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Die umständliche Suche nach einer passenden LED-Ersatz-Glühbirne

Alle stimmt - die Glühbirne ist hell und hat die richtige Farbe
Die umständliche Suche nach einer passenden LED-Ersatz-Glühbirne - am Ende erfolgreich (siehe Foto oben).

Wenn Sie im Internet einen Ersatz für eine E27-Golfball-Glühbirne suchen, und noch keine grauen Haare haben, werden Sie wahrscheinlich welche bekommen.

Erstens finden Sie diese LED-Ersatzglühbirnen so gut wie nicht, jedenfalls nicht unter dem international üblichen Namen „Golfball-Form“ (1). Zweitens werden Sie bald finden, dass diese Lampen nicht dem Original entsprechen, sondern irgendwelche abartigen Sockel haben, die jedem Liebhaber von Antikleuchten oder Designerleuchten die Fußnägel krümmen – so hässlich sind sie - und der Abstrahlwinkel passt schon gar nicht.

Häufig: abenteuerliche Angaben in Watt, Lumen und Lichtfarbe

Und drittens finden Sie Fantasieangaben in Watt, „entsprechend Watt“, Lumen und Lichtfarbe. Bei einer 2-Watt-Lampe aus China stehen vorsichtshalber gar keine Angaben zur Lichtausbeute. Manche der Anbieter behaupten, ein Watt entspräche der Lichtleistung von 15 Watt, andere wieder wollen wissen, dass man etwa drei Watt benötige, um die 25-Watt-Glühirne zu simulieren, wobei etwa 250 Lumen Lichtleistung zu erzielen sei. Dafür wird die Daumen-Formel ausgegeben: bisherige Glühbirne in Watt x 10 = Lumen. Damit wissen Sie aber noch nicht, wie hell Ihre LED wirklich ist. Das erfahren Sie nämlich nur dann, wenn der Wert in Lumen tatsächlich angegeben ist. Ist dies nicht der Fall, kann die neue LED recht tranfunzelig daherkommen.

Bei dieser LED-Ersatzlampe stimmt alles

Bei der Lampe, deren Verpackung ich hier abgebildet habe, steht alles drauf, was drauf sein muss. Und die 320 Lumen entsprechen ungefähr 32 Watt von der „alten“ Sorte, wobei die Stromaufnahme gegen vier Watt beträgt. Angegeben wir sie in diesem Fall sehr zurückhaltend mit „Ersatz für 25 Watt“. Sie wirkt aber deutlich heller und ist wirklich „warmweiß“ – was man von manchen anderen Produkten nicht behaupten kann.

Geradezu unverschämt sind die Preisunterschiede. Ich habe recht preiswert bei NCC gekauft und bin schnell beliefert worden. Das ist die LED-Birne, die hier als Foto abgebildet ist.

Das Produkt mit angeglichen „2 Watt“ (ohne Lumenangabe), das ich zuvor erwarb, was ausgesprochen funzelig und hatte eine bläuliche Lichtfarbe, obgleich „warm white“ auf der Verpackung stand.

(1) Deutsch meist „Glühbirne Tropfen, E27“ – nicht zu verwechseln mit dem ähnlichen Produkt in E14-Fassung.

Nackt-Show auf RTL2 – und die Presse macht munter Gratis-Werbung dafür

Muss ja toll interessant sein, Menschen nackt zu sehen. Jedenfalls knallen nahezu täglich Meldungen bei mir herein, man müsse „unbedingt“ RTL2 sehen. Die Show heißt „Naked Attraction". Und so ganz nebenbei (ach, wie zufällig) wird mir noch mitgeteilt, dass ich diese weltbewegende Show auch noch nachträglich bei einem anderen Anbieter sehen könne. Der wurde natürlich verlinkt. Klar: Fernsehen ist Kultur, egal, was läuft – oder?

Nein, will ich nicht sehen. Nicht im Fernsehen und auch nicht später.

