicht überall gewährleistet, weil DVB-T2 nicht flächendeckend eingeführt wurde. Außerdem setzt sich Sehpferd für die Freiheit der Presse ein und rügt die Einflussnahme der Politik und der Wirtschaft.

Demokratie

Und ja – Sehpferd sieht sich selbst als liberal, ist aber nicht Mitglied der liberalen Partei. Im Konflikt zwischen Demokratie und Liberalismus entscheidet sich Sehpferd intellektuell und emotional eher für den liberalen Standpunkt, akzeptiert aber, dass die Demokratie oftmals eigene Wege geht.