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Deal mit mir gefällig?

Guten Tag,

Mein Name ist Gebhard Roese, und ich würde gerne etwas für Sie schreiben … das ist neu, nicht wahr? Aber es ist die Wahrheit. Ich habe derzeit Lust, etwas für Sie zu verfassen, und ich werde es tun, wenn Sie mir einen fairen Deal vorschlagen.

Ich schreibe eigentlich über fast alles außer Sport und für fast alle außer für Rechts- oder Linksextremisten.

Interessant mag auch mein Umschreibservice für Sie sein. Ihn zu nutzen, bedeutet, nahezu jeden beliebigen Text in einen anderen umschreiben zu lassen, um ihn dabei zu kürzen, zu verlängern oder sonst wie zu verändern.

Schreiben Sie mir … ich habe Lust darauf, mir Aufgaben stellen zu lassen.

Ihr Gebhard Roese




Normalität – vorerst

Heute atme ich ein wenig auf. Auch, wenn mir die Vorwahl-Berichte weder einen Cent in die Kasse gespült haben, noch zu meinem Ansehen beigetragen haben.

Aber es gibt mir Gelegenheit, einmal zu sagen, dass es Deutschland und den Deutschen so gut geht wie selten zuvor. Und wenn mich etwas erfreut, dann vor allem, dass es diesem Land und seinen Bürgern gut geht. Wenn andere Millionen mit ein bisschen elektronischem Wind verdienen – lass sie doch. Ich leide nicht unter der „deutschen Krankheit“, dem „Neidhammelismus“.

Zeit, sich auf meine Kernkompetenzen zu besinnen: Schreiben für andere. Vielleicht auch endlich mal eigene Kurzgeschichten zu schreiben.

Auf jedem Gebiet, das Sie auf dieser Welt anpacken, gibt es Leute, die es „auch“ können, und auch solche, die es besser können. Und – es gibt auch soclhe, die gar nichts können, aber dennoch Erfolg haben.

Sehen sie, da muss ich noch dies loswerden: Mir sind Leute, die nichts können, aber viel wollen und dabei Erfolg haben, lieber als solche, die gar nicht erst etwas wollen und dabei ganz selbstverständlich keinen Erfolg haben.

Voll dahinter stehen?

Journalisten erkennt man daran, dass sie stets die Distanz zu den Themen wahren, über die sie schreiben, selbst dann, wenn sie sich im Prinzip dafür engagieren könnten.

Diese Distanz ist nötig, spricht aber offenbar die Leserinnen und Leser vieler Neuer Medien nicht an. Gerade hörte ich, dass für ein Magazin Autorinnen und Autoren gesucht werden, die Ihre Themen verinnerlichen oder diese zu ihren Lebensinhalten gemacht haben.

Sicher – der Unterhaltungswert wird dann größer – aber der Informationswert deutlich geringer. Ich muss und kann damit leben, weil ich als Leser solcher Magazine nicht infrage komme.

Aber ich frage mich schon, ob Selbst-Betroffenheit und Lifestyle ausreichen, um Informationen zu transportieren.

Viel Arbeit …

Wenn ein Sehpferd nichts sieht, dann schreibt es. Und ich habe gerade eine Menge Arbeit. Produkte ansehen, Produkte erproben, Produkte beschreiben – das gehört zu meinen Kernkompetenzen.

Was hast du für die Menschheit getan?

Wissen Sie, was ich für die Menschheit getan habe? Ich habe Geschichten geschrieben. Ich habe berechtigte Zweifel gesät und unberechtigte ausgeräumt.

Ja, ich habe für Sie geschrieben. Und ich schreibe immer noch für Sie.

Wenn man ein Kind fragt, was es einmal „werden“ will, dann sagt es sicherlich etwas anderes als „Schriftsteller“ oder „Blogger“.

Sehen Sie, wenn Sie irgendetwas „sind“, dann sind Sie irgend „etwas“ und tun dabei mehr oder weniger das, was Millionen anderer Menschen auch tun: Buchhalter jonglieren mit Zahlen, Programmierer mit Codes, Juristen mit Gesetzen.

Nur der Schriftsteller tut etwas anderes: Er kommuniziert von Berufs wegen still, ohne Aufsehen. Dafür bekommt er miese Honorare, wenig Ruhm und nur selten Ehren. Aber es kann etwas tun, was die meisten anderen Menschen nicht tun können: Er muss nicht denken, was andere wollen. Er darf denken, was er selbst will. Und das ist eine wahre Freude.