Deniz Yücel – die Freiheit

Kein Gut ist so wertvoll wie die Freiheit, es sei denn, das Leben. Einst haben mächtigen Despoten im „christlichen Abendland“ und – man muss es sagen – auch Kirchenfürsten diese Freiheit bedroht. Jeder muss wachsam sein, dass dies nicht wieder passiert.

Heute ist die freie Meinungsäußerung in vielen Staaten hochgradig gefährdet. Alle müssen dafür eintreten, die Wahrheit aussprechen und schriftlich veröffentlichen zu können, ohne Schaden zu nehmen.

Deniz Yücel ist nun frei. Doch andere wurden und werden in der Türkei uns anderwärts verurteilt, weil sie wagten, die Wahrheit zu schreiben.

Valentinstag – Aufklärung statt Nebelkerzenwürfe

Der „heilige Valentin“ ist eine katholische Legende, stand früher einmal im Römischen Heiligenkalender und wurde 1996 daraus entfernt. Mit gutem Grund: Es ist weder sicher, dass es ihn gab noch dass er ein Märtyrer war. Er hielt sich aber im Volksglauben, und zwar in einer Weise, die die katholische Kirche als „heidnisch“ angesehen würde.

Die Legende um den Valentinstag mag uralt sein oder sehr neu: Es wird vermutet, dass der Valentinstag vom Volk wie vom Adel gefeiert wurde, um dem beginnenden Frühling zu huldigen. Das mag merkwürdig klingen, denn am 14. Februar ist der Frühling noch weit entfernt. Das allerdings darf man nicht so genau nehmen, denn es ist ja die Hoffnung auf den Frühling, der an 14. Februar gefeiert wird. Und es ist nicht der „wirklich“ St. Valentin, sondern eine götterähnliche Gestalt, die den Winter verscheucht und mit der Sonne die Liebe bringt. Das ist beweisbar und keinesfalls eine dieser „Legenden“, die über den Valentinstag verbreitet werden, denn 1382 wurde dies gedichtet:

Saint Valentine, who art full high aloft –
Thus sing the small fowls for your sake –
Now welcome summer, with your sun soft,
That this winter’s weather does off-shake.

Ich habe dies vor einiger Zeit einmal frei übersetzt (aber sinngemäß richtig)

St. Valentin, du thronst dort oben,
Die Vögel singen zu deinen Ehren,
Willkommen Sommer, lass dich loben,
Die Winterstürme wirst du bekehren.

Es war sehr sinnvoll für den britischen Autor Geoffrey Chaucers in seinem „Parlement of Foules“ auf „St. Valentin“ oder den Valentinstag hinzuweisen, denn die Vögel sollen ab diesem Tag damit begonnen haben, Nester zu bauen. Tatsächlich gibt es vereinzelte Vogelarten, die sich bereits im Februar Nistplätze sichern und dann mit dem Nestbau beginnen.

Hoffnung auf den Frühling, die Wärme und die Liebe

Die Assoziation Brutverhalten-Wärme-Liebe-Romantik ist also gegeben – und ob sie nun auf den 14. Februar gelegt wurde oder auf einen anderen Tag – die Diskussion darüber ist absolut fruchtlos. Die Menschen in unserer Klimazone sehnen sich im Februar nach Sonne und Wärme, und viele hoffen auf den Frühling und die Liebe.

Was ist so schrecklich am Umsatz?

Ach, und noch etwas: Was ist eigentlich so furchtbar schrecklich daran, an diesem Tag den Umsatz von Blumen, Süßigkeiten, Schmuck oder Dessous anzukurbeln? Ist „Umsatz“ ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit? Und wie viele der beschenkten, fühle sich wirklich „peinlich berührt?“ Ist es nicht wundervoll, aus Liebe zu schenken?

Ich sage dazu mal dies: Misanthropen (und –innen), verpisst euch – niemand vermisst euch. Wer aus Liebe schenkt, tut nichts Böses, auch dann nicht, wenn er falsch wählt.

Das war es für heute - viel mehr wäre zum Valentinstag ohnehin nicht zu sagen.