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Arm und Reich

Ein ortsansässiger Händler bietet in einer Zeitungsbeilage einen Fernseher für 9.000 Euro an. Lese ich darüber hinweg? Im Grunde sollte ich. Jeder muss schließlich selbst wissen, wohin er sein Geld verschleudert.

Doch dieser Fernseher lässt sich nicht nur für 9.000 Euro erwerben, sondern auch in „36 Monatsraten zu je 250 Euro“ bezahlen.

Dieser Tag lese ich auch, wie viele Haushalte überschuldet sind. Der Hauptgrund: Ratenzahlungen. Und ich höre von überall Klagten, dass die Einkommen „gerade mal so“ hinreichen und bereits Nachzahlungen bei den Mietnebenkosten zu Katastrophen führen.

Irgendwie passt das mit dem Ratenkauf eines 9000-Euro-Fernsehers nicht zusammen.

Fördern Sie Sehpferd!

Fördern Sie Sehpferd ... tun Sie etwas für die Meinungsfreiheit

Wollen Sie, dass individuelle, interessante und aktuelle Blogs mit Text-Meinungsbeiträgen verschiedener Art erhalten bleiben? Oder wollen Sie, dass alles, was heute noch Freiheit und Kreativität genannt werden kann, von den reichen, arroganten Konzernen verschlungen wird, deren Sklaven wie werden, wenn wir uns nicht wehren?

Schlagen Sie diese Konzerne mit den eignen Waffen! Machen Sie Sehpferd populär, indem Sie Sehpferd überall empfehlen, wo es die Möglichkeit gibt. Sie begeben sich nicht in Gefahr: Sehpferd ist weder sozialistisch noch national durchtränkt.

Sehpferd stützt den Liberalismus, die Europäische Union und die Freiheit von Kunst und Kultur. Dabei ist Sehpferd nie einseitig, sondern geht differenziert, aber dennoch hart mit Themen wie Religionen, Ideologien und Bevormundungen um.

Ob Sie die Meinungen, die hier vertreten werden, mögen oder nicht, spielt kaum eine Rolle. Falls Sie diese Meinungen indessen für interessant und diskussionswürdig halten, dann fördern Sie Sehpferd. Posten Sie, Re-Posten Sie (mit Quellenangabe, bitte), quälen Sie sich durch das Gestrüpp der sozialen Netzwerke und nennen Sie den Namen dieses Blogs: Sehpferd.

Danke, falls Sie es tun.

Algengeblubber: die Woche bei Sehpferd – aktuell und retro

Ende der Woche? Endlich! Das Retro-Magazin „Sehpferd bloggt“ ist im alten Stil mit alten Themen frisch geputzt worden. „Das wird nie etwas“, haben die Freunde gesagt. Heute macht man doch auf FACEBOOK oder oder auf TWITTER oder meinetwegen noch gerad mal TUMBLR, aber so etwas Altmodisches wie ein Blog …

Also: was war? Einheit. Und ein Volk, das sich nicht mehr einig ist, seit es vereint ist. Man denke: Das Volk im Osten mauert gegen eine Kanzlerin, die aus dem Osten kommt, und pfeift einen Bundespräsidenten aus, der aus dem Osten kommt? Wahrscheinlich ist demnächst der Ostwind dran oder das Osterei. Die Frau Familienminister hat sich gerade in die Sexismusdebatte eingemischt – ach, wie wichtig, Frau Minister. Sonst nichts zu tun?

Frauen sind edel, hilfreich und gut und kaufen sich ab und zu mal eine Domina, Hure oder eine andere erotische Dienstleistung. Stand in einem feministischen Magazin, sonst hätten die Sehtiere gar nicht gewagt, es zu bringen.

Ob manchmal nicht auch ein Kuscheltier gereicht hätte, wenn frau (oder man) Lust auf Zärtlichkeit und vertrauliche Gespräche hatte? Klar können Kuscheltiere sprechen. Und Blumen. (Können Sie bei Lewis Carroll nachlesen). Sie müssten einfach mal lernen, anders zu denken – quer oder besser noch diagonal.

Im Bereich der Krimi genannten Sozialklamotten gab es diesmal bärtige Kerle und reichlich eigenartige Kommissarinnen. Wahrscheinlich hat manche Arbeiterin am Fließband ein besseres Verhältnis zur Realität als die TATORT-Frauen.

In Leipzig sind zwei Junglöwen ausgebrochen. Der Zoodirektor behauptet, sie seine über den Wassergraben gehüpft –sehr unwahrscheinlich. Aber nun soll er verbreitert werden.

Wichtig: warum wir Probleme haben und keine Lösungen. Interessiert vermutlich keine Sau, ist aber eine meiner Kernkompetenzen – nicht für Säue, versteht sich.

Apropos: Wir haben Meinungsfreiheit! Und zwar nicht nur für die „privilegierte Medienfuzzis“ – na, das beruhigt doch.

Was mich schon eher beunruhigt, sind Hotlines. Statt „von ihren Kunden zu lernen“, was wirklich sinnvoll wäre, blubbern sie uns mit Blödsinn dicht. Oh, darüber könnte mich mehr schreiben. Aber die Clowns bei den Hotlines interessiert das vermutlich einen Scheiß.

Der Rest ist Retro – und etwas Eigen-Sinn.

Die Ode an den Kaffee stammt von einem britischen Gasthausschild, die Keuschheits-Aufgabe als Belohnung für Wähler stammt aus einer uralten Wahl, ein österreichischer Sex-Sender ist längst Geschichte, und Seepferd-Fans sind keine Sehpferd-Fans. Bleibt ein Geheimnis, was Sache ist, wenn jemand „Brexit“ schreit, und warum ein Fleck auf dem Tisch auf das Lokal hinweist, in dem der Wein serviert wurde. Schon die Sehjungfrau beguckt? Oder wollten Sie schwanger von einem Smartphone werden? Blubb, blubb ...